Platz 121 in der Kategorie "Autos". Ab dem Jahr 1977 bot BMW Limousinen der Oberklasse unter dem Namen 7er in verschiedenen Generationen an. Die 7er werden bis heute produziert. ...mehr
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BMW 7er Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Ein Schiff wird kommen
ein Testbericht von sindimindi2007-12-14 20:42:41vom 14.12.2007Empfehlung: ja
Vorteile: Hervorragende Fahreigenschaften,ausgezeichnete Fahrleistungen, sehr guter Federungskomfort, hohe Gesamtqualität...Nachteile/Kritik: Hoher Verbrauch, insbesondere im Stadtverkehr,hohe Ersatzteilpreise, teure Reparaturen
Einen neuen Autobericht von Sindimindi kann es eigentlich nur aus traurigem Anlass geben: Das alte Auto, der heißgeliebte BMW 525i E34 ist kaputtgegangen – ein kapitaler Motorschaden hat dem Wagen nach fast 18 Jahren und mehr als einer Viertelmillion Kilometern den Garaus gemacht. Trotzdem darf der Wagen nach einer Herzverpflanzung – der Händler meines Vertrauens hat einen guten Austauschmotor gefunden und eingesetzt – in dritter Hand weiterfahren.
Für Sindimindi hat dagegen eine neue Ära begonnen: Die des luxuriösen Schwebens in der BMW-Oberklasse. Ein günstiges Angebot meines Händlers hat den Wechsel zu einem gepflegten BMW 740iA der Baureihe E 38 zu einem unerwarteten Vergnügen werden lassen..
Impressionen vom BMW-7er – für Nichteingeweihte
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Ein sympathischer Ciao- Schreiber hat den Umstieg von einem 5er in einen 7er-BMW einmal als Umzug aus einem Standardzimmer in die Präsidentensuite beschrieben – ein Vergleich, dem ich wirklich zustimmen kann. Denn während der 5er BMW gerade ausreichend Platz für Fahrer und Beifahrer bereithält, fast wie ein Maßanzug passt, geht es im 12 Zentimeter breiteren und 26 Zentimeter längeren 7er BMW geradezu verschwenderisch zu. Selbst groß gewachsene Menschen finden in den elektrisch verstellbaren und beheizbaren Kontursitzen die richtige Sitzposition – ein gut 1,80 großer Sindimindi sowieso. Besonders erwähnenswert ist die ebenfalls elektrisch verstellbare Schenkelauflage, die nur bei Kontursitzen erhältlich ist.
Ansonsten beeindruckt das Cockpit und der Innenraum mit Wurzelholzintarsien – auch der Wählhebelknauf ist aus poliertem Wurzelholz! – und feinem Montanaleder, das selbst nach über 10 Jahren noch nichts von seinem Glanz verloren hat. Wer den Zündschlüssel bis zur ersten Rastung umdreht, sieht viele Lämpchen aufleuchten, die für unzählige elektrische Helferlein stehen, und das Leben im großen BMW anscheinend einfacher, komfortabler und auch sicherer machen sollen. Inzwischen habe ich sämtliche Funktionen erforscht.Wer das erste Mal in dieser Luxuslimousine sitzt, glaubt Ähnlichkeiten mit dem Cockpit eines Linienflugzeugs zu erkennen – und fühlt sich zunächst einmal überfordert.
Angeblich werden beim Start eines E38 mehr Daten verarbeitet, als in der Saturn-Rakete von 1969, die Armstrong und Konsorten zum Mond befördert haben – unglaublich!
Wer schließlich den Zündschlüssel ganz herumdreht und den Motor anlassen will, denkt zuerst, dass nur die Lüftung der Klimaautomatik läuft, so leise summt der große Vierliter-V8 vor sich hin. Dabei war ich vom Lauf meines Reihensechszylinders aus dem 525i doch eh schon verwöhnt - aber so leise ist bisher noch kein Motor gelaufen, toll.
Den Wählhebel der Automatik von Parkstellung(P) auf Fahrstellung(D) gestellt, das große Bremspedal losgelassen – und schon setzt sich der V8 mit sanftem Bums in Bewegung.
Die EH - Automatik verfügt noch nicht über die bei sportlich angehauchten Fahrern so beliebte Schrittschaltung (Steptronic), sie wird aber in keiner Weise vermisst, da die Automatik immer perfekt schaltet und ein manuelles Eingreifen eigentlich überflüssig wäre.
Wer dennoch gerne schalten will, kann die Gänge 2,3 und 4 auch festhalten und ausdrehen – aber selbst das macht das Sportprogramm der EH - Automatik in der Regel besser.
Überhaupt kommt nie das Gefühl der Hektik auf – sollen die anderen hetzen und drängeln, ein 7er – Fahrer genießt die souveräne Kraft eines fast
300 PS- starken V8 und fährt im Komfortprogramm selten hochtouriger als 2000 Touren. Ein wilder Antreiber vom Schlage eines GTI oder GSI, oder wie sie alle heißen, ist der große BMW ganz bestimmt nicht.
Auch sind enge, kurvige Gebirgsstraßen oder verwinkelte Innenstädte nicht unbedingt das Revier eines knapp zwei Tonnen schweren und fast fünf Meter langen Wagens.
Seine Domäne ist das zügige Gleiten auf Landstraßen und Autobahnen bei einem ausgezeichneten Federungs- und Fahrkomfort. Lange Strecken sind im 7er wirklich ein Vergnügen – wären da nicht die Tankstellenbesuche, die nach knapp 600 Kilometer fällig werden, denn ganz billig ist das Oberklassevergnügen nicht: Je nach Fahrstil können 11-18 Liter Super durch die 16 Einspritzventile geblasen werden – es war eben schon immer etwas teurer einen besonderen Geschmack zu haben.
Ausstattung und Preise
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Ein 740iA E38 kostete im letzten Produktionsjahr 2001 in der Grundausstattung 120.000 DM.
Serienmäßig waren u.a. die unverzichtbare Klimaautomatik und ASC-T, die elektronische Traktionskontrolle.
Sinnvolle Extras:
- Xenonlicht, das die Fahrbahn doppelt so hell ausleuchtet, wie das relativ schwache Standardlicht H1
- Elektrisch verstellbare und beheizbare Kontursitze: Bieten exzellenten Langstreckenkomfort durch verstellbare Schenkelauflagen und Lordosenstützen.
- PDC: Ultraschalleinparkhilfe erleichtert das Einparken in kleine Parklücken ungemein – ein Herantasten bis auf 30 Zentimeter zum Hindernis ist problemlos möglich.
- Elektrisches Heckrollo: schützt Insassen auf den Rücksitzen, insbesondere meine Sindi vor starker Sonneneinstrahlung
- Elektrisches Schiebehebedach: Zugfreie Frischluftzufuhr ohne Klimaanlage
- Navigationssystem: Sinnvoll für Vielfahrer und Vertreter, Privatleute brauchen ein „Navi“ eher selten.
- Multifunktionslenkrad: ermöglicht die Bedienung verschiedenster Geräte, z.B. des Tempomaten, Telefons oder Autoradios durch Tasten im Lenkrad.
- Funkfernbedienung der Zentralverriegelung, des Kofferraums inklusive Alarmanlage und Wegfahrsperre (heute in der Regel Standard in der Oberklasse)
- Anhängerkupplung mit abnehmbarem Kugelhals: Auch wer selbst keinen Anhänger hat, kann schnell einmal in die Verlegenheit kommen einen zu brauchen(Urlaub, Umzug, Transport sperriger Güter.
Inklusive Sonderausstattungen konnte der Endpreis eines 740iA E38 am Ende der Bauzeit gut 150-160.000 DM(75-80.000 Euro) betragen
Maße, Gewichte und Innenraum
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Länge: 4984 mm
Breite: 1862 mm
Höhe: 1425 mm
Radstand: 2930 mm
Kofferraumvolumen: 500 Liter
Tank(ohne Niveauregulierung) ca.85 Liter
Leergewicht: 1915 kg (ohne Sonderausstattungen)
Der Innenraum ist für für fünf Personen und Gepäck großzügig und für vier Personen fürstlich bemessen. Auffällig sind die zahlreichen Ablagen: In den Türen, in der Mittelarmlehne vorn und vorallem in der großen, herunterklappbaren Mittelarmlehne im Fond. Praktisch übrigens auch die herausklappbaren Getränkehalter - hier habent auch mal zwei große Tassen Kaffee platz.Der Kofferraum überzeugt nicht nur doch seine schiere Größe von 500 Litern, sondern hat an der Seite auch noch separate Staufächer, in denen Krimskrams oder beispielsweise ein Schirm verstaut werden kann. Es versteht sich von selbst, dass der große BMW ein vollwertiges Ersatzrad des Formats 215/65 R16 an Bord hat.
Motor und Getriebe
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Im BMW 740iA des Baujahres 1995 kommt der M60-V8 -Motor zum Einsatz, der aus vier Litern Hubraum 210 KW = 286 PS schöpft. Das maximale Drehmoment liegt bei 400 Newtonmeter, das bei sportlichen 4500 Touren erreicht wird. Später wurden mit dem M62 und M62B-Motor auch noch Varianten mit 4,4 –Liter Hubraum angeboten, die 420 bzw. 440 Newtonmeter Drehmoment bereithalten. An der nominalen Leistung änderte sich offiziell nichts, wenn auch diesen Varianten hinter vorgehaltener Hand über 300 PS attestiert wurden.
Die elektronisch-hydraulisch gesteuerte 5-Gang-Automatik geht mit dem drehmomentstarken V8 eine harmonische Verbindung ein, weshalb das optionale 6-Gang-Schaltgetriebe eigentlich nur Leistungsfetischisten zu empfehlen ist, die das letzte Zehntel an Beschleunigung aus dem Wagen herauskitzeln wollen – zum Status einer Luxuslimousine passt es sicher nicht.
Fahrleistungen und Verbrauch
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Die Fahrleistungen sind souverän und lassen kaum den Wunsch nach noch mehr Leistung aufkommen:
Vom Stand auf Tempo 100 beschleunigt die schwere Limousine mit Kickdown in etwa 7 Sekunden. In ca. 30 Sekunden wird Tempo 200 erreicht. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt abgeregelt 250 Km/h. Mit entsprechendem Chip, der die Abregelung außer Kraft setzt, wären sicher auch 270 Km/h möglich.
Der Verbrauch variiert je nach Gelände und Fahrstil deutlich. Wer hauptsächlich in der norddeutschen Tiefebene unterwegs ist, kann bei Zurückhaltung mit 11 Litern durchaus auskommen. Wer viel Berg- und Talfahrten absolvieren muss, beispielsweise im Schwarzwald, kann kaum 14 Liter unterschreiten. Im Stadtverkehr ist der Wagen wegen seiner schweren Masse, die ständig beschleunigt und gebremst werden muss, besonders durstig: 16-18 Liter sind hier keine Ausnahme, sondern eher die Regel. Mein persönlicher Verbrauch liegt derzeit im Drittel-Mix bei gut 13 Liter Super auf 100 Kilometer.
Wichtig für einen ökonomischen Verbrauch ist auch die richtige Reifenwahl – extreme Breitreifen können den Verbrauch um einen guten Liter nach oben schrauben!
Übrigens: Dank Klopfregelung kann jede Art von Benzin getankt werden: ROZ 91-98.
Die Nennleistung wird laut Hersteller mit ROZ 95 erreicht.
Kosten und Unterhalt
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Abgesehen vom recht hohen Verbrauch der großen Bayern-Limousine, halten sich die laufenden Kosten noch im Rahmen. Dank Euro2 müssen für die vier Liter Hubraum nur 294 Euro Steuern bezahlt werden – manch Mittelklasse-Diesel kostet da mehr!
Mein Wagen (Neue Typklasse 27) ist trotz des Alters noch vollkaskoversichert, was aber inklusive Haftpflicht kaum mehr als 600 Euro kostet. Allerdings versteht sich der Tarif bei 30% Schadenfreiheitsrabatt; für Fahranfänger mit 100 und mehr %, dürfte ein 740i trotz des günstigen Anschaffungspreises von 5-15000 Euro ziemlich unerschwinglich sein.
Ersatzteile sind deutlich teurer, als beispielsweise beim 5er-BMW.Eine Reparatur in einer BMW-Werkstatt (man sollte sie meiden wie der Teufel das Weihwasser!!) wird selten dreistellig und oft vierstellig ausfallen. In jedem Fall empfehlenswert ist es, sich um eine freie und kostengünstige Werkstatt umzusehen – und um einen Kfz - Meister, dem man bedenkenlos vertrauen kann. (Danke Herr Z. aus W.!)
Reifen sind besonders dann teuer, wenn die heutzutage so beliebten 18-oder gar 20-Zöller aufgezogen sind. Dazu womöglich noch Reifen im Format 275/40 R18 , die rund 300 Euro kosten und den Fahrkomfort unnötig verschlechtern.
Die Empfehlung lautet klar: Bei den serienmäßigen 16-Zöllern bleiben, höchstens ein 235 zu 60 Reifenformat wählen – und schon hat man neben einem guten Abrollkomfort auch noch fast einen Liter Spritersparnis erzielt.
Probleme und Schwächen des 7er E38
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Bei Kilometerstand 193.000 war der Kondensator der Klimaanlage verschlissen – die Reparatur wurde aber vor meiner Übernahme durchgeführt.
Das momentan einzige Problem, das mein 740iA E38 aufweist, sind Pixelfehler im Kombiinstrument: einzelne Infos können nicht mehr einwandfrei abgelesen werden – ein Problem, das anscheinend bei vielen älteren 7er-BMW auftritt. Abhilfe kann u.a. eine Spezialfirma aus München schaffen, die sich auf die Beseitigung von digitalen Anzeigefehlern spezialisiert hat. Kostenpunkt: ca. 150 Euro.
Update Dezember 2007: Anlassprobleme. Weder Zündschloss noch Anlasser sind für immer wieder auftretende Startprobleme verantwortlich. Obwohl der Zündanlassschalter ausgewechselt wurde, ergaben sich keine Veränderungen. Seit einiger Zeit startet der Wagen wieder einwandfrei.
Mein Fazit und Resümee
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Wer sich ein qualitativ hochwertiges Fahrzeug anschaffen, dabei aber keine Unsummen beim Kauf investieren will, der ist mit einem gebrauchten, aber scheckheftgepflegten E38 sicher gut beraten. Ins Kalkül sollte ein Interessent aber die relativ hohen Kraftstoffkosten, hohe Ersatzteilpreise und eventuell teure Reparaturen in einer Vertragswerkstatt ziehen.
Sinnvoll wäre auch noch ein hoher Schadenfreiheitsrabatt bei der Haftpflichtversicherung, dann steht der Freude am Fahren, respektive am „Schweben“ nichts mehr im Wege.
Wer sich über Besonderheiten und spezifische Tipps rund um seinen 7er informieren will, dem sei das "7er-Forum" auf http://www.7er-forum.com wärmstens empfohlen.
