Avocado
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 Gartenpflanze
Platz 374 in der Kategorie "Gartenbäume & Zierpflanzen". Themenbereich: Zimmer-/ Zierpflanzen / Avocado (Persea americana). -Ursprungsland: Südmexiko. ...mehr
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Avocado gebraucht & neu

Avocado Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 4,90 / 5,00 (4.9 von 5)
von 75% aller Autoren empfohlen (6/8).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • wunderschönes dunkelgrünes Blattwerk, einfach zu pflegen
  • guter Geschmack
  • es funktioniert, sieht schön aus
  • Die Avocado, die manchmal auch als Butterbirne oder Alligatorfrucht bezeichnet wird, ist eine Frucht, von der man sich längere Zeit ernähren kann ohne unter Mangelerscheinungen zu leiden.
Nachteile/Kritik
  • braucht Geduld bis zur Keimung, wird leicht spillerig
  • bei aufzucht lange wartezeit
  • manchmal ist der Kern nicht mehr schön
  • Meiner Meinung nach: Nichts.
Sortiert nach 
LeaofRafiki

Zum Wegschmeißen zu schade

ein Testbericht von 2003-11-13 00:31:12 vom 13.11.2003
Empfehlung: ja
Vorteile: wunderschönes dunkelgrünes Blattwerk, einfach zu pflegen...
Nachteile/Kritik: braucht Geduld bis zur Keimung, wird leicht spillerig
Zum Wegschmeißen zu schade sind die Kerne der Avocado, die sich in dieser leckeren Ölfrucht verborgen halten, lassen sich doch mit viel Geduld daraus wunderschöne Pflanzen ziehen. Ich habe mittlerweile 4 Avocadobäumchen in meiner Wohnung stehen, von denen das älteste nun gut 6 Jahre alt sein dürfte.


Die AVOCADO persea americana
gehört zur Familie der Lorbeergewächse (Lauracae) und kann in ihrer Heimat, dem feuchtwarmen tropischen Regenwald Zentralmerikas bis zu 20 m hoch werden.
Meine Bäumchen haben diese Höhe natürlich nicht erreicht, die größeren sind ca. 1,40 m hoch, der jüngste knapp 50 cm. Der größte Avocadobaum, den ich bislang in Zimmerzucht gesehen habe, stand im Aufenthaltsraum eines Tagungshauses und war gut 6 m hoch!

Seine Blätter sind dunkelgrün, oval, dabei spitzzulaufend und glänzen leicht.
Der Stamm verholzt mit der Zeit und wenn man beizeiten die Spitzen kappt, kann es einem gelingen, daß die Avocado schön buschig wächst. Von der Tendenz her entwickelt sich diese Pflanze aber meist in die Höhe.

Der Boden sollte gut durchlässig sein (leicht sandig), wenn die Pflanzen älter sind, kann der Lehmanteil zur Wasserspeicherung erhöht werden. Er darf nicht zu feucht sein und die Wurzeln niemals im Wasser stehen.
Je heller die Pflanze steht, desto besser. Jungpflanzen und Keimlinge sollte man besser nicht der prallen Mittagssonne aussetzen, jedoch brauchen ältere Pflanzen die pralle Sonne, damit sie gut wachsen.
Dementsprechend sind auch die Temperaturansprüche der Avocado. Je wärmer desto besser..., wie es sich für eine Tropenpflanze gehört. Ab dem zweiten Jahr kann man die Pflanzen im Sommer auch auf die Terrasse stellen, sowieso gedeihen sie draußen besser als drinnen, solange sie windgeschützt stehen.
Zum Herbst hin sollte man sie wieder reinnehmen und bei mindestens 5 ° C überwintern.
Meine älteren stehen nun schon das zweite Jahr in Folge nur drinnen, da sie doch recht groß und hoch geworden sind, so daß zum einen das Umstellen immer schwieriger wird, zum anderen sie bei norddeutschen „steifen Brisen" schnell umkippen. Dies haben sie bislang auch recht gut vertragen.
Mit Blüten- oder Fruchtansatz darf man hier allerdings nicht rechnen, auch in freier Natur zeigt sich dieser erst ab dem zehnten Jahr.

Wie zieht man nun aus einem Avocadokern seine eigene Pflanze?
Zuallererst braucht man eine reife (!) Avocado!
Reif ist sie dann, wenn das Fruchtfleisch die Konsistenz von Butter hat. Grünschalige Avocados sind dann schon leicht unansehnlich mit ihren braunen Flecken, dunkle, fast schwarze Avocados, die mit der harten, „pickligen" Schale, verändern diese nicht. Man kann die Reife aber auch mit Fingerdruck auf die Frucht prüfen. Gibt diese fast matschig nach, ist sie richtig - zum Pflanzen!, nicht mehr zum essen...
Im zweiten Schritt wird der Kern, nachdem man die Avocado vorsichtig aufgeschnitten hat, ohne ihn zu verletzen, unter lauwarmem Wasser sorgfältig gereinigt. Durch den hohen Fettanteil ist er glitschig wie ein Stück Seife, aber das muß sein, da es sonst durch Reste von Fruchtfleisch zu Schimmelbildung kommen kann.

Für den folgenden Schritt gibt es mehrere Möglichkeiten.

