Platz 525 in der Kategorie "Motherboards". Prozessor-Sockel: Socket A / Formfaktor: ATX / Motherboard SocketA nVIDIA nForce2 1A/5P IEEE LAN SOUND ATX ...mehr
...schon wieder ein neues Mainboard? Tja, nachdem mein vorheriges Gigabyte GA-7VRXP doch unerwartet schnell an seine (im nachhinein enttäuschend niedrig angesetzten) Limits kam und ich damit immer unzufriedener wurde, kam ich nicht um einen erneuten Mainboardwechsel herum. Von Gigabyte enttäuscht, nebenbei von VIA auch nicht mehr gerade begeistert, sollte es diesmal ein wirklich innovatives und (für PC-Verhältnisse) zukunftssicheres Super-Mainboard werden!
Auschlaggebend für meine Kaufentscheidung waren diesmal nicht alleine Reviews und Vergleichstests (was der Grund für meinen Gigabyte-Fehltritt war), sondern vor allem auch die fast ausschließlich positiven Comments anderer User, die dieses Board schon besaßen. Und nun habe ich es gefunden - nach längerem recherchieren, informieren und vergleichen habe ich mich für Abits NF7-S in seiner aktuellen Revision 2.0 entschieden!
■ DAS ABIT NF7-S
Das Board ist im Abit-typischen schwarz-rotem Karton materialgerecht und sicher verpackt. Beginnen wir wir dem Lieferumfang - nach dem öffnen der Box findet man neben dem eigentlichen Mainboard natürlich auch diverses, "serienmäßig" mitgeliefertes Zubehör. Folgendes liegt dem Mainboard bei:
• ein UDMA-IDE-Kabel 80-polig, für IDE-Festplatten / CD-ROMs
• ein IDE <> S-ATA-Adapter mit S-ATA-Daten- und Stromkabel
• ein Floppykabel für das PC-Diskettenlaufwerk
• zwei Slotbleche mit jeweils zwei USB 2.0-Anschlüssen
• ATX-Blende für die Rückseite des PC-Towers
• Treiber-CD-ROM
• ein mehrsprachiges Handbuch
Das NF7-S bietet einen Serial-ATA (S-ATA) Kontroller mit RAID-Unterstützung, mit dem man zwei Festplatten im Verbund betreiben kann. Was man unter solchen Umständen eigentlich als Zubehör erwartet, wären auch -zwei- S-ATA-Adapter. Mit einem solchen Adapter können gewöhnliche IDE-Festplatten an den S-ATA-Controller angeschlossen werden. Leider liegt aber nur -ein- Adapter bei. Um RAID auch mit normalen IDE-Festplatten nutzen zu können, muß man sich also einen zweiten S-ATA-Adapter extra anschaffen - welcher immerhin 20 bis 30 Euro kostet. Irgendwelche Bonus-Software sucht man ebenso vergeblich, mehr als die Treiber sind nicht auf der CD zu finden. Das Zubehör hält sich also bei Abit in Grenzen und ist nur durchschnittlich, wenigtens vom Lieferumfang her war mein letztes Gigabyte doch merklich besser ausgestattet.
Das NF7-S ist nur wenige Wochen nach Auslieferung der Rev 1.2, in seiner neuen und aktuellen Revision 2.0 erschienen. Diese bietet nun erstmals offiziellen Support für AMD-CPUs mit 200 MHz Frontside-Bus (FSB). Wem das jetzt nichts sagt: ein AMD Duron 900-Prozessor hat z.B. einen 100 MHz FSB, ein Athlon XP 2000+ schon 133 MHz. Selbst eine aktuelle und schnelle AMD Barton XP3000+ CPU bietet nur 166 MHz FSB. Jede Erhöhung des FSB bringt einen enormen Leistungsschub mit sich. Jetzt kann man sich hoffentlich vorstellen, wie eine CPU mit 200 MHz FSB erst loslegt!
Zu erkennen ist diese neue Revision 2.0 auch an der ungewöhnlichen Farbe des Mainboards, welche von "bleichbraun" ins "bräunlich-knallorange" wechselte! Was mir auf den ersten Blick gut gefiel, war der großzügige Abstand vom AGP-Slot zu den PCI-Slots. So erhält der Grafikkartenlüfter genügend Luft zum kühlen, ohne von zu nah installierten PCI-Karten behindert zu werden. Weiterhin ist die Northbridge des NF7-S mit einem großzügigen Lüfter versehen worden. Insgesamt sind drei Molex-Anschlüsse für CPU- und weitere Lüfter auf dem Board zu finden.
Der CPU-Sockel ist meiner Meinung nach zu weit außen angebracht, nämlich fast genau am Rand des Mainboards. Dies sorgt beim
Einsatz eines CPU-Kühlers je nach Bauart und Tower zu erheblichem Platzmangel, da das Netzteil gleich angrenzt. Bei Kühlern mit seitlichen Lüftern kann es passieren, das der (blasende) CPU-Lüfter und der (absaugende) Netzteillüfter "Auge in Auge" liegen - die Kühlleistung des CPU-Lüfters wird beeinträchtigt. Ein oder zwei cm mehr Abstand nach innen und unten hätten beim CPU-Sockel nicht schaden können. Ebenso liegen die IDE-Anschlüsse etwas ungünstig - genau längst der Speichersockel. Sind hier die IDE-Kabel einmal eingesteckt, tut man sich im Nachhinein recht schwer, RAM-Module ein- oder auszustecken, da man dann ständig die IDE-Kabel im Weg hat.