Alusru, 20.10.2007
sag ich doch ist eben BMW, ich liebe ihn gruß uschi.,
Babajaga7, 31.01.2008
... und das bringt mir den einen, den ich so lieb wie keinen und der mich glücklich macht..... weiter weiß ich nicht. g Wer war das denn?
ein Testbericht von Overknees2005-06-08 23:23:35vom 08.06.2005Empfehlung: ja
Vorteile: exzellenter Langstreckenvernichter...Nachteile/Kritik: gefährlich dumme Bedieneskapaden, willkürlich verteilt
Hallo liebe Yopi-Leser und Fremdlinge, der Over stellt Euch mal wieder ein Auto in einem „richtigen" Erfahrungsbericht vor.
Und vorweg, für alle Schnellklicker und Leute, die davon überzeugt sind, über ein Auto dürfte man erst nach mindestens 5 Jahren Erfahrung und 100.000 km schreiben... bitte einmal abwerten und weiterklicken, Ihr seid hier falsch.
Dem Rest möchte ich heute den BMW 740d (D für Diesel) aus der aktuellen Baureihe E65 vorstellen.
Für die, die keine Romane mögen, hier eine Kurzbewertung:
Karosserie:
+ sehr großzügige Platzverhältnisse vorn wie hinten
+ ausreichender Kofferraum
- undurchsichtige Bedienung
- nicht durchgängig gute Materialanmutung
Fahrkomfort:
+ auch mit Sportfahrwerk guter Federungskomfort
+ sehr geringes Geräuschniveau
+ hervorragende Sitze
Antrieb:
+ souverän und in jeder Lage kraftvoll
- leicht verzögertes Ansprechen
+ bestens abgestimmte Automatik
- jedoch unmögliche Bedienung der Automatik
Fahreigenschaften:
+ narrensicheres Fahrverhalten
- eingeschränkte Handlichkeit ob der schieren Masse
+ brauchbare Wintertauglichkeit
+ idealer Langstreckenvernichter
Sicherheit:
+ gute Sicherheitsausstattung
+ sehr standfeste Bremsen mit wenig Fading
+ geringe Seitenwindempfindlichkeit
Umwelt:
+ angemessener Verbrauch
- kein Partikelfilter
- nur EU3 schadstoffarm
Kosten:
- extrem hoher Anschaffungspreis
- sehr hoher Wertverlust
- kräftige Werkstattkosten
- starker Reifenverschleiß
Gefahren bin ich dieses Auto im letzten Jahr von Anfang Juli bis Ende August, also fast zwei Monate, insgesamt wurden (bis auf etwa 1.400 km durch andere Mitarbeiter alle von mir selbst), knapp 15.000 km mit dem Auto zurückgelegt.
Unmittelbar vorher hatte ich den Audi A8 TDI (Bericht zum A8 ist bei mir zu finden), da ich im letzten Jahr Gelegenheit hatte, alle zur Zeit erhältlichen Oberklasse-Diesel zu bewegen, stelle ich die auch nach und nach vor.
Alright, sehen wir uns das Fahrzeug also zuerst einmal näher an, das ich hier vorstelle. Das Fahrzeug wurde von mir nicht bestellt, sondern in dieser Ausstattung übernommen, also werte ich auch wieder die Nützlichkeit der Sonderausstattung nach meinem subjektiven Schema (++ = ein MUSS, + = macht Sinn, - = nicht nötig, -- = rausgeworfenes Geld):
740d Limousine 76.500,00 EUR
BMW Individual 7er - Ausstattung 1, umfaßt: 12.200,00 EUR
- Metallic Lackierungen carbonschwarz
- Erweiterte Lederausstattung Individualleder Merino (u.a. Sitze, Sitzlehnenrückwand,
Türspiegel) in der Farbe caramel, Individual Dekorleisten, Fußmatten Velours mit
Ledereinfaßband in Individual Polsterfarbe, Lenkradkranz in Individualleder
Walknappa bicolor
- Ablagenetz im Beifahrerfußraum
- beleuchtete Einstiegsleisten mit BMW Individual Schriftzug
- Volliederausstattung: u.a. belederte Mittelkonsole, Instrumententafel Unterteil (Oberteil in Leder schwarz), Türverkleidung
komplett (Türbrüstung in Leder schwarz)
- BMW Individual Leichtmetallräder V-Speiche 152 I inkl. Individualkennzeichnung, vorn 245/40 R20, hinten 275/35 R20
- Individual Bodenverkleidung und Individual Dachhimmel in Alcantara
Xenon-Licht für Abblend- und Fernlichtfunktion 750,00 EUR (++)
Gesamtpreis ab Werk zzgl. Überführung inkl. 16 % MwSt. 122.510,00 EUR
Preise Stand 26.01.2004
Preise und Ausstattung
Noch mal langsam zum Mitdenken: wir haben allein eine Sonderausstattung im Wert sechsundvierzigtausendundzehn (46.010) Euro in diesem Fahrzeug vor uns. Nur so zum Vergleich noch mal ins Gedächtnis: mein nicht ärmlich ausgestatteter 320d hat ab Werk knapp unter 40.000 Euro gekostet... muß ich noch was sagen?
Vollends verkehrt wird die Relation, wenn ich zehn Jahre zurück denke: da kaufte meine Ma einen 750iL in Werksvollausstattung, Listenpreis knapp 150.000 Mark (!), dann als Vorführwagen für knapp 115.000 DM. In Euro: 58.798 und paar Zerquetschte. War nix drin? Aber sicher.. der hatte sogar schon hinten einzeln elektrisch einstellbare Sitze und ähnliche Goodies... es fehlte wirklich nicht viel im Vergleich.
Und, schon mein Standardspruch: selbst in dieser wahrlich fürstlichen Preisklasse gibt es den Rußpartikelfilter mal wieder weder gegen Geld noch gute Worte. Was ist das? Ja, ein Armutszeugnis deutscher Ingenieurskunst.
Erst jetzt, im April 2005, bekommt der Nachfolger des 740d, der 745d, den Rußpartikelfilter serienmäßig, ein Bericht zum 745d folgt im Juni.
Sehen wir uns mal an, was so ein Auto haben müßte, wenn man vernünftig (ok, schwer, bei dem Grundpreis) kaufen würde: ein Muß wären folgende Zutaten: Dynamic Drive plus EDC plus Niveauregulierung (oder Sportpaket), Navi, Leder, Schiebedach, erweiterte Klima, Memory für die Sitze (hier beim Sportpaket mit drin), die PDC und Xenon. Wieso muss? Weil den ohne gebraucht niemals einer kauft!
Nebenbei, mal keine Sorge: auf den Preis gehen mit anderen Modellen und tiefem Griff in die Individualausstattungen mit Sicherheit auch noch mal 40.000 Euro drauf... also, wir reden hier nicht vom teuersten denkbaren Siebener!
Schock verdaut? Nein? Egal, jetzt sehen wir uns das Auto mal genauer an.
Karosserie
Über den aktuellen Siebener ist schon viel gelästert worden. Zu welcher Fraktion zähle ich mich? Zu denen, die ihn NUR häßlich finden.
Ich hatte zwei Monate täglich die Gelegenheit, mir das Auto "schön zu gucken". Es hat nicht funktioniert.
Aber Schönheit liegt ja bekanntlich im Auge des Betrachters... sieht man die Verkaufszahlen allerdings, dann muss man ernsthaft fragen was der BMW Designchef noch verbrechen muss, bevor er Opfer einer spontanen Attacke eines BMW-Fans wird. Man könnte ihn ja auch hochloben... macht ihn zum Entwicklungschef... schlimmeres kann er da auch für die Marke BMW nicht anstellen.
Ok, nun wieder sachlich. Sachlich gibt es nichts zu beanstanden, das Auto ist routiniert gefertigt, die Spaltmaße sind gering, auch aus nächster Nähe betrachtet sieht alles bestens aus.
Bei unserem Testwagen sorgen der automatisch öffnende und schließende Kofferraumdeckel (GOTT, IST DAS DING HÄSSLICH!!!) und sanft von Servos zugezogene Türen für das besondere Flair des Nichts-Tun-Müssen... mir beides so was von entbehrlich, wenn ich die Preise sehe.
Im Übrigen ist der Siebener zwar groß, aber auch wuchtig. Die Eleganz seiner Vorgänger hat er zugunsten eines gewissen "wenn schon häßlich, dann aber unübersehbar" aufgegeben. Dank PDC vorne und hinten bleibt die absolute Unübersichtlichkeit dieser Karosse aber wohl meist ohne Folgen.
Der Innenraum
War ich bereits außen schon schwer enttäuscht... hier fließen dann die Tränen!
Gab es bislang bei BMW seit Generationen fahrerorientierte Cockpits, die einen typischen Wiedererkennungs- und Wohlfühleffekt schufen... hier ist nichts mehr, wie es war.
Das Lenkrad steht im direkten Wettstreit mit den ebenso unsäglichen VW-Lenkrädern (nicht, Andreas?), klobig, ohne Pfiff. Und in jedem Dreier bedient sich die Lenkrad-Klaviatur nach 1.000 km ohne Hinsehen... hier fordert mir das nach zwei Monaten noch einen Blick ab.
Die Instrumente wurden auch kastriert, aus rund wurde annähernd halb rund, das Auge vermißt auf Anhieb die jahrzehntelang analog gewohnte Tankuhr und eine Temperaturanzeige. Ich kann mich nur selbst wiederholen, bei Mercedes frönt man dem gleichen Unsinn... gab es in früheren Jahren jemals Beschwerden wegen Reizüberflutung durch die Analoginstrumente in einem BMW-Cockpit? Nein? Wieso gibt es die dann nicht mehr? Nicht aufregen.....
Es wird besser. In der Armaturenbrettmitte finden wir unter einer zweiten Hutze einen Monitor. In etwa so verbaut, wie die Tuner sich das nie getraut haben... da gab es schon 1997 Konstruktionen, bei denen der Monitor aus dem Armaturenbrett ausklappte. Soweit, so schlecht... er wird ja auch für jeden Mist gebraucht.. doch auch dazu später mehr.
Werfen wir einen Blick tiefer. Im aktuellen Testwagen ziert dunkel-glänzendes Holz den Mittelbau des Armaturenbretts... gestalterisch ähnlich nobel wie Ikeaschränke aus den Anfängen der 70ziger Jahre, dazu geben die Klappen ohne vorheriges Öffnen den Sinn ihrer Funktion nicht preis. Nun was soll es auch, ist ja ein Auto, man kann ja erst mal alle Schubladen öffnen, man ist ja schließlich nicht bei den Nachbarn.
Der Blick senkt sich auf die Mittelkonsole. Wuchtig teilt sie den Innenraum, liegt die Hand auf der Armlehne, sucht sie faßt automatisch Kontakt zum (ich bin bisher gut drumrumgekommen.. aber jetzt muss es sein..) unseligen I-Drive Dreh-/Drücksteller.
Es ist nicht der erste aktuelle Siebener, in dem ich hier sitze... unaufgeklärte Fahrer lassen jetzt ihren Blick schweifen... Schalthebel... Automatikwählhebel, Du sach mal...
Mach ich doch! Der war mit den BMW-Designern irgendwo in Finnland zur Kur vermute ich. Wieso? Nun, erstens hat er sich verschämt ans Lenkrad verzogen und ist zu einem Hebelchen degeneriert. Und zweitens müssen diejenigen, die sich das ausgedacht haben, extrem lange Saunabäder ohne Zufuhr jeglicher Feuchtigkeit genossen haben... anders kann ich mir das nicht erklären, wie man in einem BMW auf solche Ideen verfallen kann. Axo, es gibt natürlich auch noch Tasten in den oberen Lenkradspeichen, ziemlich geschickt außerhalb des normalen Griffbereichs montiert, um der Automatik manuell ins Werk zu greifen... lieber lassen!
Handbremse? Hallo? BMW Hat sich für eine automatische Lösung entschieden... entriegelt wird links per Hebel. Nötig? Ja, ähnlich wie Masern bei schwangeren Frauen.
Und sonst? Ohne I-Drive geht kaum was... es lassen sich laut BMW Aussagen etwa 700 Menüpunkte aufrufen. Ich hab es nicht nachgezählt, aber ich glaube denen mal. Wie man solch komplexe Dinge bedienbar macht, das können sich die Herrn ja in der Zwischenzeit in Autos aus Ingolstadt oder Dresden (jaha, der Phaeton kommt daher!) ansehen. Hier ist und bleibt es jedenfalls eine Zumutung, selbst verspielte Naturen wie ich werden ab einem bestimmten Punkt nur noch pampig.
Andere werden schlicht nie in die Möglichkeiten der Bedienung einsteigen. Mein bester Freund ist studierter Tonmeister und in einem Musikstudio bei einer Aufnahme problemlos Herr über 100derte von Reglern. Die Aufgabe, mal gerade einen anderen Sender zu suchen, gab er als Beifahrer schwer genervt nach fünf Minuten auf... ich möchte nicht wissen, wie viel Siebener immer so unterwegs sind, wie die Werkstatt mal was eingestellt hatte.
Macht man sich die Mühe und steigt in I-Drive ein läßt sich vieles bis ins kleinste konfigurieren.. Wärmeverteilung der Klimaanlage usw.. Komischerweise ging das aber auch im E38 schon weitgehend alles... nur ohne Menus.
Die im Testwagen verbaute Multimedia-Anlage ist im übrigen tatsächlich, zumindest teilweise eine Empfehlung wert. Die Navi arbeitet lahm, aber sauber. Das Logic7 System dürfte so ziemlich die Spitze der zur Zeit ab Werk verbauten Lösungen in Sachen Lautsprecher darstellen... und ist auch in der Nachrüstung kaum zu toppen, da die Bässe z.B. in den vorderen Schwellern verbaut sind und es weit und breit keinen anderen Platz gibt, ein wenig Membranfläche in den vorderen Teil des Fahrzeugs zu bekommen. Teuer ist das Auto eh, also mitbestellen.
Die Geschichte DVD-Wechsler und Monitor auch hinten inkl. TV-Empfang möge jeder für sich selbst beurteilen in Sachen Nützlichkeit. Mag der wohlhabende Familienvater dies seinem Nachwuchs auch vielleicht der eigenen Nerven wegen gönnen, mir fehlt bei diesen Preisen schlicht das Verständnis, für das Geld mache ich dann lieber wochenlang Urlaub und stehe auch eine längere Fahrt mit konventioneller Unterhaltung durch. Wieder so etwas, wo ich mich frage, wie es die Generationen vorher überhaupt ohne aushalten konnten... egal, hier wird nicht philosophiert jetzt.
Das Telefon von BMW ist für diejenigen, die eine TwinCard oder ähnliches besitzen sicher eine gute Lösung, alles andere geht im Siebener nur in der Nachrüstung. Die optionale Sprachsteuerung für Telefon und Navi funktioniert, wohl das positivste, was man drüber sagen kann. Nett, aber so was geht nachgerüstet deutlich preiswerter.