Die Topfmethode:
Man kann ihn, dickes Ende nach unten, Spitze nach oben zu einem Drittel in Substrat setzen, das ständig feucht gehalten werden muß. Erde ist recht ungeeignet, da sie schnell schimmelig wird, besser ist Sand oder Semiramis (oder ein anderes Tongranulat). Allerdings ist es mir auf diese Weise noch nie gelungen, einen Kern zum Keimen zu bringen.

Die Glasmethode:
Ich bevorzuge es, ihn wie eine Hyazinthenzwiebel in ein Glas zu setzen.
Wieder gilt, dickes Ende nach unten, Spitze nach oben. In das untere Drittel des Kerns werden drei Streichhözer (oder Stecknadeln) gespießt. Keine Bange, die kleinen Verletzungen verkraftet der Kern recht gut! An dieser „Aufhängevorrichtung" wird der Kern nun in ein passendes Glas Wasser gehängt, so daß das untere Drittel ständig im Wasser hängt.
Nun heißt es warten!
Frühestens nach 6 Wochen, bei Temperaturen unter 20 ° C kann es aber auch Monate dauern!, dauert es, bis die Spitze aufbricht und ein kleiner, grüner Keim sichtbar wird. In der Folgezeit bilden sich Wurzeln, die im Wasser hängen.
Wenn diese genügend ausgebildet sind bzw. sich das erste Blatt paar entfaltet hat, kann der Kern aus seinem Wasserbad raus und eingepflanzt werden.

Hier ist lockeres, nährstoffarmes Material am besten geeignet, da der Keimling durch die anhaftenden Kernhälften genug mit Nährstoffen versorgt wird. Ich nehme Gartenerde mit zwei Teilen Sand gemischt, aber es geht auch Cocos-Substrat.

Was ich noch nicht ausprobiert habe, ist die Freilandkultur...
Hierbei soll der gekeimte, pflanzfertige Avocadokern einfach unter einen schattigen Busch zu 1/3 in die Erde gelegt werden... Sobald er das erste Blattpaar entwickelt hat, ist er reif zum ausbuddeln und Umtopfen. Dabei sollte man die Wurzeln nicht beschädigen, weshalb ich die Wasserglasmethode vorziehe.

Weitere Aufzucht:
Sobald sich ein Trieb mit 4 Blättern entwickelt hat, sollte man die Triebspitze abzwicken, damit die Pflanze schön buschig wächst. Ich trau mich meist nicht (oder vergesse es), so daß meine Pflanzen eher spillerig und in die Höhe wachsen...
Bei Pflanzen, die in der Sonne draußen stehen, erübrigt sich diese Erziehung, da die Sonneneinstrahlung dem Längenwachstum entgegenwirkt.
Bei älteren Pflanzen, an denen sich doch ein langer, kahler Trieb gebildet hat, kann man diesen abschneiden. Meist schlägt die Avocado dann an tieferer Stelle wieder neu aus.
In all den Jahren, die ich nun Avocados kultiviere, ist es mir erst zwei mal passiert, daß eine Pflanze diesen Rückschnitt nicht verkraftet hat.

Pflege:
Ab und an kann man die Pflanze mit kalkarmem Wasser einsprühen - aber nie, während sie in der prallen Sonne steht!
Regelmäßig Gießen, eher wenig als zuviel, die Pflanze zeigt sehr deutlich mit hängenden Blättern, wann sie wieder Wasser braucht. Sie erholt sich aber auch sehr schnell wieder.
Meine müssen manchmal lange Trockenperioden überstehen, dann werfen sie zwar Blätter ab, schlagen aber zuverlässig wieder neu aus.
Gedüngt wird wenn dann mäßig und auch erst, wenn die Pflanzen ca. ½ Jahr alt sind.
Faustregel ist, nur 1/4 der auf dem Dünger empfohlenen Menge zu verwenden.
Meine bekommen im Frühjahr ihre Düngstäbchen in die Erde gesteckt, mehr nicht.
Im Winter bekommen sie überhaupt keinen Dünger, aber wegen der Ofenwärme bei mir weiterhin reichlich Wasser.

Ein Problem ist das Verhältnis Pflanzenhöhe zu Topfdurchmesser...
Umtopfen soll man eineAvocado erst dann, wenn der Topf voll durchwurzelt ist. Bis es soweit ist, hat sie aber meist eine stattliche Höhe erreicht, mehr oder weniger belaubt...., und ist entsprechend kippelig. Hier braucht sie dann einen Stützstab und evtl. Steine, die den Topf beschweren. Erst recht, wenn es neugierige (junge) Katzen im Haus gibt, die partout versuchen wollen, dort hineinzuklettern...

Nichtsdestotrotz liebe ich diese Pflanzen, zumal sie, mit Geduld, recht gut selber zu ziehen sind, und insgesamt sehr pflegeleicht sind. Sie verzeihen Dürreperioden und sind dankbare Zimmergenossen. Mit ihrem dunkelgrünen Blattewerk sind sie auch sehr attraktiv - und vor allem, sie sind billig!
Ich schätze, daß ich in den vergangenen zwanzig Jahren so an die zwanzig, dreissig Avocados aufgezogen - und größtenteils verschenkt hab.

