an den Tag, an dem wir das letzte Mal die Sonntagsbrötchen beim weit entfernten Bäcker holen bzw. dem Backofen Dienste abverlangen mussten.
Das ist jetzt knapp ein halbes Jahr her. Seit dem ist der Cloer Brötchenbackautomat 310 in unsere Küche eingezogen und versorgt uns (nicht nur sonntags, sondern generell am Wochenende) nicht nur mit einem köstlichen Geruch frischer Brötchen, sondern auch den Brötchen selbst. Und da wir als Frankreich-Fans nicht auf Croissants verzichten wollen, kommen auch die bei uns fast jedes Wochenende auf den Frühstückstisch.
Mit Hilfe dieses Brötchenbackautomaten kann man, wie der Name schon sagt, Brötchen backen. Man kann ältere Brötchen aufbacken oder vorgebackene Sachen ferigbacken.
Wie das Gerät aussieht, brauche ich euch Dank des Fotos oben nicht beschreiben. Statt den Backofen zu bedienen, kann man mit dem Cloer energiesparend seine Brötchen zubereiten.
Laut Herstellerangaben lassen sich bis zu 95 % Energie einsparen. Ein handelsüblicher Backofen hat bei Ober- und Unterhitze ca. 2500 Watt. Um im Backofen ein gleichwertiges Ergebnis erzielen zu können, muss der Ofen 10 Minuten vorgeheizt werden, dann kommt die Backzeit hinzu, also gut und gern mal 20 Minuten insgesamt.
Erhältlich ist der Backautomat meines Wissens in jedem gut sortierten Fachhandel. Wir haben ihn zu Weihnachten von meinem Bruder geschenkt bekommen. Wo genau er das Produkt erstanden hat, kann ich leider nicht sagen. Im Internet wird es unter www.Cloer.de derzeit für 61 EUR inklusive Mehrwertsteuer angeboten. Das ist meines Erachtens ziemlich viel Geld, auf den ersten Blick. Doch wenn man bedenkt, dass man einiges an Energie einspart und das Gerät auch sonst zuverlässig ist und gute Dienste leistet, kann man, wenn man mal nicht weiß, wohin mit seinem Geld, hier investieren. Oder einfach den Wunschzettel für Weihnachten erweitern; es dauert nur noch ein paar Monate.
Die Bedienung ist kinderleicht, wobei Kinder vielleicht nicht allein daran herumspielen sollten. Der Grund ist, dass sich das Gerät innen (wie ein Backofen auch) auf 250 bis 270 Grad aufheizt und somit auch außen sehr heiß wird. Damit man es überhaupt in eingeschaltetem Zustand anfassen kann, sind die Griffe mit wärmebeständigem Kunststoff verkleidet. Also Vorsicht bei der Berührung der Metallteile.
Daher auch darauf achten, dass nichts über dem Gerät hängt/steht, was hitzeempfindlich ist.
Also: das Kabel von der Halterung an der Unterseite des Gerätes abwickeln, Deckel öffnen, die Brötchen aus der Verpackung nehmen, auf das Backrost legen, Deckel schließen, Netzstecker einstöpseln. Die Zeitschaltuhr auf die gewünschte Zeit einstellen (von 1 bis 8 Minuten) und dann schon mal das Kaffeewasser aufsetzen und den Tisch decken.
Ab dem Zeitpunkt, in dem die Uhr eingeschaltet ist, leuchtet ein Kontrolllämpchen. Man hört außerdem ein Tick Tick, wie bei einem lauten Wecker. Das Lämpchen erlischt, wenn die vorgewählte Zeit abgelaufen ist. Außerdem ertönt ein Signal, so ein lautes Kling, das der Freund auch im Bad hört und somit weiß, dass es Zeit ist, in die Küche oder auf den Balkon zu kommen. Das Gerät schaltet sich von allein ab. Man muss also nicht ständig kontrollieren, wie weit das Backen schon fortgeschritten ist.
Brötchen, die tiefgefroren sind (wir
nehmen meist die Minifluter von Aldi) brauchen etwas länger. Das heißt, wenn die erste Runde (8 Minuten) vorbei ist, drehe ich die Brötchen um (Vorsicht heiß!) und lasse sie noch einmal 3 bis 4 Minuten backen. Anschließend kommen die Croissants an die Reihe, damit sie auch wirklich warm sind, wenn wir anfangen zu frühstücken. So schmecken sie eben am besten. Die brauchen, weil das Gerät ja schon richtig aufgeheizt ist, nur noch 3 bis 4 Minuten. Das Übrige erledigt die Restwärme.
Von den Miniflutern passen bis zu 5 auf das Backrost. Für 2 Personen ist das Gerät also optimal. Kündigt sich hingegen Besuch an, ist es ratsam, doch den Backofen zu nehmen, sonst dauert es zu lange. Oder man backt während des Essens weiter.
Benutzt man Brötchen, die nicht gefroren sind, verkürzt sich natürlich die Backzeit. Da reichen teilweise schon 5 bis 6 Minuten, je nach dem, was der Hersteller vorgibt.
Beim Aufbacken sollte man darauf achten, dass die Brötchen oder was auch immer, luftdicht in einer Plastiktüte oder in einem anderen Behälter gelagert werden. Dann haben sie nämlich den richtigen Feuchtigkeitsgrad, um auch am nächsten Tag frisch wie von Bäcker sein zu können. Sollte man mal vergessen haben, diese Lagerungshinweise zu beachten, kann man die Brötchen auch ein wenig mit Wasser befeuchten. Je nach Bräunungsgrad genügen schon 3 bis 4 Minuten. Die Leckereien sollten aber sofort aus dem Gerät genommen werden, weil sonst die Restwärme dafür sorgt, dass die Brötchen steinhart werden. Und wer kann sich schon einen abgebrochenen Zahn leisten...
Wer mag nicht gern mal überbackenen Toast? Auch dies kann man mit dem Cloer zaubern. Allerdings sollte man aufpassen, dass nichts hinuntertropft, weil es dann so „lecker“ verbrannt riecht und das Saubermachen länger dauert... Am besten, man legt ein Stück Alufolie auf das Rost.
Die Reinigung ist sehr einfach. Clevererweise verfügt das Gerät, wie viele Toaster auch, über eine Krümelschublade. Diese mal eben über dem Mülleimer ausgekippt und ein wenig abgewischt, und schon kann das Backvergnügen weitergehen. Das Gerät an sich lässt sich im abgekühlten Zustand ebenfalls gut reinigen. Allerdings sollten keine scharfen Reinigungsmittel verwendet werden. Ein feuchtes Tuch genügt. Dank der Beschichtung lässt sich innen alles gut abwischen, es sei denn, es ist doch mal etwas fester eingebrannt. Dann muss man ein wenig kratzen. Dabei aber immer an die Beschichtung denken. Ist zwar kein Teflon, aber aufpassen sollte man trotzdem.
Wen es interessiert: die technischen und untechnische Daten:
3,5 kg
230 V ~
580 Watt
Das Gerät ist funkentstört (?) und schutzisoliert.
Cloer gewährt auf alle Geräte eine 2jährige Garantie. Die Firma hat ihren Sitz in 59757 Arnsberg, Von-Siemens-Straße 12.
Kinderleicht Brötchen backen? Bei uns kein Problem mehr, und noch dazu energiesparend und schnell. Wer kann da schon „Nein“ sagen, wenn es am Wochenende darum geht, aufzustehen und zu frühstücken.