Gigantisch !!!

LKW von Innen

.... und mit dem anderen im Knast!!!

Berufskraftfahrer/in
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Platz 28 in der Kategorie "Berufe". Berufe von A-Z: B / ...mehr
Bewertung: Kundenbewertung 3,90 / 5,00 (3.8 von 5)

Berufskraftfahrer/in Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 3,90 / 5,00 (3.8 von 5)
von 67% aller Autoren empfohlen (4/6).
Bewertungsverteilung:
Einstellungschancen:  
Aufstiegsschancen:  
Verdienstmöglichkeiten:  gut
Sozialleistungen:  
Vorteile
  • Guter Verdienst
Nachteile/Kritik
  • Stress
Sortiert nach 
lödvs

Die Gewerkschaft

ein Testbericht von 2002-07-11 09:40:30 vom 11.07.2002
Empfehlung: nein
Ich habe eine kleine Firma und im Zuge dieser benötige ich im nächsten Jahr einen Berufskraftfahrer.
Das ist finde ich sehr nobel, ohne mich selbst zu rühmen, und freut vielleicht neben Gerhard und Edmund auch Hinz und Kunz oder wem auch immer auf dem Arbeitsmarkt.
Nun, dachte ich mir, will ich ja dem zukünftigen Arbeitnehmer nicht das letzte Hemd rauben und weiterhin auch mein vorletztes Hemd nicht aufs Spiel setzen und beschloß zum Zwecke der Kundigmachung die Gewerkschaft anzurufen und mal zu erfragen, was denn so ein Berufskraftfahrer für einen offiziellen Tariflohn hat, nicht auf den Cent genau, nur so ungefähr:

1. Schritt

Ich sehe mir die Internetseite der Gewerkschaft Verdi an und finde nach einigem Suchen eine Telefonnummer der Abteilung Verkehr bei Bundesverdi, wie ich nämlich später lernte, gibt es Bundesverdi und Landesverdi und das ist ziemlicher Unterschied, rufe da an und eine Dame sagte mir, nach dem ich 10 Minuten mein Anliegen schilderte, dass sie dafür nicht zuständig sei, sondern dass die Abteilung Post und Logistik genau die Richtigen für mich sind, sie könne mich aber nicht verbinden, weil die sitzen in einem anderen Haus aber sie könne mir den Service bieten, eine direkte Durchwahl von ihr zu bekommen, ah ja

2. Schritt

Ich rufe die erhaltene Nummer der Abteilung Post und Logistik von Bundesverdi an, schildere ausgiebig mein Anliegen und erhalte dann zur Antwort, dass könne man mir nicht sagen, weil jedes Bundesland einen eigenen Tarifvertrag hat. Ich schilderte nun aufs genaueste in welchem Bundesland ich weile und mußte vernehmen, dass man mir nun immer noch nicht helfen kann, weil, es sind so eben neue Tarifverträge verhandelt worden und diese sind noch nicht gedruckt worden und ergo wisse man nicht, was da drin steht. Man gab mir den Tip, ich solle doch mal bei Landesverdi den Herrn Guserow anrufen, der wisse das genau, so, so

3. Schritt

Ich rufe bei Landesverdi in der Zentrale an und frage nach Herrn Guserow und so gleich macht sich große Ratlosigkeit bei meinem telefonischen Gegenüber breit, was sich in der Aussage zeigt: Den gibt es hier nicht.
Nach knapp 10 Minuten harter Verhandlung stellt sich heraus, dass der Mann nicht Guserow sondern Kuserow heißt und ich werde prompt verbunden, erreiche den Herrn aber nicht selbst, weil er war gerade nicht am Platz, sondern seine Kollegin, welche sofort ihr Einverständnis gab, den Versuch zu starten, mir weiterzuhelfen. Ich schilderte nun wieder ausgiebig mein Anliegen und wurde am Ende überrascht, nicht von der erhofften Auskunft, sondern von der Frage, ob ich denn Mitglied sei. Dies mußte ich verneinen, was sich im nachhinein als Fehler herausstellte, denn sofort darauf sagte man mir, dass man mir dann keine Auskunft geben kann. Heldenhaft versuchte ich zu retten was zu retten ist, erklärte flehend, dass ich doch nur Gutes tun will, dass ich als zukünftiger Arbeitgeber meinen zukünftigen Arbeitnehmer nicht bescheissen will, es nutzte nichts, seit ich als Arbeitgeber von der Dame entlarvt wurde, wurde ich behandelt wie ein Aussätziger, man warf mir nur noch ein letztes Stückchen fauliges Fleisch zu, welches sich Bundestarifregister nennt und ließ mich allein

4. Schritt

Ich gebe als vorletzten Hoffnungsschimmer bei Google das Wort Bundestarifregister ein, es wird umgehend als Rechtschreibfehler geoutet und in Bundesstrafregister umgewandelt. Mit letzter Kraft streiche ich das Bundes und frage nur nach Tarifregister und siehe da, ganz am Ende des Tunnels zeigt sich ein winzig kleines Lichtlein, denn Google gibt tatsächlich ein Suchergebnis preis, welches lautet: im Wirtschaftsministerium von NRW gibt es tatsächlich ein Tarifregister, nur dumm gelaufen, ich sitze nicht in NRW.

5. Schritt

Durch eine gnadenlose geistige Kombination finde ich, nun mittlerweile fiebernd die Telefonnummer des Vorzimmers des Wirtschaftssenators meiner Heimatstadt heraus, rufe da an, habe auch sogleich die Sekretärin am Apparat, schildere schillernd mein Anliegen, berichte von meiner Odyssee, ernte Mitleid und werde um kurzes Verweilen in der Leitung gebeten. Nach wirklich Kurzem erhielt ich dann eine Telefonnummer des Tarifregisters meiner Heimatstadt.

6. Schritt

Ich rufe beim Tarifregister meiner Heimatstadt an. Ein freundlicher Herr nimmt ab. In Trance erläutere ich mein Begehr, der freundliche Herr erklärt, dass ich das Gewünschte von ihm erhalten könne und findet sich auch bereit mir Auskunft zu geben, allerdings nicht heute, weil Auskünfte aus dem Tarifregister kann man nur Montags von 9-12 Uhr und Donnerstags von 14-18 Uhr erhalten und ich müsse doch verstehen, da es ja über tausend unterschiedliche Tarifverträge gibt und man doch tausende solcher Anfragen in der Sekunde hat oder waren es Millisekunden, ich weiß es nicht, ich war schon im Delirium...

Nach dem ich nun eine Nacht darüber geschlafen habe und immer noch nicht weiß, was ein Berufskraftfahrer so Pi mal Daumen verdient, habe ich beschlossen, dass ich meine schon eingestellten Arbeitnehmer alle entlasse, Mitglied bei Verdi werde und als Berufskraftfahrer bei der Post anfange, ... nur weiß ich noch nicht wie ich das anfange, mit den in einer weißen Jacke steckenden, auf dem Rücken zusammengebundenen Armen...
...
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Yeti2

Als Kurierfahrer selbstständig gemacht.

ein Testbericht von 2011-08-03 06:28:59 vom 03.08.2011
Empfehlung: ja
Vorteile: Guter Verdienst...
Nachteile/Kritik: Stress
Aus der Unzufriedenheit am Arbeitsplatz, Arbeitslosigkeit oder einfach nur der Drang nach einer
Selbstständigkeit, wuchs die Idee sich als Kurierfahrer selbstständig zu machen. Es ist eine sehr
interessante Idee, somit sein eigenes Geschäft aufzubauen und eine gewisse Unabhängigkeit zu
erreichen. Allerdings sind auch einige Voraussetzungen notwendig, um in diesem Geschäft Erfolg
zu haben, wie zum Beispiel eine gewisse Gelassenheit sind eine wichtige Grundvoraussetzung in
diesem Gewerbe.

