DanPipe Monkey's Mixture Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Von Affenfreude und menschlichen Geschmacksnerven
ein Testbericht von Philosoph2005-09-16 20:43:01vom 16.09.2005Empfehlung: ja
Vorteile: Bananengeschmack ist selten zu finden, leicht zu stopfen, paßt in alle Pfeifenkopfgrößen, guter Schnitt, solides (Virgina-)Aroma...Nachteile/Kritik: Flavour hält sich nicht lange, fur Anfänger nur bedingt geeignet, aufgrund ungenießbarer Rest nicht unbedingt ergiebig, Handhabung erfordert Erfahrung und Routine, solides Virginaaroma - Bananenfreuden nur von kurzer Dauer ; - )
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Ein paar einleitende Worte
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Als Pfeifenraucher ist man ja immer auf der Suche nach der „großen Offenbarung“ – dem Tabak der einen einfach umhaut, der so gut schmeckt, daß man nie wieder etwas anderes rauchen möchte. Oftmals steht vor der Offenbarung jedoch ein langer Weg des Ausprobierens, Suchens und Enttäuschtwerdens. Ihr seht – Pfeiferauchen hat durchaus etwas mit dem „richtigen Leben“ zu tun…
Auf meiner Suche nach dem „Tabak aller Tabake“ stieß ich auch auf den Pfeifen- und Tabakvertrieb von DanPipe. Der Vorteil von DanPipe liegt vor allem darin, daß hier auch eigene Tabake hergestellt werden und viele in Deutschland gemischte Tabake kommen von DTM – der Deutschen Tabak Manufraktur –, welche zu DanPipe gehört.
Bei DanPipe kann man aus einem sehr informativen Katalog aus vielen hundert Tabaksorten auswählen, die meisten davon sind dabei mit einer einigermaßen aussagefähigen Beschreibung versehen, so daß man wenigstens erahnen kann, ob die ins Auge gefaßte künftige Füllung einem wenigstens einigermaßen zusagen könnte.
Auf die hier besprochene „affige Mischung“ habe ich mich aus zwei Gründen eingelassen: die Beschreibung im DanPipe Katalog klang gut und hier bei Ciao wurde der Tabak auch schon besprochen und für recht gut befunden, so daß ich mir dachte, ich könne es wagen…
Ob sich das Wagnis gelohnt hat, werdet ihr im Folgenden erfahren!
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Verpackung
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Die DTM-Eigenmischung „Monkey’s Mixture“ kann man in zwei verschiedenen Formen bei DanPipe beziehen: entweder als 50g Runddose oder als 250g Sparpack im Folienbeutel.
++++ Kostenpunkt ++++
50g Runddose: 6,80 EUR
250g Sparpack: 27,30 EUR
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Da ich mir nur die 50g Runddose zugelegt habe, kann ich auch nur zu dieser etwas aussagefähiges berichten.
Die Dose ist goldfarben gehalten und den Deckel ziert – neben dem obligatorischen „Rauchen ist schädlich“-Aufkleber, der optisch einfach alles zu einer Augenbeleidigung werden läßt und der von Pfeifentabakdosen leider nur SEHR schwer zu entfernen ist – das Bild eines sehr zufrieden dreinblickenden Äffchens mit einer Pfeife in der (rechten) Pfote. Farblich ist das ganze in rot-schwarz-gelb gehalten, nur das Äffchen selbst ist eher beigefarben. An (lesbarer) Aufschrift befindet sich neben dem Namen der Mischung „Monkey’s Mixture“ noch die Aufschrift am Rand: „Extra mild, extra light, full aroma, full pleasure. By DTM“
Wer es genauer wissen will, der findet am Ende des Berichts dann noch ein nettes Photo von der Dose.
Öffnen ließ die Dose sich leicht. Beim ersten Öffnen einfach mit einem Tischzigarrencutter – den nehme ich immer – oder wahlweise einem anderen schmalen, flachen und stabilen Gegenstand kurz unter den Rand gehen, den Deckel anlupfen und das Vakuum ist draußen, Luft drinnen und die Dose läßt sich öffnen.
