Cirrus Airlines Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Bewertung (4.2 von 5)
von 100% aller Autoren empfohlen (4/4).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
super Service, Pünktlichkeit
ausgefallene Strecken
gutee Ausstattung, freundliches Personal
Sehr gute Betreeung
Nachteile/Kritik
nicht mehr zeitgemäßer Preis für die Tickets
atemberaubende Flugkünste
Klein aber fein
ein Testbericht von paelzer2006-11-11 22:28:29vom 11.11.2006Empfehlung: ja
Vorteile: super Service, Pünktlichkeit...Nachteile/Kritik: nicht mehr zeitgemäßer Preis für die Tickets
Heute will ich euch mal was über eine kleine, feine aber leider etwas teurere Fluglinie erzählen. Ich spreche von der CIRRUS Airlines, einer deutschen Fluglinie, die ihre Heimatbasis im beschaulichen Saarbrücken auf dem Flughafen Saarbrücken-Ensheim (SCN) hat.
Die CIRRUS Airlines gehört zur CIRRUS Group, die neben der Airline noch die Bereiche Aviation, Technik, Flight-Training und Swiss Eagle betreibt.
CIRRUS Aviation
Die CIRRUS Aviation ist einer der weltweit führenden Executive Charter Operator, d.h. dass sie für gutbetuchte Kunden jederzeit eine große Auswahl von kleinen, aber sehr feinen Chartermaschinen bereit hält. Es ist halt nur eine Frage des Preises.
Das Fliegen mit CIRRUS Aviation ist allerdings nur etwas für Menschen, die auch in der Lage sind diesen Luxus zu bezahlen. Normalbürger wie ich müssen mit CIRRUS Airlines fliegen.
CIRRUS Technik
Die CIRRUS Technik GmbH ist ein nach Part – 145 zugelassener Instandhaltungsbetrieb für die verschiedensten Flugzeugmuster der General Aviation bis hin zu Turboprops der Muster DASH 8, DO 328 und Regional – Jets des Musters EMBRAER 145.
CIRRUS Flight Training
Bei der CIRRUS Flight Training werden seit 1989 Piloten und seit 2002 Flugbegleiter ausgebildet.
SWISS EAGLE
Hier handelt es sich um einen Geschäftszweig, der europaweit Geschäfts- und Privatmaschinen verchartert.
Nun aber zurück zur CIRRUS Airline, meinem eigentlichen Thema. Die CIRRUS ist seit 2000 Kooperationspartner der Deutschen Lufthansa AG im Rahmen des Franchisekonzeptes "Team Lufthansa". Sie bedient täglich Nonstop-Verbindungen zwischen den wichtigen europäischen Regionen und Geschäftszentren. Innerdeutsch vor allem die Strecken Saarbrücken – Berlin, Saarbrücken - Hamburg und die gleichen Verbindungen von Mannheim aus. Von Berlin aus geht es zusätzlich noch nach Sylt und nach Heringsdorf auf Usedom. Von Frankfurt aus geht es noch nach Brünn und Billund in Dänemark und von München gibt es eine Verbindung nach London. Geflogen wird vor allem mit Turboprop-Maschinen (Dash 8-300 bzw. -100, Dornier 328), verschiedene Strecken werden allerdings auch mit Jets (Embraer ERJ-170 bzw. -145, Dornier 328 Jet und eine Boing 737-500).
Im Bereich des Executive Charter kommen eine Vielzahl von Lear Jets und Citation Jets zum Einsatz.
Für die oben beschriebenen Linienflüge stehen somit Maschinen mit einem Platzangebot von 30 bis 70 Sitzplätzen zur Verfügung.
Ich selbst bin bereits mehrmals mit CIRRUS geflogen und zwar auf den Strecken Saarbrücken – Berlin, Mannheim – Hamburg und Hamburg – Saarbrücken.
Was ich als besonders angenehm empfinde, sind die sehr kurzen Check-In Zeiten von 30 Minuten (auf der Verbindung Saarbrücken – Berlin sogar nur 20 Minuten). Die Flugplätze Saarbrücken und Mannheim bieten aufgrund ihrer „Größe“ eine sehr intime Atmosphäre, was sehr zu einem entspannten und gemütlichen Reisen beiträgt. Bei allen meinen Flügen muss die absolute Pünktlichkeit besonders hervorgehoben werden.