Was muss man über dieses Geschäft alles wissen?

Der größte Vorteil dieser Geschäftsidee liegt darin, das man am Anfang kein großes Startkapital
zur Verfügung haben muß und auch keinerlei besonderen Ausbildungen nachzuweisen.
Das wichtigste in dieser Branche ist es, das man sehr gut Autofahren kann, einen gültigen
Führerschein besitzt und einen guten Orientierungssinn hat. Eine wichtige Grundlage in diesem Job
ist die Fähigkeit, das man die Routen obtimal selbständig Planen kann und ein sehr gutes
Zeitgefühl besitzt, denn hier ist Zeit der wichtigste Faktor zum Geld verdienen.

Wie finde ich Aufträge in diesem Geschäft?

Es gibt viele Möglichkeiten an lukrative Aufträge zu kommen, so werden zum Beispiel gewisse
Kurierzentralen sogenannte Kundenaquise vermittelt, das bedeutet vom Kundenauftrag bis hin zur
Rechnungslegung wird von diesen Zentralen fast die gesamte Abwicklung übernommen. Bei
dieser Art der Auftragsvermittlung, zahlt der selbstständige Kurierfahrer eine Vermittlungsgebühr
an die Kurierzentrale. Dieses kann in Form einer Auftragsgebühr oder einer Pauschalgebühr
erfolgen, was von jeder Kurierzentrale anders gehandhabt wird. Aber auch durch einen gezielten
Einsatz an Werbung oder der Mund zu Mund Empfehlung, können dem selbständigen Kurierdienst
Aufträge zugespielt werden, wobei die Mund zu Mund Empfehlung dabei die günstigste Alternative
darstellt.

Was verdient man als selbstständiger Kurierfahrer eigentlich?

Viele selbstständige Kurierdienste existieren von den hohen Grundprovisionen, die Sie durch die
Kurierzentralen in Form einer Provision erhalten, deshalb sind diese sehr stark darn interessiert,
dem Kurierfahrer so viel wie möglich Aufträge zukommen zu lassen. Deshalb sollte man als
selbständiger Kurierfahrer auf jeden Fall verschiedene Angebote der Kurierzentralen einholen und
vergleichen, denn da gibt es gravierende Unterschiede der Vergütungen. Also die Regel erst
vergleichen und erst dann unterschreiben, denn ist erst einmal ein Vertrag zustande gekommen,
ist es sehr schwer da wieder herauszukommen. Reichtum wird man als selbständiger Kurier
ganz sicher nicht werden, aber man kann durch viel Fleiß und Pünktlichkeit eine gute Existenz
aufbauen, die den Lebensunterhalt in geeignetem Umfang sichern wird.

Was kommen für Kosten auf einem zu?

Da man sich mit diesem Schritt in die Selbständigkeit begeben hat, ist man von nun an auch für
alle Kosten die anfallen selbst zuständig. Das ganze beginnt damit, das ein geeignetes Fahrzeug
angeschafft werden muss, denn das ist die wichtigste Grundlage um überhaupt als selbständiger
Kurierfahrer arbeiten kann. Dabei sollte die Wahl eines geeigneten Fahrzeuges mit Bedachtheit
angegangen werden, was sich am Ende auszahlen wird, so sollte der Verbrauch an Benzin eine
entscheidente Rolle spielen, genauso wie die Größe des Autos.
Auch die Frage der Krankenversicherung und Rentenversicherung müssen geregelt werden, ebenfalls
die spätere Absicherung der privaten Altersvorsorge.
Weiterhin kommen Kosten, wie die Steuervoranmeldung, der Steuerberater und das Finanzamt auf
einen zu und ebenso die Buchhaltung allgemein nicht ganz zu vergessen.
Aber auch Inspektionen am Fahrzeug, Bereifung, Kraftfahrzeugsteuer und Haftpflichtversicherung
sind ebenso Kosten die erwirtschaftet werden müssen.
Nicht ganz zu vergessen eventuelle Lohnkosten für Personal oder Ersatzfahrer der im Falle von
Krankheitsausfall eventuell einspringen kann.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Einstellungschancen:Einstellungschancen von Berufskraftfahrer/in : 5,0 sehr gut
Aufstiegsschancen:Aufstiegsschancen von Berufskraftfahrer/in : 5,0 sehr gut
Verdienstmöglichkeiten:Verdienstmöglichkeiten von Berufskraftfahrer/in : 5,0 sehr gut
Sozialleistungen:Sozialleistungen von Berufskraftfahrer/in : 5,0 sehr gut
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Kommentare
mima007
mima007, 04.08.2011
Viele Gruesse, mima007
Luna2010
Luna2010, 03.08.2011
Gut beschrieben, ich les bei dir und du bei mir? Ich würd mich freuen
katjafranke
katjafranke, 03.08.2011
Viele liebe Grüße. KATJA
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Brian2801

** König der Landstraße! Wirklich? **

ein Testbericht von 2006-05-06 09:55:32 vom 06.05.2006
Empfehlung: nein
Vorteile: siehe Text...
Nachteile/Kritik: siehe Text
Heute möchte ich Euch etwas über meinen erlernten Beruf berichten und darüber, warum ich diesen Beruf niemandem empfehlen kann. Die Entscheidung vor nun fast 14 Jahren war die größte Fehlentscheidung die ich jemals getroffen habe. In diesem Bericht steckt sehr viel Persönliches von mir, daher fällt es mir auch nicht besonders leicht überhaupt darüber zu schreiben. Ich werde Euch anhand von persönlichen Erlebnissen und Erfahrungen, Vor- aber größtenteils Nachteile über diesen Beruf vermitteln.


Der Beruf
***************
Jeden Tag fahren mehr als 800.000 Mautpflichtige LKW auf Deutschlands Autobahnen um uns Lebensmittel, Autos, Stahl, Unterhaltungselektronik und alles was man zum Leben und zum Luxus des Lebens braucht in die Geschäfte zu bringen. Sie machen Dreck, machen Krach, sind langsam, nehmen keine Rücksicht auf den übrigen Verkehr usw. Diese Liste kann man beliebig weiterführen. Dennoch, ein Leben ohne LKWs wäre nicht möglich. Auch wenn viele Menschen über LKWs meckern wenn diese auf den Autobahnen Ihre nervtötenden Elefantenrennen austragen, so brauchen wir genau diese LKWs für unseren Alltag.
Aber habt Ihr euch eigentlich schon mal wirklich Gedanken gemacht, was der Beruf LKW Fahrer eigentlich ist? Ist er wirklich nur etwas für Leute, die einfach nichts Besseres können, kriegen oder nichts Besseres machen wollen? Weit gefehlt. LKW Fahrer tragen eine sehr große Verantwortung, dessen sich die meisten Fahrer nicht bewusst sind. Viele Fahrer sehen sich in Ihrem LKW als der König der Landstrasse und nehmen sich alle Freiheiten gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern. Das sind die schwarzen Schafe unter den Fahrern, die leider immer mehr zunehmen.


