Sega NBA 2K3 Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Das Mitglied ist nicht mehr auf Yopi.de aktiv.
Basketball, eine meiner großen Leidenschaften..
ein Testbericht von janet192005-01-16 00:37:37vom 16.01.2005Empfehlung: ja
Vorteile: siehe Bericht...Nachteile/Kritik: Kommentare noch fast beim alten spiel
O'Neal von den Pacers ist schlecht? Nein, in diesem Spiel nicht, denn das ist die beste Basketball-Simulation, die derzeit am Markt erhältlich ist. Die Grafik ist einsame Klasse, alles sieht aus, als wäre es "echt", also wie aus dem Fernsehen, dazu tragen auch die überzeugenden Kommentatoren, welche im Gegensatz zu anderen Spielen nicht dauernd das gleiche von sich geben. Wie nun die Spiele Pacers (gespielt von mir) gegen die Nuggets (gespielt von Markus) ausgesehen haben, erfährt ihr in diesem Review.
Story
Wollten ihr schon immer einmal auf den Brettern stehen, die die Welt bedeuten? Mit Sega Sports NBA 2K3 präsentiert Infogrames ein Sportspektakel der Superlative und stellt die neue Genre-Referenz. Tretet gegen die Stars der NBA an und erlebt eine atemberaubende physikalische Umgebung, die ihresgleichen sucht. Managt euer eigenes Profi-Team und baut junge Talente auf. Während vor dem Spiel die richtige Strategie und taktische Entscheidungen maßgeblich sind, kommt es auf dem Spielfeld auf deinen Jagdinstinkt nach Punkten an. Ist das Match erst einmal angepfiffen, werdet ihr euren Augen kaum trauen.
Features
--Echte Live-Atmosphäre: Sega Sports NBA 2K3 wird im
Stil der weltweit bekannten ESPN-Übertragungen präsentiert.
--Erweitertes Pass-Spiel: Werfen Sie mit höchster Präzision und täuschen Sie Pässe an.
--Street-Modus: Stellen Sie aus den NBA-Teams neue Mannschaften für spannende Begegnungen außerhalb der großen Arenen zusammen.
--Franchise-Modus: Übernehmen Sie die Leitung eines Profi-Teams. Rekrutieren Sie neue Spieler, arbeiten Sie mit Trainern zusammen und bauen Sie junge Talente auf.
--High-End-Animationssystem: Erleben Sie einige der lebensechtesten Sportler, die jemals eine virtuelle Basketball-Arena betreten haben. Die Spieler zeichnen sich durch individuelle Bewegungsabläufe, Gesten und
Verhaltensmuster aus.
--Echtzeit-Kommentare halten Sie ständig auf dem Laufenden, während das Spielgeschehen nach den Matches in umfangreichen Statistiken ausgewertet wird.
--Detaillierte Spielstätten: In den ausverkauften NBA-Arenen sorgen animierte Zuschauer, Maskottchen sowie eine lebensechte Soundkulisse für Stimmung.
--Neuartige Steal-Animationen, Dribble-Moves und mehr als 50 Dunkings, die durch Motion-Capturing realisiert wurden
Gameplay
Um es gleich vorwegzunehmen: NBA 2K3 ist ein wahrer Traum für die echten NBA-Freaks. Das Spielablauf ist nicht arcademäßig wie bei den Genre-Vertretern, sondern ist auf Realismus ausgerichtet. So werden die defensive KI und die niedrigere Wahrscheinlichkeit, einen Ball in den Korb zu kriegen, den Spielhallen-Junkie nicht gerade erfreuen. Es lassen sich verschiedene Verbesserungen am Spielfeld erkennen, vor allem das äußerst gut gelungene Rebounding und das Stehlen von Bällen in der Luft. Es ist eine wahre Genugtuung, andauernd aber die "Sprung"-Taste zu drücken, wenn der Ball nicht in den Korb gegangen ist und man versucht ein Rebound zu machen, während der andere ebenfalls mit "Sprung" versucht, den Ball an sich zu reißen. Das gute an der Sache ist wohl, dass das Goaltending endlich eliminiert wurde, immerhin störte es im Spiel, NBA ist in der Realität ein äußerst schnelles Spiel und so ist es auch auf einer Konsole störend, wenn dieses schnelle Spiel andauernd unterbrochen wird.
Somit sind wir beim nächsten Punkt angelangt: Die Unterbrechungen während eines Spiels. Goaltending wurde wie bereits erwähnt aus diesem Spiel herausgenommen, dafür ist es mit dem Ballklauen etwas schwieriger geworden, denn ich hatte einige Probleme, meinem Gegner die Bälle wegzunehmen. Einerseits gibt es
da etwas in der Art von "Aggressive Tackle", andererseits eine gelinderte Form davon, nämlich in dem man sich vor dem gegnerischen Spieler platziert und dann springt, wenn der Gegner den Ball abschießt. Mit diesem "Trick" lassen sich ganz schön einige Bälle klauen - zum Ärgernis des Gegners (sollte vorzugsweise ein Mensch sein). Nachdem man nun den Ball geklaut hat, rennt man bis zu meiner Lieblingslinie (nicht überschreiten), um dann mit einem Profi-3-Punkte-Schuss Spieler einen 3 Punkte Korb zu machen.
The Indiana Pacers versus the Denver Nuggets!
Ich selbst war noch nie ein Fan von den Nuggets, deshalb waren auch meine Aggressionen diesem Team gegenüber entsprechend hoch. Ich selbst hatte mit meinen Pacers eine gute Wahl getroffen: Denn mit an Board meines Teams ist der Weltklasse-Star Jermaine O'Neal. Lieber O'Neal, wieviele Körbe hast du mir geschenkt - es waren zu viele - zu viele für meinen Gegner. Denn anscheinend gibt es doch so etwas in der Art von "Superstars", welche dir jeden Ball einlochen. O'Neal macht zwar nicht aus jeden Ball einen Korb, aber es reicht immerhin für einige Special Moves. Wie funktionieren die? Ganz einfach. Man muss warten, bis derjenige "Superstar" in der Nähe des Korbes seine Position eingenommen hat und ihm dann ganz einfach den Ball zupassen. Mit etwas Glück macht dann derjenige (in diesem Fall eben mein Favorit Jermaine O'Neal) einen Special Move - was dann eben sehr lässig aussieht. Z.B. passt man ihm den Ball zu, er selbst aber steigt schon in die Luft auf und ... "DUNK", KORB!!! Mann, sowas nenne ich echtes NBA. Dazu noch eine nette Wiederholung ganz im ESPN-Stil und mit coolen Kommentatoren.
Womit wir schon beim nächsten Punkt angelangt wären: ESPN. Mit ESPN hat sich SEGA Sports wie bereits gesagt einen guten Partner geangelt. So ist alles im ESPN-Stil gehalten, auch die Locations sind mit den ESPN-Logos verziert und die Replays sind deren gewohnte Art - somit sieht alles bereits wie im Fernsehen aus: Egal ob jetzt die genialen Kommentatoren, die Spieleranimationen, die Spielerdetails, oder die Matrix-Drehung der Kamera wenn der Ball in die Hand des anderen Teams kommt (Gameplay hält an, dann die äußerst coole Matrix-Drehung der Kamera und dann geht's wieder weiter).
--Dunk, Dunk, Dunk
Die KI der Spieler ist definiv gut ausbalanciert, zumindest kommt es mir nicht so vor, als hätte ich absolut verblödete Spieler in meinem Team (immerhin handelt es sich ja um die ... Indianaaa Pacerrrrs). Meine Taktik besteht stets darin, dass ich den Ball immer soweit nach vorne ins gegnerische Spielfeld bringe und ihn dann von dort aus dann meinem Favoriten Jermaine O'Neal zupasse, welcher dann entweder einen Special-Move macht, oder, von mir gesteuert, von unten dann einen netten Dunk macht. Wieso ich nicht gleich bis vor den Korb mit einem einzigen Spieler laufe? Tja das ist eine gute Frage. Ich selbst habe es im Spiel gegen v0id oft ausprobiert, aber er hat stets gewusst, seine Spieler vor meinem Spieler zu platzieren um mich zu blockieren. Auch wenn nur ein einziger Spieler im Weg steht, ist es verdammt schwer, sich an ihm vorbeizudrücken, falls er in diesem Fall den Ball noch gar nicht mal gestohlen hat.
