Platz 34 in der Kategorie "Dresden". Typ: Kunstwerk / Die berühmteste Brücke Dresdens. Stahlkonstruktion aus den Zeiten des baues vom Eifelturm. Für LKWs gesperrt, da sie nicht mehr die Tragkraft ...mehr
Chris und ich waren Freitag und Samstag in Dresden & hier ist eines der eindrucksvollen Bauten:
Die deutsche Variante der Golden Gate Bridge zwischen den Nobelwohnvierteln Blasewitz und Loschwitz gilt als imposantestes ingenieurtechnisches Bauwerk Dresdens. Das 3500 Tonnen schwere Blaue Wunder war ursprünglich grün, veränderte jedoch innerhalb kürzester Zeit seine Farbe zu einem strahlend hellen Blauton, der die Brücke schon von weitem sichtbar macht. Mittlerweile zum Wahrzeichen Dresdens avanciert, wurde die riesige Stahlkonstruktion Ende des 19. Jahrhunderts von Claus Köpke und Hans Manfred Krüger geschaffen. Von 1891 bis 1893 entstand ein kolossales Meisterwerk mit einer Spannweite von 141,5 Metern, einer Gesamtlänge von 226 Metern und einer 11 Meter breiten Fahrbahn, die später noch durch Fußwege erweitert wurde.
Entworfen von den Architekten Köpcke und Krüger und zusammengesetzt von Schlossern der «Marienhütte», war am 11. Juli 1893 - nach zweijähriger Bauzeit - der Tag für die Erprobung des technischen Wunderwerkes gekommen. Viele Schaulustige hatten sich an den Elbufern versammelt. Würde die Brücke der Belastung standhalten? Was hatte man nicht alles aufgeboten: drei Dampfwalzen, die von Pferden gezogen wurden, drei gewöhnliche steinerne Straßenwalzen, drei mit Steinen und Schiffsankern beladene Straßenbahnwagen samt Gespannen, drei gefüllte Wassersprengwagen, einen vollbesetzten zweispännigen Pferdebahnwagen und mehrere Kutschwagen. Außerdem sollten noch eine Kompanie des Dresdener Jägerbataillons sowie 150 Straßenpassanten über die neue Brücke hinwegmarschieren.
Die Gastgeber der Einweihungsfeier hatten gut lachen. Den Grund für ihre Freude konnte man einer großen Tafel entnehmen, die just an einem kleinen Häuschen mit schmalem Fenster auf der Brücke angeschlagen war. Da stand zu lesen: «Tarif für die Erhebung des Brückengeldes». Ja, tatsächlich, jeder, der die blaugestrichene Brücke passieren wollte, mußte dafür bezahlen - drei Pfennig jeder Fußgänger, zwei Pfennig jedes Kind unter zwölf Jahren.
Und kassiert wurde bis zum Jahr 1923, als die Ortschaften Blasewitz und Loschwitz Dresden eingemeindet wurden. Die Baukosten für die Brücke von über zwei Millionen Mark hatten die Bauherren bis dahin doppelt und dreifach wieder eingenommen, denn die Brückengeldeintreiber waren wachsam wie die Adler.
Der Posten des Brückenzöllners war seinerzeit sehr begehrt. Was Wunder, daß Hermann Zumpe sich glücklich fühlte, als er zum Hilfssteuereinnehmer der neuen Brücke befördert worden war. Nur die Schuljungen machten ihm Ärger. Sie schlichen wie die Indianer‘ auf leisen Sohlen unter dem Fenster des Zollhäuschens vorbei, und wenn Zumpe sie fortrennen sah, war es schon zu spät. Mit seinem Bierbauch konnte der ehemalige Steinmetz keine Landesrekorde mehr aufstellen. Es blieb ihm nur noch, auf die «Rotzbengel» und «kleinen Halunken» zu schimpfen, die mit ihm Einkriegezeck spielten.
Seither hat die Brücke mehrmals ihre Farbe gewechselt. Doch ob dunkelblau, himmelblau oder graugrün - für die Dresdener blieb sie immer das «Blaue Wunder».
Beinahe wunderbar erscheint auch die Rettung der pfeilerlosen Hängebrücke vor der Zerstörung im zweiten Weltkrieg. Ein Klempner, ein Telegrafenarbeiter und ein Kunsthistoriker entschärften unabhängig voneinander die Sprengsätze, die von Faschisten an der Brücke angebracht worden waren. Die Ladung ging nicht hoch. Eine Gedenktafel erinnert an die mutigen Dresdener Bürger.
