Azure Dreams Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Bewertung (3.9 von 5)
von 100% aller Autoren empfohlen (6/6).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
interessante Spielidee | zum Anfang hin doch recht anspruchsvoll, jedoch ohne unnötigen Klimbim | Suchtfaktor | Sound | die nicht völlige Eingeschränkheit bezogen auf den weiteren Verlauf | ..
Niedliche Aufmachung, freie Gestaltung des Heimatdorfes, Suchtfaktor beim Sammeln im Turm, hohes Maß an spielerischer Freiheit, interessante Spielidee
Nachteile/Kritik
an der Grafik merkt man dem Spiel an, aus welchem Jahr es stammt | irgendwann wird man durch Erfahrung besser und das Ganze automatisch einfacher => was den Reiz etwas nimmt | ..
Einstieg kann etwas frustrierend sein
Etwas enttäuschende Begleitmelodien, spärliche Soundeffekte, phasenweise vielleicht doch etwas monoton
Das Mitglied ist nicht mehr auf Yopi.de aktiv.
..vom etwas anderen Tamagotchi
ein Testbericht von colada19852004-09-29 11:36:15vom 29.09.2004Empfehlung: ja
Vorteile: interessante Spielidee | zum Anfang hin doch recht anspruchsvoll, jedoch ohne unnötigen Klimbim | Suchtfaktor | Sound | die nicht völlige Eingeschränkheit bezogen auf den weiteren Verlauf | .....Nachteile/Kritik: an der Grafik merkt man dem Spiel an, aus welchem Jahr es stammt | irgendwann wird man durch Erfahrung besser und das Ganze automatisch einfacher => was den Reiz etwas nimmt | ..
heute möchte ich euch über eines meiner ersten und liebsten Konsolenspiele überhaupt berichten. Es handelt sich dabei um eine Art Strategiespiel für die PSX.
~ Übersicht ~
01. Vorgeschichte
02. Handlung
03. die beiden Areale
a) Heimatdorf
b) Monsterturm
04. Schwierigkeitsgrad
05. Steuerung
06. Grafik
07. Sound
08. Kamera
09. Durchhaltevermögen
10. Besonderheiten
11. Preis & Erhältlichkeit
12. Zusammenfassung auf einen Blick
13. Fazit
+> Vorgeschichte
Seit vielen Jahren nenne ich mich stolze Besitzerin einer PSX, auch wenn sie mittlerweile als veraltet gilt. Dementsprechend habe ich noch genügend Spiele zur Auswahl, wobei wirklich alle Bereiche vertreten sind, wenn auch Rollenspiele klar überwiegen. Momentan habe ich wieder etwas mehr Zeit, die meine Liebe zur Konsole neu entfachte. Deshalb dachte ich mir, wieso sollte ich mich nicht mal in dieser Kategorien austoben?!? Nun ist es soweit, wobei ich mit dem 1997 im Handel erschienenen "Azure Dreams" starten möchte, da es sich seit mindestens fünf Jahren in meinem Besitz befindet.
++> Handlung
Es dreht sich Alles um einen jungen Mann, der in einem kleinen Dorf lebt und sehnsüchtig seiner mit 15 Jahren beginnenden Volljährigkeit entgegenfiebert. Denn erst ab dann ist es ihm gestattet, den gefürchteten Monsterturm am Rande des Dorfes zu betreten. Das bedeutet nicht nur die Möglichkeit, die unterschiedlichsten Schätze zu entdecken, sondern auch eine eventuelle Aufklärung über den Verbleib seines Vaters, der vor vielen Jahren von einer Erkundungstour im Turm nicht mehr zurückkehrte.. Endlich ist der Tag da und ihr schlüpft in die Rolle des jungen Helden. Nun bloss das Erbstück des Vaters - ein magisches Halsband, welches euch ermöglicht, Monster zu zähmen - geschnappt und das Abenteuer kann beginnen!
+++> die beiden Areale
Anders als bei anderen mir bekannten (Rollen)Spielen gibt es hier lediglich zwei Orte, an denen sich das Geschehen abspielt. Für manchen Leser mag das nun langweilig klingen, dass man von der Außenwelt nichts mitbekommt, aber das ist nunmal das Besondere an "Azure dreams" und solche Kleinigkeiten schieben sich schon bald in den Hintergrund, da sie vergleichsweise einfach unnötig sind.
a) Heimatdorf
Zum Einen wäre das Dorf Monsbaya zu nennen, in dem unser Held - also ihr - lebt und wo auch nach einem längeren Vorspann, den man sich unbedingt ansehen sollte, Alles beginnt. Dort hat man dann die Möglichkeit mit den unterschiedlichsten Personen zu reden. Das erscheint vielleicht anstrengend, aber man erhält die eine oder andere nützliche Information für den gefürchteten Turm. Außerdem erfährt man, dass die Einwohner über euren großen Traum Bescheid wissen, euch aber nicht ernst nehmen. Immerhin gibt es viele Schaumschläger und der Turm scheint es wirklich mitsamt seinen Gefahren in sich zu haben, wenn selbst euer Vater verschollen ist! Doch das Gerede der Anderen sorgt bloss dafür, dass ihr beschliesst es ihnen mal so richtig zu zeigen! - Und siehe da: bereits nach einigen mit kleinen Erfolgen gekrönten Ausflügen in den Turm, verändern sich die Aussagen und Einstellungen der Einwohner euch gegenüber bereits ein bisschen, um nicht zu sagen, sie entwickeln sich weiter.. Und damit meine ich nicht nur, dass man euch plötzlich ganz andere Dinge erzählt, heimliche Wünsche äußert und auch das weibliche Geschlecht auf euch aufmerksam
wird..
b) Monsterturm
Er befindet sich am oberen Rande des Dorfes und besteht aus mehreren Ebenen, die wie eine Art Labyrinth gehalten sind. Überall befinden sich sowohl unterschiedlichste Schätze, als auch Monster oder gar deren Eier! Erstere gilt es einzusacken, Zweitere natürlich zu bekämpfen ohne zu sterben und Letztere ebenfalls erstmal mitzunehmen. Zuhause im Dorf kann man dann immernoch entscheiden, ob man sie nun verkauft oder ausbrütet, um ein Monster zu zähmen, was dann zukünftig für und mit dem Helden zu kämpfen hat.
Zusätzlich wäre noch zu sagen, dass es auf jeder Ebene einen bestimmten Punkt gibt, der einen zur Nächsthöheren bringt. Je nachdem, wie gut man (Lebensenergie, eigene Monster, Waffen, ..) ist, kann man hier entscheiden, ob man schnell von Ebene zu Ebene steigt oder sich auch mal mehr Zeit lässt, um eine ganze zu erkunden und eventuell so richtig abzusahnen. Man sollte sich das aber nicht zu einfach vorstellen, da mit der Ebene auch die Gefährlichkeit der gegenerischen Monster steigt! So wird es dem Helden erschwert, Schätze zu suchen, beliebter zu werden und das Geheimnis um seinen Vater zu lösen..
Zum Kampf mit dem Gegner kommt es übrigens, wenn man fröhlich durch die Gegend läuft und ein böses Monster den Helden entdeckt. Man kann aber auch selbst angreifen, was ganz einfach geht, wenn auch etwas makaber: und zwar drückt man die gleiche Taste wie wenn man mit einem Dorfbewohner spricht! Auf jeden Fall wird dann letztendlich in einen rundenbasierten Modus gewechselt, wobei die Kontrahenten nach und nach am Zug sind und das Spiel somit nicht allzu hektisch wird.
Letztlich möchte ich noch etwas zum Thema Turm verlassen oder auch sterben sagen. Bei "Azure dreams" ist es zwar leicht möglich in den Turm zu gelangen, aber die Flucht gestaltet sich dann doch schon ein Stück schwieriger. Dazu benötigt man nämlich einen sogenannten Windkristall, den es erst einmal auf irgendeiner Ebene zu finden und letztlich noch im richtigen Moment zu benutzen gilt. Tut ihr das nicht oder nicht rechtzieitg, gelangt ihr früher oder später an den Punkt der totalen Erschöpfung. Aber keine Angst, das Spiel ist hier nicht vorbei. Stattdessen wacht ihr im Bett eures Heims auf - alle gesammelten Schätze und Monstereier sind natürlich futsch! Da rackert man sich ab, arbeitet sich ein Stück mehr nach oben als noch letztes Mal und dann sowas - gemein, oder?
