Für unseren Kurzurlaub auf Malta, haben wir die Airline "Air Malta" für die Flüge von Hamburg nach Malta und von Malta über Düsseldorf nach Hamburg gebucht.
Air Malta ist eine kleine Airline, die hauptsächlich Ziele in Europa anfliegt, aber auch nach Amerika oder Asien fliegt. Insgesamt hat Air Malta über 60 Flugziele.
Air Malta hat überwiegend Maschinen der Airbus Reihe, nämlich dem A319 und A320 sowie aus einigen Boeing 737-300. Wir sind mit einem Airbus A319 geflogen.
Den Flug haben wir ganz einfach über www.airmalta.com gebucht und mit VISA Karte sofort bezahlt. Hin- und Rückflug haben pro Person nicht einmal 90 Euro gekostet. Tickets haben wir keine bekommen, wir haben per Email einen Bestätigungscode bekommen, den wir am Flughafen im Terminal vorgezeigt haben und schon hatten wir unsere Tickets.
Im Flugzeug angekommen, war ich überrascht, wie gut die Maschinen ausgestattet waren. Man hatte genügend Beinfreiheit und die lederbezogenen Sitze waren sehr bequem. Das Flugzeig hatte vier Toiletten, so dass man wenn man mal muss, immer eine freihe Toilette vorhanden war, die super sauber waren. Die Maschine war sauber und alles sah noch recht neu aus, im Gegensatz zu den Standart Boeing Mallorca Maschinen, wo man sich keinen Centimeter bewegen kann und es nicht immer ganz sauber ist.
Das Personal war sehr nett und zuvorkommend und konnten Englisch, Italienisch und Deutsch sprechen.
Die Verpflegung an Bord war hervorragend. Man kennt ja den eigendlichen heutigen Standart, man wird gefragt: "Käse oder Wurst!?" und man bekommt ein Gummibrötchen in die Hand gedrückt und maximal ein Getränk. Bei Air Malta haben wir auf dem Hinflug ein richtiges Mittagessen bekommen, man konnte zwischen Pute und Fisch wählen und hat dazu Kartoffelauflauf und Gemüse bekommen. Trinken konnte man sich soviel man wollte nachbestellen und extra gab es noch Kaffee und/oder Tee. Auf dem Rückflug gab es Frühstück wieder mit Kaffee und/oder Tee, Orangensaft und 2 Brötchen zum selber belegen mit Nutella, Konfitüre, Käse und Wurst. Nach dem Zwischenstop in Düsseldorf gab es nochmal Kekse und einen Muffin.
Wir waren mit Air Malta sehr zufrieden, der Service war nett und nicht aufgesetzt und man wurde komfortabel zum Ziel geflogen. Die Verpflegung ist super und die Flüge mit nicht einmal 100 Euro pro Person für Hin- und Rückflug super billig!
Unter gleichen Namen bei Dooyoo und Ciao!
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Papst Johannes Paul II war sehr zufrieden
ein Testbericht von Gozo-Bernie2005-07-04 16:45:52vom 04.07.2005Empfehlung: ja
Vorteile: Ab Deutschland viele Abflugorte im Sommer...Nachteile/Kritik: Gelegentlich Maengel im Service (einchecken - an Bord)
Vorbemerkung: Auch dieser Bericht erschien von mir urspruenglich bei ciao.
Auf einer seiner vielen Reisen flog der kuerzlich verstorbene Papst am 9. Mai 2001 vom Malta International Airport in Gudja nach Rom mit Air Malta zurueck und er auesserte sich in einem anschliessenden Schreiben sehr zufrieden mit dem Flug. Allerdings hatte Johannes Paul II die Airline nicht unbedingt ausgewaehlt, sondern das Reiseziel Malta - und es war bei seinen vielen Auslandsfluegen einfach Tradition, dass eine Airline des jeweils besuchten Landes den Papst weiter oder zurueck nach Rom flog.
Natuerlich war der Papst auch nicht irgendein Pauschaltourist und so wurde eine der Maschinen gaenzlich neu bestuhlt und mit weiteren Extras ausgestattet und startete als Sonderflug KM 1002 nur mit ausgewaehlten Gaesten an Bord.