Die Ausbildung
************************
Die Ausbildung dauerte 2 Jahre und beinhaltete den Erwerb der damaligen Führerscheinklasse 2 und technische Fähigkeiten rund um den LKW. Seit dem 1. August 2002 dauert die Ausbildung 3 Jahre und sollte folgendes beinhalten:

- Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht
- Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes
- Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
- Umweltschutz
- Kontrollieren, Warten und Pflegen der Fahrzeuge
- Vorbereiten und Durchführen der Beförderung
- Verkehrssicherheit, Führen von Fahrzeugen auf öffentlichen Straßen
- Rechtsvorschriften im Straßenverkehr
- Kundenorientiertes Verhalten
- Verhalten nach Unfällen und Zwischenfällen
- Betriebliche Planung und Logistik
- Beförderungsbezogene Kostenrechnung und Vertragsabwicklung
- Qualitätssichernde Maßnahmen

Mit 16 Jahren kann man die Ausbildung anfangen. Den Führerschein allerdings kann man erst erwerben, wenn man 18 ist. Bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres fährt man in diesem fall mit anderen Fahrern mit, hilft beim be- und entladen oder ist im Lager tätig. Mit 18 hat man dann auch die Möglichkeit direkt den Führerschein für die großen LKW zu machen. Diese Möglichkeit besteht sonst erst ab einem Alter von 21 Jahren. Die Kosten für den Führerschein übernimmt in der Regel der Ausbildungsbetrieb.

Die Tarifliche Ausbildungsvergütung ist seit dem 2002 wie folgt geregelt:

1. Ausbildungsjahr: 531 Euro
2. Ausbildungsjahr: 584 Euro
3. Ausbildungsjahr: 631 Euro

Eine neuere Tabelle liegt mir derzeit nicht vor. Aber ich denke die Beträge werden ungefähr stimmen.
Aber eigentlich lachhaft wenn man bedenkt, was man für dieses Geld leisten muss. Ich habe in meiner Ausbildung keinen 8 Stunden Tag gekannt. Ich habe genauso viel gearbeitet, wie die anderen Fahrer in der Spedition. Nur mit dem Unterschied, das diese Fahrer voll bezahlt wurden und ich nur das Lehrlingsgehalt bekommen habe. Bei mir lag der Lohn damals bei 850DM im 2. Lehrjahr. Allerdings habe ich ein gutes Verhältnis zu meinem damaligen Chef gehabt und ich habe wesentlich mehr verdient als 850DM. Ich hatte im 2. Lehrjahr um die 2800DM netto zur Verfügung. Allerdings ist das nicht die Regel und niemand sollte darauf hoffen, auch soviel zu verdienen. Denkt daran, dass ich meine Ausbildung vor 14 Jahren gemacht habe und die Speditionen heute nicht mehr über die normale Ausbildungsvergütung hinaus bezahlen.

Was man sonst noch für diese Ausbildung mitbringen sollte, ist absolutes Verantwortungsbewusstsein, Pünktlichkeit, Flexibilität, Mobilität, ganz viel Zeit und keine Familie oder Freundin. Denn ich wette mit Euch, das geht schief. Keine Frau oder Freundin möchte Tagelang oder unter Umständen Wochenlang von seinem Partner getrennt sein.


Der Verdienst und die Arbeitszeiten
*********************************** **********
Hier kommen wir wohl zu einem Streitpunkt. Es gibt Fahrer die sagen, dass Sie im Monat 3000 Euro Netto haben. Das ist in meinen Augen illusorisch. Ich habe bisher keine Arbeitsstelle gehabt, die auch nur annähernd soviel gezahlt haben. Andere sagen, dazu zähle ich auch mich, dass vielleicht mal 1500 Euro Netto im Monat auf dem Konto landen. Wenn wir das aber alles mal realistisch betrachten dann sieht es so aus: Gezahlt werden nach der Ausbildung zwischen 1600 und 2000 Euro Brutto. Hier wird kein Unterschied gemacht ob der Bewerber eine Ausbildung zum Berufskraftfahrer hat oder nicht. Jeder verdient das gleiche. Das alleine macht in meinen Augen die Ausbildung sinnlos. Ok, man lernt etwas was neben dem fahren auch noch wichtig ist. Allerdings wird dieses Wissen im Normalfall nachher nicht mehr gebraucht.
Gehen wir mal davon aus, dass ein Fahrer 2000 Euro Brutto verdient. Nach den üblichen Sozialabgaben in der Steuerklasse 1 bleiben im Endeffekt ca. 1300 Euro Netto. Umgerechnet auf die wöchentlichen Arbeitstunden von ca. 65 Stunden kommt man auf einen Stundenlohn von ca. 5 Euro. Eine Putzfrau verdient mehr. Gemessen an der Inflation der letzten Jahre ist das Gehalt des Berufskraftfahrers nicht, oder nur um ein Minimum gestiegen. Dafür muss der Fahrer aber wesentlich mehr arbeiten, da die Ausgaben des Chefs ja gestiegen sind. Viele Firmen zahlen sogar wesentlich weniger als noch vor 10 Jahren mit der Begründung, dass die Benzinpreise rapide gestiegen sind und seit neuestem die Mautgebühren eingeführt wurde und dem Unternehmer nichts anderes übrig bleibt, als dies auf den Arbeitnehmer abzuwälzen.
Zusätzlich bekommt man die so genannten Spesen. Diese Verpflegungspauschale ist gesetzlich geregelt und man hat in jedem Fall einen Anspruch darauf. In jedem Land gelten andere Pauschalen. Für Deutschland gelten:

8-14 Stunden Ortsabwesenheit: 6 Euro
14-24 Stunden Ortsabwesenheit: 14 Euro
Volle 24 Stunden Ortsabwesenheit: 24 Euro

Damit bewegt sich Deutschland im unteren Europäischen Drittel. Spitzenreiter hier ist Norwegen mit folgenden Zahlen:

8-14 Stunden Ortsabwesenheit: 19 Euro
14-24 Stunden Ortsabwesenheit: 38 Euro
Volle 24 Stunden Ortsabwesenheit: 57 Euro

Zum Vergleich: Ein Mittagsmenu in einer Raststätte auf der Autobahn kostet locker mal eben 15 Euro oder mehr.
Und so kommt ein LKW Fahrer auf einen Nettolohn von vielleicht mal 3000 Euro Netto. Aber ob man wirklich von einem Nettolohn reden kann, wenn ich die ganze Woche unterwegs bin und mein ganzes Geld für das teure Essen auf der Autobahn ausgeben muss?? Ich denke eher nicht. Das ist zumindest meine Meinung.

Über Arbeitszeiten brauchen wir denke ich nicht reden. Schon gar nicht über geregelte Arbeitszeiten. Hier mal was der Gesetzgeber erlaubt:

Lenkzeiten: 9 Stunden täglich, 2x wöchentlich 10 Stunden.
Die Gesamtlenkzeit darf in 2 aufeinander folgenden Wochen nicht höher als 90 Stunden sein.

Ruhezeiten: Nach spätestens 4,5 Stunden Lenkzeit (wohlgemerkt Lenkzeit, nicht Arbeitszeit) muss eine Pause von mindestens 45 Minuten eingelegt werden. Diese Pause kann aufgeteilt werden in mehrere Blöcke, wobei ein Block von unter 15 Minuten nicht als Pause anerkannt wird.

