Capcom Power Stone Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Bewertung (4.0 von 5)
von 100% aller Autoren empfohlen (2/2).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
Coole Optik, effektvolle Supermoves, interessante 3D-Szenarien, kinderleichte Steuerung, sowohl Solo- als auch Zweispielermodus auf längere Sicht hin motivierend, Geheimnisse und Extras, Action satt
Wunderschöne Kampfszenarien mit vielen Details, extrem spannender Spielablauf durch Mutationen und andauernden Hetzjagden, gute Grafik, gelungene Kameraführung, natürlich Action ohne Ende, Zweispielermodus
Nachteile/Kritik
Echten Prügelfreaks wahrscheinlich zu unkompliziert, Soundeffekte könnten markanter sein, Anfänger holen sich eine blutige Nase
Zu leichtes Ausführen auch wuchtiger Moves, kein Blocken möglich, zu hoher Schwierigkeitsgrad trotz der kinderleichten Steuerung, schwarze Pal-Balken
Ich klöpp' Dich zu Brei
ein Testbericht von sinfortuna2005-03-16 10:52:47vom 16.03.2005Empfehlung: ja
Vorteile: Coole Optik, effektvolle Supermoves, interessante 3D-Szenarien, kinderleichte Steuerung, sowohl Solo- als auch Zweispielermodus auf längere Sicht hin motivierend, Geheimnisse und Extras, Action satt...Nachteile/Kritik: Echten Prügelfreaks wahrscheinlich zu unkompliziert, Soundeffekte könnten markanter sein, Anfänger holen sich eine blutige Nase
Ein sehr interessantes und meines Erachtens auch hochklassiges Videospiel stellt Power Stone für den guten alten Sega Dreamcast dar. Da es sich um ein Beat em Up handelt, kann es in diesem Game doch schon ziemlich losgehen, eine größere Eingewöhnungsphase werdet Ihr sicher nicht brauchen, ebenso wenig bedarf es einer tiefschürfenden Handlung, eine Story ist hier eher uninteressant. Wenige Augenblicke nach dem Einschalten der Dreamcastkonsole wählt Ihr zwischen den anwählbaren Spielmodi und natürlich auch Spielfiguren aus und los kann’s gehen, Ihr dürft Euch jedenfalls auf ein wirklich faszinierendes Prügelabenteuer gefasst machen, was meiner Meinung nach 100%ig ein Pflichtkauf für jeden stolzen Besitzer eines Sega Dreamcast ist.
In Power Stone habt Ihr zunächst die Qual der Wahl zwischen acht Figuren, zwei weitere kommen später noch hinzu. Die einzelnen Charaktere unterscheiden sich dabei natürlich nicht nur in ihrem Aussehen, sondern haben ganz unterschiedliche Fähigkeiten, die sich auch schon nach sehr kurzer Zeit vehement in die Waagschale werfen. Ob die sexy hexy Zigeunerin Rouge, Pilot Falcon, die zwar kräftigen aber auch schwerfälligen Kolosse Galuga und Gunrock, der wieselflinke Wang Tang oder wen auch immer, nach spätestens einer halben Stunde schätze ich, dass Ihr ein bis zwei Figuren derart sympathisch finden dürftet, dass Ihr Euch definitiv für jene entscheidet. Ähnlich abwechslungsreich wie unsere Protagonisten dieses Prügelspiels sind auch die Kampfszenarien ausgefallen, die nicht nur sehr schön in 3D dargestellt werden, sondern durch ihre jeweils sehr unterschiedliche Farbgebung einen ganz eigenen Charakter innehaben. Ob in Kneipen, Geschäften, Fabriken im Hafengebiet oder auch mitten im Stadtzentrum von London, es macht einfach Laune, sich regelmäßig Schlag- und Trittkombinationen um die Ohren zu hauen, das Ambiente für derbe Prügeleien stimmt jedenfalls.
