Atari Taz Wanted
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 Xbox Spiel
Platz 483 in der Kategorie "Xbox Spiele". Xbox Spiel E ...mehr
Bewertung: Kundenbewertung 1,00 / 5,00 (1.0 von 5)

Atari Taz Wanted Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

sinfortuna

Teuflisch schlecht

ein Testbericht von 2006-11-15 07:55:55 vom 15.11.2006
Empfehlung: ja
Vorteile: Ursprünglich witzig gemeint, originelle Ansätze, deutsche Texte und Sprachausgabe, Zweispielermodus...
Nachteile/Kritik: Todlangweiliges Design, nervige Flüche, haklige Steuerung, weder unterhaltsam noch spannend oder irgendwie motivierend
Nein, wirklich, es hat auf gar keinen Fall etwas damit zu tun, dass ich nur äußerst selten Vertretern des Genres der Jump and Runs etwas abgewinnen kann, es liegen derart viele Dinge von elementarer Bedeutung bei „Taz Wanted“ für die Microsoft X-Box im Argen, dass ich mich sogar schwer tue, wirklich etwas zu finden, was in positiver Hinsicht erwähnenswert wäre. Vielen von Euch wird die Comicfigur des tasmanischen Teufels ein Begriff sein, schätze ich, so eine miese Umsetzung auf eine Videospielkonsole hat dieser „Teufelskerl“ nun wahrlich nicht verdient. Da hilft es auch nicht viel, dass – was bei Hüpfspielen eher selten vorzufinden ist – ein Zweispielermodus Berücksichtigung fand. Der Spielspaß kocht hier insgesamt auf äußerster Sparflamme und dies aus mehreren Gründen. Dieser X-Box-Titel ist definitiv nicht empfehlenswert.


An der banalen Story liegt es nicht, dass es sich hier um ein klar unterdurchschnittliches Game handelt, dies ist speziell im Hüpfspiel-Genre (leider) oft der Fall. Die Insel Tasmanien – Heimat unseres kleinen Teufelchens – soll derbe unterjocht werden, der Kommerz in Reinkultur soll dort in Form der Errichtung eines riesigen Vergnügungsparks einziehen. Nicht nur ein spezielles Terrain, nein, die ganze Insel soll zu jenen kommerziellen Zwecken ausgeschlachtet werden, völlig klar ist, dass sich dies Taz keineswegs gefallen lässt. Als dieser sich wiederholt energisch zur Wehr setzt und den Betreibern jenes Parks offensichtlich einen bösen Strich durch die Rechnung zu machen scheint, wird er kurzerhand gefangen genommen und verschleppt, um genauer zu sein findet sich der gute Taz kurz darauf an der Westküste der Vereinigten Staaten wieder, nämlich im Zoo San Franciscos. Rasend vor Wut gelingt es Taz jedoch, sich aus seinem Käfig zu befreien, sein Ziel ist selbstverständlich die weit entfernte Heimat vor der Küste des australischen Festlandes. Bis dahin ist es naturgemäß ein sehr steiniger Weg, was unseren wackeren Protagonisten natürlich zu keinem Zeitpunkt von seinem Vorhaben abbringen kann, versteht sich.


Wie es von einem Hüpfspiel in Cartoon-Optik nicht anders zu erwarten war, treiben wir in knallbunten Spielabschnitten fortan als Taz unser Unwesen. Pro Level gibt es sieben Plakate mit der Aufschrift „Taz Wanted“ – sozusagen Steckbriefe – die es unbedingt zu zerstören gilt, wollen wir den nächsten Abschnitt erreichen. Erst dann ist es uns möglich, das Tor zum nächsten Level zu durchschreiten, wobei der Spielverlauf streng linear ist, uns ein sonderlicher spielerischer Freiraum im Hinblick auf etwaige Lösungswege somit nicht gegönnt wird. Bevor Ihr ungestüm drauflosrast und in den 3D-Welten umherwütet, solltet Ihr kurz zuvor einen (zumindest) flüchtigen Blick auf die jeweilige Übersichtskarte werfen, diese klärt uns darüber auf, an welchen Orten sich die Objekte der Begierde – sprich die zu zerstörenden Plakate – befinden, zudem erhalten wir die ein oder andere Info hinsichtlich der Art und Weise, wie jene zerbröselt werden können. In der Folgezeit rasen wir in einem Affenzahn durch die Walachei, hüpfen über unzählige Plattformen, zerstören per Wirbelattacke dichtes Buschwerk, weichen so gut es geht unangenehmen Wasserflächen reaktionsschnell aus (denn das feuchte Biotop liegt unserem Taz überhaupt nicht, er mag es lieber staubtrocken!) und klöppen selbstverständlich alles zu Brei, was sich auch nur irgendwie in seine Einzelteile zerlegen lässt. Hintergrund jenes „Zerstörungswahns“ ist nämlich, dass der Wert des auf uns ausgesetzten Kopfgeldes mit dem von uns verursachten Schaden zunimmt: je höher die erreichte Geldsumme, umso wahrscheinlicher das Freischalten kleiner Extras. Besonders motivierend ist das Ganze aber nicht.