Die Maschinen die Air Malta derzeit fliegt sind durchaus nicht schlecht und auch nicht uebermaessig alt. Die Flotte besteht nur noch aus Airbussen (A319 und A320) sowie aus einigen Boeing 737-300. Noch kuerzlich benutzte Avroliner (in der Groesse eines Omnibusses) und andere Varianten der Boeing 737 (-200, -500) sind nicht mehr in Betrieb.
Was Sicherheit und Puenktlichkeit betrifft ist Air Malta positiv zu bewerten. Leider war das Preisgefuege bisher etwas starr, d.h. es gab nicht die absoluten Billig-Angebote, aber das scheint sich langsam unter dem Druck der neuen EU-Mitgliedschaft zu verbessern. Konkurrenz drueckt gerade im Ferienflieger-Bereich die Preise. Und auch wenn Air Malta es nicht gerne ist, es ist nun mal ein Ferienflieger!
Mit dem Service kann man allerdings nicht immer zufrieden sein. Es passiert, gerade jetzt in der Ferienzeit, wenn die Maschinen voll sind bzw. zwar als Linienmaschinen fliegen, jedoch ueber die Haelfte der Sitze an Pauschalreise-Veranstalter verkauft sind, immer wieder dass man gerade beim Rueckflug ab Malta in einer Riesenschlange steht beim Einchecken, weil nur ein Schalter geoeffnet ist fuer alle Fluege oder nur wenige offen haben! Waehrind z.B. Fluggaeste die mit auslaendischen Linien fliegen an getrennten Schaltern schnell und ohne uebermaessige Wartezeit abgefertigt werden. Das ist vor allem fruehmorgens, wenn praktisch alle Air-Malta-Maschinen von 'zuhause' abfliegen und am Nachmittag bei der '2.Runde' der Fall.
Denn Air Malta fliegt nur Kurz- und Mittelstrecken (Europa und Mittelmeerraum), d.h. die Maschinen schaffen es pro Tag zweimal von Hamburg nach Malta und zurueck zu fliegen. Insgesamt hat das Steckennetz ca. 60 Ziele.
Das Kabinenpersonal ist eher freundlich und gut drauf, was vor allem fuer den Morgen gilt und ausserhalb der Hochsaison. Wenn aber im Sommer zusaetzlich sehr viele Charterfleuge uebernommen werden, dann nimmt die Freundlichkeit rapide ab. Und der Service an Bord wird teilweise mehr als maessig. Da passiert es schon dass einige Getraenke nicht mehr da sind, das Essen (das leider sowieso meistens kalt serviert wird, auch wenn es warm sein sollte) ausgeht, zumindest ein Teil der Gerichte, aber es ist auch schon passiert, dass nur noch 'Pappbroetchen' da waren. Nun, bei den kurzen Fluegen spielt das Essen nicht unbedingt die Hauptrolle.
Doch leider scheint es jedes Jahr gerade zur Ferienzeit wieder, dass Air Malta zusaetzliche ungeschulte Kraefte beschaeftigt, die zum Teil keinen Brocken deutsch verstehen. Und das, wo Malta doch gerade sehr auf den
deutschen Touristenmarkt setzt und von sehr vielen Orten Direktfluege (nonstop) anbietet.
Mein letzter Flug mit Air Malta war nur gerade eine gute 1/2 Stunde von Catania nach Malta (und nach 5 Tagen wieder zurueck) und da hatten wir allerdings beim Hinflug gewaltig Verspaetung, naemlich vor Abflug fast 2 Stunden, die nicht Air Malta anulasten sind. Es lag keine Einflugerlaubnis fuer Malta vor - wegen eines Feuerwerkes!!!
Der Flug jedoch samt Service war einwandfrei - es gab jeweils wegen der Kuerzeststrecke in aller Hektik nur ein kaltes Getraenk und schon musste man sich wieder anschnallen, da der Landeanflug begann.