Eine ausführliche Beschreibung und Pflanzanleitung mit Bildern, wie die Pflanze in ihrer Heimat/Freilandkultur aussehen kann, der ich auch einige Inforamtionen entnehmen konnte, die ich noch nicht hatte, steht unter
http://www.pflanzen.onlinehome.de/exot/avoc ado.htm


© LeaofRafiki 04.08.2003 / 13.11.2003

************************************ ***************
ACHTUNG FAKERSCHUTZ: Ich poste meine Berichte lieber selber und unter gleichem Nick regelmäßig bei Ciao, häufig bei Yopi, nach dem Relaunch selten Dooyoo, und noch seltener auf irgendwelchen anderen Plattformen, aber dafür vielleicht auf meiner Homepage www.leaofrafiki.de *grins*
...
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campino

Erst essen, dann pflanzen....

ein Testbericht von 2009-03-22 14:05:05 vom 22.03.2009
Empfehlung: ja
Vorteile: Die Avocado, die manchmal auch als Butterbirne oder Alligatorfrucht bezeichnet wird, ist eine Frucht, von der man sich längere Zeit ernähren kann ohne unter Mangelerscheinungen zu leiden. ...
Nachteile/Kritik: Meiner Meinung nach: Nichts.
... die Rede (bzw. die Schreibe) ist von Avocados.

Dieser an einen Strauch erinnernde Baum aus dem südamerikanischen Regenwald spendiert uns die birnenförmigen grünen bis braunen Früchte, die es mittlerweile in fast jedem gut sortierten Supermarkt das ganze Jahr über zu kaufen gibt.

Über 15 Meter hoch kann so ein Baum werden. Das ist schon eine ganz stattliche Höhe! Der botanische Name lautet Persea. Die Avocado, die manchmal auch als Butterbirne oder Alligatorfrucht bezeichnet wird, ist eine Frucht, von der man sich längere Zeit ernähren kann ohne unter Mangelerscheinungen zu leiden. Das wussten auch schon die Azteken, bei denen die Avocado zu den Grundnahrungsmitteln zählte. Sie vereinigt nämlich ihren Vitamingehalt mit einer gehörigen Portion Fett, was ja sonst bei Früchten eher unüblich ist. Da die meisten Vitamine fettlöslich sind, hat hier die Natur ein wahres Meisterstück vollbracht. sozusagen ein 2 : 1-Produkt. (Wir merken, so was gibt es nicht nur als Shampoo).

Besonders wertvoll ist das Öl der Avocado. Es enthält mehrfach ungesättigte Fettsäuren, Kalium, Calcium, Eisen, Vitamin A, Vitamin B, Vitamin D, Vitamin E, Pantothensäure und Eiweiß. Avocadoöl wird besonders gern in Hautpflegeprodukten eingesetzt. Es wird sehr gut von der Haut aufgenommen und schützt mit dem hohen Vitamin E-Anteil vor freien Radikalen. (dieser Abschnitt wurde von mir teilweise recherchiert bei Megavitalshop).
So, das war ein kurzes Grundwissen über die Frucht, aus der wir uns nun eine Pflanze ziehen möchten. Dazu benötigen wir den Kern und um an den ran zu kommen, kaufen wir uns jetzt erst mal eine Avocado, deren Preis sich so um die 99 Cent bewegt. Vor dem pflanzen kommt aber zuerst das essen. Ein kurzes Rezept dazu und dann kann gegessen und gepflanzt werden.


:.:.:.:.: Erst das Essen :.:.:.:.:

1 Avocado
etwas Zitronensaft
1 zerdrückte Knoblauchzehe
Pfeffer
Salz

Avocado mit Knoblauch pürieren, den Zitronensaft einrühren und die Mischung mit Salz und Pfeffer abschmecken. Fertig ist ein toller Brotaufstrich.

So gesättigt sind wir bereit zu großen Taten und zu diesen "schreiten" wir jetzt auch.


:.:.:.:.: ...dann das Pflanzen :.:.:.:.:

Jetzt haben wir einen relativ großen, auf einer Seite spitz zulaufenden Kern. Falls noch Reste von Fruchtfleisch vorhanden sind, unter fließendem Wasser vorsichtig säubern. Der Kern kann direkt in die Erde gesetzt werden. Dazu in einen kleinen Blumentopf zuerst etwas Blähton oder Kieselsteine geben, damit das Wasser gut ablaufen kann und sich keine Staunässe bildet. Dann den Topf mit Anzuchterde (gibt's in jedem Gartenmarkt oder direkt in der Gärtnerei) auffüllen.

Der Avocadokern wird mit der Spitze nach oben in die Erde gesteckt. Circa ein Drittel Kern sollte von Erde bedeckt sein. Die Erde um den Kern herum soll immer feucht gehalten werden, aber keinesfalls so nass, das der Kern "schwimmt", dann beginnt er zu faulen und das wollen wir auf keinen Fall. Jetzt den Topf an einen hellen und warmen Platz stellen, gießen und abwarten.

Alternativ dazu kann man den Kern auch auf Zahnstocher in ein Glas mit Wasser stellen (aufpassen, das er nicht beschädigt wird). Sobald der Kern ausschlägt, kann er eingetopft und wie oben beschrieben weiter behandelt werden.

