Auf höchsten Befehl - Joseph Finder
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Auf höchsten Befehl - Joseph Finder

Platz 137 in der Kategorie "Medien & Unterhaltung Bücher - A-E".
Bewertung: Kundenbewertung 4,00 / 5,00 (4.0 von 5)

Auf höchsten Befehl - Joseph Finder Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 4,00 / 5,00 (4.0 von 5)
von 100% aller Autoren empfohlen (2/2).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • Spannung, leicht zu lesen
  • sehr spannend, gute Actionszenen, interessantes Thema und guter Verlauf
Nachteile/Kritik
  • Mangelnde psychologische Tiefe, zu viele Wendungen, überhasteter Schluss
  • teiweise trockene Gerichtsszenen
Miss_Piper

Wahrheit oder Intrige?

ein Testbericht von 2005-09-09 16:27:24 vom 09.09.2005
Empfehlung: ja
Vorteile: Spannung, leicht zu lesen...
Nachteile/Kritik: Mangelnde psychologische Tiefe, zu viele Wendungen, überhasteter Schluss
Zur Gliederung des Berichtes:

1) Produktdetails
2) Der Autor
3) Inhalt
4) Bewertung
5) Fazit


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1) Produktdetails:
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Die deutsche Ausgabe erschien 1999 im Heyne-Verlag. Die Taschenbuchausgabe umfasst 361 Seiten und kostet 14,90 Euro. er Originaltitel lautet: "High Crimes".
ISBN-Nummer: 3453169239

Der Roman wurde 2002 mit Ashely Judd, James Caviezel und Morgan Freeman unter dem Titel "High Crimes - im Netz der Lügen" verfilmt.


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2) Der Autor:
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Joseph Finder wurde 1958 in Chicago geboren und lebte mehrere Jahre in Afghanistan und auf den Philippinen. Nach seinem Studium an Harvard und Yale dozierte er am Russian Research Center von Harvard. Als Journalist schrieb er für die großen amerikanischen Zeitungen. Seine Spezialgebiete sind russische und internationale Politik und Geheimdienste. Heute lebt er mit seiner Frau und seiner Tochter in Boston.

Weitere Werke sind u.a.: "Goldjunge", "Die Moskau-Connection" und "Die Stunde des Zorns".


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3) Inhalt:
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Claire, eine erfolgreiche Anwältin, unterrichtet an Harvard, ist seit drei Jahren glücklich mit Tom Chapmann in zweiter Ehe verheiratet und Mutter einer kleinen Tochter. Eines Tages bricht ihr idyllisches Leben jäh auseinander: Bei einem gemeinsamen Einkaufsbummel verhaften FBI-Agenten ihren Ehemann Tom. Nach kurzer, dramatischer Flucht wird er erneut gefasst und inhaftiert. Claire erfährt, dass sein richtiger Name Ronald Kubik lautet. Vor mehr als dreizehn Jahren soll er als Mitglied einer militärischen Spezialeinheit ohne Einsatzbefehl ein Massaker in einem mittelamerikanischen Dorf angerichtet haben. Dank einer neuen Identität und mehreren Gesichtsoperationen gelang ihm die Flucht, bis er jetzt durch einen Zufall überführt werden konnte.

Tom bestätigt Claire seine Vergangenheit als militärischer Undercover-Agent. Er beteuert jedoch, an dem Massaker unschuldig zu sein. Stattdessen nutze die Army ihn als Sündenbock, um einen Schuldigen für das grausame Verbrechen zu haben und seinen damaligen Vorgesetzten zu schützen.

Claire weiß nicht, was sie glauben soll. Ist ihr Mann, der ihr sein früheres Leben bis eben verschwiegen hat, tatsächlich ein kaltblütiger Killer? Oder hat er Recht und Tom ist Opfer einer perfiden Intrige, in die höchste Militärkreise verwickelt sind? Trotz ihrer Zweifel übernimmt Claire Toms Verteidigung. Gemeinsam mit dem schwarzen Ex-Militäranwalt Grimes und dem unerfahrenen, aber engagierten Pflichtverteidiger der Army Terry Embry versucht sie alles, um die Unschuld ihres Mannes zu beweisen. Dabei scheint ein Sieg fast aussichtslos: Alle möglichen Zeugen für Toms Version sind untergetaucht oder verstorben, Claires Haus wird von Wanzen überwacht und sogar vor einem Mordanschlag schrecken ihre Gegner nicht zurück ...


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4) Bewertung:
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Un schuld oder Verschwörung, was steckt wirklich hinter Toms Vergangenheit? Nicht nur seine Ehefrau Claire wird auf eine rasante Jagd nach der Wahrheit geschickt, auch der Leser muss sich immer wieder fragen, wessen Seite er Glauben schenkt ...


Gefühlsmäßige Achterbahnfahrt

Da ist zum einen der sympathische Tom, mit dem Claire bis vor kurzem eine unbeschwerte und glückliche Ehe führte und der sich rührend um seine Stieftochter Annie kümmerte. Und zum anderen gibt es die ungeheuerlichen Vorwürfe, die aus Tom einen abgebrühten Mörder machen. Claire scheint es unglaublich, dass der liebevolle Mann an ihrer Seite zu so einer Tat fähig sein sollte. Andererseits hat er jahrelang seine wahre Identität verschwiegen - warum sollte sie ihm jetzt glauben können? Es scheint keine Möglichkeit zu geben, sich entgültig Klarheit zu verschaffen. So wird beispielsweise ein Lügendetektortest zu Hilfe gezogen. Doch kaum ist das Ergebnis da, hat die Gegenseite einen Sachverständigen parat, der bestätigt, dass Tom alias Ronald im Verlauf seiner Ausbildung auf das Manipulieren eines solchen Testes trainiert wurde.

So hin- und hergerissen wie sich die Hauptfigur präsentiert empfindet auch der Leser. Dadurch wird unweigerlich eine hohe Spannung aufgebaut, denn jedes Ende scheint denkbar. Der Autor geizt auch nicht mit überraschenden Wendungen, die den Prozess immer wieder in verschiedenen Richtungen kippen lassen.

Allerdings übertreibt Finder es vor allem gegen Ende ein wenig mit dieser Wechselhaftigkeit. Es hat den Anschein, als habe er sich immer wieder selber übertrumpfen wollen mit einer noch spektakuläreren Enthüllung. Mal sind es neue Details aus Toms Vergangenheit und mal schmutzige Lügen von der Gegnerseite. Unverhoffte Zeugen tauchen auf, andere ebenso unverhofft unter und auch das Gericht spart nicht an unberechenbaren Bestimmungen. Und natürlich fehlt auch nicht der unvermeidliche anonyme Informant, der Claire mit nächtlichen Anrufen aus dem Schlaf reißt. Auf den letzten Seiten überschlagen sich die Ereignisse dann wie erwartet mit einer derartigen Heftigkeit, dass hier die Geduld des Lesers arg auf die Probe gestellt wird. Versöhnlich ist dafür, dass der Schluss ins Gesamtkonzept passt und nicht mit einem ärgerlichen Deus ex machina, sprich einem völlig aus der Luft gegriffenen Lösung, aufwartet. Im Gegenteil: Trotz aller Wendungen tritt am Ende doch die Pointe ein, die dem Leser insgesamt am wahrscheinlichsten erscheint und immer schon erschien.


Stärken und Schwächen in den Figuren

Die Stärken in den Charakterisierungen der Hauptfiguren liegt eindeutig in der Sympathie, die der Leser für sie empfindet. Claire erscheint als starke Persönlichkeit, deren Leben von einer Sekunde auf die anderen aus den Fugen gerissen wird. Verzweifelt muss sie mitansehen, wie ihrem Mann entweder eine lebenslange Haft oder sogar die Todesstrafe drohen, wenn es ihr nicht gelingt, seine Unschuld zu beweisen. Allein ihrzuliebe wünscht man dem Roman einen guten Ausgang und einen Beweis für Toms Unschuld. Allerdings geht ihre Stärke auch mit mangelndem Realismus einher. Trotz dieser Katastrophe gestattet sich Claire keinen Zusammenbruch, wie es wohl bei so ziemlich jeder anderen Frau der Fall wäre. Das gilt vor allem für den Anfang der Geschichte, als Tom noch vor dem FBI auf der Flucht ist und Claire trotz ihrer Unsicherheit, ob er überhaupt noch lebt, ihr normales Leben so gut es geht aufrecht erhält.