Wer unbedingt mal Air Malta fliegen will und mich in Catania besuchen, der kann das auch, z.B. Koeln - Catania jeden Freitag - allerdings nicht non-stop sondern Umsteigen auf Malta (wo man dann nachts 3 Stunden am praktisch leblosen Flughafen rumhaengt). Bequemer, da ohne Umsteigen und evtl. billiger geht dieser Flug aber z.B. auch mit Air Berlin.
Der groesste Vorteil von Air Malta sind also die vielen Abflugorte fuer Reisende aus Deutschalnd, so dass man praktisch nirgendwo, ob Nord oder Sued, West oder Ost, eine lange Anreise zum Flughafen hat. Und wer Air Malta fliegen will aber nicht Air-Malta-Preise zahlen, der bucht ueber einen Pauschalreise-Veranstalter Restplaetze ab Euro 99.-- hin und zurueck!
Nach dem Eu-Beitritt Maltas am 1.5.04 wurde uebrigens angekuendigt, dass die gesamte Flotte von Air Malta ausgetauscht werden solle gegen allerneueste Maschinen.
ein Testbericht von Malde232005-02-07 18:36:35vom 07.02.2005Empfehlung: ja
Vorteile: Sehr günstig
Direktflug
...Nachteile/Kritik: ungünstige abflugzeiten in Köln
Wir hatten geplant im Sommer nach Malta zu fliegen, eine ferienunterkunft hatte ich auch schon besorgen können nur dann war da das Problem mit dem flug. Nachdem ich mehrere angebliche Billigflieger via Internet durchsucht hatte war das billigste Angebot das ich finden konnte 25o€ hin- und Rückflug.
Hm nunja, soviel wollten wir eigentlich nicht dafür ausgeben, also suchte ich weiter und stieß, mehr per Zufall, auf Opopdo.de auf die Fluggesellschaft Air Malta und dem Preis von sage und schreibe 155€ für Hin-und Rückflug. Den haben wir natürlich sofort gebucht, die Tickets
waren am nächsten Tag da, und auch sonst verleif alles nach Plan
Mein Fazit: Wenn man nach Malta fliegen will kommt man um Air Malta nicht drumrum. Denn kein anderes Flugunternehmen konnte das Angebot eines Direktflugs von Köln/Bonn in 2:40h für 155€ überbieten. Daumen hoch kann man da nur sagen.
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Respektable Leistung - zumindest auf dem Hinflug...
ein Testbericht von Seneca_X12003-01-06 15:43:54vom 06.01.2003Empfehlung: ja
Die Fluglinie der kleinen Insel im Mittelmeer war für meine Reise nach Malta unumgänglich, so dass ich die Liste der Fluggesellschaften, mit denen ich bereits unterwegs war um eine erweitern konnte. Air Malta ist nicht wirklich beeindruckend, besteht die Flotte doch aus gerade mal 13 Flugzeugen. Das Line-Up weist drei Typen aus: vier Airbus A320-200, sieben Boeing 737-300 und zwei Boeing 737-200A. Die Fluggesellschaft wurde 1973 gegründet und besitzt sogar ein eigenes Vielfliegerprogramm namens "Flypass" - dumm nur, dass es zu keinem anderen Programm kompatibel ist...
Air Malta wird bis 2008
seine Flotte erneuern, Stück für Stück werden die Boeings gegen fünf weitere A320 sowie sieben A319-100 getauscht. Damit wird Air Malta die durchschnittlich jüngste Flotte in Europa besitzen.