++++> Schwierigkeitsgrad
Mir persönlich ist es wichtig, dass in diesem Bereich ein gutes Mittelmaß gefunden wird. Finde ich es doch wenig prickelnd, wenn ein Spiel total billig ist, sodass ich mich gar nicht richtig anstrengen brauche und sich schon bald Langeweile einstellt. Aber das krasse Gegenteil brauche ich auch nicht haben! Nämlich ein Game, welches wirklich unlösbar scheint und von keinerlei Erfolgserlebnis geprägt ist. Also beispielsweise, wenn man trotz größter Anstrengung ein Rätsel auch beim dutzendsten Versuch nicht lösen kann oder beim Kampf gegen einen Gegner mal wieder "stirbt".
Bei diesem Rollenspiel ist es anfangs schon teilweise etwas deprimierend, wenn man noch ein kleiner, unwissender Junge ist und sich in den Monsterturm begibt, um dort zu kämpfen. Die Lebensenergie ist nicht sonderlich hoch, man kennt sich nicht aus und die Gegner scheinen unbesiegbar. Außerdem findet sich irgendwie nie im richtigen Moment ein Windkristall! Aber mit der Zeit verwandelt sich der Frust in Lust, spätestens bei den ersten kleinen Erfolgen, wenn sich dann unter anderem die Dorfbewohner von ihrer besseren Seite zeigen oder man einer tollen Frau näherkommt und die anderen Typen einen beneiden.
Die Relation im Bereich Schwierigkeitsgrad ist meiner Ansicht nach hier dennoch nicht sonderlich stimmig, weshalb ich mich auch unten im Auswahlmenü letztlich für Fortgeschrittene entschieden habe, da die Anforderungen an den Spieler einfach schwanken und mit der Zeit wachsen. Wie gesagt, anfangs scheint einen Alles zu erschlagen, aber mit der Zeit wird man erfahrener und einfach besser, sodass einem manches Monster doch eher ein mitleidiges Lächeln entlockt, als das es Angst vor dem Tod alias der Erschöpfung ausruft oder ähnliches! Den Machern gelingt es aber dennoch, dass sie nicht die Zügel aus der Hand geben, was an den unterschiedlichen Ebenen im Turm liegt. Zwar mutieren die ersten recht bald zum Kinderspiel, aber bevor man dann droht, überheblich zu werden, wird man schnell auf einer höheren Ebene wieder auf den Boden der Tatsachen und manchmal auch das eigene Heim zurückgeholt. Hier drohte eine gute Idee zu kippen, aber die Kurve hat man noch bekommen, schön!
+++++> Steuerung
Hier eröffnen sich keinerlei Probleme. Nicht nur, dass die Tastenbelegung klug und einfach sinnig ausgewählt wurde, nein, auch bei anfänglichen Bedenken braucht man nicht verzweifeln, da es ja noch nicht sofort in den Turm geht. Ich für meinen Teil habe mich erstmal im Dorf umgesehen und die Einwohner angesprochen, nicht nur wegen den Informationen, sondern auch um mich an die Steuerung zu gewöhnen. Immerhin wäre es nicht sehr vorteilhaft, wenn man dann im Turm ist, die falschen Knöpfe betätigt und sich anschließend wundert, da man wieder Zuhause im Bett liegt.. Schon nach kurzer Zeit war die Gewöhnungsphase auch schon vorbei, wobei mich selbst die mit der Zeit vielfältigeren Möglichkeiten für mich und meine Monster nicht durcheinander bringen konnten. Man muss also kein Genie sein oder gar Erfahrungen im Bereich Rollenspiel der PSX gesammelt haben, um bei "Azure dreams" problemlos durchzusteigen und vollends geniessen zu dürfen!
++++++> Grafik
Es gibt bessere Vorzeigebeispiele, ganz klar. Ich denke da an die Final Fantasy-Gamereihe, bei der mit der Zeit aus kleinen klobigen Dingern richtiggehend Menschen wurden, bei denen sogar die Haare perfekt und einfach echt wirken! Da ich aber bedenke, dass dieses Spiel im Jahre 1997 auf den Markt kam und man dementsprechend einfach keine neumodische, aktuelle Darstellung erwarten kann, schraube ich meine Erwartungen einfach etwas herunter. So bleibt nur zu sagen, dass vor allem der Hauptcharakter und ein Großteil der Dorfbewohner schlichtweg auf niedlich getrimmt sind. Ebenso manche Monster! Hier wurde ganz einfach auf Anderes Wert gelegt und das ist die Spielidee, wie ich meine. Darum gibt es von mir noch ein knappes "gut", da der Bereich Grafik kein Totalausfall, aber eben auch nicht sonderlich spektakulär ist.
+++++++> Sound
Schwer zu beschreiben wieso, aber die musikalische Untermalung passt einfach perfekt zur Geschichte und den jeweiligen Situationen! Okay, mit der Zeit kennt man beinah das gesamte Repertoir, aber das macht nichts, da der Sound einfach auf fröhlich getrimmt ist und wirklich passend ausgesucht wurde. Da besteht beispielsweise ein Unterschied, ob man nun im Dorf oder dem Turm ist, was ich sehr gute finde. Es würde irgendwie unglaubwürdig wirken, wenn im Turm die gleiche Atmosphäre wie in der friedlichen Heimat herrsche. Und auch wenn der Held mal wieder mit einer holden Maid zu tun hat, sorgt der Sound dafür, dass man das eigentliche Gespräch gar nicht mehr braucht. Klasse!
++++++++> Kamera
Einige Macher solcher Konsolenspiele scheinen diesen Bereich extra so zu drehen, dass der Spieler verwirrt oder gar abgelenkt wird. So wirkt es zumindest manchmal auf mich, wenn ich die gewählte Perspektive so manchen Games genauer betrachte. Als hätte der Gegner absichtlich eine bessere Sicht, damit gar nicht erst die Möglichkeit besteht, dass man ihn besiegen kann. So etwas nagt aber auch an dem Spielspaß! Gottseidank ist das in diesem Fall nicht so - ganz im Gegenteil. Dabei sollte man bei den Labyrinthen im Monsterturm doch eine unübersichtliche, schlecht gewählte Kameraführung vermuten..
+++++++++> Durchhaltevermögen
Puh, schwere Entscheidung. Zum Einen geht von "Azure dreams" ein großer Suchtfaktor aus, der sich in der Zeit entwickelt, in der man die ersten kleinen Erfolge aufweist: eine Ebene höher gekommen als noch das vorherige Mal, den Windkristall gefunden und somit alle Schätze behalten, .. in mir weckte dieses Rollenspiel einfach den Drang, besser zu sein, höher zu kommen, mehr zu finden, usw. Das wiederum führte dazu, dass öfter oder mehr - je nachdem - Zeit in dieses Game investieren musste. Aber hey, die verflog auch unbemerkbar wie im Fluge! Und es war ein nettes Gefühl, die Früchte der investierten Arbeit zu geniessen.
Auf der anderen Seite stehen klar die Monotonie und die Tatsache, dass man mit der Zeit nunmal erfahrener und besser wird und die gestellten Aufgaben und die Monster, die es zu besiegen gilt, einfach nicht mehr unerreichbar scheinen und so doch schnell gelöst oder eben erledigt sind. Dadurch kann sich teils schon eine Art Langeweile einstellen. Mit Monotonie meine ich, dass es eigentlich nunmal doch das Gleiche ist, was es zu machen gilt. Auf in den Turm, wie immer in der ersten Ebene begonnen und dann zusehen, dass man so weit wie möglich kommt. In Phasen, wo man lediglich Geld herbeizuschaffen hat (für was verrate ich an dieser Stelle mal nicht), kann einen ganz schön nerven, dass man irgendwie auf der Stelle geht und nicht wirklich weiterkommt. Entweder man bekämpft diese Tatsachen, indem man sich an anderen interessanten Fakten des Spiels hochzieht oder man ergibt sich ihnen und lässt das Spiel bleiben. Das wäre dann aber doch recht schade, da man unter anderem Folgendes verpassen würde - die ... =>
++++++++++> Besonderheiten
Davon gibt es mehrere, wobei ich gern einmal auf zwei näher eingehen möchte. Nennenswert ist für mich beispielsweise die Tatsache, dass sich der Turm und somit jede Ebene in ihm, immer wieder neu gestaltet. Augenommen ist da die zweite, in welcher unser Held immer auf eine Person aus dem Dorf trifft, aber auch dieses Ereignis hat seinen Sinn. Identisch ist der Aufbau auch hier nicht ganz, aber im Vergleich zu den anderen Ebenen lässt sich doch eine Ähnlichkeit finden. Ansonsten ist es so, dass niemals ein Monster, ein Schatz oder ein Ei an derselben Stelle zu finden ist, wie vorheriges Mal. Das finde ich wirklich gut, da die Macher somit für Abwechslung sorgen und das man als Spieler es dann doch nicht ZU leicht hat. Ansonsten könnte man das Spiel ein Mal durchspielen und müsste es dann nie wieder auch nur mit dem Hinterteil ansehen!