Innerhalb eines jeden 24 Stundenzeitraumes muss eine zusammenhängende Ruhrzeit von mindestens 11 Stunden eingebracht werden. 3x wöchentlich darf die Ruhezeit auf 9 Stunden verkürzt werden. Man kann, um die Verwirrung komplett zu machen, die Ruhezeit in mehrere Blöcke aufteilen. Dann muss die gesamte Ruhezeit jedoch mindestens 12 Stunden betragen und ein Block von mindestens 8 zusammenhängenden Stunden dabei sein. Die erforderlichen anderen Blöcke, um die 12 Stunden zu komplettieren, dürfen nicht kürzer als eine Stunde sein.

Kein Wunder dass viele LKW Fahrer bei dem Wirrwarr ihre Pausen nicht einhalten oder? Denn die blicken einfach nicht durch!! (Ist natürlich ein Scherz *g*)

Die Arbeitszeiten pro Tag darf sogar 15 Stunden betragen. Leider werden diese ganzen Zeiten von einem Großteil der Fahrer nicht eingehalten. Manchmal geht es einfach nicht, und manchmal will man es nicht. Denn stellt euch mal vor, Ihr seid 30 Minuten von zuhause entfernt, habt aber die maximale Lenkzeit erreicht! Würdet Ihr dann auf der Autobahn stehen bleiben? Ich glaube das würde niemand machen.


Persönliche Erfahrungen
********************************
In diesem Teil möchte ich euch kleine Geschichten erzählen, die mir selber passiert sind. Wer dies alles nicht lesen will, soll es einfach lassen. Aber Ihr solltet dennoch wissen, dass diese Geschichten einen Eindruck zu diesem Beruf hinterlassen.


** Geschichte 1

Um ca. 2 Uhr morgens fuhr ich auf einer Autobahn ungefähr 100km vor Paris. Die Autobahn hatte 4 Spuren auf jeder Seite und es war jämmerlich am regnen. Die Autobahn war leer auf meiner Seite, nur gelegentlich kamen mir auf der Gegenseite Autos entgegen. Das Licht der vereinzelt entgegenkommenden Autos spiegelte sich auf der regennassen Fahrbahn wieder und ich musste oft die Augen zusammenkneifen. Dies machte mich zusehends müder. Doch ich konnte eigentlich nicht anhalten, da ich am nächsten Morgen in der Nähe von Orleans den Entladetermin hatte. So fuhr ich weiter und weiter. Dann ca. 40km vor Paris geschah dann etwas, dass mir das Blut in den Adern gefrieren lies. Mir kamen auf einmal keine Autos mehr entgegen, sondern auf der Autobahn baute sich vor mir ein riesiges Schiff auf. Ich traute meinen Augen nicht. Zuerst waren es nur Umrisse, doch die Konturen des Schiffs zeichneten sich immer mehr ab. Ich rieb meine Augen, doch es war immer noch da und kam immer näher. Nicht wissend was ich davon halten sollte und was ich machen sollte, stieg instinktiv voll in die Bremse und legte eine Vollbremsung hin. Mitten auf der Autobahn. Das war wohl dann der Moment wo ich wieder wach wurde. Alles nur Schein. Nichts Reales. Ich hatte den so genannten Sekundenschlaf. Der nächste Parkplatz wurde meiner und als ich ausstieg war ich ziemlich wackelig auf den Beinen. Ich atmete erstmal tief durch und rauchte mir eine Zigarette. Danach habe ich 2 Stunden geschlafen und bin dann halbwegs erholt weitergefahren.
Dies nennt man den so genannten Sekundenschlaf. Das war das erste mal das ich diesen hatte und ich habe mir damals geschworen, dass es auch der letzte war. So etwas möchte ich nie mehr erleben und ich wünsche diesen niemandem. Manchmal träume ich heute noch von diesem Erlebnis, obwohl es schon mehrere Jahre her ist.


** Geschichte 2

Sonntags abends ging die Tour los. Um 22 Uhr startete ich den Motor des LKW und fuhr los nach Dünkirchen (Französisch - Dunkerque) in Frankreich. Dort angekommen um 4 Uhr Morgens legte ich mich 2 Stunden schlafen bevor mich um 6 Uhr die Mitarbeiter des Werks wach machten um den LKW zu entladen. Als der LKW dann um 7:30 Uhr entladen war, ging ich erstmal etwas frühstücken um danach in der Disposition anzurufen, ob ich eine Rückladung bekomme. "Nein" hieß es dann, ich solle schnell nach Duisburg fahren um die Ladung für den nächsten Tag zu holen. Nachdem ich aber dann mal durchgerechnet hatte, dass ich es mit meiner restlichen Fahrzeit gar nicht mehr bis Duisburg schaffe, rief ich die Disposition noch mal an, um denen dies zu sagen. Der Kommentar der Dispo lautete nur, dass ich das mit meinem Chef klären müsse. "Ok", sagte ich mir, ruf ich eben den Chef an. Was ich dann zu hören bekam, war bei weitem nicht das, was ich mir erhofft hatte. Er sagte zu mir wortwörtlich: "Wenn du nicht in Duisburg laden gehst, kannst du dir nen neuen Job suchen."
Also was sollte ich machen? Ich schrieb eine 2. Tachoscheibe mit falschem Namen und fuhr nach Duisburg um die Ladung zu holen. Aber bis zu Ladestelle kam ich nicht. Denn es kam wie es kommen musste. Kurz vor der Einfahrt des Werkes war eine LKW Kontrolle und genau mich hatte die Polizei ausgesucht. Und natürlich kam heraus dass die Tachoscheibe gefälscht war und ich länger gefahren bin, als ich durfte. Das Ende vom Lied war ein Eintrag im Führungszeugnis wegen Urkundenfälschung und 1500DM Geldstrafe wegen Überschreitung der Lenkzeiten.
Nur jetzt mal ernsthaft. Wer hätte das nicht getan? Ich wollte doch nur meinen Job nicht verlieren.


** Geschichte 3

Diese Geschichte knüpft fast nahtlos an die 2. an. Es war in der gleichen Woche. Ich merkte den ganzen Mittwoch schon, dass irgendetwas nicht mit mir stimmte. Mittwochabends ging es dann los. Ich bekam eine wunderbare Magen-Darm-Grippe und verbrachte den gesamten Mittwochabend auf der Toilette. Das ging dann bis spät in die Nacht hinein. Und als ich dann um 2 Uhr nachts endlich mal eingeschlafen war, dauerte es auch nicht lange bis mein Wecker mich wieder aus dem Schlaf riss. 4 Uhr morgens und ich war geschafft. Meine Beine taten weh und mein Darm und Bauch ebenso. Ich beschloss erstmal aufzustehen und mich fertig zu machen. Aber wie sollte es anders sein, kaum war ich aufgestanden, rief mich die Toilette wieder. Nichtsdestotrotz habe ich mich dann fertig gemacht und bin zum LKW um loszufahren. Ich startete den LKW und merkte dabei, das in meinem Darm schon wieder alles am rumoren war. Ich fuhr schnell los um vor der Haustür wieder anzuhalten um die Toilette aufzusuchen. Nach einiger Zeit bin ich dann wieder zum LKW und fuhr los. Ich kam bis zum ersten Parkplatz auf der Autobahn. Leider gab es hier keine Toilette. Also musste die Leitplanke als Notsitz herhalten. Das war der Punkt, wo ich mir sagte, bis hier und keinen Meter weiter. Ich rief meinen Chef an und sagte ihm, dass es mir ziemlich dreckig geht. Er meinte, ich soll es doch wenigstens versuchen. Aber das hatte ich ja schon. Das sagte ich ihm dann auch und er meinte dann letztendlich ich soll wieder nach Hause fahren. Klar, er fing natürlich an zu rotieren, weil auf dem LKW war ja schließlich Ware, die um 8 Uhr in Antwerpen sein musste. Ich bin dann direkt um 8 Uhr beim Arzt gewesen und der schrieb mich für den Rest der Woche krank. Das sagte ich meinem Chef dann nachdem ich wieder zuhause war und ihn angerufen hatte. Er hat mich dann gefragt, ob ich es denn wenigstens schaffe den LKW zum Platz zu bringen damit die Tour ein anderer Fahrer erledigen konnte. Dies hab ich dann mit Ach und Krach noch geschafft. Denn als ich danach zuhause war, bin ich todmüde und total erschöpft ins Bett gefallen. Bisher ja alles nicht so schlimm. Aber der Hammer kam am nächsten Tag per Post. Die fristlose Kündigung. Angeblicher Grund: Arbeitsverweigerung. Ich rief den Chef natürlich sofort an und fragte ihn ob er noch ganz gesund ist. Er ging aber gar nicht mehr darauf ein und legte nach einigen Minuten einfach auf.
Natürlich ging das vor das Arbeitsgericht und ich bekam Recht. Er hätte mich sogar wiedereinstellen müssen. Aber dies wollte ich beim besten Willen nicht. Vielleicht ja verständlich nach so einer Woche.


