Ergonomisches Arbeiten wie es heutzutage heißt hängt entscheidend von der Leistungsfähigkeit der Hardware ab. Aus Sicht der eigenen Gesundheit ist dabei der Bildschirm das wichtigste Gerät. Schlagwörter sind dabei „Strahlungsarm“, „Augenschonend“ aber auch Bildwiederholfrequenz.
Nun wann ist ein Monitor gut/nicht schlecht für die Augen?
- wenn er strahlungsarm ist, das heißt eine bestimmte TCO Norm erfüllt
- wenn die Vertikalwiederholfrequenz hoch ist, das heißt kein Flimmern mehr sichtbar ist
Leider hatten wir uns mit dem Monitor von miro etwas vertan. Wir hätten von Anfang an in einen Besseren investieren sollen. Da wir mit der gebotenen Bildwiederholfrequenz sowie der teilweise unförmigen Darstellung nicht zufrieden waren beschlossen wir den MIRO nur noch am „Zweitrechner“ zu verwenden und für meinen PC einen neuen, besseren zu kaufen.
Auf Einkaufstour bei Media Markt empfahl uns ein Verkäufer der Gerät von DAEWOO.
DAEWOO??? Ich will kein Auto (und schon gar keine „Reisschüssel“)!!!
Tatsache, Daewoo produziert auch PC-Monitore.
Doch warum sollte es gerade dieser werden?
- Strahlungsarm nach TCO95 (siehe oben – Bedingung 1)
- 50 - 160Hz vertikale Bildwiederholung (s.o. – Bedingung 2)
- 30 – 86kHz horizontale Bildwiederholung
Für 499DM war er dann schließlich unser, der DAEWOO 710C.
Dieser 17“ Monitor (16,2“ sichtbare Bildfläche) überzeugt durch außergewöhnliche Leistungsmerkmale.
Als maximale Auflösung wurde angegeben 1600x1200. Das ist vielleicht ein wenig übertrieben (trotzdem eine interessante Referenz). Diese Auflösung ist bei 65Hz tatsächlich realisierbar, macht durch das auftretende Flimmern aber keinen Spaß.
Eine Stufe zurück, also 1280x1024, wird mit 75Hz vertikal dargestellt. Mit ein bisschen Einbildung (oder wirklich empfindlichen Augen) sieht man ein leichtes Flackern.
1024x786 gilt als die Standardeinstellung was 17“ Monitore angeht. Diese Auflösung bewältigt der 710C mit überragenden 85Hz – Flimmern ausgeschlossen!
In meinem Test konnte ich bei 1024x786 sogar 100Hz einstellen. Rechnerisch ist das möglich, allerdings reichen 85Hz aus. Die Hardware wird es mir vermutlich danken...
Wer, bedingt durch schlechte Augen 800x600, oder noch kleiner, einstellen muss kann dies selbstverständlich auch tun.
Mit 0,26mm Lochabstand gehört Lochmaske ebenfalls zu den besseren in dieser Klasse.
Die Installation gestaltet sich kinderleicht.
Der mitgelieferte Schwenkfuß wird an der Unterseite des Bildschirmgehäuses eingerastet.
Somit lässt sich der Monitors problemlos drehen sowie sein Neigungswinkel ändern.
Der Monitor ist für 100 bis 240V Wechselstrom (50-60Hz) vorgesehen, kann also bedenkenlos in allen gängigen Stromnetzen eingesetzt werden.
Auch der Anschluss an der Grafikkarte des Computers macht keine Probleme. Da es im Normalfall nur einen sogenannten D-Sub-Stecker am PC gibt sind Verwechslungen ausgeschlossen.
Nach dem ersten Start erkennt Windows automatisch das es sich um neue Plug&Play -Hardware handelt.
Softwaregestützt lassen sich jetzt Auflösung, Farbtiefe und Wiederholfrequenz auswählen. Sind alle Einstellungen in der Systemsteuerung erledigt, geht es zum Feintuning.
Mit Hilfe einer sehr einfachen Menüführung lassen sich beispielsweise Bildposition, Bildgröße, Helligkeit, oder Kontrast seinen Ansprüchen anpassen.
Sollten an diesem Rechner verschiede Monitoreinstellungen benötigt werden, lassen sich bis zu 24 Einstellungsvariationen speichern. Somit entfällt lästiges neu einstellen.
Das Design, haut mich nun nicht unbedingt vom Hocker, das gewohnt helle Beige als Grundfarbe, unten mittig ein Schriftzug „DAEWOO“, oben rechts die TCO 95 Norm, wirkt eher schlicht.
Weiterhin lassen sich fünf Druckknöpfe ausmachen (Power, sowie vier für die erwähnten Menüeinstellungen).
Alles in allem wirkt der Monitor
wuchtig, groß. Dies macht sich auch in den Abmessungen bemerkbar. 424x447x440mm inklusive Schwenkfuß sind vergleichsweise viel. Auch vom Gewicht ist er anderen seiner Klasse überlegen. Stattliche 18,7kg bringt der DAEWOO 710C auf die Waage, das sind 2kg mehr als mein „Zweimonitor“.
Ein kleiner Kritikpunkt ist natürlich auch da. Sicherlich bedingt durch die gute Bildqualität und die hohen Frequenzen verbraucht der 710C relativ viel Leistung. 120W laut Hersteller sind 20% mehr als bei MIRO. Ein Teil dieser Leistung wird leider merklich in Wärme abgegeben.
Was auf keinen Fall vergessen werden darf ist das viersprachige, sehr ausführliche Handbuch.
Dieses ist selbstverständlich auch im Lieferumfang enthalten. Weiterhin dabei sind ein Netzkabel und der erwähnte Schwenkfuß.
Alles in allem ein wirklich empfehlenswerter Monitor.
Die oben erwähnten Auswahlkriterien bezüglich der Augen werden voll erfüllt. In der gewöhnlichen Einstellung 1024x786 lassen sich keinerlei Darstellungsfehler ausmachen. Der Monitor ist gleichmäßig hell und an den Ecken oder Rändern verlaufen alle Linien gerade (bei dem erwähnten 14“er wurden stellenweise „Schlangenlinien“ am Rand gesichtet).
Die im Kaufpreis enthaltenen 3Jahre Garantie sind großzügig! Ich glaube aber nicht das bis zum Ende dieser Zeit ein gravierendes Problem auftritt.
Der Daewoo 710C ist für mich eine klare Empfehlung.
In diesem Sinne, vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren!