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Daihatsu YRV
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Daihatsu YRV
Daihatsu YRV

Daihatsu YRV

 Auto
Platz 597 in der Kategorie "Autos".
Bewertung: Kundenbewertung 3,50 / 5,00 (3,5 von 5)

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Daihatsu YRV Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

LeBaron

Gute Basis

ein Testbericht von 2002-05-23 22:10:45 vom 23.05.2002
Empfehlung: nein
Einleitung:

Als bekennender Autofan liegt es in meiner Natur immer wieder neue Autos kennen zu lernen auch wenn ich diese vielleicht nie besitzen werde. Zu einem dieser Autos gehört der Daihatsu YRV. Dies ist auf dem deutschen Automarkt ein Außenseiter aber als Daihatsu Fan ist er mir einen Bericht wert.

Das Auto:

Nachdem ich schon einen alten Daihatsu Cuore als Winterauto hatte und auch das aktuelle Modell näher kennen lernen durfte lag es nahe ein weiteres Automobil des Japanischen Herstellers kennen zu lernen.
Mein Händler gab mir dazu eine YRV übers Wochenende mit damit ich mir ein Bild von diesem Auto machen konnte.
Der YRV ist ein sogenannter Microvan. Also ein kurzes aber hochbauendes Automobil. Im konkreten Fall bedeutet dies 3,765m lang, 1,62m breit und immerhin 1,55m hoch. Meistens sind dies Autos im Kastenlook gehalten und sehen nach nichts aus, nicht so der YRV. Schon alleine seine aggressive Front mit den spitz zugeschnittenen Scheinwerfern, der bulligen Stosstangen und der markanten Kante mitten auf der Motorhaube macht deutlich das der YRV kein Kasten sein will sondern eher ein sportliches, schickes Auto.
Die Seitenlinie setzt dann wiederum Akzente. Sie ist als Keilform ausgelegt aber als doppelte. Die Seitenlinie steigt von den Scheinwerfern bis zur B- Säule (Pfosten zwischen vorderer und hinterer Tür) an. Das Fenster der hinteren Türe ist dann tiefer angesetzt und eine weitere Kante steigt steil bis ans Heck an.
Die Heckansicht wird dann von dreieckigen Leuchten geprägt und gibt sich ebenfalls eigenständig.
Daihatsu hat es wirklich geschafft diesem Auto eine spezielle Note zu verpassen aber scheinbar reicht das nicht aus um das mangelnde Image und die wenigen Händler zu überbrücken.

Der Innenraum:

Selbst hier hat sich Daihatsu erstaunlich viel Mühe gegeben. Nachdem man die Türe mittels solidem Bügeltürgriff geöffnet hat kann man den Blick auf attr5aktive Sitze werfen. Diese bestehen aus schwarzem und hellgrauem Stoff und sind tatsächlich so bequem wie sie aussehen. Nur die Sitzfläche ist etwas zu kurz geraten, dafür gibt es genügend Seitenhalt und eine angenehm gepolsterte Lehne.
Das Armaturenbrett ist sportlich und großzügig geformt. Es besteht aus speziellem Plastik und Daihatsu spricht von Golfballoptik. Auf jedenfalls stellt dieses Material mal etwas anderes dar und wirkt nicht langweilig, ob es auf Dauer Pflegeleicht bleibt muss sich erst noch zeigen.
Die Instrumenteneinheit mitsamt runden Luftdüsen ist eingebettet in ein silberne Blende und wirkt dadurch ungemein Attraktiv. Die Instrumente selber sind gut ablesbar und bestehen aus Drehzahlmesser, Tacho, Tankuhr, Kühlwassertemperatur und etwas separat abgeordneter Uhr.
Links vom Lenkrad befinden sich am Armaturenbrett Schalter für Heckwischer, Heckscheibenheizung und Nebelscheinwerfer. Diese Schalter sind leider alle gleich geformt und daher etwas umständlich zu bedienen. Dafür ist die Heizbetätigung in der Mittelkonsole einfach zu bedienen nur etwas zu tief angeordnet.
Die Seitenverkleidungen sind ebenfalls sehr modern gestylt und die Schalter für die Fensterheber sind dort gut aufgehoben.
Das Platzangebot vorne ist üppig und auch hinten kann man zufrieden sein. Man muss sich nur immer im klaren sein das es immer noch ein Kleinwagen ist. Sehr gutes Detail ist das man die Rückbank nicht nur geteilt umklappen kann sondern auch, wie im Renault Twingo, verschieben kann. So hat man die Wahl zwischen üppigem Beinraum und 166 Literchen Kofferraum oder wenig Beinraum und ausreichenden 238 Liter Kofferraum. Wenn die Sitze allerdings umgeklappt sind wird der YRV zum wahren Lademeister und die Zuladung von sattem 510 Kilogramm kann durchaus genutzt werden.

