Balatonudvari
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Platz 1 in der Kategorie "Balatonudvari". Typ: Stadt / Ort zwischen Balatonfüred und Badacsony am Balaton gelegen in Ungarn. Liegt direkt neben der Halbinsel Tihany! ...mehr
Bewertung: Kundenbewertung 5,00 / 5,00 (5.0 von 5)

Balatonudvari Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

das-christian

Gulascheszbésztéck!

ein Testbericht von 2004-05-21 14:03:23 vom 21.05.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: viele Freizeitmöglichkeiten im Sommer, nette Menschen, billig, man kann Natur pur erleben...
Nachteile/Kritik: Im Winter ist nichts los, Tourisums hat in den letzten Jahren stark nachgelassen
Einleitung

Es gibt Orte zu denen ich eine sehr tiefe und bedeutende Verbindung habe. Balatonudvari ist wohl der wichtigste Ort für mich, bei dem dies zutrifft. Allein die Tatsache dass ich selbst zur Hälfte ein Ungar bin macht diesen Bezug sicherlich auch klarer und deutlicher. Es ist ein kleines Dorf in Ungarn, welches am Plattensee liegt. Seit meiner Geburt war ich fast jedes Jahr dort, mit einigen kleinen Aussetzern, aber ich kann behaupten, dass ich in meinen 23 Lebensjahren bestimmt schon 15 mal in Balatonudvari war. Ich habe dieses Dorf noch genau vor meinen Augen, daher möchte ich euch jetzt in eine kleine virtuelle Reise durch diese kleine Gemeinde begleiten.

Balatonudvari

Das erste mal wurde dieser Ort urkundlich im Jahre 1092 erwähnt, die eigentliche Gründung fand jedoch schon 1055 statt. Die Gemeinde Balatonudvari hat 350 Einwohner, wobei knapp ein Drittel davon mit mir mehr oder weniger verwandt ist. Der Ort liegt in etwa 7 km von Balatonfüred, der nächst Größeren Stadt entfernt, direkt am Plattensee in der Nähe der Halbinsel Tihany. Balatonudvari liegt an der Nordseite vom Balaton. Zu Balatonudvari gehört auch Fövenyes, was jedoch ein reiner Urlaubsort ist und noch nicht als richtige Gemeinde zählt, obwohl viele feste Wohnsitze mittlerweile dorthin gewechselt sind. Fövenyes ist zirka 2 km von Balatonudvari entfernt. Man kann es durch einen kleinen Wanderpfad erreichen, der speziell in der Nacht gruselig erscheint. Fövenyes ist ein beliebtes Ziel für Camper und Urlauber, da es hier einen Campingplatz gibt.

Anreise

Von Zeitz nach Balatonudvari sind es satte 1000 km, also kein Wunder das wir nicht jedes Wochenende da unten sind. Aber gut alle zwei Jahre, wenn es der Geldbeutel zulässt fahren wir nach Ungarn. Seit den letzten Jahren schlagen wir immer die Route über Österreich ein, dort kommen wir an der ungarischen Grenzstadt Sopron an und fahren anschließend immer in Richtung Balaton, was auch alles ausgeschildert ist. Den ersten Kontakt mit dem Balaton gibt es beim entlangfahren an der Stadt Keszthely. Man fährt direkt auf den Balaton drauf zu, an einer Kreuzung jedoch, wo es rechts nach Keszthely geht, müssen wir links fahren, Richtung Balatonfüred. Dann ist es immer eine relativ lange Strecke bis nach Balatonudvari, auf der Landkarte sieht diese Strecke aber nicht so lang aus. Aber vielleicht ist es auch ein Grund dass wir links immer den Balaton sehen und es kaum erwarten können in das Wasser zu springen. Der Ort liegt direkt an der Hauptstrasse 71, man fährt durch ihn durch. Links sind die Weinberge und rechts die Häuser und der See.

Sehenswürdigkeiten

In Balatonudvari einen wunderschönen Friedhof zu betrachten, er liegt direkt an der Hauptstraße. Die Grabsteine wurden in den Jahren 1800-1850 gesetzt, solche Friedhöfe gibt es noch zahlreich in dieser Gegend, aber nicht in so einer Größenordnung. Es sind herzförmige weiße Steine, wohl die bekannteste Sehenswürdigkeit der Gemeinde. Auf dem Nebenfriedhof liegen meine ganzen Urahnen begraben, auch mein Opa. Dort in der Nähe ist auch ein Fußballplatz, auf dem der Dorfverein seine Spiele abliefert.

