Auf den ATU- Autobatterietester Titan Tec bin ich aufgrund eines Berichtes bei Ciao aufmerksam geworden. Da ich mir die Funktionsweise dieses Gerätes als Elektriker nicht so richtig vorstellen konnte, bin ich mal zu ATU gefahren und habe mir das Gerät genau erklären lassen und ausführlich getestet. Was dabei rausgekommen ist, möchte ich im Folgenden einmal niederschreiben.
Allgemeines
Wie der Name schon sagt, handelt es sich dabei um ein Gerät, mit dem man den Zustand der Autbatterie und der Lichtmaschine nebst Regler überprüfen kann. Das Gerät ist speziell für den Laien entwickelt, der sonst keine Möglichkeit hat selber die genannten Dinge zu Überprüfen. Es ist ein sogenanntes Steckegerät, welches komplett in einen übergroßen Zigarettenanzünderstecker integriert ist. Als kleine Spielerei ist noch eine kleine Leselampe integriert.
Funktionsweise Batterietest
Um den Zustand der Autbatterie festzustellen, muß man den Innenwiederstand messen in Abhängigkeit zur Kapazität. Das Gerät macht das, in dem es die Spannung unter Laste misst. Dazu muß man das Standlicht einschalten, welches die definierte Stromlast sein soll. Mittels 6 Leuchtdioden wird dann relativ ungenau angezeigt, ob die Batterie noch was taugt oder nicht. Genauere, und vor allem zuverlässigere Ergebnisse bringt da aber der Säureheber.
Funktionsweise Reglertest
Hier wird noch simpler einfach die Spannung bei laufendem Motor gemessen und über die 6 Leuchtdioden angezeigt. Ob dabei die Lichtmaschine genügend Strom liefert, oder der Regler einen weg hat, kann das Gerät nichts ausagen. Falls die Lichtmaschine oder der Regler ausgefallen ist, leuchtet sowieso bei allen modernen Autos heutzutage eine Ladekontrolleuchte, die den defekt anzeigt. Ein Regler, der nicht abschaltet und somit die Batterie überlädt, kann das Gerät unter Umständen garnicht erkennen, wenn der Batterieladezustand durch höheren Stromverbrauch reduziert war. Das kann man daher besser am Säurestand selbst überprüfen. Eine solcher Defekt macht sich meist an einer verstärkten Wasserverdunstung in der Batterie bemerkbar.
Meine Meinung
Wer einen Säureheber sein eigen nennt und damit umgehen kann, sollte den bevorzugen, zumal der meist noch billiger ist, als die ca 8 Euro für das Titan Tec Gerät.
Die Messung des Batteriezustandes auf diese Art und Weise führt doch wohl eher zur Verwirrung des Nutzers. Erstens ist kein genauer Laststrom definiert und zweitens ist der Spannungpegel abhängig vom Ladezustend unterschiedlich. Außerdem spielt dabei noch die Größe, also die Amperestundenzahl der Batterie, eine Rolle. Alle diese Größen werden bei diesem Gerät nicht berücksichtigt, was nach meiner Meinung ein eher zweifelhaftes Meßergebnis zur Folge hat.
Daher kann es sein, daß das Gerät eine schlechte Batterie anzeigt, nur weil sie durch viel Kurzstrecke und Nachtfahrt einen etwas unterdurchschnittlichen Ladezustand aufweist, sonst aber in Ordnung ist. Adrerseits kann auch eine relativ große Batterie, die nicht mehr ganz in Ornung ist, für intakt bewertet werden, nur weil dummerweise eine Standlichtlampe bei der Messung defekt ist und daher weniger, als berechnet, Strom fließt. Weitere unvorhersehbare Stromverbraucher, wie der Kühlerlüfter, Heizungslüfter, Bordcomputer, Alarmanlagen oder die elektrische Kraftstoffpumpe. All diese Verbraucher können auch unkontrolliert in Betrieb gehen und das Meßergebnis verfälschen, ohne daß man es merken muß.
Erfahrungen
Natürlich habe ich das Teil an meinem Fahrzeug ausgetestet. Dazu muß ich erstmal sagen, daß ich eine relativ
neue und recht große 75Ah Batterie drin habe. Wie erwartet hat das Gerät dennoch nicht die besten Noten für meine Batterie gegeben. Der Grund für die Fehlmessung war, daß ich nicht wie bei den meisten Fahrzeugen üblich 4 x 5Watt Standlich habe, sondern noch weitere 4 Lampen. Außerdem läuft bei mir immer irgendwas in der Elektronik, was auch Strom bei eingeschalteter Zündung verbraucht. Den dadurch deutlich höheren Laststrom hat das Gerät als schlechten Batteriezustand bewertet.
Beim Reglertest hat das Gerät eine normale Anzeige gehabt, was mich auch nicht verwunderte, da ja bei mir alles funktioniert. Testhalber habe ich aber mal den Reglertest bei ausgeschaltetem Motor gemacht. Normalerweise müße ja nun Ladespannung zu gering angezeigt werden. Aber lediglich eine noch ausreichende Ladespannung zeigte das Gerät an, was wieder mit der überdurchschnittlichen Kapazität meiner Batterie erklärbar ist, wen sie einen sehr hohen Ladezustand hat.
Fazit
Der ATU Autobatterietester gehört zu den wenigen Geräten, von denen ich dringend abraten würde. Der geübte Autofahrer erhällt genauere Ergebnisse mit dem Säureheber, der zudem meist noch viel billiger ist und den Laien kann das Gerät unter Umständen zu einem nicht notwendigen Batteriekauf verleiten. Möglicherweise ist aber auch genau das von ATU gewollt?
Und eine Zigarettenanzünderleselampe gibt es doch deutlich billiger als für knappe 8 Euro. Daher ordne ich es in die Kategorie ein: Dinge, die die Welt nicht braucht.
Wer ein Auto fährt, das schon ein paar Jährchen auf dem Buckel hat kennt es bestimmt.
Bei kalten Außentemperaturen springt der Wagen schlecht oder gar nicht an.
Meistens kündigt es sich aber schon einige Zeit vorher an, die Batterie bringt nicht mehr die volle Leistung. Aber ist auch die Batterie kaputt oder gar die Lichtmaschine?
Sicher kann man nun in die Werkstatt fahren und es testen lassen, aber das kostet Zeit und meistens Geld. Hier kommt nun der Hauptdarsteller meines heutigen Berichtes ins Spiel: der Titan-Tec Autobatterietester.
Was ist denn das?
Der Autobatterietester ist ein kleines Instrument mit dem auch der Laie den Zustand seiner Batterie und des Reglersystems im Auto checken kann.
Dazu steckt man das Gerät einfach in den Zigarettenanzünderanschluss des Autos und kann dann verschiedene Zustände von Batterie und Ladesystem ablesen.
Wie sieht es aus?
Das Gerät besteht aus einem Stecker für den Zigarettenanzünderanschluss, der sich dann verbreitert und in dem sich sechs Leuchtdioden und ein Leselicht verbergen. Die Bedienungsanleitung ist in englischer Sprache auf den Tester aufgedruckt. Falls man dem englischen nicht mächtig ist, gibt es auf der Blisterverpackung noch eine Anleitung in deutsch.
Wie wende ich es an?
Zuerst muss man natürlich entscheiden ob man die Batterie oder das Reglersystem testen möchte. Fangen wir mit dem Reglersystem an.
Der Reglertest:
Wichtig ist, das man vor dem Test ca.15 Minuten mit dem Auto gefahren ist, damit sich die normale Ladespannung an der Batterie einstellt.
Nun schiebt man den Schiebeschalter auf Batterietest und steckt es in den Zigarettenanzünderanschluss. Der Motor muss weiter laufen.
Jetzt zeigt der Tester über die Leuchtdioden das Testergebnis an.
Dabei gibt es vier verschiedene Zustände:
LED I + II leuchten: Ladespannung zu gering
LED I,II + III leuchten: Ladespannung noch ausreichend
LED I bis IV leuchten: Ladespannung in Ordnung
Gelbe LED leuchtet: Ladespannung zu hoch
Falls die Reglerspannung in Ordnung ist kommt als der Übeltäter für die leere Batterie nur noch die Batterie selbst in Frage. Weicht die Reglerspannung ab, kommt man meist um einen Werkstattbesuch nicht mehr herum. Als Übeltäter kommen dann der Antriebsriemen der Lichtmaschine, die Lichtmaschine oder die Verkabelung in Frage.
Der Batterietest:
Zum testen der Batterie darf man den Motor nicht starten. Anschließend steckt man das Gerät wieder in den Zigarettenanzünderanschluss und schaltet das Standlicht ein.
Nach einer Minute kann man das Ergebnis wieder an den Leuchtdioden ablesen.
LED rot leuchtet: Batterie in schlechtem Zustand
LED I leuchtet schwach: Wasserstand der Batterie zu niedrig
LED I leuchtet hell: Batterie in Ordnung
Tipps & Tricks:
-Wichtig ist immer der richtige Füllzustand der Batterie. Der Säurestand sollte immer nahe der Maximalmarkierung liegen. Falls er zu niedrig ist immer mit destilliertem Wasser auffüllen.
-Der Antriebsriemen sollte immer richtig gespannt sein, ansonsten rutscht er durch und die Batterie wird nicht richtig geladen.
-Die Pole der Batterie sollten immer frei von Korrosion sein, ansonsten gibt es einen hohen Übergangswiederstand, der auch Probleme bereitet.
Bezugsquelle:
Gekauft habe ich den Batterietester bei ATU. Gekostet hat er, soweit ich mich erinnere 7,95€.
Fazit:
Mit dem Titan-Tec Autobatterietester erwirbt man ein kleines aber nützliches Instrument um die Autobatterie und das Reglersystem des Autos zu checken.
Die Anwendung ist kinderleicht und man erspart sich damit einen Fehlkauf einer neuen Batterie. Nichts ist ärgerlicher als
wenn man eine neue Batterie kauft und die ist nach zwei Wochen wieder leer, da sie im Fahrzeug nicht richtig nachgeladen wird.
Die eingebaute Leselampe kann man als kleinen Gimmick betrachten, den der Beifahrer vielleicht mal bei einem nächtlichen Kartenleseversuch gebrauchen kann.
Ich vergebe alle fünf Sterne, da das Gerät einfach zu bedienen ist und es sich eine genaue Aussage über Autobatteriezustand und das Ladesystem treffen lässt. Für den günstigen Preis ist es voll empfehlenswert.