** andere negative Erfahrungen

Im Privaten Bereich gab es seinerzeit auch massive Probleme. So hat mich z.B. meine Ex-Frau mehrfach betrogen. Einerseits konnte ich es verstehen, denn ich habe damals viel gearbeitet und war kaum zuhause. Andererseits habe ich mir natürlich auch immer während der Fahrt Gedanken gemacht und war auf der Suche nach dem "Warum?!?!?!". Konnte es wirklich nur daran liegen, dass ich kaum zuhause war? Nein, man lebt sich nach einiger Zeit einfach auseinander. Ich war froh wenn ich wochentags mal abends zuhause war und mich einfach nur auf die Couch legen konnte um zu entspannen. Dafür hatte Sie kein Verständnis und wollte an diesen seltenen Tagen auch noch mit mir weg. Aber das ging nun mal nicht, denn wenn ich abends um 19 Uhr zuhause war und um 4 Uhr morgens wieder los muss, hatte ich nun mal keine Lust noch Freunde zu besuchen, einkaufen zu gehen oder sonst irgendwo hinzugehen. So kam es dann, dass wir uns haben scheiden lassen. Allerdings hatte das nicht nur mit dem Beruf zu tun, sondern hatte auch noch viele andere private Gründe, die ich hier noch nicht näher erläutern möchte.
Da ich grade das Wort Freunde gebraucht habe. Hier gibt es natürlich auch noch was zu sagen. Freunde habe ich kaum gehabt. Die Freunde die ich hatte konnte ich an einer Hand abzählen. Wenn diese was unternommen haben, wurde ich natürlich immer gefragt, ob ich dabei bin. Und zu 90% musste ich alle gemeinsamen Aktivitäten absagen. Es kam dann soweit, dass ich nicht mal mehr gefragt wurde, ob ich was mitmachen möchte. Das war eine harte Zeit für mich.

Es gibt noch mehr negative Punkte, aber diese möchte ich nun nicht alle aufzählen. Ich denke mit den negativen Dingen die ich bisher angesprochen habe können sich vielleicht sogar einige Fahrer identifizieren. Und denjenigen die diesen Beruf unbedingt ausüben wollen, habe ich mit diesen Punkten ein paar Denkanstösse geben können.

Was möchte ich Euch hiermit sagen!?!?! Ganz einfach. Seht nicht nur die Vorteile und die schönen Dinge die mit dem Beruf zu tun haben, sondern setzt Euch auch mit den negativen Dingen auseinander.


Die BAG
***************
Kurz möchte ich euch noch das Kontrollorgan der LKW Fahrer vorstellen. Ihr habt doch sicher schon mal auf der Autobahn gesehen, dass kurz vor Autobahnparkplätzen Schilder aufgeklappt sind, die auf eine Geschwindigkeitsbegrenzung und Überholverbot für LKW hinweisen. Diese Schilder sind nicht immer offen, sondern nur wenn die BAG LKW-Kontrollen durchführt. Die BAG ist eine Abkürzung das Bundesamt für Güterverkehr.
Ein kleiner Auszug wie sich das BAG selbst erklärt (Quelle: BAG Homepage):

**
"Das BAG nimmt als selbständige Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung eine Vielzahl von Aufgaben rund um den Güterkraftverkehr wahr und leistet insbesondere mit den Straßenkontrollen einen wertvollen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit auf Deutschlands Straßen.

Nicht zuletzt durch die Aufgabenerweiterung des Bundesamtes im Zusammenhang mit der streckenbezogenen LKW-Maut wird die Bedeutung des BAG bei der Sicherung der Marktordnung im Straßengüterverkehr deutlich."
**

Auch wenn die Behörde wichtig ist, so ist sie für viele Fahrer die schrecklichste Erfindung im Straßenverkehr. Bei jeder Kontrolle bekommt man Herzrasen, ob die Beamten nicht irgendetwas am LKW, an der Ausrüstung des LKWs oder an den Tachoscheiben auszusetzen haben. Denn das bedeutet fast immer eine Geldstrafe. Denn wenn diese Beamten was finden wollen, finden sie auch was. Klar, sie mache nur ihre Arbeit, aber trotzdem sollten viele der Beamten einfach nur mal den Fahrer als Menschen sehen und nicht als Verbrecher.

Genug der Worte zur BAG, sonst reg ich mich nur noch auf!!! *g*


Zusammenfassung Vor und Nachteile
*************************************** ****
Vorteile, wenn es denn welche sind: (lassen sich an einer Hand abzählen)
- Selbständiges Arbeiten
- Man kommt viel rum
- Man braucht eine Ausbildung nicht zwingend
- Man findet fast immer Arbeit


Nachteile:
- Arbeit wird nicht entsprechend entlohnt
- Lange Arbeitszeiten
- Keine geregelten Arbeitszeiten
- Kaum zuhause
- Familienleben leidet
- Privatleben leidet

Diese Liste würde sich sehr weit ausbauen lassen. Aber ich denke das wichtigste habe ich hier genannt.


Fazit
****************
Die Geschichten vom König der Landstrasse und Autobahnen sind längst nicht mehr real. Sie sind nur ein Mythos der am Leben erhalten wird. Nicht mehr und nicht weniger. Ich für meinen Teil habe mit dem LKW Fahren abgeschlossen. Ich will abends bei meiner Freundin sein, in meinem eigenen Bett schlafen. Dennoch zolle ich den Fahrern die diesen Beruf gerne ausüben meinen vollsten Respekt. Denn der Job als Fahrer ist der am meisten unterschätzte Beruf. Ohne Euch wäre Deutschland innerhalb einer Woche am Ende.

