Wer einmal nach München kommt sollte unbedingt das "Augustiner" in der Fußgängerzone besuchen.
Im letzten Jahr zum Oktoberfest lernten wir das Augustinerzelt kennen und waren begeistert von dem Bier was es dort gab.
Also nahmen wir uns vor, beim nächsten Besuch in München, ein Augustiner Lokal aufzusuchen.
Nach einer "anstrengenden" Shoppingtour entlang der Neuhauser Strasse standen wir vor dem Stammhaus des Augustiners.
Zur Erklärung: Im Jahre 1328 wurde im Kloster der Augustiner Mönche Bier gebraut.
1803 wurde das Kloster mit samt der Brauerei vom Staat übernommen.
1829 übernahm die Familie Wagner die Augustiner Brauerei
Auf jedem Augustinerbier Etiket steht J.W. - was nichts anderes bedeudet als Josef Wagner, der Sohn des ersten Privatbesitzers der Brauerei.
Nun zum Lokal selber. Es gibt zwei Eingänge, links gelangt man in die sogenannte Schwemme. Sehr rustikal gehalten.
Nüchterne Holzbänke und Holztische - eben rustikal. Gut geeignet auf die schnelle etwas zu essen oder am Abend auf ein Bier..
Durch die rechte Tür gelangt man ins Restaurant, mit kleinen und größeren Tischen und weißen Tischdecken darauf.
Ein absolutes Highlight ist in der Mitte des Lokas der Muschelsaal mit seiner Glaskuppel. Das kann man gar nicht beschreiben, man muß es selbst gesehen haben.
Der daran anschließende Biergarten einfach fantastisch. Die tollen Wandfresken, die kleinen Nischen und die kurzen Wartezeiten bis das Essen kommt- sehr schön.
Übrigens sind die Schwemme und das Restaurant nicht durch Wände getrennt sondern offen verbunden und unwahrscheinlich groß.
Die Bedienungen sind bayrisch freundlich nett und sehr flink. Wer Bayern kennt weiß was ich meine.
Übrigens werden die Teller selten wie üblich auf der Hand serviert sondern auf einem großen Tablett, aus der Küche geholt.
Bei dieser Größe des Lokals völlig verständlich.
Typisch bayrische Speisen wie Scheinbraten, Schweinshaxe und Natürlich auch Weißwürste stehen neben anderen Gerichten auf der Speisekarte.
Neben dem Augustiner hellem Bier gibt es das Edelstoff, dunkles Bier, Weißbier und Radler.
Sucht man in München bayrische Tradition und Gemütlichkeit kann ich das Augustiner in der Fußgängerzone nur empfehlen.
Wer mal nach München kommt oder hier wohnt, der kommt an einem Besuch im Augustiner Restaurant in der Neuhauserstraße (ist die Fußgängerzone zwischen Stachus und Marienplatz) nicht vorbei.
Schon allein deshalb nicht, weil es hier Münchens bestes Bier gibt (find ich zumindest).
Hier nun mein Eindruck vom Augustiner Restaurant.
Zuerst einmal: riesengroß.
Das Lokal ist in zwei Hälften (= zwei Hallen) geteilt.
In der einen Halle befinden sich gedeckte Tische in der anderen stehen ungedeckte rustikale Holztische. Dies ist der Bereich fürs "Fußvolk" sagen wir immer. Bedient wird man aber in beiden Bereichen.
Stichwort Bedienung: Eingefleischte Augustinerbesucher werden es sicherlich wissen, die Bedienungen im Augustiner sind etwas besonderes. Immer auf Zack, aber selten übermässig freundlich. Das stört aber komischerweise nicht. Man fühlt sich trotzdem wohl.
Zum Wohlfühlen trägt maßgeblich das gute Bier bei! Das Helle ist nicht von schlechten Eltern, besonders der Edelstoff. Kostet momentan 3,18 EUR (der krumme Preis stimmt wirklich). Nicht ganz billig, aber das Bier ist seinen Preis wert.
Zum (warmen) Essen kann ich nicht ganz so viel sagen. Empfehlen kann ich die Brotzeiten, wie z. B. den Wurstsalat oder den Obazdn. Die Portionen sind reichlich und preislich vertretbar (so um die 6-8 EUR).
Hat man für seinen Augustinerbesuch einen schönen Tag erwischt, sollte man sich unbedingt in den kleinen aber sehr netten Biergarten im Hinterhof des Restaurants setzen. Dort sind die Wände mit schönen alten Malereien/Fresken verziert und es ist sehr gemütlich. Diesen Biergarten findet man am Ende der "gehobenen" (s. o.) Halle.
Also Leute, schaut mal in den Augustiner und laßt Euch das Bier schmecken.