Ebenfalls an der Hauptstraße gelegen sind zwei weiße Kirchen. In der Nähe des Friedhofs liegt die im 13. Jahrhundert erbaute römisch-katholisch Kirche, ihr gegenüber steht die evangelisch reformierte Kirche aus dem 18. Jahrhundert, ein Spektakel welches jedem vorbeifahrenden geboten wird. Schon als Kind habe ich diese beiden Bauwerke gerne betrachtet.

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist das Kulturhaus, hier wurden zum Teil auch Eheschließungen meiner Verwandtschaft vorgenommen. Zudem kann man hier sehr viel über die Geschichte von Balatonudvari erfahren. Das Kulturhaus steht in der Nähe vom Strand, zirka 100 Meter davon entfernt kann man schon in den Balaton springen. Dieser See ist jedoch die Hauptattraktion für die Touristen, welche meist aus Deutschland und Österreich kommen. Der Strand bietet auch zwei große Parkplätze auf denen man sein Auto immer abstellen kann. Der Weg zum Eingang vom Strand wurde neu gemacht, hier sind einige Blumen und eine Skulptur zu bestaunen, visuell gesehen sehr schön.

Fövenyes gibt es erst seit 1930, damals war es eine Badeanlage mit dem Namen Sankt Antonius. Dadurch kann Fövenyes nicht mit ernsthaften Sehenswürdigkeiten glänzen, mit Ausnahme von dem Strand. Fövenyes hieß vor einigen Jahren noch Killiantelep.

Freizeit

Die Freizeit in Balatonudvari bedeutet baden gehen. An schönen Tagen sitze ich auch den ganzen Nachmittag am Strand und bräune mich in der Sonne. Der Strand ist seit den letzten Jahren nicht mehr so überfüllt, allein schon weil das Wasser im Balaton mittlerweile nicht mehr als Erfrischung dient, da es sehr warm und auch verdreckt ist. Zudem fehlt es speziell den deutschen Touristen an Geld. Am Strand kann man das Ufer von der anderen Seite, der Südseite des Balatons sehen. Schaut man nach links kann man die Halbinsel Tihany erkennen. Abends gibt es am Balaton öfters Partys, zu denen drittklassige Künstler eingeladen sind, wenn das ist, ist die halbe Gemeinschaft am Strand vertreten. Ansonsten setzt sich die jugendliche Dorfbevölkerung abends auf die Bänke und trinkt ein zwei Bierchen. Die Imbiss- und Getränkebuden am Strand haben bis in die Nacht geöffnet. Zudem gibt es hier auch einige Möglichkeiten seinen Spieltrieb freien Lauf zu lassen, wegen den Billardtischen und Spielautomaten die dort stehen.

Aber die eigentliche Freizeit steigt nur in Fövenyes, allein schon weil dies ein reiner Touristenort ist und daher auch viele junge Menschen dort anzutreffen sind. Dort gibt es eine Disko, einen Nachtclub und zahlreiche Cafés und Buffets. Die Disko ist nur am Wochenende überfüllt mit jungen Leuten, die Flirtchance ist sehr hoch, jedenfalls höher als im prüden Deutschland. Der Nachtclub hat jedes Jahr andere Tänzerinnen, die jedoch meist nicht so berauschend aussehen. Und wenn sie mal gut aussehen, sind sie wie es die Vorurteile auch wollen geistig nicht auf dem höchsten Stand. Ansonsten kann man hier auch die Woche über wirklich seinen Spaß haben. Es gibt auch in diesen Buffets viele Möglichkeiten sich durch Spiele zu beschäftigen. Jedoch hat der Ort noch zu DDR-Zeiten wie ein Jahrmarkt ausgesehen, mit Riesenrad, Autoscooter, davon ist mittlerweile nichts mehr da, nur noch eine kleine Kart-Bahn, auf der ich jedoch noch nie jemanden Kart fahren gesehen habe.

Wer nicht zur Partygeneration gehört, dem kann ich natürlich auch viele andere Dinge empfehlen, speziell im Sommer gibt es in den Städten wie Balatonfüred oder Badacsony Weinfeste, hier ist immer sehr viel los. Die Ungarn lassen sich immer etwas zur Unterhaltung einfallen. Ansonsten bietet sich die Möglichkeit Weinberge oder alte Burgen und Schlösser zu besuchen, wovon es in dieser Gegend sehr viel gibt. Weinverkostungen finden immer statt. Zudem kann ich auch die Halbinsel Tihany empfehlen, welche sich speziell auf den Tourismus spezialisiert hat. Die Halbinsel liegt nur 4 km von Balatonudvari entfernt und man kann sie mit dem Auto umfahren.