Und für die Fahrer unter Euch: Denkt immer an die 10 Gebote:
1. Du sollst Deinen Führerschein in Ehren halten und nichts riskieren, ihn zu verlieren!
2. Du sollst immer daran denken, dass Du von Deinem Führerschein lebst und er ja Deine Arbeitserlaubnis ist!
3. Es gibt keine Götter neben oder über den gesetzlichen Vorschriften - auch Dein Chef und sein Disponent müssen sie ehren und sich daran halten!
4. Du sollst keine Angst und falsche Ehrfurcht haben vor Deinem Chef und seinem Disponent - auch sie sind vergänglich und haben tierisch Angst, dass Du sie bei der Polizei, dem BAG und der Gewerbeaufsicht hinhängst!
5. Daher erkenne Deine Macht und lasse Dir nichts gefallen von ihnen!
6. Auch wenn es schwer fällt: Halte Dich an die vorgeschriebenen Lenk- und vor allem Ruhezeiten - Du und alle anderen Verkehrsteilnehmer haben nur eine Gesundheit und nur ein Leben!
7. Hüte Dich vor Alkohol, Unachtsamkeit, falschen Urlaubsscheinen, Betrug und jeder groben Fahrlässigkeit - sonst bist Du schneller im Gefängnis und eher arm als Du glaubst!
8. Auch achte den Sicherheitsabstand und den Gurt in Deinem LKW - beide erhalten Deine Gesundheit und Dein Leben!
9. Behandele Deinen LKW wie Deinen besten Freund: kümmere Dich regelmäßig um ihn und achte darauf, dass es ihm an nichts mangelt!
10. Vermeide alles, was Dir "Punkte" in Flensburg einbringt! Die kosten nicht nur viel Geld an Strafe, sondern haben über kurz oder lang, wenn sie zu viele werden, massive und unangenehme Konsequenzen! Und zwar nur für DICH!!!


© by Brian2801 (04.05.2006) (bei Ciao unter Schmiddy28 veröffentlicht)



P.S.: Ich hätte diesen Bericht noch viel weiter ausführen können, aber das wollte ich euch nicht antun. Ich denke mit dem bisher geschriebenen habe ich euch genug genervt. *g*
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 1,00 / 5,00 1
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Einstellungschancen:Einstellungschancen von Berufskraftfahrer/in : 5,0 sehr gut
Aufstiegsschancen:Aufstiegsschancen von Berufskraftfahrer/in : 2,0 gering
Verdienstmöglichkeiten:Verdienstmöglichkeiten von Berufskraftfahrer/in : 2,0 weniger gut
Sozialleistungen:Sozialleistungen von Berufskraftfahrer/in : 1,0 schlecht
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jockel2001
jockel2001, 06.05.2006
Echt spitze! Jo
Leela
Leela, 06.05.2006
sh :o
Magicfinger
Magicfinger, 06.05.2006
sehr hilfreich Grüsse Magicfinger
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Mit einem Bein im Grab........ und mit dem anderen im Knast!!!Blickwinkel im Beifahrerspiegel.LKW von InnenGigantisch !!!
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Pillow

Frau am Steuer eines 40 Tonners!!! Gefahtgut!

ein Testbericht von 2005-03-15 06:33:39 vom 15.03.2005
Empfehlung: ja
Genau, ich bin eine Frau und fahre seit zirka acht Jahren quer durch Europa.
Hatte damals einfach mal den Führerschein gemacht, wurde dann geschieden und dachte mir, irgendwas mußte machen. Also fing ich an zu suchen an.
Es hieß damals immer, Fahrer(innen) wurden gesucht. Aber war nicht ganz so einfach. Weiblich, keine Erfahrung, keine Sanitären Anlagen in der Firma selbst und so weiter. Nach ungefähren 2 Moanten suchen, ergab es sich zufällig das ich bei einer Freundin zum Kaffee war. Diese erzählte das Ihr Vater einen Fahrer brauchte. Ich natürlich sofort:" ruf Ihn an!"
Einen Vorteil hatte ich, denn er kannte mich. Noch am selben Abend rief er mich an. Treffen Samstag aufn Speditionsplatz.
Ich war nervös!
Einige Runden sollte ich drehen und es klappte so lala. Montags traf ich mich dann mit einem anderen Fahrer der mich anlernen sollte. Ich war abends fix und fertig! Mein "Chef" rief abends an, fragte wie es war. Hatte ich Glück? Ja, hatte ich , denn Dienstags mittags war ich mein eigener Herr. Äh, Frau.
So fing mein Nahverkehrsfahren an.
Rückwärtsfahren klappte erst mal gar nicht. Sollte abends an die Rampe ran und das auch noch in der Halle. Rein gefahren und hinten gleich wieder raus. Hab mich nicht getraut! Ab in die Dispo und einen anderen Fahrer gefrat ob er bitte mein Auto ran fahren könnte. Hat er gemacht! Nächsten Tag genau das gleiche und wieder geklappt. Dritten tag, hatte ja davor auch geklappt, erst gar nicht in die Halle rein. Der Fahrer fuhr dann rein und sagte aber ich solle mitkommen. Stieg dann aus und sagte zu mir:" und jetzt fährst du deine Karre selber ran!" Ich war ziemlich geschockt! So lernte ich das rückwärtsfahren.
Nach einem halben Jahr verkaufte mein damaliger Chef leider das Auto. Also suchte ich wieder mal. War dann kurz bei einer anderen kleinen Spedition. Als mein Exchef sich plötzlich wieder meldete. Er brauchte einen Fahrer. Dieses mal ging es um Fernverkehr. Und dann auch noch um Tanktranssporte. Hatte ja gar keine Ahnung um was es genau ging. Naja, mittlerweile weiß ich es!!
Denn ich fahre jetzt seit mehreren Jahren Gefahrgüter quer durchs Land.
30 tausend Liter Alkohol hört sich schon interessant an, kann aber zum problemfall werden, da reiner Alkohol brennbar ist.
Aber auch Der Rohstoff Seife kann Gefahrgut sein. Weshalb? Wegen der Zitronensäure zum Beispiel. Natürlich ist die Gefahr bei einem Unfall größer je nachdem was man geladen hat. Aber auch diese Transsporte müssen gemacht werden. Denn womit soll man sich sonst waschen? Wir werden immer als die bösen angesehen wenn mal was passiert. Weil es halt Gefahrgut ist. Aber jeder Unfall, egal mit welcher Art von Fahrzeug, ist gefährlich.

Ich als Frau mache meinen Beruf gerne. Im Stau auf der Autobahn schauen die Leute zweimal hin und halten dann den Daumen hoch.

Was mir stinkt, sind die Hupereien, wenn ich mich mal verfahren habe und irgendwie drehen muß. Mein Fahrzeug ist nun mal etwas größer. Oder wenn ich anhalte um nach dem Weg zu fragen. Hat noch nie einer mal in einer fremden Stadt was gesucht? Warum nicht mal selber anhalten und helfen??

Die Deutschen sind in dieser hinsicht sehr stur. Im Ausland geht dieses besser. In Frankreich fuhr schon ein Mofafahrer vor mir her und brachte mich bis zum Tor der Firma. Hat ein bißchen länger gedauert!

Auch auf den Autobahnen sieht man dieses. Setzt man den Blinker, geben die Pkwfahrer noch Gas damit man selber nicht überholen kann. Somit ist unser Schwung weg.

Miteinander wäre doch viel viel besser als gegeneinander.
Es hat doch jeder lieber frische Sachen als abgelaufende auf dem Tisch!

