DMTech DM-AV 10
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DMTech DM-AV 10

 MP4 Player
Platz 274 in der Kategorie "MP4 Player & Mediaplayer". Speicherkapazität: 128 MB (Megabyte)/ Mediaplayer mit 128 MB Speicher. SD Karten Slot zur Erweiterung des Speichers. ...mehr
Bewertung: Kundenbewertung 4,00 / 5,00 (4.0 von 5)

DMTech DM-AV 10 Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

froes

MPX ohne Tricks

ein Testbericht von 2005-08-17 13:34:50 vom 17.08.2005
Empfehlung: ja
Vorteile: - großes Farbdisplay - Video- und MP3-Aufnahme - tolles Design - geringe Größe und Gewicht - SD-Kartenslot - wechselbarer Akku ...
Nachteile/Kritik: - geringe interne Speichergröße (in der vorliegenden Version) - geringe Akku-Laufzeit - fehlende Klangregelung - Unterstützung vieler Dateitypen und Formate nur über Transcoder-Software - interner und externer Speicher kann nicht gleichzeitig angespro
1. Intention

Schon seit einiger Zeit war ich auf der Suche nach einem MP3-Player mit Flash Speicher. Festplatten-Player haben den Nachteil der größeren Stoßempfindlichkeit, besitzen aber eine höhere Kapzität.
Bei flashspeicherbasierten Playern ist die Kapazität viel geringer. Sie sind dafür nahezu erschütterungsunempfindlich. Speicherkarten mit einer Kapazität sind bereits in den Bereich des Bezahlbaren gerückt. So werden die Speicherkapazitäten von Flash-Playern auch immer größer.
Ein farbiges Display hätte mir schon sehr gefallen, wenn auf diesem auch ausreichend Informationen dargestellt werden, wie ID3-Tags Dauer, Bitrate etc..


2. Auswahl und Beschaffung

Die Firma iriver hatte schon seit längerem neue Modelle angekündigt, von denen mir eines, der iFP-999 besonders gefiel, deren Verkaufsstart aber immer wieder verschoben wurde.
Vor einiger Zeit entdeckte ich im Internet einen sehr interessanten MP4-Player, den Mustek MVR-A1. Der kann Videos und MP3 aufnehmen und Abspielen, Fotos darstellen und hat ein 2,5“-TFT-Farbdisplay. Die Funktionsvielfalt dieses Gerätes hat mich begeistert. Nach einem ersten Testbericht war ich dann etwas ernüchtert. Die Audioqualitäten, auf die ich den Schwerpunkt lege, sind angeblich nicht so berauschend.
Etwas später fand ich Beschreibungen eines MP4-Recorders (Video) mit schönem großen Display, ähnlich dem MVR-A1, und zwar den Diffé / DMTech / NTP DM-AV10. Er wird auch als GoVideo PVP4040 oder JNC SSF-M2 vertrieben.
Die Herstellerangaben über die Display-Auflösung waren mit 160x240 für die Display-Größe etwas niedrig, die Akkulaufzeit mit vier Stunden zu gering und der Preis für 128 Mbyte fest eingebauten Speicher noch viel zu hoch. Aber ich behielt dieses Gerät im Auge.
Der Player ist aber mit einer SD-Speicherkarte bis zu 1 Giga-Byte Größe aufrüstbar. An anderen Stellen wurde eine etwas höhere Display-Auflösung erwähnt und ich fand heraus, dass der Lithium-Ionen-Akku auswechselbar ist. So gefiel mir das Gerät immer besser.
Als nun Amazon den Preis auf 199 EUs senkte bestellte ich dort versandkostenfrei.


3. Auspacken

Ein paar Tage nach der Bestellung traf die Sendung ein. Von einer aluminiumbeschichteten, bunt bedruckten und geprägten Banderole umgeben fand sich ein schlichter grauer Karton. Dieser war viel schwerer als dem erwarteten Gerät zuzutrauen war. Nach dem Öffnen wurde schnell klar warum. In einem zweistöckigen Formteil aus weißer Plaste befanden sich
· Player
· Lithium-Ionen-Batterie
· Handbuch
· Software-CD
· Multispannungs-Netzteil mit separatem Netzkabel
· Kopfhörer
· USB2.0-Kabel
· AV-Kabel
· Audio-Kabel
· Trageband
· Ledertasche
Ich kannte zwar den Lieferumfang, war aber dann doch über die Menge erstaunt.