Nun aber zu meinen Erfahrungen. Der Flug von Frankfurt nach Malta wurde mit einer A320 durchgeführt. Die Maschine machte einen sehr sauberen und aufgeräumten Eindruck. Die Beinfreiheit war akzeptabel - die 3+3- Bestuhlung ist Standard in den kleinen Airbussen. Auffallend freundlich war der Service an Bord. Im Gegensatz zu einigen anderen Meinungsschreibern war ich sehr positiv überrascht von den Kleinigkeiten, in denen sich das Air Malta-Personal besonders von schlechten Beispielen mancher US-Fluglinie unterscheidet. Bei der Getränkebestellung, beim Servieren und auch beim Abräumen war jederzeit Blickkontakt da, und das Lächeln war sicher nicht gekünstelt. Das Essen selbst war in Ordnung - nichts besonderes zwar, aber guter Lufthansa-Standard. Getränke wurden zweimal nachgeliefert, Kaffee und Tee ebenfalls. Dummerweise musste beim Hinflug der Service nach 2/3 der Kabine eingestellt werden, weil es doch ziemlich ungemütlich wurde. Trotzdem wurde ich - wie alle anderen im hinteren Teil der Kabine - noch bedient, nur eben nicht aus dem Trolley, sondern direkt aus der Galley im Heck des Airbus. Die Aufforderung des Captains per Lautsprecher, den Service einzustellen, hat die Crew also etwas anders ausgelegt...
Die Ankunft war 20 Minuten vor der Zeit - nicht schlecht für einen nur knapp dreistündigen Flug.
Der Rückflug verlief leider nicht ganz so reibungslos, denn ausgerechnet KM328 wurde mit einer der beiden Oldtimer-Boeings durchgeführt. Sitzabstand gleich null, Kniekontakt mit dem Sitz vor mir während des gesamten Fluges und eingeschlafene Füsse waren das Resultat. Die Person vor mir konnte ihren Sitz nicht einen Millimeter kippen, weil sich meine Knie in ihre Wirbelsäule gebohrt haben. Sehr angenehm...
Die 737-200 (erkennbar an den langen, röhrenförmigen Triebwerken) brauchte vom Gefühl her die gesamte Länge der Startbahn, um in die Luft zu kommen. Die Klimaanlage kannte offensichtlich nur die Einstellung "kalt", doch die Maschine war so voll, dass wir uns alle aneinander kuscheln konnten - wohl oder übel...
Wieder auffällig: die ausgesprochen freundliche Crew! Der Service war erneut hervorragend und das Essen von guter Qualität. Okay, aufgrund der Platzverhältnisse war an zivilisierte Benutzung des Bestecks nicht zu denken, aber immerhin. Der Flug verlief ruhig und ohne Turbulenzen - wahrscheinlich zu ruhig, so dass Captain Kirk im Cockpit bei der Landung die Federung des Fahrwerks testen wollte. Rumms! Frankfurt hat uns wieder. Die Druckstellen meiner Knie im Sitzpolster vor mir sind hoffentlich wieder verschwunden. Übrigens: wir sind wieder vor der Zeit gelandet - immerhin 15 Minuten!
Insgesamt ist Air Malta empfehlenswert, solange der Flug nicht mit einer der alten 737 durchgeführt wird. Ich frage mich, wieso Frankfurt noch mit einer solchen Mühle angeflogen wird, wo doch die Landegebühren für solche Maschinen ERHEBLICH höher liegen als für die geräuscharmeren Airbusse oder die neueren Boeing 737-300. Nun ja, die Malteser werden schon wissen, wieso.
Die positiven Erfahrungen mit Air Malta können allerdings den schlechten Gesamteindruck von der Insel nicht wettmachen, so dass diese beiden Flüge wohl die einzigen mit Air Malta bleiben werden.
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ein Testbericht von sputnik2002-08-14 16:21:27vom 14.08.2002Empfehlung: ja
Im Juni dieses Jahres ging es endlich in den Süden und zwar mit Malta. Und was lag da näher, als das Flugunternehmen AirMalta zu nehmen.
*** Der Hinflug ***
Ich bin mit einer Gruppe von Jugendlichen geflogen und schon am Flughafen gab es das erste Problem. Unsere Reiseleiterin kam nicht und somit besaßen wir auch keine Flug-Tickets. Doch das Personal von AirMalta handelte prompt und schon nach wenigen Minuten bekamen wir Ersatztickets. Das hatte schon mal gut funktioniert.
Dann ging es zum Einchecken und zum Einsteigen in die Maschine. Der Pilot begrüßte alle
Fluggäste höflich und schnell hatten alle ihren Platz gefunden. Doch die Maschine war nicht so der Hit. Der Pilot nuschelte etwas Unverständliches durch den Lautsprecher und man konnte nur ahnen, was er denn sagen wollte.