Es dauert bis zu 8 Wochen, bis sich der Kern spaltet und der erste Trieb sichtbar wird. Wenn sich erste Blättchen gebildet haben, darauf achten das der Trieb nicht zu sehr in die Länge schießt, wenn ja, kann er guten Gewissens ein Stück gekürzt werden. Jetzt kann man auch das Gießen etwas einschränken. Die junge Pflanze weiterhin hell und warm stellen, wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind, kann sie auch ins Freie.

Überwintern sollte sie allerdings wieder im Haus. Gedüngt werden sollte das erste Mal nach 4 bis 6 Monaten. Ein handelsüblicher Flüssigdünger ist ausreichend.

Leider, leider gelingt es in unseren Breiten kaum, die Avocado so weit zu bringen, dass sie auch Früchte trägt. Aber mit ihren immergrünen Blättern ist sie auch so ein schöner Anblick.
...
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Kommentare
christianpirker
christianpirker, 19.07.2009
Sehr guter Bericht! Liebe Grüße, Christian
Düsseldorf
Düsseldorf, 24.02.2009
guter bericht ! ich les gern mehr ....allgemein :
Gozo-Bernie
Gozo-Bernie, 13.02.2009
ein Gruss aus Catania - der Heimat von telestrada.it
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broadwinn

Avocado, ein unheimlicher Geschmack

ein Testbericht von 2005-03-06 16:04:09 vom 06.03.2005
Empfehlung: ja
Vorteile: guter Geschmack...
Nachteile/Kritik: bei aufzucht lange wartezeit
Die Avocado wirdb eim Züchten zuerst nur in Wasser gestellt
Danach wartet man ab bis sich die ersten blätter zeigen

Man braucht eigentlich nichts zu tun ausser ab und zu das Wasser zu wechseln

Nach einiger zeit sollte man die wurzel in erde bzw seramis setzen
um noch einen besseren effekt zu erzielen

dann sollte sie auch täglich gegossen werden

ein vorteil bei seramis : Die wasserstandsanzeige !

Um einen grossen stamm zu erhalten sollte sie auch an hellen licht stehen
...
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Ich habe zwar keinen grünen Daumen, aber...

ein Testbericht von 2003-11-11 13:40:24 vom 11.11.2003
Empfehlung: ja
Vorteile: es funktioniert, sieht schön aus...
Nachteile/Kritik: manchmal ist der Kern nicht mehr schön
Liebe Leserinnen und Leser

Ich habe zwar keinen grünen Daumen, aber es ist mir nach zwei Fehlversuchen endlich gelungen meine eigenen Avocadobäumchen zu ziehen. Die Frucht ist euch sicher bekannt, aber wusstet ihr auch, dass man aus dem Kern eine wunderschöne Zimmerpflanze (oder gar ein Bäumchen) ziehen kann? Ich habe drei Versuche gebraucht, bis es endlich geklappt hat und damit es bei euch schneller geht, habe ich bei einem mal Tagebuch geführt.

Was ist Avocado überhaupt?
*********************
Avocado kennen wir als dunkelgrüne birnenförmige Frucht. Was Stefan Raab nicht weiß, sie wird auch Butterbirne genannt, aber Ölfrucht ist wohl am geläufigsten. Doch zunächst zur Pflanze. Der lateinische Name ist Persea americana und es handelt sich um einen immergrünen Baum der aber wie ein Strauch aussieht. Ursprünglich kommt er aus dem tropischen Regenwald von Zentralamerika, aber ist heute allerorts in den Tropen/Subtropen zu finden. Er wird bis zu 20 m hoch und besitzt schöne, große, dunkelgrüne Blätter, die spitzoval und glänzend sind. Gehören tut die Avocado zur Familie der Lauraceae, also der Lorbeergewächse. Die Früchte enthalten bis zu 25 % Fett, das hauptsächlich aus einfach ungesättigte Fettsäuren besteht. Somit handelt es sich also um einen gesunden Fettspender, wenn man das Wort im Zusammenhang mit Fett überhaupt verwenden kann. Das Fruchtfleisch hat eine schöne grüne Farbe und die Schale lässt sich mühelos entfernen.


Was mache ich um eine Pflanze zu ziehen?
**********************************
Ich wollte schon immer mal aus einem Kern eine Pflanze ziehen, aber das war zu Anfang gar nicht leicht. Es gab unterschiedliche Anleitungen und nicht immer waren diese leicht verständlich. Doch erst brauchten wir den Kern. Man kauft sich beim Gemüsehändler eine Avocado (ca. 1 Euro) und schneidet diese vorsichtig auf, damit der Kern nicht verletzt wird. Küchenchefs haben die Angewohnheit das Messer in den Kern zu hacken um diesen auszulösen, aber das ist in diesem Fall nicht hilfreich. Aus dem Fruchtfleisch der Avocado mache ich eine Guacamole (Rezept am Ende des Berichts) und den Kern wasche ich gründlich ab. Dann geht es darum welche Methode man nun nimmt. So hieß es in meiner ersten Anleitung man solle in den Kern 3 Streichhölzer stecken und diesen über ein Glas mit Wasser hängen.