Das Fahren:

Soweit die Karosse doch wichtig ist auch wie sich so ein Auto fährt. Mein Testwagen hatte den 1,3 Liter 4 Zylinder Motor mit immerhin 87 PS. Damit fühlt sich dieser Wagen sehr flott motorisiert an. Der Anzug ist sehr gut und auch der Durchzug kann sich sehen lassen. Die Versprochenen Werte von 11,2 S auf 100km/h und 175km/h Endgeschwindigkeit klingen auf jeden Fall glaubwürdig. Der Motor selber entpuppt sich ebenfalls als angenehm. Er klingt zwar manchmal etwas rau aber im großen und ganzen kann man zufrieden sein. Er dreht auch willig hoch und nimmt auch mal untertourige Fahrweise nicht übel.
Das Fahrwerk selber ist vielleicht etwas zu sportlich ausgefallen. Der YRV federt relativ hart, dadurch kann man hohe Kurvengeschwindigkeiten erreichen ohne Angst zu bekommen aber auf kurze Stöße wirkt das Fahrwerk doch etwas zu bockig. Etwas mehr Feinabstimmung würde hier sicher nicht schaden. Die Bremsen hinterlassen einen guten Eindruck und verzögern das Auto recht gut und auch die Lenkung vermittelt genug Fahrbahnkontakt. Das Getriebe ist gut abgestuft und lässt sich auch exakt schalten.
Auf schlechten Strassen zeigt sich das der Daihatsu nicht nur optisch gut verarbeitet ist, er glänzt mit Abwesenheit von Klappergeräuschen und macht einen soliden Eindruck.
An der Tankstelle hat der Pächter keine Freude, im Schnitt reichen so etwa 6,5 Liter Normalbenzin und das ist wirklich nicht zuviel.

Sicherheit:

Hier gibt es Lob und starke Kritik.
Mein gefahrenes Topmodell hat wirklich viel an Sicherheitsausstattung zu bieten. Es gibt jede Menge Airbags, ABS und bei einem Unfall werde die Türen entriegelt, das Innenlicht aktiviert und die Warnblinkanlage eingeschaltet. ESP gibt es allerdings nicht.
Wer jedoch das Einstiegsmodell oder aber auch den besseren Plus bestellt muss auf vordere Seitenairbags und vordere Kopfairbags ganz verzichten, dies gibt es nicht mal gegen Aufpreis. Beim Einstiegsmodell gibt es nicht mal die Entriegelung de Türen und ABS kostet immer noch Aufpreis.
Dies ist sehr schade und hier hat Daihatsu den Anschluss verpasst, ein Renault Twingo ist ihm hier eindeutig voraus.

Preis:

Den YRY 1,3 Top gibt es für 14315 €. Damit ist er alles andere als ein Schnäppchen. Er bietet zwar Servolenkung, Zentralverriegelung, elektrische Fenster vorne und hinten aber wer eine Klimaanlage möchte muss noch mal 910 € investieren, metallic Lack kostet noch mal 300 € und ein Radio kostet nochmals Aufpreis. Da trösten auch die Aluräder nicht welche es ohne Mehrpreis gibt.
Natürlich gibt es den YRV auch noch günstiger, das Einstiegsmodell Pur kostet aber auch schon 12265 € und ist dank mangelnder Sicherheitsausstattung nicht empfehlenswert.
Schade ist auch das es nur 6 Farben gibt welche ebenfalls nur Durchschnitt sind.
Wenigstens gibt es 3 Jahre Garantie und die steuerbefreite D4 Abgasnorm für den Motor.

Fazit:

Der Daihatsu YRV könnte ein tolles Auto sein. Es fehlt jedoch nicht nur am Image. Die Preise sind für diesen Hersteller etwas gewagt und die Sicherheitsausstattung lässt in den günstigeren Modellen viele Wünsche offen. Das wirft den YRV gegenüber der Konkurrenz deutlich zurück zumal jetzt auch noch Honda den attraktiven Jazz in diese Klasse geworfen hat.
Daihatsu sollte den YRV mal einer Überarbeitung unterziehen. Die Basis würde stimmen. Im Vergleich zum Cuore welcher mit dem Charme eines Minimalauto lockt muss sich der YRV der Konkurrenz stellen und diese schläft nicht.
Wirklich schade das Daihatsu aus diesem schicken Auto nicht mehr macht.

Autor:
Somerset/LeSabre/LeBaron
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 3,00 / 5,00 3
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Borsto

Neuer Wind aus dem Osten!

ein Testbericht von 2002-11-10 13:05:18 vom 10.11.2002
Empfehlung: ja
Die bekanntesten japanischen Automarken auf dem europäischen Markt sind zweifellos Nissan, Mitsubishi, Suzuki, Honda und Toyota. Die Tochtermarke des letzgenannten Automobilfabrikants Daihatsu wurde von dem ein oder anderen zwar schon einmal gesehen, aber ließ keine weiteren Emotionen wecken. Bekanntester Vertreter war bisher der "Coure", der schon einige zeit auf dem Markt ist. Seitdem hat sich Daihatsu aus dem europäischen Markt zurückgezogen, kommt aber jetzt mit dem YRV wieder zurück.

Um ein wenig mehr Erfolg zu erlangen musste ein ganz neues, unverwechselbares Design erschaffen werden. Freundlich wirkende Hauptscheinwerfer, ein kleiner Grill, zwei große Lüftungslöcher getrennt von zwei längeren deren Art lassen den neuen Kleinwagen recht sympatisch und treu hineinschauen. Die Seitenansicht lässt die Ansichten allerdings teilen. Die Gestaltung der Fenster ergibt keine durchgehende Linie. Die hinteren Fenster sind um ca. 10cm höher. Der Unterschied wird an der Unterkante der Fensterlinie deutlich. Ein kleiner Spoileransatz zwischen den mit Alus bestückten Rädern, machen den Daihatsu ein wenig sportlich. Er ist 3,77m kurz und wie neuerdings die meisten Kleinwagen mit 1,55m sehr hoch. Das Heck ist wie die Front sehr zeitlos gestaltet und ist weniger auffälig designt.

Im Innenraum zeigt sich der kleine Japaner ebenfalls von einer neuen Seite. Das Cockpit mit dessen Instrumente ist nicht mehr so bieder und langweilig. Die Bedienelemente sind ergonomischer und benutzerfreundlicher angeordnet. Lediglich die Verarbeitung der Kunststoffe lässt immer noch sehr zu wünschen übrig. Die Ausstattung widerrum kommt deutschen Kleinwagen gleich. Gute Kopffreiheit, ein tolles Raumgefühl und festen Halt bietende Sitze machen das Fahren angenehm. Die um 15cm verschiebbare Rückbank ermöglicht ein Kofferraumvolumen zwischen 166 und 1076 Liter. Vier Airbags, (Kopfairbags gegen Aufpreis), Gurtstraffer, CF-Sicherheitssystem (automatische Türentriegelung, sowie automatisch einsetzende Warnblinkanlage), elektrische Fensterheber vorn, elektrisch verstellbare Außenspiegel sind immer mit an Bord. Klimaanlage, Autmatikgetriebe und Allradantrieb kosten ebenfalls extra. Sehr erfreulich ist dieser erhältliche Allradantrieb, der in der Kleinwagenklasse kaum zu haben ist. So kann man auch mal mit einem Kleinwagen in die Berge fahren.

Bei der Wahl der Motorisierung ist die Vielfalt an Möglichkeiten nicht ganz so groß... Lediglich ein 1,3 Liter Motor steht im Programm des YRV. Der Vierzylinder-Benziner schöpft 87 PS. Das reicht für den immerhin nur 890 kg schweren Wagen. In elf Sekunden ist die 100-Marke geknackt und auf der Autobahn sind auch mal 180 Stundekilometer möglich. Bei manch anderen europäschen Kleinwagen sind diese Werte nicht von Werk aus gegeben. Diese Stärken in diesem Mini-Auto im ZAum zu halten, fällt aufgrund des guten Fahrwerks überhaupt nicht schwer. Eine harte Abstimmung, die nur bei größeren Unebenheiten zu hart ist, und ein sehr kleiner Wendekreis tragen dazu mit bei. Das ganze Gefährt zum Stehen zu bringen ist allerdings mit diesen schlechten Bremsen nicht sehr angenehm.

Preislich ist der YRV eine wahre Freude. In der Basisversion ist er für 24000 DM zu haben. Das sieht man auf dem Kleinwagenmarkt nur noch selten. Mit Allradantrieb und bester Ausstattung sind nochmals 4000 DM fällig. Der Verbrauch liegt knapp einen Liter über den angegebenen 6,5 Liter. Trotzdem ist das noch ein akzeptabler Wert. Bei der Versicherungseinstufung 13/17/22 (Haftpflicht/Voll-/Teilkasko) braucht man keine Angst zu haben. Zusätzlich gibt es noch drei Jahre Garantie von Daihatsu.

Insgesamt kann man von einem flotten Kleinwagen sprechen. Die Japaner haben versucht ihr schlechtes Image abzulegen, wobei der YRV ein erster Schritt ist. Sehr erfreulich ist das Platzangebot und der günstige Preis. Als Stadtauto oder Zweitwagen ist dieser Daihatsu wirklich zu empfehlen.


Euer Borsto
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Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Produktbeschreibung Daihatsu YRV

 
Allgemeine Informationen Daihatsu YRV
gelistet seit: 24.09.2003
Hersteller: Hersteller: DaihatsuDaihatsu, www.daihatsu.de/
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