Blue Mountains Nationalpark Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Bewertung (5.0 von 5)
von 100% aller Autoren empfohlen (4/4).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
sehenswert, einzigartige Landschaft
vielfältig, wunderschöne Farben, Regenwald
Aussichten, Wege, blauer Dunst, Felsen,.. alles eigentlich!
Nachteile/Kritik
leider viel zu weit weg von hier, meistens viele Touristen am Wochenende
weit weg
gar nichts!
Blue Mountains
ein Testbericht von surfergir002005-07-23 16:03:42vom 23.07.2005Empfehlung: ja
Vorteile: sehenswert, einzigartige Landschaft...Nachteile/Kritik: leider viel zu weit weg von hier, meistens viele Touristen am Wochenende
Heute wollte ich euch ein bisschen von meiner zweiten Australienreise erzählen. Genauer gesagt wollte ich euch von meinem Aufenthalt in Sydney berichten. Letztes Jahr bin ich zusammen mit meinem Freund für 6 Wochen nach Australien geflogen. Wir haben die größte Zeit in Melbourne verbracht, da ich wie schon in meinem vorigen Australienbericht gesagt, dort Verwandte habe. Meine Cousine hat letztes Jahr geheiratet und das wollten wir natürlich nicht verpassen.
Nach der Hochzeit wollten wir dann zwei Wochen Sydney besichtigen. Wir sind mit Greyhound, einem Busunternehmen, von Melbourne nach Sydney gefahren. Eigentlich wollten wir fliegen aber wir haben uns gedacht, dass wir mehr von der Landschaft sehen, wenn wir mit dem Bus fahren. Nach 10 Stunden Busfahrt haben wir die Sache dann anders gesehen und würden uns dann das nächste mal doch für den Flug entscheiden :) Die Fahrt war zwar nicht schlecht aber dadurch das wir abends losgefahren sind haben wir kaum etwas von der Landschaft gesehen. Schlafen konnten wir auch nicht richtig und es war dann doch auf die Dauer gesehen etwas langweilig und unbequem.
Aber nun möchte ich euch von den Blue Mountains erzählen.
Mein "cousin in law", wohnt in Sydney. Wir haben uns auf der Hochzeit kennengelernt und er hat gemeint, dass er uns in Sydney die Blue Mountains zeigen wird. Wir wussten am Anfang gar nicht was er mit Blue Mountains meint und er hat uns erklärt, dass wir uns diese Gegend unbedingt anschauen müssen, da sie einfach nur traumhaft ist. Wir haben uns also darauf eingelassen und sind mit ihm dorthingefahren.
Den etwa 240.000 ha großen Blue Mountains Nationalpark erreicht man über den Great Western Highway (etwa 1,5 Stunden Fahrzeit). Wir sind mit dem Auto dorthin gefahren aber man kann die Blue Mountains auch leicht per Zug oder Bus erreichen. In den Blue Mountains herrscht ein gemäßigtes Klima. Die Temperaturen variieren zwischen ca. 3 Grad im Winter und bis zu 25 Grad im Sommer. Schneien tut es hier ganz selten. Es gibt an einigen feuchten Stellen Regenwalt .Die unendlichen Wälder bestehen im wesentlichen aus Eukalyptus Bäumen (mehr als 600 Arten, bis zu 150 Meter hoch) mit Schwärmen von Papageien und Kakadus
Der Name Blue Mountains rührt von verdampfendem Eukalyptusöl her. Der feine Nebel verursacht einen blauen Schimmer, der oft über den Bergen liegt. Eben dieses Eukalyptusöl macht die Wälder sehr anfällig für Buschbrände und regelmäßig brennen große Teile des Waldes in den Blue Mountains.