Nun, was macht ihr, wenn ihr das lest? Ich nahm den Kern, steckte die Hölzchen rein und hängte ihn so über das Glas, dass der Kern nicht das Wasser berührte. Irgendwie war das dann nicht richtig, denn es passierte absolut nichts, egal wie viele Tage ich auch wartete. Wer lacht denn da? Irgendwann habe ich mich dann mal schlau gemacht und mir wurde erklärt, dass der Kern ins Wasser gehängt werden muss. Ich also einen neuen Kern genommen und es noch mal versucht. Was mir diesmal keiner sagte, ist ob die Spitze des Kerns nach oben, oder nach unten zeigen muss. Natürlich hatte ich es wieder falsch gemacht. Ich finde man kann solche Anleitungen auch so schreiben, dass keine Fragen mehr offen sind.

Beim dritten mal habe ich dann alles richtig gemacht. Ich piekste 3 Zahnstocher in den Kern und hängte diesen mir der Spitze nach oben so in ein Glas mit Wasser, dass 2 Drittel des Kerns im Wasser war und das letzte Drittel, also die Spitze oben raus schaute. Dann ist Geduld gefragt. Nach ca. 4 Wochen zeigte sich die erste Reaktion, der Kern bekam einen Riss. Eine weitere Woche danach konnte man unten in dem Riss einen kleinen Keim sehen und wieder 3 Tage später war der Keim dann draußen. Nach einer Woche war er schon 1 cm lang und ich setzte den Kern dann in Erde. Ich nehme immer normale Blumenerde (20 l zu 99 Cent) und von nun an halte ich diese gleichmäßig feucht, aber nicht zu nass. Ich habe ein Ostfenster als Standort gewählt, weil pralle Mittagssonne nicht so gut ist. Wieder eine Woche danach riss der Kern auf der Seite ganz auf und 6 Tage danach lugte oben an dem Riss ein kleiner brauner Keim raus. Von da an konnte man regelrecht beim Wachsen zusehen. In einer Woche wuchs der Keim auf 3 cm und bekam ein grünes Köpfchen.

Bei 5 cm Größe nenne ich es jetzt Stamm und dieser beginnt er sich oben zu teilen und bei 8 cm hat er bereits eine grüne Spitze und 4 Verzweigungen. Nach noch mal 7 Tagen ist der Stamm 20, 5 cm und trägt 5 sehr schöne, hellgrüne Blätter. Diese sind zunächst leicht behaart, aber je größer sie werden um so glatter werden sie. Nach weiteren vier Wochen ist der Stamm nun 30 cm hoch, hat einen Durchmesser von ½ cm und ist sehr stabil. Die Blätter, 7 an der Zahl haben jetzt eine glatte Oberfläche und sind 18 cm lang und 7 cm breit. Ich setze mein Bäumchen in einen größeren Topf. Von jetzt an wird er immer größer und kräftiger und ab 1 m wirft er ein paar Blätter ab, aber das ist normal.

Ich habe schon ein paar davon verschenkt und mittlerweile glaube ich, ich habe den Bogen raus. Was ich aber heute anders mache ist, dass ich keine Zahnstocher mehr in den Kern stecke, weil es den Kern anfälliger für Bakterien macht. Ich habe ein altes Sektglas in dem kann der Kern aufrecht stehen und ich gebe so viel Wasser dazu, dass er wieder nur zu 2 Drittel im Wasser steht. Das klappt wunderbar, aber es reicht auch wenn man den Kern einfach auf die Erde zu einem anderen Blumenstock legt. Dieser muss dann nur ausreichend gegossen werden und es kann etwas länger dauern, bis der Kern keimt. In der Natur gibt es ja auch keine Zahnstocher, oder Sektgläser.

Düngen sollte man zu Beginn nicht, weil der Keim sich die nötige Nahrung aus dem Kern zieht, erst nachdem er eine Größe von 40 – 50 cm hatte, habe ich das erste Mal leicht mit einem Flüssigdünger gedüngt. Der Standort sollte hell sein, aber wie bereits erwähnt keine direkte Sonne haben. Das Avocadobäumchen ist aber nicht nur als Zimmerpflanze geeignet. Ältere Pflanzen können sehr gut im Sommer draußen stehen, aber Temperaturen unter 5 ° C sollten es nicht sein.


Guacamole
*********

Das Fruchtfleisch von 2 Avocados auslösen und zusammen mit ½ Zwiebeln, 2 Knoblauchzehen, 1 Tomate, etwas Zitrone, 2 grüne Chilischoten, Salz und Pfeffer
mit etwas Zitronensaft, Salz, Pfeffer in den Mixer geben und pürieren. Fertig.


Vielen Dank für euer Interesse, fürs Bewerten und Kommentieren
...
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enibas

Avocado: bei uns eine Grünpflanze, in den Tropen ein blühender Baum

ein Testbericht von 2003-03-03 11:55:17 vom 03.03.2003
Empfehlung: ja
Hallo, liebe Leser! Heute möchte ich euch mal über die Avocadobirne berichten.
Über 135 verschiedene Avocadoarten sind bekannt, die überall in den Tropen, am häufigsten aber in Nord- und Südamerika wachsen. Dort werden sie als Bäume bis zu 20m hoch. Ihre breiten Kronen tragen das ganze Jahr über grüne, glatte, ovale Blätter. Die Blüten sind gelbgrün, sitzen ganz oben an den Spitzen der Zweige und sollen einen betörenden Duft haben.
Die Früchte, die je nach Art zu verschiedenen Jahreszeiten reifen, können von unterschiedlichster Form, Größe und Farbe sein. Bei uns sind die birnenförmigen am bekanntesten, deren dunkelgrüne Außenhaut glatt oder genarbt ist.