Das Gerät selbst sieht aus wie ein sehr kleiner portabler LCD-Bildschirm. Die geringe Größe von 96 x 79 x 18 mm lässt kaum vermuten, dass das Gerät die Funktionen eines digitalen Video-Recorders und MP3-Players und eines kleinen Monitors erfüllen kann. Fast die gesamte Fläche der Vorderseite nimmt eine 3,5“ LCD-Anzeige ein. Alle Schalter und Knöpfe befinden sich auf der linken und auf der Oberseite. Das Gerät ist silbern. Die meisten Teile scheinen aus aluminiumfarbener Plaste oder wirklich aus Leichtmetall zu sein. Die Knöpfe auf der Oberseite sind silbern, die auf der linken Seite matt hellgrau. Die röhrenförmige Verdickung an der Oberseite ist aus Aluminium. An deren linker Seite befindet sich die Kopfhörerbuchse und an der rechten die Öse zum Befestigen der Trageschlaufe.
Auf der Rückseite befinden sich Vertiefungen, in denen die an der Tragschlaufe befestigte Öse als Aufsteller in zwei verschiedenen Winkeln eingesteckt werden kann.


4. Erstes Ausprobieren

Also schnell den Akku eingebaut und das Netzteil aus der unteren Etage der Verpackung hervorgeholt, angeschlossen und den Player angeschalten! Das Startmenübild kannte ich schon von Fotos aus dem Internet und von meiner Analyse der Firmware, die in einer frühen Version noch alle Hintergrundbilder einzeln enthielt.
Auf dem Player befanden sich bereits mehre JPEG-Bilder und ein AVI-Video. Die Bilder wurden auf dem kleinen Display soweit möglich gut erkennbar angezeigt, das Video, welches allerdings keine schnellen Bildfolgen (Szenenwechsel) beinhaltete, wurde ohne sichtbare Artefakte angezeigt, der dabei zu hörende Ton, ein Klavierstück klang gut.
Spaßenshalber kopierte ich einige kurze AVI-Videos auf den Player, in der Hoffnung, er würde sie schon anzeigen. Fehlanzeige! Keines wurde abgespielt. Der Player versuchte es zwar, kriegte aber außer einem bunten Geflacker nichts hin. Wenigstens stürzte er nicht komplett ab.


5. Upgrade der Firmware

Die auf dem Player befindlich Firmware war nicht ganz taufrisch. Ich hatte im Internet bereits eine neuere Version gefunden, die kaum zwei Wochen alt war. Diese spielte ich auf. Das war ganz einfach und funktionierte problemlos.
Es muss einfach die Firmware-Datei in die Wurzel des unter Windows angezeigten Laufwerkes gespielt werden. Nach Trennen der USB-Verbindung kann über das Wartungsmenü der Punkt Firmware-Upgrade gewählt werden. Der Player zeigt daraufhin das Einspielen der Firmware an und startet anschließend neu.
Das Startmenü sah nun etwas anders aus. Es war eine neue Funktionalität, die Anzeige von Textdateien dazugekommen.
Die Beschriftungen in den Menüs waren etwas merkwürdig. Alle Übersetzungen sind zwar sprachlich nahezu korrekt, aber im Zusammenhang doch etwas merkwürdig, z.B. im Hauptmenü: GEHEN SIE ZUR EINGABE, GEHE ZUR VIDEOLIST, GEHE ZUR BILDLIST, GEHE ZUR MP3-LIST, GEHE ZUR TEXTSUCHE, SETUP-AUSGANG.
Deshalb probierte ich die englische Firmware aus. Dort sah es nicht viel besser aus, also installierte ich wieder die deutsche Version.