Die Sitze der Maschine waren etwas eng, man konnte seine Füße kaum ausstrecken und der Pilot mache keine Angaben zu dem momentanen Ort an dem man sich gerade in mehreren tausend Metern Höhe befand.
Doch zu Beginn der Fluges kamen die Stewardeß mit einem Zeitungswagen durch die Reihen und bat jedem freundlich eine an. Das war doch schon mal was. Für die ersten paar Minuten des Fluges war man damit beschäftigt. Auch ansonsten war das Flugpersonal sehr zuvorkommen und half jedem gerne.
Nachdem die ersten ihre Zeitung ausgelesen hatten, kam dann auch das Essen, welche okay war. Man konnte zwischen einem Pasta-Gericht und einem Gemüse-Gericht wählen. Das Essen war noch warm und schmeckt im Gegensatz zu anderem Flugzeug-Essen doch sehr lecker. Auch kamen die Flugbegleiter ständig mit einem Wagen mit gekühlten Getränken herum. Der Service war super !
*** Der Rückflug ***
Dieses mal hatten wir mehr Glück. Es war eine andere Maschine: geräumig und auch ansonsten auf dem neusten Stand. Der Pilot war ebenfalls sehr nett: wir wurden von ihm begrüßt, er sprach dann auf drei verschiedenen Sprachen etwas durch einen Lautsprecher, leider nicht auf deutsch, aber sein Englisch war auch gut zu verstehen und nicht allzu schwierig.
Danach bekamen wir alle 20 – 30 Minuten von ihm gesagt, wo wir uns befinden und was wir als nächstes überfliegen werden. Das war doch schon mal was. Nun wussten wir endlich, wo wir uns befanden. Das Essen, es war dieses Mal morgen, war zwar nicht ganz so gut, da zu den Kartoffeln und dem Ei noch Tomaten gelegt wurden, die ihren Saft, dann über das ganze Essen abgaben und dieses Kreation nicht ganz so lecker war. Aber es gab auch noch einen kleinen Kuchen und ein leckeres Brötchen. Auch die Getränke wurden erneut mit Eis verteilt.
Es klappte alles blenden.
*** Fazit ***
Ich kann euch nur raten, mit Air Malta zu fliegen. Der Service ist gut, die Maschinen sind wie bei jedem anderen Unternehmen mal geräumig und mal weniger, aber alles in allem war der Flug sehr angenehm. Ich würde auf jeden Fall wieder mit Air Malta fliegen. Die Flüge sind nicht ganz so teuer, dafür aber gut und die Maschinen in einem guten Zustand.
ein Testbericht von P.Nibel2002-02-14 09:11:35vom 14.02.2002Empfehlung: ja
alle am Allerwertesten." schienen die Blicke der Air Malta-Stewardess zu sagen. Unumwunden zeigte die mollige Dame ihre Abneigung gegen diesen Job und blickte fast feindseelig die verstörten Fluggäste an. Dabei sollte dieser Flug mit der maltesischen Fluggesellschaft Air Malta ein besonderer Flug für die Passagiere sein: Gen Urlaub, Richtung Relax.
Nach einem pünktlichen und unkomplizierten Check-In saßen die künftigen Malta-Urlauber nervös in den modernen und komfortablen Ledersitzen des Airbus A320-200 und harrten der Dinge, die da geschehen sollten. Auch ich, mit meiner zarten Flugangst, konnte meine Neugierde und Nervosität nicht
verheimlichen.
Der Anblick des sichtlichen gelangweilten Flugpersonals, welches in holprigem Deutsch und ebenso unverständlichem Englisch die Sicherheitsmaßnahmen im Flieger erläuterte, beruhigte mich sichtlich.
