Accolade Test Drive 4
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Accolade Test Drive 4

 PS1 Spiel
Platz 328 in der Kategorie "PS1 Spiele". Genre: Rennspiele / Straßenrennen mit amerikanischen Autos ...mehr
Bewertung: Kundenbewertung 2,00 / 5,00 (2.0 von 5)

Accolade Test Drive 4 Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Yasmeen

Straßenchaos pur

ein Testbericht von 2004-10-13 17:02:31 vom 13.10.2004
Empfehlung: nein
Vorteile: Für Fans hektischer Straßenrennen und amerikanischer Autos sicher interessant, die Grafik bleibt überwiegend flüssig ...
Nachteile/Kritik: Schwacher Soundtrack, müde Soundeffekte, zu starke CPU-Gegner, unfaire Passagen, kein richtiger Zweispielermodus, nervige Ladezeiten
Zu einem der zahlreichen Rennspiele in der Playstation-Sammlung unserer Familie gehört „Test Drive 4“, welches weniger zu den ernsthaften Rennsimulationen als vielmehr zu den (nicht ganz so realistischen) sogenannten „Arcade-Racern“ zu zählen ist. Da es auf der Playstation solche Art an Rennspielen praktisch „wie Sand am Meer“ gibt, muss ich dieses Spiel natürlich besonders kritisch betrachten, möchte ich am Ende vielleicht eine Kaufempfehlung aussprechen. Zumindest aber der Preis dürfte schon einmal kein Hindernis darstellen, denn mittlerweile bezahlt Ihr maximal noch 10€ für dieses Spiel, zumindest habe ich dieses alte Spiel mit diesem Preis tatsächlich letzte Woche noch in einem Kaufhaus gesehen, im Internet kostet es wahrscheinlich noch weniger. Trotzdem sollt Ihr natürlich keinen „Schrott“ kaufen beziehungsweise Euch nicht mit unterdurchschnittlichen Playstation-Spielen abgeben müssen, daher nun mein Review über dieses Rennspiel aus dem Jahr 1999.

Gleich zu Beginn des Spiels merkt Ihr, dass der Schwerpunkt, was die anwählbaren Fahrzeuge angeht, auf den amerikanischen Straßenflitzern beziehungsweise Limousinen liegt. So habt Ihr in Test Drive 4 unter anderem die Möglichkeit, in Chevrolet, Camaro, Plymouth, Dodge, Corvette und weitere Ami-Schlitten einzusteigen. Statt eines wilden Drauflosrasens sollte man daher eigentlich eher von einem entspannten „Cruisen“ reden können, dem ist aber nicht ganz so, denn unentwegt müsst Ihr den Fuß auf dem Gaspedal haben, um überhaupt eine Chance gegen die starke Konkurrenz haben zu können. Selbstverständlich handelt es sich bei den wagen um aufgemotzte frisierte Versionen, die mit der normalen Straßenversion natürlich kaum noch zu vergleichen sind. Zur Auswahl stehen Euch insgesamt fünf sehr umfangreiche Rennstrecken, wobei mehrere Spielmodi vorhanden sind, welche Eure fahrerischen Künste auf Herz und Nieren testen möchten. Bevor es richtig losgeht, solltet Ihr Euch auf jeden Fall erst einmal für eine gute halbe Stunde mit der Steuerung und den zur Verfügung stehenden sechs verschiedenen Kameraperspektiven vertraut machen und die für Euch angenehmste Variante aussuchen.