Die Atmosphäre an Bord wird geprägt durch gediegen wirkende Ledersitze und den allgegenwärtigen Service, der überaus freundlichen Flugbegleiter. Da die CIRRUS mit der Lufthansa kooperiert kommt auch der Snack an Bord vom selben Catering-Service und trägt natürlich auch auf Verpackung und Serviette den üblichen „Kranich-Aufdruck“. Es werden auch genügend Getränke angeboten und es wird sogar noch mal nachgefragt für eine zweite Runde. Erfreulicherweise entfällt auch die bei den Urlaubsfliegern übliche Verkaufrunde aus dem Bordshop.
CIRRUS bedient die Städteverbindungen mehrmals täglich; da ich bei meinen Flügen immer
die erste bzw. die letzte Maschine des Tages benutzt habe, waren diesen meist gut besetzt. Bei Flügen zur Mittagszeit soll dies nicht ganz so sein.
Zum Schluß muss ich allerdings auch unbedingt noch einen Punkt ansprechen, der das sonst so gute Bild von CIRRUS Airlines doch erheblich trübt. Es sind keine Sicherheitsprobleme, nein es ist ganz einfach der exorbitant hohe Preis. Mein erster Flug Saarbrücken – Berlin und zurück im März 2005, den ich kurzfristig buchen musste, kostete sage und schreibe 650 Euro (in Worten: sechshundertfünfzig !!!!!!). Sie können sich sicherlich ganz andere Ziele vorstellen, die man heute für diesen Preis erreichen kann. Im November 2005 hatte ich dann das Glück über ein Sonderangebot und rechtzeitiger Buchung (4 Monate vorher) die gleiche Strecke für 150 Euro zu bekommen. Im Mai diesen Jahres konnte ich dann wieder im Rahmen eines Sonderangebotes („Winterschlussverkauf“) die Strecke Mannheim – Hamburg – Saarbrücken für 120 Euro buchen. Wenn ich jetzt (Samstag) für kommenden Montag einen Flug Saarbrücken – Berlin und zurück buchen möchte muss ich rund 380 Euro auf den Tisch legen. Der gleiche Flug kostet mich bei Germanwings vom 30 km von Saarbrücken entfernten Zweibrücken aus 250 Euro. Und wenn ich dort ein paar Tage mehr Vorlaufzeit habe, wird der Unterschied noch viel größer.
Aufgrund der Konkurrenz aus Zweibrücken hat sich bei CIRRUS zumindest der Preis fürs Wochenende (auch verlängertes Wochenende) bewegt. CIRRUS wirbt inzwischen mit dem Angebot von der saarländischen Landeshauptstadt für bzw. ab 39 Euro inklusive aller Steuern und Gebühren in die Bundeshauptstadt nach Berlin. Der einfache Flug von Berlin nach Saarbrücken kostet aufgrund höherer Gebühren ab 54 Euro. Hin- und Rückflug zusammen sind für günstige 89 Euro buchbar, hinzu kommt jeweils lediglich die übliche Ticket Service Charge in Höhe von 10 Euro bei Buchungen im Internet unter www.cirrus-airlines.de. Bei Buchung im Reisebüro wird das dort gültige Serviceentgelt berechnet. Und das Ganze gilt für Flüge am Samstag und Sonntag sowie für ausgewählte Flüge am Freitag und Montag. Es ist zumindest ein positiver Lichtblick im sonst sehr hochpreisigen Flugangebot von Saarbrücken aus.
Weitere Einzelheiten könnt ihr der Homepage www.cirrus-airlines.de entnehmen, wo es auch die Möglichkeit für Online-Buchungen gibt. Ich empfehle euch aber die Buchung über die Cirrus Airlines-Reservierung unter Telefon 0180 4444 888 bzw. direkt über den Counter am Flughafen Saarbrücken +49(0)68 93 80 04 40, denn da wurden mir immer weitaus bessere Preise wie bei der Online-Buchung angeboten.
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Nur 3 Passagiere von MUC nach ERF
ein Testbericht von celles2011-05-28 19:40:48vom 28.05.2011Empfehlung: ja
Vorteile: Sehr gute Betreeung...Nachteile/Kritik: -
Den Bericht habe ich im Pullman am Dom in Erfurt verfasst. Wir sind am 27.5.2011 von Wien über München nach Erfurt geflogen. Dabei haben wir erstmalig Cirrus Airlines in Anspruch genommen. Ich habe von denen noch nie gehört. Kein Wunder, die fliegen auch erst seit 2011 von Wien nach Dresden und dort waren wir schon.