Wir waren sehr gespannt was uns in den Blue Mountains erwartete aber leider wurde unsere Stimmung sehr schnell getrübt. Man hat uns zwar erzählt, dass es in dieser Gegend sehr viel regnet und dass sehr schnell Wolken das gesamte Gebiet zuziehen und dann eine gespenstische, geheimnisvolle Stimmung in diesem Gebiet herrscht aber wir waren so sicher, dass wir schönes Wetter haben werden. Naja leider war das nicht so und wir kamen in den dichtesten Nebel. Außerdem war es sehr kalt und es hat geregnet. Trotzdem wollten wir uns nach dem Weg wenigstens mal die Gegend anschauen. In der Nähe
der bekanntesten Ortschaft (Katoomba) der Blue Mountains ist die faszinierende dreigeteilte Felsformation mit dem Namen "Three Sisters"(Die Three Sisters stellen nach einer Aborigines-Legende die versteinerten Töchter des Medizinmannes Tyawann dar. Man stößt hier, wie überall in Australien, auf Spuren der Aborigines). Das ist eine sehr beliebtes Ziel der Touristen. Vom Aussichtspunkt " Echo Point" bietet sich der beste Blick zu den Three Sisters und auch ins breite, steil abfallende Jamison Valley. Sogar die Queen hat bei einem Besuch in Australien an diesem Aussichtspunkt gestanden. Naja wir standen also auch an diesem Aussichtspunkt aber alles was wir sahen war : Dichter Nebel. Wir waren zugegeben ein bisschen enttäuscht haben uns aber vorgenommen einige Tage später nocheinmal einen Versuch zu wagen und erneut in die Blue Mountains zu fahren. Wir machten uns also nach einem kleinen Spaziergang auf den Heimweg. Der einzige Vorteil war eigentlich nur, dass wir die einzigsten Touristen waren :) Normalerweise wimmelt es dort nur so von Leuten, die alle die Aussicht genießen wollten. Naja wir waren zu Dritt und ich muss ehrlich gesagt zugeben, dass es wirklich ein bisschen unheimlich und gespenstisch war.
Einige Tage später sind wir dann nochmals zu den Blue Mountains gefahren. Diesesmal hatten wir bombiges Wetter und wie schon vermutet waren ziemlich viele Touristen auf dem Aussichtspunkt Echo Point. Kurz nachdem wir aus dem Auto ausgestiegen waren und selbst einen Blick aus die Felsen ( Three sisters) geworfen hatten wussten wir warum dies ein beliebter Platz für Touristen ist. Wir waren von dem Anblick einfach nur überwältigt. Ich hatte soetwas zuvor noch nie gesehen. Wir hatten eine super Aussicht und haben dann gleich mal einige Fotos geschossen. Es war kaum zu glauben, dass wir wenige Tage zuvor an dem gleichen Punkt gestanden haben und nicht wussten was dieser Nebel verbirgt. Wir waren wie schon gesagt überwältigt!
Diesesmal konnten wir ohne bedenkten hinab ins Tal mit dem Namen Jamison Valley wandern. Über den supersteilen Giant Stairway mit seinen teils hohen 916 Stufen geht's dann abwärts. Es gibt jedoch auch eine touristische Drahtseilbahn die parallel zu unserem Weg eine Kurze Strecke überspannt. Auf dem gesamten Weg bieten sich einfach herrliche Ausblicke. Nachdem wir unten angekommen waren sahen wir eine Brücke. Diese führt direkt in eine Gesteinsöffnung der Three sisters. Dort steht eine kleine Bank und man hat die Möglichkeit sich dort ein wenig von der Wanderung zu erholen. Man kann sich hinsetzen und die Natur genießen bevor man die 916 Treppenstufen wieder nach oben laufen muss. Unten im Jamison Valley herrscht übrigens Wildniss. Gewaltige Bäume und grüne Dämmernis umgeben einen. Aber keine Sorge das Durchkommen ist problemlos möglich, da es Wanderwege gibt. Man kann also problemlos die jahrhundert alte und unberührte Natur genießen.
Anschließend haben wie noch die die beeindruckenden Wentworth Falls ( Wasserfall) besucht, die ca. 300 m in die Tiefe stürzen. Benannt sind sie nach ihrem Entdecker
Wir haben auf den Prince Rock Lookout gestanden, von dem man eine fantastische Aussicht auf die Wentworth Falls hat. Dieser Aussichtspunkt ist von der Stadt Katoomba nach kurzer Zeit zu erreichen.