In Test Drive 4 stehen aber nicht nur Kurse aus den USA (San Francisco, Washington) auf dem Programm, sondern auch Strecken in England, Schweiz und Japan. Was besonders durch „Burnout“ momentan wohl sehr bekannt ist, wurde schon bei diesem Spiel in die Tat umgesetzt, denn es herrschen auf den Straßen ähnlich chaotische Verhältnisse, denn Geisterfahrer und „lästige“ Polizeiwagen machen Euch hier das Ganze besonders schwer, von einem entspannten „Cruising“ kann daher überhaupt nicht die Rede sein, hier in Test Drive 4 herrscht Hektik pur. Daher müsst Ihr Euch die gesamte Strecke voll konzentrieren und über ein gutes Reaktionsvermögen verfügen, denn bei dem höllischen Tempo müsst Ihr trotzdem den Überblick bewahren und ständig den sich Euch in den Weg stellenden Hindernissen ausweichen. Außerdem verfolgt Euch die Polizei sehr hartnäckig, da Ihr natürlich ein chronischer Temposünder seid. Diese Polizeistreifenwagen lassen sich nur sehr schwer abschütteln, auf keinen Fall darf es während solch einer Verfolgungsjagd zu einer Kollision kommen, denn dann werdet Ihr angehalten, verliert wertvolle Zeit, im Wiederholungsfall ist das Rennen dann sogar leider vorzeitig zu Ende. Damit es Euch nicht so schnell langweilig wird, gibt es unterschiedliche Pokale zu gewinnen, doch so leicht werdet Ihr ganz sicher nicht den „Pitbull-“, „Challenge-“, „Master-“ und „Meisterschafts“-Modus abschließen können, da bin ich mir ziemlich sicher. Denn die gegnerische Fahrerkonkurrenz ist wirklich sehr stark, spätestens beim zweiten oder dritten Fahrfehler dürftet Ihr in dem entsprechenden Rennen überhaupt keine Chance mehr auf den Sieg haben, allerdings gibt es schon die Möglichkeit, sich ein paar Plätze wieder heranzukämpfen, denn netterweise machen auch die Computerfahrer Fehler und rasen manchmal sogar ineinander.

War ich mit der Steuerung eigentlich ganz zufrieden, da meine Kommandos im Grunde schnell und gut umgesetzt wurden und der Wagen zum Glück auch nicht gerade hypersensibel reagiert und gefiel mir auch die übersichtliche Heckperspektive, so ist der Schwierigkeitsgrad aufgrund der genannten Stärke beziehungsweise „Unbarmherzigkeit“ der CPU-Autos für Anfänger ganz sicher zu hoch, auch Profis fühlen sich nämlich ganz sicher nicht überfordert. Es gibt allerdings einige Frustmomente in dem Spiel, da es oft passierte, dass ich nach nur einem kleinen Fehler doppelt und dreifach bestraft wurde. So drehte ich mich beispielsweise nur ein kleines bisschen, stand schon in der richtigen Fahrtrichtung und wollte gerade wieder Gas geben, als die Konkurrenz in mich hineinrauschte, selber „fröhlich“ weiterfuhr und ich mich völlig neben Rennstrecken wiederfinden musste, chancenlos, was eine noch gute Platzierung anging. Hier werdet Ihr aus meiner Sicht wirklich immer wieder viel zu hart bestraft, ein bisschen Unfairness muss ich dem Spiel dann leider doch unterstellen.

Etwas enttäuscht war ich auch vom Zweispielermodus beziehungsweise ist dieser eigentlich gar nicht richtig vorhanden. Es gibt nämlich leider keinen „Splitscreen-Modus“, was heute eigentlich selbstverständlich ist, war für die Entwickler von Test Drive 4 damals leider ein Fremdwort. So könnt Ihr eben nicht gleichzeitig fahren, sondern nur hintereinander, was deutlich weniger Spaß macht. Das Einzige, was Ihr als nachfolgender Fahrer beziehungsweise als nachfolgende Fahrerin seht, ist das „Geisterautos“ desjenigen, welcher gerade vorher gefahren ist. An diesem transparenten Wagen könnt Ihr dann erkennen, wie gut Ihr im Vergleich zum Konkurrenten gerade im Rennen liegt. Aber das macht eben bei weitem nicht so viel Spaß wie bei einem „richtigen“ Zweispielerduell. Eine weitere Sache, die mir nicht gefiel, waren die doch sehr langen Ladezeiten zwischendurch, selbst damals musste das eigentlich schon nicht mehr sein. Ich fand das jedenfalls sehr nervig und senkte den Spielspass doch sehr. Was mir dann als Kritikpunkt noch auffiel, war die Tatsache, dass sich die einzelnen Fahrmodelle nicht so wahnsinnig voneinander unterscheiden, sie steuern sich nämlich alle ziemlich gleich. Wie Ihr merkt, gibt es doch (auch schon aus der damaligen Sicht) einige Dinge zu kritisieren, mal schauen, ob ich dies auch bei der Präsentation an sich im Hinblick auf Grafik und Musik tun muss.

