Blarney Castle Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Bewertung (3.1 von 5)
von 67% aller Autoren empfohlen (2/3).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
Landschaftliche Lage, sollte man gesehen haben!
Wer's unbedingt abhaken will...
Nachteile/Kritik
während der Saison oft sehr viele Touristen
Es gibt in Irland bestimmt besseres zu küssen!
Küsse nur wenn Du schwindelfrei bist...
ein Testbericht von campino2007-11-21 08:35:26vom 21.11.2007Empfehlung: ja
Vorteile: Landschaftliche Lage, sollte man gesehen haben!...Nachteile/Kritik: während der Saison oft sehr viele Touristen
Nicht nur Dublin ist sehenswert. Wer nach Irland kommt, sollte unbedingt auch die zweitgrößte Stadt des Landes, Cork, besuchen und von dort aus einen Ausflug in das nahegelegene Blarney machen und dort
Blarney Castle
(erbaut von Cormac McCarthy 1446) besichtigen. Bekannt wurde Blarney Castle durch den „Streit“ zwischen Königin Elisabeth der 1. und Dermot McCarthy, dem Besitzer von Blarney. Königin Elisabeth verlangte von ihm, er solle sich ihrer Herrschaft, samt Schloß unterwerfen.
Dermot McCarthy war von diesem Ansinnen natürlich nicht sehr begeistert und begann die Abgesandten Elisabeths mit allerlei Wortspielereien zu beschwatzen. (So berichtet zumindest die Legende).
Als der Königin berichtet wurde, was Dermot McCarthy zu dem Ansinnen sich zu unterwerfen von sich gegeben hatte prägte sie den Satz: „more blarney talk“. Seitdem heißt „blarney“ soviel wie: freundliche Beeinflussung Worte, bzw. Beredsamkeit.
Da gibt es dann noch die Sage vom Stein von Blarney Castle: Eine Frau, hatte als Dank für die Rettung vorm Ertrinken einen Zauber auf Blarney Castle gelegt: Küsst man einen Stein, der sich allerdings hoch oben im Gemäuer des Schlosses befindet, so wird man mit vollendeter Beredsamkeit ausgestettet. Allerdings muß man den Stein in einer der Gesundheit nicht sehr zuträglichen Körperhaltung küssen: Auf den Rücken legen, nach hinten beugen und dann: A C T I O N. Das ganze über einem tiefen Abgrund.
Ich werde ob solchen Ansinnens auch ohne Kuss so was von beredsam, man glaubt es kaum.
Eine Ansicht von Blarney Castle gibt es auf: http://ireland-now.com/castles/munster1.html
Ru nd um Blarney Castle erstreckt sich ein sehr gepflegter, schöner Park und unterhalb der Burg, an ihren Grundfesten, erstrecken sich begehbare, aber unbeleuchtete Gänge, die es zu erkunden gilt (ohne mich, war ich nicht drin und deshalb kann ich dieses Kapitel Burggeschichte nicht weiter ausführen).
Meine Meinung ist:
Sicher lohnt sich ein Ausflug dort hin, wenn man sowieso in der Nähe ist. Nicht vergessen darf man, das es sich um eine Touristenattraktion handelt, und dementsprechend auch der Betrieb dort oft groß ist. Es ist so ähnlich wie in Heidelberg. Das Heidelberger Schloß ist berühmt, aber es gibt schönere.
Über Hotels oder sonstige Unterkünfte in Blarney kann ich leider nichts schreiben, da ich dort nicht übernachtet habe und man sich vom bloßen Ansehen kein Bild über Ausstattung, Service oder Preis-Leistungsverhältnis machen kann.
Zur Bewertung unten: Es gibt eigentlich nur eine Sehenswürdigkeit: Die Burg mit den umgebenden Gärten. Wobei die Gärten meiner Meinung nach eine größere Sehenswürdigkeit sind, als Blarney Castle. Aber wie geschrieben, das ist meine persönliche Meinung und es bleibt jedem selbst überlassen, wie er/sie das einschätzt.
Die Burg ist bis auf den 24./25.12. ganzjährig geöffnet.
Eintrittspreise:
Erwachsene 8 Euro
Senioren 6 Euro
Kinder von 8 - 14 Jahren 2,50 Euro
Familienkarte für 2 Erwachsene und 2 Kinder: 18,50 Euro
Adresse:
Blarney Castle
Blarney Co. Cork
Ireland
Mehr Informationen zum Thema unter: www.blarneycastle.ie
Das gleichnamige Dorf Blarney ist komplett auf den Burg-Tourismus eingestellt und nicht unbedingt sehenswert. Jede Menge Andenken-Läden. Es gibt schönere Dörfer in Irland. Da lohnt sich ein Ausflug ins nicht weit entfernte Cork.
Cork, Kulturhauptstadt Europas 2005
Doch nun zurück nach Cork, wie oben schon angemerkt, die zweitgrößte Stadt Irlands. Der Name Cork leitet sich vom gälischen Corcaigh ab. Corcaigh heißt
soviel wie sumpfig, überschwemmtes Gelände....
Der Fluß Lee, der durch und um Cork fließt, teilt sich hier in 2 Arme, in deren Mitte sich die eigentliche City von Cork befindet. Bedingt durch diese Lage, besitzt Cork sehr viele Brücken. Cork gilt als die vom Flair her südlichste Stadt Irlands. Nun, darüber mag man geteilter Meinung sein. Wenn man um diese Jahreszeit die Strassencafes betrachtet mag das wohl zutreffen.
Unbedingt besichtigen solltet Ihr die von William Burges Ende des 19. Jahrhunderts erbaute Saint Fin Barre’s Cathedral. Sie ist zwar noch nicht so alt, aber die Mosaiken aus Marmor sind einen Besuch wert.
Ein Museum, das es so nicht überall gibt ist das Molkereimuseum (Cork Butter Museum). Es "erzählt" die Geschichte der Molkereiwirtschaft Corks, die in dieser Gegend eine wichtige Rolle spielte.
Interessant für Jazz-Liebhaber wird ein Besuch in Cork am letzten Wochenende im Oktober. Über 100 Bands verwandeln bei meistens freiem Eintritt die Stadt. Dixy, Hot und Swing.... New Orleans in Europe.
Die Konzerte finden z. T. auch open air statt. Für Fans ein MUSS und ein triftiger Grund Irland und das Gebiet Cork/Kerry zu besuchen.
Fazit: Cork ist immer einen Besuch wert. Eine liebenswerte Stadt!
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Kissing the Blarney Stone?
ein Testbericht von speedy132007-07-30 21:56:02vom 30.07.2007Empfehlung:Vorteile: Wer's unbedingt abhaken will......Nachteile/Kritik: Es gibt in Irland bestimmt besseres zu küssen!
Blarney ist ein kleiner Ort etwa sechs Meilen nordwestlich von Cork. Die große Attraktion dieses Örtchens ist die Burgruine "Blarney Castle" und ein Teil der Burgmauer, der als "Blarney Stone" bekannt ist. Dieser Stein steht im Ruf, dass er jedem, der ihn küsst, eine besondere Eloquenz verleiht. Deshalb besuchen ihn jährlich mehrere hunderttausend Touristen und hängen sich, nachdem die Burg ganz nach oben geklettert und in der Schlange angestanden sind, kopfüber in die Burgmauer, um diesen Stein zu küssen.
Die Geschichte, die dahinter steht, ist eigentlich recht einfach. Im späten 16. Jahrhundert stand Cormac MacDermot MacCarthy, Lord of Blarney, dem Abgesandten der Königin Elizabeth I. von England gegenüber, die von ihm Gefolgschaft verlangte. MacCarthy war aber nie um Ausreden verlegen und konnte endlos schwafeln, ohne je auf ihre Forderungen einzugehen. Einmal soll der Queen dann der Kragen geplatzt sein, und sie soll sich zu dem Ausspruch verleiten haben lassen: "Odds bodkins, more Blarney talk". Der Begriff "Blarney" wurde daraufhin zum Synonym für leeres Geschwätz.
Natürlich gibt's auch noch eine romantischere Version dieser Geschichte, die sich touristisch besser verkaufen lässt. Demnach war MacCarthy sehr wohl auf den Mund gefallen. Eines Tages, kurz vor seinem Treffen mit dem Gesandten von Elizabeth, rettete er ein altes Mütterchen vor dem Ertrinken. Diese soll daraufhin den Stein verzaubert haben, dass jeder, der ihn küsst, wie ein Wasserfall reden kann. McCarthy nahm diese Gelegenheit wahr und kam so zum bekannten Resultat.