Die individuelle Vorgehensweise unseres Protagonisten ist dabei das, was dieses Game noch am Ehesten auszeichnet: mit einem beherzten Rülpser eliminieren wir weit entfernte Gegner, nach dem Verspeisen feurig-scharfer Peperoni lassen wir den Feind unseren glühend-heißen Atem spüren oder wir zeigen uns von einer ganz anderen Seite und verwandeln uns in örtlichen Telefonzellen in zehn unterschiedlich kostümierte Typen, welche der Situation entsprechend dann aktiv werden. Der Sprachausgabe (sogar in deutsch) dürfen wir dann regelmäßig Flüche entnehmen, die sich aber sehr schnell abnutzen, trotzdem aber leider beharrlich wiederholen. Abwechslung ist und bleibt dabei aber trotzdem ein Fremdwort, mehr als ein müdes Lächeln zu Beginn des Abenteuers wird Euch aller Voraussicht nach nicht entlockt werden können. Jenes zarte Lächeln dürfte dann aber auch für immer und ewig – zumindest, was dieses X-Box-Game betrifft – eingefroren sein, denn es gibt gleich eine ganze Reihe an Negativpunkten, welche die Spielfreude empfindlich drücken, ja praktisch zunichte machen.


Der (sicherlich beabsichtigte) schräge Humor kommt überhaupt nicht gut rüber, diesbezüglich wirkt dieser X-Box-Titel nicht ganz ausgereift. Die ursprünglich witzig gemeinten Flüche nerven schon nach kurzer Zeit, der etwas abgedrehte Cartoon-Look dieses knallbunten Hüpfabenteuers weist sehr wenig Details auf und wirkt kantig, unattraktiv, schrecklich bieder oder was auch immer und ist ganz sicher (längst) nicht mehr zeitgemäß. Es mangelt den Landschaften zudem an Abwechslung, so dass das Ambiente sehr schnell gähnend langweilig ist. Dass die spartanische Grafik dann des Öfteren auch noch zu (unerklärlichen) Ruckelanfällen neigt, schlägt dem Fass dann wirklich den Boden aus. Die Soundkulisse zeigt sich ebenfalls von einer ziemlich unspektakulären Seite, um es noch milde auszudrücken. Uninspiriertes Gedudel im Hintergrund, die schon angesprochenen nervigen Ausrufe der Spielfigur und abwechslungsarme Soundeffekte bestimmen die Szenerie. Dass sowohl an einen 60-Hertz-Modus als auch an eine Unterstützung durch eine Surroundanlage gedacht wurde, bringt im vorliegenden Fall so gut wie gar nichts, der Funke springt dennoch nicht über. Noch schlimmer wird das Ganze dadurch, dass wir es nicht nur mit einer schlappen Präsentation zu tun haben, sondern uns auch die Steuerung nicht selten im Stich lässt, diese hakt nicht gerade selten und sorgt für zusätzlichen Verdruss. Es hapert somit bei „Taz Wanted“ für die X-Box quasi an allen Ecken und Enden, meine Spielspaßwertung fällt mit 31% entsprechend mies aus.
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Produktbewertung:Kundenbewertung 1,00 / 5,00 1
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
heliopolis
heliopolis, 15.11.2006
bin da ganz deiner Meinung
Leela
Leela, 15.11.2006
sh :o
manu63
manu63, 15.11.2006
sh
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Produktbeschreibung Atari Taz Wanted

Technische Daten und Produkteigenschaften
Xbox Spiel E

Allgemeine Informationen Atari Taz Wanted
gelistet seit: 26.05.2005
Hersteller: Hersteller: AtariAtari
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Produktbewertung: Kundenbewertung 1,00 / 5,00
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