Canon EOS 30

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Produktbeschreibung

Canon EOS 30

EAN 4960999124087
gelistet seit 09/2003
Hersteller Canon, http://www.canon.de
canon-deutschland-gmbh
weitere Canon SLR analog

Allgemeine Informationen

Belichtungskorrektur vorhanden
Belichtungsmessung vorhanden
Blitzfunktion E-TTL, A-TTL, TTL
Blitzsynchronzeit 1/125 Sekunden
Eingebauter Blitz vorhanden
Film-Typ Kleinbild (35 mm)
Filmtransport automatisch
Gewicht 575 Gramm
Maße (B x H x T) 147 x 103 x 70 Millimeter
Objektiv-Anschluss-Typ Canon EF-Bajonett
Stromversorgung 2 Lithium-Batterien
Sucher Dachkant-Spiegelsucher

Ausstattung

Mehrfachbelichtung vorhanden
Selbstauslöser vorhanden
Verschluss Schlitzverschluss
Verschlusszeiten 1/4000 - 30 Sekunden

Weitere Merkmale

Gewährleistung 24 Monate

Tests und Erfahrungsberichte

  • Erstklassige Mittelklasse

    Pro:

    -

    Kontra:

    -

    Empfehlung:

    Ja

    Die Canon EOS 30 markiert im Canon-Sortiment der Spiegelreflexkameras für Analogfilm die Aufsteigerklasse. Einsteiger wählen die EOS 3000N für rund 300 € mit Standard-Zoomobjektiv oder die EOS 300 zum Gehäusepreis (ohne Objektiv) 300 €. Profis bietet Canon die EOS 1V für Beträge oberhalb von 2200 € oder die EOS 3 für 1300 €. Die EOS 30 steht für rund 600 € im Regal, ihre Schwester EOS 33 kostet etwa 100 € weniger, ihr fehlt gegenüber der 30 nur die Augensteuerung.

    Für diesen Preis kommt die EOS 30 in einem robusten Gehäuse, dessen Deck- und Bodenplatten sowie das Objektivbajonett aus solidem Metall gefertigt ist und schon mal einen Knuff ab kann. Anders als die teureren Canon-Modelle ist die 30 nicht spritzwassergeschützt, und man tut gut daran, sie nicht zu grob zu behandeln. Etwas Sorgfalt im Umgang wird aber zu langer Freude in der Fototasche führen.

    Auffälligste Eigenschaften der EOS 30 sind ihre Schnelligkeit und ihre angenehm niedrige Geräuschentfaltung. Die Kamera kann bis zu vier Bilder pro Sekunde belichten (ein 36er Film wird dann in 9 Sekunden \"aufgefressen\"). Das tut sie, ohne dass sie sich dabei all zu laut bemerkbar macht. Der Spiegelschlag ist gut gedämpft, Filmtransport und -rückspulung kann man bei normalem Straßenlärm schon mal überhören. Die Kamera reagiert sehr unmittelbar auf Aktionen des Fotografen, vor allem die Auslöseverzögerung ist gering. ((c) kevin2)

    Die Bedienung der EOS 30 gibt keine Rätsel auf. Das Grundprinzip mit dem zentralen Einstellrad wurde von der Vorgängerin EOS 50(E) übernommen. Man stellt am Programm-Wählknopf das gewünschte Programm ein und kann drauflos knipsen. An Programmen stehen diverse Motivprogramme für Landschaft, Portrait, Action, Nacht- und Nahaufnahmen sowie eine Vollautomatik zur Verfügung, hinzu kommen die sogenannten Kreativprogramme mit Programm- (P), Zeit- (Av) und Blendenautomatik (Tv), manuelle Nachführmessung (M) und das Canon-typische Schärfentiefe-Programm (DEP). Die Programmautomatik \"P\" ist verschiebbar, d.h. man kann den Vorschlag der Kamera dahingehend ändern, dass man dem Motiv angemessen eine kürzere Zeit oder kleinere Blende usw. wählt, und zwar durch simplen Dreh am zentralen Einstellrad.

    Dieses zentrale Einstellrad liegt direkt neben dem Auslöser und dient je nach eingestelltem Programm zur Eingabe der Blende, der Zeit usw. Das geschieht schnell und intuitiv. Mit dem Daumenrad auf der Rückwand lässt sich eine Belichtungskorrektur um +/- 2 Werte in halben Stufen einstellen (was im Sucher und auf dem LCD-Monitor angezeigt wird). Bei manueller Nachführmessung wird mit dem zentralen Einstellrad mit dem Zeigefinger die Zeit, mit dem Daumenrad die Blende eingestellt, während im Sucher die Abweichung der gewählten von den gemessenen Belichtungswerten angezeigt wird.

    Der eingebaute Blitz ist mit Leitzahl 13 nicht übermäßig leistungsstark, ist dafür aber immer dabei und vor allem zum Aufhellen von Portraits im Gegenlicht eine gute Hilfe.

    Die EOS 30 bietet Belichtungszeiten von 1/4000 bis zu 30 Sekunden, die schnellste Blitzsynchronisation liegt bei 1/125 Sekunde. Mit Systemblitzen wie dem Speedlite 420EX kann man mit allen Verschlusszeiten bis zur 1/4000 Sekunde blitzen, und zwar wahlweise auf den ersten oder den zweiten Verschlussvorhang.

    Man wählt an der EOS 30 aus drei Messcharakteristika die passende aus. Angeboten wird eine Mehrfeldmessung, die auf 35 Segmenten beruht. Dabei wird in jedem Segment die Belichtung gemessen und dabei die Segmente, die in der Nähe des aktiven Autofokusfeldes liegen, stärker gewichtet. Dann wird anhand einer internen Datenbank ermittelt, welche Belichtung vermutlich zum besten Ergebnis führt. Diese Messung ist im allgemeinen sehr zuverlässig und kann auch mit schwierigen Lichtverhältnissen wie Gegenlicht usw. umgehen.