In diesem Sinne Eure Pillow


Ps: Als Weibliches Wesen ist es aber nicht immer ganz einfach. Frau muß ja auch Ihre Pausen machen und die öffentlichen Toiletten auf den Autobahnen sind nicht immer ganz sauber. Raststätten sind ziemlich teuer geworden, aber jeder muß mal was warmes Essen. Natürlich habe ich einen Kocher und auch meinen Kühlschrank mit.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Einstellungschancen:Einstellungschancen von Berufskraftfahrer/in : 3,0 mittelmäßig
Aufstiegsschancen:Aufstiegsschancen von Berufskraftfahrer/in : 2,0 gering
Verdienstmöglichkeiten:Verdienstmöglichkeiten von Berufskraftfahrer/in : 4,0 gut
Sozialleistungen:Sozialleistungen von Berufskraftfahrer/in : 4,0 überdurchschnittlich
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Kommentare
Overknees
Overknees, 29.03.2005
... muss zwar gottseidank nicht mein Geld auf dem Bock verdienen, aber ich fahre doch ab und zu auch nochmal 40 Tonnen, einfach um das Gefuumlhl dafuumlr zu behalten, was sich so auf der Straszlige tut.

Du hast sehr recht, wo Du die Intoleranz ans
B_Engal
B_Engal, 30.05.2006
SH von mir. Toller sehr informativer Bericht. MfG BEngal PS: Du hast meine vollen Respekt, als Frau in einem Brummi
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Primax5

Ein Traumjob mit vielen Hindernissen.

ein Testbericht von 2002-03-23 09:52:23 vom 23.03.2002
Empfehlung: ja
Ein halbes Jahr nach der Bundeswehr war es endlich soweit. Ich düse nun mit einem 40 Tonner Planauflieger durch ganz Deutschland und beliefere Kunden und Speditionen mit Stückgut jeglicher Art.
Es war immer ein Wunsch von mir gewesen diesen Beruf zu erlernen und obwohl ich eine abgeschlossene Lehre als Metallbauer Fachrichtung Konstruktionstechnik habe, entschied ich mich für die Strasse.

Es ist faszinierend was für Abenteuer man auch in der heutigen zeit noch erleben kann. Aber ich möchte hier einige Dinge aufzählen die Verbesserungswürdig sind.

Als erstes mal möchte ich feststellen das es WELTEN sind zwischen dem Autofahrer und dem LKW-Fahrer auf der Autobahn, auf den Landstrassen und in der Stadt.


Das privileg der Trucker ist die Bahn. Hier haben sie Platz und können entspannt vor sich hin trotten. Doch muss auch hier auf das einhalten der oft eng gestrickte Termine gewährleistet werden. Und schon kommen die Autofahrer in rage, was oft auch verständlich ist. Nun fahren nicht alle trucks gleich schnell nicht alle sind gleich schwer beladen aber jeder hat seinen eigenen Zeitpan der er einhalten muss. Ob es der „fliegende Holländer“ ist der mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit mehr links als rechts fährt um die angemeldete Fähre noch rechtzeitig zu erreichen bevor sie ablegt oder es der Billiglohn Verdiener aus div. Staaten ist der extrem Spritschonend mit 75 fährt da er sonst den Diesel aus eigener Tasche zahlen muss.

Irgendwann kommt es halt zum Überholvorgang. In den meisten fällen bringt der auch was. Was aber immer wieder zu halsplatzer führt sind Aktionen wie langsam überholen und zwei Abfahrten weiter abfahren. Oder das unsinnige überholen fast gleichschneller Trucks. Dazu kommt dann meistens noch der Stursinn der beiden das keiner abbremsen will. Allerdings ist das anscheinend auch oft gewollt. Wenn ich im regen Verkehr überholt werde oder merke das es nicht zügig von statten geht dann geh ich eben mal kurz runter auf 85 km/h dann bleibt der „dankblinker“ oft aus. So nach dem Motto: „wieso bremst der denn ab in 6 km wäre ich doch vorbei gewesen.“ Vorbei ja aber gefolgt von unzähligen PKW und Kleintransportern und nach dem Überholen noch lange Zeit viel zu dicht vor mir.

Abstand ist das nächste ding. 90% der Trucker fahren zu dicht auf. Ist es der Windschatten der auszunutzen gilt oder das warten auf die Gelegenheit endlich überholen zu können? Ich weiß es nicht. Aber schlimmer ist es noch wenn Pkw mit Anhängern den Windschatten ausnutzen wollen. Denn eins ist klar die Bremse beim Truck ist besser wie beim Pkw mit gebremsten Wohnanhänger. Trotzdem würde einiges besser laufen wenn der abstand stimmen würde. Fahrzeuge die rauf auf die Bahn wollen haben ausreichend Platz zum einscheren und die die runter wollen müssen nicht den letzten abstand noch mal verkleinern.

Aber auch die Pkw fahren grundsätzlich zu dicht auf. Bestes Resultat dafür Stau vor Bastellen. Es sollte doch klar sein das wenn es von drei auf zwei spuren runter geht es enger werden muss auf der spur. Wenn die abstände aber schon auf ein Minimum runter sind dann kommt es zu Bremsern. Bremsen zieht bremsen nach sich und prompt steht alles. Ein Phänomen welches ich verachte und mich auch regelmäßig drüber aufrege.

Das nächste sind die Gaffer. Auf der Gegenseite hat´s gekracht. In beiden Richtungen ist Stau. Was soll das denn? Was ist so toll daran einen umgestürzten Pkw zu sehen oder blutende Menschen zu begutachten. Warum kann da nicht jeder einfach zusehen das es zügig vorbei geht.
Das jüngste Ereignis brachte mich auch wieder in rage. Ein Kleintransporter kommt ins schleudern und rast in die Mittelleitplanke. Rechte spur und Standstreifen sind frei. Das alles vielleicht drei Kilometer vor mir. Und es wird nicht geschafft das zügig dran vorbei zu fahren. Sicher helfen die ersten die am Unfallort vorbeikommen aber die anderen können doch weiter, oder?
Nein, da muss runter auf null und jeder schaut einmal genau hin was passiert ist und genau drei Autos vor mir sperrt dann die Polizei ab. Halbe std. Vollsperrung die viele nicht erlebt hätten brauchen.

Aber wo wir grade dabei sind. Ersthelfer am Unfallort. Da ähneln sich die Pkw und LKW Fahrer doch sehr. Nachts auf der A93. gähnende leere, eine Albtraum bahn für viele Trucker. Schlechte Strasse und viel zu wenig Parkplätze haben da schon zu vielen Einschlafern geführt. Und tatsächlich da vorne im Graben lag ein Truck. Notbremse, Standspur und hin da gucken ob ich helfen kann. Das ist doch eine Selbstverständlichkeit wie das abwischen des Hinterns nach dem Geschäft. Aber da denke ich wohl fast allein so. Da sind auch die tollen Kollegen die letzten SCHWEINE und fahren weiter. (natürlich nicht alle und auch Pkw bleiben stehen und fragen ob sie helfen könne aber traurig ist die Seltenheit dieser Ereignisse.)

Die Rastplätze sind noch anzusprechen. Es sind zuwenig Plätze da für zu viele Trucks. Aber auch da denkt keiner mit. Bei Rasthöfen in die Parktasche rein und schön weit vorziehen damit dahinter noch einer stehen kann. Idee gut Umsetzung Katastrophal! Denn wenn ich nach einer stunde weiterfahre und der der hinten länger steht dann ist ein Parkplatz weg. Kurzzeitparker sollen also nach Möglichkeit Hinten dran Parken oder am Straßenrand. Aber das wird auch so bleiben wie es ist und wenn ich mal nach ein zwei Überstunden auf Parkplatzsuche bin bekomme ich auch weiterhin Frust das ich keinen finde obwohl genug frei sind. Und rückwärts in die Lücke ziehen geht meistens auch nicht weil alle Parkplätze Falschrum sind so das man über rechts reinlenken müsste was grade nachts zu einem aufwendigen unterfangen wird weil man nicht sehen kann wie der Auflieger/Anhänger reagiert.

