Ciao rief zum Stammtisch in Köln und KRAWALLSCHACHTEL machte sich nun also auf den Weg dorthin. Das Brauhaus Sion war das Ziel und überraschte mit mieser Qualität und deftigen Preisen.
Lage:
Unweit dem Kölner Dom und dem Rathaus verbirgt sich in einer Seitenstraße das gutbürgerliche Brauhaus "Sion", welches nicht nur in Köln für sein Kölsch bekannt ist.
Schon von außen wird schnell klar, das es sich nicht um ein Lokal für Jugendliche halten kann.
Groß wirbt der Gastronom für das einzigartige Ambiente und die volkstreuen Biertrinker.
Einen Steinwurf von der Domplatte entfernt, in der „Unter Taschenmacher Str. 5-7“ liegt das Brauhaus Sion.
Einrichtung:
Wie man schon von draußen vermuten kann, ist das "Sion" in rustikalen Stil gehalten, der Eingangsbereich wartet mit einer langen Theke auf, und die Dekoration vermittelt dem Laien einen leichten Einblick in die Braukunst.
Die dunkle Holzeinrichtung paßt sich hervorragend den farbigen Fensterscheiben an, und verleiht den Räumen einen offenen Charakter, den ich allerdings nicht wirklich als gemütlich bezeichnen möchte.
Dazu sind die Stühle zu hart und unförmig, und auch die Tische sind eher umständlich aufgebaut.
Die Speisen:
Die Auswahl wahr recht umfangreich und besonders auf Rheinische Spezialitäten setzte man die Schwerpunkte.
Wer hier die Küche mit gehobenen Anspruch erwartet hat sich ziemlich verschätzt, was uns erwartet sind eher fettige Speisen, Salate mit eher durchschnittlichem Nährwert und vor allem viel Fleisch im Vordergrund. Vegetarier werden es nicht leicht bei der Auswahl haben.
Ich bestellte mir eine Riesenbockwurst mir Kartoffelsalat und Salat, wie es für 5,10 € auf der Karte angepriesen wurde.
Der Preis alleine reicht eigentlich schon aus, um mir den Appetit zu verderben, was ich allerdings dafür geboten bekam, war schon wahrlich bitter. Eine lauwarme Knacker mit einen traurigem Häuflein Kartoffelsalat und einer sehr dezent gehaltenen Salatdekoration.
Die Wurst war so lauwarm, als hätte der Koch diese nicht im Ofen heiß gemacht, sondern sich nur für eine kurze Weile daraufgesetzt und von einer Riesenbockwurst kann man auch nicht wirklich sprechen. Ich habe jedenfalls schon Größere gesehen...
Getränke:
Die Getränkekarte ist für mich immer besonders wichtig, arbeite ich doch auch in der Brache und schaue mir gerne ab, was die Konkurrenz so alles anbietet.
Ausgewogene Auswahl zwischen modernen Spirituosen und regionalen Getränkespezialitäten, die für ein solches Gasthaus üblich sind.
Neben verschiedenen Bierangeboten und Softdrinks, ist auch die Auswahl an Schnäpsen und Likören ausreichend, ist doch ein Underberg, oder ein Jägermeister bei soviel Fett im Essen fast schon ein Muß...
Ziemlich überrascht hat mich der Geiz des Zapfers, denn von den 5 Kölsch, die ich getrunken habe, erreichte nicht eines annähernd den Eichstrich von 0,2 Liter. Als ich den Kellner darauf ansprach, erwiderte er mir, das die "nunmal so sei"...
Er hält den Eichstrich wahrscheinlich für Dekoration oder ähnliches. Wer aber so stolze Preise verlangt, der sollte bitte nicht an der Qualität sparen.
Eigentlich erwarte ich von einem Brauhaus einen gewissen Werbewert, denn so ein Lokal erscheint aufgrund seiner großzügigen Gastlichkeit einladend und soll somit sein Getränk, das Sion Kölsch.