Desweiteren gebe ich jetzt ein Stück Geheimnis preis, wenn ich verrate, dass es nach dem eigentlichen Ende des Spiels mit Abspann und Co. durchaus noch nicht vorbei ist! Aber ich muss es einfach sagen, da ich bisher in meinem jungen Leben noch kein anderes Spiel kenne, wo dies der Fall ist und es mir durchaus gefällt. So hat man die Möglichkeit noch weiter zu machen, beispielsweise Eier zu sammeln, Monster zu zähmen und und und. Natürlich kann man es auch ganz normal handhabe und die Konsole ausschalten, sobald man gewonnen ist. Auf jeden Fall gewährt das dem Spieler ein gewisses Stück "Freiheit", weil Jeder es so tun und lassen kann, wie er mag und das ist meiner Meinung nach eine gute Sache.
++++++++++++> Preis & Erhältlichkeit
Da ich "Azure dreams" vor Jahren geschenkt bekommen habe, wusste ich auf dem Sektor natürlich überhaupt nicht Bescheid, aber ich habe mich einfach mal für euch informiert. Dabei habe ich übrigens entdeckt, dass es von dem Spiel auf eine Version für den Gameboy Color gibt, zu welcher ich natürlich nichts sagen kann, da sich mein Beitrag lediglich auf die für die PSX beschränkt. Auf jeden Fall ist das Game beispielsweise bei amazon.de für einen Preis ab 44 Euro erhältlich. Zwar gefällt es mir alles in allem, aber das finde ich doch recht happig! Ich würde euch einfach empfehlen, es euch schenken zu lassen, auszuleihen oder mal bei ebay zu überprüfen, ob es Jemand versteigert. Ich konnte da Angebote ab 4.50 Euro entdecken. Eine dieser Möglichkeiten lohnt sich eher!
+++++++++++> Zusammenfassung
~PRO~
• Grundidee des Spiels
• Handlung
• zum Anfang hin doch anspruchsvoll
• Steuerung leicht handzuhaben
• gut ausgesuchter, passender Sound
• die Grafik macht ohne Klimbim auf sich aufmerksam
• am Ende ist es noch nicht vorbei
...
~KONTRA~
• eben doch Grafik aus dem Jahr '97
• teils schwankender Schwierigkeitsgrad
• bald stellt sich Monotonie ein
• und der Reiz schwindet
+++++++++++++> Fazit
Mit gutem Gewissen vergebe ich insgesamt drei von möglichen fünf Sternen an das durchaus interessante Rollenspiel "Azure Dreams", was mir größtenteils wirklich Spaß gemacht hat. Es ist eines der Games, für welches man sich ein Mal so richtig nehmen mag, um es ganz durchzuspielen, es dann in die Ecke legt und nach Monaten oder Jahren wieder hervorkramt, weil die Lust plötzlich wieder da ist! Ganz gut, da sich so gar ein Kauf lohnt ^^ Eine Empfehlung spreche ich besonders an Personen aus, die gern mal eine etwas andere Spielidee er- und ausleben wollen und nicht allzu viel Wert auf eine professionelle, grafische Darstellung legen! An dieser Stelle wünsche ich viel Spaß und gutes Durchhalten und bedanke mich auch an dieser Stelle wieder für die Aufmerksamkeit.
ein Testbericht von Yasmeen2006-10-24 19:25:22vom 24.10.2006Empfehlung: ja
Vorteile: Niedliche Aufmachung, freie Gestaltung des Heimatdorfes, Suchtfaktor beim Sammeln im Turm, hohes Maß an spielerischer Freiheit, interessante Spielidee...Nachteile/Kritik: Etwas enttäuschende Begleitmelodien, spärliche Soundeffekte, phasenweise vielleicht doch etwas monoton
Um ein bisschen Abwechslung in meine Videospielrückblicke zu bringen, habe ich mir jetzt einmal ein Spiel aus einem Genre herausgekramt, mit dem ich vergleichsweise wenig zu tun hatte. „Azure Dreams“ gehört nämlich zur Gattung der Rollenspiele, welche generell immer sehr viel Zeit für sich beansprucht, über 50 Stunden Spielzeit sind da keine Ausnahme. Nur selten konnte ich soviel Zeit für ein einziges Spiel aufbringen und daher muss es sich dann auch wirklich um ein interessantes sogenannten „Role Play Game“ handeln, wenn ich mit ihm derart viel Zeit verbringe. Dieses RPG gehört jedenfalls in meinen Augen zu genau diesen Spielen und was mir an ihm besonders gut gefiel, was eventuell noch besser hätte gemacht werden können und ob es auch heute noch zu empfehlen ist, erfahrt Ihr jetzt.
Es muss in etwa im Jahr 2000 gewesen sein, als ich zum ersten Mal Kenntnis von diesem Rollenspiel nahm, einer meiner Brüder hatte es sich gekauft und ziemlich genau 40 DM dafür bezahlt, heute dürftet Ihr es sogar für weniger als die Hälfte bekommen, glaube ich. Jedenfalls wurde dieses RPG völlig ins Deutsche übersetzt, was ja bei den Rollenspielen ganz sicher keine Selbstverständlichkeit ist. Somit kommen auch die jüngeren Videospieler als Zielgruppe in Betracht, wenn diese sich auch in der Regel lieber noch nicht mit diesem Genre beschäftigen, sondern sich lieber prügeln, hüpfen oder um die Wette rasen. Egal, die Geschichte von Azure Dreams ist jedenfalls ziemlich schnell erzählt.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht ein mysteriöser Turm, welcher sich vor den Toren unseres Heimatstädtchens befindet. Dieser Turm besteht aus unzähligen Stockwerken, die einige Schätze in sich bergen aber auch voller Gefahren stecken, was mich als Abenteurerin natürlich nicht abschrecken konnte, ich wollte auf jeden Fall so schnell wie möglich in ihn hinein. Es existiert dabei eine Gruppierung, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Monster zu zähmen. Mutig wie diese Menschen sind, suchen sie in dem sagenumwobenen Turm nach Eiern von Ungeheuern, um diese dann wieder in speziellen Läden verkaufen zu können. So können diese Monsterzähmer nach und nach Reichtümer anhäufen, allerdings passiert es immer wieder, das der ein oder andere Jäger nicht mehr wieder heil aus dem Turm zurückkommt, öfters einmal spurlos verschwunden bleibt. Als Alternative zum Verkauf dieser Monstereier gibt es noch die Möglichkeit, diese selber aufzuziehen, regelmäßig stehen die geschlüpften kleinen Monster Euch dann als treue Kampfgefährten zur Seite. Die Entscheidung wie Ihr mit den gefundenen Eiern denn nun verfahrt, liegt das gesamte Abenteuer über ganz allein bei Euch. Unser Vater war einst ein solcher Monsterzähmer, doch leider gehörte auch er zu denjenigen, die eines Tages nicht wieder aus dem geheimnisvollen Turm zurückkehrten. Als fünfzehnjähriger Jüngling greifen wir uns dann das magische Halsband unseres verschollenen Vaters und machen uns auf die Suche, ignorieren dabei die vielen Warnungen, welche die Einwohner unseres Dorfes uns gegenüber aussprechen, denn wir müssen der Sache unbedingt nachgehen. Zudem werden wir zu Beginn der Geschichte nicht besonders ernst genommen, aber glaubt es mir, dies wird sich im weiteren Verlauf des Spiels noch gehörig ändern.