Was mir bei Power Stone auf jeden Fall extrem entgegenkam, und dies dürfte einigen von Euch wahrscheinlich genauso gehen, ist die Tatsache, dass ich mich nicht ewig mit irgendwelchen extrem komplizierten auswendig zu lernenden Manövern herumschlagen musste, sondern ohne sonderlich viel Trainingseinheiten im Vorfeld ziemlich schnell zur Sache gehen konnte. Die echten Beat em Up-Freaks mag dies zwar etwas ärgern, doch Power Stone hat ein derart interessantes Gameplay, dass auch diese sich eigentlich für diesen Dreamcast-Prügler begeistern sollten. Die Steuerung der Figuren ist sehr einfach gehalten, ja eigentlich schon simpel, da Ihr pro Taste auf Eurem Joypad schlagt, tretet, werft und springt, so dass auch jeder Depp innerhalb kürzester Zeit dies geschnallt haben sollte. Dies soll aber keineswegs heißen, das es sich jetzt um abwechslungsarme Fights handeln würde, denen jeglicher Anspruch abhanden gekommen ist, nein, dem ist nicht so. Je nachdem an welcher Stelle Ihr gerade den entsprechenden Move ausführen sollt, wird dies von Eurer Spielfigur nämlich völlig unterschiedlich umgesetzt. Entscheidend ist dabei, ob Ihr dem Kontrahenten frontal oder doch eher seitlich schräg gegenübersteht oder diesem sogar in den Rücken fallt. Es ist somit keinesfalls so, dass Ihr nach ziemlich kurzer Spielzeit alles schon gesehen habt und die Dinge anfangen, sich zu wiederholen. Trotz der kinderleichten Steuerung gestalten sich die Kämpfe doch erstaunlich komplex, was aber auch noch an ganz anderen Dingen liegt.
Die Kampfarenen haben den Vorteil, dass
Ihr Euch durch diese nicht nur in lupenreinem 3D bewegt, sondern die Szenarien praktisch mitscrollen, während Ihr beispielsweise Hetzjagden veranstaltet und quer durch das Hafengebiet oder Hinterhöfe wetzt. Manchmal kraxelt Ihr sogar Wände hoch, an Decken entlang und erklimmt Balkone, nur um dann die bessere Position im Kampf zu haben und eine entsprechend wirkungsvolle Attacke anbringen zu können. Außerdem lässt sich so manches Möbelstück hervorragend als Wurfgeschoss umfunktionieren, auch dies sorgt für genug Abwechslung und hebt immer wieder aufs Neue die Stimmung. Schließlich gibt es doch fast nichts Schöneres, als wenn Ihr Eurem Gegner ewig hinterhergewetzt seid, Ihm dann im passenden Augenblick eine Holzkiste vor den Latz geknallt habt, dieser daraufhin benommen am Boden liegt und wir uns endlich auf ihn stürzen und diesen nach Strich und faden vermöbeln dürfen. Falls sich dies jetzt etwa gewaltverherrlichend anhören sollte, muss ich natürlich vehement widersprechen, denn schließlich handelt es sich doch nur um ein Videospiel. Nun ja, weiter im Text.
Schatzkisten lassen sich in Power Stone auch noch ausfindig machen, die Inhalte sind – wenig überraschend – sehr nützlich, so helfen Euch Bomben und Pistolen beispielsweise ganz sicher weiter, schätze ich mal. Mittelpunkt dieses Spiels sind aber – und das erklärt natürlich auch den Namen – die sogenannten Power Stones, welche ein nicht zu unterschätzendes taktisches Element in die Kämpfe miteinbringen. Besitzt Ihr zu beginn eines Durchgangs jeder einen Klunker, so taucht während des Matches irgendwann ein weiterer auf, den Ihr Euch unbedingt einsacken solltet. Seid Ihr dann schließlich im Besitz dreier solcher heißbegehrten Klunker, gibt’s für den Gegner ordentlich Saures, da wir dann eine nette Mutation aufs Parkett hinlegen und uns dann in jener mutierten Form besonders mächtige Attacken zur Verfügung stehen. Zwar haben wir von diesen Superattacken nur eine begrenzte Anzahl zur Verfügung – das benutzen zehrt nämlich am Energievorrat - aber das wäre ja auch erstens auf Dauer schrecklich langweilig und zweitens sollte dies in der Regel schon ausreichen, sich im Kampf einen fast uneinholbaren Vorsprung zu verschaffen, vorausgesetzt, Ihr stellt Euch in der Mutationsphase nicht extrem dämlich an. Nach vollständigem Verbrauch der Mutationsenergie, verwandelt Ihr Euch wieder brav zurück und schlagt und tretet Euch auf herkömmliche Weise munter weiter durch Euer Leben.