Auffällig war, daß ältere Bios-Versionen (bei mir zu Beginn Rev. 12) sowohl Mainboard- als auch CPU-Temperaturen ca. 8° bis 10° zu hoch angaben. Dieser Fehler läßt sich mit einem aktuellen Bios beheben. Ein Bios-Update ab Rev. 14 beseitigt zwar den Umstand der zu hohen CPU-Temperaturen, entschärft aber auch gleichzeitig die RAM-Timings etwas. Eine hervorragende Alternative zum originalen Bios bieten diverse Bios-Mods von Fans, die den Abit-Biosen einen klasse Feinschliff verpaßt haben - dazu unten mehr! Die Spannungen werden trotz Marken-Netzteil alle mehr oder weniger stark untervoltet. Bei eingestellten 1.75 Volt im BIOS erhalte ich nur 1.68 bis 1.70 Volt unter Windows. Diese Symphtome wurden von vielen anderen Usern bestätigt. Die von Haus aus ungekühlte Southbridge des NForce2-Chipsatzes wird ab 166 MHz Frontsidebus relativ heiß. Hier habe ich mit einem kleinen Kühlkörper samt Lüfter Abhilfe schaffen können.
Der integrierte Serial-ATA (S-ATA)-Controller bietet eine maximale Übertragungsrate von 150 Megabyte pro Sekunde und soll gegenüber seinem Vorgänger, dem normalen IDE-Controller, mehr Übertragungsleistung bieten - warum wurde er dann an den PCI-Bus mit angebunden, dessen maximales Datentransfer-Limit schon bei 133 MB/sek. (wohlgemerkt für -alle- Slots zusammen) erreicht wird? Dies kann die Vorteile von schnellem Serial-ATA gleich wieder beeinträchtigen, da die Daten einen Umweg über den "Flaschenhals" PCI-Bus nehmen müssen. Für mich ist das momentan noch nicht relevant, da ich S-ATA vorerst nicht benutzen werde. Es ist aber sicher ärgerlich für den einen oder anderen User, der S-ATA schon von Anfang an effizient einsetzen will.
So, alles in allem hört sich dieser erste Eindruck doch eher etwas negativ an. Aber halt! Im Prinzip sind das größtenteils Kleinigkeiten! Bevor nun irgendjemand einen falschen ersten Eindruck erhält, kommen wir nun zu den positiven Features und Aspekten, von dem das Board wirklich jede Menge besitzt!
■ DIE FEATURES
Das Abit NF7-S basiert auf dem innovativen und äußerst leistungsfähigen NVidia NForce2-Chipsatz, der wirklich sehr viel für sein Geld bietet. Dank der umfangreichen Ausstattung des Mainboard dürften in den meisten Fällen zusätzliche PCI-Karten überflüssig werden, und damit verbunden, auch nicht wenige Euros eingespart werden können! Gut, was bietet das NF7-S denn nun im einzelnen?
• NVidia NForce2-Chipsatz
die "Steuerzentrale" des Mainboards. Er ist für das Zusammenspiel aller Komponenten im PC verantwortlich. Offiziell unterstützt werden momentan alle erhältlichen AMD Duron-, Thunderbird-, Athlon XP- und Barton-CPUs mit bis zu 200 MHz FSB. Der NForce2 ist ein sehr vielseitiger und leistungsstarker Chipsatz. Er bietet u.a. DualDDR400-Zweikanal-RAM-Support, 6-Kanal-Audio in echter Dolby Digital 5.1-Qualität, einen Firewire-Controller und viele weitere Innovationen. Dazu unten jeweils mehr.
der neue Serial-ATA-Standard bietet eine (theoretisch) max. Übertragungsrate von 150 MB/sek. An ihn kann man entweder ein einzelnes S-ATA-Laufwerk anschließen, oder auch zwei (möglichst identische) Festplatten bündeln. Diese werden dann vom System als eine einzelne HD angesehen und bieten dadurch doppelte Übertragungskapazität. Mit dem oben erwähnten, beiliegendem S-ATA-Adapter kann man auch ein gewöhnliches IDE-Laufwerk an den S-ATA-Kontroller anschließen. Die neuen S-ATA-Anschlußkabel sind dabei sogar dünner als ein gewöhnliches USB-Kabel.
• UDMA/133 IDE-Controller
zwei Anschlüsse für insgesamt bis zu vier typischen IDE-Laufwerken wie Festplatten, CD-ROM/Brenner u.ä. sind vorhanden. "133" steht für die (theoretisch) erreichbare Übertragungskapazität des Controllers von max. 133 MB/sek. In der Praxis kommt man allerdings nie an solch hohen und optimalen Übertragungsraten, da diese auch vom PCI-Bus und den Festplatten technisch beschränkt werden. Nichtsdestotrotz arbeitet der IDE-Controller recht flott im Vergleich zu anderen UDMA/133-Controllern.
• Dual Channel-DDR-RAM Interface
hier kann man bis zu drei 184-polige DDR-RAM-Module installieren. Neben den bisherigen PC1600 (DDR200)-, PC2100 (DDR266)- und PC2700 (DDR333)-Modulen werden auch schnelle PC3200 (DDR400)-RAM-Module unterstützt. Das besondere ist nun die Kanalbündelung des Speichers. Installiert man anstelle eines einzelnen zwei (möglichst identische) RAM-Module, werden diese dann im Zweikanalbetrieb (Dual Channel) angesprochen - so wird z.B. aus zwei DDR400-Modulen quasi ein DDR800-Modul! Und dies sorgt für einen merklich höheren Speicherdurchsatz.
weiterer Bestandteil des NForce2 ist integriertes 6-Kanal Audio. Die APU (Audio Processing Unit) liefert dabei echten Dolby Digital 5.1 Sound (Abit erhielt als einziger Hersteller eine Lizenz von Dolby) und bietet Unterstützung für Echtzeit-Audiokodierung. Zusammen mit dem optischen S/PDIF Out-Anschluß heißt dies in der Praxis, daß man sich mit dem NF7-S eine vollwertige und hochwertige Dolby Digital 5.1-Surroundanlage einrichten kann! Ach ja, gewöhnlicher 2-Boxen-Stereobetrieb ist übrigens auch noch möglich!
• Firewire IEEE 1394 (onboard, deaktivierbar)
dieser Controller stellt eine Mischung aus USB- und LAN-Karte dar. Der Firewire-Anschluß bietet bi-direktionale Datenübertragung, also in beide Richtungen gleichzeitig, und ermöglicht dabei Übertragungskapazitäten von bis zu 400 MBit/sek. Es können dabei bis zu 64 Geräte daran angeschlossen werden, die auch im laufenden Betrieb gewechselt werden können.