6. Verwendung als mobiler Datenspeicher

Das Gerät verfügt über einen USB 2.0 Anschluss und ein USB 2.0-Kabel vorbildlich mit Entstörungsfilter ausgestattet wird mitgeliefert.
Wird das Gerät mit diesem Kabel mit einen Computer verbunden und angeschaltet erkennt Windows das Gerät automatisch als USB-Massenspeicher. Das Gerät selbst zeigt eine USB-Verbindung an und warnt in einer blauen Message-Box vor dem Betätigen von Tasten. Der Zugriff auf Dateien wird durch eine rote Message-Box angezeigt.
Dateien können auf das Gerät geschafft werden, indem sie auf den USB-Massenspeicher kopiert werden. Die dabei verwendbare Ordner-Struktur ist frei.
Das hat dem Gerät erst einmal einige Pluspunkte verschafft, Zugriff ohne irgendwelche Spezialsoftware! Davon stand nichts in den Spezifikationen, die ich im Internet gefunden habe.


7. Abspielen von MP3-Dateien

Durch Erfahrung mit anderen Playern und deren mangelnden Fähigkeiten klug geworden probierte ich zunächst meinen Testsatz an MP3- und MP3Pro-Dateien mit den verschiedenen konstanten Bitraten (CBR) und Qualitäten bei variablen Bitraten (VBR).
Zu meiner Freude wurden alle Bitraten und Qualitäten prinzipiell abgespielt.
Bei variablen Bitraten hat der Player aber das gleiche Problem wie der Aldi-MP3-CD-Player (siehe meinen betreffenden Bericht). Er spielt ein in Byte konstant großes Stück am Ende einer Datei nicht ab. Bei guter Qualität fällt das nicht weiter auf. Bei geringer Qualität können schon 10 bis 20 Sekunden fehlen. Das Problem tritt bei MP3 und MP3Pro auf.

Probehalber spielte ich auch ein ganzes Album mit 224 kbps gecoded auf den Player. Die Klangqualität war gut. Für eine wirkliche Beurteilung fehlte allerdings der direkte Vergleich.
Dafür war das Album recht anspruchsvoll: Bombastrock vom Feinsten, Rhapsody mit „Symphony Of Enchanted Land II – The Dark Secret“.

Nun kommt aber ein wesentlicher Mangel für alle, die den Player vorwiegend als MP3-Player benutzen wollen. Trotz intensiver Suche konnte ich keinerlei Klangregelung finden. Dabei hätte man auf dem vergleichsweise großen Display so schön viel Platz für Equalizer und Spectrum-Analyzer. Sehr schade.
Wenigsten gibt es einen Laut- und Leise-Knopf. Der Status wird sehr hübsch als Drehregler dargestellt.

Mein Versuch, während des Abspielens einer MP3-Datei einen Text anzuzeigen, endete in einer Endlosschleife. In diesem Modus ist die Taste für das Hauptmenü mit der Steuerung des A-B-Repeat belegt. Auch schade. Dafür ist es möglich während des Lesens eines Textes die MP3-Wiedergabe zu starten. Es geht doch.


8. Aufnehmen von MP3-Dateien

Der DM-AV10 kann über den AV-Eingang auch MP3-Dateien aufnehmen.
Die möglichen Bitraten dafür sind 64, 96 und 128 kbps und die Abtastraten 24, 32 und 44.1 kHz. Die Aufnahme ist in Stereo oder Mono möglich. So lässt sich das Gerät als Audio-Recorder und mit einem Mikro auch als Voice-Recorder benutzen.


9. Aufnehmen von Videos

Mit dem DM-AV10 verfügt man auch über einen portablen Video-Recorder. Mit dem beiliegenden AV-Verbindungskabel kann der DM-AV10 an eine passende Signalquelle angeschlossen werden. Das Kabel hat am einen Ende einen Vierfach-Mini-Klinkenstecker und am anderen Ende drei Chinch-Stecker. Nun hat man nur noch das Problem, ein Gerät zu finden, das die drei Chinch-Buchsen als Ausgang verwendet. Weder bei meinem Fernseher noch bei meinem Videorecorder war das der Fall. Letztendlich kam ich auf meine alte Video8-Kamera. Während er sich bei allen anderen Geräten über ein fehlendes Eingangssignal beschwert hatte stellte er hier das von der Kamera aufgenommene Bild dar.
Probehalber nahm ich mit jeder der vier Aufnahmequalitäten
· S-FINE (850 kByte/s)
· FINE (600 kByte/s)
· NORMAL (400 kByte/s)
· ECONOMIC (200 kByte/s)
ein kurzes Stück auf. Dabei ist das Umstellen der Qualität recht umständlich, aber das macht man ja nicht ständig, sondern eher nur einmal, bis man die für einen selbst passende Einstellung gefunden hat.
Für die Aufnahme gibt es mit der Firmware 2.1 eine Timer-Unterstützung. Es kann in 30-Minuten-Schritten eine Ausschaltzeit vorgegeben werden.