Lange bevor die Europäer nach Amerika kamen, wurde die Pflanze dort schon angebaut und ihr Fruchtfleisch gegessen. Das Fruchtfleisch mit seinem nußartigen Geschmack nannte man in den Herkunftsländern "Soldatenbutter", weil es sich zwar streichen ließ, aber nicht so wertvoll wie "echte" Butter.
Von allen Früchten besitzt die Avocado den höchsten Ölanteil und Kaloriengehalt. Das Öl findet, wie überall bekannt, in der Kosmetikindustrie große Verwendung (eine Maske aus Avocadoscheiben oder Fruchtfleisch hilft gegen trockene Haut).

Ich habe nun im letzten Jahr einmal versucht eine Avocado selbst zu ziehen, nachdem man mir erzählt hat, es solle funktionieren. Ich war sehr skeptisch, habe es aber dennoch versucht. Hier nun die Vorgehensweise:
Zuerst mal sollte der Kern der Avocado nicht zu lange herumliegen, bis ihr ihn einpflanzt, denn sonst verliert er sehr schnell seine Keimfähigkeit! Zu beachten ist auch, daß das spitze Ende nach oben zeigt. Habt ihr zufällig einen Kern erwischt, der zwei runde Enden hat, dann legt ihr ihn quer auf die Erde und setzt ihn erst richtig ein, wenn sich Trieb und Wurzeln zeigen.
Man kann den Kern auch im Wasser ziehen (dies ist die Variante, die ich ausprobiert habe). Und das geht so:
Drei Zahnstocher werden vorsichtig in die Mitte des Kerns eingestochen und auf ein Wasserglas gelegt (oben auf die Öffnung). Das Wasser muß so hoch stehen, daß es den Kern nicht erreicht, aber um ihn herum soviel Feuchtigkeit herrscht, daß er nicht austrocknet. Nachca. 6 Wochen - ich hatte das Hoffen schon fast aufgegeben - da tat sich doch etwas. Der Kern weichte auf und es waren tatsächlich kleine Wurzeln zu sehen. Die beiden Kernhälften begannen sich zu trennen und gaben den Keimling frei!
Nun habe ich den Kern in einen Topf mit Erde gepflanzt - aufpassen, daß die zarten Wurzeln nicht beschädigt werden.
Nun konnte ich fast zusehen, wie der Keimling in die Höhe schoß. Aber das geht nur die erste Zeit so schnell, irgendwann ist erst mal Schluß mit wachsen.
Mein Keimling - ist jetzt ja schon eine richtige Pflanze - hat nach ca. 30cm den ersten Stillstand gehabt.

Nun noch ein paar Tips:
Selbstgezogene Avocadopflanzen schießen oft in die Höhe, ohne sich zu verzweigen. Dann zwickt ihr die Spitze ab und es bilden sich Seitentriebe.
Die Avocado sollte hell und sonnig stehen, ca. 12°C sind optimal. Bei zu großer Wärme verliert sie leider ihre Blätter.
Im Sommer ist die Pflanze sehr durstig und mit lauwarmen Duchen kann man ihr immer eine Freude machen.
Im Frühjahr die Triebe abschneiden, dann wird die Pflanze etwas buschiger im Wuchs.

So, ich hoffe ich habe euch ermutigt, auch mal eine Avocado selbst zu ziehen. Ich finde solche "Experimente" immer sehr spannend und freue mich, daß ich nun auch eine Avocado habe. Der Nachteil ist allerdings, daß man auf die duftenden Blüten und Früchte im Zimmer verzichten muß (es sei denn ihr wohnt in den Tropen).
...
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Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
skbaby

Avocadobäumchen selbstgezüchtet!