Platzverhältnisse
Auf den Sitzen gibt es großzügigen Platz für vier Erwachsene jedweder Statur. Wenn hinten die Beine bequem übereinander geschlagen werden sollen, darf es kein Diesel sein, die L-Varianten mit verlängertem Radstand sind nur für die Benziner zu haben.
Wie gesagt, vier Personen reisen fürstlich, der Kofferraum ist mit 500 Litern völlig ausreichend. (Ja, ich weiß auch, das ein VW Jetta von 1981 auch soviel hatte... ich sage ja, AUSREICHEND).
Wie so oft bei BMW macht es dann nicht der schiere Platz sondern die geschickte Lösung. Zwar gibt es keine Regenschirme in den Türen wie bei anderen Konzernautos aus England, aber Fächer für Kleinigkeiten sind in Hülle und Fülle vorhanden.
Die Sitze
Meine einzige Anforderung bei der Frage, was für einen Siebener ich denn wollte, war (neben Diesel) das ich einen MIT Sportsitzen wollte.
Grund dafür waren etwa 600km in einem mit Komfortsitzen ausgestatteten 760iL, die mir diese gründlich verlitten haben.
Also, hier meine Begegnung mit den Sportsitzen. Urteil? Glatt 1. Nicht 1+, das verspielen sie durch den völlig verrückterweise an der Innenseite der Mittelkonsole angebrachte Sitzverstellung. Ansonsten gibt es nichts zu kritteln, jedwede Statur sollte eine passende Sitzposition finden, alles Sinnvolle ist verstellbar, Seitenhalt perfekt, Komfort perfekt; neben den Sportsitzen im A8 für mich das derzeitige Optimum.
Und hinten? Nicht so supergut wie vorne, aber ebenfalls wirkliche Oberklasse, ohne aber z.B. an die Phaeton Lounge ranzureichen, die allerdings auch konsequent auf vier Personen ausgelegt war (in dem, den ich gefahren bin, es gibt auch Fünfsitzer).
Verarbeitung – Material - Haptik
Hier reißt die sündteure Individuallederausstattung einiges raus. Das Leder fühlt sich nicht nur handschuhweich an, es riecht auch nach Natur. Die Verarbeitung genügt kritischsten Blicken, wo das Armaturenbrett einen unwürdigen Eindruck macht, so wird vieles durch die Haptik des verwendeten Materials wieder ausgeglichen.
Und wir denken noch mal zurück: der Spaß kostet in dieser Form mindestens 12.200 Euronen Aufpreis.
Aber die spürt man wenigstens mal, wenn ich auch ehrlich zugeben muss, das selbst die steuerfreie Million bei Jauch mich nicht dazu brächte, in den Innenraum solche Summen zu investieren. Wer das nötige Kleingeld hat... bitte, hier bietet sich ein wunderbares Feld, es loszuwerden.
Die Technik
Triebwerk
Huch... schreibt der Kerl sonst nicht immer Motor?
Ja, sonst.
Triebwerk stimmt einfach. Von den Papierwerten her unterscheidet sich der 740d nicht allzu sehr von den Gefährten dieser Klasse, dem A8 TDI und dem S400CDI.
Geboten werden aus 3.901ccm 258 PS bei 4.000 U/min.
Die durchschlagende Wirkung des Triebwerks stellen aber stramme 600Nm bei 1.900 U/min sicher. Diese Werte werden mit allen Registern heutiger Dieseltechnik erreicht, von CommonRail der 2. Generation über Turbolader mit variabler Turbinenschaufelgeometrie bis hin zum 4-Ventilkopf für jeden Zylinder ist alles versammelt, was heute technisch machbar ist.
Der obligatorische Blick auf den Motor enthüllt nichts, wie üblich wird eine weite Plastiklandschaft von Verkleidungen geboten, der eigentliche Motor bleibt verborgen. Zur regelmäßigen Wartung erforderliche Dinge liegen aber gut zur Hand, auch die Motorhaube läßt sich noch mit sauberen Fingern öffnen... da hat im übrigen Audi wohl nur noch den Mann im Blaumann bei dieser Tätigkeit im Auge, beim A8 jedenfalls ist diese Tätigkeit wie vor 20 Jahren nur durch Suchen in der Ritze zu erledigen.
Beim Siebener gibt es beim Getriebe keine wirkliche Auswahl, es ist in allen Versionen eine Sechsgang-Wandlerautomatik verbaut, im übrigen die erste dieser Bauart im PKW. Bis auf die Hinterachsübersetzung vertraut BMW auch auf durchgehend gleiche Übersetzungen der einzelnen Gangstufen in den einzelnen Gängen. Hier beim 740d paßt das wunderbar... der Fahrer eines 730i wird aber auf Dauer neue Flüche lernen.
Fahrwerk(murks)
Wie jetzt? Ok, 'tschuldigung, in unserem Sportpaketauto mit DynamicDrive ist ja soweit alles paletti.
Wieso schreibt der dann Murks? Ganz einfach, weil der Siebener ein Kind des ESP ist. Was heißt das? Die serienmäßige Abstimmung ist auf Teufel komm raus auf Fahrdynamik ausgelegt (macht ja auch saumäßigen Spaß), das bedeutet, das der Siebener ohne Elektronik eine gaaaaaanz üble Heckschleuder ist. Und?
Das allein wäre noch nicht so schlimm. Jetzt waren die Herren aber so schlau, und haben diese absolute Kurvengierigkeit mit einer extrem weichen Grundabstimmung gepaart. Heißt: kommt die Fuhre einmal wirklich aus der Bahn, bedarf es einer extrem kundigen Hand, um die Kiste überhaupt wieder in den Griff zu bekommen.
Die Auto, Motor und Sport hat dieser ganz speziellen Siebener-Problematik mal einen ganzen Artikel gewidmet, das ging soweit, das bei Autos ohne DynamicDrive nach dem Test Stabilisatoren aus ihren Halterungen gesprungen waren.
Wieso machen die denn so was?
Nun... weil eben die Gläubigkeit an die Elektronik hoch ist. Ich möchte nicht wissen, wie viele Autos schon bei 180 km/h wegen eines defekten ESP Sensors von der Autobahn geflogen sind (kann nicht passieren? Kann! Weil es passieren kann, das ein fehlendes Sensorsignal als Schleudern interpretiert wird und dann "mal eben" z.B. das linke Hinterrad alleine abgebremst wird... mit solchen Spielen kann man lustige Abgänge machen).
Ziel der BMW Entwickler war es aber, das der Siebener extrem handlich sein sollte. Ist er auch. Die Frage ist nur, ob ausgerechnet der typische Siebener Kunde extrem scharf auf superscharfes Handling sein soll... ich glaub mal eher nicht.. Dieser Kunde wird eher Komfort mögen.
Die Grundkonstruktion des Fahrwerks besteht im übrigen komplett aus Leichtmetall. Und gehorcht dem Stand der Technik, Mehrlenkerachsen vorne wie hinten.
Dazu gibt es vorne wie hinten innenbelüftete Scheiben in angemessener Größe.
Immerhin müssen rund 2.150kg Lebendgewicht gebändigt werden.
Die Gewichtsverteilung ist trotz des schweren Diesels recht ausgewogen, 52% lasten auf der Vorderachse, 48% auf der Hinterhand, das sorgt auch im Winter für entschlossene Traktion.
Fahren wir endlich!
Wir haben unseren Schlüsselersatz in das dafür vorgesehene Löchlein gestopft und betätigen den Startknopf.
Musik ist an, ahja... minimale Vibrationen und eine bei 650 U/min ausharrende Nadel des Drehzahlmessers künden davon, daß wir den Diesel geweckt haben. Radio ganz leise... oha... es murmelt vorn, aber es dieselt nicht. Schön!
Wir fummeln uns aus der Lücke (Stammleser erinnern sich, die engen Lücken auf den Geländen, wo man solch Autos übernimmt, sind traditionell Prüfparcours für Ausparkkunst) und fluchen dabei bereits gekonnt, laut und mehrfach wegen des Wählhebels der Automatik, der den schnellen Wechsel zwischen Vorwärts- und Rückwärtsfahrt unmöglich macht... lieber warten, und vorsichtig die Bremse los, als den Nebenmann verkürzen.
Geschafft, die Fuhre rollt.
Meine bessere Hälfte war derweil in der Innenstadt, auch Münchner Geschäfte wollen gesponsert sein, die fünf Minuten, die sie braucht, um mir sagen zu können, wo sie denn gerade ist, reichen mir, um die Navi soweit im Griff zu haben, mich dahin zu leiten, wo es denn hingehen soll. Also ab in die Stadt, in München nimmt den Siebener irgendwie niemand wahr, so soll das sein.
Meine bessere Hälfte hat brav dafür gesorgt, das wir die 500 Liter Kofferraum auch mit zwei Leuten für einen Wochenendtrip nutzen können, die Sonne scheint, die Klimaanlage kühlt, die Beine von... halt! Fahren, ok.
Nebenbei, beim Anblick des aus seinen Doppelscheinwerfern traurig blickenden 740d hat sie zuerst: "Mit DEM fahren wir aber nicht zum Gardasee gesagt!!!" (ich hab noch ein paar mehr Ausrufezeichen mitschwingen hören). Innen war sie aber versöhnt, hinter der Münchner Stadtgrenze hatte sie dann ihren Sitz auch passend und das Klima angenehm geregelt.
Freitagnachmittag im Sommer an den Gardasee... der geneigte Leser errät leicht, daß diese Tour eher von gemütlicher Ruhe und Entdeckerlust der Reisenden geprägt war. O-Ton Beifahrersitz, im Stop-and-go Verkehr: "Kannst Du nicht mal zwei Minuten stehen bleiben? Ich würde das gerne mal am Stück sehen!". Was sehen? Was redet die da? Achso, der Effekt ist einfach: Fernsehen gibt es vorne nur im Stand, ab satter Schrittgeschwindigkeit wird auf Navi umgeschaltet. Nebenwirkungen? Fräulein Doktor hat eine zeitlang hinten gesessen. Bis dann "mir wird hier bestimmt schlecht" die Ankündigung für "ich will wieder nach vorne" bot.
Lohn der Rollerei war ein Verbrauch von knapp 8.2 Litern, irgendwie war ich mir selbst am Ziel nicht sicher, ob der Drehzahlmesser auf der Strecke je mehr als 2.000 U/min angezeigt hatte.
Die beiden darauf folgenden Tage wurde der 740d bis auf einige kurzweilige Spurtspiele (nein liebe Alfisti, ein 156, auch als V6, reicht nicht, um einen Teutonendiesel einen Berg hoch zu überholen!) artgerecht gehalten, im dichten Wochenendtouriverkehr nicht anders machbar.
Am Ende standen sonntags nachts 950km mehr auf der Uhr, von denen die allermeisten entspannt vergingen. Verbrauch beim zügigen Gleiten mit bis zu 220 km/h auf der Autobahn 9.5l.
Erstes Zwischenfazit: extrem guter Reisegleiter, völlig souverän, ohne Hektik zügig zu fahren.
Die Woche beginnt allein im Auto und ohne ("siehst Du den LKW?" "Ja, Geliebte" "SIEHST DU DEN LKW AUCH???" "Jaha, Schatz" "SIEHST DU EIGENTLICH, DASS DER RAUSFÄHRT????" "....." und dreht das Radio lauter, während er weiter gemütlich mit Tacho 90 dem LKW folgt, der sich schon eine Minute vorher blinkend bemerkbar machte...) Beifahrer. Mit anderen Worten: schaun wa mal, wasser kann!
Bis zur Autobahn trau ich ihm Betriebstemperatur zu (12 km), danach sieht er den ersten digitalen Tag. Ergebnis? Faszinierende Perspektiven tun sich auf. Tritt einem der Phaeton V10 brutal ins Kreuz, braucht der A8 TDI einen Gedenkwimpernschlag, um loszudrücken, hängt einen der 400 CDI ans große Gummiband... der BMW Großdiesel drückt einfach los. Ohne Ansatz, ohne Gedenksekunde. Er schiebt satt aus dem Keller, wird in der Mitte gnadenlos und dreht für Dieselverhältnisse sogar munter raus.
Die Automatik? Spielt unauffällig mit, die Eigenschaltversuche gebe ich bald auf.
In Sachen Triebstrang haben wir also einen echten Traum unterm Hintern.
Was sagt der Verbrauch? Ohne jede Gnade digital bewegt (dazu gehören aber für mich Autobahnbaustellen auf der rechten Spur hinter den Lkws, mein Punktekonto bleibt jungfräulich) drücke ich ihm knapp 13 Liter Diesel durch die Düsen. Im Schnitt ergeben sich bei mir knappe 11 Liter, über alle Tankstops gemittelt 10.8l. Wobei man fairerweise dazu sagen muss, daß wir nicht nur in Italien sondern in der Zeit auch in Südfrankreich waren, also mal locker rund 3.500 km ruhiges Gleiten angesagt war.
Und das Fahrverhalten?
Tja... zwei Seelen, ach, wohnen in seiner Brust.
Da ist die Gleiterseele, die auf der Autobahn alles wegbügelt und auch Landstraßen letzter Ordnung erträglich macht... aber wehe, man tritt dem Dickschiff auf den Schwanz. Mit ESP wird zwar dank Sportpaket schon mehr Action als ohne geboten... trotzdem bleibt das Auto immer meilenweit weg vom Grenzbereich, es gelingt nie, den 20" Schlappen auch nur ein ansatzweises Geräusch zu entlocken.
Was ist das? Das ist narrensicher, jeder Depp könnte das Auto ohne nasse Hände mit Vollgas durchs Gebirge bewegen... die Elektronik wird's schon richten.
Und was ist das noch? Laaaaaangweilig! Also, ESP aus (per Knopf geht das nicht, böse Menschen wissen aber, welche Sicherung man zieht... also GANZ aus!) und ab dafür! Ich habe das Auto mit zu einem Sicherheitstraining gehabt und ihn zur Vorführung gebraucht.
Was jetzt kommt, gilt nur MIT Sportfahrwerk: Handling exzellent, Beherrschbarkeit bestens, Aufstellen gleich null, Lenkbarkeit nur mit Gas (Skidpad) 100%. Aber: nicht stationär auf der Kreisbahn sondern in Wechselkurven auf dem Ring bewegt kommt eine üble Neigung zum Aufstellen und zum Konterschwung in die Fuhre, zwar anders als beim Serienfahrwerk beherrschbar, aber trotzdem etwas tückisch.
Fazit: für den Normalfahrer sicher wunderbar, für sportlich ambitionierte Menschen bitte ich dringend, sich die Wahl der Fahrzeugklasse noch mal zu überlegen. Auch der Siebener ist ein satter Zweitonner, kein Sportler. Auch wenn es sich so anfühlt, manchmal.