Diese schmeckte aber nicht wirklich gut, eher sehr
lasch, einzig und alleine der Durst hat es runtergetrieben.
Service:
Was nennen die die Bedienungen hier Service nennn, frage ich mich schon eine ganze Weile.? Wie man mich im "Sion" behandelt hat, ist es in meinen Augen fast geschäftsschädigend.
Unsere Gruppe war in meinen Augen nicht wirklich laut oder besonders anstrengend, sondern halt eine nette Runde.
Aus welchem Keller man die Bedienungen herbeigezaubert hat, ist für mich ein Rätsel. Sicher, nicht jeder Kellner kann so smart, charmant und aufmerksam sein, wie ich...
Aber solche humorlosen und barschen Kellner habe ich wirklich selten erlebt. Die Schnellesten waren sie sowieso nicht, und auch die Sauberkeit der Gläser ließen mich erstaunt aufblicken...(war das mein Lippenstift am Glas?)
Auf meine Frage an der Theke, wo ich denn mal für "kleine Jungs" gehen könne, antwortete man mir, ob ich hier jemanden verarschen möchte. Da war aber jemand gar nicht gut drauf. Ich halte es genauso für eine Dienstleistung, wie auch das Tisch abräumen oder das anständige Servieren der Getränke.
Wenn ich so mit meinen Gästen umspringen würde, dann wäre ich meinen Job unter Garantie schnell los. Das Kellnern auch in Köln ein Dienstleistungsberuf ist, hat man im "Sion" anscheinend noch nicht mitbekommen.
Es gab Zeiten, da hieß es noch " Der Gast ist König".
Als man uns dann gegen 0 Uhr sagte, wir sollten nun langsam das Lokal verlassen, war ich sehr erschrocken. Das "Sion" hat in der Regel bis 1 Uhr geöffnet, und wenn eine Gruppe von noch 20 Personen das Lokal besetzt, ist es in meinen Augen unmöglich diese Gruppe zu vertreiben.
Wenn das mein Laden wäre, dann würde ich aber sicher unter die Decke gehen, denn mit so einer Aktion verliert der Betreiber bares Geld. Bei einer solchen Gruppe macht man einfach etwas länger oder versucht zumindest einen guten Eindruck zu hinterlassen.. Das wäre Werbung am Kunden gewesen. So aber hat man einem das Kölsch madig gemacht und dem Abend einen sehr unangenehmen Beigeschmack gegeben.
Fazit:
Der Abend war wirklich nett, aber das lag unter Garantie nicht am Brauhaus Sion. Die Atmosphäre haben die Gäste geschaffen, den eher unfreundlichen Begleiterscheinungen getrotzt und sich nicht von dem ausgesprochen schlechtem Service beirren lassen.
Die Einrichtung gibt dem Laden noch einen Stern, den Stilvoll ist diese schon. Aber weder das Essen, noch die Getränke haben überzeugt und die für mich ausnahmslos schlechten Bedienungen sollten sich eher um eine ABM-Stelle bemühen oder umschulen.
Ihren Job haben sie nur ungenügend erfüllt, waren nicht aufmerksam, zum Teil unkonzentriert und unhöflich ohne ein Ende zu finden.
Ich werde dieses Lokal sicher nicht wieder betreten. Wir waren anscheinend nicht wirklich gern gesehen, weder ein hallo noch eine Verabschiedung habe ich gehört. Und auf ein Dankeschön für das Trinkgeld warte ich noch heute vergeblich
...
DirkWG, 04.04.2002
grins Ja, die Bedienung war wirklich nicht so dolle ... aber immerhin hat mein Essen geschmeckt, auch wenn es etwas teurer war - der quotDomnaumlheaufschlagquot eben, fuumlr die Touries und alle anderen, die039s nicht lassen koumlnnen ...
fario, 22.06.2002
das Brauhaus ist nach meiner Meinung nach weiter zu empfehlen
Hanny.Altdoebern, 04.04.2002
einige sind eben selten dumm, denn bei anstaumlndiger Bedienung und gutem Service waumlr das sicher nicht der letzte Stammtisch dort gewesen!