~ Unser Eindruck
Wir sind mit der S 12 (Richtung Striesen) gefahren - von der Haltestelle Freiberger Platz bis zum Schillerplatz (Haltestelle) haben wir ne
kanppe 1/4 Stunde gebraucht. In 5 Minuten ist man dann da & steht vor dem blauen Wunder.
Während Christian Fotos gemacht hat, habe ich schnell Ansichtskarten in einem Schreibwarenladen gekauft - mit sher moderaten Preisen: pro Postkarten 0,50 € incl Tipps für Ausflüge in die Umgebung.
Über die Blaue Brücke kann man fahren / laufen und spazieren gehen & hat Ausblick auf die Elbe.
Die Brücke ist ein schönes Ausflugsziel bei nicht soooooo tollem Wetter (während man sonst ja gern mal bei der Frauenkirche ansteht).
Die Brücke scheint keine "Öffnungszeiten" zu haben - man zahlt auch nichts dafür.
Interessant im Sommer sind sicher die Biergärten (siehe Fotos) und Kaffees...Toll sind sicher auch die Elbfahrten- während wir auf der Brücke standen ist die "Meißen" unter uns durchgeschippert. Weil es Samstag eiskalt und seeeehhhr brrrrrr regnerisch war, mussten wir leider darauf verzichten.
Dresden hat lustiger Weise immer noch viele Osteindrücke incl.. - so mussten wir ein bißchen über die Bürgersteige schmunzeln - die großen wackligen Platten hab ich seid meiner Kinderzeit nicht mehr gesehen (nur in Dörfern).
Auf uns hat die deutsche "Golden Gate Ausgabe" zwar Eindruck gemacht - aber klar: die Wahnsinnsfaszination ging vermutlich im 19. Jahrhundert viel stärker von ihr aus.
Gott is man verwöhnt;)
Anbei findet Ihr ein paar Fotos;)
Liebe Grüße
Anne
PS: Ja, blau ist die Brücke wirklich...
...
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*** Wer kennt denn noch die Loschwitzer Brücke? ***
ein Testbericht von zuckermausbiene2011-08-04 07:32:05vom 04.08.2011Empfehlung: ja
Vorteile: Stahlkonstruktion, blaue Farbe, etwas besonderes , einzigartig...Nachteile/Kritik: nichts
Hallo ihr Lieben
in der nächsten Zeit möchte ich mich etwas mehr "meiner" Stadt widmen. Ich möchte Euch ein paar Sehenswürdigkeiten, sowie besondere Orte vorstellen. Heute habe ich mir für meinen Bericht == die Loschwitzer Brücke == ausgesucht.
*** Was ist die Loschwitzer Brücke? ***
Vielen von Euch, egal ob heimisch oder nicht, kennen diese Brücken. Vielleicht nicht unter diesem Namen. Die Loschwitzer Brücke gehört zu einer echten Sehenswürdigkeit in Dresden. Besser bekannt ist sie als == Blaues Wunder ==.
*** Lage und Bau ***
Das Blaue Wunder verbindet die Villen- und Wohnviertel Blasewitz mit Loschwitz und zählt zu dem zweitältesten Brückenbauwerk in Dresden. Sie überquert die Elbe ohne "nassen" Fuß zu bekommen (siehe Namensgebung).
Benno Hübek, Claus Koepcke und Bauleitung Hans Manfred Krüger begannen am 1. September 1891 mit dem Bau der Brücke. Die Stahlteile der Brücke wurden in der Königin-Marien-Hütte in Cainsdorf bei Zwickau gefertigt, die bis zu ihrer Insolvenz im Jahre 2005 als Sächsische Anlagen- und Maschinenbau GmbH (SAM) firmierte. Nach weniger als zwei Jahren war der 2,25 Mio Goldmark teure Bau abgeschlossen und die feierliche Eröffnung fand am 15. Juli 1893 statt. Am selben Tag wurde die erst neun Tage zuvor eingerichtete erste elektrische Straßenbahnlinie Dresdens, vom Schloßplatz zum Schillerplatz, über die Brücke zum Körnerplatz in Loschwitz verlängert.
Der Straßenverkehr über die Brücke ist heute noch recht ausgebaut, Straßenbahnen fahren nicht drüber, trotzdem kommt man ohne große Probleme rüber (zu Fuß, mit dem Fahrrad, Auto oder Bus).