Wiederverschließbar ist die Dose auch problemlos, der Deckel ist stabil und hält was er verspricht. Der Tabak bleibt lange frisch und trocknet nicht aus, auch nicht, wenn die Dose nicht mehr vakuumversiegelt ist. Meine Dose habe ich nun seit rund drei Monaten offen und der Tabak ist, ohne jede Nachhilfemaßnahme, noch immer in einem absolut rauchbaren Zustand.
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Was verspricht der Hersteller?
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Auf der Dose selbst findet sich keine Beschreibung, lediglich im Katalog von DanPipe heißt es:
„Eine hell gehaltene Komposition bester natursüßer Virginasorten mit
Anteilen von „Ready Rubbed Virginia-Flake“ und abgerundet mit einer Spur von besonders sanftem Black Cavendish. Zur Verfeinerung kam ein ausgesprochen angenehm duftendes Flavour hinzu mit dem Aroma von „Crème de Banane“ und Kokos. Wahrlich ein besonderes Vergnügen: Volles Aroma – volles Vergnügen. Extra sanft – extra duftig.
Die Beschreibung verspricht einen leichten Alltagstabak mit einem Aroma, das, so war meine Absicht, einen hervorragenden Sommertabak abgeben würde. Banane und Kokos, welches Aroma könnte besser zum Sommer passen? Dazu die süße diverser Virginias und die schwere Süße des Black Cavendish… Ich freute mich auf einen Genuß der besonderen Art – auf ein affenartiges Vergnügen eben.
Wollt Ihr wissen, ob mir dieses Vergnügen auch zuteil wurde?
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Was riechen wir?
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Der Duft, der mir nach dem ersten Öffnen der Dose entgegenströmt, haut mich einfach nur um: es riecht phantastisch nach „Crème de Banane“, fast so, als hätte man ein Glas dieses leckeren Likörs vor sich stehen und röche an diesem und nicht an einem Pfeifentabak. Aber: Kokos? Nein, tut mir leid, nicht die Spur…
Nach nunmehr drei Monaten entströmt der Dose noch immer ein leichter Duft nach „Crème de Banane“, jedoch ist der Duft deutlich schwächer geworden und die Aromen der Virginias setzen sich allmählich deutlich durch – fast für eine eher dezente Aromatisierung des Tabaks spricht und auch hier den Verdacht nahe legt, daß diese Mischung mit einem Top-Flavour versehen wurde. Mit allen Nachteilen, die diese Art des Flavourings mitsichbringt.
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Was finden wir in der Packung? – Aussehen, Schnittbreiten
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Ein Blick in die Dose zeigt eine in der Tat sehr helle Mischung aus verschiednen Virginatabaken, von denen man farblich zunächst drei Sorten unterscheiden kann: sehr hellbraun, fast gelblich, mittelbraun und ein etwas dunkleres Braun. Hinzu kommen noch die recht dunkelbraunen „ready rubbed Flakes“, die jedoch sehr gut aufgelockert wurden, von daher auch nur beim sehr genauen Hinsehen zu erkennen sind und die sich farblich von den einfachen dunklen Virginablättern kaum unterscheiden.
Abgerundet wird die Mischung im optischen Gesamteindruck durch die Beigabe des Black Cavendish, der in dieser hellen Mischung interessante Farbakzente setzt. Der tiefschwarze Black Cavendish wurde der Mischung zwar verhalten, aber dennoch deutlich sichtbar zugesetzt, so daß alles in allem eine Tabakmischung entstand, in der ein heller Grundfarbton hervorragend mit dunklen Akzenten durchmischt und belebt wurde.