Eine vollwertige, integrierte Netzwerkkarte, die 10 MBit- und 100 MBit-Datenübertragung ermöglicht. Full-Duplex-Übertragung, also senden und empfangen gleichzeitig, wird unterstützt. Der Betrieb eines DSL-Modems ist mit dieser Karte ebenfalls ohne Probleme möglich. Die Leistung der ist trotz "Realtek" übrigens hervorragend, hoher Datentransfer bei geringer CPU-Last. Unsere bisherigen Intel Pro/100+ PCI-Karten konnten es nicht besser.
• AGP- und PCI-Slots
Der speziell für Grafikkarten vorhandene AGP-Slot unterstützt Grafikkarten mit AGP 2x (132 MHz) / AGP 4x (264 MHz) und AGP 8x (528 MHz)-Standard und ist AGP 3.0 kompatibel. Falls benötigt, können sonstige Erweiterungskarten in einen der fünf freien PCI-Slots installiert werden.
• USB 2.0-Controller (onboard, deaktivierbar)
insgesamt sind sechs USB-Geräte anschließbar. USB 2.0 unterstützt Datentransferraten von bis zu 480 MBit/sek. Damit ist USB 2.0 ungefähr 40x so schnell wie eine ältere USB 1.1-Schnittstelle. Er ist abwärtskompatibel, d.h. auch ältere USB 1.1-Geräte können weiterhin verwendet werden.
• Sonstiges
Ansonsten sind natürlich alle Anschlüsse vorhanden, die man auch bei jedem anderen Mainboard finden kann. 1x Diskettenlaufwerk, 2x PS2 für Maus und Tastatur, 2 serielle und 1 paralleler Anschluß. Auch ein am Netzteil vorhandener ATX 12V Stecker, normal nur bei Pentium 4-Platinen verwendbar, kann beim NF7-S eingesteckt werden und sorgt. lt. Abit für stabilere Spannungsversorgung. Für Lautsprecher findet man ebenso entsprechende Anschlüsse. Einzig ein Gameport-Anschluß ist nicht zu finden. Das Board unterstützt alle aktuellen Stromspar- und "Wake-on-LAN"-Funktionen.
■ DAS BIOS
Abit ist mittlerweile für sein großes Übertaktungspotenzial bekannt, dies spiegelt sich auch entsprechend im Award-Bios (bei mir Rev 26) wieder. Man kann alle relevanten Einstellungen im Bios vornehmen, nerviges konfigurieren über Jumper oder DIP-Schalter auf dem Board entfallen beim NF7-S vollständig. Im Bios findet man alle Einstellungen, die des Overclockers Herz höher schlagen lassen! Besonders erwähnenswert ist hierbei Abits "SoftMenu III"-Option. Hier lassen sich alle Spannungen und Taktraten vollkommen separat und großzügig regeln - wichtig fürs Overclocking, denn beim übertakten wird so gut wie immer auch eine höhere Volt-Spannung notwendig. Folgende Einstellungen sind möglich:
Mit solchen Optionen bleiben wirklich keine Wünsche offen! Das NF7-S kann man, auch für PC-Verhältnisse, als zukunftssicher bezeichnen. Man rechne nur mal einen Multiplikator von x22 mit einer 200 MHz FSB-CPU - dies hieße dann (theoretisch) 4400 echte MHz CPU-Takt! Zum Vergleich, selbst eine aktuelle AMD Barton XP3000+ CPU bietet gerade einmal 2167 MHz CPU-Takt! Es dürfte also sicher noch ein Weilchen dauern, bis das NF7-S an seine technischen Grenzen gelangt, vorher dürfte man diese eher von der CPU her erreichen, da wohl eher keine Sockel A-CPU mit serienmäßigen 4000 MHz oder mehr erscheinen wird!
Außerdem ist es durchaus möglich, den Takt des Frontsidebusses noch um einiges höher als 200 MHz einzustellen. Gute Hardware vorrausgesetzt, sind von vielen Usern durchaus stabile Einstellungen von 230 und mehr MHz Frontsidebus erreicht worden! Der bei anderen Chipsätzen und solch hohen Bustakten kritische PCI-/AGP-Teiler spielt beim NForce2 dabei keine Rolle - er ist vollkommen unabhängig vom Frontsidebus und taktet stets mit standardmäßigen 33/66 MHz. Wegen des Frontsidebusses brachte bei mir oben erwähntes Bios-Mod den Durchbruch, denn mit Abit´s org. Bios (egal welche Version) kam ich kein einziges MHz höher als 200 MHz - die Ergebnisse mit dem Bios-Mod findet ihr im Fazit!
Leider sind die BIOS-Einstellungen im Handbuch nur sehr knapp und in englisch erläutert. Auf manche Einstellungen wird im Handbuch auch überhaupt nicht eingegangen. Meist wird nur die jeweilige Einstellung und deren Vorgabewert erwähnt - aber was es denn bewirkt oder welcher Wert empfehlenswert ist, bleibt recht oft ungeklärt. Laien sind hier schnell überfordert, aber auch Fortgeschrittene kommen bei der einen oder anderen Einstellung schon mal ins grübeln. In Sachen BIOS hätte das Handbuch wirklich eine Überarbeitung nötig.
Aber dennoch, auch PC-Laien, die von komplizierten BIOS-Einstellungen nach wie vor eher abgeschreckt werden, können auf jeden Fall einen Blick ins BIOS riskieren. Mit der Option "Load optimized Defaults" wird das BIOS bzw. Mainboard mit nur einem Tastendruck einigermaßen leistungsfähig eingestellt - Leistung, die man ansonsten schlichtweg verschenkt. Fortgeschrittene User sollten sich die manuellen Einstellungen, soweit möglich, Punkt für Punkt vornehmen, nur dann läuft das NF7-S zur Höchstform auf!
■ KAUFTIP: WELCHES NF7 SOLL ICH KAUFEN?
