Acer Al711 Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
TFT von Acer
ein Testbericht von Borstelix2003-03-31 19:31:07vom 31.03.2003Empfehlung: ja
Vorteile: super Display...Nachteile/Kritik: Standfuß vorn rund und steht über Display
Meinen heutigen Testbericht möchte ich ich über das TFT- Display Acer AL 711 schreiben.
Mit dem Thema TFT- Display beschäftigte ich mich schon eine geraume Zeit. Bei der Recherche im Internet kristallisierten sich eine Dinge auf die man achten sollte heraus.
Oberste Priorität sollte die Pixelfehlerklasse sein. Die Pixelfehlerklasse gibt an, wie viele "Fehlpixel", d.h. defekte Pixel solch ein Display besitzt. Hier gibt es drei verschiedene Arten von Fehlpixeln.
Bei der ersten Art bleibt der entsprechende TFT (Thin-Film-Transistor) einfach dunkel und auf dem Display ist dieser Punkt schwarz. Diese Art von Fehler fällt z.B. bei Word in der weißen Arbeitsfläche als schwarzer Punkt auf. Ist der Hintergrund hingegen dunkel ist dieser Fehler nicht so auffällig.
Bei der zweiten Art von Fehlern ist der fehlerhafte TFT als weißer Punkt zu sehen. In Word z.B. würde er sicher nicht allzusehr auffallen, aber auf einen dunklen Hintergrund ist dieser gut sichtbar.
Die dritte Art von defekten TFT äußert sich als Fehlfarbe, d.h. hier ist entsprechend nur der TFT einer Grundfarbe eines Pixels defekt und es kommt hier zu einer leichten Farbverfälschung, die allerdings nicht gleich auffällt.
Bedingt durch die hohe Anzahl von Pixeln (15 Zoll bei einer Auflösung von 1024x768; 786432Pixel)würde der Produktionsaufwand und der Ausschuß drastisch ansteigen, würde man hier nur vollkommen fehlerfreie TFT- Displays in den Umlauf bringen. Deswegen werden die Displays nun in diese o.g. Pixelfehlerklassen eingeteilt.
Nach dieser etwas längeren Vorrede nun zu dem eigentlichen Display. Neben einer guten Pixelfehlerklasse sollte das TFT- Dispkay einen schmalen Rand besitzen. Die meisten Displays weisen hier Rahmen wie sie bei Monitoren üblich sind auf. Daher schränkte sich die Auswahl schon stark ein. Ich mußte mich daher zwischen drei Typen entscheiden (LG, Acer und Yakumo). Den Yakumo nahm ich in meiner Auswahl mit auf, weil er trotz des breiten Randes recht Edel durch seine silberne Farbe aussah und der Rahmen durch die Lautsprecheröffnungen etwas kaschiert war. Den Yakumo verwarf ich dann als erstes, weil er relativ preiswert war und ich ihn hätte online bestellen müssen. Bei einer evtl. Rückgabe wäre mein Aufwand relativ groß gewesen. Der Flatron von LG ist recht edel aber auch der teuerste. So entschied ich mich dann für die Mitte der Preise und fand einen Verkäufer in meiner Nähe.
Bei EP war der Acer AL 711 ohne Lautsprecher in der Werbung. So bestellte ich das Display bei dem EP- Partner fast um die Ecke und konnte das gute Stück zwei Tage später in Empfang nehmen.
Beim Abholen gab es schon den ersten Aha- Effekt, die Verpackung sah recht niedlich (ca. 45x45x15cm) aus.
In der Verpackung befanden sich das Display, ein Standfuß rund, eine Kaltgeräteleitung sowie ein Sub- D-15- Anschlußkabel, das User_ Manual und eine Garantierklärung. Von außen war die Verpackung mit einem TCO 99- Aufkleber verziert. Das Display sowie jedes Kabel waren noch einmal in einer Kunststofftüte verpackt.
Der Füß wird einfach mit vier Snap- In- Verschlüssen an das TFT- Display angesteckt. Das eigentliche Display ist ca. 5 cm dick. Das VGA- Kabel und das Kaltgerätekabel werden von unten her auf der Rückseite des Displays angeschlossen.
Positiv finde ich, das dieses Display ein interens Netzteil besitzt, so das nur die Kaltgeräteanschlußleitung benötigt wird, dadurch entfällt das externe Netzteil, welches bei vielen Herstellern üblich ist.
Beim ersten Einschalten versucht das Display die optimalen Einstellungen zu finden. Dies gelingt ihm recht gut. Die von mir bisher genutzten Einstellungen der Grafikkarte brauchte ich nicht zu ändern (1024 x 768 bei 75 Hz). Das Display konnte diese Einstellungen verwenden, so das ich hier keinen extra Monitortreiber installierte. Ein Verstellen auf 60 Hz, wie von vielen Displayherstellern empfohlen, verbesserte die bereits sehr ansehnliche Ansicht des Bildschirmes nicht. Lediglich den Kontrast und die Helligkeit setzte ich auf etwa 50% zurück. Die automatische Einstellung wählte hier ca. 65%. Das Display ist sehr kontraststark und hell, ein CRT- monitor hat hier erhebliche Schwierigkeiten diese Werte (250 cd/m² und Kontrast 500:1) zu erreichen. Eine Begutachtung des Displays bei weißem, sowie schwarzem Hintergrund ergab keine Pixelfehler, obwohl weder auf der Verpackung, noch in der Garantieerklärung sowie im Handbuch eine Pixelfehlerklasse angegeben ist. Im Internet findet man für die Panele von Acer im allgemeinen nur gute Kritiken.
Ein Test mit einem Egoshooter und einem DVD- Film offenbarte auch hier keine Schwächen. Weder der Shooter noch der Film ließen Schlieren und Unschärfen erkennen. Im Gegenteil: der Shooter wies eine größere Helligkeit unter dem TFT- Display auf.
Fazit: Ich bin mit diesem Display rundherum zufrieden und würde es jederzeit wieder kaufen. Erstaunlich ist für mich die völlige Pixelfehlerfreiheit bei einem Preis von ca. 450€.
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