Sonst ein guter Film, aber Vorsicht bei Portraits!
Der Agfa Optima 200 ist ein Farbnegativfilm, den es als 36, 24 aber auch als 12 Bilderfilm gibt. Die 200 hinter dem Namen gibt die Empfindlichkeit des Filmes an und da diese mit 200 doppelt so hoch wie die eines "Normalfilmes" von 100 ist, kann man davon ausgehen, dass dieser Film auch bei schummrigen Licht noch etwas "sieht".
Aber dazu jetzt im Detail:
Eigentlich hält der Optima 200 was man sich von einem 200er verspricht:
Eine gewisse Fähigkeit zum Allroundfotografieren - denn er weist gut gesättigte und ausreichend differenzierte Farben und Farbtöne auf.
Eine Überbelichtung von bis zu 2 Blenden hat er bei mir noch locker weggesteckt, Fachzeitschriften behaupten ja das er auch noch eine dritte Blendenstufe rafft.
Noch ein Wort zur Vergrößerung. Durch sein extrem feines Korn sind Poster bis 36x54 cm kein Problem.
Schön ist auch, daß der Optima eine sehr hohe Farbkonstanz aufweist. Das läd zur Treue ein wenn es nicht ein paar ABERS gäbe.
und jetzt die ABERs
In den Schatten und Lichtern kippt der Film bei der Wiedergabe von Hauttönen entweder ins Weiß oder Grau.
Im Purpurbereich fehlt es an Sättigung.
Beides zusammen sollte ein Portraifilm aber in den Griff bekommen.
Also kann man rughig alles damit "knipsen" aber für eine Portraisession sollte man dann doch lieber den 160er von Agfa nehmen. Der ist nämlich genau auf Portraits abgestimmt, indem er Hauttöne ohne Farbstich wiedergibt.