Vorher in München konnten wir noch die Lounge genießen. Dann ging es ab zu G27 zum Schalter der LH, wo der Flug nach Erfurt-Weimar stattfinden sollte. Wir warteten geduldig mit einer Schar an Passagieren. Wir haben so mit 25 Gästen gerechnet, da es eine kleine Maschine ist. Eine Dornier, die maximal 32 Leute an Board nehmen kann und davon 1 in der Business.
Gut, wir sollten schon boarden und es war fast 10 Minuten drüber, als die Dame vom Schalter sagte, wir können kommen, es fehle nur mehr 1 Fluggast ? Wie bitte ?????? Nur noch einer ? ja es sind nur 3 Leute auf Erfurt gebucht. Da wären immer wenige Passagiere und heute sei es besonders mager.
Nachdem der Gast nicht zu sehen war, ließ sie ihn mal ausrufen. Dann kam der nette Herr in schwarz daher. Wir bekamen dann am Gate seltsamerweise neue Sitzplätze.
Die Dame fand das nicht weiter verwunderlich. Da sei deswegen, dass die Maschine keine Schieflage bekäme. Es ist gut, dass wir hinten säßen. Danach ging es zu Fuß hinunter zum Shuttlebus. Der Fahrer guckte doof und glaubte nicht an unser Boarding complete. Erst wir die Dame von der LH die sehr kurze Passagierliste brachte, schmunzelte er gläubig.
Aldann ging es auf Suche nach der richtigen Maschine. Wir fahren ins Abteil der Mikroflieger. Nach genauer Suche kamen wir bei der Dornier an. Die Einstiegstüre war bereits heruntergeklappt und fungierte auch als Einstieg.
Die Stewardess empfing uns sehr sehr freundlich und sagte, wir können uns hinsetzen, wo wir wollen. Die Dornier sah gar nicht so übel aus. Es war eine Propellermaschine mit 1 + 2 Sitzen pro Reihe, dunklen Stühlen und sogar einem WC.
Dann kam die Ansage und die Aufklärung über die Sicherheit. Alle 3 Passagiere schauten wohl zum ersten Mal in ihrem Leben ganz ganz brav zu. Sonst würde sich die Stewardess sehr seltsam vorkommen. Dann haben wir sehr schnell und steil ab. Die Wolken waren so um 21:00 h besonders schön anzusehen.
Nach rund 15 Minuten der insgesamt 45 Minuten Flugdauer begann der Boardservice. Ja, den gab es da auch.
Die Dame kam mit einem Plastikkorb und bot uns Erdnüsse und Müsliriegel an. Ich fragte, ob ich 2 nehmen durfte, was sie bejahte. Dann gab es Getränke. Ich brauchte keines, da in der Lounge genug gesüffelt. Vor dem Landen gab es nochmals was Süßes. Das war mehr Angebot, als zuerst. Zusätzlich gab es Mini Ritter Sports und Haribos. Ich nahm 2 Marzipan. Die Landung verlief reibungslos und wir verließen wie drei Privatjetkunden die Maschine. Klarererweise waren die Koffer auch schon da.
Insgesamt top Rating für die Airline und Betreuung. Wie defizitär diese Verbindung sein muss und wie lange es sie noch geben wird, steht wohl auf
einem anderen Blatt.
ein Testbericht von theConsultant2005-01-25 12:05:00vom 25.01.2005Empfehlung: ja
Vorteile: ausgefallene Strecken...Nachteile/Kritik: atemberaubende Flugkünste
„Team Lufthansa“ steht ganz groß auf dem neuen Flieger und erst darunter ein kleines „Cirrus Airlines“. Hat Lufthansa schon wieder einen Konkurrenten geschluckt? Nun, von Konkurrent kann kaum die Regel sein, denn bislang verkehrte Cirrus (mit Sitz in Saarbrücken) zwischen Orten wie Mannheim und Usedom/Heringsdorf.
Ich wäre daher auf Cirrus kaum aufmerksam geworden, wenn die Fluglinie nicht vom April dieses Jahres an Flüge von Frankfurt nach Skopje angeboten hätte. Da wurde ich natürlich hellhörig, denn seit Swiss nicht mehr Münster/Osnabrück anfliegt, und Lufthansa die Strecke München – Skopje aufgegeben hat, komme
ich nur noch mit zweimaligen Umsteigen an meinen „dritten Wohnsitz“.