Power Stone ist ein sehr gelungenes Beat em Up für Segas Dreamcast, dies sollte eigentlich unbestritten sein. Mögen sich auch manche an der etwas zu unkomplizierten, der doch sehr leicht zu erlernenden Steuerung der Fighter stören und etwas den Anspruch bzw. die Komplexität vermissen, so hat dieses Klöpperspiel trotzdem seinen Reiz. Optisch gibt es – erst recht für damalige Verhältnisse – überhaupt nichts zu meckern: bunte Farben, sehr detaillierte Hintergründe, gute Animationen und schöne Spezialeffekte, soweit das Auge reicht und dies zudem alles praktisch ohne Grafikfehler. Auch der Sound ist okay, passt gut zur Prügelaction und wechselt sich oft genug ab, so dass die Melodien nicht allzu schnell langweilig werden, etwas mehr krachende Soundeffekte hätten dem Game allerdings sicher noch mehr gut getan. Das Spieltempo ist sehr hoch, trotzdem verliert Ihr nie den Überblick und es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell und auch variantenreich die Athleten ihre Spezialaktionen aufs Parkett legen, wobei die heftigen Supermoves größtenteils wirklich prachtvoll aussehen. Dieses Beat em Up macht sogar alleine – unter anderem durch die Suche nach den sehr nützlichen Extras - für erstaunlich lange Zeit wirklich Spass, der Clou ist aber natürlich der Zweispielermodus, der für Motivation auch auf lange Sicht hin, möglicherweise für viele Monate sorgen kann. Anfänger sollten sich hier allerdings warm anziehen, denn selbst auf dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad könnte diesen schon nach sehr kurzer Zeit Hören und Sehen vergehen. Dies kann echte Kämpfernaturen natürlich überhaupt nicht abschrecken, Power Stone ist auf jeden Fall auch heute noch ein sehr unterhaltsames DC-Klöppergame.
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glowhand, 16.03.2005
hi!
ich finde, der bericht ist dir ganz gut gelungen ...
also gibts auch ein sehr nuumltzlich von mir!
viel spaszlig noch bei yopi.
mfg,
glowhand
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Mutationen durch Powersteine
ein Testbericht von okanato2005-03-02 06:29:14vom 02.03.2005Empfehlung: ja
Vorteile: Wunderschöne Kampfszenarien mit vielen Details, extrem spannender Spielablauf durch Mutationen und andauernden Hetzjagden, gute Grafik, gelungene Kameraführung, natürlich Action ohne Ende, Zweispielermodus ...Nachteile/Kritik: Zu leichtes Ausführen auch wuchtiger Moves, kein Blocken möglich, zu hoher Schwierigkeitsgrad trotz der kinderleichten Steuerung, schwarze Pal-Balken
Zwar wende ich mich in dem nun folgenden Bericht erneut einem Spiel für meine Lieblingskonsole, nämlich dem Sega Dreamcast zu, doch habe ich diesmal das Genre gewechselt, denn bei „Power Stone“ handelt es sich um ein reinrassiges Prügelspiel, einem sogenannten „Beat’emUp“. Dieser Prügler kostet heute natürlich nur noch einen Bruchteil seines damaligen Preises (Anfang des Jahres 2000 ca. 100 DM), schätzungsweise ungefähr 10 bis 15€, was einen Kauf heutzutage ja nicht unbedingt unattraktiv macht. Den Kauf zum damaligen Preis habe ich auf jeden Fall nicht bereut, denn meiner Meinung nach handelt es sich hierbei um eines der besten Prügelspiele zur damaligen Zeit überhaupt.