Komfort
Nun ja. Er ist keine S-Klasse, er ist kein Phaeton, er ist kein A8. Er ist eben ein BMW. Heißt: man bekommt schon mit, worüber man fährt.
Man ist dem Geschehen beleibe nicht so entrückt, wie in einer S-Klasse oder einem Phaeton. Aber man ist auch nicht Opfer der Luftfederung wie im Audi. Mit Sportfahrwerk ist der Komfort einfach vernünftig. Wer eine Sänfte wünscht, das geht mit anderen Fahrwerken auch beim Siebener. Aber das ist dann eine tückische Sänfte... wer so was mag, soll doch Mercedes kaufen.
Zu hören gibt es vom Auto selbst nur wenig, bei über 200 km/h läßt es sich ohne die Stimme zu erheben reden.
Kosten
Die dunkle Seite der Geschichte. Als wäre das Herkunftsland Modor, so verbreiten alle Informationen aus diesem Kapitel Angst und Schrecken. Beispiele gefällig? Versicherungstypklassen: Haftpflicht 23, Teilkasko alt/neu 39/29, Vollkasko alt/neu 33/30. Bedenkt man, das nach der neuen Regelung bei 30 die höchste Klasse erreicht ist, möge sich jeder selbst ein Bild machen.
Dazu kommen Euro3 zu versteuernde 3900 ccm, von denen je angefangene 100 ccm 16.05 € an den Fiskus zu bezahlen sind, macht jährlich schlappe 625,95 €.
Gehen wir in dieser Klasse dazu noch von einem sehr deutlichen Wertverlust aus, nehmen zwar nicht astronomische, aber doch deutlich spürbare Werkstattkosten dazu (kleine Inspektion etwa 250-300 €, große etwa 450-600 €, Intervalle variabel je nach Fahrweise), vergrößert durch extreme Kosten für Bereifung (einer der montierten Hinterreifen allein 340 Euro), dann merken wir so langsam: wir sind in der Luxusklasse und mit dem Diesel lassen wir uns das Sparen mal richtig was kosten!
Fazit
Oha, da wird es schwer.
Ich geb ihm mal fünf Sterne.
;) Das glaubt Ihr doch alle nicht, na gut, ich auch nicht.
Ein Stern weg wegen des Designs, außen und innen.
Ok, vier Sterne, das ist fair!
Meint Ihr?
Ich nicht. Ich sehe mir die Preise an, weiß, daß das Serienfahrwerk nur Müll ist... also, ich ziehe noch einen Stern ab wegen Preispolitik und Fahrwerksmängeln.
Drei Sterne.
Hm.... das Auto fährt sich wie ein Traum, der Motor ist der einzige mir bekannte Diesel, der am Gas(fuß) hängt wie ein hungriger Säugling an der Flasche, die Sitze sind fantastisch... und... gut jetzt!
Drei Sterne, soll keiner sagen, ich hätte die BMW Brille auf.
Soderle. Und wie immer an dieser Stelle sind mir Kommentare, Kritik und Wünsche, was Ihr im Bericht vermißt, sehr willkommen!
Ab dem 17.10.2004 wird meine Website www.autotestnet.de online sein, dort gibt es die Tests noch einmal, da aber ausführlich bebildert.
================= Bei Verschmelzung identischer Produkte angehängt: ==========================
Hallo liebe Yopi-Leser und Fremdlinge!
Dieser Erfahrungsbericht stellt Euch den BMW 745d vor, den Nachfolger des bereits von mir vorgestellten 740d.
Und vorweg, für alle Schnellklicker und Leute, die davon überzeugt sind, über ein Auto dürfte man erst nach mindestens 5 Jahren Erfahrung und 100.000 km schreiben... bitte einmal abwerten und weiterklicken, Ihr seid hier falsch.
Für die, die keine Romane mögen, hier eine Kurzbewertung:
Karosserie:
+ großzügiges Raumangebot vorn wie hinten
+ ausreichender Kofferraum
- undurchsichtige Bedienung, nur marginal verbessert
+ in Testkonfiguration extrem gute Materialanmutung
Fahrkomfort:
- bei Langsamfahrt eingeschränkter Federungskomfort
+ bei hohem Tempo sehr guter Federungskomfort
+ extrem geringes Geräuschniveau
+ gute Sitze vorn wie hinten
Antrieb:
++ auch aus tiefstem Drehzahlkeller gnadenloser Antritt
++ erster Diesel mit V8-Brabbeln
+ bestens abgestimmte Automatik
- Automatikwählhebel eine unverschämte Fehlkonstruktion
Fahreigenschaften:
+ sehr sicheres Fahrverhalten
- eingeschränkte Handlichkeit ob der schieren Masse
+ brauchbare Wintertauglichkeit
++ idealer Langstreckenvernichter
Sicherheit:
+ sehr gute Sicherheitsausstattung
+ sehr standfeste Bremsen ohne Fading
+ geringe Seitenwindempfindlichkeit
+ sehr gutes Licht
Kosten:
-- extrem hoher Anschaffungspreis
-- extrem hoher Wertverlust
- kräftige Werkstattkosten
- starker Reifenverschleiß
Das hier beschriebene Fahrzeug stand mir vom 01.04.2005 bis zum 03.06.2005 zur Verfügung, insgesamt hat er 6.250 km in meiner Hand zurückgelegt.
Der 745d von außen
Der 745d gehört der überarbeiteten Siebener-Generation an.
Mit einer Handvoll kleiner Maßnahmen hat sich der Charakter des Fahrzeugs doch schon erheblich zu seinem Gunsten verändert.
Von vorn betrachtet haben die Hauptscheinwerfer ihre „Tränensäcke“ verloren, dazu gibt es jetzt ein „Lächeln“ durch die V-förmigen Lufteinlässe in der Frontmaske.
Seitlich wurde nicht viel getan, es gibt lediglich eine neue Schwellerabdeckung, die das Bild jetzt harmonischer macht.
Den deutlichsten Fortschritt im Design gab es beim Heck.
So wurden nicht nur die Rückleuchten neu und harmonischer gezeichnet, eine Chromleiste als verbindendes Element zwischen den Heckleuchten nimmt dem Heck seine Schwere.
Im Ergebnis ist aus dem Siebener zwar immer noch keine Designikone geworden, die Disharmonie und Schwere des Vorgängers ist aber stark abgemildert.
Es bleibt immer noch eine Art „Panzerspähwagen“, allerdings kann man ihn jetzt ohne Maske fahren.
In so manchem Leserbrief der Fachzeitschriften beschwerten sich Leser über die zu große Familienähnlichkeit zu kleineren BMW-Modellen.
Das kann ich nicht nachvollziehen, für mich ist das Facelift in erster Linie eine Entschlackung des vorher ultra-klobigen und an mancher Stelle schlicht hilflosen Designs.
Beim 745d gehören immerhin 18“ LM-Räder zum serienmäßigen Lieferumfang, die kleineren Modelle müssen mit 17“ Rädern auskommen, die dazu noch mit Radkappen versehen sind, so was sollte in dieser Fahrzeugklasse verboten sein.
Der hier vorgestellte Testwagen steht auf einem 20“ Radsatz, der der Seitenansicht viel von seiner Plumpheit nimmt. Im Zubehör sind noch größere Räder erhältlich, dann kostet ein Radsatz aber den Gegenwert eines Kleinwagens.
Der Innenraum
Das hier vorgestellte Fahrzeug hat mit einem 745d in Basiskonfiguration nicht mehr viel gemein.
Doch bevor ich schildere, was hier alles geboten wird, kurz den Vergleich zum Vorgänger.
Der zeichnete sich durch regelrecht gefährliche Bedienmucken aus, war der erste BMW der den unseligen IDrive-Controler auf die Straße brachte und hatte echtes Verbesserungspotential für eine tiefgreifende Überarbeitung.
Und was macht BMW, packen sie das Übel an der Wurzel?
Mitnichten.
IDrive wurde zwar entschlackt, der Controler bekam ein Ledermützchen, das Radio einen separaten Lautstärkeregler, die Steuerung der Klimaautomatik wurde vereinfacht.
Aber:
Die elektrische Sitzverstellung ist immer noch bescheuerterweise an der Mittelkonsole angesiedelt, der jämmerliche Automatikwählhebel blieb in seiner ganzen Unsinnigkeit erhalten, die Lenkstockhebel bleiben überfrachtet, die Instrumente bleiben gewohnt karg und eher einem Lada als einem BMW angemessen.
So gelungen das Facelift außen ausgefallen ist, innen fehlt die nötige Konsequenz, der Siebener ist weiterhin die größte Bedienkatastrophe der automobilen Oberklasse.
Und jetzt die Versöhnung.
Der Testwagen zeigt eine Ausstattung, die BMW „Individual Komposition mit maritimem Charakter“ nennt.
Schon die Lackierung in der Individualfarbe nachtblau-Metallic sieht edel aus, innen wird die Idee des „maritimen Charakters“ aber erst wirklich spürbar.
Das Leder in handschuhweicher „Merino“-Qualität in der Farbe champagner macht schon einen extrem edlen Eindruck, den Kick verleiht aber das Mahagoniholz, das konsequent wie beim Bau edler Schiffe eingesetzt wurde. Im Ergebnis schafft diese Kombination ein ganz eigene Atmosphäre im Inneren des hier vorgestellten 745d, der Unterschied von einem Basis-Siebener zum hier vorgestellten ist ein regelrechter Quantensprung.
Die kompletten Preise gibt es zwar erst zum Schluß, es sei nur mal eine Zahl genannt: das edle Vergnügen kostet die Kleinigkeit von 35.210,- Euro. Fragen?
Platzverhältnisse
Hier krankt der Testwagen ein klein wenig an seinen üppigen Sonderausstattungen.
Die vorne Sitzenden sind davon nicht betroffen und genießen die gewohnt generöse Siebener Bewegungsfreiheit.
Im Fond sieht das etwas anders aus, in die Rücklehnen der Vordersitzen sind große Monitore eingearbeitet, die aber auch ein paar Zentimeter Fußraum kosten, da deren Konsole bis an die Unterkante der Sitze reichen.
Dazu kommen zwei ausklappbare Tische für die Rücksitzpassagiere, deren Unterbringung auch ein paar Zentimeter kostet.
Da es den Diesel nicht mit langem Radstand gibt, bleibt beim hier vorgestellten Fahrzeug der Eindruck, von der Ausstattungsfülle ein wenig erdrückt zu werden.
Ansonsten ist der Platz aber geblieben, was er immer war: gut ausreichend für vier Personen und mit 500 Liter Kofferraumvolumen auch für mehr als einen Wochenendtrip geeignet.
Die Sitze
Die Übernahme des hier vorgestellten Fahrzeugs wäre fast an einem Punkt gescheitert: keine Sportsitze!
Zwar hat der Testwagen das Sportpaket, aber es sind die (gegenüber den Sportsitzen nochmals aufpreispflichtigen!) Komfortsitze eingebaut.
Die lassen sich zwar in jede nur denkbare Richtung (unter anderem Lehnenbreite, Sitzkissenlänge und der Neigung des oberen Lehnenteils) verstellen, sind beheizt, belüftet und massieren auf Knopfdruck den Rücken des Fahrers... aber sie bieten mir persönlich nicht genug Seitenhalt.
Die Fondsitze sind ebenso ausgerüstet, einzeln verstellbar und sicher alles andere als eine zweite Klasse.
Der Sitzspaß im Testwagen repräsentiert einen Aufpreis von 7.220,- Euro. Fragen??
Verarbeitung – Material - Haptik
Nun ja.
Hätte ich den Preis jetzt nicht im Kopf (noch mal zur Erinnerung: 35.210,- Euro), ich würde nur noch schwärmen.
Die Verarbeitung ist nahezu perfekt, ob Leder oder Holz, alles ist vom Besten.
Bleiben wir im Bereich des „Vernünftigen“, nimmt normales Leder und gibt sich mit dem serienmäßigen Holz zufrieden, dann ist der Siebener zwar immer noch keine billige Kiste im Stil des neuen Dreiers, aber doch wieder weit weg, in seiner Klasse Maßstäbe zu setzen.
Benchmark in dieser Klasse bleibt für mich der VW Phaeton, dann folgt der Audi A8, erst auf dem dritten Rang folgt der Siebener in Normalausstattung.
Die Technik
Triebwerk
Den Begriff habe ich bereits beim Vorgänger genommen, um das Kapitel über die Technik zu beginnen.
Basierend auf dem bereits gnadenlos guten Vorgänger hat der neue Motor noch einmal in allen Bereichen hinzu gewonnen.
Ob Drehmoment (statt 600 Nm gibt es jetzt stramme 700 Nm, die auch noch früher anliegen) oder Leistung (statt 258 gibt es jetzt glatte 300 PS), aus dem sahnigen 4.0 Liter Motor ist ein 4.5 Liter Aggregat aus der Doppelrahmstufe entstanden.
Dabei gibt es nicht allein mehr Hubraum, neben innermotorischen Maßnahmen kommt auch eine neue CommonRail Einspritzung der 3. Generation in Verbindung mit Piezo Einspritzdüsen neuester Bauart zum Einsatz.
Endlich gibt es auch serienmäßig den Rußpartikelfilter, lange genug hat es gedauert.
Triebstrang
Wie gewohnt gibt es eine sechsstufige Automatik im Siebener, die nur leicht überarbeitet wurde.
Gäbe es nicht die 7-G-Tronic-Automatik bei Mercedes, man hätte keine Kritikpunkte.
So bleibt das BMW-Getriebe nur zweite Wahl, obwohl bei der Abstimmung der Elektronik deutliche Fortschritte zu bemerken sind. Aber immer noch bleibt die Automatik zu lange im Sportmodus, auch wenn schon lange wieder ruhiges Mitschwimmen im Verkehr angesagt ist.
Der Rest des Triebstrangs bleibt auf altem Standard, eine Sperre an der Hinterachse sucht man weiter vergeblich.
Das Fahrwerk
Hatte ich dieses Kapitel beim Vorgänger noch mit „Fahrwerk(murks)“ überschrieben, hat BMW da aus der heftigen Kritik dazu gelernt.
War es beim Vorgänger noch eine halbe Wissenschaft, aus den diversen angebotenen Fahrwerksextras etwas Passendes zusammen zu bekommen, ist die Entscheidung jetzt erheblich einfacher.
Es gibt drei Alternativen: Basis, Fahrwerk mit „Adaptive Drive“ (inklusive DynamicDrive Wankverhinderer) und das Sportfahrwerk aus dem Sportpaket.
Im Gegensatz zur auto, motor und sport, die das Sportpaket überteuert finden, kann ich es nur klar empfehlen.
Rechnet man nämlich korrekt und betrachtet den gesamten Umfang und nicht nur das Fahrwerk, sondern bezieht auch die einzeln nicht erhältlichen Sportsitze, Leder und die größeren Räder in die Rechnung mit ein, dann stellt man fest, daß dieses Paket im Verhältnis günstig (bitte: nicht die absolute Summe, das Verhältnis!) und nicht etwa teuer ist. Bitte demnächst Rechnen und nicht polemisieren, liebe ams Redakteure!
