Platz 269 in der Kategorie "Autos". Die 02-Serie bezeichnet von 1966 bis 1977 produzierte Mittelklassefahrzeuge. Sie ist auch als Baureihe 114 bekannt. ...mehr
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ein Testbericht von cutterscholle2003-02-02 22:17:43vom 02.02.2003Empfehlung: ja
Ein Bericht, über den verwirklichten Traum meines besten Freundes!
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Die Suche:
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Es ist jetzt schon eineinhalb Jahre her, als mein Kumpel davon sprach sich einen gepflegten Oldtimer zuzulegen. Er durchsuchte Zeitschriften, das Internet und vieles Andere. Doch nichts war dabei! Kein Auto nach seinem Geschmack. Entweder zu teuer, oder ein zu schlechter Zustand hielten ihn von einem Kauf ab!
Der Fund:
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Doch dann waren da die zwei Brüder aus dem Nachbarörtchen die sich 1991 einen BMW 2002, der 1502er Baureihe aus erster Hand zulegten(damaliger Kaufpreis nicht bekannt). Sie restaurierten dieses Auto ca. zehn Jahre lang und steckten in der ganzen
Zeit über 20.000.-DM hinein (Kaufbelege vorhanden). Wer jetzt meint, daß sie da ein Monster auf vier Rädern aufgebaut haben, den muß ich leider enttäuschen. Alles, bis auf einige Details blieben Original. Das Fahrwerk wurde um 60mm tiefergelegt und die Originalfelgen durch die Größe 7Jx15H2
ersetzt. Die Pneus haben eine Größe von 195/50 R15 80H! Es wurde der Edelstahlauspuff vom Turbo (ti) montiert und die Sitze gegen Recarositze aus
Leder ausgetauscht. Dann gab es noch eine Colorverglasung, Lederschaltknauf und Lederlenkrad!
Ein paar Tage vergingen und nach langem Hin und Her kaufte er den Oldie. Den Kaufpreis hat er mir bis heute noch nicht verraten! (grrrr.)
Der Oldie:
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Das Auto wurde am 12.07.72 das erste mal zugelassen und verweilte beim Erstbesitzer fast 20 Jahre lang. Seine jetzige Leistung beträgt 85KW bei 5800 U/min. Er hat einen Hubraum von 2.0 Liter und eine Vmax von 185km/h. Der Verbrauch liegt so zwischen 9-12 Litern Super-Plus, natürlich mit Bleizusatz! Elektrische Helferrein sucht man vergebens, sollte das Auto doch
auch weitesgehend im originalen Zustand bleiben. Sogar das nostalgisch anmutende "original" BMW-Bavaria-Radio mußte keinem neuzeitlichem Schnickschnack weichen. Das ganze Auto ist von innen, wie auch von außen ein Traum! Er wird jetzt auch nur noch bei guten Wetterverhältnissen rausgeholt.
Nach der Ausfahrt kommt er wieder in seine Garage, wo ein Teppich eigens für ihn ausgelegt wurde. Seit er in den Besitz meines Freundes übergegangen ist, hat der Unterboden noch keinen einzigen Tropfen Spritzwasser von nassen Fahrbahnen abbekommen! Und so wird es auch bleiben. Denn nur wenn die Wettervorhersage 100% Sonne vorhergesagt hat, wird das Schmuckstück ausgeführt!
Das Gutachten:
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Kurz nach dem Kauf hat mein Freund dann ein Wertgutachten erstellen lassen ,wobei der Zustand mit 2+ und der Wert mit 16.800.-DM beziffert wurde.
Aber sein wir doch mal ehrlich, soll man so ein Schmuckstück wieder verkaufen?
Fazit:
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Ich denke, daß mein Freund noch viele schöne Fahrten mit seinem Oldie machen wird. An einen Verkauf ist nicht zu denken, da er heute schon davon spricht, das Auto später mal an seinen einjährigen Sohn zu vererben (*lach*)! Da das Auto jetzt ein Oldtimer ist und die Nachfrage nach solchen Schmuckstücken steigt, denke ich das es sich um eine gute Wertanlage handelt!