Vorwort:
Bei der Herstellerfirma handelt es sich um Capcom, eine Firma, die gerade durch seine Spiele für das Prügelgenre durch die „Street-Fighter-Serie“ in den 90er-Jahren Weltberühmtheit erlangte, sowohl bei den Automaten in den Spielhallen als auch bei den Umsetzungen auf Videospielkonsolen für Zuhause wie etwa für das Supernintendo, und das Sega Mega Drive. Gegen Ende des Jahres erschien jedenfalls „Power Stone“ für Segas letzte Spielkonsole, den Dreamcast, meine hohen Erwartungen was die Qualität dieses Spiels anging, wurden voll und ganz erfüllt, daher möchte ich Euch dieses interessante Game kurz vorstellen.
Inhalt:
Wenig überraschend ist es, dass die Geschichte beziehungsweise die Handlung eine stark untergeordnete Rolle hat, die Bedeutung ist üblicherweise bei solchen Spielen extrem gering. Hier steht vielmehr die Action im Vordergrund, das Drumherum ist absolut nebensächlich. Hier geht es ausschließlich um ein möglichst effektvoll in Szene gesetztes Kampfspiel, wobei das Hauptaugenmerk auf dem Ausführen sehenswerter Schlag- und Trittkombinationen, sogenannter „Specials“ oder „Combos“ liegt. Jede Spielfigur soll dabei in der Regel über ganz individuelle Fähigkeiten verfügen, speziell was eben jene Spezialtalente angeht. Spielt der Solomodus bei Beat’emUps eher eine untergeordnete Rolle beziehungsweise ist oft nach 5 bis 10 Stunden in dieser Hinsicht etwas die Luft raus, so kommt im Mehrspielermodus oft wochen- oder sogar monatelanger Spielspaß auf, gerade hier, im gegenseitigen Beharken der menschlichen Mitspieler, liegt oft der Reiz solcher Prügelspiele, die immer wieder für ein Anspielen zwischendurch auch nach vielen Monaten noch gut sind und manchmal sogar noch nach Jahren zum mehrstündigen Zocken reizen. „Power Stone“ für den Sega Dreamcast gehört meiner Ansicht nach zu genau solchen Spielen und das dies aus meiner Sicht der Fall ist, hat mehrere Ursachen.
Zunächst einmal sind sämtliche Spielfiguren bei diesem Kampfspiel völlig neu, keine Figur stammt aus irgendwelchen Vorgängern, im Mittelpunkt dieses Spiels stehen die „Power Stones“. Am Anfang besitzt jeder Charakter genau einen solchen Powerstein, wobei im Kampf nach einer gewissen Zeit ein neuer Stein auftaucht, sammelt Ihr insgesamt drei Powersteine auf, verwandelt Ihr Euch in eine besonders schlagkräftige Spielfigur, es wird eine Mutation hervorgerufen, welche Euch im weiteren Verlaufes des Kampfes natürlich einen erheblichen Vorteil verschafft. In dieser mutierten Form teilt Ihr naturgemäß besonders wuchtige Schläge oder mächtige Tritte aus, allerdings stehen Euch diese nicht unbegrenzt zur Verfügung. Mit Eintritt der Mutation wird Euch ein begrenzter Energievorrat angezeigt, welcher nach einer gewissen Zeit wieder auf Null geht und Ihr Euch dann umgehend in Eure ursprünglichen Form zurückverwandelt.
Nichtsdestotrotz ist dieser vorübergehende Mutation nach dem Einsammeln der jeweils drei Powersteine natürlich sehr effektiv, allerdings seid Ihr kurz nach Eurer Rückverwandlung in die normale ursprüngliche Form extrem verwundbar, müsst diese heikle Phase demzufolge möglichst heil überstehen. So oder so ist diese Feature der Powersteine und der Mutationen sehr interessant und sorgt natürlich für einen nicht unerheblichen taktischen Einschlag, welcher dem Spielverlauf im Hinblick auf einen Abwechslungsreichtum natürlich zugute kommt.