*** Baugeschichte ***
+ 1.09.1891 Baubeginn der Brücke
+ 15.07.1893 feierliche Eröffnung
+ 1935 begann der Umbau der Brücke, um mehr Platz zu schaffen, so wurden u.a.
die Fußwege nach Außen verlagert.
+ 1945 wurde die Brücke im Krieg von mehreren Leuten vor der Sprengung bewahrt
+ bis 1985 fuhr eine Straßenbahnlinie über die Brücke, mitlerweile ist eine
begrenzte Traglast von 15 t nur noch erlaubt
+ 2005 schlug die PDS vor, den Namen von Loschwitzer Brücke auf "Blaues
Wunder" zu ändern, wurd jedoch nicht genehmigt.
Technische Daten
komplette Länge: 280 m
Breite: 12 m
Pylone ab Oberkanten Pfeiler ca. 24m hoch
Gewicht der Metallkonstruktion 3500 t.
*** Warum der Name _ Blaues Wunder_ ***
Es gibt drei Geschichte, woher der Name der Brücke kommen soll. Alle sind unterschiedlich und werden unabhängig von der Person erzählt. Fragt man ältere, einheimische Dresdner kommt man zu folgendem Ergebnis:
Variante 1:
Die Brücke wurde bei ihrem Bau mit Rostschutzmittel angestrichen. Dies war eine Aufgabe, damit die Brücke den Wetterbedingungen stand hält. Doch schon nach ein paar Tagen veränderte sich die Farbe der Brücke. Die Sonne, die Wärme haben chemische Reaktionen hervorgerufen und so wurde ein angenehmer Blauton drauß. Heute ist die Farbe weiterhin sehr beliebt, das in regelmäßigen Abständen sie strahlend blau gestrichen wird.
Variante 2:
Schon beim Bau der Brücke waren die Menschen von einem Wunder überzeugt. Für sie war es unverständlich, wie man eine Brücke bauen kann, wo kein Pfeiler im Wasser steht. Das Blaue Wunder hat mehrere Pfeiler, aber alle sind auf dem festen Boden, Wiese befestigt. Für die Menschen damals galt es als Wunder, dass man mit "trockenem Fuß /
Pfeiler" davon kam.
Variante 3:
Das Blaue Wunder ist die einzigste von 8 Brücken, die damals im Krieg 1945 ohne große Beschädigungen standhielt. Sie ist die einzigste, die nicht gesprengt wurde. Dies verdankt man 2 Personen, die damals unabhängig voneinander das Zündkabel zur Sprengung durch die SS durchtrennten. Dies waren Erich Stöckel und Paul Zickler. Noch heute ist eine große Ehrentafel aufgestellt für diese beiden Personen.
*** Meine persönliche Meinung ***
Sicherlich fragen sich einige von Euch, was an einer Brücke so besonders ist oder sein muss, dass man sie hier bei Ciao.de erwähnt. Für uns als Dresdner ist sie etwas ganz besonderes und zählt als Sehenswürdigkeit. Brückenliebhaber, die diese in Dresden vergleichen, kommen nur einmal auf den Genuss, diese Stahlkonstruktion zu sehen.
Das Blaue Wunder kenne ich nun seit ich 2002 hier her gezogen bin. Für mich ist es das blaue Wunder, wegen der Farbe. Die Brücke ist in einem herlichen blauton gestaltet. Viele Jahre habe ich sie von weiten gesehen, bis ich irgendwann das erste mal drüber gefahren bin. Man muss sagen, im Vergleich zu den anderen Brücken merkt man schon einen Unterschied. Abgesehen von der Konstruktion, die komplett anders ist, als die anderen Brücken in Dresden, merkt man beim Blauen Wunder, wie sie sich bewegt. Ich saß das erste mal in einem Bus und der hielt natürlich durch Stau auf der Brücke. Nebenmir fuhr ein LKW vorbei und ich saß im Bus und dachte, jetzt stürzt sie ein. Alles wackelte, nicht zu doll, aber es viel mir auf. Wenn man über die anderen Brücken fährt, bekommt man dies nicht so mit.