Die Landstrasse ist da schon anders. Für den Trucker dienst sie in der Regel zum erreichen der nahegelegten Stadt. Enge Kurven und enge Strassen lassen wenig Spielraum für Geschwindigkeit. Dazu schreibt dann der Gesetzgeber vor das 60 km/h genug sind. Das es zu gewagten Überholvorgängen kommen muss ist klar. Aber wenn der Trucker mal ab und zu eine kurze pause am Straßenrand macht könnte das auch vermieden werden. Nur leider sind da wieder die Termine die drücken.

In der Stadt ist der Trucker oft fremd und muss sich auf die Geduld der Autofahrer beruhen. Wenn ich mit Schrittgeschwindigkeit durch eine Straße fahr, dann nicht um als ehrenamtlicher Staumelder zu enden sonder weil ich meine Entladestelle suche. Zudem sind die großen Trucks in den Städten und Ortschaften gehemmt. Mal eben umdrehen ist da nicht drin. Oft müssen dann 10 km gefahren werden bis eine geeignete Stelle kommt zum wenden. Und das will jeder vermeiden.

Alles ins allem gibt es hier noch viel zu lernen und viel zu verbessern. Auch bei den Brummis! Letztendlich ist dann auch die 48 Stundenwoche für Fahrer beschlossen, was zu noch mehr Stress führen wird und mehr schaden als nützen wird.

Ich hoffe ich konnte mit meinem „etwas“ längerem Beitrag einige Leute etwas aufklären und zu Verständnis verhelfen. Wir habe nun mal nur eine Strasse die wir teilen müssen. Und wie das abläuft liegt an jedem einzelnen.

In diesem sinne, gruss Primax5
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Produktbewertung:Kundenbewertung 3,00 / 5,00 3
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
butterkeks
butterkeks, 23.03.2002
Da hast Du Dir aber einen harten Job ausgesucht. Gruszlig Drea
Gummiente
Gummiente, 25.03.2002
Bleiben nur noch die hohen Preise auf den Raststaumltten zu bemerken!
kerstin_theobald
kerstin_theobald, 23.09.2003
Mein Umschulungswunsch! :- Allerdings in Richtung Personenverkehr, da ich glaube, fuumlr Guumlterverkehr nicht geeignet zu sein. BIn nur sehr klein und habe wenig Kraft! :- Von daher schon mal keine Spedition! :- Lg Kerstin
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Truckerman

Truck on the Road

ein Testbericht von 2002-03-16 11:35:27 vom 16.03.2002
Empfehlung: ja
und Du bist tot??? Nein, mal ernsthaft! Hier mal ein ausführlicher Tagesbericht eines Truckers!

Ich als Kraftfahrer werde jetzt mal ein paar Dinge klarstellen, die so manch ein Autofahrer vielleicht gar nicht sieht oder nicht sehen möchte!

Ich werde euch mal erzählen wie ein Tag im Leben eines Truckers aussieht.

Eines schönen morgens fuhr ich mit meinem LKW auf die Autobahn.
Von hinten sah ich ein Auto auf mich zukommen (Es war eine grössere Limusine) und dachte: "Na der wird dich ja wohl reinlassen"! Weit gefehlt. Obwohl die linke Fahrspur komplett frei war, machte dieser Fahrer des Wagens aus der oberen Preisklasse keine anstalten rüberzufahren und mich auf die Autobahn zu lassen.

Was passiert??? Klar, ich setzte den Blinker und ziehe rüber!

Nach mehrmaligem aufblinken mit Hupkonzert, zog der ältere Herr dann links an mir vorbei!

"Das wäre geschafft, auf der Bahn bist du" war da in diesem moment das erste was ich dachte!

Als ich dann gemütlich (mit 80 - 85 km/h) weitergefahren bin, näherte sich schon die nächste Auffahrt. Natürlich musste ich weiter auf der Bahn bleiben und bin geradeaus weitergefahren. In höhe der Auffahrt dann das nächste ärgernis!
Ein Mazda MX5 "quält" sich mit 80 km/h auf dem Beschleunigungsstreifen an mir vorbei. Als er dann gemerkt hat, dass ich nicht links rüberziehen konnte, da von hinten der Verkehr immer näher kam, hat er dann Gas gegeben und mich so richtig schön geschnitten, damit er noch vor ende des Beschleunigungsstreifens auf die Bahn kommt.
Nachdem der "Scheiß-LKW-Fahrer" hinter ihm (also ich) einmal kurz aufgeblinkt hat um ihm zu zeigen was für ne idiotische Aktion er da eben durchgezogen hat, verlief dann alles soweit normal.

Ich bin ganz normal zu unserem Kunden gefahren und wollte abladen.

Wie gesagt "WOLLTE"!

Denn um bei diesem Kunden abzuladen musste ich erst mal rückwärts bei ihm auf den Hof fahren. Dieses gestaltet sich als schrecklich schwierig, wenn die "furchtbar netten" Autofahrer mich nicht rückwärts da hoch lassen! Denn dafür müsste man ja mal für 5 min die Strasse blockieren!

1 Std. später: Fertig. Beim Kunden habe ich abgeladen, jetzt heisst es zurück. Aber das dauert, denn dafür müsste ich ja links auf die Hauptstrasse abbiegen. Dann sehe ich eine kleine Lücke und gebe Gas. Zwar leer dennoch nicht so schnell wie PKW's was mir der Fahrer hinter mir deutlich zu verstehen gibt.

Nach 10 min hupen und aufblinken schafft er es dann doch endlich, mich zu überholen.

Wieder ein ärgernis überwunden dachte ich, dann kannste ja nach Hause fahren.
Doch dafür musste ich erst noch über die Autobahn!

Ich hoffe ihr habt ein wenig erkannt, dass die Kraftfahrer teilweise so reagieren müssen, wie sie reagieren, da die Autofahrer ihnen teilweise keine andere Wahl lassen.

Deshalb habe ich ein paar bitten:

1. Lasst die grossen auf die Bahn rauffahren,
2. fahrt zügig auf die Autobahn und
3. Wenn ihr seht, dass mal einer rückwärts irgendwo reinmuss, gebt ihm den Vortritt, denn umso schneller ist er von der Strasse weg!

Ich weiß, diesen Bericht werden nur 10-20 Mitglieder lesen, aber wenn ihr, die ihn lesen, das an eure Bekannten weitererzählt, dann hilft das schon!

Wir sollten zusammen über die strasse fahren, nicht gegeneinander!

In diesem Sinne, danke für eure Aufmersamkeit,

Euer Truckerman!
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Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
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Hexchen69
Hexchen69, 20.03.2002
schade aber, daszlig du uumlber dein sonstiges quottrucker-lebenquot nicht noch mehr gesagt hast. Bist du im Nah-oder Fernverkehr? gruszlig hexchen
Primax5
Primax5, 23.03.2002
Wenn auch etwas kurz doch recht gut getroffen, zu dem hatacutes mich anmimert auch mal uumlber das leidige Thema zu schreiben. Gruss, Primax5
seehuhn
seehuhn, 16.03.2002
Ich aumlrger mich auch so oft uumlber LKWacutes. Da werd ich jetzt mal mehr druumlber nachdenken. Guter Bericht.
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Gigantisch !!!  Berufskraftfahrer/in
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