Wir machen uns also auf
die Jagd nach Schätzen, Anerkennung und Ruhm, schnell merken wir allerdings, dass die Anforderungen im Turm doch sehr hoch sind, auch schon in den ersten Etagen. Oft erreichen wir nach nur wenigen Minuten nur mit letzter Kraft den Ausgang und schleppen uns so gerade eben noch ins Dorf. Unser Wille bleibt jedoch ungebrochen, es muss weitergehen. Unterstützung haben wir übrigens auch, denn ein unserem Vater früher treu ergebenes Monster steht uns von der ersten Minute an bei. In den zahlreichen Kämpfen kommen dann rollenspieltypische Elemente zur Geltung, denn sowohl wir als auch unsere Kampfgefährten (die wir im Laufe der Zeit um uns scharen können) nehmen an Erfahrung zu, steigen Level für Level auf, werden somit stärker und gewinnen neue Talente. Trotzdem stellen die zahlreichen Monster im Turm auch noch nach vielen Stunden eine sehr ernstzunehmende Gefahr dar, die Kämpfe laufend dabei übrigens nicht in Echtzeit ab, sondern rundenbasiert, das heißt, dass jeder nacheinander an die Reihe kommt, Hektik somit hier ein Fremdwort sein dürfte. Oft fühlte ich mich relativ stark und dachte, dass ich nun die Sache ganz gut im Griff hätte, wurde aber dann ziemlich oft eines Besseren belehrt und sank in einem Kampf „ohnmächtig“ in mich zusammen. Nach einem solchen unglücklichen Moment wachen wir dann wieder in unserem Dorf auf, sämtliche kurz zuvor erworbenen Schätze sind dann leider verschwunden, aber dies ist ja auch nur gerecht. Lediglich unser jeweiliger kleiner Begleiter ist dann tatsächlich etwas stärker geworden, wir sind hingegen genauso geblieben wie zu dem Zeitpunkt des letztmaligen Betreten des Turms, vorausgesetzt, Ihr habt vorher brav gespeichert, was eigentlich Standard sein sollte.
Die einzelnen Etagen des Turms variieren andauernd, das fand ich sehr gut. Betretet Ihr nach einer kleinen Tour durch Euer Dorf den Turm erneut, sieht kein Stockwerk mehr so aus wie vorher, mit jedem Betreten generieren sich die Etagen praktisch neu, wofür ein Zufallsverfahren verantwortlich ist. Pro Etage müsst Ihr unbedingt einen Ausgang ausfindig machen, welcher Euch dann ins nächste Stockwerk befördert. Ebenso wichtig ist es, einen Windkristall zu finden, ohne einen solchen könnt Ihr nämlich nicht den Turm verlassen. Findet Ihr also einen solchen Kristall nicht, werdet Ihr früher oder später erschöpft zusammenbrechen und Eure ganzen Mühen waren umsonst. Interessant ist eben, dass Ihr es in der Hand habt, solltet Ihr einen Windkristall während einer Erkundungstour gefunden haben, wann Ihr ins Dorf wieder zurückkehrt. Es ist somit immer eine Art Vabanquespiel, wann Ihr den Rückzug antretet, je nachdem ob Ihr noch ein bisschen die Umgebung erkunden und weitere Schätze finden oder doch lieber schnellstmöglich nach Hause zurückkehren wollt. Sied Ihr wieder zu Hause und betretet daraufhin erneut den Turm, müsst Ihr natürlich wieder einen Windkristall finden, denn bei jedem Verlassen des Turms ist ein solcher Kristall verbraucht. Das gefiel mir unheimlich gut und sorgte für stundenlange Spannung. Öfters kam es einmal vor, dass ich mir dachte „nur noch eine Etage und dann höre ich erst einmal auf, schließlich habe ich ja genug eingesammelt“ und dann doch das Risiko nicht scheute und das nächste Stockwerk betrat, manchmal leider auch mit fatalen Folgen. Dieser spielerische Freiraum, der mir in Azure Dreams gewährt wurde, war einfach klasse und sorgte für eine hohe Motivation, löste sogar so eine Art Sucht bei mir aus.
Zentrum meiner Begierde waren natürlich die Monstereier, welche für ein nicht zu unterschätzendes taktisches Element sorgten. Bevor ich nicht mindestens eines gefunden hatte, wollte ich später nur sehr ungerne den Turm vorzeitig verlassen. Außerdem trieb ich mich selber immer mehr dazu an, noch eine Etage zu erforschen und dann noch eine und noch eine usw. Übrigens könnt Ihr während eines Durchgangs immer nur ein Monster bei Euch haben, welches mit Euch auf die Reise geht, entscheidet Ihr vor dem Betreten des Turms. Zusätzlich gibt es die interessante Möglichkeit, zwei Monstereier zu einem einzigen verschmelzen zu lassen, so dass sich zahlreiche Kombinationsmöglichkeiten ergeben. Manchmal bringt dieses Verschmelzen rein gar nichts, doch ab und zu entsteht durch diese Symbiose ein sehr starkes oder zumindest nützliches Monster, welches Ihr dann sofort in Euren Rucksack packt, um seine Stärken auf Eurer nächsten Erkundungstour im Turm ausgiebig testen zu können. Doch es gab noch einen ganz anderen Punkt im Spielverlauf von Azure Dreams, der mir außerordentlich gut gefiel.
Möglicherweise wird Euch das Spiel nach der 35.Erkundungstour im x-ten Stockwerk irgendwann einmal doch ein bisschen langweilig, zumindest im Ansatz. Trotz der Tatsache, dass sich die Etagen immer wieder neu arrangieren und es sehr viele interessante Gegenstände zu entdecken gibt, könnte es möglich sein, dass sich bestimmte Rituale vermehrt wiederholen. Und genau gegen diese eventuell aufkommende Langeweile haben sich die Entwickler dieses Spiels etwas in meinen Augen sehr Gutes einfallen lassen. Dies betrifft die Begebenheiten in Eurem Heimatdorf. Ihr könnt nämlich die Gestaltung Eures Dorfes nach und nach verändern. Seid Ihr immer öfter auf Euren Touren im Turm erfolgreich gewesen, häuft Ihr nämlich nach und nach einen gar nicht einmal so geringen Betrag an Goldmünzen an, die Ihr dann sinnvoll in den Aufbau Eures Städtchens investieren solltet. Zahlreiche Möglichkeiten der Umgestaltung stehen Euch dabei offen, auf die ich jedoch aus hoffentlich verständlichen Gründen jetzt nicht im Detail eingehen möchte.
Der Clou ist jedenfalls dabei, dass die Gespräche mit der Bevölkerung auf einmal ganz anders verlaufen, Euch eine viel höhere Beachtung geschenkt wird als noch zu Beginn des Spiels. Viele Leute werden auf einmal viel freundlicher zu Euch oder schleimen sich sogar richtig ein, wo sie doch früher sich sehr abweisend Euch gegenüber verhielten. Der Anstieg Eures Bekanntheitsgrades, die Auswirkungen des frisch erlangten Ruhmes und die plötzlich doch sehr große Anerkennung in den unterschiedlichen Bevölkerungsschichten sind unverkennbar. Legt Ihr zunächst nicht allzu viel Wert auf die Akzeptanz unter den Leuten, macht Ihr es Euch erst einmal zu Hause so richtig gemütlich und richtet Euer Häuschen erst einmal nett mit neuen Möbelstücken oder Gemälden ein. Habt Ihr eine soziale Ader, spendiert Ihr Eurem Städtchen ein nagelneues Krankenhaus, doch dies bleibt ganz allein Euch überlassen, zu keinem Zeitpunkt werdet Ihr vom Spielverlauf her in eine bestimmte Richtung gedrängt, das ist einfach super. Trotzdem muss ich ehrlicherweise zugeben, dass der Spielverlauf im Großen und Ganzen doch linear verläuft, denn irgendwann einmal müsst Ihr an einem bestimmten Zeitpunkt etwas Bestimmtes tun, ansonsten geht die Geschichte nicht weiter. Doch immerhin dürfen wir viel in die Breite spielen und das ist doch schon einmal etwas, finde ich.