--O’Neal, O’Neal, O’Neal
Obwohl die Kommentatoren ja feines Zeug reden mögen - wir haben ihnen wenig Gehör geschenkt. Ich selbst bin mir während des Spiels bewusst geworden, dass ich den Kommentatoren gar nicht einmal so recht zuhöre, viel mehr tragen sie nur zur Atmosphäre dazu - was SEGA Sports auch sehr gut gelungen ist. Ziemlich unterhaltsam war auch die Tatsache, dass v0id und ich nach einiger Zeit nur noch die Namen der Spieler akustisch aufgenommen haben, der Rest war nur die Rede um den heißen Brei: Die Spieler, über die am meisten gesprochen wurde, waren jene aus meinem Team: O'Neal und Miller. Fast andauernd O'Neal, O'Neal, O'Neal - lag wohl daran, dass ich ihn so oft zum Zug kommen ließ.
Meine Vorliebe für den Einsatz von O'Neal ist allerdings nicht immer von positiver Begleiterscheinungen geprägt: So hat es oft dafür gesorgt, dass wenn ich z.B. mit Miller ein paar Meter vor dem Korb stand, den Ball dann O'Neal zugepasst habe - zur Freude von v0id, welcher sich dann áuf Grund solcher Denkfehler den Ball an sich gerissen hat.
Technik
--Grafik:
Bei NBA 2K3 handelt es sich um das grafisch aufwendigste Basketballspiel aller Zeiten – und das soll schon etwas heißen, immerhin gibt es starke Konkurrenz von NBA Live 2003. Dieses Spiel bietet einfach alles: Die Körperproportionen der Spieler stimmen absolut, auch die Feinheiten wie die Gesichter und die Animationen sind perfekt der Realität entnommen – es lässt sich sogar erkennen, wie Michael Jordan bei einen seiner Dunks sein Gesicht verzerrt, was will man da eigentlich noch mehr ... aber trotzdem geht es noch weiter bis ins kleinste Detail: Auch die Frisuren sind 1 zu 1 übernommen worden, bei den Spielern, welche eine haben (sind immerhin nicht viele), kann man sogar erkennen, ob sie nach links oder nach rechts, struppig oder glatt, etc. gehalten sind.
Ein weiteres Thema ist der Schweiß: Das gigantische Lichtspiel sorgt dafür, dass man Spieler sogar schwitzen sehen kann, was durch den Glanz ihrer Haut erkennbar ist. Besonders an speziellen Locations (wo der Kontrast Licht-Dunkelheit sehr stark ist), lässt sich dieses Farbenspiel sehr gut erkennen. Manchmal geht das sogar so weit, dass die Spieler an den Augenbrauen schwitzen.
Weitere Goodies werden durch die zahlreichen Animationen vermittelt: Es gibt eine Unmenge an Animationen, fast kein Move wiederholt sich. Da ist es doch erfreulich wenn man hört, dass es über 200 Dunks und ähnliches gibt.
--Steuerung:
Dass es sich hierbei nicht um ein arcadelastiges Spiel handelt, ist auch die Steuerung etwas anders: Um einen Korb zu machen, muss man zuerst auf die X-Taste drücken, dann springt der Spieler. Wenn der Spieler nun an der Spitze seines Sprunges angelangt ist, noch einmal die X-Taste drücken, um den Ball abzuschießen. Je besser das Timing hier, desto eher ist die Wahrscheinlichkeit auf einen Korb. Mit der Steuerung gab es während des ganzen Spiels keine Probleme, alles lief wie am Schnürchen: Mit dem linken Analog-Stick steuert man seine Spieler, mit den Buttons lassen sich Befehle ausführen, wobei der X-Button beim Nicht-im-Ball-Besitz für „Sprung“ steht und der B-Button für klauen. A-Taste ist passen.