Der Balaton

Auf Deutsch heißt der Balaton Plattensee, er ist der größte Süßwassersee Europas. Der Balaton ist unterteilt in Nord- und Südufer. Ich war bisher nur am Nordufer, hier gibt es Stege aus Stein die ins Wasser führen, im Süden ist es Sand. Das Wasser ist mittlerweile 26 Grad warm im Sommer. Man kann hunderte Meter in den See hineingehen, da er sehr flach ist. Steigt man in den See ein, ist er anfangs nur 40 cm tief, geht man 100 Meter hinein beträgt die Tiefe etwa 1,50 Meter. Jeder größere Ort besitzt auch einen Strand, die Benutzung des Strandes ist jedoch meist auch kostenpflichtig. Aber halt nur meist, in Fövenyes ist der Strand kostenlos, in Balatonudvari kostet er Geld. Man kann sich auch Tretboote, oder kleine Ruderschiffe mieten, mit denen man dann tiefer in den Balaton hineinfahren kann. Meerbewohner müssten noch leben, Wasserschlangen oder Fische gibt es immer noch, jedoch eher im Schilf oder in den tieferen Bereichen des Sees. In Balatonudavari und Fövenyes gibt es Stege mit Treppen, zirka 6 Stück pro Strand, hier kann man in das Wasser hinein steigen und somit die im Wasser liegenden meist auch sehr spitzen Steine übergehen.

Einwohner

Die ungarischen Einwohner sind ein sehr nettes Volk. Obwohl sie finanziell wirklich sehr schlecht dastehen, machen sie gute Mine zum bösen Spiel. Ich erlebe fast jedes Jahr wenn ich dort bin eine Flut an Geschenken und anderen netten Dingen die auf mich zukommen. So haben wir immer das Problem ein passendes Gegengeschenk zu finden, was nicht getoppt werden kann, leider schaffen sie es letztendlich trotzdem dies zu überbieten. Obwohl die Leute wirklich nicht reich sind, wird jeder Tourist wie ein König behandelt, er bekommt unglaublich viel Essen und jeder Wunsch wird ihm von den Lippen abgelesen. Jedenfalls ist es bei mir und meinen Freunden so. Aber der deutsche wird sowieso immer mit Kusshänden aufgenommen, da hier immer noch das Gerücht gilt, dass deutsche das Geld mitbringen. Eine Eigenart der Ungarn ist der Respekt vor älteren Menschen, ich glaube ich selbst sage manchmal noch „Sie“ zu meiner Oma und meiner Verwandtschaft. Die Einwohner in den Dörfern leben alle noch sehr altmodisch, somit kann man sich glücklich schätzen eine Familie mit DVD-Player zu treffen. Aber genau das macht es interessant dieses Land zu besuchen. In Ungarn ist der Unterschied zwischen arm und reich noch sehr deutlich zu erkennen, es gibt keinen richtigen Mittelstand, speziell in den Dörfern wohnen die Menschen, die eher mit bescheidenen Mitteln auskommen. Mein Vater hat vor etwa 4 Jahren den damals 12 Jahre alten Lada Samara an seinen Schwager verschenkt, der fährt heute immer noch mit der Karre.

Touristen

Die Touristen stammen meist aus Deutschland und Österreich. Aber den größten Teil bildet immer noch die ungarische Bevölkerung. Der Tourismus hat in den letzten Jahren jedoch stark abgenommen. Es ist ganz unterschiedlich welche Menschen dieses Land besuchen, es sind Familien, ältere Ehepaare oder Jugendgruppen, aber auch diese können sich meist benehmen, mich mal davon ausgeschlossen. Für Touristen ist immer ein Platz frei, die Einwohner von Balatonudvari besitzen alle sehr große Häuser mit vielen Zimmern, hier machen sie sich im Sommer etwas enger, so dass sie zwei oder drei Zimmer vermieten können. Die Preise für die Unterkünfte sind alle sehr gering, meine Freunde haben voriges Jahr für eine Woche 50 Euro bezahlt, darunter war auch Vollverpflegung, also Frühstück, Mittag und Abendbrot dabei. Das war weil ich bei meiner Familie übernachtet habe, ansonsten wäre es etwas teurer geworden. Touristen findet man aber nur in den Sommermonaten in dieser Gegend, weil sie alle nur wegen den Balaton kommen.