Zur Auswahl stehen, wie so üblich, sehr unterschiedliche Kämpfer, so zum Beispiel die Zigeunerin Rouge, der Indianer Galuda und der britische Pilot Falcon. Bewährt Ihr Euch in den Kämpfen, schaltet Ihr im weiteren Verlauf des Spiels weitere Charaktere frei, insgesamt erwarten Euch zehn Spielfiguren, acht „normale“ Helden und zwei Endbosse. Was den Spielverlauf von „Power Stone“ eindeutig prägt, ist das erstaunlich unkomplizierte Gameplay, denn ellenlange Kombinationen müsst Ihr hier nicht ausführen, um sehenswerte Aktionen aufs Parkett legen zu können. Vielmehr genügen wenige Befehle, um aufwendige Manöver starten zu können. Dies ist auch der Punkt, an welchem sich die Geister scheiden dürften: die Einen werden dies sicherlich außerordentlich begrüßen, da das Auswendiglernen langer Tastenkombinationen für diese eher ein Übel darstellt, die Anderen werden möglicherweise doch ziemlich schnell Abstand von diesem Prügelspiel nehmen, da sie gerade einen großen Wert auf eben solche langen Kombinationen legen und sich gerne wochenlang mit dem Studieren von kompliziert auszuführenden Moves befassen möchten, um sich dann umso mehr im Falle des Gelingens freuen zu können. Letztere dürften allerdings in der Minderheit sein und eher die ganz eingefleischten Beat’emUp-Freaks darstellen, der Großteil der Videospieler wird der doch sehr unkomplizierten Steuerung einiges abgewinnen können. Blocken könnt Ihr übrigens im Kampf nicht, was den Kämpfen doch ein bisschen an Taktik nimmt, denn gerade das Blocken und im Erfolgsfall die darauffolgenden Konterattacken sorgen ansonsten dafür, dass eben nicht blind drauflosgeprügelt wird. So aber wird der Einstieg doch ziemlich (zu? ) leichtgemacht, schon nach wenigen Minuten erfreut Ihr Euch ansehenswerten Würfen, Schlägen oder Tritten Eurer Figur, ohne dass Ihr eigentlich so besonders viel dafür könnt. Je nachdem welchen Befehl Ihr eingegeben habt, führt der jeweilige Charakter die in der entsprechenden Situation effektvollste Attacke aus, wie gesagt ist dies sicherlich nicht jedermanns Sache beziehungsweise Geschmack.
Als kleines Trostpflaster für die in diesem Punkt Enttäuschten dürften die Kampfszenarien gelten, denn in „Power Stone“ bewegen wir uns völlig frei in den teilweise sehr großen 3D-Arenen. Die Spielumgebungen sind auf jeden Fall ganz eindeutig ein großes Plus dieses Prügelspiels, denn selten habe ich solche interessanten Hintergründe gesehen, in wahren Hetzjagden treibt Ihr des Öfteren Euren Gegner durch Hafengebiete, Fabriken oder Kneipen, wobei die Action noch dadurch verstärkt wird, dass Ihr herumliegende Gegenstände wie zum Beispiel Kisten, Stühle oder Tische als Wurfgeschoss umfunktionieren könnt. Dabei kommt phasenweise ein enormer Spielspaß auf, so wenn Euer Kontrahent kurzzeitig bewusstlos am Boden liegt, da Ihr ihn empfindlich mit einem solchen Wurfgeschoss verletzt habt, und Ihr für ein paar kurze Augenblicke ein paar schmerzhafte Tritte nachlegen dürft. Außerdem gibt es in den Kampfgebieten auch Schatztruhen, deren Inhalt sich regelmäßig als sehr nützlich erweist, denn in jedem Kampf kann sicher jeder von Euch ein paar nette Utensilien wie Pistole, Bombe oder sogar Panzerfaust sicher sehr gut gebrauchen. Dies zusammen mit den schon erwähnten vorübergehenden Mutationen nach dem Einsammeln der Powersteine sorgt für einen actionreichen, abwechslungsreichen und permanent spannenden Spielverlauf.