Vom Abit NF7 gibt es mittlerweile drei verschiedene Board-Varianten und vier Board-Revisionen. Ich will hier PC-Laien kurz einige Anhaltspunkte und Kauftipps dazu geben. Hierbei gilt: jede Variante (NF7, NFS-S, NF7-M) ist in jeder Revision (1.0, 1.1, 1.2 und 2.0) erschienen.
VARIANTEN
• Abit NF7
das NF7 (ohne -S) ist größtenteils identisch mit dem hier vorgestellten NF7-S. Allerdings fehlt ihm der integrierte S-ATA-Raid-Controller und die Firewire-Schnittstelle. Dazu erhält man mit dem NF7 nur Realtek AC97 6-Kanal-Sound ohne echtes Dolby Digital 5.1-Encoding.
• Abit NF7-S
das hier vorgestellte Mainboard und gleichzeitig das am besten ausgestattete von allen dreien, incl. SoundStorm™ Technology Real-time Dolby Digital 5.1 Audio. Wer jetzt oder auch erst später vorhat, Serial-ATA zu nutzen, sollte sich für das "Flaggschiff" NF7-S entscheiden.
• Abit NF7-M
dem NF7-M fehlt die Firewire-Schnittstelle. Anstatt Dolby Digital gibt es nur Realtek AC97 6-Kanal-Sound. Der S-ATA-Controller ist aber vorhanden. Das NF7-M verfügt dazu über eine GeForce 4 MX Onboard-Grafikkarte. Diese bezieht ihren Grafikspeicher aber vom Hauptspeicher des Boards.
Also welche NF7-Variante kaufen? Allen, die weder mit S-ATA, Firewire, noch mit Dolby Digital 5.1 etwas anzufangen wissen, sollten sich auf jeden Fall für das "normale" NF7 entscheiden. Dies kostet gegenüber dem NF7-S rund 30 Euro weniger. Ebenfalls ohne Firewire/Dolby-Features, dafür mit dem S-ATA-Raid-Controller und einer GeForce 4 440 MX Onboard-Grafikkarte ist das NF7-M ausgestattet. Diese Grafikkarte belegt je nach Einstellung 8 bis 64 MB des verfügbaren Systemspeichers. Wem die Grafikleistung dieser Onboard-Lösung vorerst reicht, erhält sie fast umsonst, denn das NF7-M kostet gegenüber dem NF7-S nur rund 10 Euro mehr.
REVISIONEN
• Rev 1.0
dies war die erste öffentliche Revision. Von ihr hört man sehr oft von korrupten BIOSen nach einem BIOS-Update/Änderungen. Diese Rev bietet bei den Spannungen nicht so hohe Einstellmöglichkeiten. Außerdem hat diese Rev noch keine Mounting Holes um den CPU-Sockel.
• Rev 1.1
weitgehend identisch mit der Rev 1.0. Nur wurden hier die vier Mountig Holes integriert. Diese dienen dazu, um manche CPU-Kühler direkt mit dem Mainboard zu verschrauben. Kann wegen zu niedrigem Abstand einiger Kondensatoren zum CPU-Sockel Probleme bei größeren CPU-Kühlern bereiten.
• Rev 1.2
die Kondensatoren wurden versetzt, auch größere Kühler sollten jetzt problemlos montiert werden können. Die einzelnen Volt-Spannungen wurden hier erstmals erhöht und bieten jetzt dieselben Einstellmöglichkeiten wie die Revision 2.0.
• Rev 2.0
bei dieser aktuellen Revision wurde der ältere Crush-18 Chip des NVidia-Chipsatzes durch den aktuelleren Crush-18D ersetzt ( = NForce 2 Ultra). Deshalb werden mit der Revision 2.0 erstmals offiziell CPUs mit 200 MHz Frontsidebus unterstützt.
Bezüglich der Revisionen würde ich empfehlen, die Rev 1.0 generell eher liegenzulassen. Schnäppchenjäger kommen gebraucht oder als Restposten sicher mit der Rev 1.1 oder 1.2 auf ihre Kosten - wobei Rev 1.2 mehr Platz für größere CPU-Kühler und höher einstellbare Volt-Spannungen bietet. Sowohl Rev 1.1 als auch Rev 1.2 bieten offizell nur Unterstützung für 166 MHz Frontsidebus, aber sehr viele Boards schaffen dennoch problemlos auch 200 MHz (und mehr). Wer dagegen in jeder Hinsicht auf Nummer Sicher gehen will, sollte sich für die aktuelle Rev 2.0 entscheiden. Diese ist momentan die ausgereifteste und hier werden seitens Abit auch 200 MHz Frontsidebus garantiert.
■ BETRIEB UND FAZIT (Update 05.2005)
Ich habe zwei NF7-S Rev 2.0 seit über zwei Jahren in Betrieb und bin trotz kleinerer Schönheitsfehler nach wie vor vollkommen begeistert von diesem Mainboards! Die unglaubliche Performance läßt eindeutig über so manche Kleinigkeit hinwegsehen, und dank dieser Leistung kann der Athlon 64 noch eine ganze Weile warten! Ich war bis zu diesem Board eindeutig kein Fan des Übertaktens, aber das Abit NF7-S hat meine Meinung dazu grundlegend verändert! Das Board läuft trotz Overclockings vollkommen überzeugend, stabil und zuverlässig, von Anfang an und bis heute.
Als CPU wurde zunächst ein Athlon XP 1700+ mit dem höchst overclocking-fähigen "JIUHB"-Stepping installiert. Dieser Prozessor lief auf dem NF7-S und Abit´s org. Bios D26 bis vor wenigen Wochen mit echten 2300 MHz bei 200 MHz Frontsidebus. Ging ich auch nur 1 MHz über diese magische 200 MHz-Grenze, höher, stellte sich das Board quer und nichts ging mehr. Ich hatte mich schon damit abgefunden, als ich kürzlich auf eine modifizierte Bios-Variante gestoßen bin. Siehe da - mit diesem Bios (D26 Manta Rays XT, Link siehe unten) kam ich plötzlich ohne Murren auf stabile 216 MHz Frontsidebus!