Wohnen

Leider gibt es in Balatonudvari und Fövenyes kein Hotel. Das nächste Hotel liegt in Balatonfüred. In Balatonudvari werden Zimmer vermietet, diese sind vom Zustand her ganz verschieden, man kann in neuere Zimmer kommen die sehr schön aussehen, aber auch in alte stinkende Zimmer. Hier lohnt es sich das Haus vorher anzuschauen, ist es ein älteres sind die Zimmer auch meist schlechter. Denn eine Eigenart die ich festgestellt habe ist, dass die Ungarn ihre Häuser Tip Top fertig bauen, anschließend dies jedoch sehr schleifen und verkommen lassen. In Fövenyes gibt es einen Zeltplatz und ein Lager mit Bungalows zum wohnen. Alles ist bescheiden eingerichtet, aber bewohnbar.

Essen

Wer gut essen will, sollte zu meiner Oma gehen. Ungarische Speisen wie Gulasch, Noggern oder Palatschinken kann sie meisterlich zubereiten. Hier macht sich die Jahrelange Erfahrung bemerkbar. Besonders gut finde ich hier die Kartoffelzubereitung, diese werden nicht zerdrückt sondern in ganzen Stücken gegessen, es wird nur etwas Petersilie drauf gemacht, damit sie die gewisse Würze erhalten. Was es bis über die Grenze geschafft hat ist die Pik-Salami, viele bezeichnen diese als beste Salami überhaupt, mir schmeckt sie überhaupt nicht, da ziehe ich lieber die Farmer-Salami vor, diese ist viel saftiger. Aber auch in der Csarda, ein Restaurant am Ortsende von Balatonudvari, welches in der Sommerzeit geöffnet hat, kann man gut essen und trinken gehen. Selbst am Strand schmecken die lecker deftigen und meist auch scharfen Speisen sehr gut. An der Hauptstraße gibt es ein Restaurant und eine Imbissbude, war dort aber noch nie essen. Was ich empfehlen möchte wären Kolbasz und Hurka, zwei Wurstarten die absolut fettig, aber in ihrem Geschmack unübertrefflich sind. Die eine ist Blutwurst und die andere, eine rötliche, manchmal auch leicht scharfe Wurstart. Meist werden sie bei Festen zubereitet. Aber auch an Fastfood wie Hamburger, Pizza oder Baguettes kommt man ran. Eine Eigenart der Ungarn ist das scharfe Essen, ich werde mittlerweile aber davon immer verschont, weil alle wissen dass ich dieses scharfe Zeug nicht vertrage, diese Produkte kommen ganz unterschiedlich daher, sobald Erós oder Csipós auf einer Packung steht, kann man davon ausgehen dass es sehr scharf sein wird.

Trinken

Das Hauptgetränk in Ungarn ist natürlich der Wein. Aufgrund der vielen Weinberge stellen die meisten Ungarn ihren Wein selbst her, dieser schmeckt dann auch richtig gut. Ein Getränk womit ich bereits früh am Morgen immer abgefüllt werde ist Palinka, hat man Magenprobleme dann muss man einen Schluck davon trinken und man fühlt sich wie neu geboren. Dieses Zeug ist jedoch meist sehr hochprozentig und somit bin ich bereits schon am Mittagstisch ein wenig beschwippst. In Ungarn konnte ich bisher nur Holsten und Heineken unter den bekannten Bieren antreffen, ansonsten erhält man meist nur Bier aus dem eigenen Lande oder aus Österreich. Eigenarten die ich in Ungarn mitbekommen habe sind, dass hauptsächlich die Milch in Tüten gekauft wird und es im Grunde keine Brause gibt, da diese zuhause mit Wasser und Sirup selbst zubereitet wird.

Einkaufen

In Balatonfüred gibt es einen Markt bei dem man Andenken kaufen kann. In Balatonudvari gibt es leider nur einen kleinen ABC-Laden, der hier als Tante Emma Laden durchgehen würde, am Strand gibt es 2-3 Buffets, aber mehr auch nicht. Genauso sieht es auch in Fövenyes aus, nur dass hier mehr Buffets stehen. Auf der Hauptstraße sind immer einige Stände aufgebaut, die entweder Melonen oder Andenken an die Touristen verkaufen wollen. Aber diese Stände begegnen einen schon wenn man die Grenze überquert hat. Will man aber wirkliche Andenken lohnt sich nur ein Besuch von Städten wie Badacsony oder Balatonfüred, die in der Nähe liegen. Die Preise sind allgemein billiger wie in Deutschland, die Zigaretten kosten nur einen Bruchteil von dem was man hier bezahlt, trotzdem sind die Preise in den letzten Jahren stark angestiegen.