Wer einmal in Dresden ist, hat viele Möglichkeiten das Blaue Wunder zu betrachten. Man kann an beiden Enden (Loschwitz und Blasewitz), gerade im Sommer tolle Momente erleben. Überall gibt es leckere Restaurantes, die zum schlemmen einladen. Es werden Feste gefeiert, bei denen man einen herlichen Blick auf die Brücke hat, z.B. die Dresdner Schlössernacht. Man kann die Brücke zu Fuß, mit dem Rad, dem Auto oder dem Bus überfahren. Besonders ist es, wenn man unter ihr durchfährt. Hier gibt es täglich Raddampferfahrten, die diesen Ort durchfahren. Einen gigantischen Blick aufs Blaue Wunder und Dresden hat man auch über die Standseilbahn. Wann bekommt man schon die Möglichkeit die Brücke von oben zu sehen.
Um noch einen kleinen Anreiz zu geben, in wenigen Monaten wird die Waldschlösschenbrücke in ihrem Bau fertig sein, da hat man gleich noch ein Bauwerk was sich lohnt anzuschauen. Der Bau der Waldschlösschenbrücke gibt dem Blauen Wunder auch Entlastung, sodass diese wieder einmal überarbeitet werden kann.
Ich als Dresdner bin einfach dafür, dass man sich dieses Bauwerk einfach mal anschauen muss. Man kann diese Gefühle gar nicht richtig beschreiben, aber es lohnt sich.
*** Fotos ***
Die Fotos habe ich auf verschiedenen Seiten aus dem Internet genommen. Ich habe bei Google - Blaues Wunder eingegeben und bin zu den Ergebnissen gekommen. Ich persönlich habe die Brücke auf eins zwei Bildern, die aber nicht so gut sind wie diese hier. Ich selber habe auch noch nie die Brücke von oben gesehen, wollte Euch das Bild aber unbedingt zeigen.
Die Bilder die ich ausgesucht habe, zeigen das Blaue Wunder in seiner vollständigen Schönheit, teilweise auch von früher auf einer Karte. Man muss sie sich echt einfach mal angucken...
== Vielen Dank für´s Lesen, Bewerten und Kommentieren. Falls jemanden noch etwas besonderes eingefallen ist, was ich unbedingt mit einbringen sollte, einfach her mit den Daten. Ich ändere gern um. ==
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ein Testbericht von Goldband2007-12-25 11:00:29vom 25.12.2007Empfehlung: ja
Vorteile: Technisches Denkmal in wunderbarer Lage
gut zu erreichen...Nachteile/Kritik: nichts
Jetzt, wo alle Welt vom Brückenstreit um die Waldschlösschenbrücke spricht und über den, für meine Begriffe grundhässlichen, Entwurf der Brücke diskutiert, möchte ich über das Blaue Wunder einen Bericht schreiben.
Diese am 11. 7. 1893 eingeweihte Brücke zwischen Blasewitz und Loschwitz war damals ein technisches Wunder und super modern. Zunächst hieß sie „König-Albert-Brücke“. Allerdings überspannt sie die Elbe und damit das Elbtal an einer schmalen Stelle und nicht wie die neue Brücke an einer der breitesten Stellen.
Warum heißt sie nun das Blaue Wunder?
Einmal wegen ihres Anstriches!
Bis vor Kurzem dachte ich
auch, dass sie ursprünglich grün war, und im Laufe er Zeit die gelben Pigmente verlor und so zu einer blauen Brücke wurde. Eine schöne Legende, die aber leider wohl nicht stimmt, wie ich in einem Artikel dazu in einer Dresdner Zeitung lesen musste. Schade, denn alle fanden das sehr interessant.
Das eigentliche Wunder war das Bauwerk selbst. Sie besitzt im Fluss keinen Pfeiler und überspannt die Elbe in einer Lange von 141,5 m. Die Menschen hatten damals Angst, dass sie nicht stabil genug wäre. Deshalb wurde bei der Einweihung eine Belastungsprobe durchgeführt. Es befanden sich damals auf einmal auf der Brücke.
drei Dampfwalzen gezogen von Pferden,
drei steinerne Straßenwalzen,
drei mit Steinen und Schiffsankern beladene Straßenbahnwagen mit Gespannen,
drei gefüllte Wassersprengwagen,
einen vollbesetzten zweispännigen Pferdebahnwagen,
mehrere Kutschwagen,
eine Kompanie des Dresdener Jägerbataillons und
150 Straßenpassanten.
Als sich dabei die Brücke kaum senkte, fasste die Bevölkerung Mut und nutzte die Brücke rege.
Die Architekten Claus Köpke und Hans Manfred Krüger konstruierten die 3500 t schwere Stahlkonstruktion. Ihre Gesamtlänge beträgt 226 m. Zunächst war sie 12 m breit. Die beiden Gehwege wurden erst später zugefügt. Die Pylonen sind ab Oberkante des Pfeilers ungefähr 24 m hoch.