Was die grafische Gestaltung dieses Abenteuers angeht, so haben sich die Entwickler zwar ganz sicher nicht verausgabt, doch enttäuscht war ich von der Grafik wiederum auch nicht. Insgesamt wird Euch das Spielgeschehen in sehr bunten Farben präsentiert, bei Gesprächen werden die Spielfiguren am Rand sehr groß eingeblendet, was fast immer sehr niedlich aussieht und stark an den Manga-Anime-Look erinnert. Überhaupt ist dieses Spiel sehr auf „süß“ und „niedlich“ getrimmt und sollte wohl in erster Linie gerade die jüngeren Videospieler ansprechen, um diesen auch endlich einmal die Scheu vor dem Genre der Rollenspiele zu nehmen. Im Turm selber ist die Grafik sehr zweckmäßig gestaltet, was bedeutet, dass Ihr nichts Spektakuläres zu sehen bekommt (erst recht keine Filmsequenzen), aber dafür nie den Überblick verliert. Die einzelnen Spezialeffekte wie Licht, Feuer und Blitz sind ganz nett anzuschauen, rissen mich aber auch nicht wirklich vom Hocker. Die Hintergründe sehen allerdings fast immer gleich und zugegebenermaßen auf Dauer auch etwas eintönig aus, was natürlich daran liegt, dass wir uns das gesamte Abenteuer über immer entweder im Turm oder in unserem Heimatdorf aufhalten und nirgendwo anders. Das Heimatdorf selber sieht dabei allerdings eine Klasse besser aus als die Gebiete im Turm, das war für mich ganz eindeutig. Von der Begleitmusik bin ich etwas enttäuscht worden, hier hätte ich mir doch ein bisschen mehr Abwechslung gewünscht, ganz besonders gilt dies für die nur sehr spärlich auftretenden Soundeffekte. Gerade bei Rollenspielen, wo ich doch in eine schöne Fantasy-Atmosphäre eintauchen möchte, erwarte ich da doch deutlich mehr, da ist mir der Sound fast noch wichtiger als die Optik. So muss ich zumindest in diesem Punkt leider eine unterdurchschnittliche Bewertung erteilen, was eigentlich sehr schade ist.
Alles in allem ist Azure Dreams auch heute noch eine Empfehlung wert, ich halte es sogar nicht nur für ein interessantes sondern klar überdurchschnittliches Rollenspiel. Dies liegt besonders an der zuckersüßen Aufmachung, einer spannenden Spielatmosphäre und nicht zuletzt an der Möglichkeit, die mich begleitenden Monster völlig frei wählen zu können. Extrem gut gefallen hat mir die Tatsache, dass ich mein Heimatdorf nach und nach verändern kann, wobei mir im weiteren Verlauf des Spiels die Einwohner auf einmal auf eine völlig andere Art und Weise begegneten. Allein das fand ich klasse. Dazu kam dann noch ein nicht zu unterschätzender Suchtfaktor, der durch das ewige Einsammeln, das manchmal verzweifelte Suchen nach dem Windkristall beziehungsweise dem Ausgang, die nicht zu unterschätzenden Gegner und die sich immer wieder neu generierenden Etagen ausgelöst wurde. Möglicherweise ist dem ein oder anderen Videospieler das ganze Rumsuchen im Turm auf Dauer zu monoton und langweilig, doch das ist sicher Geschmackssache, bei dem Preis mittlerweile geht Ihr jedenfalls meiner Meinung nach kein allzu großes Risiko mehr ein. Fast wäre Azure Dreams durch die etwas müden Begleitmelodien und spärlichen Soundeffekte noch in den Durchschnittsbereich abgerutscht, doch das sehr interessante und zumindest für ein paar Wochen süchtig machende Gameplay verhindert dies zum Glück, das meine ich jedenfalls.
...
ein Testbericht von himmelssurfer2004-07-28 00:15:22vom 28.07.2004Empfehlung: ja
Vorteile: einzigartiges Spielprinzip, hoher Suchtfaktor, Level stets zufallsgeneriert...Nachteile/Kritik: Einstieg kann etwas frustrierend sein
Über dieses Spiel läßt sich trefflich streiten:
Die einen finden es stinklangweilig, die anderen können nicht die Finger davon lassen.
Eines vorweg: Azure Dreams ist *kein* klassisches Rollenspiel, sondern eher ein rundenbasiertes Strategiespiel, auch wenn es gewisse Rollenspielelemente aufweist.
Alles beginnt mit der Vorgeschichte (die ich hier nicht erzählen will). Diese ist etwas lang, aber durchaus nett gemacht. Irgendwann geht es dann endlich los und man kann das Dorf erkunden gehen. Jedes Gebäude kann betreten werden und jeder kann angesprochen werden. Auch wenn die Konversationen untereinander oft nicht allzu ergiebig sind, lohnt es
sich doch jeden einmal anzusprechen, da einige Charaktere gute Tips geben. Auf diesem Wege kann man sich ebenso einige Aufträge abholen, die man erfüllen soll.
Desweiteren verbirgt sich hier eine ganz witzige Idee: Um so mehr das Ansehen des Charakters in seinem Heimatort steigt, um so eher erzählen die Bewohner von ihren Wünschen, die sie im Bezug auf den Ausbau ihrer Stadt haben: So wünscht man sich eine Bibliothek oder ein Theater. Und der Held kann dann, sobald er im Turm genügend Geld gesammelt hat, dafür sorgen, daß diese Gebäude gebaut werden.
Einige Gebäude sind reine Gimmicks, andere wiederum dienen zum Fortführen der Geschichte.
Was uns zu einer weiteren Besonderheit dieses Spiels führt: Auf den Speicherbildschirm sind anfangs 8 Kristalle zu sehen, die ein Fragezeichen enthalten. Diese symbolisieren 7 Frauen des Ortes, die der Held im Laufe der Geschichte für sich gewinnen muß. Sobald er dies durch bestimmte Entwicklungen in der Geschichte geschafft hat, taucht hier das Portrait der betreffenden Dame auf. Allerdings muß dies geschehen, bevor der Endgegner besiegt wurde (für diesen ist der 8. Kristall vorgesehen). Und wer möchte denn bitteschön nicht alle Damen für sich gewinnen. ;-)
Ziel des Charakters ist es vorerst, in den Monsterturm zu gehen, um den verschollenen Vater zu suchen. Dazu mußte der Haupcharakter erst einmal 15 Jahre alt werden. Nun steht er da mit minimaler Ausrüstung vor dem großen Turm und will das große Abenteuer beginnen, dem er solange bereits entgegengefiebert hat. In diesem Moment stellt sich ihm ein Monster zur Seite, welches ihn bittet, mitkommen zu dürfen. Der Held legt also dem Monster das vom Vater geerbte Monsterhalsband an und betritt den Turm.
Nach Betreten des Turms werden dem Spieler von dem Monster die ersten Schritte erklärt, die zur Beherrschung des Pads nötig sind. Danach geht es dann richtig los.
Das Spielprinzip ist "eigentlich" immer das gleiche:
Ebene erkunden, möglichst alle Räume und Gegenstände (incl. Geld/Gold) finden, um dann weiter nach oben zu gelangen (es gibt eine maximale Anzahl von Ebenen, die hier aber nicht verraten werden soll). Und das alles, ohne von den auf den Ebenen herumstreunenden Monster verdroschen zu werden. Verliert man nämlich alle Lebenspunkte, so wird man aus dem Turm geworfen und verliert alle Gegenstände und alles Gold, die man seit Betreten des Turms gesammelt hatte.
Um das zu verhindern, gibt es aber viele Hilfsmittel:
Kräuter, magische Bälle etc.
Gelegentlich findet man dann auch Monstereier. Diese kann man dann mitnehmen und entweder im Ort verkaufen oder aber in seinem Haus ausbrüten, um das daraus schlüpfende Monster dann mit in den Turm zu nehmen. Was durchaus notwendig ist, denn der Held steigt zwar im Turm in höhere Level auf, verliert diese aber wieder (im Gegensatz zu den Monstern!), sobald er den Turm verläßt. Diese Idee wirkt am Anfang leicht frustrierend, da man sich meint, immer alles neu erarbeiten zu müssen. Da man jedoch seine Ausrüstungsgegenstände im Laufe der Zeit aufrüsten kann und seine Monster auch ihre Stufen behalten, kommt man nach und nach immer höher hinauf.