Natürlich sind wir dann noch n bisschen Wandern gegangen und haben uns die Umgebung nohc genauer angeschaut! Es war einfach KLASSE!!!
Fazit:
Wer die Gelegenheit hat einmal die Blue Mountains zu besichtigen sollte dies auf jedenfall tun! Die Gegend ist einfach nur traumhaft. Ich würde jederzeit wieder dorthin fahren. Wenn man viel Zeit mitbringt sollte man auch eine Wanderung durch die Wälder unternehmen. Umso tiefer man in die Wälder läuft umso mehr ist man dem subtropischen Klima ausgesetzt. Es war für mich eine vollkommen neue Erfahrung und wie schon gesagt ich würde immer wieder dorthin gehen. Was ich noch ergänzen wollte ist, dass die Blue Mountains nicht nur ein Touristenziel sind sondern auch ein beliebtes Naherholungsziel der Sydney-Bewohner darstellt.
Ich hoffe ihr hattet Spass beim Lesen und habt vielleicht auch mal die Gelegenheit dorthin zu fahren! ich freue mich schon auf eure Bewertungen!
...
feldhase, 14.08.2005
Da hast du ja richtig Gluumlck jm. dort zu haben!! Ich glaube, ich wuumlrde jede frei Minute dort verbringen... Ich habe gerade ein Buch geschrieben, dass in Australien spielt - Cairns-Cooktown-GBR Deshalb wohl auch meine faszination von diesem urs
mami_online, 24.07.2005
ob ich in meinem Leben irgendwann einmal nach Australien komme?? Ich bezweifel es.... leider.....
alexphilip, 23.07.2005
nur nicht so weit waumlr................
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Von den blauen Bergen kommen wir...
ein Testbericht von chan52008-10-04 15:34:28vom 04.10.2008Empfehlung: ja
Vorteile: Aussichten, Wege, blauer Dunst, Felsen,.. alles eigentlich!...Nachteile/Kritik: gar nichts!
Nun bin ich immer noch in Sydney und sitze wiede fast jeden Abend vor dem PC. Endlich habe ich jetzt also auch mal Zeit um vom gestrigen Ausflug in die Blue Mountains zu berichten. Gestern Abend hatte ich dazu leider nicht mehr wirklich viel Zeit, weil das Internet cafe dicht gemacht hat.. Jetzt aber mehr von meinen Erfahrungen.
~.*.~ Was und wo sind die Blue Mountains? ~.*.~
Die Blue Mountains liegen etwa 70km westlich von Sydney. Man nennt dieses Territorum BLUE MOUNTAINS, da die vielen Berge dort in einer Art blauem Dunst liegen. Dies ist so weil die vielen Eukalyptusbaeume die es dort gibt, bei warmem Wetter Oele freu setzen.. Und diese lassen dann den besonderen und einzigartigen blauen Dunst entstehen. Des weiteren gibt es hier Wasserfaelle, Regenwald und aussergewoehnliche Steinskulpturen welche die Natur geformt hat.