Der Airbus war gestartet und schwebte innerhalb weniger Minuten in der Luft. Nun hatte ich Zeit, mich im Flugzeug etwas umzusehen. Ordnung und Sauberkeit schienen der Air Malta p.l.c. wichtig zu sein. In Anbetracht dessen, dass bei derartigen Kurzstrecken (etwa 2 Stunden Flugzeit) die Nutzung und Auslastung der Flugzeug für gewöhnlich sehr hoch ist, gab es am Flieger nichts auszusetzen. Ein sehr guter und vertrauenserweckender Außen-Eindruck, kein Abfall von Vorgänger-Passagieren, saubere Toiletten, präzise geordnete Fluggesellschaft-Zeitschriften und angenehme Luft. Lobenswert auch die Entscheidung von Air Malta, sämtliche Flüge nur als Nichtraucher-Flüge anzubieten.
Wenige Minuten nach dem Start knackten die Lautsprecher; der Pilot hob zu einer Ansprache an: Der Flugzeug-Chauffeur schien, zunächst in wirrem Steno-Englisch und später in Stakkato-Deutsch, die Reiseroute, Flugbedingungen und Wetterverhältnisse in Malta beschreiben zu wollen. Allerdings waren diese Versuche eher etwas dürftig und für die meisten der 168 Passagiere wohl kaum verständlich.
Egal, genießen wir den Flug und lassen uns verwöhnen. Das Bordpersonal lies nicht lange auf sich warten. Der bekannte Geruch von Mikrowellen-Tiefkühl-Speisen durchzog langsam das gesamte Flugzeug und erzeugte ein dezentes Hungergefühl. Ehe ich mir zehn Seiten der englischen Bordzeitung zu Gemüte führen konnte, stand auch schon ein müde lächelnder Steward vor mir: "Möckten Sie Fiesch, Höhnschen oder Pasta?" Einige Millisekunden später eine traurig dreinblickende Kollegin: "Was mäschten Sie drinken?"
Teilnahmslos nahm man meine Wünsche hin. Das Essen war überraschenderweise heiß und ab und an konnte man gar die Geschmacksrichtung definieren. (c) P.Nibel 041001. Das ist wohl das Schicksal der Flugzeugspeisen, egal bei welcher Fluggesellschaft.
Mit gefülltem Magen beobachtete ich die am Fenster vorbeiziehenden Zuckerwatte-Berge und bestaunte den wunderbar blauen Himmel. Ein wirklich angenehmer Flug. Souverän warb die Crew für das recht umfangreiches Duty-Free-Angebot an Bord, schenkte hiernach einen sehr guten Kaffee ein und schon war das Flugzeug im Landanflug auf das Archipel im Mittelmeer.
Wie jedes Jahr, war ich mit den Leistung der Air Malta p.l.c. zufrieden. Zuverlässigkeit und Sauberkeit sind bei dieser Fluggesellschaft die großen Pluspunkte. Doch das, für gewöhnlich, recht unfreundliche und sichtlich genervte Flugpersonal negiert den Gesamteindruck leider.
Dabei gehört die 1973 gegründete staatliche Air Malta zu einer der jüngsten und modernsten Fluggesellschaften in Europa. Der Erfolgsweg der Air Malta begann 1974 mit zwei geleasten Boeing und setzte sich über die Jahre stetig fort. Mit heute über 50 Startflughäfen und rund 13 Flugzeugen verfügt die Air Malta über eine perfekte und äußerst effiziente Nutzung. In 1999/2000 wurden ca. 1,8 Millionen Passagiere befördert. Ein wirklich erstaunenswerte Zahl.
Die Preisgestaltung bei Air Malta fällt im Vergleich zu anderen Anbieter recht moderat aus und bringt daher noch einen guten Pluspunkt. Datumsabhängig kosten Hin- und Rückflug zwischen April und November ca. 700,- DM für Erwachsene, 450,- DM für Kinder und 105,- DM für Kleinkinder, bei einem maximalen Aufenthalt von 90 Tagen.
Fazit: Air Malta p.l.c. ist eine zuverlässige und ordentliche Fluggesellschaft mit perfekten Flugzeugen und guten Flugverbindungen, die jedoch auf jeden Fall einiges Verbesserungspotential im Personalbereich hat.
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