Kurz zusammengefaßt: BMW hat den Murks ausgemerzt, auch ein serienmäßiger Siebener ist heute ein sicher liegendes Auto, die extreme Übersteuertendenz mit dem Serienfahrwerk und abgeschaltetem ESP (bei BMW DSC genannt) ist Geschichte.
Fahren wir
Beim ersten Kontakt zu diesem Auto habe ich mich zunächst mal eine halbe Stunde mit den diversen Elektronik-Goodies beschäftigt, die der Testwagen mitbringt, doch dazu später mehr.
Zunächst mal ist alles, wie ich es auch schon aus dem Vorgänger gewohnt war.
Schlüsselersatz (liebe BMW-Produktmanager: leiht Euch mal einen aktuellen Passat, laßt das Auto da und seht Euch nur mal den Schlüsselersatz an, damit Ihr in Zukunft wißt, wie man so etwas haptisch und funktionell besser gestaltet) in das Fach fummeln, Startknopf drücken, staunen (läuft er jetzt oder nicht?) und fluchen (der unsägliche Wählhebel der Automatik sorgt dafür).
Sanftes Murmeln dringt aus dem Motorabteil, Dieselklänge sind auch mit sensiblen Ohren nicht herauszufiltern.
Beim Ausparken empfindet man ein spontane Liebe zur Parkdistanzkontrolle, ohne die ist der Siebener kaum ohne teure Schäden zu rangieren.
Ab in den Verkehr, wie immer bei BMW habe ich das Auto in München übernommen, auf dem Programm steht die Fahrt ins heimische Köln.
Durch die Stadt bewegt man den gut 2.2 Tonnen schweren Brocken mühelos, der V8-Diesel hat seinen Gedenkwimpernschlag komplett abgelegt und drückt jetzt ohne jede Verzögerung los.
Dabei ist man mit niedrigsten Drehzahlen unterwegs, 60 in der Stadt lassen den Drehzahlmesser bei knapp über 1.000 U/min verharren.
Kurze Zwischenspurts sollte man tunlichst ohne Vollgas einleiten, ansonsten wird spontan zurückgeschaltet und es gibt viel zuviel Schub.
Also, sanftes Gasgeben ist angesagt, auch dieses wird mit sofort mit Druck beantwortet und nebenbei von einem geradezu süchtig machenden Klang garniert.
Bitte?
Ja, BMW hat es geschafft, dem Großdiesel echten V8-Klang zu entlocken, vom gemütlichen Gebrabbel bis hin zum Hämmern ist alles dabei. Gnadenlos gut!
Ab auf die Autobahn.
Der rechte Fuß legt das elektronische Gaspedal in die Auslegware, die Insassen werden in die Sitze gepreßt, 700 Nm schlagen gnadenlos zu und die Tachonadel bekommt einen sehr netten Schwung nach oben.
Normale Geschwindigkeiten werden ansatzlos und ohne jede Mühe realisiert, subjektiv betrachtet kann auch ein 445 PS starker 760i nicht mehr Druck bieten.
Legt man es drauf an, pustet der dicke Diesel den Siebener in 6.8 Sekunden von 0 auf 100 km/h, gefühlsmäßig konnte das der Testwagen noch besser.
Und es bleibt noch reichlich Luft für die Tuningbranche, dem Motor sind mit Sicherheit auch noch reichlich PS mehr zu entlocken.
War der 740d schon ein wunderbarer Langstreckenvernichter, kann der 745d das ganze noch toppen, jetzt gibt es auch deutlich mehr „Qualm“ als beim Phaeton V10 TDI, der nur 50 Nm mehr Drehmoment hat, dafür aber locker 300 kg Mehrgewicht zu bewegen hat.
Die gut 700km Reichweite beim zügigen Gleiten auf der Autobahn sind auch schon reichlich bemessen, aber auch ein leergefahrener Tank begegnet meist noch einem frischen Fahrer.
Der automobile Alltag findet naturgemäß nicht nur auf der Autobahn statt, auf Landstraßen kaschiert der 745d geschickt seine Gewichtsklasse und zeigt Ansätze von Sportlichkeit, die man dem Trumm gar nicht zutrauen würde.
Dazu paßt auch die exzellente Bremse, die egal ob kalt oder heiß jederzeit gut dosierbar zubeißt.
Die kleinen Ärgernisse des täglichen Umgangs sind dem Siebener aber leider auch erhalten geblieben.
Es gibt immer noch keinen Platz für eine Wasserflasche im Innenraum, die Schalttasten im Lenkrad sind immer noch an der falschen Stelle (liebste Produktmanager: fahrt mal ALPINA, wenn Ihr sehen wollt, wie man so was wirklich macht!), der Gurtverlauf ist für schmale Hemden wie mich nicht optimal, die Außenspiegel dürften ruhig noch näher ranklappen, der Automatikwählhebel bleibt Müll, genauso wie der IDrive-Controler.
Das Fahrverhalten
Wurden mit dem Vorgänger 740d noch quasi zwei Autos verkauft, ein Reisegleiter und ein sportlich angehauchter Brocken, hat sich das geändert.
Natürlich ist eine 2.2 Tonnen schwere Luxuslimousine kein Sportwagen und kein Kurvenräuber.
Aber der Siebener ist immer exzellent beherrschbar, es gibt keine unbotmäßigen Einmischungen der Elektronik mehr wie es früher die Regel war, die Systeme sind viel harmonischer abgestimmt.
Auch abgeschaltet, ohne die elektronischen Helferlein bleibt der 745d sauber beherrschbar, die Konterneigung nach schnellem Einlenken ist weitgehend verschwunden.
Auch den 745d habe ich über den Ring bewegt, nicht ganz sein natürliches Revier, aber doch mit viel Spaß zu erledigen. Es gibt also eine wirklich spürbare Verbesserung des Fahrverhaltens, die BMW Testingenieure haben gute Arbeit geleistet.
Komfort
Auch hier finden wir den schon guten Vorgänger noch verbessert.
Trotz der Extrembereifung rollt der 745d leise ab, unziemliche Poltergeräusche über kleine Unebenheiten wie Kanaldeckel gibt es nicht mehr.
Erhalten geblieben ist die typische Hochgeschwindigkeitsauslegung.
Heißt: langsam gefahren wirkt der 745d ein wenig steifbeinig, mit zunehmendem Tempo
wird der Federungskomfort immer geschmeidiger.
Jedenfalls ist die Stahlfederung des Siebener den Luftfederungen der Mitbewerber nicht
unterlegen.
Genauso gut ist der Geräuschkomfort.
Auch im Bereich der Höchstgeschwindigkeit herrscht angenehme Ruhe, es gibt weder störende Windgeräusche noch stört das Motorgeräusch.
Das ist sowieso ein wohlkomponierter Klang und bewußt nicht zu sehr gedämpft, das Ergebnis ergibt jedenfalls einen sehr hohen Wohlfühlfaktor.
Dazu passen auch Heizung und Belüftung. Nicht so gut gemacht wie im Anti-Zugluft optimierten VW Phaeton wird doch eine wirkungsvoll und dezent arbeitende Anlage geboten.
Wobei es aus meiner Sicht eine schlichte Unverschämtheit ist, beim Siebener für die Vierzonen-Klimaautomatik noch einen Aufpreis zu verlangen.
Licht & Sicht
Seit dem Facelift haben alle Siebener serienmäßig Bi-Xenonscheinwerfer.
Beim Testwagen kommt noch das aufpreispflichtige adaptive Kurvenlicht dazu, das Ergebnis kann wirklich überzeugen.
Hatten BMW in früheren Zeiten meist ein hervorragendes Fernlicht und bestenfalls durchschnittliches Abblendlicht, so kann man heute nur noch Lob aussprechen.
Saubere Hell-/Dunkelgrenzen, nur minimales Streulicht, hervorragende Reichweite, es bleibt kein Wunsch mehr offen.
Auch gut gelungen ist die Leuchtkraft der Nebelscheinwerfer, deren Breitenwirkung man bei dichtem Nebel nicht missen möchte.
Auf gewohnt hohem BMW-Standard arbeiten die Scheibenwischer, auch bei 200 km/h wird Sprühnebel sauber weggewischt, der Regensensor reagiert überzeugend schnell, die Gicht eines LKW ist sofort weggewischt, noch bevor die eigene Hand zum Hebel zuckt.
Anhängerbetrieb
Wie die Zufälle halt manchmal so spielen, fiel die Zeit mit dem 745d gerade mit einem meiner häufigen Umzüge zusammen.
So konnte ich den 745d mit einem knapp 1.8 Tonnen schweren Anhänger erleben, auf einer Strecke mit Autobahn, winkligen Landsträßchen und Stadtverkehr.
2.300 kg darf der 745d maximal ziehen, mit den 1.8 Tonnen am Haken hatte der Diesel demgemäß wenig Mühe.
Aber nicht nur der Motor überzeugt bei Gespannfahrt, das ganze Auto kann überzeugen. Auch übles Spurrinnengeläuf auf der rechten Spur der A3 bringen keine Unruhe ins Fahrwerk, Talbrücken mit üblem Seitenwind werden ohne feuchte Hände passiert.
Soll es kein großer Geländewagen (neudeutsch: SUV) sein, ist der Siebener ein guter Kandidat, auch schwere Anhänger ohne Streß zu bewegen.
Selbst der Verbrauch ist noch sehr zivil, mit 1.8 Tonnen am Haken und einer manchmal Vollgas fordernden Strecke blieb es bei 13 Litern auf 100 km.
Kommunikation
Bevor ich da in die einzelnen Punkte einsteige nur soviel: die hier verbauten Sonderausstattungen repräsentieren einen Gegenwert von 31.190,- Euro. Fragen???
Bereits im Serientrimm ab Werk bringt der 745d schon ein Radio und ein Hifilautsprechersystem mit.
Woher also dieser prohibitive Aufpreis?
Zunächst mal die sinnvollen bzw. unverzichtbaren Optionen.
Absolut unverzichtbar ist das Navigationssystem (Aufpreis 2.450,- Euro), ohne das ein Siebener als Gebrauchtwagen nie mehr verkaufbar sein wird.
Da gibt es auch einen großen Fortschritt, das aktuelle System ist auf dem Stand der Technik, mit DVD-Laufwerk und Europakarte, dazu einem schnelleren Rechner eine 100% Empfehlung wert.
Als Wermutstropfen bleibt die manchmal hakelige Menüführung des IDrive-Prinzips, dafür gibt es gute Routenberechnungen, eine sehr gute Kartendarstellung ohne 3D-Chi-Chi und eine sinnvolle Verknüpfung mit Zusatzfunktionen.
Ein Beispiel: ein Hotel in der Nähe des Zielort sucht man innerhalb von Sekunden, auf dem Bildschirm zeigt sich die Hotelinfo, ein Druck weiter und das Telefon stellt eine Verbindung her.
Das Telefon selbst findet nicht meine uneingeschränkte Zustimmung, für den Preis erwartet man einfach mehr. Mehr Luxus, mehr Qualität. Und den Zweithörer im Fond halte ich für eine absolut überflüssige Investition... Fondpassagiere bringen mit Sicherheit eher ein Handy mit als ihre Karte fürs Auto zu opfern.
Eine dicke Empfehlung verdient dafür das Logic7 Soundsystem. Die 750,- Euro sind gut investiert, außer der untersten Oktave gibt es eine harmonische und saubere Wiedergabe auch von komplexem Ausgangsmaterial.
Und nicht ärgern: aber MP3-Wiedergabe gibt es nicht im Siebener.
Den CD-Wechsler sehe ich als unverzichtbar, 410,- gut investierte Euro. Nur doof untergebracht im Kofferraum.
Auf den gesamten ultrateuren Rest im Auto kann ich prima verzichten.
TV-Empfang im Auto? Für wen, bitte? Für den Chauffeur beim Warten? Albern. Für Kinder, am besten noch mit dem 2.700,- Euro teuren Fondmonitor? Da verläßt mich mein Humor.
Ebenso verzichtbar ist mir der DVD-Wechsler, 1.000,- überflüssige Euro.
Aber es wird besser!
Für den Horrorpreis von 20.400,- Euro bietet BMW eine Multimediaanlage für die Fondsitze.
Dazu gehören zwei große (und furchtbar klobig montierte!) Monitore rechts und links im Fond, auf denen alle eine Menge Funktionen dargestellt werden können.
Ob Fernsehbild oder DVD-Wiedergabe, die Bilder einer Spielekonsole oder die Software des eingebauten PCs (inklusive Internetzugang, E-Mail usw.), der Car-PC bietet eine Menge.
Aber zu welchem Preis!
Mir ist jedenfalls niemand bekannt, der angesichts dieser Preise ernsthaft in Betracht ziehen würde, dieses Equipment auch zu ordern.
Preis und Anschaffung
Kommen wir zu den unerfreulichen Kapiteln des heutigen Erfahrungsberichts.
Wie fast immer habe ich den 745d nicht selbst bestellt, sondern in dieser Ausstattung übernommen, also werte ich auch wieder die Nützlichkeit der Sonderausstattung nach meinem subjektiven Schema (++ = ein MUSS, + = macht Sinn, - = nicht nötig, -- = rausgeworfenes Geld):
BMW 745d Limousine Grundpreis 79.000,-
Außen:
Glasdach, elektrisch mit Schiebe- und Hebefunktion 1.300,- (++)
Klimakomfort-Verbundverglasung 880,- (-)
Sonnenschutzverglasung, Individual 500,- (--)
Funktionsausstattung:
Adaptives Kurvenlicht 600,- (+)
Aktive Geschwindigkeitsregelung 2.050,- (+)
Alarmanlage 430,- (--)
Anhängerkupplung 950,- (+)
Automatische Heckklappenbetätigung 520,- (--)
Komfortzugang 1.170,- (--)
Kühlbox, in Mittelarmlehne hinten 1.400,- (-)
Park Distance Control (PDC) 750,- (++)
Soft Close Automatik (SCA) für Türen 620,- (--)
Universal-Garagentoröffner 230,- (++)
Klimatisierung:
Klimaautomatik mit erweitertem Umfang 630,- (++)
Standheizung/Standlüftung mit Fernbedienung 1.050,- (+)
Kommunikation:
Autotelefon Professional 1.050,- (--)
Zweithörer im Fond für BMW Telefon mit schnurlosem Hörer 750,- (--)
CD-Halterung 80,- (+)
CD-Wechsler 6-fach 410,- (++)
DVD Wechsler 6-fach 1.000,- (-)
Fondbildschirm 2.700,- (--)
HiFi System Professional LOGIC7 750,- (++)
Navigationssystem Professional inkl. DVD 2.450,- (++)
Spracheingabesystem 400,- (+)
TV-Funktion analoger und digitaler Empfang 1.200,- (--)
BMW Individual Rear Seat Infotainment Online, umfaßt: 20.400,- (--)
- 2 Monitore 9,5“, integriert in die Rückenlehnen der Vordersitze, Car Infotainment
Computer im Gepäckraum.