Ciao hat gerufen, und fast alle die sich angemeldet hatten sind zum ersten Stammtisch ins Brauhaus Sion nach Köln gekommen. Brauhäuser haben besonders im Rheinland eine lange Tradition und sind meist die besten Adressen um sein Bier frisch von der Quelle genießen zu können.
Am gestrigen Abend hatte ich dann also die Ehre diese Lokalität zum ersten mal besuchen zu dürfen, und muss sagen, dass es sich hier um ein typisches Kölner Brauhaus handelt. Während ich in Düsseldorf, die Stadt mit dem richtigen Bier, schon in einigen Brauhäusern war, kann ich für Köln lediglich einen Vergleich zum Brauhaus Früh ziehen, der wohl ersten Adresse am Platz.
Sion ist dann hierbei der Name des Bieres, in Köln auch Kölsch genannt, dass hier
frisch vom Faß gezapft natürlich dem Brauhaus Sion den Namen gab. Ganz so bekannt und beliebt wie Früh ist Sion bei den Kölnern eigentlich nicht, und für mich als alten Düsseldorfer eh nur gelbes Pippiwasser.
Das Brauhaus selbst liegt etwas versteckt im Schatten des Kölner Doms, und ist von dort aus zu Fuß binnen weniger Minuten zu erreichen. Einmal am Römisch Germanischen Museum vorbei Richtung Altstadt befindet sich das Brauhaus Sion dann schließlich in einer kleinen Seitenstrasse.
Hätte man mich nicht mit der Nase drauf gestoßen wäre ich dann auch glatt dran vorbei gelaufen, da sich dieses Lokal in einem unscheinbaren Altbau befindet, der zudem derzeit mit Baugerüsten umgeben ist. Wenn ich da an andere mir bekannte Brauhäuser denke erschien mir dieses hier dann von außen recht klein, was sich aber als Trugschluss herausstellte, da das Lokal doch sehr große, und auf mehrere Räume aufgeteilt ist. Gestern Abend, mitten in der Woche also war das Brauhaus Sion auch ohne die Ciao Gesellschaft gut gefüllt, was für mich ein Zeichen dafür ist, dass es den Leuten hier gefällt, und sie auch unter der Woche gerne mal auf einen Sprung vorbeikommen.
Das Ambiente, wenn man dies bei einem Brauhaus überhaupt so nennen darf, könnte typischer nicht sein. Zentrale Anlaufstelle ist wie nicht anders zu erwarten die im Eingangsbereich befindliche lange Theke, von der aus man zu den einzelnen Räumlichkeiten gelangt.
Eingerichtet ist das Brauhaus Sion in einem sagen wir mal rustikalen Stil. Viel Holz und hier und da ein paar Relikte aus Zeiten als die Braukunst zu Köln noch auf dem Höhepunkt war, zieren die Wände des Lokals. Tische und Stühle reihen sich dann auch nahtlos in dieses Bild ein. Wer besonderen Luxus, oder eine gehobene Ausstattung hier erwartet, sollte sich schnell ein anderes Lokal suchen, denn hier ist eben alles ein wenig rustikaler.
Neben ein paar Stehtischen in unmittelbarer Nähe der Theke hatten wir es uns dann in einem der vielen Räume bequem gemacht, die den Gästen hier zur Verfügung stehen. Für geschlossene Gesellschaften, und Veranstaltungen stehen dann auch weitere Räume zur Verfügung, die allerdings einer Reservierung bedürfen.
Ein Blick an die Decke unseres Raumes sagte mir dann dass man hier auch Live-Musik geboten bekommen kann, denn an den Decken befanden sich die für eine solche Präsentation nötigen Scheinwerfer,
die auf solche Verwendung schließen lassen.
Getrunken wird hier wie könnte es anders sein, das hauseigene Bier. Natürlich kann man sich auch alkoholfreie Getränke zu moderaten Preisen servieren lassen. Aber wo getrunken wird kann der Hunger nicht so weit entfernt sein, und so besteht dann auch die Möglichkeit im Brauhaus zu essen.