Humor ist, wenn man trotzdem lacht

Humorvolle Dialoge sind normalerweise ein Gewinn für jeden Roman. Angesichts der dramatischen Lage der Figuren ist es hier jedoch eher unangebracht, dass sie sich trotz allem immer wieder ironische Bemerkungen erlauben. Spitzenreiter in dieser Beziehung ist Claires Co-Anwalt Charles Grimes, der den Zynismus für sich gepachtet hat. Sein Gerechtigkeitssinn und sein Sarkasmus machen ihn zwar einerseits zu einem sympathischen Charakter. Andererseits erscheint es doch unrealistisch, wenn er sich sogar unmittelbar nach dem Lügendetektortest seines Mandanten zu einem witzig gemeinten "Nun? Ist er ein verlogener Schweinehund?" gegenüber dem Gutachter hinreißen lässt. Egal wie ernst die Lage gerade ist, Grimes lässt keine Gelegenheit zu einem schlechten Scherz aus und stellt damit manchmal nicht nur die Geduld seiner Kollegen, sondern auch die des Lesers auf die Probe.


Nicht nur für Experten

Sehr angenehm bei diesem Roman ist, dass man keine besonderen Vorkenntnisse in Sachen Justiz oder Army benötigt, um der Handlung folgen zu können. Die nicht übermäßig zahlreichen Fachausdrücke werden erklärt. Claire ist zwar eine brilliante Anwältin, aber kein Spezialist auf militärischem Gebiet, so dass ihr Co-Anwalt ihr mit Hinweisen und Erklärungen zur Seite stehen muss. Geschickterweise werden dadurch sowohl Claire als auch dem Leser die nötigen Informationen über das System vermittelt.

Auch die Sprache ist einfach zu lesen und stellt keine besonderen Anforderungen an den Leser. Trotz gewisser Mängel ergiubt sich unterm Strich eine unterhaltsame Lektüre für Fans von Justiz- und Militärthrillern. Wer sich bei Filmen wie "Im Namen der Ehre" und Autoren wie John Grisham und David Baldacci gut aufgehoben fühlt, der wird auch mit "Auf höchsten Befehl" gut bedient sein.


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5) Fazit:
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Unterhal tsamer und vor allem im Mittelteil fesselnder Thriller über Wahrheit und Verschwörungen in der Army. Der Gesamteindruck wird durch ein paar übertriebene Wendungen, vor allem gegen Schluss, ein wenig getrübt. Dennoch empfiehlt sich dieser leicht zu lesende Roman vor allem für Freunde von Spannungsliteratur a la Grisham oder Baldacci.
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Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
topfmops
topfmops, 09.09.2005
hier 039auf houmlchsten befehl039?? ich hab039 doch gar nichts gesagt!!
morla
morla, 03.04.2006
sehr hilfreich
gloriaforever
gloriaforever, 08.03.2008
LG Damaris
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dreamweb

Engagierter Kampf um die Wahrheit

ein Testbericht von 2004-03-11 10:20:47 vom 11.03.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: sehr spannend, gute Actionszenen, interessantes Thema und guter Verlauf...
Nachteile/Kritik: teiweise trockene Gerichtsszenen
Auf höchsten Befehl ist der neue Roman von Joseph Finder, der schon mehrere Romane veröffentlicht hat. Der Autor ist Spezialist für russische und internationale Politik und schreibt für die New York Times und die Washington Post. Trotzdem sagte mir der Name gar nichts, auch wenn ich mir vielleicht hier Rügen dafür einhandle.

Der Roman hörte sich von der Handlung her spannend an, daher habe ich ihn mir gekauft. Es handelt sich hier bei "Auf höchsten Befehl" um einen Justizthriller im Militär-Bereich, der immer wieder neue Wendungen hat und bei dem es teilweise auch zu interessanten Action-Situationen kommt. An einigen Teilen fand ich den Roman eher langatmig, das liegt aber daran, dass ich normmalerweise nicht so für Gerichtsfilme oder -Bücher bin. Auch JAG sehe ich mir nicht an. Aber wer daran Interesse hat, für den ist auch dieser Roman sehr geeignet.