Bis zur Eröffnung der Brücke überquerte man die Elbe mit einer Fähre. Dafür musste man natürlich bezahlen. Wenn nun jemand gedacht hatte, dass er dieses Geld nun sparen konnte, hatte er sich allerdings geirrt. Es wurde ein Brückenzoll erhoben:
zwei Pfennig von jedem Fußgänger, Straßenbahnfahrgast, Rad- und Kraftfahrer
zehn Pfennige für Zugtiere
zwanzig Pfennig für Kraftfahrzeuge.
Bis 1923 musste man diese Preise zahlen.
So kamen die Baukosten von 2,25 Millionen Goldmark und die Kosten von 57000 Mark für den Farbanstrich wieder rein.
Später wurde sogar ein Überschuss erwirtschaftet, der dann für die Stützmauer an der Schillerstraße verwendet wurde. Deshalb wurde sie „Zwee-Pfeng-Mauer“ im Volksmund genannt.
Das Blaue Wunder hat als einzige Dresdner Elbbrücke den 2. Weltkrieg unbeschadet überstanden, weil mehrere Männer unabhängig voneinander die Sprengung verhinderten. Dazu gibt es immer wieder neue Vermutungen und „Entdeckungen“.
So lange ich denken kann, befindet sich am Brückenkopf in der Nähe des Café Toscana eine Gedenktafel für zwei Männer, Erich Stöckel (1893-1964) und Paul Zickler (1884-1964), die unabhängig voneinander ihr Leben zur Rettung der Brücke nachgewiesenermaßen eingesetzt hatten. Sie haben jeweils die Leitungen durchgeschnitten oder Verbindungen gelöst. In den 60er Jahren gab es dazu ein Kinderbuch, was mich damals sehr beeindruckt hat.
Früher fuhr die Straßenbahn bis Pillnitz über das Blaue Wunder. An 1985 wurde der Straßenbahnverkehr eingestellt. Seitdem fahren Busse nach Pillnitz und Bühlau. Um die Tragfähigkeit weiter zu gewährleisten, besteht eine Begrenzung von 15t und eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h.
Das Blaue Wunder muss man als Tourist gesehen haben. Von vielen Standpunkten ergibt sich ein sehenswerter Blick. So erblickt man sie von der Terrasse des Schloss Eckberg in der Ferne. Kommt man auf dem Elberadweg zur Brücke, erlebt man sie in ganzer Schönheit. Imposant ist es auch unter ihr durchzufahren oder zu spazieren.
Immer wieder finde ich es beeindruckend mit dem Auto oder zu Fuß über die Brücke zu fahren bzw. zu gehen.
Ein besonderes Erlebnis ist eine Fahrt mit der Schwebebahn. Dabei schaut man auf die Brücke hinab.
Von der Stadtmitte gelangt man mit Straßenbahn 12 und vom Neustadter Bahnhof mit der Linie bis zum Schillerplatz. Mit dem Bus kommt man von der Stübelallee (Großer Garten) mit Linie 83, sowie ab Zwinglistraße mit der Linie 61 in ca. 15 Minuten zur bzw. über Brücke.
Neben der Rolle einer Sehenswürdigkeit ist das Blaue Wunder auch eine wichtige Verbindung zwischen Blasewitz und Loschwitz. So gelangt man nach Pillnitz und nach Bühlau zur Heide und zur B6 in Richtung Bischofswerda. Es ist die einzige Brücke zwischen der Albertbrücke, die zum 26-er Ring in den Dresden gehört, der die Innenstadt begrenzt, und Pirna.
Damit wären wir wieder beim Bau der Waldschlösschenbrücke, die das Blaue Wunder sicher entlasten würde. Allerdings könnte diese Entlastung auch ein Tunnel bzw. eine elegantere nicht so dominante Brücke ermöglichen.
Ich verbinde mit dem Blauen Wunder viele Erinnerungen und möchte, dass sie uns noch lange erhalten bleibt.
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Informationen zu Blaues Wunder
Technische Daten und ProdukteigenschaftenDie berühmteste Brücke Dresdens. Stahlkonstruktion aus den Zeiten des baues vom Eifelturm. Für LKWs gesperrt, da sie nicht mehr die Tragkraft hat.
Allgemeine Informationen Blaues Wunder
gelistet seit: 23.06.2005Bewertung durch unsere Mitglieder