Vor wenigen Wochen schließlich wurde der altgediente Athlon XP1700+ gegen einen mobilen Athlon XP-M 2400+ ausgetauscht. Und dieser läuft nun auf dem NF7-S mit 2400 MHz ebenso stabil - allerdings bei sagenhaften 240 MHz Frontside-Bus! Als Speicher hatte ich mich für Twinmos-/Winbond PC3200 (DDR400) entschieden. Die anfänglichen 2x 256 MB RAM habe ich mittlerweile durch ein weiteres 512 MB-Riegel von MDT aufgestockt. Diese Kombination arbeitet bei besagten 240 MHz Frontside-Bus im Dual Channel-Betrieb auch bei agressiven 5-3-3-3-CL2.5-Speichertimings ohne Probleme zusammen, und ich erhalte einen Speicherdurchsatz von rund 3100 MB/sek.!
Als das NF7-S veröffentlicht wurde, laß man noch öfter über diverse Probleme, z.B. Soundaussetzer, zu hohe CPU-Last bei IDE-Zugriffen oder korrupten BIOS-Inhalten. Dies konnte und kann ich bis heute absolut nicht bestätigen. Als die ersten NForce2-Mainboards erschienen sind, gab es bei bestimmten Hardwarekombinationen in der Tat einige Schwierigkeiten. Mittlerweile sind die "NForce" Mainboard-Treiber aber vollkommen ausgereift, aus meiner Sicht absolut kompatibel geworden und sorgen nun auch bei anfangs problematischen Hardware-Konfigurationen für Ruhe und einen sauberen Betrieb.
Unterm Strich gesehen, kann ich dieses Board auch Mitte 2005 nur zu 100% empfehlen! Sicher gibt es ein paar Kleinigkeiten zu bemängeln, aber dennoch - das wichtigste, nämlich ein schneller und stabiler Betrieb wird gewährleistet, und das sogar mit Bravour! Das meiste, das Abit in der Werbung verspricht, wird gehalten, einiges sogar weit übertroffen! Knappe 2300 MHz mit 216 MHz Frontsidebus in Verbindung mit einem XP1700+, sogar sensationelle 240 MHz Frontside-Bus mit einer XP-M2400+ CPU, DDR400-Dual-Channel-RAM - meine Benchmarks geben neue Rekord-Ergebnisse aus, aber auch ohne diese Benchmarks spürt man diesen enormen Leistungzuwachs auf jeden Fall beeindruckend deutlich!
Vor einiger Zeit sind erweiterte Versionen des NF7-S erschienen: das NF7-S2 bietet ein überarbeitetes Layout mit besser platzierten Steckplätzen sowie natives S-ATA - ohne Umweg über den PCI-Bus. Das NF7-S2G verfügt darüber hinaus über eine Onboard Gigabit LAN-Karte. Ein weiterer Abkömmling ist das AN7, bei dem die eh schon tollen Overclocking-Eigenschaften des NF7-S nochmals verfeinert wurden. Ohne Frage, NVidia ist mit dem NForce2-Chipsatz ein kleines Meisterwerk gelungen, Abit aber ebenso, da sie mit ihrem NF7-S die maximale Leistung aus dem NForce2-Chipsatz herausgeholt haben! Das NF7-S geht nun allmählich in den Ruhestand und ist momentan (05/2005) ab rund 52 Euro im Handel erhältlich. Ich gebe diesem Hammer-Mainboard die volle Punktzahl!
• positiv
+ stabil, schnell, für PC-Verhältnisse zukunftssicher
+ im höchsten Maße übertaktbar (bei mir bis 240 MHz FSB!)
+ Dual Channel RAM
+ BIOS sehr umfangreich einstellbar
+ gute Board-Ausstattung
+ Abstand AGP-Slot zu den PCI-Slots
+ faires Preis-/Leistungsverhältnis
• negativ
- Position des CPU- und der IDE-Sockel
- S-ATA Controller läuft über den PCI-Bus
- Temperaturanzeige bei älterem Bios 8 - 10° zu hoch
- NForce2 Southbridge wird ab 200 MHz sehr heiß
- nur durchschnittliches Zubehör
- BIOS-Optionen werden im Handbuch schlecht erklärt
ABIT - der Name stand Jahre lang für einen Vorreiter in Sachen Overclocking, Lieferumfang und Innovation. ABIT war der erste Hersteller, der für Grafikkarten und CPUs/Mainboards eine Technik entwickelt hat, heisse Luft von den Kühlkörpern direkt ausserhalb des Gehäuses zu befördern, und nicht wie üblich, nur im Gehäuse zu verteilen. Das Verfahren wurde OTES - Outside Thermal exhaust System - getauft, und man findet es heute besonders häufig bei Grafikkarten wieder.
Weiterhin war ABIT der erste Mainboard Hersteller, der Einstellungen am CPU Multiplikator und Volt Einstellungen über das BIOS erlaubte - Revolutionär ! AMD und Intel haben diese Entwicklung übrigens nicht gern gesehen, auf Grund der Begeisterung in vielen Internetforum zogen in den Jahren danach so gut wie alle anderen grossen Mainboard Hersteller mit Mainboards nach, die ebenfalls das übertakten erlaubten - Die Overclocker Szene war geschaffen !
Der Hintergrund um die Firma ABIT und das wissen, dass ABIT als eines der ganz wenigen Unternehmen zu dieser Zeit sehr hochwertige Kondensatoren verbaute, überzeugten mich 2001 und 2002 zwei Boards der Firma zu kaufen, es handelte sich um das NF7-S 2.0. Beide Boards haben mich etwas über 100 € gekostet, was damals sehr viel für ein AMD Board war, aber ich wollte nach 2 sehr durchschnittlichen Boards von ASRock und Elitegroup etwas besonderes verbauen.
Anschlüsse & technische Daten
Rückseitig finden sich:
2x PS/2
2x Serial
1x Parallel
1x S/PDIF Out port
Audio : (Front Speaker, Line-in, Mic-in, Center/Sub, Surround Speaker)
2x USB 2.0
1x RJ-45 LAN Connector
Verbaut auf dem Mainboard ist der nVidia nForce 2 400 Ultra Chip, das Flagschiff von nVidia für den sockel A.