--Sound und FX:
Die Sounds sind eine Klasse für sich und es ist eine wahre Genugtuung, wenn ich dieses Geräusch höre, wenn der Ball in den Korb befördert wird. Zu den Kommentaren: Der große Vorteil bei ihnen liegt darin, dass sie in ganz kleine Stücke zerteilt wurden, damit sie dann, bei Gebrauch, schnell und passend zusammengefügt werden können – außerdem möchte man eine konsequente Wiederholung der Kommentare, wie es bei den Genre-Vertretern oft vorkommt, verhindern. Ich muss gestehen, dass die Kommentatoren die besten sind die ich jemals gehört habe. Sie schaffen es wahrhaftig mir zu vermitteln, dass dies ein echtes Spiel wäre. Der einzige Wermutstropfen ist, dass die meisten Sound-Samples der Kommentatoren aus dem Vorgängertitel, NBA 2K2 stammen.
Multiplayer
Im Multiplayermodus stehen dem Spieler verschiedene Parameter zur Verfügung, welche allerdings im Falle eines „Quick Game“ keine Rolle spielen (P.S.: Der spaßige Street-Modus ist sehr zu empfehlen!) Alle angeschlossenen Controller werden automatisch erkannt und man braucht nur noch auszuwählen, auf welcher Seite man spielen möchte und mit welchem Team man spielen möchte. Ich selbst hätte noch gerne die Washington Wizards (ich sage nur Michael Jordan) oder die Toronto Raptors wegen Hakeem Olajuwon – aber hey, jedem das seine: Bei jedem Team werden die „Skills“ in den jeweiligen Bereichen aufgeführt, je höher dieser Prozentsatz ist, desto besser. Und hey, was macht mehr Spaß, als ein Spiel gegen einen menschlichen Gegner?
Tipps und Tricks
--Platziere deinen Top-Spieler in der Nähe des Korbes, passe ihm mittels eines anderen Spielers den Ball zu und beobachte, wie dein Favorit eines der zig superben Specials macht, funktioniert allerdings nicht immer.
--Um Bälle aus der Luft zu klauen, sich einfach vor den jeweiligen gegnerischen Spieler stellen und dann springen, wenn dieser den Ball abschießt. Mit dem richtigen Timing gehört der Ball nun dem eigenen Team.
--Rebounds sind wichtig. Deshalb ist jeder misslungene Korb eine Möglichkeit, den Ball doch einzulochen bzw. ihn aus der Gefahrenzone zu schaffen. Um dies zu vollstrecken, einfach dauernd auf die Sprungtaste (Quadrat) drücken (oder 1 Mal gezielt) und hoffen, dass jemand aus der eigenen Mannschaft den Ball fängt.
Pro und Kontra
+ Beste Grafik in diesem Genre (viele Details; Schweiß)
+ Ausgezeichnete Kommentatoren
+ ausgeklügelter Franchise-Modus
+ spaßiger Street-Modus
+ ausgereiftes und unterhaltsames Gameplay
+ ESPN-Stil
- teilweise die Kommantare aus dem Vorgänger
Fazit
NBA 2K3 hat sich bei der internationalen Fachpresse wahrhaftig schöne Bewertungen eingeheimst: Egal ob „das beste Basketballspiel derzeit am Markt erhältlich“ oder „Basketball auf der Konsole hat noch nie so realistisch ausgesehen“. NBA 2K3 ist mit so vielen Extras ausgestattet, dass man gar nicht einmal weiß, wo man Anfangen soll bzw. wo diese Extras und Details endlich aufhören: Die Frisuren, die schwitzenden Spieler, immense Charakter-Details, der ausgeklügelte Franchise-Modus, der geniale Street-Modus etc. etc. Ich selbst möchte dem ganzen nicht mehr hinzufügen als meinen Respekt. Meinen Respekt gegenüber dem besten Basketball-Spiel, welches es derzeit auf dem Konsolensektor gibt.