Mit 18 kaufte ich mein zweites Auto... mit 18 schon das zweite Auto ??? Ja, denn ich hatte bereits mit 16 den Autoführerschein durch eine Sondergenehmigung, da mein Pa schwerkrank war. Und so folgte dem bereits vorgestellten Manta A GTE ein BMW 2002 ti. Mir graut's jetzt noch...
Ich reduziere es vor allem auf Erfahrungsbericht und weniger auf ein technisches Kunstwerk, denn die Erfahrungen mit diesem Auto sind wohl interessanter als das Drehmoment oder die Getriebeübersetzung. Dennoch zunächst ein paar...
Jenen 2002 ti kaufte ich also 1982 für 2500 DM und rund 130000 km, um sogleich eine üble Erfahrung zu machen, denn bereits wenige Tage später gab der Motor den Geist auf. Ein Kolben sah aus, als sei ihm eine Zacke rausgebrochen. Und das bereits nach 130000 km ? Das war voll der Reinfall, und ich musste von meinen Ferienjobs nochmals rund 2500 DM für einen Autauschmotor hinlegen. Und auf den BMW-Händler Breuer in 53937 Schleiden bin ich bis heute noch sauer, denn bereits ausgelutschte Kühlschläuche usw. wurden nicht ausgetauscht, und so stand der Wagen auch bald wieder in der Werkstatt. Aber eines nach dem anderen...
INNENAUSSTATTUNG
Beim 2002 handelt es sich in allen Varianten um einen Zweitürer. Wer ins Fond klettern will, muss sich also ziemlich kompliziert nach hinten zwängen und sollte nicht zu groß sein, denn die Kopffreiheit ist besch...eiden und auch die Beinfreiheit orientiert sich eher an Schneewittchens 7 Zwerge.
Kleine Seitenausstellfenster lassen im Sommer kaum Lust an die Leutchen im Fond.
Vorn geht es etwas geräumiger zu, auch wenn die Sitze für ein an Sportfahrer plädierendes Bayrisches Motorenwerk keinen Seitenhalt bieten und einer sowjetischen Eisenbahn entliehen sein könnten, denn diese blauen Kunstledersitze sind weder schön noch angenehm. Ich habe damals also den Fahrersitz gegen einen Schalensitz ausgetauscht und auch gleich Hosenträgergurte eingebaut.
Das Lenkrad ist serienmäßig und relativ sportlich im Styling, aber der Durchmesser hat eher ein Deja-Vu, wie sich ein LKW lenken könnte. Ich verstehe diese Kompromisse nicht. Sportlich im Design, konservativ im Durchmesser. Die Instrumente indes sind Standard und gefällig. Natürlich ist es kein Vergleich mit heutiger Optik, aber die Übersichtlichkeit ist einwandfrei, so wie auch die Heizung sehr gut funktioniert. Ein zweiter Rückspiegel ist aber in dieser Zeit noch nicht selbstverständlich gewesen. Dafür war der Kofferraum recht großzügig, auch wenn damals die Ladekante absolut hoch war. Als würde man eine Keksdose öffnen...
FAHRLEISTUNGEN
Mit 130 PS war der 2002 ti in den 70er oder Anfang der 80er Jahre ein richtiger Knüller und katapultierte die Weißwurstäquator-Kiste in rund 10 bis 11 Sekunden auf Tempo 100 und erlaubte eine Endgeschwindigkeit von rund 200 Sachen. Die Leistung setzt durchgehend schon bei niedrigen Touren ein, aber beim Schalten kommt ein typischer BMW-Effekt hoch... der Motor bläst eine Ölwolke aus dem Auspuff, die mehr als peinlich ist. Das war ehemals eine typische BMW-Krankheit.
Zur Umsetzung der 130 PS gibt es 4 Gänge, die sich sauber schalten lassen. Nichts ist hakelig oder laut. Das Getriebe ist wohl das
beste, was ich in Erinnung habe.