- Funktionen: Control-Center Funktionen (Entertainment, Klima, Navigation, Kommunikation, DVD und TV), Internet, E-Mail. Inklusive Funktastatur.
Die Funktionen sind getrennt über beide Fondmonitore gleichzeitig anwendbar.
Sonnenschutzrollos für Heck- und hintere Seitenscheiben elektrisch 750,- (+)
Pakete:
Sportpaket, umfaßt: 8.150,- (++)
- DynamicDrive (Wankausgleich)
- Sitzverstellung elektrisch mit Memory
- Edelholzausführung Vavona grau matt und Polsterung Leder “Pearl“
- Leichtmetallräder V-Speiche 126 mit Mischbereifung
- Hochglanz Shadow Line, Individual
- Sport-Lederlenkrad
- Sportliche Fahrwerksabstimmung
- Sportsitze für Fahrer und Beifahrer
BMW Individual Komposition mit maritimem Charakter 1 12.920,- (+)
- Außen: Lackierung nachtblau metallic, BMW Individual Leichtmetallräder V-Speiche 152 I
- Innen: Vollederausstattung: Individualleder Merino Champagner u.a. für Sitze, Sitzlehnenrückwand, Türspiegel, belederte Mittelkonsole, Instrumententafel Unterteil (Oberteil in Leder schwarz), Türverkleidung komplett (Türbrüstung in Leder schwarz) Interieurleisten in Mahagoni Maritim, Lederlenkrad mit Holzringintarsie, Ablagetasche im Beifahrerfußraum, Veloursfußmatten Anthrazit mit gestickter Kompaßrose, beleuchtete Einstiegsleisten mit BMW Individual Schriftzug und Sitzheizung für Fahrer und Beifahrer
BMW Individual Multifunktionale Mittelkonsole – Variante 2 4.770,- (--)
- Zwei aus der Mittelkonsole ausschwenkbare Tische.
- Inklusive BMW Individual Leseleuchten im Fond
Sitze:
Aktivsitze vorn 750,- (--)
Aktive Sitzbelüftung vorn 1.300,- (--)
Aktive Sitzbelüftung hinten 750,- (--)
Komfortsitze vorn 1.100,- (--)
Komfortsitze im Fond 2.900,- (--)
Sitzheizung für Fondsitze 420,- (--)
Gesamtpreis ab Werk zzgl. Überführung inkl. 16 % MwSt. 158.480,-
Alle Preise in Euro, Stand 05.06.2006
Und jetzt noch mal zum mitdenken.
79.000,- Euro für das Auto.
79.480,- Euro für Extras.
Nette Zahlen, oder?
Ok, das muß auch eigentlich alles nicht sein.
Wirkliche Muß-Zutaten sind nicht so abgehoben.
Um das Auto hinterher verkaufbar zu machen, gehören in dieser Preisklasse Metallic-Lack, Leder, das Adaptive Drive System, Navigation und Schiebedach dazu.
Ich persönlich würde allein der Sitze wegen das Sportpaket wählen.
So ausgestattet wird ein 745d irgendwas in der 90.000 Region kosten, absolut betrachtet sicher immer noch jenseits dessen, was der Normalbürger je für ein Auto ausgeben kann, im Umfeld seiner Klasse betrachtet ist der 745d jedenfalls seinen Preis wert.
Kosten
Bevor wir da zum wirklich bösen Ende kommen, noch ein erfreulicher Punkt. Der Verbrauch.
Friedlich gerollt, mit gestreicheltem Gas und Mitschwimmen im Verkehr ohne Ambition kommt das Dickschiff mit rund 8 Litern auf 100 km aus. Im Zügig absolvierten Alltag ist eine 10 vor dem Komma drin, engagierter bewegt kommen rund 12 Liter auf die Rechnung. Und wie bei starken Autos üblich, gibt es auch hier einen Expreßzuschlag. Der hält sich zwar in Grenzen, auch bei Dauervollgas und dann mit 250 km/h unterwegs laufen nicht mehr als 15 Liter auf 100 km durch die CommonRail Einspritzung.
Und jetzt wird es böse, starten wir bei den Versicherungstypklassen: Haftpflicht brave 23, Teilkasko schon schmerzhafte 29, Vollkasko höchstmögliche 30.
Die Steuerbelastung ist mit 694,80 Euro trotz Euro 4 Einstufung noch heftig. Einen Bonus für den Rußpartikelfilter gibt es jedenfalls nicht.
Die irre Ausstattung des Testwagens wird auch für einen ebenso irren Wertverlust sorgen, kein Zweitkäufer bezahlt diese Menge an Extras wirklich.
Die Werkstattkosten liegen auf dem Niveau des Vorgängers 740d, also wird eine kleine Inspektion etwa 250-300 € kosten, eine große etwa 450-600 €, die Intervalle selbst sind variabel je nach Fahrweise.
Rechnen wir jetzt noch die Reifenkosten (ein Hinterreifen rund 350 Euro, nach 7.000 km blank) dazu, dann merken wir wieder, daß wir kostenmäßig am oberen Ende der Oberklasse angekommen sind.
Fazit
Diesmal fällt mir das Fazit ein wenig leichter als noch beim 740d.
Einen der absoluten Hauptkritikpunkte beim Vorgänger war das kriminelle Fahrwerk, hier hat BMW nachgebessert.
Was bleibt also an Kritik?
In erster Linie bleibt die schlechte Bedienbarkeit. Da wurde zwar marginal verbessert, wirkliche Fortschritte gibt es nicht.
Aber genau das ist mir genug, dem 745d den fünften Stern vorzuenthalten.
Ein weiterer Punkt ist die prohibitive Aufpreispolitik, da aber die Serienausstattung schon deutlich verbessert wurde und niemand gezwungen wird, Unsummen in wenig brauchbare Dinge zu investieren ist das kein Grund, noch einen Stern abzuziehen.
Wer also mit dem immer noch etwas plumpen Design leben kann, wer sich an die Bedienung gewöhnen mag, der bekommt ein wirklich rundum verbessertes Dieselgeschoß.
Soderle. Und wie immer an dieser Stelle sind mir Kommentare, Kritik und Wünsche, was Ihr im Bericht vermißt, sehr willkommen!
Seit Oktober letzten Jahres gibt es meine private Website www.autotestnet.de online, dort gibt es die meisten meiner Testberichte noch einmal, da aber ausführlich bebildert....
infoload, 14.04.2005
ein Bericht der Superlative. Super exate Ausfuumlhrung in allen Bereichen. Wer da noch sagt der Bericht hilft ihm nicht, dem ist nicht zu helfen.
LG infoload
Loewie, 31.03.2005
wie kommst du dazu? -
Wie immer super Bericht, aber ich find BMW peinlich und das kommt mir nicht ins Haus, auch wenns hier von anderen Haue gibt....
LG Birgit
ein Testbericht von phil-12004-01-13 17:22:53vom 13.01.2004Empfehlung: ja
Ich fahre seit ein paar Wochen einen neuen BMW 740d. Was soll man sagen: Vergessen Sie alles was an Negativem in der Presse zu lesen war.
1. O.k., die Bedienung i-Drive ist etwas gewöhnungsbedürftig. Wer mal mit dem PC zu tun hatte begreift es nach ein paar Versuchen, hat man es mal begriffen, kann man fats alles blind bedienen dank der fühlbaren Sensorik des Dreh-/Drückknopfes. Nicht zu vergessen: Wer viele Extras möchte, muß gezwungenermaßen auch viel bedienen.
2. Die Form/das Aussehen des neuen Modells ist Geschmackssache. Mir ist der Wagen auch
ein wenig zu kantig geraten, aber na ja. ABER: Wer ihn einmal fährt (und große Wagen gewöhnt ist) stellt zu seinem Erstaunen fest, daß der 7er wirklich handlich ist, er fährt sich butterweich, lediglich das Kapitel Parkhaus muß nochmals überarbeitet werden. Sie parken mit der PDC in jede noch so kleine Lücke problemlos ein - fast besser als mit einem 3er - aber wer steigt schon gern übers Schiebedach aus - ja, ja, der 7er ist eben ein großes Auto (was in aller Regel schon vor dem Kauf auffällt).
3. Technik: Sie ist unglaublich gut und durchdacht, doch manchmal auftauchende Software-Hänger sind zwar nicht wünschenswert, aber nennen Sie mir einen Hersteller, der wirklich das alles im Griff hat und das bei 1 1/2 DinA-Seiten Extras?!
4. Motor/Getriebe: Wirklich! - Ich bin noch nie etwas Besseres gefahren. 600Nm bei nicht mal 2000 Touren - das macht Spaß. Für Neulinge kann das fast Angst machen, aber ich denke daß ein 7er-Fahrer vielleicht den gröbsten Übertreibungstrieb hinter sich hat. Der Motor ist nur als souverän zu bezeichnen, die Automatik (6-Gang) als butterweich, das Drehmoment als gewaltig. Alles harmoniert. Und wirklich: Selbst dieser Diesel hört sich an wie ein 8-Zylinder, was meine größte Angst war.
5. Verbrauch: Ich fahre recht viel Stadt und das deutlich unter 11 Litern, auf der Autobahn - weder Schneckentempo, noch Formel 1 - unter 10, bei normaler Fahrweise unter 9,5. Welcher Benziner mit der Leistung und dem Gewicht kann das? Vergleichen Sie das mal mit dem aktuellen 745iA, bekommen Sie aber keinen Schock!
6. Einziges wirkliches Manko: Nur EURO 3, das heißt Steuer vom Feinsten. M.E. nicht mehr zeitgemäß, die Filtertechnik scheint bei BMW noch nicht bekannt zu sein und das in der Oberklasse. Das sollte wirklich in Kürze (preislich) schmerzlos möglich werden.
7. Fazit: Wenn ein 7er, dann ein Diesel. Aber auch viele Extras, die machen aus dem Wagen erst was besonderes. Wer das Soundsystem einmal hört, möchte es nicht mehr missen.
ein Testbericht von Rubberduck2003-10-31 01:24:12vom 31.10.2003Empfehlung: ja
Vorteile: Ein BMW eben...Nachteile/Kritik: Teuer und hoher Spritvervrauch
Heute gibts mal einen kleinen Bericht über den BMW 735i. Mit der Entwicklung des 7er haben die Ingeneure und Designer von BMW nur den einen Gedanken verfolgt: Fahrfreude neu definieren. Das Ziel sollte ein Auto sein, das konsequent auf das fahren ausgelegt ist in den man modernste Technik mit einfachster Bedienung verbindet. Die vielen technoogischen Higtlights sowie die progressive Formensprache für Interieur und Exterieur setzen neue Maßstäbe. Die einzigartige Balance zwischen Dynamik, Performance und Sicherheit mit dem luxuriösen Komfort muß man erlebt habe.
Das Design:
Die Front bleibt BMW typisch auch wenn
die Ansicht edler wird. Die Niere z.B. wirkt weicher als die aller Vorgänger. Die dynamischen Doppelscheinwerfer mit dem kraftvollen Blick und durchdringenden Blick setzen das Gefühl von absoluter Souveränität frei. Der über dem Scheinwerfer angebrachte Blinker sieht meiner Meineung nach aus wie eine Wimper. Die Türgriffe des 7er sind nach innen versetzt und bei betätigung der fernbedienung gut ausgeleuchtet. So findet man immer den Türgriff, egal wie dunkel.
Der Antrieb:
Der 735i besitzt einen 3,6l Moto mit 8V Zylindern und je 4 Ventilen. Die Verdichtung von 10,2:1 entlockenden dem Aggregat immerhin 272Ps bei 6200Umdr./min. Ein Drehmoment von 360Nm entfaltet sich dagegen schon bei 3600Umdr./min und sorgen so für den nötigen Abzug. Der Durchschnittsverbrauch liegt bei 10,7l, wobei sich bei Stadt- und Landfahrten Welten auftun. Über Land braucht man gerade mal 8,2l was sehr gut für einen Wagen dieser größe scheint. Aber in der Stadt sind 15l und mehr nicht selten. Also nix für kleinere Geldbeutel.
Das Fahrwerk:
Hier hat BMW mit den neuen Konzept Dynamic Drive ganze arbeit geleistet. Dynamic Drive ist ein revolutionäres System, das die Karosserieruhe erhöht und das Eigenlenkverhalten des Fahrzeugs optimiert. Handling, Agilität und Stabilität werden mit Dynamic Drive deutlich verbessert. Die elktronischen Dämpfer empfangen alle fahrrelevanten Bewegungen über einen Sensor der dann Dämpfereigenschaften optimiert. Das Fahrwerk an sich macht einen sicheren, Souveränen Eindruck. Es wirkt sportlich komfortabel.
Die Sicherheit:
wird bei BMW groß geschrieben. Dafür wurde ein neues Sicherheits- und Integrationssystem entwickelt (ISIS). Und das beste was die Ingeneure dem System beigebrachten ist das denken. Sicherheitsrelevant Eingriffe seitens des Systems werden nur dort ausgeführt wo sie wirklich benötigt werden. Wichtig ist nicht das ein Airback aufgeht, wichtig ist das der richtige zur richtigen Zeit mit dem korrekten Volumen auslöst. Die 14 Sensoren die dem ISIS zugehören ermitteln im Falle eines Crash blitzschnell alle Daten so das der Airback immernoch in 5/100sek. aufgeht. Über dies alles hinaus vefügt der 735i auch noch über ein Reifendruck-Controll-System welches dem Fahrer mitteilt wenn ein Reifen Luft verliert und der Druck nachläßt.
Die Ausstattung:
Fahrer- und Beifahrer-Airback
Kopf- und Seitenairbacks vorne und hinten
ABS
Bordcomputer
elektrische, beheizbare, anklappbare in Wagenfarbe lackierte Aussenspiegel mit automatischer Abblendung
Bremsscheiben mit Alu-Faustsattel
Bremsscheiben hinten mit grauguß-Faustsattel, innenbelüftet
Dynamische Stabilitätskontrolle (DSC)
Center Lock Schalter
Nebelscheinwerfer in Ellipsoid-Freiform-Technik
Seitenaufprallschutz und Dachquerträger
Servolenkung mit Sicherheitslenksäule
Servotronic
Zentralverriege lung mit elektronischer Wegfahrsperre
Leichtmetall-Zylinderkopf
6 Gang Automaticgetriebe mit Steptronic
und und und (wäre zu viel um alles zu schreiben
Der Innenraum:
Hier gilt das Prinzip: lieber ein Knopf mehr als hunderte zu viele. Zum Bedienen des Controllers ist kein Blickkontakt erforderlich. Durch leichtes Drehen und Verschieben wird navigiert, eine Menüauswahl wird mit einem sanften Druck bestätigt. 8 Menüs bieten bis zu 700 Funktionen. Desweiteren ist hier alles auf sehr hohem Niveau und sehr gut verarbeitet. Die bequemen Sitze bieten genung Komfort auf für lange Strecken. Für 5 Personen findet sich jede Menge Platz.
