Atari Humans
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Platz 87 in der Kategorie "Sonstige Konsolenspiele". Geschicklichkeitsspiel für das Super Nintendo ...mehr
Bewertung: Kundenbewertung 2,00 / 5,00 (2.0 von 5)

Atari Humans Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

sinfortuna

Steinzeit-Junkie

ein Testbericht von 2005-04-14 09:10:15 vom 14.04.2005
Empfehlung: nein
Vorteile: Sehr interessante Spielidee, hätte süchtig machen können........
Nachteile/Kritik: .....wenn da nicht der völlig unnötige Zeitdruck wäre, außerdem unterdurchschnittliche Grafik und zunehmend einschläfernde Soundkulisse
Wenn ich Euch nun erzähle, dass wir eine Reise zurück in die Steinzeit machen, dann hat das nichts mit dem Alter dieses Videospiels zu tun, obgleich es nun schon etliche Jahre her ist, dass Humans für das Supernintendo erschien. Vielmehr befinden wir uns in der Geschichte dieses Geschicklichkeits- oder von mir aus auch Denkspiels in der Zeit der Neandertaler. Dass wir die Geschicke eines solchen Stammes leiten und die Verantwortung für im Grunde alles tragen, macht die Sache einerseits einfach – schließlich kommt uns niemand in die Quere – andererseits aber auch sehr anstrengend – denn wir müssen uns tatsächlich um jede Kleinigkeit kümmern – doch das Leben ist nun einmal kein Wunschkonzert, wir dürfen es uns nicht aussuchen und legen deswegen besser gleich einmal los.


Insgesamt streunen wir in über 30 Spielabschnitten durch die interessante Evolution der Menschengeschichte, na ja, zumindest durch die zarten Anfänge unseres Zeitalters. Dabei ist es wichtig, sich die einzelnen Fähigkeiten der Mitglieder unseres Stammes zu merken und für die Allgemeinheit nutzbar zu machen. Unser Ziel ist es, dass wir uns möglichst schnell den Umweltbedingungen anzupassen, ansonsten würden wir sicherlich bald aussterben. Dazu ist es vonnöten, die angeborenen Talente der Stammesmitglieder weiter auszubauen, zudem sollen sie an neuen Fähigkeiten hinzugewinnen, um unseren Kampf ums Überleben zumindest etwas aussichtsreicher erscheinen zu lassen.


Wir klicken jeden einzelnen Neandertaler einzeln an, um diesem eine entsprechende Aufgabe zuzuteilen, treu ergeben gehorchen diese auch brav, sofern sie die Instruktionen auch richtig verstanden haben, dessen könnt Ihr Euch nämlich nicht immer sicher sein. Um einen solchen Abschnitt heil zu überstehen, welcher eine Art Evolutionsstufe darstellt, ist es zwingend erforderlich, die unterschiedlichen Talente unserer Neandertaler möglichst gut miteinander zu verbinden, hier ist auf jeden Fall Eure Kombinationsgabe gefordert. Am Anfang sind die Höhlenmenschen noch ziemlich vertrottelt, können so gut wie gar nichts auf die Beine stellen, doch sind sie zum Glück sehr lernfähig, vorausgesetzt, dass wir in der Lage sind, sie anständig zu führen.


Am Anfang ist es schon toll, wenn unsere Humans in der Lage sind, Gegenstände aufzunehmen und so schaffen es sogar auch mit Hilfe der Bildung von Räuberleitern an höhergelegene Stellen zu gelangen, zu viel mehr reicht es aber anfangs nicht, eine mühsame Arbeit liegt hier zweifellos vor uns. Entscheidend ist, dass wir mit der Zeit kleine Hilfsmittel finden, die sich nicht nur als sehr nützlich erweisen, sondern im weiteren Verlauf des Spiels von elementarer Bedeutung sind. Ohne diese hätten wir nicht lange überlegt, so kommt es aber, dass unsere kleinen Neandertaler eines Tages in der Lage sind, Speere zu werfen, ein entscheidender Durchbruch von großer Tragweite ist uns gelungen.


Sehr viel Zeit, um unsere ersten Erfolge ausgiebig zu feiern, gibt es aber leider nicht, denn wir müssen uns gegen fiese Saurier zur Wehr setzen, da können wir nur hoffen, dass unsere steinzeitlichen Jungs und Mädels den Umgang mit ihren Wurfgeräten anständig geübt haben. Doch in den Auseinandersetzungen mit Todfeinden liegt nicht der Schwerpunkt dieses Spiels, hier sollt Ihr in erster Linie Euer Köpfchen ordentlich anstrengen, so dass Ihr schon sehr bald an der Entdeckung des Feuers teilhaben werdet, was natürlich seinerzeit der gewaltige Fortschritt schlechthin war. Kaum haben wir uns hieran gewohnt, basteln wir schon an der Entdeckung, nämlich an der des Rades, Zeit zum Verschnaufen bleibt hier eigentlich kaum.