STRASSENLAGE
Was ist das ??? Mit 185/70er Goodyear-Bereifung hatte ich mit dem Hecktriebler nur Horrorerlebnisse. Der Wagen übersteuerte schnell und giftig, und ich habe mich mehr als einmal mit dem BMW gedreht. Stoßdämpfer, Federn usw. und alles andere habe ich checken lassen. Angeblich war alles in Ordnung. In schnellen Kurven, wo mein ehemaliger Manta neutral durchflog, wurde der BMW zur Killermaschine. Ich habe es nie begriffen, aber dieses Auto war anscheinend nur durch ein teures Fahrwerk aufzubessern. Krönung war also irgendwann ein Crash, wo ich mich drehte und dann längs an einer Leitplanke herstreifte. Das war immerhin ein Grund, den ti in alpine-blaumetallic (Farbton von Renault) umzulackieren, denn das silber-grau war eh nicht der Hit.
Dass Übersteuern typisches Verhalten eines Hecktrieblers ist, ist klar, aber in Gänze war die Straßenlage allerunterste Schublade.
ZUVERLÄSSIGKEIT
Auch mit neuem Motor gab es nur Ärger. Dauernd sprang das bayrische Anti-Wunderwerk nicht an. Die Einspritzanlage, die angeblich einwandfrei war, wurde von keinem BMW-Händler als defekt attestiert. Aber was hilft mir das, wenn ich bei jedem zweiten Versuch, den Motor zu starten, aussteigen und die Motorhaube öffnen muss, um den Stecker von der Kaltstartautomatik abzuziehen. Das Problem wurde NIE behoben... und das betrifft drei BMW-Händler. Komischerweise bekam das eine freie Werkstatt - heute Suzuki Bons in Kall - plötzlich in den Griff. Peinlich für die Werkshändler, oder ?
Ansonsten brach hinten links ein Teil der Aufhängung, ohne Rost und ohne Vorwarnung, um sich dann auf der Antriebswelle abzustützen, die durch die Drehbewegung sich durch das Schleifen fast abgeschert hätte. Also mussten Aufhängung und Antriebswelle erneuert werden.
FAZIT
Das ist der schlimmste Schweineeimer, den ich je gefahren bin, und 1985 habe ich den BMW auch wieder verkauft. Der permanente Ärger mit dem Startverhalten und lauter Kleinigkeiten, die mindestens 1-mal im Monat zum Werkstattbesuch führten, lassen mir noch heute den Hals anschwellen. Die Krönung von allem Ärger ist aber die Erinnerung an die Werkstätten von BMW. Wie unqualifiziert muss man sein, um ein Startproblem nicht in den Griff zu bekommen, während ein einfacher Schrauber die Ursache mit wenigen Handgriffen abstellt.
Enttäuschend war vor allem das Fahrverhalten. Ein Auto, das als sportlich gelten sollte und deutlich schlechter mit Serienfahrwerk ist als Autos die ich vorher und danach fuhr, ist einfach ein schlechter Witz.
Daher wohl die Witze, was BMW heisst, wie (B)ei (M)ercedes (W)eggeworfen oder (B)ring (M)ich (W)erkstatt oder auch (B)rett (M)it (W)arzen. Sorry, aber von der Kiste bin ich so geprägt, dass der erste BMW auch mein letzter ist...
jockel2001, 04.05.2006
Echt spitzenmäßiger Bericht Jo
SeriousError, 03.05.2006
Ein quotsehr hilfreichquot von mir für diesen tollen Beitrag. :o Gruß SeriousError!
sindimindi, 03.05.2006
Also JL, ich kann Dich ja schon verstehen - der kleine BMW aus damaliger Produktion war kein Ausbund an Solidität. Auf der anderen Seite aber fast ein Porscheersatz - vergiss das nicht!
Der stärkste und giftigste war damals der 2002 tii Turbo mit 170
Technische Daten und ProdukteigenschaftenDie 02-Serie bezeichnet von 1966 bis 1977 produzierte Mittelklassefahrzeuge. Sie ist auch als Baureihe 114 bekannt.