ein Testbericht von 2002-05-30 13:53:07 vom 30.05.2002
Empfehlung: ja
Also, im Voraus ist schon mal zu sagen, das klappt auf jeden Fall! Bei mir zu mindestens. Wenn man sich also überlegt hat sich so einen kleinen Baum zu züchten, dann muss man sich zuerst einmal so eine Frucht bzw. so einen Kern besorgen!
Man bekommt ihn eigentlich überall, wo es Obst und Gemüse gibt. Dann sucht man sich die Schönste aus und nimmt sie mit nach Hause. So eine Frucht ist nicht teurer als 2 Euro!
Zu Hause befreit man dann den Kern von dem Fruchtfleisch und wäscht ihn erst mal ordentlich ab! Das Fruchtfleisch könnt ihr entweder essen oder auch wegschmeißen wem es nicht gefällt!
Dann nimmt man sich ein altes aber sauberes Marmeladenglas (andere Gefäße die so ähnlich sind tun es auch) und füllt es bis zum Rand mit Wasser!
Dann wieder den Kern zur Hand nehmen und vier Zahnstocher. Den Kern mit der Spitze nach oben halten und in der waagerechten Mitte mit den Zahnstochern reinpieksen. Ungefähr einen cm. So dass sich die Zahnstocher gegenüber stehen. Wenn man nun von oben heraufschaut, bilden die Zahnstocher ein Kreuz mit diesem Kern in der Mitte!
Den durchgepieksten Kern legt ihr dann mit der Spitze nach oben auf das Marmeladenglas!
Die Zahnstocher verschaffen ihm dabei guten Halt!
Nun müsst ihr eine Weile warten bis der Kern aufplatzt und sich eine weiße Wurzel bildet!
Vergesst nicht immer schön das Wasser zu wechseln.
Als die Wurzel ungefähr drei cm lang war habe ich die Zahnstocher entfernt und ihn in einen Topf gepflanzt der bereits mit Blumenerde gefüllt war!
Die Spitze des Kerns habe ich noch herausschauen lassen, damit ich beobachten konnte, wie sich nun das kleine Stämmchen bildete. Es ist anfangs braun und dann kommen kleine grüne Knospen und daraus dann Blätter deren Farbe ich nicht genau bestimmen kann. Sie sind ein Zwischending von rot, braun und grün!
Das kleine Pflänzchen regelmäßig gießen und schön sonnig stellen, das mögen sie nämlich!
Außerdem mögen sie hohe Luftfeuchtigkeit!
Viel Spaß bei der Pflege eurer Pflanzen. Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, den möchte ich nicht länger aufhalten und nur noch sagen:
Tschüss eure Sarah!
...
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Kommentare
butterkeks
butterkeks, 30.05.2002
Hm. Traumlgt das Baumlumchen denn auch irgendwann einmal Fruumlchte?
da_sonix
da_sonix, 30.05.2002
ist das wirklcih so einfach??? muss ich mal testen....mfg sonix
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ArthurDent

Schickes grün für die Wohnung

ein Testbericht von 2002-04-29 22:01:47 vom 29.04.2002
Empfehlung: nein
Da jetzt ja hoffentlich die Tage immer grüner und sonniger werden möchte ich eine Möglichkeit vorstellen, wie man ganz einfach sich etwas erfrischend grünes in die Wohnung zaubern kann. Die Rede ist von der Züchtung einer Avocadopflanze.

Beginnen tut man indem man sich im Supermarkt eine Avocadofrucht für so ca. 2,00 DM oder um besonders Zeitgemäß zu sein für 1 EUR kauft. Man trennt den Kern vorsichtig von dem Fruchtfleisch und kann sich dann genüßlich an dieses machen. Schmeckt übrigens sehr gut mit Zitronensaft und Salz oder als Salatbeimischung.

Den Kern darf man gründlich säubern und dann in ein Eierbecher mit Wasser zur Keimung geben. Jetzt gibt es nur noch eines zu tun: nämlich geduldig sein und abzuwarten. Ab und zu kann man ja das Wasser wechseln und den Kern etwas säubern, damit dieser nicht zu schimmeln beginnt.

Wenn man dann schon glaubt, dass nichts mehr passiert spaltet sich der Kern dann doch noch und es bildet sich eine Wurzel. Jetzt ist es an der Zeit den Kern mit Wurzel in Erde einzupflanzen, wobei ich empfehle den Kern noch etwas aus der Erde hervorschauen zu lassen. Jetzt sieht man täglich einen Erfolg und man kann das kleine Pflänzchen richtig beim Wachsen beobachten. Ich empfehle die Pflanze täglich etwas mit Wasser zu versorgen, damit sie nicht austrocknet. Dieses ist meiner jedenfalls prächtig bekommen und sie wächst und wächst. Bisher hatte ich noch keine Probleme mit irgendwelchem Ungeziefer, einziger Aufwand ist mal wieder ein Umtopfen. Beim zweiten umtopfen habe ich den Kern komplett in der Erde vergraben. Es sei vielleicht noch zu erwähnen, dass die Avocado direkte Sonneneinstrahlung ziemlich gut verkraftet.

Im Winter legt sie einen kleinen Wachstumsstopp ein, also bitte nicht verzweifeln, wenn sie nicht mehr so zulegt. Jetzt wo die Tage wieder heller und wärmer werden, hat sie beschlossen wieder zu wachsen:-)

Da es jetzt vermehrt wieder viel Sonne gibt, hat sich meine Avocado wieder zum Wachsen entschlossen. Allerdings sind bei einigen Blättern braune Spitzen aufgetreten. Ich habe mich mal schlau gemacht, woran dass liegen kann. Es liegt wohl an der zu trockenen Wohnungsluft. Deshalb bekommt mein Plänzchen jetzt immer so ca 2-mal die Woche eine Dusche verabreicht, damit sie wieder prächtig gedeihen kann.

Ich kann nur sagen die Dusche hilft wunder, es kommen jetzt noch mehr Seitentriebe bei der Pflanze zum Vorschein. Ebenso tritt das Problem mit den ausgetrockneten braunen Spitzen nicht mehr auf.

