DVD2SVCD Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Das Profi-DVD-SVCD Kopiertool
ein Testbericht von bidone2003-07-01 08:18:58vom 01.07.2003Empfehlung: ja
Vorteile: gute Qualität, kostenlos, unzählige Einstellmöglichkeiten...Nachteile/Kritik: Einarbeitung kompiliziert
Wer gern mal eine DVD in SVCD oder VCD umwandeln möchte steht vor der Frage: Kaufe ich mir, für viel Geld, ein kommerzielles Produkt wie Davideo oder Moviejack? Oder gibt es da eine preiswertere Lösung? Ja die gibt es und zwar eine kostenlose!
Nachdem ich in einem vorangegangenen Bericht über DVDx geschrieben habe, das besonders für Einsteiger geeignet ist aber auch einige Nachteile besitzt, kommt hier nun der Bericht zum absolut besten Freewaretool in Sachen DVD-Umwandlung.
Wo bekomme ich es her?
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Die Freeware kann man sich direkt von der DVD2SVCD-Hompage herunterladen.
Hier die URL: http://www.dvd2svCD.org/
Das Programm liegt als Zip-File mit einer Größe von ca. 6,3 MB vor, so daß man es selbst mit einer langsamen Modemverbindung noch aus dem Netz laden kann.
Voraussetzungen:
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Man sollte ich nichts vor machen, mit einem drei oder vier Jahre alten Rechner kann man beim Umwandeln einer DVD keinen Blumentopf mehr gewinnen.
Um die Rechenzeit auf ein erträgliches Maß zu senken sollte der Prozessor schon 1GHz Taktfrequenz besitzen. Freien Festplattenspeicher benötigt man ca. 10 GB, falls man die DVD von der Festplatte umwandelt.
Aber auch dann ist der Rechner noch für mehrere Stunden voll ausgelastet – gute Prozessorkühlung ist dabei sehr wichtig, da die CPU die ganze Zeit mit 100% Last läuft!
Die Installation:
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Zur Installation benötigt man eine installierte Version von Winzip (oder vergleichbares), da die Datei nicht selbstentpackend ist. Nun braucht man nur nach den Ordner anzugeben und das Programmpacket installiert sich problemlos. Hiermit dürfte niemand Probleme haben.
Auf der Festplatte findet sich nun ein ganzes Programmpaket, das D2S für den User verwaltet und die einzelnen Schritte selbstständig durchführt.
Die Anwendung:
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Ich möchte hier keine Anleitung zu D2S schreiben, da das Programm unzählige Einstellungsmöglichkeiten bietet und die Bedienung daher nicht so einfach ist. Deshalb werde ich die Möglichkeiten des Programmes nur umreißen.
>Das Rippen.
Wenn man eine DVD in eine SVCD umwandeln möchte, so sollte man es von der Festplatte aus tun, da das ständige anlaufen des DVD- Laufwerkes zu Beschädigungen führen kann.
Besitzt man keinen DVD-Ripper wie z.B. DVD-Decrypter oder den Smartripper, so kann auch D2S den Rip bsorgen. Dazu wählt man einfach im Reiter DVD-RIP die Auswahl „activate DVD-Rip“ an. Nun speichert das Programm die DVD auf die Fesplatte und arbeitet von diesen Dateien aus weiter.
>SVCD oder VCD das ist hier die Frage
Man sollte schon um gute Qualität zu erhalten die SVCD-Option nutzen. VCD ist allenfalls für sehr langsame Rechner eine Alternative, da die Umwandlung schneller geht, allerdings bei starken Qualitätseinbußen. Die Auswahl trifft man im Reiter „MISC“ unter Output-File Type. Mpeg-1 bedeutet VCD und Mpeg-2 SVCD.
>Audio
Im Ordner Audio kann man die Qualität des Tones bestimmen, bei der Erstinstallation sollte man überprüfen ob die Funktion „dont´t convert audio“ auch deaktiviert ist. Ansonsten hat man eine SVCD ohne Ton erzeugt!
In diesem Ordner wählt man auch die gewünschte Sprache der SVCD aus.
>Encoder
Standartmäßig benutzt D2S den TMPEG-Encoder. Das ist ein ganz guter kostenloser Codec.
Wir wählen im Encoder-Menü die Funktion CBR aus. Das steht für konstante Bitrate. Dabei wird das Video mit einer konstanten Bitrate abgetastet. Das bietet ganz gute Ergebnisse. Die Funktion multipass-VBR steht für variable Bitrate. Dabei wird die
Abtastfrequenz dem Video angepasst. Damit sind bessere Ergebnisse möglich, aber man braucht dafür auch mehrere Durchgänge – was die Rechenzeit vervielfacht.