Leider ergab eine Überprüfung der Verbindungen, dass mir die neue Verbindung weder Zeit noch Geld spart – und so war die Sache erst einmal vergessen, und ich buchte wie gewohnt die Strecke Münster – Müchen – Wien – Skopje. Doch ich hatte Glück. Wenn man immer die selben Strecken fahren oder fliegen muss, freut man sich ja über eine kleine Abwechslung. Und die traf ein in Form eines Bombenverdachts. Also alle Passagiere in Münster wieder aussteigen und erst einmal warten. Merkwürdigerweise wurde keine Gepäckidentifizierung verlangt. Aber der Flug fiel aus, und Passagiere mit Anschlussflügen wurden umgebucht. So flog ich denn nach Frankfurt, und sollte von dort mit Cirrus nach Skopje fliegen.
Trotz zwei Stunden Verspätung hatte ich in Frankfurt noch reichlich Zeit, die ich in der Star Allinance Vielflieger Lounge überbrücken wollte. Da begann das erste kleine Problem, man wollte mich erst nicht reinlassen. „Cirrus – nie gehört. Ist kein Partner von uns. Was? Ihr Eurowings Flug ist ausgefallen? Ist ebenfalls nicht Mitglied der Star Alliance. Und Sie haben ja noch nicht einmal ein Business Ticket“ Ich stellte mich aber stur und wurde darum doch eingelassen, „ausnahmsweise“.
Während ich mein mitgebrachtes Buch las, Erdnüsse knabberte und ein Glas Rotwein süffelte (denn viel mehr hat die Frankfurter Business Lounge nicht zu bieten, noch nicht einmal freies Internet Surfen) schaute ich immer wieder auf die Bildschirme über der Selbstbedienungstheke. Mein Flug war jedenfalls nicht dabei. Irgendwann wurde ich unruhig und wanderte wieder zur Rezeption der Lounge. Inzwischen war der unfreundliche Zerberus durch zwei nette mittelalterliche Damen abgelöst worden. „Ja“, sagte man mir „auf den Bildschirmen hier werden nur die Star Alliance und Code Sharing Flüge angezeigt. Der Flug nach Skopje gehört offenbar nicht dazu.“ Aber man wolle gerne mal in System nachschauen. „C9 1131, die Flugnummer gibt es gar nicht“. „Aber den Flug nach Skopje um 14.30?“ „Ja hier, RUS 1131. Die werden pünklich abfliegen, nur das Gate ist noch nicht ausgewiesen“ „Macht nichts, mir wurde das Gate schon vor 3 Stunden mitgeteilt, dann werde ich da mal hinwandern.“
RUS? Russenmafia? Aber dann tröstete ich mich, das dies eben die Schwanzsilbe von Cirrus sei. Das Personal am Abflugschalter war dann wieder hundertprozentig Lufthansa. Lediglich die Passagiere, die zu großes Handgepäck hatten, bekamen ein „Cirrus“-Anhängerchen, und mussten sich vorrübergehend von ihren Gepäck trennen. Wir kamen zwar insgesamt auf nur etwa 15 Passagiere (50 hätten in den Flieger reingepasst), aber solch große Gepäckstücke können eben nicht sicher im Fahrgastraum verstaut werden.
Die paar Leutchen waren dann auch schnell in den Zubringerbus eingestiegen, der uns dann nach längerer Fahrt zu dem Flieger brachte, der ganz am Ende des Flughafens auf uns wartete. Es ist übrigens jene Embraer 145, die einen auf der Homepage www.cirrus-airlines.de begrüßt. So wie beiden „normalgroßen“ Flugzeugherstellern nur noch Boeing und Airbus übrig geblieben sind, teilen sich den Markt der Regionaljets (mit weniger als 100 Sitzen) auch nur noch wenige Hersteller, und der brasilianische Flugzeugbauer Embraer gehört neben Bombardier mit seinem „Canadair Jet“ offensichtlich dazu, vom Erfolgsmodell 145 wurden bereits über 600 Stück verkauft. Und das erste (und bislang einzige) in Deutschland ging an Cirrus.
Anders als die moppelig-gemütlichen „Jumbolinos“ von BAe bzw. ATR wirkt die schlanke Embraer (mit nur 1 + 2 Sitzen pro Reihe) irgendwie „agressiver“. Das muss der Pilot auch so empfunden haben. Nach kurzem Anlauf reißt er das Flugzeug so in die Höhe, wie ich es noch nie zuvor erlebt habe, und danach dreht er eine derartig enge Kurve, dass ich mich ebenfalls mehr wie auf dem Jahrmarkt als in einem Linienflugzeug vorkomme. Dabei ist Karussellfahren der absolute Horror für mich. Aber zum Glück habe ich nur „bei“ etwas Angst uns niemals „vor“ etwas; sowie wir eine sichere Höhe erreicht haben, ist alles wieder gut für mich.