10. Abspielen von Videos

Das Gerät kann entweder als Absielgerät für darauf gespeicherte Videos oder einfach nur als Monitor für eine Videoquelle mit Chinch-Ausgang verwendet werden. Je nach Aufnahmequalität sehen die Videos auch recht verschieden aus. Bei ECOMOMIC sind doch einige Artefakte zu sehen, während bei S-FINE die Qualität recht gut ist. Bei etwas größerem Abstand zum Gerät könnte man damit durchaus Filme anschauen.
Nun versuchte ich ein gespeichertes Video auf dem Fernseher anzuschauen. Es funktionierte nicht. Ich prüfte den Signaleingang mit meiner Videokamera, wo es ging. Daraufhin untersuchte ich die Bedienungsanleitung und das Gerät. In der Bedienungsanleitung steht kein Wort von einem Video-Ausgang und die Buchse auf dem Gerät ist mit AV IN beschriftet. Schade.
Sehr gut gefiel mir der Browser zur Auswahl des abzuspielenden Videos. Prinzipiell genauso aufgebaut wie der Foto-Browser stellt er von einer markierten Video-Datei das erste Bild dar.
Bei der Wiedergabe eines Videos hätte ich mir eine zuschaltbare Fortschrittsanzeige gewünscht.
Als wesentlicher Nachteil beim Abspielen längerer Video erweist sich, dass sich der Player die aktuelle Position im Video nicht merken kann. Es muss daher bei Unterbrechung der Wiedergabe mit schnellem Vorlauf an die betreffende Stelle gelangt werden. Auch hier besteht noch Bedarf für neue Firmwareversionen.


11. Betrachten von Bildern

Ich habe willkürlich einige mit meiner Video-Kamera in der Foto-Funktion aufgenommene Bilder im JPG-Format aufgespielt. Im Bild-Browser-Modus wird von dem jeweils markierten Bild eine Kleindarstellung angezeigt. Sehr hübsch. Bei Drücken auf den Jog-Button wird das Bild Displayfüllend angezeigt.
In einer Auflösung von 320x240 kann man zwar keine Wunder erwarten, aber es sah schon ganz ordentlich aus, solange man das Bild aus einem geringeren Winkel betrachtete. Bei größeren Betrachtungswinkeln erhält man Falschfarben.
Der DM-AV10 besitzt auch eine Dia-Show-Funktion. Dabei werden alle Bilder, die in einem Ordner gefunden werden nacheinander angezeigt. Die Betrachtungszeit für ein Bild ist einstellbar. Diverse Überblendeffekte wären wünschenswert.
Funktionen wie Rein- und Raus-Zoomen, Drehen oder Spiegeln fehlen leider.
Insgesamt trotz des vergleichsweise riesigen Displays nur mäßige Qualitäten als Bildbetrachter! Das sind aber alles Funktionen, die durch eine neue Firmware ergänzt werden können.


12. Anzeigen von Textdateien

Die Anzeige von Textdateien ist sehr rudimentär. Zu lange Zeilen werden automatisch umgebrochen. Nach Vorn und Hinten kann mit dem Jog-Button gescrollt werden.
Dabei wird komplett eine neue Seite dargestellt.
Die Darstellung baut sich dabei recht langsam auf. Das wirkliche Lesen großer Textdateien dürfte so etwas mühseelig werden, aber wenigstens ist es möglich.
Während des Anzeigens kann durch Drücken auf den Jog-Button ein Menü aufgerufen werden, in dem folgende Funktionen möglich sind
· Springen zu einer definierten Stelle in Prozent der Dateilänge
· Ändern der betrachteten Datei
· Auswahl einer MP3-Datei, die während der Anzeige abgespielt werden soll.