Bei der Funktion single-Pass-VBR gilt das vorher gesagte, allerdings wird nur ein Durchlauf durchgeführt. Die Größe der mpg-Datei läßt sich dabei nicht vorherbestimmen, so daß es passieren kann,das die zweite SVCD nur ein paar Minuten Film aufweist.
>Conversion
Nun geht es aber los! In diesem Menü wählen wir die IFO-Datei des gerippten Filmes aus. Entweder von der DVD oder der Festplatte. Mit Start Conversion geht es los. Nun braucht man nur noch Geduld – viel Geduld!
Bedienungsanleitung:
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D2S richtet sich eindeutig an amitionierte Anwender und Profis, deshalb ist der Einstieg nicht so einfach. Hier zwei Seiten auf denen man Anleitungen zum Programm findet und wo man auch ein paar Fragen loswerden kann, die die Mitglieder des Bordes schnell und kompetet beantworten.
Hinter dieser Adresse versteckt sich die doom9-Seite. Sie ist größtenteils deutschsprachig. Teilweise aber auch englisch.
Möglichkeiten:
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D2S bietet sehr viele Möglichkeiten, mit denen kein kommerzielles Produkt wie Davideo mitkommt. Man kann die Tonqualität beeinflussen, die Bildqualität läßt sich mit Hilfe der Bitrate ebenfalls anpassen.
Je nach Geschmack kann man, abhängig von der Filmlänge und den verwendeten CDs (640 oder 700MB) die Bitrate anpassen lassen.
Damit kommt es nicht vor, das man zwei CDs voll und dann noch fünf Minuten Film auf einer dritten CD hat.
Eine weitere Tuningmöglichkeit ist es einen anderen Codec zur Umwandlung einzubinden. D2S kann auch den Cinema Craft Encoder und den Canopus Procoder ansprechen. Der Cinema Craft Encoder ist der schnellste Codec am Markt. Von ihm gibt es eine 30 Tage Trial-Version, die man von der Herstellerseite herunterladen kann. Die Vollversion schlägt dann mit unvorstellbaren 1995$ zu Buche!
Urheberrecht:
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Eine heikle Sache, bis jetzt darf man zum privaten Gebrauch Kopien von DVDs erstellen. Auch von Leih-DVDs aus der Videothek. Allerdings gilt ab 1.7.03 ein neues Urheberrecht in Deutschland. Danach darf man einen Kopierschutz nicht mehr umgehen. Da die meisten der DVDs mit dem Kopierschutz CSS geschützt sind und sie beim rippen entschlüsselt werden, ist dieser Vorgang dann verboten.
Ein mitschneiden eines laufenden Video- oder Audiostreams ist allerding weiterhin erlaubt.
So werde sicher bald wieder neue Programme herauskommen, die wieder legale Kopien erlauben.
Mein Bericht soll auf keiner Weise die Herstellung illegaler Kopien befürworten und ich distanziere mich ausdrücklich davon.
Erfahrungen:
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Die Einarbeitung in DVD2SVCD ist am Anfang etwas schwierig. Es gibt unzählige Einstellmöglichkeiten. Aber es lohnt sich! Die Qualität der erzeugten SVCDs ist sehr gut. Man muß sie nur noch mit einem entsprechenden Brennprogramm (z.B.VCDeasy oder Nero) auf CD brennen.
Das Programm läuft sehr sicher und ist mir noch nie abgestürzt. Allerdings würde ich am Anfang keine Veränderungen an Einstellungen vornehmen, die ich noch nicht kenne. Sonst kann dann die Wartezeit umsonst gewesen sein.
Praktisch finde ich, das einem die Möglichkeit gegeben wird, den Film zu beschneiden, so spart man sich das umwandeln des Abspannes, der auf mancher DVD schon mal eine viertelstunde lang ist. Das spart viel Rechenzeit.
Am Anfang ist es noch etwas gewöhnungsbedürftig, das D2S in Schritten arbeitet. Erst wird der Ton extrahiert und dann umgewandelt nun erst wird das Video berechnet. Anschließend werden Ton und Bild wieder verbunden (gemuxt). Zuletzt wird das ganze in die einzelnen CD- Häppchen geteilt. Aber alles funktioniert sehr gut und die Ton- Videosynchronisation funktioniert auch tadellos.
Als Hilfe kann ich nur das Gleitz-DVD-Forum hervorheben. Hier bekommt man schnell und kompetente Hilfe von Leuten, die sich wirklich auskennen. Die Anleitungen von Gleitz sind absolut spitze und man kann sich so Schritt für Schritt vorantasten.
Für ein kostenloses Freewareprogramm bietet D2S ungeahnte Möglichkeiten, gegenüber die die kommerziellen Programme alt aus sehen.
Daher mein Fazit: ***** - 5 Ciao-Sterne für DVD2SVCD!