Sofern man mehrere Monster mit in den Turm hineinnimmt (es können allerdings nur 5 Gegenstände mit hinein und maximal 20 mit hinausgenommen werden!), kann man diese auch miteinander vereinigen, so daß hier Monster mit neuen Fähigkeiten (Zaubersprüchen) entstehen.
Fazit:
Dieses Spiel ist für mich eines der Spiele, welche ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde. Jedes Betreten des Turm verläuft anders, jedes Monster hat andere Fähigkeiten usw. Auch nach Jahren! des Spielens finde ich immer noch Tricks, die ich bisher sooo noch nicht gesehen hatte.
Und ein paar Monster habe ich bisher immer noch nicht gefunden (die kleine Schwester hat ein Buch, in dem alle "entdeckten" Monster verzeichnet sind). Was wiederum dazu verführt, weiterzuspielen.
Ein weiterer Pluspunkt: nach jeder Ebene kann gespeichert werden, so daß man auch mal "zwischendurch" ein paar Runden spielen kann. Was ich immer wieder begeistert tue. Es gibt immer noch wieder etwas neues.
Bei mehrmaligem Durchspielen verliert die eigentliche Geschichte natürlich etwas von ihrem Reiz, aber das eigentliche Spielprinzip fasziniert mich immer wieder.
Wenn auch viele Spiele irgendwann aus meinem Leben verschwinden, dieses wird wohl immer einen Ehrenplatz erhalten.:-)
ein Testbericht von zitrol2002-10-21 00:42:37vom 21.10.2002Empfehlung: ja
...wurde dieses interessante Videospiel meines absoluten Lieblingsgenres (eben den Rollenspielen!) von der japanischen Spielefirma Konami entwickelt und im Jahre 1997 eigentlich fast schon unbemerkt hier bei uns auf den Playstation-Markt gebracht...
EINLEITUNG:
Wieso denn eigentlich "fast unbemerkt"?
Tja, ich hatte zumindest doch den sehr starken Eindruck, als würde kaum von diesem Rollenspiel Kenntnis genommen, was mich doch sehr verwunderte.
Denn so unglaublich viele Spiele erreichen leider den europäischen Raum sicher nicht und bis vor wenigen Jahren war dies doch erst recht nicht der Fall!
Verwöhnt ist die Rollenspielgemeinde auf den
Videospielkonsolen hierzulande nicht und immerhin erschien Azure Dreams doch auch als deutsche PAL-Version, das ist doch bemerkenswert!
Da es zudem, ohne zu Beginn gleich zuviel verraten zu wollen, ein blitzsauberes, gutes Rollenspiel ist, hat mich das vergleichsweise geringe Echo, was die Fachpresse und die Verkaufszahlen angeht, doch schon etwas enttäuscht.
Nun, da es über vier Jahre nach dem Erscheinen sicherlich noch viel preiswerter zu haben ist, möchte ich denjenigen unter Euch, die Rollenspielen wenigstens ein bißchen abgewinnen können, dieses Spiel hiermit sehr ans Herz legen.
Was ich an AZURE DREAMS denn so schön (und auch weniger gut) finde, sage ich Euch jetzt, eventuell mache ich ja doch den eine oder anderen unter Euch neugierig!?
Dann kann es nun losgehen, wenden wir uns zunächst der Geschichte von Azure Dreams zu...
HANDLUNG:
Diese ist womöglich doch etwas ungewöhnlich, denn viel mehr als Euer Heimatdorf und den am Rande der Stadt befindlichen Turm bekommt Ihr nicht zus sehen!
Euer schatzsuchender Vater kehrte einst von einer solchen Turmerkundung leider nicht mehr zurück.
Mit 15 Jahren seid Ihr in AZURE DREAMS volljährig und dürft nun endlich auch auf die Jagd nach den besagten Schätzen gehen, nichts wie hin!
Jetzt hält Euch wirklich nichts mehr: Ihr greift Euch das magische Halsband Eures Vaters, mit welchem Ihr jedes Wesen zum unbedingten Gehorsam zwingen könnt, und macht Euch auf den gefährlichen Weg zum Turm...
1) IM TURM:
Dieser geheimnisvolle Turm ist in unzählige Etagen unterteilt, in welchem Ihr in unzähligen Stunden Euer Unwesen treiben werdet.
In diesem Turm sollen sich zahlreiche Schätze und Monstereier befinden, letztere könnt Ihr als Monsterzähmer für viel Geld in der Stadt verkaufen oder heranzüchten und als nützlichen Helfer im späteren Verlauf gebrauchen, welche Euch dann als Schlachtkumpanen unterstützen, interessant!
Und? Was ist denn nun so besonders an jenem Turm?
Der Turm in AZURE DREAMS besteht überwiegend aus vielen labyrinthartigen Etagen, auf jeder Etage müßt Ihr einen ganz bestimmten Punkt finden, um die nächsthöhere Ebene zu erreichen.
Je höher es nach oben geht, umso wertvoller werden die Schätze, aber auch umso gefährlicher die Gegner!
Es erstrecken sich somit vor Euch bei Eurer spannenden Schatzsuche im Turm viele Brücken, Gänge und Hallen, in denen zahlreiche Ungeheuer jeder Kategorie patrouillieren und nur darauf warten, Euch den Garaus zu machen, allerdings existiert aber auch eine gehörige Anzahl an Waffen, Heilmittel und Schätzen, mit welchen Ihr reich und berühmt werden würdet.
Dies ist verlockend, nicht wahr?
Mit Eurem Monster als Kumpanen an der Seite steckt Ihr Euch zunächst alles ein, was Ihr in die Finger kriegen könnt und sucht dann nach dem sehr wichtigen Windkristall. Da der Turm zwar einen Eingang, aber unfairerweise keinen Ausgang besitzt, könnt Ihr Euch mitsamt Eurer Beute nur mit Hilfe dieses magischen Steins ins Dorf zurückbringen, für ausreichend Spannung ist somit gesorgt, denke ich!
Habt Ihr Pech und findet Ihr tatsächlich keinen Windkristall, werdet Ihr früher oder später erschöpft zu Boden sinken und alle Eure gesammelten Objekte verlieren.
Manchmal ist es dabei wirklich wie verhext: mal macht Ihr einen Windkristall nach dem anderen ausfindig und ein anderes Mal, wenn Ihr Euch so richtig mit Schätzen eingedeckt habt, findet Ihr überhaupt keinen und seid gezwungen, immer höher zu gehen, in der Hoffnung, dort endlich einen Kristall zu finden.
Die immer stärker werdenden Monster freuen sich dort schon sehr auf Euch...
2) IM HEIMATDORF:
Zunächst herrscht am Anfang der Geschichte von AZURE DREAMS in Eurem Dorf standesgemäß Ungläubigkeit und sogar Spott hinsichtlich Eures Unterfangens vor, es traut Euch niemand in Eurem Dorf besonders viel zu, na das werden wir ja sehen, denkt sich unser kleiner Held und verbeißt sich noch mehr in sein Ziel, ein großer Schatzsucher zu werden.
Solltet Ihr immer öfter erfolgreich aus dem Turm zurückkehren, verschafft Ihr Euch damit aber mit der Zeit gehörig Anerkennung als sehr nützliches Mitglied der Dorfgemeinschaft, ach, auf einmal!
Auch die Aufmerksamkeit der hübschen Verkäuferin im Warenhaus wollt Ihr ganz nebenbei erwerben, manchmal ist es eben doch sehr angenehm, ein Held zu sein, eigentlich wie im wahren Leben, oder?
Wer den Ruhm hat, kann sich nicht über mangelnden Zuspruch des anderen Geschlechts beklagen, so ist das nun einmal und so soll es auch sein, okay!
GRAFIK:
Die optische Darstellung ist gut, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Grafikpatzer wie beispielsweise ein lästiges Ruckeln oder üble Pop-Ups bleiben uns glücklicherweise erspart. Insgesamt ist die grafische Darstellung ohne große Fehler, aber auch nicht spektakulär, daher bezeichne ich sie als gut.