    Zaubern kann jedoch keine noch so ausgefeilte Mehrfeldmessung, und so stehen dem EOS-30-Fotografen zusätzlich eine mittenbetonte Integralmessung und eine Selektivmessung zur Verfügung. Mit einer Integralmessung haben schon Generationen von Fotografen erfolgreich gearbeitet, und wer damit umzugehen gelernt hat, kann hier darauf zurückgreifen. Die Selektivmessung misst einen Kreis von 9,5% der Sucherfläche. Schade, dass es bei dieser ansonsten erstklassig ausgestatteten Kamera nicht zur echten Spotmessung mit 1° Messwinkel gereicht hat, aber auch diese Selektivmessung ist mitunter sehr nützlich.

    Im Sucher sieht man sieben Autofokusfelder. Fünf davon sind in einer Reihe horizontal über die Bildmitte verteilt, die beiden anderen liegen mittig über bzw. unter dem zentralen Kreuzsensor. Bei der EOS 30 lässt sich das Feld, auf das scharfgestellt werden soll, mit dem Auge auswählen. Dazu schaut man einfach auf das Motivteil, das scharf sein soll. Das aktive AF-Feld wird im Sucher rot hervorgehoben. Damit das funktioniert, muss man die Kamera einmalig kalibrieren -- ein unkomplizierter Vorgang. Die Augensteuerung funktioniert sehr gut, jedenfalls deutlich besser als bei der Vorgängerin EOS 50E, bei der ich auf vielleicht 90% Trefferquote kam (gegenüber geschätzten 98% bei der 30). Die EOS 33 verfügt übrigens nicht über diese Augensteuerung, ist aber ansonsten völlig baugleich.

    Die Augensteuerung lässt sich aber auch abschalten, und dann wählt die Kamera das AF-Feld automatisch, und das mit hoher Treffsicherheit. Auch eine manuelle Auswahl ist möglich, dazu benutzt man vier Tasten auf dem Daumenrad -- eine einfache Sache.

    Ferner lässt sich der Autofokus-Modus einstellen. Entweder, man lässt die Schärfe beim Druck auf den Auslöser einmalig einstellen (\"One Shot\"), um diesen Schärfepunkt bis zur Aufnahme beizubehalten. Oder man lässt sich bewegende Motive wie entgegen kommende Autos u.ä. vom Autofokus verfolgen (\"AI Servo\"). Schließlich kann die Kamera in der Stellung \"AI Focus\" selbst erkennen, ob sich ein Motiv bewegt und selbsttättig zwischen den beiden vorgenannten Modi hin- und herschalten.

    Ein weiteres Highlight ist die Spiegelvorauslösung, die sich über Individualfunktionen in zwei Betriebsarten realisieren lässt. In einer davon führt der erste Druck auf den Auslöser dazu, dass der Spiegel hochgeklappt wird, während die nachfolgende Betätigung des Auslösers den Verschluss öffnet und den Spiegel anschließend zurückklappt. Man kann die Spiegelvorauslösung auch an den Selbstauslöser koppeln: beim Auslösen klappt dann der Spiegel hoch, zwei Sekunden später folgt die Aufnahme.

    Überhaupt zum Thema Individualfunktionen: die EOS 30 bietet 13 davon. damit kann man z.B. festlegen, ob beim Zurückspulen des Films die Filmzunge aus der Patrone herausschauen soll oder nicht, ob die Filmrückspulung schnell und etwas lauter oder langsamer und fast unhörbar erfolgen soll, ob der Blitz auf den ersten oder zweiten Vorhang synchronisiert werden soll und vieles mehr. Leider muss man dazu immer mindestens eine Kopie der entsprechenden Seite der Bedienungsanleitung mitführen, denn im Monitor wird z.B. nur angezeigt, dass Funktion 8 gerade auf 1 steht -- ich kann mir jedenfalls nicht merken, was das bedeutet.

    Angenehm überrascht bin ich vom Stromverbrauch. Ich habe gerade nach über einem Jahr und knapp 90 belichteten 36er Filmen (wobei ich den eingebauten Blitz nur sehr selten benutze, dafür aber u.a. ein IS-Objektiv benutze, das auch etwas Strom frisst) erstmals die Batterien gewechselt. Das ist jedoch ein teurer Spaß, denn die Kamera verspeist die teuren CR123-Lithiumbatterien (eine Ladung, also zwei Stück, kostet etwa 10 €). Abhilfe kann der Batteriehandgriff BP-300 für rund 70 € verschaffen. Der nimmt entweder zwei CR123 oder aber vier Mignonbatterien (Typ AA) bzw. -akkus auf. Zusätzlich verleiht er der Kamera einen noch besseren halt und bietet einen zusätzlichen Auslöser für Hochformataufnahmen sowie eine Messwert-Speichertaste.

    Ich besitze die EOS 30 seit mehr als einem Jahr und benutze sie sehr häufig (ich habe gerade den Jubiläumsfilm Nummer 100 damit verschossen -- das weiß ich deshalb so genau, weil ich fast nur in Schwarzweiß fotografiere und selbst entwickle). Ich freue mich täglich darüber, dass ich einen wirklich guten Kauf gemacht habe, denn die EOS 30 bietet genau das, was ich als engagierter Amateur von ihr erwarte. Sie liegt gut in der Hand, ist schnell und leise, belichtet auf den Punkt genau und lässt sich bei Bedarf problemlos manuell einstellen. Kleinere Mängel (die ich genannt habe) können meine Begeisterung nicht schmälern. Ich kann diese Kamera nur empfehlen.

    ((c) kevin2)