13. Das Display

Das Display ist eigentlich das, was mich an dem Gerät zuerst begeistert hat, da das Gerät fast nur Display ist. Bei der geringen Größe nimmt es nahezu die gesamte Frontseite ein, dass Bedienelemente auf die Schmalseiten verbannt werden mussten. Laut Hersteller verfügt das brillante farbige TFT-Display über eine Auflösung von 160x234 Pixel.
Es scheint sich aber um eine QVA-Auflösing von 320x240 Pixeln zu handeln, die bei manchen Vertreibern ebenfalls erwähnt wird. Die Betrachtungswinkel sind vergleichbar mit üblichen TFT-Displays. Allerdings erreicht man bei der geringen Größe schnell einen zu großen Winkel, dass die Darstellung falschfarbig wird.
Der Kontrast und die Helligkeit sind in einem großen Bereich einstellbar.


14. Die Stromversorgung

Das Gerät wird über einen herausnehmbaren Lithium-Ionen-Akku mit Spannung versorgt.
Diese Akku ist ein Spezialakku mit einer Typbezeichnung des Herstellers des Players. Er reicht bei Volladung für zwei Stunden-Video-Wiedergabe und für vier Stunden Audio-Wiedergabe ohne angeschaltetes Display aus. Der oben erwähnte Mustek MVR-A1 läuft aber noch kürzer.
Im Vergleich mit reinen Flash-MP3-Playern ist diese Zeit sehr kurz. Man könnte sich mit weiteren Austausch-Akkus versorgen, um längere Zeiten zu überbrücken. Leider ist es mir bisher nicht gelungen, einen solchen Akku ohne Player ausfindig zu machen. Meine dahingehende Anfrage an den Support blieb unbeantwortet.

Der Akku kann sowohl über das mitgelieferte Schaltnetzteil als auch über den USB-Anschluss geladen werden. Der Betrieb mit dem Netzteil ist ebenfalls möglich.
Da während des USB-Betriebs das Gerät nicht bedient werden kann, ist die Stromversorgung über USB keine Alternative für den aktiven Betrieb des Players.

Es soll auch einen Zigarettenzünder-Adapter geben, mehr dazu im Kapitel Zubehör.
Die Benutzung eines anderen Adapters wird dadurch erschwert, dass sich weder auf dem Gerät noch auf dem Spannungsversorgungsteil eine Information befindet, wie der Eingang gepolt ist.


15. Die Kopfhörer

Die mitgelieferten Kopfhörer klingen recht gut, sind aber etwas hart und drücken bei mir etwas. Deshalb benutze ich alternative Kopfhörer.
Einen eingebauten Lautsprecher gibt es nicht. Aber für wenig Geld findet man passende passive oder aktive Lautsprecher, die über den Kopfhörerausgang betrieben werden können

16. Menüsteuerung

Auf dem Startbildschirm befinden sich folgende Menüpunkte, deren Bezeichnung ich aus dem, was die Koreaner für Deutsch halten, in eine einheitliche Bezeichnung übertragen habe
· Aufnahme
· Video-Liste
· Bilder-Liste
· MP3-Liste
· Text-Liste
· Einstellungen
Hinter den Hauptmenüpunkten verbirgt sich eine funktionsspezifische Darstellung für den betreffenden Zweck.


17. Software

Auf der im Lieferumfang enthaltenen CD befinden sich
· die Transcoder-Software
· ein Satz Handbücher in verschiedenen Sprachen im PDF-Format
· DirectX90.

Mit der Transcoder-Software lassen sich Bild- und Ton-Dateien, die vom DM-AV10 nicht in ihrem ursprünglichen Format dargestellt werden können, in die unterstützten Formate konvertieren. Der Transcoder ist etwas schwierig in der Installation, weil die benötigten Video- und Audio-Codecs nicht mitgeliefert werden, sondern aus dem Internet heruntergeladen werden müssen.
Mit leicht fehlerhaften Dateien, wie man sie manchmal von KaZaA & Co. erhält, hat der Transcoder seine Probleme. Er bricht an Fehlerstellen einfach ab.
Es gibt aber Alternativen für das Konvertieren von Dateien, z.B. Pocket-DivX-Encoder.