MUSIK/SOUNDEFFEKTE:
Die Musik ist gelungen und auch die Soundeffekte tragen zu einer schönen Atmosphäre bei. Schon gleich zu Beginn des Spieles wurde ich schnell in den Bann der Geschichte gezogen, wobei auch die musikalische Untermalung sicherlich zu beitrug.
SCHWIERIGKEITSGRAD:
Ein weiterer Pluspunkt, so fand ich zumindest!
Denn die Jagd nach Schätzen in AZURE DREAMS beziehungsweise die unausweichlichen Kämpfe mit den zahlreich vorhandenen Monsterhorden erweisen sich als sehr hart. Besonders in den ersten Stunden seid Ihr immer wieder dem Exitus ganz nahe, erreicht oft mit allerletzter Kraft einen Windkristall, welcher Euch dann durch das Wegteleportieren in die Stadt rettet.
Der Schwierigkeitsgrad bei AZURE DREAMS ist somit besonders zu Beginn erfreulich hoch, aber niemals unfair, das ist wirklich sehr gut!
Solltet Ihr leider Gottes nicht heil aus dem Turm in Euer Heimatdorf gelangen, werdet Ihr in Euer Städtchen zurückversetzt und wacht im Haus Eurer Mutter wieder auf.
Alle Schätze, die Ihr im Turm gefunden habt, sind jedoch verschwunden, was ja auch nicht anders zu erwarten war!
Lediglich die gewonnene Erfahrung Eures Monsters, solltet Ihr ein solches hernagezüchtet und mit auf den gefährlichen Weg genommen haben, bleibt Euch erhalten.
Das Züchten eines solchen Monsters kann ich Euch übrigens sehr empfehlen, sicher nicht jedes, aber ein paar Monstertierchen werden Euch eine sehr große Hilfe auf der Jagd nach Schätzen sein, glaubt es mir, die Mühe lohnt sich!
STEUERUNG:
Hier gibt es überhaupt keine Probleme, sowohl in der Stadt als auch in den Labyrinthen des Turmes habt Ihr überhaupt keine Probleme mit der Steuerung Eurer Heldenfigur und Eurer monströsen Weggefährten.
Die Tastenbelegung ist übersichtlich und intelligent angelegt, eigentlich solltet Ihr trotz der wirklich vielfältigen Möglichkeiten, besonders was die Magie angeht, in diesem Rollenspiel wirklich niemals durcheinanderkommen, meine ich.
KAMERA:
Die Kameraführung gestaltet sich ebenfalls problemlos, trotz der teils verzwickten Labyrinthe mitsamt der zahlreich versteckten Schätze verliert Ihr meiner Ansicht nach nie den Überblick, auch hier gibt es nichts zu meckern!
VIELFALT:
Jetzt kommt etwas, was ich besonders hervorheben möchte: AZURE DREAMS weist meiner Meinung nach eine hochinteressante Eigenschaft auf!
Eine Besonderheit des Turms und somit ein weiteres großes Plus dieses Spiels, liegt nämlich darin, daß sich die Stockwerke des Turms vor jedem Besuch JEDESMAL NEU arrangieren! Sowohl der Grundriß der Etagen als auch die Verteilung der vielen Schätze ändert sich immer wieder aufs Neue, das ist doch einfach toll, oder etwa nicht?
Schließlich werdet Ihr höchstwahrscheilich im Laufe des Spieles Euer gesamtes heimatstädtchen "recycled" haben, aber laßt Euch überraschen, mehr will ich an dieser Stelle nicht verraten...
LANGZEITMOTIVATION:
Jaja, jetzt komme ich zu einem Punkt, welcher desöfteren (auch nicht ganz zu Unrecht!) an Azure Dreams kritisiert wird, nämlich der doch ab und vorherrschenden Monotonie!
Zunächst diesbezüglich aber erst einmal das POSITIVE:
Neben den wirkungsvollen magischen Schwertern, wichtigen Kräutern und seltenen Zauberkugeln, welche Ihr in den Labyrinthen finden könnt, gilt Eure besondere Beachtung den seltenen Monstereiern.
Diese könnt Ihr nur finden, wenn Ihr mehrere Levels bis in den allerletzten Winkel durchforstet, für eine ausreichende Langzeitmotivation ist daher eigentlich schon gesorgt, finde ich.
ABER, ich will ehrlich sein, und dies ist sicherlich als NEGATIV zu beurteilen: das stundenlange Abschlachten von Monstern und die ewige Suche nach verborgenen Schätzen, zudem immer wieder die krampfhafte Suche nach dem Windkristall, jaaa, dies kann auf Dauer schon etwas eintönig wirken, das gebe ich zu!
Auch wenn sich die Etagen des Turmes immer wieder aufs Neue generieren, Ihr fangt erst einmal wieder ganz, ganz unten auf der ersten Etage an, da müßt Ihr durch!
Für mich lag aber die Entschädigung für das teils monotone Durchforsten der Gänge des Turmes darin, als Held in mein Heimatdorf zurückzukehren und mich dann erst einmal richtig ausgiebig von den Dorfbewohnern feiern zu lassen, hihi!
PREIS:
Ich kaufte es damals vergleichsweise günstig für 49 DM, inzwischen solltet Ihr es im Internet, speziell bei ebay, locker für die Hälfte erwerben können.
Wie so oft, lohnt sich auch hier ein Blick bei ebay.de, schätzungsweise nur noch 10 Euro solltet Ihr investieren müssen, denke ich!
FAZIT:
Wie Ihr nun unschwer erkennen könnt, überwiegen die positiven Punkte hier bei AZURE DREAMS doch ganz eindeutig!
Die Atmosphäre und die hervorragende Spielidee machen es mir leicht, Euch dieses Rollenspiel deutlich zu empfehlen.
Mit dem Kauf dieses Spiels macht Ihr überhaupt nichts falsch, da bin ich mir sicher!
Bedenkt dabei auch, daß Azure Dreams kaum noch im Handel erhältlich sein dürfte, bei ebay solltet Ihr allerdings keine Probleme haben, dieses käuflich zu erwerben, für ungefähr 10€ ist dieses klasse Rollenspiel sicherlich innerhalb weniger Tage zu haben!
In einer Rollenspielsammlung für SONYs Playstation sollte dieses Spiel daher keineswegs fehlen, meint Ihr nicht auch?
Pro: Hochinteressante und nicht alltägliche Spielidee, eintretende Veränderungen in der Stadt mit wachsendem Erfolg, Monstergefährten, schöne Atmosphäre
Kontra: Im Turm kann es auf Dauer manchmal schon etwas langweilig werden
...
ein Testbericht von mloidl2002-04-16 10:02:01vom 16.04.2002Empfehlung: ja
Was gleich zu Beginn zu sagen ist: Azure Dreams ist weit vor Pokémon auf den Markt gekommen, ist also nicht abgekupfert!
Azure Dreams gibt es nicht nur für die Playstation sondern auch für den Gameboy, der Unterschied ist in der Schwierigkeitsstufe und in der Komplexität und natürlich in der Qualität von Bild und Ton.
Es geht um ein weit entferntes Land, das an einem unendlich hohem Turm liegt - Monsbaya, die Monsterstadt. Nicht wegen ihrer Einwohner, das sind ganz normale Menschen, aber in besagtem Turm wohnen die unterschiedlichsten Arten von
Monstern, die mit jeder Etage stärker werden.
Die Menschen verdienen ihren Lebensunterhalt damit, sich diese Tiere gefügig zu machen und mit ihnen die hintersten Winkel des Turmes nach Schätzen und Monstereiern zu durchforsten, um sie zu verkaufen bzw. aufzuziehen.
Einer der besten Monsterzähmer ist der Vater unseres zukünftigen Helden. Eines Tages kommt er nicht mehr von seiner Schatzsuche zurück, ein donnernder Blitz schlägt in den Turm ein und nur sein Monster kehrt zurück.
Nun kommt endlich unser Held ins Spiel: Zum 16. Geburtstag wird auch ihm erlaubt, in den Monsterturm zu gehen und Monsterzähmer wie sein Vater zu werden. Insgeheim glaubt er, dass sein Vater noch lebt.