~.*.~ Wie kommt man dahin? ~.*.~
Wir sind aus Sydney in die Blue Mountains gefahren. allerdings haben wir keine der vielen angebotenen Touren gemacht, sondern sind auf eigene faust gefahren. Wir haben uns an der Central Station ein Zugfahrticket fuer Studenten fuer 12,20AU$ gekauft und sind in den County Train nach katoomba gestiegen. Diese Gleise ins Land herein befinden sich oben in der Station. Dann sind wir ganze zwei Stunden Zug gefahren, aber dieser war eigentlich recht bequem, so konnte man das dann gut aushalten. Im kleinen Staedtchen Katoomba angekommen sind wir direkt zu einem kleinen laden gegangen, in dem Hop On and Off angeboten werden. Wir haben uns dann also ein Ticket fuer 33AU$ gekauft und haben die Bushaltestelle gesucht, was etwas gedauert hat. Auf diesem Weg haben wir ein Geschaeft gesehen, was einen aehnlichen Bus fuer 20AU$ angeboten hat. AERGERLICH! Naja, so ist man dann also in den Blue Mountains angekommen. Die Bus Station befindet sich in der Katoomba Street, mann muss die Strasse vom Laden aus also eigentlich bloss gerade aus nach oben laufen und gar nicht links oder rechts so wie wir =)
~.*.~ Ueber die Blue Mountains ~.*.~
Es gibt zwei Busse die immer im halbstuendlichen Takt fahren. Einer ist ganz lang und der andere ist ein Doppeldecker Bus. Die Busfahrer erzaehlen den Leuten waehrend der Fahrt immer etwas ueber die einzelnen Stops, 29 genau. Aber viele davon sind bloss Cafes, welche einen an so einem Tag ja eigentlich weniger interessiern sollten.
Unser erster Stop war die Nummer 10, die Katoomba Cascades. Die Wasserfaelle an sich waren hier zwar nicht so toll, aber der Weg welchen wir zum Stop Nummer 12 gelaufen sind war echt wahnsinnig schoen. Ueber Fluesse, Steinkanten, an weiteren Wasserfaellen vorbei ist man direkt in den Regenwald gelaufen. An Klippen und steilen Abgruenden vorbei ist man immer wieder zu autemberaubenden Aussichtspunkten gekommen, an denen man die blauen Berge richtig toll geniessen konnte und super Fotos machen kann. Eines der Highlights war hier der Witches Leap. Auf den ersten Blick ist es nur ein kleiner Wasserfall, aber auf den zweiten kennt man das Gesicht eines Menschen im Stein, geformt durch Wind und Wetter der Natur, richtig beeindruckend. Weiter ging es ueber steile und
teils rutischige Stufen an Wasser und Felsen vorbei zu Juliets Balcony. Ebenfalls ein toller Aussichtspunkt von welchem man das erste Mal die beruehmten Three Sisters sehen konnte. dazu aber gleich mehr. Nun waren wir auch nach weiteren Treppchen und Stufen bald am Ziel, dem Stop Nummer 12. Ehrlich gesagt kamen wir dort ziemlich fertig an. der weg war 2km lang und mit 2 Stunden ausgeschrieben, wir sind die 1000 medium Stufen allerdings in 30 Minuten gelaufen und waren damit richtig schnell. Am Punkt 12, Scenic World haben wir uns erstmal ein eis gekauft. Von hier aus fahren die Seilbahnen, wohl die steilste der Welt und eine Art "Schwebebahn". Leider waren die mit 19AU$ alle recht teuer.
Nach etwa 30 Minuten Verschnaufpause sind wir in den Explorer Bus gestiegen und zu Stop 15 gefahren. Hier ist der Honeymoon Lookout. Auch von hier hat man nochmal eine geniale Aussicht auf alles! Von Nummer 15 sind wir zum Stop 14 gelaufen. Auch wieder ein natuerlicher schoener Weg ohne Beton, durch Wald und an Klippen vorbei. An einer Gabelung haben wir uns dann entschieden nach unten zu den Three Sisters zu gehen. Wir mussten dann den Giant Stairway gehen. der war nur fuer gelernte Kletterer ausgegeben, da die Stufen steil ohne Ende waren! Jedenfalls waren wir dann unten auf einer Bruecke, die zu den Sisters gefuehrt hat und hatten abermal einen genialen Ausblick auf Landschaft bei bestem sonnenlicht und 27Grad.
Nach 30 Minuten waren wir dann am Echo Point. Von hier aus hat man den besten Blick auf die Three Sisters. Diese drei Schwestern sind eigentlich bloss drei Felsen oder eben ein Felsen, welcher durch die Natur geformt wurde. So sieht es aus, als wuerden drei Felsen direkt nebeneinander stehen und das mitten im gar nichts. Denn darum herum ist nur Tiefe und irgendwo ganz unten der Regenwald! Auch sehr beeindruckend und wunderschoen, fuer viele wohl ein Highlight in den blauen Bergen!