Das Mainboard unterstützt als eines der ganz wenigen für AMD Athlon XP CPUs den modernen Dual Channel, was eine theoretische Speicherbandbreiten Verdoppelung zwischen CPU und RAM ermöglicht. Weiterhin steckt auf dem Board mit dem nVidia Soundstorm etwas ganz exklusives, dem widme ich aber einen eigenen Absatz.
Es sind 3 DDR Ram Bänke vorhanden, die man mit je 1024 MB max bestücken kann, also 3GB insgesamt. Für ein 32 bit System also faktisch das Maximum, mehr kann man eh nicht verwalten. Möchte man Dual Channel verwenden, ist der maximale Speicherausbau 2048 MB / 2 GB.
Lieferumfang
ABIT liefert alles mit was man braucht, und noch mehr ! Zunächst gibt es: 2 IDE Kabel, 2 SATA Kabel, 1 Floppy Kabel - somit kann man schonmal restlos ALLE Laufwerks Schnittstellen auf dem Mainboard bestücken, ich frage euch : bei welchem Mainboard Hersteller kriegt man das sonst? Ich kenne keinen. ABIT wäre nicht ABIT wenn es nicht wieder eine neue Inovation aus dem Ärmel schütteln würde, und so auch hier. Es findet sich ein kleiner schwarzer Kasten mit einer kleinen Anleitung - hinten SATA eingang und ein Stromanschluss, vorne IDE Ausgang. Was man damit tut ? Man kann eine alte IDE Festplatte an den Adapter hängen, und dann mit einem SATA Anschluss als SATA Festplatte nutzen - genial.
Weiterhin ist eine PCI Leiste mitgeliefert, die 4x USB und Firewire
liefert. Man muss die Kabel nur intern an die USB und Firewall Schnittstelle anhängen, und schon hat man den Rechner um 5 Schnittstellen erweitert. Bei anderen Herstellern muss man solche extras käuflich erwerben - ASUS zB!
Erster Eindruck & Layout
Das Layout ist ganz ordentlich, es gibt jedoch ein paar kleine störende Schwächen:
- Die beiden IDE Ports sind waagerecht auf Höhe des AGP Steckplatzes angebracht. Zunächst ist das störend, da die breiten Kabel so viel Platz wegnehmen, und mit langen Grafikkarten ins Gehege kommen können. Gut, AGP Karten sind kaum so lang, dass das häufig vorkommt, aber Karten wie ATI x1950er Serie und nVidias 7950 ragen doch über den Port.
- Der 20 pol ATX Anschluss ist direkt hinter den USB Ports unglücklich gelegen. Man muss somit das dicke ATX Stromkabel quer über das Mainboard verlegen, um den CPU Kühler rum.
- Die Northbridge liegt sehr nah am CPU Sockel, grosse CPU Kühler können Probleme bekommen. Das Mainboard kommt aber mit einem extrem Flachen aktivem Kühler, der niemals einen CPU Kühler stören wird.
Auffällig ist, dass das Board einen 4 pin 12v Anschluss hat, der für Sockel 462 Boards eigentlich nicht vorgesehen ist, und erst mit der nächsten Generation von AMD eingeführt wurde. Warum befindet sich dieser Anschluss also auf dem NF7 ? Ganz einfach, dieser Anschluss versorgt die CPU mit einer eigenen, exklusiven Stromschiene, und garantiert beim übertakten eine stabilere Versorgung der CPU - ein reines übertakter Feature also. Das Board läuft aber auch ohne das man den Anschluss mit einem Netzteil verbindet, viele Netzteile zu der Zeit hatten diesen Anschluss noch nicht.
Ram
Das Kapitel können wir schnell abhaken - Ich weiss nicht wieviele verschiedene Ram Module ich über die Jahre in beide Boards gepresst habe, zwischen 256 MB und 1,25 GB war alles drauf, MDT, Kingston, G.Skill, Infineon, TWINMos, 1 Stick, 2 Sticks, 3 Sticks - alles lief ohne Probleme.
Übertakten war ebenfalls kein Problem, bei 220 MHz hab ich aber schluss gemacht, da aus der CPU eh nicht mehr rauszuholen war.
Sound
Ein weiteres Highlight bildet der onboard Sound des Abit Boards: Es wird ein nVidia Soundstorm Chip verbaut. Ich habe damals eine Terratec 4.1 digital Soundkarte gehabt, die ich eigentlich übernehmen wollte. Zunächste habe ich dem onboard Sound aber eine Chance geben wollen - und war begeistert! Mit was für einer Lautstärke das Mainboard die Boxen befeuert ist einfach nur Wahnsinn, selbst mein Sony Rack kriegt hier Konkurenz! Mit dem digitalem Ausgang konnte man dazu noch jedes moderne Gerät ansteuern und so zB Dolby Surrond Kino zuhause geniessen. Nochmal zur erinnerung - wir befinden uns im Jahr 2004! Ich muss wohl nicht weiter ausführen, dass meine alte Soundkarte niemals den PC von innen gesehen hat.
CPU
Auf den beiden ABIT Boards waren über die Jahre 3 CPUs verbaut, ein AMD Athlon XP 2100+ Palomino mit 1733 MHz Takt und 266(133) MHz FSB, ein AMD Athlon XP 2800+ Barton mit 2033 MHz und 333(166) MHz FSB sowie ein AMD XP 3200+ Barton mit 2200 MHz und 400(200) MHz FSB. Der 3200+ ist die höchste unterstützte CPU und gleichzeitig die schnellste CPU die AMD für den Sockel rausgebracht hat. Alle CPUs liefen ohne Probleme.
Im Betrieb: Installation, Lautstärke, Abwärme & Stabilität
Auf dem ABIT NF7 kann man neben Windows XP auch ältere Microsoft Betriebssystem installieren, mindestes Anforderung ist Windows 98 Se. Auf aktuellen Mainboars ist oft Windows XP das älteste was läuft. Installiert man Windows auf einer IDE Platte, läuft alles problemlos, hat man aber eine SATA Platte (so wie ich), kann man Windows nicht ohne einen extra SATA Treiber installieren. Dieser befindet sich auf der mitgelieferten Diskette, man drückt beim starten des Windows Setups F8, wird aufgefordert die Diskette einzulegen, wählt den SATA treiber aus und nun installiert Windows ohne Probleme. Ohne den Treiber findet Windows keine Festplatte und bricht die Installation ab.
Zur Lautstärke kann man sagen, dass das Board trotz des kleinen 40mm Lüfters leise ist. Es gibt wahrhaft schlimmere Lüfter. Jedoch haben beide Boards im laufe der Zeit den Lüfter verschlissen, es fing mit unregelmässigen schleifgeräuschen an, die immer häufiger und Lauter wurden. Eines Morgens war es dann soweit, dass auf einmal der Lüfter komplett verstummte. In leichter Panik und mit einer Vorahnung, riss ich sofort das Gehäuse auf und Tatsache : der Lüfter dreht sich nicht mehr. Ich habe dann sofort den Lüfter entfernt und einen passiven Kühlkörper von Zalman installiert, das Board blieb weiterhin kühl und 100% Stabil. Kurz danach den gleichen Umbau bei Mainboard 2 vorgenommen , ich wollte einfach nicht warten bis der Lüfter auch den Geist aufgibt und eventuell das Mainboard beschädigt wird.
Übertakten & BIOS
Natürlich, wer so ein Board kauft, der wird früher oder später auch am Takt drehen. Besonders mit dem XP 3200+ habe ich versucht das möglichste rauszuholen, jedoch musste ich merken, dass die CPU doch sehr am limit läuft, und man kaum etwas rausholen konnte - dies lag jedoch nicht am Mainboard, sondern an der CPU. Mit dem XP 2800+ hatte man mehr Spielraum, das Board hatte beim FSB sowieso massig Luft, die CPU liess sich problemlos auf das Niveau eines XP 3200+ treiben. Sehr interessant, denn man konnte sich so die 40 € Aufpreis sparen, und erhielt die gleiche Leistung! Auch bei dieser CPU wäre noch mehr drinne gewesen, bis rund 2500 MHz lies sich der XP 2800+ treiben, jedoch musste ich meine Luftkühlung voll aufreissen, um die Hitzeentwicklung halbwegs im Griff zu haben - das ganze war dann so laut, dass an entspanntes spielen oder arbeiten nicht zu denken war.
Alle Einstellungen kann man bequem über das BIOS erledigen, Ram Teiler, Volt Einstellungen für CPU, Ram und auch Northbridge lassen sich manuell einstellen, FSB in 1 MHz Schritten anheben, bis zu Wahnsinnigen 300 MHz! Thema Overclocking wird von dem Board also perfekt beherrscht.
Barton und Thoroughbred CPUs werden übrigens automatisch Multiplikator freigeschaltet, so dass man die CPU ohne anheben des FSBs übertakten kann! Wieder ein Pluspunkt für das Board, das sonst kein Board hat ? Ich kenne zumindest kein zweites.
Interessant sind die Einstellungen im Health Center : Hier kann man manuell Einstellen, bei welcher CPU Temperatur der PC automatisch abschaltet, oder einen Warntot ausgiebt. Zum Test habe ich den Warnton mal auf 65° gestellt, Shut down auf 70°, die CPU unter Vollast gesetzt und die Luftkühlung runtergedreht. Was soll ich sagen: Minutenlanger BIOS Piepton, nachdem wir 65° überschritten, und die letzte Temperatur die Everest mir anzeigt waren 69°, dann war der PC aus. Selbstverständlich keine Schäden an der Hardware, dieses Extra ist absolut genial für einen Rechner der auch mal unbeaufsichtigt läuft! Einige mögen jetzt sagen : "Mein Mainboard kann das auch" - ja, aber kann es auch die Temperatur für die Abschaltung ändern? Ich denke nicht. Und nicht jeder möchte, dass sich der PC erst jenseits der 90° abschaltet, mit pech kann es da schon zu Schäden an der CPU kommen.
Fazit
Ja es fällt beim Lesen vielleicht auf, ich bin ein absoluter ABIT Fan. Aber selbst nüchtern betrachtet ist das Mainboard nahezu perfekt: Der Lieferumfang ist sagenhaft, ich habe bis heute nicht ein Mainboard gesehen, dass da auch nur annähernd rankommt. Stabilität und Leistung sind hervorragend, das onboard Sound einfach nur Wahnsinn.
Wer übertakten möchte, hat wohl kaum ein besseres Board finden können, jedoch wird schon fast zwingend eine Wasserkühlung benötigt, denn sonst verschenkt man potenzial! Ich habe oft überlegt, wie weit ich die CPUs noch hätte bringen können mit einer Wasserkühlung, das Board war lange nicht am Ende seiner Leistung, sowviel steht fest.
2007 ging das letzte der beiden Boards in Rente, über 5 Jahre haben beide Boards unter hohen Anforderungen - 24/7 Dauerbetrieb, overcloked, volllast - Problemlos bewältigt, ich war bis dahin noch nie so begeistert von einem Board, und auch bis heute hat noch kein Mainboard dieses Level erreichen können.
Kritik kann man nur am schlechten Lüfter üben, aber das Board sammelt soviel Bonuspunkte, dass man nur die Bestnote vergeben kann.
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ein Testbericht von Chrischi2004-04-06 11:06:24vom 06.04.2004Empfehlung: ja
Vorteile: Stabilität, Ausstattung, Schnelligkeit, 5.1 OnBoard, S-ATA OnBoard, Overclocking-Potenzial, Design, BIOS (Basic input output system)...Nachteile/Kritik: Treiber teilweise noch nicht ausgereift, RAM-Sockel etwas unglücklich gesetzt
Als mein altes Mainboard (ECS K7S5A) inkl. meiner CPU abgeschmort ist musste ein neues Board her. ich habe mich viel erkundigt. Von Benchmarks bis Foren. Und habe mich dann für das Abit NF7-S 2.0 entschieden, da es 5.1 Sound OnBoard hat und eine hohes Overclocking-Potenzial besitzt auch wenn man einen 2400+ nicht allzu hochbekommt...