18. Handbuch

Das Handbuch wird in gedruckter Form in zwei Sprachen, Deutsch und Englisch, mitgeliefert. Es ist knapp DIN A5 groß, hat 22 Seiten pro Sprache und ist zweifarbig gedruckt. Alle derzeitig über die Firmware realisierten Funktionen werden kurz und bebildert beschrieben. Ein langer Abschnitt ist der Installation und Bedienung der Transcoder-Software gewidmet.
Insgesamt finde ich das Handbuch etwas zu oberflächlich, da es einige Fragen offen lässt.
Bei einem Gerät mit diesem Funktionsumfang hätte ich ein bisschen mehr erwartet.


19. Support

Den Support für dieses Gerät würde ich mit kläglich bezeichnen. Es finden sich zwar mindestens drei asiatische WEB-Sites, die vorgeben der Hersteller zu sein, auf denen man bei längerer Suche auch Email-Adressen findet. Aber auf Emails oder Eintragungen in die Online-Formulare erzielt man nahezu keine Reaktion.
Ich erhielt lediglich eine Email ohne jeglichen Text mit der neuen deutschen Firmware-Version, die ich bereits installiert hatte.
Bei wirklichen Problemen ist da wohl keine Hilfe zu erwarten.
Auf dem neusten Stand in puncto Firmware mit Forum (nur koreanisch) ist www.diffe.com.
Die Seiten www.dmtechnology.co.kr und www.dhtech-jp.com scheinen auch vom Hersteller betrieben zu werden.
Das einzige Forum zum Thema, ohne einer asiatischen Sprache mächtig sein zu müssen, findet sich unter http://groups.yahoo.com/group/GoVideoPVP4040/ .


20. Zubehör

Als optionales Zubehör werden auf der Herstellerseite folgende Teile angegeben:
· TV-Tuner DM-TV10
· Kamera mit Mikrofon DM-CA30
· Auto-Spannungs-Adapter
· Akku DM-FV10BP
Die Kamera wird bereits hergestellt. Ich habe aber noch keinen Anbieter weder dafür noch für irgend welches Zubehör gefunden.
Als Akku schien der Fujifilm NP-60 zu passen, aber alle dazu kompatiblen Akkus, die ich in den Händen hatte, waren ca. 1 mm zu dick. Ich suche immer noch nach einem passenden NP-60-Klon. Das Original von Fuji ist zu teuer.
Als Auto-Spannungs-Adapter funktioniert auch der von meinem Aldi-MP3-CD-Player, wenn nicht gleichzeitig abgespielt und geladen wird, weil dieser nur 4,5 Volt Ausgangsspannung anstelle von 5 Volt hat.



21. Weitere Modelle

Den DM-AV10 gibt es auch mit 256 und 512 MByte eingebautem Speicher. Die Weiterentwickung mit etwas anderem Gehäuse und eingebautem FM-Tuner heißt DM-AV20 und wird auch unter JNC SSF-M20 und Elson EMP-100 vertrieben.