Weiter sind wir dann zum Stop Nummer 18 gefahren, beziehungsweise wollten wir das. der Doppeldecker Bus hat bei einer krassen Steigung schlapp gemacht und ist kaputt gegangen. zum Glueck ist er nicht zurueckgerollt, alle im bus hatten schon richtig angst. Naja jedenfalls mussten wir alle aussteigen und sind zum stop 18 gelaufen, zu den Gordon Falls. ehrlich gesagt waren die nicht ganz so beeindruckend, eher richtig kleine wasserfaelle, aber der Weg zum aussichtspunkt war doch ganz schoen.
Danach sind wir weiter gefahren nach Leura. das ist das winzige Nachbardoof von katoomba. da sind wir dann noch kurz rumgelaufen haben auf den Zug zurueck nach Sydney gewartet!
~.*.~ Fazit ~.*.~
Unser gestriger Tag in den Blue Mountains war wahnsinnig schoen und beeindruckend, aber auch sehr anstrengend, weil die ganzen Wege teils doch recht schwer waren. Ich denke dass man vielleicht auch den 20$ Bus haette nehmen koennen, wenn man etwas besser geguckt haette. Das ist etwas aergerlich. Aber egal. die Explorer Busse waren auch cool, abgesehen davon, dass der eine laputt gegangen ist. Naja jedenfalls sind die blauen Berge zum Wandern echt genial!! Die Aussichten sind richtig genial und einzigartig und der blaue Dunst wirkt fast magisch... Ich kann einen solchen Ausflug nur empfehlen wenn man in Sydney ist! Man sollte bloss frueh los, da man ja 2 Stunden immer faehrt! also, 5 von 5 Sternen von mir!
Die "Blauen Berge Australiens" - sehenswertes Ziel nicht weit weg von Sydney
ein Testbericht von dreamweb2004-02-12 15:56:26vom 12.02.2004Empfehlung: ja
Vorteile: vielfältig, wunderschöne Farben, Regenwald...Nachteile/Kritik: weit weg
EINLEITUNG
Nur 1 1/2 Stunden der weltmetropole Sydney entfernt liegt eine der sehenswertesten Naturlandschaften Australiens entfernt. Auch Miara und ihre Eltern haben diese Gegend, Blue Mountains genannt, jetzt bereits schon zum zweiten Mal besucht und ich kann es allen nur empfehlen, die mal nach Sydney kommen sollten.
BESONDERES
Die Blue Mountains sind schon fast das andere Extrem zur Großstadt Sydney, die so gut wie keine Wünsche offen läßt. Man hat hier Wälder und alles andere, was zu einem besonderen Naturerlebnis gehört. Die Blue Mountains sind genau genommen gar kein Gebirge, sondern ein mächtiges
Sandsteinplateau, das zu Urzeiten emporgedrückt wurde und zerbrach. Wen es interessiert, dieses geschah wohl im Tertiär. So entstand ein weit verzweigtes Gebiet von Tälern, Schluchten und Canyons. Das ganze wird begrenzt durch zum Teil mehrer hundert Meter hohe Felswände und Klippen. Wer dieses liest, kann sich vielleicht vorstellen, wie wundervoll das Ganze aussieht.
Seit 1959 sind die Blue Mountains ein Nationalpark Australiens. Aber schon seit 1868 gibt es hier den Tourismus. Wie ich finde, eine ziemlich lange Zeit. Die Blue Mountains sind übrigens aufgrund der Nähe zu Sydney auch ein beliebtes Naherholungsziel der Sydney-Bewohner. Man trifft also nicht nur Touristen dort. Auch wenn damals wie überall in Australien die Japaner doch in der Überzahl waren.