Das Board wird mit folgendem Zubehör ausgeliefert:
- ein UDMA-IDE-Kabel
- ein IDE <> S-ATA-Adapter
- ein Floppykabel
- ein Slotbleche mit zwei USB 2.0-Anschlüssen
- ein Slotbleche mit zwei FireWire-Anschlüssen
- passende Mainboardblende für die Ausgänge am hinteren Teil des
Gehäuses
- Treiber, Utility-CD-ROM
- ein mehrsprachiges Handbuch
Stabilität:
Das Board hat mir bis jetzt keinerlei Probleme gemacht (seit ca. einem halben Jahr). Auch bei einem FSB von 200mhz ist die Temperatur mehr als in Ordnung (habe inzwischen den Original NorthBridge-Lüfter durch einen passiven Kühlkörper ersetzt, weil der original seinen Geist aufgegeben hat. Beide Kühler bieten die gleiche Wärmeabfuhr!), obwohl bei 200mhz die NB schon recht heiß werden müsste.
Außerdem habe ich noch keine Probleme mit irgendwelchen RAM.Firmen bemerkt/gelesen. Ich habe 2+256MB TwinMos Speicher drin, die im DualChannel laufen, was noch mal einen Performanceschub bringt.
Allerdings machen die Treiber manchmal Probleme. Es ist zwar nicht so schlimm, dass der Rechner abstürzt, aber man sollte z.B. bei den IDE-Treibern die Windows Treiber nehmen, da die NFORCE Treiber zu Problemen führen KÖNNEN.
Schnelligkeit:
Dank der Nforce2 Platine läuft das Board super schnell. Dazu trägt bei mir auch der FSB von 200mhz bei. Nach dem Wechsel des Boards habe ich einen riesigen Performanceunterschied bemerkt. Ich hätte damals nie gedacht, dass das Board für so viel Geschwindigkeit bei Spielen beisteuert, aber zu meiner Freude lief alles viel besser auch auf höheren Auflösungen.
Overclocking-Potenzial:
Das OC-Potenzial dieses Boards ist nahezu unerschöpflich. Man kann den FSB frei zwischen 100 und 237 wählen. Es ist offiziell bis 200mhz freigegeben, aber ich bin sicher, dass man es noch weiter treiben kann, obwohl ich es noch nicht getestet habe. Der Multiplikator ist von 5x bis 22x frei wählbar. Aus dem Produkt dieser beiden Faktoren lässt sich die Frequenz der CPU errechnen: FSB x Multiplikator = Frequenz. BSP: 133mhz x 15 = 1995mhz (AMD 2400+). Bei mir habe ich das ganze wie folgt eingestellt: 200mhz x 10 = 2000mhz. Ich habe diese Einstellung gewählt, weil es noch mal einiges an Performance bringt. Je höher der FSB ist, umso höher der Datenaustausch zwischen Grafikkarte, RAM, CPU und NorthBridge. Wie wahrscheinlich jeder, der schon mal „geOCt“ hat, muss man die Vcore (die Spannung, die der CPU zur Verfügung gestellt wird) erhöhen um den Prozessor bei einer höheren Frequenz. Nicht umsonst ist ein 2400+ kein 3000+. Der Standart-Core einer AMD XP CPU beträgt 1,65V. Ein 2400+ würde niemals mit 1,65V als ein 3000+ laufen sonder erst mit eventuell 1,90V. Den Vcore kann man bei diesem Board natürlich auch frei wählen. Ich weiß jetzt nicht wie hoch man den Vcore stellen kann, aber bei 2V (soweit geht es auf jeden Fall) sollte man wirklich Schluss machen, weil sonst die CPU wahrscheinlich abschmort und hinüber ist.
Design:
Die rote Platine macht sich in jedem Gehäuse gut, sofern man hinein schauen kann, gut. Unten links befinden sich 5 PCI- und ein AGP Steckplatz. Oben rechts sind 3 RAM-Plätze und der Steckplatz für das Floppy-Kabel. Oben in der Mitte ist der CPU-Sockel. Rechts in der Mitte sind die beide IDE-Steckplätze für das anschließen von Laufwerken und/oder Festplatten.
Das Design finde ich recht gelungen bis auf die RAM-Steckplätze. Wenn man eine lange Grafikkarte hat kann man den unteren Hebel für den Arbeitsspeicher nicht hinunterdrücken und muss deswegen bei neuem RAM die GraKa ausbauen.
BIOS:
Das BIOS ist sehr interessant für Spezialisten ist aber auch sehr übersichtlich für Anfänger. Im Soft-Menü-III-Setup kann man alle Optionen ändern, die zum Overclocken wichtig sind; vom FSB über den Multiplikator bis zum VCore.
Im Standart-CMOS-Features stellt man die Uhrzeit und IDE-Laufwerke ein.
Beim Advanced-BIOS-Features setzt mal z.B. die Bootreihenfolge und noch einige andere Sachen, auf die ich hier aber nicht näher eingehen möchte, da man da Bücher drüber schreiben könnte. Die nächste wichtige Funktion des Award-BIOS ist der PC-HEALTH-STATUS. Hier kann man alle Temeraturen, Lüfterdrehzahlen und Spannungen überwachen. Dies ist allerdings eher für Spezis interessant, da Laien mit diesen Werten wohl nichts Anfangen können (bis auf die Temperaturen vielleicht).
Fazit
Ein echt gelungenes Board der Spitzenklasse. Ein super OC-Potenzial mit einer hohen Performance....wer will das nicht? Bis auf die RAM-Steckplätze und den Treibern gibt es überhaupt nichts zu bemängeln. Das ganze zu einem akzeptablen Preis – ein echter Hit. Ich bin froh mich für dieses Mainboard entschieden habe und will nie wieder ein anderes ;-)
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