Welche Version man bevorzugt, überlasse ich jedem selbst. Soll man den Stein nun küssen? Wenn man Tausenden von Amerikanern glauben will, die busweise meist vormittags vorbeiströmen, dann ja unbedingt! Dort entspricht der Blarney Stone etwa einer Übernachtung in Heidelberg oder dem Besuch von Neuschwanstein. Ich persönlich war schon oft in und um Cork und hab noch nie den
Wunsch verspürt den Stein zu küssen, und hab's nicht bereut. Meiner Meinung nach sprechen drei Gründe dagegen:
· Blarney Castle (erbaut 1446) ist eine Burgruine wie viele andere auch in Irland. Nicht mehr und nicht weniger. Allerdings ungleich überlaufener. Wer also dafür Eintritt zahlt, um sich mit Hunderten von anderen Touristen durch die engen Gänge zu quälen, sich überall anstellt - nicht zuletzt um den Stein zu küssen -, der weiß offensichtlich mit seiner Urlaubszeit in Irland nichts besseres anzufangen. (Der Stein wird kopfüber geküsst. Also besser vorher die Taschen entleeren.)
· Wer rein als Gag einen Stein küssen will, den vorher schon Hunderte andere Menschen abgeschleckt haben, der wird sich auch von mir nicht abhalten lassen. Aber:
· Die Dorfjugend von Blarney macht sich regelmäßig den Spaß, an diesen Stein zu urinieren. Und ich kann's ihr noch nicht mal verdenken.
Es gibt aber doch einen Grund durch Blarney zu fahren. Wer zwischen Killarney und Cork unterwegs ist, wird es als angenehm empfinden, ab Macroom die N22 zu verlassen und auf der R618 weiterzufahren. Die Strecke ist landschaftlich schöner und weniger befahren.
Blarney Castle ist üblicherweise von 9 bis 18:30 Uhr geöffnet. Im Sommer sind die Öffnungszeiten etwas länger und im Winter wird bei Sonnenuntergang geschlossen. Die genauen Zeiten kann man telefonisch unter 021- 4385252 erfragen,
und so, kurz nach der Öffnung oder vor der Schließung, den Touristenbussen entkommen. Der Eintritt kostet stolze 8 Euro.
Weitere Infos unter: http://www.blarneycastle.ie
Sorry, das konnte ich mir nicht entgehen lassen:
A group of Americans was touring Ireland. One of the women in the group was a real curmudgeon, constantly complaining: the bus seats are uncomfortable, the food is terrible, it's too hot, it's too cold, the accommodations are awful, etc. The group arrived at the site of the famous Blarney Stone. "Good luck will be following you all your days, if you kiss the Blarney Stone," the guide said. "Unfortunately, it's being cleaned today and so no one will be able to kiss it. Perhaps we can come back tomorrow." "We can't be here tomorrow," the nasty woman shouted. "We have some other boring tour to go on. So, I guess we can't kiss the stupid stone." "Well now," the guide said, "it is said that if you kiss someone who has kissed the stone, you'll have the same good fortune." "And I suppose you've kissed the stone," the woman scoffed. "No, ma'am," the irritated guide said, "but I've sat on it."
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ein Testbericht von aurelia_aurita2007-02-13 22:28:23vom 13.02.2007Empfehlung: ja
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(o o)
-(_)-
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Moin, moin,
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unsere heutige Berichtsreise führt uns ins grüne Irland, wo wir einen Stein küssen werden. Warum dies so ist und ob dieses Erlebnis sich lohnt, das werdet ihr sofort erfahren, wenn ihr den Bericht über die folgende Attraktion lest:
** Blarney Castle **
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Die Adresse
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Blarney Castle
Blarney
Co. Cork, Ireland
Montag bis Samstag:
Mai: 9.00 - 18.30 Uhr
Jun-Jul-Aug: 9.00 bis 19.00 Uhr
Sept: 9.00 - 18.30 Uhr
Oct-Apr: 9.00 Uhr bis Sonnenuntergang
Sonntags
Sommer: 9.30 bis 17.30 Uhr
Winter: 9.30 Uhr bis Sonnenuntergang
Letzer Einlass: 10 min vor der
Schließung
Das Schloss hat jedes Tag im Jahr geöffnet mit der Ausnahme vom 24. und 25. Dezember.
The Castle is open for the entire year, except Christmas Eve and Christmas Day.
Broschüren sind in den Sprachen Französisch, Englisch und Deutsch erhältlich.
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Eintrittspreise
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Erwachsene: 8 €
Studenten/Senioren: 6 €
Kinder (8-14 Jahre) 2,50 Euro
Familien (2 Erwachsene, 2 Kinder): 18,50 Euro
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Die Lage
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Das Städtchen Blarney liegt etwa 8 km nordwestlich der Stadt Cork im Süden Irlands in der Region Munster. Eine weitere Touristenattraktion hier sind die so genannten Blarney Woollen Mills – eine Art Einkaufszentrum, von dem man sagen kann, dass es auf Irland-Touristen spezialisiert ist, denn hier gibt es die typischen Souvenirs – Wollprodukte, Schmuck, Whiskey, etc. – allerdings in guter Qualität, die auch bezahlt werden will.