22. Technische Daten

von der Herstellerseite:
· Supported Codec Format MPEG4-SP, DivX Ver 3.11, 4.0, 5.03 SP, MPEG1 Layer3 (MP3)
· Supported File Formats Video AVI (Video : ISO MPEG4, Audio : MP3) , ASF
· with Transcoder s/w : WMV, ASF, AVI, MPEG, MPG, VOB
· use Transcoder if direct playback does not work
· Audio MP3 ID3 Tag(ver 1.1), with Transcoder s/w : WMA
· Image JPG
· Encoding (Recording) Video/Audio MPEG-4/MP3 (16Khz, 64Kbps) in Real Time
· Audio only MP3 (24/32/44.1 Khz, 64/96/128 Kbps) in Real Time
· Image JPEG (Input Image Capture)
· Recording Time (Video, Source Dependent) Economy 90min
· Normal 50min
· Fine 30min
· Display 3.5'' Color TFT LCD, Resolution : 160x240
· NTSC/PAL (Input : auto-detection, output : NTSC/PAL select)
· PC Interface USB 2.0 Interface
· Memory Type Internal 128MB Flash Memory
· Extended SD Card Slot (8MB ~ 1GB)
· Terminal Input A/V In, DC In, USB
· Output Earphone
· ButtonsSlide Switches Etc Record, Repeat, Menu, Stop(Power On/Off), Volume Up, Volume Down
· Jog Switch(Select, Next, Back)
· Monitor Function for A/V Input
· LCD on/off, Hold, NTSC/PAL
· Battery charging by Adapter & USB (100 min by Adapter, 165 min by USB)
· Built-in Battery Charging Circuit
· 30/60 degree Tilt Stand
· Playback Hours (Battery) 2 hours for Video playback
· 4 hours for MP3 playback (LCD Off Mode)
· Power Source DC 5V 2.0A (DC Adaptor)
· Power Consumption DC 3.7V, 1100mA Li-ion Battery
· 2W for video playback with battery
· 6.5W for charging in playback
· PC System Recommendation OS MS Windows Me/2000/XP
· CPU 1Ghz or faster recommended
· Memory 6 MB or more
· Etc Installed Sound Card, CD-ROM , USB port required



23. Zusammenfassung und Allgemeines

Mit dem DM-AV10 erhält man einen kleinen handlichen Multimedia-Player mit recht großem brillantem Display.
In allen Funktionen gibt es noch viel Potential für die Weiterentwicklung der Firmware. Man kann aber auch so schon sehr gut damit auskommen.
Bei der Suche nach einzelnen Dateien oder Ordnern in den verschiedenen Modi erweist sich das große Display als sehr hilfreich.
Soll das Gerät als reiner MP3-Player benutzt werden, reichen die Funktionen dafür nicht aus.
Man muss halt einen Kompromiss eingehen. Dafür hat man ein Gerät mit Video-Recorder-Funktionalität.
Der eingebaute Speicher und der externe Speicher können nicht gleichzeitig verwendet werden. Es kann aber über die Settings umgeschaltet werden.
Der Support ist dürftig oder praktisch nicht vorhanden. Zubehör ist nicht erhältlich.
Insgesamt erhält man ein tolles Gerät mit vielen Funktionen. In der Hoffung, dass sich der Support mit der weiteren Verbreitung verbessert, spreche ich meine Empfehlung aus.

© 2004 by froes

Ich danke allen, die es bis hierher geschafft haben und bitte hiermit um eine wohlwollende Bewertung.
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Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Zuverlässigkeit:Zuverlässigkeit von DMTech DM-AV 10  MP4 Player: 4,0 gut
Verarbeitung:Verarbeitung von DMTech DM-AV 10  MP4 Player: 5,0 ausgezeichnet
Ausstattung:Ausstattung von DMTech DM-AV 10  MP4 Player: 5,0 ausgezeichnet
Klang:Klang von DMTech DM-AV 10  MP4 Player: 5,0 ausgezeichnet
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Kommentare
Fernsteuerung
Fernsteuerung, 07.01.2005
Ein sehr ausfuumlhrlich geschriebener Bericht, sehr informativ. Liebe Gruumlsse, Fernsteuerung.
rayman123
rayman123, 29.12.2004
es hat am Anfang schon bei Pro und Kontra angefangen und es wurde immer besser. Also leider kann man hier nicht sowas wie Korne vorschlagen...egal geiler Bericht!!!!!!!
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Produktbeschreibung DMTech DM-AV 10

Technische Daten und Produkteigenschaften
Mediaplayer mit 128 MB Speicher. SD Karten Slot zur Erweiterung des Speichers.
Allgemeine Informationen DMTech DM-AV 10
gelistet seit: 18.10.2004
Hersteller: DMTech
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Bewertung durch unsere Mitglieder
Produktbewertung: Kundenbewertung 4,00 / 5,00
Ausstattung
Speicherkapazität: 128 MB (Megabyte)
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