Permanent stehen wir als Stammesführer unter Druck, sollten wir nämlich einen Level verpatzen – was ziemlich schnell durch eine oder zwei Unaufmerksamkeiten passieren kann – heißt es nicht einfach Game Over und es geht wieder von vorne los, nein, zumindest nicht ganz, denn ein Mitglied unseres Stammes geht uns jedes Mal bei solch einem Lapsus verloren. Dies hat im Wiederholungsfall natürlich fatale Folgen und so kommt Ihr möglicherweise irgendwann einmal an einen Punkt, wo Ihr darüber nachdenkt, ob es überhaupt noch Sinn macht, mit den verbliebenen Personen weiterhin ums nackte Überleben zu kämpfen.


Doch es gibt auch eine erfreuliche Sache zu berichten, was den Spielverlauf nicht gerade uninteressanter macht. Trefft Ihr nämlich auf fremde Artgenossen und befreit Ihr diese aus einer misslichen oder gar aussichtslos erscheinenden Lage, gehen diese regelmäßig als neue Mitglieder in Eure Stammesgemeinschaft ein. Diese habt Ihr auch bitter nötig, könnt Ihr doch jede nur erdenkliche Unterstützung bestens gebrauchen, denn wir sehen uns nicht nur stets der Gefahr gegenüber, dass die Mitgliederanzahl unseres Stammes sinkt, sondern wir stehen zu allem Überfluss auch noch unter Zeitdruck. Ja richtig, als ob wir nicht schon genug mit den Tücken zur Evolution zu kämpfen hätten, jeden Level müssen wir innerhalb einer vorgegebenen Zeit bewältigt haben, na spitze. Dass wir auf Wunsch den entsprechenden Abschnitt x-fach wiederholen können – uns somit unbegrenzte Continues zur Verfügung stehen - ist zwar nett, macht mich aber auch nicht wesentlich glücklicher. Die entstehende Hektik tut meines Erachtens dem Spiel nicht besonders gut, mich hat es jedenfalls gestört, gar keine Frage.

Grafik und Sound sind leider klar unterdurchschnittlich, eine Tatsache, die leider oft bei dieser ansonsten doch interessanten Art und Weise von Videospiel auftaucht. Oft entwickeln solche Geschicklichkeits-, Kombinations-, Denk-, Fun-, Knobelspiele - oder wie auch immer Ihr diese Games bezeichnen wollt – einen nicht zu unterschätzenden Suchtfaktor, doch nicht selten sehen diese äußerst bescheiden aus, manchmal sogar fast schon erbärmlich. Nicht viel anders ist es hier bei Humans, auch wenn manche Animationen niedlich dargestellt sind und einen zumindest ab und zu zum Lachen bringen können. Doch die Figuren sind extrem klein, die Hintergründe sehr detailarm, vieles sieht grob gezeichnet und manchmal auch erschreckend pixelig aus, Spezialeffekte sind – natürlich- ein Fremdwort, nur schön bunt ist es, zumindest halbwegs. Die Melodien sind nicht sehr abwechslungsreich und eigentlich einschläfernd, die Soundeffekte kommen praktisch gar nicht vor, sind fast nicht existent.


Doch noch viel schlimmer als die ohnehin schon unterdurchschnittliche Präsentation ist das erwähnte nervige Zeitlimit, das zudem total unnötig war. Diese künstliche Hektik macht vieles kaputt, auch ohne Zeitdruck hätte dieses Spiel durchaus seinen Reiz gehabt und wäre ebenso sinnvoll gewesen, zu knobeln gibt es hier schließlich genug und rechtzeitig reagieren müsst Ihr an vielen Stellen auch so. Das logische Denken bleibt somit fast immer auf der Strecke, um darum sollte es hier doch eigentlich gehen. Stattdessen klicken wir oft panisch einen Neandertaler nach dem anderen an, erteilen wild irgendwelche Befehle und stieren angsterfüllt auf die Anzeige der uns noch verbleibenden Zeit. Dass das Spiel an sich flüssig läuft, ist angesichts der Minifiguren keine Überraschung und dementsprechend auch keine große Leistung. Schade, hier war angesichts der interessanten Spielidee durchaus mehr drin, viel mehr sogar. So gibt es von mir leider nur eine sehr mäßige Wertung in Höhe von 46%.
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Produktbewertung:Kundenbewertung 2,00 / 5,00 2
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Bedienung:Bedienung von Atari Humans : 3,0 mittelmäßig
Grafik:Grafik von Atari Humans : 2,0 schlecht
Sound:Sound von Atari Humans : 2,0 schlecht
Schwierigkeitsgrad:Fortgeschrittene
Suchtfaktor:Suchtfaktor von Atari Humans : 2,0 in Maßen
Wird langweilig:Wird langweilig von Atari Humans : 2,0 nach wenigen Tagen
Geeignet für Spieler ab:Geeignet für Spieler ab von Atari Humans : 4,0 12 Jahre
Haben Sie das Spiel gespielt?:ja
Spielanleitung:Spielanleitung von Atari Humans : 3,0 mittelmäßig
1-1 von 1  Sonstige Konsolenspiele
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Produktbeschreibung Atari Humans

Technische Daten und Produkteigenschaften
Geschicklichkeitsspiel für das Super Nintendo
Allgemeine Informationen Atari Humans
gelistet seit: 05.04.2005
Hersteller: Hersteller: AtariAtari
weitere Atari Sonstige Konsolenspiele
Bewertung durch unsere Mitglieder
Produktbewertung: Kundenbewertung 2,00 / 5,00
Allgemeine Daten
Typ: Spiele 
Atari Humans im Vergleich
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