Mein Fazit:
Leider konnte ich mit diesem Auto nur eine Probefahrt machen da mein Sparscheinchen noch nicht fett genug ist. Mein Eindruck über diesen Wagen ist mehr als positiv. Man fühlt sich jederzeit sicher und geborgen wie in Mamas Schoss. Auch wenn es mal hektischer wird (Münchener Stadtverkehr) ist das Auto nur sehr schwer aus der Ruhe zu bringen. Aber wie BMW schon sagt: Freude am fahren. Hiermait sind Sie ihrem Slogan mal wieder mehr als gerecht geworden. Am liebsten wäre ich garnicht mehr ausgestiegen. Für 66.100.-€ bekommt man ein wahres Schmuckstück, wenn auch sicherlich nicht für jeden erschwinglich (für mich z.B.). Mal damit gefahren merkt man nicht das man hier ein Fahrzeug mit knapp 2 Tonnen (1935kg) durch die Gegend schippert. Sehr wohl aber kerkt man was hier unter der Haube steckt.
Naja vielleicht bekomm ich ja in ein paar Jahren die kleinere Lightversion mal.
Vielen Dank an jene die sich die Zeit genommen haben diesen meinen Bericht zu lesen und würde mich über eine positive Bewertung sehr freuen.
ein Testbericht von SwenSch2003-03-05 11:48:16vom 05.03.2003Empfehlung: ja
Vor ein paar Monaten hat es mich bei eBay gepackt: Ein 728i aus der Baureihe E23, Baujahr 85, ohne gravierende Mängel für 500 Euro. Das war ziemlich unter Preis, also bot ich mit und gewann auch.
Ich musste den Wagen über 600 km überführen. Eine Strecke, lang genug um mich in den Wagen zu verlieben. Er schaltet seidenweich, kein ruckeln oder rumpeln, der Verbrauch war moderat (11 L bei 130).
Da der Wagen 2 Jahre abgemeldet war, brauchte er eine Vollabnahme. Darum bin ich zu Hause erst mal in die ortsansässige BMW-Werkstatt
gefahren. Dem Meister sind bald die Augen aus dem Kopf gefallen, weil der Wagen noch so super aussah.
Bei der Durchsicht stellte sich heraus, dass doch ein paar kleine Sachen gemacht werden mussten: Motorabdichtung, Getriebeabdichtung, Stabis, Neue Reifen, neue Tachoeinheit. Das hat mich noch mal 1400 Euro gekostet.
Bei der ersten folgenden großen Fahrt (Urlaub in Nordfrankreich) brach dann die Schaltstange. Reparatur in einem Land, wo jeder nur Citroen oder Peugeot fährt, war nicht möglich. Überführung und anschließende Reparatur kosteten noch mal 700 Euro.
Seit dem war's das dann aber auch. Ich habe jetzt fast 10.000 km mit dem Auto gefahren und ich würde ihn nicht wieder hergeben. Den Verbrauch kann ich verkraften, ein bisschen weh tut nur die Steuer von 365 Euro alle 6 Monate. Naja, vielleicht schenke ich ihm ja noch einen Nachrüstkat.
Versichert ist der Wagen bei der EUROPA, wo ich bei 70% gerade mal 46 Euro pro Monat zahlen muss.
Was mir nun am meisten gefällt? Es ist die Größe des Wagens (meine Frau ärgert sich, weil sie unserem Sohn hinten in seinem Kindersitz die Flasche nicht mehr geben kann), das Fahrverhalten und die Auffälligkeit. Wenn man denn mal einen anderen E23 sieht, kommt man mit dem Fahrer zwangsläufig ins Gespräch. Es gibt ihn halt nicht mehr so oft, ich glaube, Ende 2000 waren in Deutschland noch 2200 Fahrzeuge zugelassen, heute dürften es einige weniger sein.
Obwohl der Wagen (6 Zylinder, 2.8L) immerhin 184 PS hat, ist er keine Rakete. Zumindest an der Ampel werde ich von manchem "Kleinwagen" stehen gelassen. Spätestens jedoch, wenn man im dritten Gang von 50 auf 100 hochzieht, ist man froh, dass die Rückenlehnen der Sitze einen auffangen. 205 hat der Wagen bei mir laut Tacho schon geschafft, aber das Vergnügen gönne ich mir so gut wie, weil die Verbrauchsanzeige dann auf 24 L/100 km festgenagelt wird. Auf Autobahnen bin ich so zu einem Richtgeschwindigkeitsfahrer geworden, weil der Verbrauch auf ebener Strecke dann sogar unter 10 Litern fällt.
Im Alltag verbrauche ich ca. 12 Liter SuperPlus. Das ist zwar bei den Preisen (habe heute für 1,219€ getankt) keine wirkliche Freude mehr, aber ich werde durch das Auftreten und Fahrverhalten meines Autos voll und ganz dafür entschädigt.
Trotz der Reparaturkosten, die ich schon in den Wagen gesteckt habe (ein 18 Jahre altes Auto ist halt nicht neu, und nach 180.000 km fallen nun mal Reparaturen an), habe ich den Kauf bis heute nicht eine Minute lag bereut. Es macht Spaß, mit einem Auto zu fahren, nach dem sich viele Leute umdrehen mit diesem "weißt Du noch früher"-Blick.
Einfach Super!
Ergänzung1:
===========
Hehe, hätte ich doch bal die technischen Daten geschlabbert. Also: hier noch mal kompakt:
ein Testbericht von pnh-1352002-12-31 11:22:58vom 31.12.2002Empfehlung: ja
Jetzt habe ich schon seit einiger Zeit keine Meinung mehr veröffentlicht. Aber jetzt soll eine neue von mir kommen, und es ist sogar ein Prämiere, den zum ersten mal schreibe ich über ein Auto mit Dieselantrieb. Es geht um den BMW 740d A.
A.) Allgemeines über BMW 7er Modelle
B.) Design außen
C.) Design innen
D.) Fahrtest
E.) Ausstattung
F.) Technische Daten
G.) Hightech erklärt
H.) Fazit
A.) Allgemeines über BMW 7er Modelle
7er BMWs sind die besten Limousinen die BMW herstellt. Ihre Konkurrenten heißen Audi A8 und Mercedes S-Klasse. Es gibt 11 verschiedene Modelle:
1.) 728i
Das ist das Einsteigermodell, es
kostet 95.300 DM, hat 6 Zylinder, 2793 cm³ Hubraum und 193 PS. Einziges Modell ohne Automatikgetriebe.
2.) 728i A
Das ist das gleiche Modell wie der 728i, allerdings mit Automatikgetriebe. Ohne Extras kostete er 99.200 DM
3.) 735i A
Dieser Wagen hat serienmäßig eine bessere Ausstattung wie die 2 vorhin genannten Modelle, außerdem verfügt er über einen besseren Motor (8 Zylinder,3498 cm³ Hubraum und 238 PS). Hier kostete das Basismodell 112.400 DM
4.) 740i A
8 Zylinder, 4398 cm³ Hubraum und 286 PS. Grundpreis damals 127.400 DM
5.) 750 i A
Einer der teuersten Modelle, dafür hat er natürlich eine bessere Ausstattung und einen besseren Motor (12 Zylinder, 5379 cm³ Hubraum und ganze 326 PS.
6.) 730 d A
Einer der beiden Diesel, er hat 6 Zylinder, 2926 cm³ Hubraum und 193 PS. Hier kostete das Auto ohne Extras 99.300 DM.
7.) 740d A
Dieses Auto habe ich getestet. Es hat 8 Zylinder 3901 cm³ Hubraum und 245 PS. Ehemaliger Anschaffungspreis: 132.000 DM.
8.) 728iL A
Das gleiche Modell wie der 728i, aber als Langversion. Preis: 105.800DM.
9.) 735iL A
Das ist die 119.100 DM teure Langversion des 735i.
10.) 740iL A
Das ist die Langversion des 740i. 138.000 DM teuer.
11.) 750iL A
Das ist das absolute Topmodell, die Motorisierung wurde vom 750i übernommen, nur die Ausstattung und die Größe hat sich geändert. Und natürlich der Preis: 184.500 DM.
Sie sehen also, es gibt viele Modelle. Damit es nicht zu verwirrend wird habe ich mich auf die wichtigsten Angaben beschränkt, nämlich die Leistung und den Preis. Natürlich unterscheiden sich die Modelle auch durch ihre Ausstattung.
FAZIT: Es ist schön wie viele verschiedene Modelle es gibt. So ist für jeden Geschmack etwas dabei, und auch für jeden Geldbeutel, vorrausgesetzt, es ist auch etwas drin. Natürlich kann sich nicht jeder einen 7er BMW leisten, und das ist auch nicht der Sinn des Modells, aber im Vergleich zu den Konkurrenten von Audi und Mercedes gibt es doch eine breitgefächerte Palette.
B.) Design außen
Außen sieht er typisch BMW aus, man sieht, dass es sich um ein edles Fahrzeug handelt, aber zugleich sieht man auch, dass der Wagen auch richtig Druck machen kann. Wenn er nicht so lang wäre, dann könnte man ihn sogar fast übersehen.
FAZIT: BMW ist es gelungen sportliches und luxuriöses Aussehen perfekt zusammenzuschmelzen.
C.) Design innen
Wie es innen aussieht, kann sich ja wohl jeder denken, edles Leder, tolle Holzelemente, und viele Knöpfe. Allerdings lässt sich das Innendesign kaum pauschal beschreiben, da es sehr viele verschieden Ausstattungsmöglichkeiten gibt. Aber egal für welche Sie sich entscheiden, es sieht auf jeden Fall gut aus.
FAZIT: Eigentlich fast schon zu edel für ein Auto.
D.) Fahrtest
Auf diesen Fahrtest war ich sehr gespannt, weil der 740d mein erstes Dieselfahrzeug war, mit dem ich selbst fuhr. Den Fahrtest werde ich, oder besser gesagt habe ich, auf einer Art Beispielstrecke vorgenommen, diesen Weg fahre ich immer, wenn ich ein Auto teste. Einige werden diese Strecke wohl schon von frühren Meinungen von mir kennen, sie führt über einen Feldweg, eine Schnellstrasse, durch die Stadt, eine Landstrasse, und schließlich noch über die Autobahn.
Los geht es auf einer Art Feldweg, die Strecke ist zwar asphaltiert, aber recht holprig. Erst einmal einsteigen, und bequem Platz nehmen. Man fühlt sich schon fast wie auf einem Massagesessel, so bequem sind die Sitze. Und nun den Motor anlassen. Man hört kaum etwas, nur ein leises Schnurren. Und jetzt losfahren, langsam rollt er los, und schon kommt die erste Unebenheit, aber die Federung reagiert souverän und man bemerkt die Unebenheit kam. Ähnlich souverän nimmt der 740er auch die übrigen Unebenheiten. Man muss fast schon aufpassen, dass man nicht einschläft, so bequem ist es. Aber damit es nicht soweit kommt, lege ich noch einen Zahn zu, Tempo 100 auf einem Feldweg! Und man bemerkt fast keine Unebenheit. Das ist doch nicht normal, ich bin da schon mit Geländewagen gefahren, und noch nie habe ich einen solchen Komfort erlebt.
FAZIT: Absolut tauglich, obwohl der 740er für diese Art von Strecke schon fast zu schade ist.
Weiter geht es auf der Schnellstrasse. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass nicht ich fahre, sondern dass sich der BMW selbst durch den Verkehr schlängelt. Positiv überrascht war ich, dass viele Leute dem BMW freiwillig Platz auf der Fahrbahn machen, so ein ähnliches Phänomen habe ich zwar auch schon bei der S-Klasse erlebt, aber warum das so ist, würde ich gerne wissen (wer es weiß, der schreibt mir doch bitte einen Kommentar).
Auf jeden Fall kommt man recht zügig voran, und bisher habe ich noch nicht gemerkt, dass ich in einem Diesel sitze.
Erstaunt war ich auch von der Lenkung, die spricht sehr aggressiv an, allerdings merkt man das als Fahrer nur an der Strasse, würde man nicht sehen wie der Wagen lenkt, so würde man es überhaupt nicht bemerken, da die Sitze wirklich einmalig sind.
FAZIT: Natürlich tauglich, es macht richtig Spaß zu fahren.
Nun kommt auch schon die dritte Etappe meines Testprogramms, nämlich die Stadt. Meine Aufgaben sind es, etwas einzukaufen, etwas zu essen, und natürlich zu testen, ob sich das Testmodell auch in der vollen Stadt wohlfühlt.
Auch hier habe ich wieder das Gefühl, dass sich der BMW alleine fährt. Jede noch so enge Kurve nimmt er gelassen hin, vor jeder Ampel bremst er sachte bis zum Stillstand, und ist sich auch danach, bei Grün, nicht für einen kleinen Zwischenspurt zu schade. Wenn da nicht der erhebliche Komfort wäre, könnte man fast meinen man säße in einem Go-Kart, so elegant nimmt der 7er nämlich die Kurven.
Am nächsten Supermarkt halte ich dann, und suche einen Parkplatz, das hat sich als etwas schwierig erwiesen, da der 7er doch ganz schön groß ist, als ich dann aber eine genügend große Lücke gefunden habe, ist der Rest nur noch ein Kinderspiel. Diesen Wagen könnte wohl jeder Fahrschüler ohne Probleme einparken.
Nach dem Einkaufen, öffne ich den Kofferraum, der zwar recht lang ist, aber nicht besonders hoch. Aber immerhin passen ganze 500 Liter rein, das dürfte wohl für die meisten Menschen ausreichen (zum Vergleich: Renault Laguna 430 Liter, VW Golf 330 Liter).
Weiter geht es zur nächsten Imbissbude, dort kaufe ich eine rote Wurst. Die wird natürlich nicht im Auto gegessen, sondern schön brav im Freien.
Und dann kann es auch schon weiter zur nächsten Etappe gehen.
FAZIT: Bedingt tauglich, wer nur in der Stadt unterwegs ist, sollte sich lieber ein kleineres Auto kaufen.
Weiter geht es auf einer herrlichen Landstrasse, rundum eine schöne Natur, und viele langgezogene S-Kurven. Hier trennt sich normalerweise die Spreu vom Weizen.
Und schon kann es losgehen, einmal richtig aufs Gaspedal treten. Von der Beschleunigung bekommt man fast gar nichts mit, und schon kommt die erste Kurve, und auch dort hat man schon wieder das Gefühl, als würde der Wagen von alleine fahren, es scheint, als ob der 7er BMW ein Zug auf Schienen wäre.
Kurz darauf kommt auch schon das erste Überholmanöver. Blinker raus, noch mal schauen ob Gegenverkehr kommt, und dann kräftig aufs Gaspedal drücken, und wooom sind wir schon vorbei.