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Die Geschichte
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Das Schloss, das der Besucher heute zu sehen bekommt, ist bereits das dritte, das an dieser Stelle erbaut wurde. Bereits im 10. Jahrhundert befand sich hier ein hölzernes Gebäude, das gegen 1210 durch ein steinernes ersetzt wurde. Im Jahre 1446 erbaute schließlich Dermot McCarthy, König von Munster, das Schloss, von dem man den Bergfried heute noch besichtigen kann.
McCarthy unterstützte den schottischen König Robert the Bruce bei der Schlacht von Bannochburn gegen die Engländer – wofür er als Dankeschön auch den Stein erhalten haben soll (siehe unten).
Bereits Queen Elizabeth I versuchte, das Schloss in ihren Besitz zu nehmen und schickte den Earl of Leicester, um mit den McCarthys zu verhandeln. Dieser erfand aber eine Ausrede nach der anderen um sich vor dem Treffen zu drücken, so dass die Queen, nachdem sie die Reports des Earls gelesen hatte, bemerkte, diese Reports wären alle „Blarney“. Diese Redewendung gibt es im britischen Sprachraum noch heute und bedeutet so viel wie „blablabla“.
1646 nahmen Oliver Cromwells Truppen die Burg mit Hilfe von Kanonen ein – nur um dann festzustellen, dass alle Bewohner mit den Wertgegenständen durch Tunnel geflüchtet waren. Bereits 5 Jahre später befand sich die Burg aber wieder im Familienbesitz der McCarthys, mussten es aber bereits 1690 wieder verlassen, als alle irischen Adligen enteignet und entmachtet wurden. Im Jahre 1703 übernahm schließlich Sir James Jeffereyes (Gouverneur von Cork) das Anwesen.
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Der Blarney Stone
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There is a stone that whoever kisses,
Oh! he never misses to grow eloquent
'Tis he may clamber to a lady's chamber,
Or become a member of parliament.
- Francis Sylvester Mahony -
Seit über 200 Jahren pilgern Menschen nach Blarney um den berühmten Stein zu küssen, der ihnen damit das Geschenk der Redegewandtheit (Eloquence) geben soll. Oder um es in den Worten meines Reiseleiters zu fassen: Die Gabe, sich in jede Situation hinein- oder aus einer solchen herauszureden ;-).
Mache behaupten, dass es sich um das Kissen Jakobs handele, dass der Prophet Jeremias nach Irland brachte. Hier wurde es der „Fatale Stein“ und wurde als orakelhafter Thron irischer Könige benutzt.
Andere behaupten, es handele sich um das Kissen des Todesbettes von St. Columba.
Die Legende besagt außerdem, dass er aus Schottland gebracht wurde, wo er als „Stone of Destiny“ (kann man heute noch in Edinburgh besichtigen) bekannt war. Und zwar, nachdem Cormac McCarthy 5000 Männer zur Unterstützung von Robert the Bruce entsandte, um diesen in der Schlacht von Bannockburn 81314) gegen die Engländer zu unterstüzten, wurde ein Teil des Steines als Dankschön an McCarthy weitergegeben.
Eine dritte Theorie behauptet, dass dieser Stein von den Kreuzzügen nach Irland gebracht wurde und dass es sich dabei um den „Stein von Ezel“ handeln soll, hinter dem David sich auf den Rat von Johannes versteckte als er vor seinen Feind Saul floh.
Wiederum andere meinen, es handele sich um den Stein, aus dem Wasser strömte, nachdem Moses in berührte mit seinem Stab berührte, um die Israeliten auf ihrer Flucht vor den Ägyptern Wasser zu spenden.
Letztendlich handelt es sich um einen Block aus Kalkstein, der in die Mauer der Burg eingelassen wurde :-).
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aurelias Testergebnis
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Nun, legen wir die Geschichte und Legende einmal beiseite und betrachten wir die Sache nüchtern. Zu besichtigen sind hier für nicht wenig Geld ein hübscher Park mit einem kaputten Schloss. Die Parkanlage ist wirklich sehr schön und gepflegt – große, alte Bäume und jede Menge Sträucher und Blumen. Ich war im April da, als viel geblüht hat – wirklich nett und bunt.