In 11000 Metern Höhe befindet man sich normaler Weise über den Wolken – es sei denn, es handelt sich um Gewitterquellwolken. Die gab es auf meinem Flug vor allem südlich der Alpen im wahrsten Sinne des Wortes „haufenweise“ zu betrachten. Ein solch erhabenes Schauspiel, dass ich es vorzug, meine Reiselektüre nicht wieder herauszuzuholen sondern einfach nur Musik zu hören und aus dem Fenster zu schauen. Stefan Mikus kam allerdings gegen das Jetgeröhre nicht an, Rosenstolz war dann besser geeignet. Der Pilot hielt uns übrigens immer in sicherer Entfernung der Gewitterwolken (zum ersten mal sah ich einen Blitz von oben!) und der Flug war, von dem rasanten Aufstieg abgesehen, sehr ruhig.
Das Essen, was uns gereicht wurde war sehr anständig, eine Mischung von Salaten, Aufschnitt (no pork) und Brötchen, leicht und schmackhaft. Ich bestellte eine Rotwein und war schon neugierig, ob der aus der Cirrus-Heimat Mosel-Saar-Ruver kommen würde. Aber vermutlich haben die dort nur Weißwein, jedenfalls erhielt ich ein Fläschchen Negroamaro Puglia aus Süditalien.
Der Flugplan von Cirrus, den ich aus dem Flugzeug mitnahm, gab übrigens auch an, das man vorhabe, ab Mitte Mai auch noch die Strecke Skopje-München täglich zu fliegen. Aufgrund mangelnder Fluggastzahlen hat man diesen Plan aber wohl schnell wieder aufgegeben.
+++
In der zweiten Hälfte 2003 war dann das größte Problem beseitigt: der Flug Frankfurt – Skopje wurde ein Codesharing Flug (Cirrus und Lufthansa), damit gab es für mich auch günstige Tickets für den Anschluss mit Eurowings nach Münster-Osnabrück. Und ich wurde ohne Kampf in die Lufthansa Lounge in Frankfurt gelassen!
Bei der Wahl des Weins in der Kabine war man auch ein wenig näher dran: als Weisswein bekam ich zwar keinen Mosel-Saar-Ruwer aber immerhin einen Rheinhessen von einem kleinen Weingut.
Nur der sportliche Pilot war der selbe geblieben. Aber da er bisher den Flieger nicht zum Absturz gebracht hatte, würde ihm das sicher auch nicht gelingen, während ich mit flog.
...
ein Testbericht von helko20002003-08-15 16:57:17vom 15.08.2003Empfehlung: ja
Vorteile: gutee Ausstattung, freundliches Personal...Nachteile/Kritik: ---
1. Einleitung
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Ich fliege ja nun häufiger mit Cirrus, da diese als einzige Fluggesellschaft die von mir öfters genutzte Route Leipzig - London City bedient. Daher möchte ich euch jetzt einmal diese Gesellschaft vorstellen:
Cirrus ist noch recht neu im Team Lufthansa; sie gehören erst seit 2000 dazu.
Spezialgebiet von Cirrus sind kleine - wenig genutzte - Verbindungen, die sie mit ihren kleinen Fliegern kostenoptimal bedienen können. Daher sind sie auch oft im innerdeutschen Verkehr unterwegs.
2. Die Flotte
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Die Flotte besteht aus einigen Dash 8-xxx, 2 Dornier 328 und ein paar Embraer und
weiteren 10 kleinern Maschinen, von denen keine mehr als 10 Passagiere befördern kann. Insgesamt hat Cirrsu z.Z. 21 Fliegerb im Einsatz. Mit immerhin 50 Gästen sind einige Dash und die Embraer die größten Flieger der Gesellschaft.
3. Die Ziele
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Auf Grund der kleinen Maschinen, deren Reichweite bei unter 4000 km liegt (meist sogar unter 3000), fliegt Cirrus nur europäische Ziele an.