So macht Autofahren richtig Spaß
FAZIT: Einfach klasse. Wohl eines der schönsten Erlebnisse die man mit einem Auto haben kann.
Jetzt kommt die letzte Etappe, nämlich die Autobahn. Hier hatte ich vor Beginn der Testfahrt eigentlich nicht all zu viel erwartet, immerhin handelt es sich um ein 2 Tonen schweres Auto mit Dieselantrieb.
Aber weit gefehlt, der 740d A macht richtig Druck. Die Beschleunigung hält fast endlos an, toll ist das die meisten anderen Autos freiwillig Platz machen. Und so ist erst bei Tempo 240 Schluss. Aber selbst bei Tempo 240 ist der Motor noch recht ruhig, und das Sicherheitsgefühl noch recht hoch.
FAZIT: Nicht schlecht für einen Diesel.
E.) Ausstattung
Diese Ausstattung bezieht sich auf den 740d A. Andere Modelle haben eine andere Serienausstattung:
- Fahrer- und Beifahrerairbag
- Kopf und Seitenairbag vorne und hinten
- ABS
- Armauflage vorn
- Elektrische Außenspiegel
- Automatische Stabilitäts- Control und Traktion (ASC+T)
- Außentemperaturanzeige
- Bordcomputer mit Multifunktionsdisplay
- Dritte Bremsleuchte
- Car- und Keymemory
- Check-Control
- Crash-Sensor
- Dynamische Stabilitäts-Control (DSC)
- Dynamische Brems-Control (DBC)
- Edelholz
- Elektrische Fensterheber auf allen Seiten
- Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung
- Funkuhr
- Tempomat
- Getränkehalter vorn und hinten
- 5-gang Automatikgetriebe
- Innenlichtpaket
- Klimaautomatik
- Kopfstützen vorne und hinten (insges. 4)
- Leichtmetallräder
- Multifunktionslenkrad
- Mittelarmlehne im Fond
- Nebelscheinwerfer
- Radio mit 6 Lautsprechern
- Heckscheibenantenne
- Beheizte Scheibenwaschdüsen
- Scheinwerfer Waschanlage mit Regensensor
- Servolenkung
- Sicherheitssystem F.I.R.S.T.
- Elektrische Sitzverstellung Fahrer und Beifahrer
- Beleuchtete Türgriffe
- Türwarnleuchten
- Wärmeschutzverglasung
- Wegfahrsperre
Und natürlich noch viele andere Kleinigkeiten. Eigentlich ist auf Wunsch fast alles lieferbar.
FAZIT: Rein theoretisch könnte man einen 7er BMW als Haus benützen.
F.) Technische Daten
Diese Daten stammen von BMW:
- Leergewicht 2035 kg
- Zulässiges Gesamtgewicht 2495 kg
- Zuladung 535 kg
- Zulässige Achslast vorn/hinten in kg 1255/1300
- Zulässige Dachlast 100 kg
- Zulässige Anhängelast ungebremst 750 kg
- Zulässige Stützlast 90 kg
- Länge 4984 mm
- Breite 1862 mm
- Höhe 1435 mm
- Spur vorne 1552 mm
- Spur hinten 1568 mm
- Zylinder 8
- Hubraum 3901 cm³
- Leistung 180 kw (245 PS)
- Maximaler Drehmoment 560 nm
- Luftwiderstand 0,31 cW
- Höchstgeschwindigkeit 242 km/h
- Beschleunigung 0-100 km/h in 8,4 s
- Ein Kilometer mit stehendem Start 29,1 s
- Verbrauch Stadt 13,5 l
- Verbrauch außerstädtisch 7,6 l
- Verbrauch gesamt 9,8 l
- Tankinhalt 85 l
- Reifen 235/60 R 16
- Kofferraum 500 l
FAZIT: Das sind alles recht gute Werte.
G.) Hightech erklärt
Hier möchte ich ein paar technische Leckerbissen erklären:
1.) Digitale Motor Elektronik
Sie regelt und überwacht alle Funktionen des Motors. So kann Leistung gewonnen und Sprit gespart werden.
2.) Adaptive Getriebesteuerung
Diese Steuerung wählt den einzulegenden Gang aus. Dabei merkt sich dieses Gerät den Fahrstill des Fahrers. Das verhindert unnötiges Schalten.
3.) Elektronische Dämpfer Control
Dieses teil berechnet die optimale Stoßdämpfereinstellung, und optimiert sie dann. Damit wird gewährleistet, dass der Wagen auf möglichst vielen verschiedenen Strecken komfortabel fahren kann.
4.) Sicherheitsbereifung
Wenn die Räder keine Luft mehr haben, zum Beispiel wegen einem Nagel, oder einem Schuss, kann man immer noch über 200 Kilometer weit fahren, allerdings nur mit einer Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h.
H.) Fazit
Ein 7er BMW ist ein absolutes Traumauto. Schwächen hat er eigentlich keine gezeigt.
Wer sich ein neues Auto kaufen will, der sollte ernsthaft über einen 7er BMW nachdenken.
Vor allem da ja nun eine neue Produktreihe rauskam, kann man sich das vorgestellte Modell recht günstig gebraucht kaufen. Wer die Augen offenhält, der kann sich für etwa 15.000 bis 20.000 € einen gebrauchten 7er BMW kaufen. Dazu empfehle ich, öfters mal auf verschiedenen Autobörsen vorbeizuschauen. Über das Internet geht das sehr schnell und komfortabel (www.autoscout24.de; www.mobile.de, www.automobile.de; www.faircar.de; ...).
So das war’s. Ich wünsche allen Lesern noch einen schönen Tag, und hoffe, dass ich euch den 7er BMW ein Stück weit näher bringen konnte
...
ein Testbericht von simon.riecke2002-07-06 17:03:58vom 06.07.2002Empfehlung: ja
Dieser Artikel soll einen Einblick in die Technik des neuen 7er's geben.
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iDrive
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Der erste Blick kann irritieren. Geht es doch, ein Auto per Joystick zu steuern? Immerhin ragt aus der Mittelkonsole des neuen 7er-BMW kein Schaltknüppel, sondern ein metallisch glänzender Controller. So einer, wie man ihn von Playstation & Co. kennt. Doch nein, auch der neuste BMW wird ganz konventionell über zwei Pedale und das Lenkrad gesteuert. Mit dem Controller können nur Randeinstellungen rund ums Autofahren getroffen werden. Davon aber immerhin mehrere 100.
Der Silberknubbel ist genial.
Man surft mit ihm durch die ganz Welt elektronischer Fahrzeugeinstellungen. Der große Bildschirm neben den Instrumenten zeigt, wo man sich gerade befindet und was es alles zu kontrollierten gibt. Zwei besondere Glanzleistungen des iDrive sind dabei hervorzuheben. Die ordentliche Strukturierung der vielen Daten und die variable Griffigkeit des Controllers: Mal dreht er sich stufenlos, mal gerastert oder mit einer Nullstellung. Außerdem geht's via iDrive auch ins Internet. Oder dorthin, wo die BMW-Verantwortlichen das Internet vermuten: zum BMW-Portal!
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Power
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Auch bei Motor und Getriebe setzt der neue 7er-BMW neue Maßstäbe. Als erstes Auto der Welt verfügt die Limousine über ein Automatikgetriebe mit sechs Gängen. Dabei wären angesichts des guten Drehmomentverlaufs der Motoren so viele Fahrstufen gar nich zwingend erforderlich.
Bahnbrechend ist auch die Shift-by-Wire Technologie für ein Automatikgetriebe. So besteht zwischen dem Wählhebel des Getriebes und dem eigentlichen Getriebe keinerlei mechanische Verbindung mehr.
Ganz neu sind auch die Motoren, die für die Limousine zu haben sind. Hinter den Bezeichnungen 735i und 745i verbergen sich zwei V8-Motoren, die aus 3,4 und 4,4 Liter Hubraum 272 und333PS leisten. Die Aggregate verfügen auch über die Ventilsteuerung "Valvetronic", die gerade erst im 316ti ihre Premiere gefeiert hat. Im nächsten Jahr werden der 730i´, die Dieselmodelle 730d und 740d sowie der 760i das Angebot erweitern.
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Savety
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Kein neues Topauto ohne neue Raffinessen zu Gunsten der Sicherheit seiner Insassen. Doch inzwischen wirken manche Neuentwicklungen etwas skuril. Wie zum Beispiel der Knie Airbag im neuen 7er. Allerdings ist der weltweit erstie Knie Airbag nur für den US-Markt erhältlich. Genau dort braucht man ihn nämlich, weil in den USA die Anschnallrate äußerst gering ist. Der Knie Airbag hat die Aufgabe, nicht angeschnallte Personen in die Sitze zu pressen, um das Verletzungspotenzial durch die aufplatzenden Front-Airbags zu verringern.
Interessant ist der Ansatz, den BMW beim Insassenschutz durch Airbags geht:
Neben neuen Kopf Airbags haben sich die Sicherheitsingenieure vor allem den Auslösekriterien gewidmet. So entstand ein komplex vernetztes Airbag-System, in dem jeder Luftsack individuell ausgelöst werden kann. Selst die Auslösegeschwindigkeit, die Auslösestärke und die Lebensdauer der gefüllten Säcke können variiert werden.
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Komfort
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Das Ziel von BMW ist klar: Die Sporlichkeit früherer Jahre, die bislang selbst bei der großen 7er-Baureihe zu spüren war, muss dem maximalen Komfort weichen. Noch nie gab es so viele Komfortelemente wie im jüngsten Modell der Bayern.
Dass der Zugang zum Auto längst ohne lästiges Fummeln im Schlüsselloch und sogar ohne Tastendruck auf die Fernbedienung des Schlüssels möbglich ist, haben auch andere Hersteller bewiesen. Doch BMW hat das System noch weiter ausgebaut und zum Beispiel auch individuelle Daten mit auf den elektronischen Schlüssel gespeichert. Beim Öffnen und Schließen der Türen und des Kofferraums helfen zusätzliche Servomotoren mit.
Wirklich sinnvoll ist die stufenlose Türbremse. Mit ihr bleiben die Türen bei jedem Öffnungswinkel stehen, fallen also weder zu noch kippen sieauf. Das hilft, Schäden zu vermeiden.
Auch die Sitze können in allen nur erdenklichen Richtungseinstellungen verstellt werden. Besonders erwähnenswert sind die Sitzlehnenverbreiterungen, die Kopfstützen mit seitlichem Halt und die vollständig verstellbaren Sitze im Fond. Zudem können die Vordersitze gekühlt oder beheizt werden.
Zum exellenten Komfort trägt auch das Fahrwerk bei.
Eine Luftfederung, das Dynamik Drive System und das EDC-K sorgen dafür, dass der neue 7er ein handliches Fahrverhalten besitzt, das man von einer schweren und so großen Limousine eigentlich nicht erwarten würde.
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ein Testbericht von BadRussian2002-05-26 13:11:11vom 26.05.2002Empfehlung: ja
Der 7er BMW präsentierte auf der IAA 2001 in Frankfurt neue Modelle(735i und 745i).
Ab November 2001 könnte jeder das Auto erwerben, nicht gerade Kostengünstig, aber das Luxus fordert sein Preis. Der neue 7er ist seiner Tradition gerecht. Er ist wieder technischer Wegweiser in der Automobilindustrie. Die Neuerungen sind nahezu revolutionär und werden die Konkurrenz( S-Klasse, Audi A8) erstarren lassen!
Innenraum:
Erstmals kommt ein Serien-Auto ohne mittleren Schalthebel und Zündschlüssel aus. Stattdessen gibt es einen Controller, eine Art Maus, mit dem kann man das Auto ähnlich über ein Display wie ein Computer bedienen.
Hierüber lassen sich Telematikdienste wie Navigation oder das BMW WAP Internetportal bedienen.
Getriebe:
Die Motoren und das Getriebe wurden natürlich weiterentwickelt.
Bei Stillstand vom Motor koppelt das Getriebe ab, dadurch spart man jede Menge an Sprit. Damit der Wagen nicht zurückrollt gibt es mit Hilfe der neuen Handbremse einen Rückrollschutz. Auch die Handbremse haben die Bayern neu erfunden – fast darf sie sich als Fingerbremse bezeichnen lassen: Keine Seilzüge mehr übertragen die Kraft des Hebels, sondern ein eigener Elektromotor fixiert die Hinterräder auf sanften Knopfdruck
Motor:
Die neuen Achtzylindermotoren bezeichnet BMW wohl nicht zu unrecht als "technologisches Highlight". Beim leichten Gazgeben fühlt man das ganze Kraft des Autos. Durch stufenlose Variation aller relevanten Parameter wie Ventilsteuerzeiten, Ventilhub auch der Saugrohrlängen (weltweit einmalig) können sie mit einer bisher unerreichten Perfektion an alle Anforderungen angepasst werden. Mit dieser Art der Motorsteuerung setzen die 7er BMW neue Maßstäbe: Der Verbrauch sinkt um rund 14%, während die maximale Leistung um rund 14% steigt.
Jeder Leser wird sich fragen-„Hat das Auto keine Nachteile?“ In meinen Augen schon! Denken Sie nur an die Versicherungs- und Ökosteuerbeiträge! Denken Sie an das Spritverbrauch, was in der Stadt ungefähr bei 18L / 100km liegt!
Also: Wer das Geld dafür hat, sollte es ohne Gewissensbisse für ein BMW ausgeben! Von dem deutschen Qualität werden Sie sicherlich überzeugt sein.
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ein Testbericht von sedomaster2002-03-03 16:35:24vom 03.03.2002Empfehlung: nein
Hallo!
Meiner Meinung nach ist Windows XP momentan das beste Betriebssystem. Aber ich muss zugeben dass ich am Anfang ein bisschen Probleme hatte, weil die alten Programme z.B. Easy CD Creator 4.0 für den Brenner unter Windows XP gegangen sind. Aber im Großen und Ganzen bin ich sehr stolz dass ich es gekauft habe. Am besten gefallen mir die vielen Farben die Windows XP zu bieten hat, aber noch ein kleiner Nachteil ist, er braucht ein bisschen länger als z.B. Windows 98 um herunterzufahren. Die Symbole sind auch nicht schlecht, sowie
das neue Internet Explorer 6.
Ich rate es euch an zu kaufen, es ist sicher keine falsche Entscheidung!
DjtheFreak, 03.03.2002
passt doch garnicht in die kategorie. und auch wenn es gepasst haumlte, ich finde sogut wie keine infos, sorry!
engel123, 03.03.2002
was war das denn?
Olli201, 03.03.2002
Ich vermisse jede Information, was Windows XP uumlberhaupt ist, gescheige denn, wie es funktioniert. Du solltest den Bericht gewaltig uumlberarbeiten.
Technische Daten und ProdukteigenschaftenAb dem Jahr 1977 bot BMW Limousinen der Oberklasse unter dem Namen 7er in verschiedenen Generationen an. Die 7er werden bis heute produziert.