Und das Schloss? Obwohl es wirklich sehr kaputt ist (Dach fehlt vollständig – die meisten Zwischenböden und –wände auch) lässt sich doch noch viel von der ursprünglichen Infrastruktur erkennen und noch mehr erahnen. An vielen Stellen befinden sich auch Schilder, die den Besucher darüber aufklären, was sich an diesem Ort einmal befunden hat. Viele kleine Abzweigungen von der Haupttreppe machen den Besucher außerdem neugierig und laden ihn ein, die wenig noch erhaltenen Räume zu erkundigen.
Die Außenmauern und die Treppen (Achtung: teils steile und enge Wendeltreppen) sind noch gut erhalten, so dass man es ganz bis nach oben ersteigen kann. Von oben hat man einen wirklich guten Ausblick auf das Castle und den zugehörigen Park sowie die nähere Umgebung. Vor allem bei guten Wetter auf jeden Fall eine lohnenswerte Aussicht.
Um den Stein zu küssen muss man übrigens halbwegs schwindelfrei sein. Hierfür muss man nämlich nicht nur das Schloss durch seine teilweise sehr engen Wendeltreppen erklimmen, sondern sich auch kopfüber über einen Abgrund (ich schätze 25 – 35 m) hängen, denn der Stein befindet sich an einer Wand, die nicht mit dem Boden abschließt, sondern zwischen Boden und Stein befindet sich eine große Lücke. Der eine oder die andere sind hier zurückgeschreckt und haben den Stein nicht geküsst. Damit man nicht im Abgrund verschwindet steht an der „Kussstelle“ übrigens ein netter Herr, der einen festhält und sich dafür über ein Trinkgeld freut. Dazu gibt es noch einen professionellen Fotografen, der gegen ein nicht zu knappes Entgelt (ich glaube, es waren 7 Euro!) auch gerne eine Foto von einem nimmt, während man in sehr unvorteilhafter Haltung den Stein küsst. Das kann auch der nächste in der Schlange umsonst erledigen...
Ich habe mich übrigens getraut und habe mich wagemutig über den Abgrund gelegt, um den Stein zu küssen und muss zu meiner Enttäuschung feststellen, dass ich kein bisschen redegewandter bin als voher – eine herbe Enttäuschung! Und außerdem war ich zwei Tage nach dem Kuss schwer erkältet und ich frage mich noch heute, ob es dort vielleicht einen Zusammenhang gibt...
Menschen mit Gehbehinderungen werden Schwierigkeiten haben, den Stein und das Schloss zu besichtigen, denn hinauf kommt man nur über enge und steile Treppen, ohne dass einem in der Regeln ein Geländer zur Verfügung steht. Hier kann höchstens der Park und die Atmosphäre der Anlage genossen werden. Für Rollstuhlfahrer wird es leider aussichtslos sein, mit dem Stuhl die Mauern des Schlosses zu erklimmen.
Und was gehört zu jeder guten Touristenattraktion? Natürlich ein Souvenir-Shop und der fehlt hier auch nicht. Erhältlich ist hier das übliche – von der Postkarte über den Kühlschrankmagneten und Schlüsselanhäger bis hin zum Büchlein – natürlich zu leicht erhöhten Preisen. Kleine Erfrischungen sind hier ebenfalls erhältlich. Der Shop liegt gleich hinter dem Eingang neben den Toiletten, die gut gepflegt und kostenfrei sind.
In Betracht ziehen muss man auch, dass Blarney Castle so bekannt ist, dass sich hier selbst in der Nebensaison jede Menge Touristen herumtreiben – die meisten davon werden in Bussen herbeikutschiert. Das bedeutet lange Schlangen und jede Menge Lippen, die den Stein vor den eigenen berühren... Außerdem leideit hierunter die Atmosphäre schon ein wenig, denn es gelingt einem kaum, die Gegend wirklich zu genießen, da es überall von Besuchergruppen und ihren Blitzlichtern wimmelt. Je nach Besucherandrang sollte man hier 1,5 bis 3 Stunden einplanen. Ausreichend Parkplätze sind vor der Anlage übrigens vorhanden.
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Fazit
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Wer in der Nähe – wie zum Beispiel Cork - ist, der sollte hierhin ruhig einmal einen Abstecher machen. Extra nach Blarney zu fahren, um den Stein zu küssen, davon rate ich ab. Ähnliche Schlossruinen und noch viel schönere gibt es in Irland viele – und besser erhaltene noch dazu! Daher: ein „Kann“ aber sicherlich kein „Muss“. Von mir gibt es 3 Sterne *** und eine Weiterempfehlung.
Vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren!