Die Autobahn ist mir abschnittsweise sehr gut bekannt, ich werde aber versuchen, zu jedem Streckenabschnitt in meiner Erinnerung zu kramen.
Den Abschnitt nördlich von Hamburg hab ich eigentlich ganz positiv in Erinnerung. Dafür Hamburg selbst umso negativer. Wenn man in Hamburg eine Ausfahrt sucht, hat man sehr schlechte Karten, denn alle 500 Meter (manchmal auch noch viel weniger) kommen da Aus- und Einfahrten, die heißen dann z.B.: HH-Schnelsen, HH-Schnelsen-Nord, also zwei, drei hintereinander, die ziemlich ähnlich heißen, wenn man da nicht genau weiß, wie die Ausfahrt heißt, ist man verloren. Und dann gibt’s ja noch den Elbtunnel, der einen besonders in der Ferienzeit Stunden kosten kann. Einmal habe ich bei einem guten Freund Rast gemacht, und nachdem der Staubericht einen Stau von 20 Kilometern Länge vor dem Elbtunnel meldete, erklärte er mir einen Weg über die Elbbrücken. Ich habe sicherlich viel Zeit gespart, aber Fahrern, die sich in Hamburg nicht auskennen, ist davon abzuraten, denn der Weg war nicht einfach.
Vom Abschnitt Hamburg-Hannover weiß ich nur noch soviel, dass es größten Teils zweispurig war, eine Baustelle an der anderen (dreispuriger Ausbau), und teilweise aber auch schon dreispurig war.
Ab Göttingen geht es durchs Mittelgebirge, und dementsprechende Steigungen und gefährliche Gefälle (teilweise bis zu 8 Prozent) warten auf den Fahrer. Bei Kassel empfiehlt sich eine Rast einzulegen, den die Raststätte Kassel ist eine der schönsten und besten, die mir bisher begegnet sind. Das Hattenbacher und das Kirchheimer Dreieck folgen dann im Abstand von 3 Kilometern, und man muss mal kurz aufpassen, dass man die richtige Spur erwischt. Wenn man alles richtig gemacht hat, durchquert man die hessische und bayrische Rhön ebenso zügig wie die Mittelgebirge. Zum Großteil ist die Autobahn nämlich dreispurig, von daher kein Problem, wenn LKWs die rechte Spur v.a. an starken Steigungen besetzen.
Ab Schweinfurt dann ist die Autobahn wieder zweispurig, aber auch nicht mehr so bergig wie bisher. Ab Würzburg (Biebelrieder Kreuz; Kreuz mit der A3) kommt dann ein Streckenabschnitt, der von Verkehr her super zu fahren ist, manchmal frage ich mich, ob die Leute die Autobahn überhaupt kennen. Ab dem Kreuz Feuchtwangen/Crailsheim (Kreuz mit der A6) wird es etwas dichter, aber immer noch so, dass man zügig voran kommt. Bei Aalen kommt dann ein Tunnel und der Aufstieg auf die schwäbische Alb. Nach dem erklimmen der Wasserscheide (650 Meter über NormalNull) kommt eine etwa 30 Kilometer lange Strecke, die auf 120 km/h begrenzt ist. Manch einem gefällt das nicht, aber ich war manchmal schon froh, dass ich ein wenig ausgebremst wurde, denn dort oben können besonders im Herbst aber auch im Sommer plötzlich auftauchende Nebelbänke den Fahrer ganz schön ins Schwitzen bringen. Sobald man dann die Höhe hinter sich gelassen hat, darf man auch wieder schneller fahren.
Allerdings nur bis nach Ulm, denn ab dem Kreuz Ulm/Elchingen (Kreuz mit der A8) wird der Verkehr wieder etwas dichter. Diese Strecke ist besonders in der Ferienzeit stark befahren. Und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass es am Autobahnende bei Oy bzw. Nesselwang immer wieder zu Staus kommt, weil die Autobahn bis nach
Füssen noch nicht fertiggestellt ist. Vor kurzem erst haben die Bauherren der A7 einen fast 10-jährigen Streit gewonnen, sodass der fehlende 10-Kilometer-Abschnitt bis an den Grenztunnel bei Füssen (der schon fertiggestellt ist) nun gebaut werden kann. Und wenn diese Nadelöhr beseitigt ist, ist auch dieser letzte Abschnitt der A7 nicht mehr so nervig.
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