HANDLUNG:


Claire Heller ist eine angesehene Harvard-Professorin und angesehene Anwältin. Gerade hat sie einen doch umstrittenen Vergewaltigungsprozess für den Angeklagten gewonnen und steht noch in der öffentlichen Aufmerksamkeit. Während sie mit ihrer Tochter und ihrem Mann, einem Investmentbereater, den Erfolg feiert, ändert sich ihr Leben. Inmitten der Geschäfte versucht das FBI ihren Mann zu verhaften, der plötzlich mit nicht geahnter Schnelligkeit und Geschicklichkeit entkommt. Trotzdem wird er kurz darauf verhaftet und unter nicht sehr angenehmen Bedingungen in einem Militärgefängnis inhaftiert.

Für Claire bricht eine Welt zusammen und sie weiß nicht mehr, was und wem sie glauben soll. Denn ihr Ehemann ist dem Militär unter anderem Namen bekannt und wird seit Jahren gesucht. Er wird beschuldigt, ein schreckliches Massaker in einem Dorf in El Salvator angerichtet zu haben, bei dem über 70 Menschen ums Leben kamen. Denn Tom heißt in Wirklichkeit Ron Kubik und war Mitglied einer militärischen Spezialeinheit.

Tom/Ron beteuert seine Unschuld, so dass sich Claire entschließt, selbst die Verteidigung zu übernehmen. Und das, obwohl sie keinerlei Erfahrungen mit Militärgerichten hat. Die laufen etwas anders ab, als normale Gerichtsprozesse. Während der Ermittlungen gerät Claire in große Gefahr und fördert eine unglaubliche Intrige zutage.


MEINUNG


Das Buch wechselt zwischen sehr spannenden Szenen und eher trockenen Befragungen und Gerichtstagen ab. Aber immer wenn der Leser meint durchzublicken, wendet sich das Blatt. Man ist selbst hin und hergerissen davon, ob Tom/Ron nun schuldig, mitschuldig oder unschuldig ist. Und der Leser ist auch geschockt davon, wie unwahrscheinlich die engagierte Anwältin mit hineingerissen wird. Sei es nun, dass sie die ganze Wohnung verwanzt auffindet oder ein versuchter Mordversuch. Oder auf der privaten Seite die Entfremdung von der Tochter, der sie sich aufgrund des Prozesses kaum mehr widmet.

Sehr gut kommt hier auch das Funktionieren des Militärapparates heraus, nicht nur im positiven Sinne. Es geht hier um Karriere, Macht, unbedingter Gehorsam und wie der Titel schon sagt, darum, ob alles eigenmächtig durch einen kranken, bösartigen Menschen oder auf höchsten Befehl geschah.

Das Buch "Auf höchsten Befehl" ist eindeutig nicht schlecht und wird laut Verlag auch demnächst verfilmt. Auf den Film bin ich schon gespannt. Aber von mir bekommt es trotz allem wegen der für mich nicht so interessanten Gerichtsszenen ein gut und kein sehr gut. Das ist aber wie gesagt, eine Frage des Geschmacks.

Insgesamt liest sich der Roman sehr gut. Da die Handlung insgesamt sehr spannend ist und ich als Leser doch sehr interessiert war, was mit Tom los war, habe ich das 351seitige Buch sehr schnell durchgelesen.



DATEN

Titel: Auf höchsten Befehl
Autor: Joseph Finder
Seiten: 351
Erscheinungsdatum: 1999
ISBN: 3453143000
Preis: 2,50 Euro gebraucht bei Amazon

Liebe Grüße - Miara
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Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Produktbeschreibung Auf höchsten Befehl - Joseph Finder

 
Allgemeine Informationen Auf höchsten Befehl - Joseph Finder
EAN: 9780380728800
gelistet seit: 08.03.2004
Bewertung durch unsere Mitglieder
Produktbewertung: Kundenbewertung 4,00 / 5,00
Allgemeine Informationen
Kategorie: Krimi & Thriller 
Autor: Joseph Finder 
Autoren von A-Z:
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