Nun wäre das Brauhaus Sion, aber kein typisch kölsches Brauhaus, wenn nicht auch die Auswahl an Speisen in diese Richtung tendieren würde.
Zünftige Speisen gibt es hier zu bestellen. Vom Reibekuchen, über den halven Hahn, einem Brötchen mit Käse, über Matjes, Bratkartoffeln, bis hin zu Salattellern und Fleischgerichten. Alles sehr kalorienreich und deftig. Ganz wie man es von einem Brauhaus erwartet. Serviert wird das ganze von den Kellnern, die man so aber bitte nicht nennen möge. Der kölsche Kellner hat seinen Stolz und nennt sich Köbes.
Die Köbesse am gestrigen Abend, es waren zwei Mann, bedienten flott und freundlich. Abgerechnet wird über den typischern Bierdeckel, und bei den insgesamt sehr angenehmen Preisen gibt man da auch gerne ein Trinkgeld.
Wer viel trinkt wird dann auch irgendwann an den Punkt kommen an dem sich die Blase meldet und man das stille Örtchen aufsuchen muss.
Ein paar Schritte in den Keller seht man dann vor einer kölschen Institution wie dem Dom, oder den Bläck Föös. Die Klofrau, ein zu unrecht verpönter Beruf sorgt in den sanitären Einrichtungen des Brauhaus Sion für Ordnung und Sauberkeit.
Eigentlich sollte man meinen dass die Benutzung der Toiletten kostenlos ist. Nicht so in Köln, denn wo immer eine Klofrau ihren Dienst verrichtet, kann die Untertasse mit Münzen nicht weit sein. 30 Cent kostete mich dann das Vergnügen die sauberen Toiletten benutzen zu dürfen. Seife und Papierhandtücher waren auch da, also kann man sich auch nicht beschweren.
Die Dame die dort ihre Arbeit macht fungiert wie ich erfahren konnte auch als Gardrobiere, da man hier im Keller auch eine Kegelanlage bereithält, und die Leute dort an der Gardrobe ihre Sachen abgeben können.
Alles in allem habe ich einen sehr positiven Eindruck von diesem Brauhaus gewinnen können. Eine Sache hat es mir besonders angetan. Eigentlich eine Nichtigkeit, aber irgendwie clever gemacht. In dem Saal in dem wir uns befanden wurden die mit Mosaiken gestalteten Fenster von hinten mit einem Licht angestrahlt, dass den Eindruck erweckte es sei helllichter Tag. Zuerst bin ich auch wirklich darauf reingefallen und wunderte mich noch dass es so lange hell blieb, obwohl es schon recht spät war.
Ob ich dieses Lokal nochmals aufsuchen werde hängt davon ab, ob es einen weiteren Stammtisch von Ciao geben wird. Es hat mir zwar gefallen, aber ich kenne in Köln viele gute Adressen, die mir dann doch etwas besser gefallen.
Über den Ciao Stammtisch gestern Abend zu Köln hier zu berichten wäre der falsche Platz, weshalb ich meinen Bericht dazu in die entsprechende Kategorie gesetzt habe.
bachelor, 14.05.2002
Sehr gelungener Bericht bis auf die Stelle, dass Koumllsch quotPippiwasserquot ist! :- Gruumlsse. Alex
bianca24, 13.03.2002
Hauml? Du gibst eine schlechte Wertung, obwohl Du quotalles in allem zufriedenquot warst? Versteh ich jetzt nicht. Liebe Gruumlszlige, Bianca PS: Du postest ja wie von Sinnen - da kommt ja keiner nach...
Knutschbaer, 13.03.2002
hmm, und das kenn ich net? Ich kenn eigentlich nur das Gaffels, das Fruumlh und den Biergarten von .. aumlhm, weiss gar nicht mehr wer das war. Aber eins haben sie alle gleich: das Bier schmeckt net -