Die Tier- und Pflanzenwelt hier ist sehr unterschiedlich. Auf den Plateaus findet man Heidepflanzen, meist aber doch fremdartige - und trockene Eukalyptusbäume. In den Tiefen der Wälder muss der Besucher allerdings subtropisches Klima ertragen. Hier findet man noch Regenwald mit mächtigen Sassafras- und Coachwood-Bäumen. Auch Farne, Moose und Flechten gibt es hier in Massen.
An Tieren konnte ich einige Sitticharten entdecken und fotografieren. Der Königssittich und der Leierschwanz sind mit die bekanntesten und imosantesten Vögel. Ersteren habe ich auch nur hier in Australien gesehen. Viele der Säuger sind dagegen Dämmerungs- und Nachttiere und daher nur selten am Tag zu sehen. In der Dämmerung kann man mit Glück Sumpf-Wallabies, Wombats und Possums beobachten. Possums sind schön aussehende Beuteltiere, die in Deutschland zu meinem Frust den Namen Beutelratten erhalten haben. Sie ernähren sich von Früchten und oft kann man sie anfüttern. Bei meiner Tante, die unweit von Sydney wohnt, konnte ich diese Tiere näher kennen lernen. Ich selbst habe in den Blue Mountains einige mir unbekannte Vögel (trotz mehrerer Führer) und auch Wallabies gesehen. Ist schon etwas anderes, diese kleinen Kängeruhs in ihrer natürlichen Umgebung und ohne Zoo zu sehen.
Sehr schön ist der Aussichtspunkt auf die "three Sisters". Dort sieht man drei Felsvorsprünge und den herrlichen blauschimmernden Wald. Wer sich dafür interessiert, sollte mal meine Homepage besuchen. Hier der Link: http://www.dreamweb.de/Australien/Australien.htm
Leider ist dieses eine sehr bekannte Ecke des Nationalparks, und man muss sich die Aussichtspunkte mit vielen anderen Touristen teilen. Aber trotzdem kann ich die Three Sisters nur empfehlen. Und wer hier aufpaßt, sieht auch noch den Königssittich oder andere interessante Tiere. Die Three Sisters stellen übrigens nach einer Aborigines-Legende die versteinerten Töchter des Medizinmannes Tyawann dar. Man stößt hier, wie überall in Australien, auf Spuren der Aborigines.
Empfehlenswert ist es übrigens, sich den Park einmal zu Fuss anzusehen. Nur hier sieht man die wirkliche Schönheit des australischen Regenwaldes. Auch nur auf diese Weise kommt man in die geschützten Täler und kann so die Natur besser kennen lernen.
Sehr spektakulär sind auch die Aussichtspunkte Govetts Leap und Evans Lookout (gut merken). Hier hat man mit den besten Ausblick auf die Blue Mountains mit ihren seltsamen Strukturen und Felsabbrüchen. Wer dann noch nach rechts schaut, erblickt den höchsten Wasserfall der Blue Mountains, den 180 Meter hohen Bridal Vail Falls.
DATEN
Öffungszeiten/Reisezeit: Der Blue Mountains-Park ist unbegrenzt das ganze Jahr über geöffnet.
Als schönste Reisezeit für Touren im Park gilt der australische Frühling und der Herbst.Im Winter kann in höheren Lagen auch Schnee fallen.
Unterkunft: In den Orten entlang dem Great Western Highway kann man überall übernachten.
Camping: Es gibt zahlreiche Caravan-Parks mit allen Einrichtungen. Wildes Zelten ist mit geringfügigen Einschränkungen hier sogar gestattet.
Touren: Es gibt von Rangern geführte Kletter- und Canyon-Touren. Ansonsten ist der Blue Mountains Park ein Wanderpark.
FAZIT
Die Blue Mountains in Australien sind sehr sehenswert und wer nach Sydney kommt, sollte sich zumindestens die Aussichtspunkte mal ansehen. Wer mehr Zeit hat, sollte eine geführte Tour mitmachen oder den Wald auf eigene Faust erkunden.