Also worauf wartet Ihr noch? Viel Spaß beim Ausprobieren

Pro: billige schöne Pflanze
Kontra: braucht ziemlich viel Wasser

ArthurDent
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schraddel
schraddel, 25.03.2002
war wohl zu ungeduldig danke, es geht also doch!
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darkunit

Soldatenbutter?

ein Testbericht von 2002-04-04 20:59:03 vom 04.04.2002
Empfehlung: nein
Von spanischen Eroberern entdeckt, hieß sie früher noch Aguacate. Aber schon lange bevor die Europäer in Amerika die Avocadopflanze entdeckten, wurde sie dort angebaut und ihre Früchte gerne gegessen. Ganz früher wurde die Avocado als „Soldatenbutter“ bezeichnet, da sie sich gut streichen lässt, aber nicht so wertvoll wie die „echte“ Butter war.

Von allen Früchten überhaupt, besitzt die Avocado den höchsten Ölanteil aber auch Kaloriengehalt, leider. Ihr Öl wird oft in der Kosmetikindustrie verwendet. Wer an trockener Haut leidet, braucht die Avocado nicht essen, sondern probiert mal eine Gesichtsmaske aus Avocadoscheiben.
Das Fruchtfleisch der Avocado hat einen nussartigen Geschmack, mir selbst schmeckt sie eher nicht, da bin ich ganz ehrlich, egal welche Arten der Zubereitung ich schon ausprobiert habe, ich kann mich nicht für die Avocado begeistern.

Doch wenn sie endlich vertilgt ist, so braucht ihr den Kern nicht gleich wegwerfen, sondern man kann daraus eine attraktive Grünpflanze hervorzaubern. Allerdings sollte man das am besten gleich nach dem Verzehr tun, wegen der besseren Keimfähigkeit. Der Kern muss nicht vortrocknen wie bei der Mango. Das spitze Ende sollte nach oben zeigen, wenn kein spitzes Ende erkennbar ist, am besten einfach quer reinlegen und zu zwei Dritteln mit Erde bedecken. Schön gleichmäßig feucht halten, warm und schattig stellen. Schon bald platzt sie auf und es wird ein kleiner Keim sichtbar, der auch rasch größer wird. Die junge Pflanze wächst recht schnell, braucht aber auch viel Nahrung und sollte deshalb öfter Mal umgetopft werden.

Damit sie später dann nicht nur in die Höhe schießt, sondern auch Seitentriebe bildet, einfach mal die Spitze abzwicken.
Sie wird ca. einen Meter hoch bei uns, ich habe schon mehrere hübsche Bäumchen gezogen. Jedes Frühjahr zwicke ich die langen Triebe einfach ab, damit sie schön buschig wachsen. Sie könnten das ganze Jahr im Wohnzimmer stehen, allerdings ist es besser, wenn sie wie auch in ihrer Heimat eine kleine Pause bekommen und von November bis Februar ein wenig kühler stehen. In Nord- und Südamerika, wo die Avocado herkommt, wird sie bis zu 20 Meter hoch, blüht wie verrückt mit vielen gelbgrünen Blüten und diese duften betörend. Allerdings bei uns wird das leider nichts L keine Chance sie hier je blühen zu sehen, geschweige denn ernten zu können.

Die Avocado mag es hell und sonnig, so sie bei uns mal scheint, und liebt ein gesundes Wohnklima sprich hohe Luftfeuchtigkeit. Im Winter, ich hatte es ja schon erwähnt, sind Temperaturen von etwa 12 °C ideal, damit sie ihre Blätter nicht abschmeißt, weil es ihr zu warm ist. Das tut sie übrigens auch, wenn es ihr zu dunkel ist, sie ist da etwas ängstlich ;-)
Wenn ihre Blätter braune Spitzen bekommen, dann braucht sie entweder mehr Wasser oder sie möchte gedüngt werden. Sie mag nie austrocknen, da ist sie wirklich sehr anfällig. Kleine lauwarme Duschen mag sie sehr, am liebsten täglich und sie verträgt sich mit allen Pflanzen in ihrer Nähe.

Man könnte meinen sie ist weiblich *kicher* denn sie hat schon ein paar Sonderwünsche wegen der Temperatur und guter Erde. Doch sonst ist sie sehr einfach zu handhaben, sie ist nicht schädlingsanfällig und sehr dankbar...
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Kommentare
binal23
binal23, 16.04.2002
muszlig ich mal probieren! lg sabine
Madame
Madame, 16.05.2002
Hier an de Costa Tropical in Andalusien sind zur Zeit 2800 Hecktar Aguacate angepflanzt, von denen mann 6-8 Tonnen pro Hektar erntet. Die Beste Sorte ist die, mit der unebenen Oberflaumlche. Ein Aguacatenbaum produziert bis zu einer halben Millionen Blu
Maxilenium
Maxilenium, 05.04.2002
Schoumlner Bericht, da du sehr ausfuumlhrlcih beschrieben hast.
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Produktbeschreibung Avocado

Technische Daten und Produkteigenschaften
Avocado (Persea americana).

-Ursprungsland: Südmexiko.
Allgemeine Informationen Avocado
gelistet seit: 03.09.2003
Bewertung durch unsere Mitglieder
Produktbewertung: Kundenbewertung 4,90 / 5,00
Allgemeine Daten
Themenbereich: Zimmer-/ Zierpflanzen 
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