Deine Aufgabe ist es also, den letzten Stock des Turms zu erreichen. Nebenbei gibt es noch kleinere Nebenaufgaben zu erfüllen, einige Mädchen warten darauf, dass du ihnen den Hof machst, eine zum Beispiel möchte Monsbaya schöner machen, indem Gehsteige und Wiesen mit Blumen gepflanzt werden, Schulen und andere Einrichtungen gebaut werden... Da geht das Geld schnell drauf, schließlich willst du deine eigene Bude etwas aufpäppeln und vergrößern, damit mehr gezähmte Monster reinpassen.
Noch kurz zum Spielverlauf: Jedesmal, wenn du den Turm betrittst, sieht er anders aus, jede Etage hat ein anderes Labyrinth, in den nächsten Stock kommst du mit einem Lift. Deine Tiere benötigen immer wieder frische Energie, sonst sind sie kampfunfähig. Ihr Level genauso wie deiner steigern sich mit den Kämpfen, dein Level ist aber wieder auf Null, sobald du den Turm wieder verlässt. Dies kannst du nur mit einem Windkristall oder einer bestimmten Saat machen, die du im Turm (hoffentlich) findest. Es kann sein, dass du den Kristall erst in sehr hohen Etagen findest, bis dorthin könnte dir deine Energie schon ausgegangen sein, daher ist vor allem der Anfang ziemlich schwierig.
Das Speichersystem ist etwas gewohnungsbedürftig. Sobald du im Lift bist, kannst du dich entscheiden, ob du speichern und aufhören willst, oder in den nächsten Stock hinauf willst. Bei ersterem musst du ausschalten. Fängst du dann den Speicherstand wieder an und schaltest aus, ohne zu speichern, ist der ganze Spielstand wieder bei Null!
Das ist bei der Gameboyversion nicht so, da kannst du jederzeit abschalten.
Der Preis für dieses Spiel liegt bei etwa 25 Euro.
...
...ein Rollenspiel, welches viel mehr Beachtung verdient hat!!
ein Testbericht von denjuandemarco2002-02-14 00:39:56vom 14.02.2002Empfehlung: ja
AZURE DREAMS - Playstation - Konami - 1997:
Dieses Rollenspiel gehört zweifelsohne zu den Geheimtips der Rollenspiele, trotz seiner beachtlichen Qualität ist es aber merkwürdigerweise nie zu einem Spitzenhit avanciert, wieso eigentlich nicht??
Das gesamte Spiel beschäftigt sich eigentlich dabei lediglich auf Euer Heimatdorf und den in unzählige Stockwerke unterteiltem Turm...
In diesem sollen sich zahlreiche Schätze und Monstereier befinden, letztere könnt Ihr als Monsterzähmer für viel Geld in der Stadt verkaufen oder heranzüchten und als nützlichen Helfer im späteren Verlauf gebrauchen!
Euer Vater kehrte einst von einer solchen Turmerkundung
leider nicht mehr zurück...
Mit 15 Jahren seid Ihr volljährig(!?) und dürft nun auch auf die Jagd nach den besagten Schätzen gehen, hurra!
Jetzt hält Euch nichts mehr: Ihr greift Euch das magische Halsband Eures Vaters - mit welchem Ihr jedes Wesen zum unbedingten gehorsam zwingen könnt - und marschiert los...
Zunächst herrscht Ungläubigkeit und sogar Spott hinsichtlich Eures Unterfangens, es traut Euch niemand in Eurem Dorf besonders viel zu, na wartet!!
Nach und nach verschafft Ihr Euch im Erfolgsfalle aber gehörig Anerkennung als nützliches Mitglied der Dorfgemeinschaft. Auch die Aufmerksamkeit der hübschen Verkäuferin im Warenhaus wollt Ihr ganz nebenbei erwerben, manchmal ist es doch sehr angenehm, ein Held zu sein, hehee...
Doch die Jagd nach Schätzen bzw. die unausweichlichen Kämpfe mit den Monsterhorden erweisen sich als ultrahart!
Der Schwierigkeitsgrad bei AZURE DREAMS ist erfreulich hoch, aber niemals unfair, große Klasse!!
Solltet Ihr nicht heil aus dem Turm gelangen, demnach "ohnmächtig" werden, werdet Ihr ins Dorf zurückversetzt und wacht im Haus Eurer Mutter wieder auf. Alle Schätze, die Ihr im Turm gefunden habt, sind jedoch (verdientermaßen!) verschwunden... Lediglich die gewonnene Erfahrung Eures Monsters bleibt Euch erhalten.
Der besagte Turm besteht überwiegend aus labyrinthartigen Stockwerken, jeweils EIN geheimer Punkt dient als Aufzug in die nächste Ebene. Es erstrecken sich vor Euch viele Brücken, Gänge und Hallen, in denen unzählige Ungeheuer jeder Kategorie patrouillieren, aber auch eine sehr große Menge an Waffen, Heilmittel und Schätze auf Euch warten...
Mit Eurem Monster als Kumpanen an der Seite sackt Ihr Euch ein, was Ihr kriegen könnt und sucht dann nach dem sehr wichtigen Windkristall: Da der Turm zwar einen Ein-, aber keinen Ausgang besitzt, könnt Ihr Eure Beute nur mit Hilfe dieses magischen Klunkers ins Dorf zurückbringen, für ausreichend Spannung ist somit gesorgt!!
Findet Ihr keinen Windkristall, sinkt Ihr früher oder später erschöpft zu Boden und verliert alle Eure gesammelten Objekte – wie vorhin schon erwähnt - alle Mühe war dann umsonst, oje!!
Eine weitere Besonderheit des Turms und somit ein großes Plus dieses Spiels, liegt darin, daß sich die Stockwerke vor jedem Besuch neu arrangieren. Sowohl der Grundriß, als auch die Verteilung der Schätze ändert sich von Mal zu Mal, das ist doch fantastisch, oder??
Neben den wirkungsvollen magischen Schwertern, wichtigen Kräutern und seltenen Zauberkugeln gilt Euer Augenmerk natürlich besonders den seltenen Monstereiern: Diese könnt Ihr nur finden, wenn Ihr mehrere Levels bis in den allerletzten Winkel durchforstet, für eine ausreichende Langzeitmotivation ist somit zweifelsohne gesorgt!!
Es ist übrigens auch möglich, zwei Monster zu einem einzigen, neuen Wesen zu verschmelzen. Dabei entstehen oft schwache Gestalten, aber manchmal auch wundersame Erscheinungen mit vielfältigen Talenten, na, wie gefällt Euch das??
Doch was tun, wenn Ihr nach zahlreichen erfolgreichen Expeditionen das Geld gar nicht mehr ausgeben könnt?
Hier bietet Euch AZURE DREAMS fantastische Möglichkeiten!
Ihr stöbert im Möbelgeschäft und richtet Euer Haus mit Gemälden, ausgestopften Jagdtrophären allem möglichen exklusiven Schnickschnack edel ein, schenkt Eurer Mutter beispielsweise einen neuen Anbau oder spendet dem Dorf ein Krankenhaus. So vergeht Euren Mitbürgern im Lauf der Zeit der Spott, und sie erkennen in Euch einen würdigen Nachfolger für den berühmten Vater. Verhaltet Ihr Euch edel und gut, fliegen Euch bald alle Herzen zu...
Während sich in den meisten anderen Rollenspielen nur die Helden entwickeln, verändert sich in "Azure Dreams" die Umwelt, und Euer Status in der Gemeinde, das macht es zu einem absoluten TOP-Rollenspiel!! Einziger Wermutstropfen ist eventuell, daß trotz der vielen beschriebenen Möglichkeiten die Jagd nach Schätzen im Turm zuweilen doch etwas monoton werden kann.
Alles in allem ist AZURE DREAMS aber ein tolles Rollenspiel!!
Bei ebay ist dieses interessante Spiel übrigens schon oft unter 30 DM zu haben, also wer da nicht zugreift...
Vorteile:
Tolles Spielkonzept mit fantastischen Ideen, Hohe Langzeitmotivation, Interessante Handlung
Nachteile:
Zuweilen doch etwas monoton beim Monsterknüppeln im Turm, Manchmal etwas unübersichtlich
...