Ich freue mich, wenn ich dem einen oder anderen Leser auch dieses schöne Australische Gebiet näher gebracht habe.
ein Testbericht von _matthias_2002-04-29 09:59:06vom 29.04.2002Empfehlung: ja
TEIL 5 meines Urlaubs-Berichte-Marathons
Wir befinden uns immer noch in und um Sydney und werden nun am dritten Tag unseres Australienurlaubs ein wenig weiter rausfahren. Ziel unseres 1,5-Tageausflugs sollten die sogenannten Blue Mountains sein, einem wunderschönen Nationalpark, der seinen Namen den weitläufigen und flächendeckenden Eukalyptuswäldern verdankt, deren ausströmenden ätherischen Ölen den Wäldern ein bläulicher Schimmer verliehen wird.
Mit dem Auto erreicht man die Blue Mountains sehr einfach über den Western Highway, auf dem es circa 110 Kilometer schnurgerade nach Nord-Nordwest geht. Man folgt einfach den Hinweisschildern in Richtung der Blue Mountains oder
Katoomba, dem Hauptort der Region mit circa 15000 Einwohnern. Unterwegs sollte man eventuell ein paar Münzen bereithalten, denn einige Abschnitte sind mautpflichtig; an den entsprechenden Mautstellen kann man seine Münzen mit einem eleganten Wurf aus dem Handgelenk in einen der Auffangkörbe werfen und den Mautpunkt passieren. Nach dem Wurf muss man in der Regel aussteigen, die herumliegenden Münzen einsammeln und aus nächster Nähe in den Korb werfen. Man nimmt sich dann vor, nächstes Mal etwas genauer und näher an den Korb heranzufahren ... Aber egal. An Wochenenden sind die Blue Mountains auch für Einheimische und Sydneysider ein beliebtes Ausflugsziel und es kann durchaus mal passieren, dass man in einen der seltenen Verkehrsstaus gerät. In Katoomba angekommen, folgt man am besten den Schildern und Wegweisern zur Information, parkt auf dem gebührenpflichtigen Parkplatz und lässt sich über die Einkaufs-, Übernachtungs- und Wandermöglichkeiten des freundlichen Personals informieren.
Keine 50 Meter vom Informationsbüro gibt es einen Aussichtspunkt, der der Königin Elizabeth gewidmet wurde und einen herrlichen Blick über die Landschaft erlaubt und ebenfalls den Blick auf das Wahrzeichen der Region, die Felsformation der "Three Sisters" freigibt. Es sind drei bizarre Felsen, die sich weit über die anderen Felsen emporheben. Sie sind einer der höchsten Heiligtümer der Aborigines (neben dem Ayers Rock/Uluru natürlich), trotz alledem scheint es aber möglich zu sein, sich auf Touren von den Felsen abseilen zu können, was uns aber nicht so gereizt hat. Die Formation und andere merkwürdig aussehende Felsen werden bei Einbruch der Dunkelheit mit verschiedenfarbigem Licht nagestrahlt und sind auf jeden Fall nochmal einen Abendspaziergang wert. Besonders gespenstisch wirkt die Kulisse, wenn zahlreiche der Fledermausarten im Licht auftauchen und wieder verschwinden.
Bevor wir mit unserem Caravan den örtlichen Campingplatz aufsuchten, haben wir noch das relativ große Einkaufsviertel aufgesucht, das nur eine Parallelstraße von der Hauptstraße entfernt ist und alles bietet, was man für eine anständige Verpflegung braucht. Ein kleiner Spaziergang in dem verschlafenen Städtchen, danach ging es zu dem Campingplatz, der in Richtung des Scenic Railways gelegen ist und bei einem relativ hohen Preis auch relativ viel Komfort sowie saubere Anlagen bietet. Wer nähere Informationen dazu möchte, kann mir gerne eine Mail schreiben, ich werde dann noch die Infos raussuchen.