Für mich als Leipziger ist es besonders von Bedeutung, das es endlich eine Gesellschaft gibt, die direkt ab LEJ zu wichtigen europäischen Städten verkehrt. Cirrus fliegt mehrfach täglich ab LEJ nach Brüssel, London-City, Zürich, Saarbrücken, Hamburg und Köln. Die Lufthansa hatte diese Verbindungen vor Jahren eingestellt, so das ich jedesmal über FRA oder MUC fliegen musste. Dank Cirrus verkürzt sich die Reisezeit auf den entsprechenden Strecken jetzt deutlich!
4. Der Flug
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Für LH-Verhältnisse ist der Service sehr gut und nett. Es gibt Getränke und Snacks und die Cabin Crew ist überraschend freundlich.
Der Sitzabstand ist recht gut, ich habe eigentlich keine Probleme. Er ist wie auch bei LH sonst auch. Die Sitze sind aber edel - alles in Leder und richtig schön breit.
Was aber leider stört ist die zu niedrige Höhe bei einigen Fliegern; da heißt es eben mit geduckten Kopf stehen.
Die Pünktlichkeit finde ich genial; durch die wenigen Gäste gibt es einfach keine Verspätung!
Andererseits haben die kleinen Maschinen leider auch Nachteile. Zumindest ich fühle mich in den großen Boings und Airbuses wohler, obwohl ich weiß das der Sicherheitsstandard gleich hoch ist.
Probleme gibt es aber bei Sturm. Während die großen Flieger noch sehr ruhig in der Luft liegen, sind die kleinen von Cirrus viel anfälliger und machen jede Windbewegung mit.
Daher hatte ich dann nach einem stürmischen Flug schonmal die Idee, beim nächsten Sturm lieber über FRA zu fliegen. Das dauert zwar länger und ist etwas teurer, allerdings bringt es auch nichts wenn man sonst die nächsten Stunden nach dem Flug den Pappbeutel immer griffbereit haben muss.
Doch nun zum normalen Serviceablauf:
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An Bord ist nur eine Stewardess, die erst die Sicherheitsvorkehrungen erläutert (kann mir mal jemand erklären warum ich bei einer 9°C kalten Nordsee mit Null Überlebenschancen wissen muss wie die Schwimmweste funtioniert? Ich bin doch sowieso erfroren statt ertrunken!), bevor dann Bonbons und LH-Erfrischungstücher ausgegeben werden. Nach dem Start gibt es Getränke und einen kalten Snack. Danach geht sie nochmals mit dem Getränkewagen durch, bevor Zeitschriften ausgeteilt werden.
Wenn man noch etwas trinken möchte, so kann man einfach zur Stewardess hinter gehen. Aber auch sonst kann man sich mit denen ganz gut unterhalten.
Kurz vor der Landung gibt es nochmals etwas zum Naschen (Schokolade, Erdnüsse) und dann ist man auch schon da.
5. Preise
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Cirr us bietet die meisten Flüge im Codeshare mit LH an, so das man nach LH-Tarifkonzept buchen kann.
Natürlich kann die Buchung in jedem Reisebüro oder auch im Internet bei der LH erfolgen.
Schade ist aber, das es nicht alle Verbindungen betrifft. Z.B. kann der Flug LEJ - BRU nur direkt bei Cirrus gebucht werden - da das aber fast keiner macht, fällt er oft aus!
6. Vielfliegerprogramm
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Cirrus nimmt an Miles & More teil, so das man Meilen wie auch bei den Gesellschaften der Star Alliance sammeln kann.
Allerdings weichen die Meilen etwas von LH-Vergabekonzept ab (z.B. gibt es keine Mindestmeilen).
7. Conclusio
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D ie Servicequalität ist gut und man landet immer am Hauptairport der Zielstadt. Bei zeitiger Buchung stimmt der Preis auch; muss ich einmal kurzfristig buchen weiche ich aber i.d.R. auf andere Gesellschaften aus, da dort die Gebühren nicht so stark ansteigen wie beim Team LH.
Ich fliege besonders auf der Strecke LEJ - LCY häufiger. Der große Vorteil sind die Flugzeiten und die Lage des Airports LCY: man ist schon am frühen Morgen (6.45 h) da und zum Bankviertel Canary Wharf dauert es nicht einmal 10 Minuten per Taxi. Abends geht es dann wieder ab 18.20 Uhr zurück, so das der Flug eigentlich auch für Geschäftsreisende interessant seien müsste.
Leider ist die Auslastung des Fliegers recht schlecht: es sind von den 31 Sitzen meist nur etwa 15 - 20 belegt, darunter weniger als 1/4 Geschäftsreisende. Ich befürchte daher, das dieser Verbindung wohl das Aus droht.