Verkehr

Balatonudvari verfügt über einen Bahnhof, Fövenyes hat keinen richtigen Bahnhof, jedoch fährt der Zug dort auch immer entlang. Da in Ungarn noch nicht so viele Menschen ein Auto haben wie hier, kann man auch damit rechnen dass am Tage jede halbe Stunde ein Zug durch Balatonudvari fährt. Oben an der Hauptstraße ist auch eine Bushaltestelle, Ungarn verfügt noch über die alten Ikarusbusse. Ansonsten gibt es auch vereinzelt Menschen die Autos besitzen, jedoch meist bescheidene, unter anderem Trabant, Wartburg oder Lada, diese Ost-Autos sind am meisten vertreten. Menschen mit neuem Opel oder VW kann man als reichere Bevölkerungsschicht einordnen. Balatonudvari verfügt bis auf die Hauptstraße über kein Straßennetz, alles ist eher nur Asphalt ohne Abgrenzung oder Markierung.

Öffentliche Einrichtungen

Vor vielen Jahren verfügte Balatonudvari noch über einen Kindergarten und eine Schule. Den Kindergarten konnte ich selbst als Kleinkind noch miterleben, da meine Eltern mich manchmal dort rein gesteckt haben. Er steht jedoch nun schon seit etwa 12 Jahren leer. Eine Feuerwehr und Polizei sucht man im Dorf vergeblich, wenn es brennen sollte sorgen die Dorfbewohner mit Wassereimern aus, bis die richtige Feuerwehr kommt. Einzige nennenswerte Einrichtung wäre die Post, hier kann man Briefe abschicken oder auch Geld wechseln. Aber der Umrechnungskurs ist hier schlechter, als in den Städten, darum kann ich einen Geldwechsel hier nicht empfehlen.

Landschaft & Natur

An der Hauptstraße, wenn man von Keszthely kommt, kann man rechts in die Ortschaft Balatonudvari fahren und links gibt es Weinberge. Diese sind in dieser Gegend sehr oft vorhanden, dies lässt auch einen sehr guten Eindruck mit sich ziehen. Der Grund für die Weinberge ist sicherlich auch die hüglige Landschaft, denn vom Balaton aus, steigt das Land immer mehr in die Höhe. Wälder gibt es in dieser Gegend keine, nur Felder und Gräser, am Wasser ist das Schilf. Die Luft ist sehr gut und nicht chemisch verunreinigt, auch das Dorf im Allgemeinen hat noch einen sehr guten und natürlichen Zustand. Aber komplett im Steinzeitlichen Zustand ist dieses Dorf nicht, immerhin gibt es mittlerweile schon Internet im Dorf. In Ungarn ist es so, dass die Sommer äußerst mild sind und sie Winter sehr kühl. Erwähnen möchte ich, dass die Spinnen und Insekten in dieser Gegend alle um einiges größer sind wie wir es aus Deutschland gewohnt sind. Zu erkennen ist das fast jede Familie Tiere hat, ob es Hunde Hühner oder Katzen sind, in jedem Garten lebt etwas.

Meine Meinung

Meine Verbindung mit diesem Ort ist schon sehr groß. Konnte ich hier doch ansehen wie Familienmitglieder geheiratet haben und wie Ehen in die Brüche gingen. Wie in unserem Kulturhaus die Ehe beschlossen wurde und in Fövenyes im Klubhaus die Hochzeitsfeier war. Konnte ich viele und gute Erlebnisse mit meiner Verwandtschaft und den in Balatonudvari und Fövenyes lebenden Personen teilen. War ich als Kind noch hauptsächlich auf das Baden aus, bin ich mittlerweile nur noch am Nachtleben und an den Frauen interessiert. Der deutsche wird immer noch als etwas Besonderes dargestellt, dem die ungarischen Mädchen immer noch hinterherlaufen. In den nächsten Jahren wird sich das jedoch ändern, denn der ungarische Lebensstil gleicht sich immer mehr mit dem der Deutschen an.