Was die Grafik angeht, so wurde ich leider auch nicht gerade „vom Hocker gerissen“, allerdings gehört sie von der Qualität her ganz sicher noch zum damaligen Playstation-Durchschnitt. Denn die Strecken sehen nicht nur sehr unterschiedlich aus, sondern verfügen über eine meistens doch sehr detailreiche Hintergrundlandschaft. Besonders gut gefallen haben mir die Lichteffekte sowie die unterschiedlichen Tageszeiten und Wetterbedingungen, das sorgte für eine angenehme Spielatmosphäre. Auch die Autos an sich sehen nicht ganz so schrecklich klobig oder kantig aus, wie man das damals möglicherweise noch vermuten konnte, zoomt die Kamera allerdings näher heran oder baut man Unfälle, sieht man allerdings deutlich Texturstreifen oder ähnliche Schwachpunkte in der Grafik. Was jedoch eindeutig positiv zu bewerten ist, ist die fast durchgehend flüssige Grafik, so gut wie nie kommt diese nämlich ins Stocken, nervige Ruckler gibt es so gut wie nie. Bei der Begleitmusik muss ich leider dann doch viel deutlicher Kritik anbringen, denn der Soundtrack hat es mir eigentlich nicht besonders angetan, er ist seinen Namen im Grunde gar nicht wert. Die Geräusche der Motoren bei der Beschleunigung oder extrem hohen Geschwindigkeit klingen sehr monoton und auch die Melodien wirkten auf mich nach einer gewissen Zeit eher einschläfernd. Genau das in Verbindung mit den manchmal doch sehr unfairen Spielmomenten sorgte dafür, dass ich nach wenigen Tagen immer weniger Lust hatte, Test Drive 4 zu spielen. Denn wenn es eigentlich immer gleich klingt, egal ob Ihr mit 230 km/h geradeaus fahrt oder mit 130 km/h gerade driftend in eine scharfe Kurve einbiegt, fördert das nicht gerade den Spielspaß. Schade, denn gerade bei Rennspielen erwarte ich einen packenden Soundtrack und realistische Soundeffekte, diese findet Ihr hier leider nicht.

Leider kann ich Test Drive 4 für die Playstation wirklich nur noch den absoluten Rennspielfans empfehlen, alle anderen Anhänger von Videospielen sollten trotz des mittlerweile sehr niedrigen Preises von einem Kauf absehen. Denn es sind innerhalb der letzten fünf, sechs Jahre dermaßen viele Rennspiele für die Playstation erschienen, dass Test Drive 4 als leicht unterdurchschnittlicher Titel einfach in der breiten Masse untergehen muss. Wer Rennspiele mag und insbesondere auf amerikanische Straßenkreuzer und Sportflitzer steht, der hat vielleicht noch ein bisschen Freude an diesem Spiel, ebenso kommen Fans superhektischer Racer (Verfolgungsjagden, Geisterfahrer) eventuell noch auf ihre Kosten. Aber insgesamt ist mein Eindruck von diesem Spiel nicht so gut, was vor allem an der unspektakulären Präsentation, den nervigen Ladezeiten zwischendurch und den unfairen Stellen speziell durch die zu starken CPU-Gegner liegt. Daher gibt es keine Empfehlung von mir.
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Produktbewertung:Kundenbewertung 2,00 / 5,00 2
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
1-1 von 1  PS1 Spiele
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Produktbeschreibung Accolade Test Drive 4

Technische Daten und Produkteigenschaften
Straßenrennen mit amerikanischen Autos
Allgemeine Informationen Accolade Test Drive 4
gelistet seit: 13.10.2004
Hersteller: Accolade
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Bewertung durch unsere Mitglieder
Produktbewertung: Kundenbewertung 2,00 / 5,00
Allgemeine Daten
Genre: Rennspiele 
Accolade Test Drive 4 PS1 Spiel im Vergleich
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