Für Wanderungen sind die Blue Mountains bestens geeignet. Wer mit etwas Kondition und festem Schuhwerk ausgerüstet ist, kann eine der folgenden Wanderungen machen. Der Prince Henry Cliff Walk führt rund um die Felsformation der Three Sisters und hat eine Länge von circa 4 Kilometern. Ausgangspunkt ist das zuvor beschriebene Informationszentrum oder aber auch der Campingplatz, was die Wegstrecke entsprechend um circa 2 Kilometer verlängert. Um vom Aussichtsplatteau zunächst zum Fuße der Three Sisters zu kommen, muss man jedoch zunächst 916 teils steile Treppen hinutersteigen, die zwar anstrengend aber nicht unbezwingbar sind. Wer wirklich fit ist, kann die Route auch andersherum absolvieren und die knapp 1000 Stufen am Ende der Wanderung hochsteigen; uns ist jedoch kein Wanderer begegnet, der diese Strapazen auf sich nehmen wollte. Am Ende der Wanderung, die durch die schönen Wälder an Wasserfällen und Kaskaden vorbeiführt, kann man neben einer zivilisierten Gondel, die einen wieder aus der Schlucht hochbefördert, auch den sogenannten Scenic Railway benutzen. Die ehemalige Kohletransportbahn wurde 1880 erbaut und seitdem kaum verändert, so scheint es. Sie brüstet sich damit, mit einer Steigung von teilweise mehr als 50 Prozent die steilste Seilbahn der Welt zu sein. Beide Bahnen kosten 5 Dollar Gebühr, wobei für uns natürlich keine Frage war, welche der Transportmöglichkeiten wir benutzen sollten. In Deutschland oder den USA wären wahrscheinlich dreifach verstärkte Gurte und Käfige angebracht worden, hier jedoch sollte man sich darauf einstellen sich ziemlich plötzlich und sehr gut festzuhalten, denn in der ersten Reihe beschleicht einen doch leichte Panik, dass man kopfüber aus der Bahn herauspurzelt ... ein echtes Erlebnis, dass ich jedem empfehlen würde, der die Gelegenheit dazu hat.
Der Scenic Skyway ist eine Seilbahn, die horizontal in luftiger Höhe über die Schlucht des Jamison Valley führt und sehr schöne Ausblicke ermöglichen soll, auf die wir aber zugunsten einer kleinen Rast verzichtet haben, bei der wir die zahlreichen wilden Kakadus beobachtet haben, die schreiend und kreischend über die Schluchten schweben.
Im Moment baut man an einer Monorail, die wohl das Informationszentrum mit der oberen Haltestelle der Seilbahnen verbinden soll, auch hier setzt man also weiter auf totale touristische Erschließung des Gebiets, was eigentlich schade ist und das Landschaftsbild hoffentlich nicht zu sehr entstellt.
Trotz der verheerenden Waldbrände 1997 und 1994 gibt es immer noch eine reichhaltige Flora und Fauna, die echte Naturliebhaber mit Leierschwänzen, Grasmücken, Honigessern, Waldbaumläufer, Koalas und Felsenkänguruhs (die letzteren beiden Arten blieben von uns leider unentdeckt) sowie Eukalypten, Akazien, Proteen, und Fuchsienheiden verwöhnen.
Neben der beeschriebenen Wanderung gibt es noch den von uns ausgelassenen Gran Canyon Walk, der bei Blackheath beginnt und 8,5 Kilometer lang ist (laut Auskunft eine der schönsten Streecken in dieser Region) sowie ein Abstecher nach Glenbrook (35 km von Katoomba entfernt) zur Felsformation Marges & Elizabeth Lookout, von wo aus man eine wunderschöne Aussicht bis Sydney haben soll.
Alles in allem kann ich diese Gegend jedem empfehlen, der ein wenig Zeit in Sydney zur Verfügung hat und mal für ein, zwei Tage der Großstadt entfliehen möchte. Wir haben die eineinhalb Tage auf jeden Fall genossen und uns in der wunderschönen Landschaft prächtig erholt. Wer sich nicht gleich einen Mietwagen oder Camper nehmen möchte, kann auch mit Bus oder Bahn nach Katoomba gelangen. Es lohnt sich auf jeden Fall.
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