Es ist schön die Straßen an einem warmen Sommerabend entlangzugehen, der Stil der ungarischen Häuser ist interessant zu beobachten, speziell abends lohnt es sich einen Ausflug an den Strand zu machen. Bei milden Wetter und dem Wasser ist ein Abend immer schön, mal abgesehen von den Mücken, da zu späterer Stunde das Wasser auch um einiges wärmer ist. In den 1-2 Wochen die ich jährlich dort verbringe, laufe ich öfters durch das Dorf, als wie ich in Deutschland in einem ganzen Jahr laufe, allein schon die Tatsache dass man hier wirklich noch Natur erleben kann, macht dies sinnvoll. Aber nicht nur die Häuser, auch die Lebensweise eines solchen Volkes ist beeindruckend, hier wird noch alles von Hand gemacht, so gut wie keine Chemie ist hier vorhanden.

Balatonudvari ist mein Hauptreiseziel, weil es die billigste Alternative für mich und meinen Freundeskreis ist. Rechnet man das Spritgeld ab, komme ich mit 50 Euro die Woche hin, dabei geht alles beim Nachtleben flöten, dafür bin ich auch jeden Abend mehr als nur betrunken. So habe ich letztendlich vor 2 Jahren am letzten Tag meine übrigen 25 Euro an Stripperinnen verteilt, weil ich die ganze Woche über nie soviel ausgegeben habe. Ich muss ja ansonsten nichts zahlen, bekomme Essen und Unterkunft für umsonst. Allein schon das ist ein Grund den Sommer dort unten zu verbringen. Eine Woche in Balatonudvari, das ist für mich Erholung pur und so wie ich mir den Urlaub vorstelle.

Die Währung in Ungarn ist immer noch Forint. Da sich Ungarn aber als EU-Staat zählen darf, wird diese Währung wohl nicht mehr für lange Zeit von Bestand sein. Trotzdem muss man immer noch Geld wechseln, was ich aber nicht in Balatonudvari empfehlen möchte. Man muss nach Balatonfüred fahren, dort gibt es genügend Wechselstuben mit fairem Umrechnungskurs. Sollte man immer noch nicht über ein Handy verfügen, dann gibt es auch einige zahlreiche Telefonzellen in Udvari, am Strand und auch sonst an verteilten Ecken. Man kann also immer noch Kontakt zur Außenwelt pflegen.

Fazit

Wer einen billigen Urlaub plant, für den sollte Ungarn auf jeden Fall ein Thema sein. Obwohl auch Ungarn in den letzten Jahren mit den Preisen angehoben hat, sind diese im Vergleich zu Deutschland doch noch sehr niedrig. Meine spezielle Ortsempfehlung wäre Balatonudvari oder Fövenyes, beides gehört im Grunde zusammen. Hier gibt es Strände, Sehenswürdigkeiten, Nachtleben und vieles mehr so dass die Touristen sich nie langweilen müssen. Die Stadt Balatonfüred ist nur 7 km entfernt, hier gibt es ebenfalls zahlreiche Möglichkeiten die Zeit totzuschlagen, sogar ein Internetcafé mit unglaublich schneller Verbindung ans www. Ein Appartement zu finden ist das geringste Problem, hier ist immer etwas frei. Zudem sind die Bewohner sehr freundlich und das Essen mehr als nur gut. Somit gibt es eine vollste Empfehlung und volle Punktzahl. Balatonudvari kann man mittlerweile auch im Internet besuchen, unter www.balatonudvari.hu gibt es zahlreiche Informationen und Bilder zur Gemeinde.
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Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
Sony3
Sony3, 05.06.2004
Wow! Da hast du dir echt muumlhe gegeben!
Sehr gut!
HORSTFILM@web.de
HORSTFILM@web.de, 10.06.2008
Wunderbar und treffend! Ich wünsche Kontakt mit dem Autor. HORSTFILMweb.de
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Informationen zu Balatonudvari

Technische Daten und Produkteigenschaften
Ort zwischen Balatonfüred und Badacsony am Balaton gelegen in Ungarn. Liegt direkt neben der Halbinsel Tihany!
Allgemeine Informationen Balatonudvari
gelistet seit: 19.05.2004
Bewertung durch unsere Mitglieder
Produktbewertung: Kundenbewertung 5,00 / 5,00
Allgemeine Informationen
Typ: Stadt 
Kategorie: Sehenswürdigkeit 
Balatonudvari im Vergleich
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