Spieltechnik:
Saftig bunte Farben und aufsehenerregende Spezialeffekte ziehen Euch schnell in ihren Bann. Besonders bei den Mutationen und den sehr schönen detailreichen Kampfgebieten zeigt sich die Grafik von „Power Stone“ von einer beeindruckenden Pracht. Zwar wirken im Vergleich zu heute manche Animationen der Kämpfer einen Tick zu hölzern und ab und zu manches etwas grob, doch trotzdem kann ich die Grafik ganz klar als „gut“ bezeichnen. Selbiges gilt für den Sound und speziell die Soundeffekte, wenn diese auch nicht ganz mit der Grafik mithalten können und ich bei anderen Prügelspielen schon effektreichere Klänge und mitreißendere Soundtracks erleben durfte. Die Steuerung der Akteure ist auf jeden Fall kinderleicht, wenn ich ehrlich sein darf, etwas zu leicht, echte Beat’em-Up-Puristen dürften hier sehr enttäuscht sein, zu leicht gehen Euch auch die noch so kompliziert aussehenden Manöver von der Hand, die Figuren scheinen von selber zu wissen, was angesagt ist. Die Kamera bleibt stets voll auf der Höhe, was im Hinblick auf den doch sehr actionreichen Spielverlauf mitsamt der Hetzjagden sicherlich nicht leicht ist und die Entwickler sich gerade in diesem Punkt ein Sonderlob verdient haben. Wer (wie ich) die europäische Pal-Version besitzt, muss im Gegensatz zur US-Version leider mit schwarzen Balken am oberen und unteren Bildschirmrand rechnen, denn einen 60Hz-Modus scheint es für uns Europäer nicht zu geben. Was etwas verwunderlich ist, ist in meinen Augen der etwas zu hohe Schwierigkeitsgrad, der meiner Meinung nach im krassen Widerspruch zur kinderleichten Ausführung der Schläge und Tritte steht. So leicht Euch auch die wuchtigsten Schlag- und Trittkombinationen von der Hand gehen, so schwer tat ich mich schon auf dem untersten Schwierigkeitsgradniveau, in dieser Hinsicht erschien mir das Ganze doch etwas unausgewogen. Schließlich lag für mich allerdings der Schwerpunkt dieses Spiels spätestens nach einer Woche in den stundenlangen Auseinandersetzungen mit menschlichen Mitspielern und hier erreicht der Spielspaß hohe Gefilde. Eine richtig gute Grafik und ein ganz guter Sound zusammen mit der kinderleichten Steuerung aber einem hohen Schwierigkeitsgrad sorgten für gemischte Gefühle bei mir, wobei die positiven Eindrücke aber eindeutig überwogen.
Fazit:
Das Beat’emUp „Power Stone“ gehört in jede Dreamcast-Sammlung, denn ganz abgesehen von den teilweise wunderschön in Szene gesetzten Hintergründe und Spezialeffekten gerade bei den Mutationen gehört gerade der Zweispielermodus zu den großen Stärken dieses Prügelspiels. Der Spielverlauf ist wie schon erwähnt phasenweise derart spannend und abwechslungsreich, dass ich es zuweilen kaum glauben konnte, es „nur“ mit einem Prügelspiel zu tun zu haben. Die Möglichkeit des Mutieren, die unentwegten Hetzjagden durch unterschiedliche Spielszenarien, das Umfunktionieren herumliegender Gegenstände und nicht zuletzt das Vorhandensein der Schatztruhen sorgen auch auf lange Sicht hin für ordentlich Spaß, die Langzeitmotivation ist für einen Prügler doch erstaunlich hoch und stellt demnach einen dicken Pluspunkt dar. Dass ein Blocken nicht möglich ist fand ich allerdings etwas schade, dadurch hätte es noch mehr taktische Elemente in den Kämpfen gegeben und auch dass die Steuerung derart kinderleicht ist, halte ich für etwas übertrieben und spaltet die Prügelspielfangemeinde ganz sicher in zwei Lager. Schade auch, dass es für Europäer mit der Pal-Version keinen 60Hz-Modus zu geben scheint, so dass für uns schwarze Balken auf dem Bildschirm oben und unten leider gut erkennbar sind, das konnten andere Dreamcastspiele schon zu diesem Zeitpunkt besser (so zum Beispiel Sonic Adventure). Trotz der genannten Negativmerkmale ist „Power Stone“ ein absoluter Pflichttitel in jeder Sega-Dreamcast-Sammlung, insofern gibt es eine glasklare Empfehlung von mir.
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Produktbeschreibung Capcom Power Stone
Technische Daten und ProdukteigenschaftenAdventurespiel für den Sega Dreamcast
Allgemeine Informationen Capcom Power Stone
gelistet seit: 13.01.2005
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