Die Schnittart muß als „cross cut“ bezeichnet werden, da ja aufgelockerter Flake zugesetzt wurde. Jedoch dürfte eine zwar nicht korrekte, die Mischung aber weitaus besser charakterisierende, Beschreibung eher lauten: mittelbreit geschnitten mit einigen sehr feinen und nur wenigen groben Anteilen. Alles in allem eine wirklich perfekt geschnittene Mischung, in der auch die Flakeanteile tatsächlich rauchfertig aufgelockert wurden, so daß der Tabak direkt aus der Dose in den Pfeifenkopf wandern kann.
Direkt aus der frisch geöffneten Dose ist der Tabak jedoch sehr feucht und sollte nur mit Vorsicht und großer Sorgfalt geraucht werden. Besser ist es indes, die Dose einen Tag oder über Nacht geöffnet stehen zu lassen, dann hat der Tabak einen Teil seiner doch sehr üppigen Feuchtigkeit verloren und glimmt besser ab. Was auch dem Geschmack – und nicht zuletzt der Pfeife – zugute kommt.
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Wie läßt sich der Tabak stopfen?
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Aufgrund des hervorragenden Schnitts läßt der Tabak sich absolut problemlos in nahezu jedem Pfeifenkopf platzieren. Gleichgültig ob es sich dabei um einen großen Pfeifenkopf handelt oder um den wirklich kleinen Pfeifenkopf einer „Guten-Morgen-Pfeife“.
Das Andrücken geht problemlos von der Hand und auch das Nachstopfen bereitet keinerlei Probleme.
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Wie brennt, riecht und schmeckt er?
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Zünden wir uns nun also genüßlich unsere Pfeife an.
Ein brenne auf der Zunge habe ich bislang nicht bemerken können, weder nach dem Ausrauchen kleiner Pfeifen noch nach dem Rauchopfer in einer großen Pfeife. Auch nach mehreren Pfeifen hintereinander mit diesem Tabak erfreut sich meine Zunge bester Gesundheit und hat keinerlei Wehwehchen zu melden.
Der Geschmack ist angenehm fruchtig-frisch. Man schmeckt das volle Aroma des Flavours mit „Crème de Banane“ – das versprochen Kokosaroma jedoch hat sich mir bislang noch nicht erschlossen. In Sachen Kokos also Fehlanzeige. Dafür bekommen wir umso mehr Bananenaroma geboten, die Mischung schmeckt so wie sie riecht. Und das, ihr Pfeifenraucher wißt dies zu genüge, ist keineswegs eine Selbstverständlichkeit.
Einen Nachteil jedoch hat dieser Tabak. Das fruchtige Aroma hält nur ca. 2/3 der Füllung an, gegen Ende verliert sich der Geschmack und des Aroma des Virginias setzt sich durch. Außerdem fällt hier ein nicht unbedingt vorteilhaftes Phänomen ins Auge: der frische, sehr feuchte Tabak schmeckt umwerfen intensiv nach Banane, ist er jedoch älter und trockender, raucht sich somit wesentlich besser und einfacher, läßt das Aroma stark nach. Nun schmeck der Tabak nur noch einige Minuten nach dem Anzünden intensiv nach Banane und anschließend lediglich nach reinem Virginatabak. Geschmacklich schlägt der zugesetzte Black Cavendish kaum durch, so daß man meint, man würde eine reine Virginamischung rauchen.
Meine nun drei Monate alte Mischung riecht nur noch dezent nach Banane und schmeckt eigentlich kaum noch danach. Das Bananenaroma läßt sich lediglich noch erahnen, der Geschmack wird dominiert von den Virginasorten. Diese geben zwar einen durchaus harmonischen Geschmack, jedoch verliert des Tabak damit deutlich seinen Reiz – reine Virginias kann man zu genüge bekommen.
Einen weiteren Nachteil dieses Tabaks will ich auch nicht verschweigen. Solange er frisch und feucht ist, schmeckt er umwerfend – produziert jedoch, wie jeder sehr feuchte Tabak, ungeahnte Mengen an Kondensat, gleichgültig wie laaaangsam und bedääääächtig man auch an seiner Pfeife zieht. Das Gesotter läßt zwar nach sobald der Tabak weniger feucht ist, jedoch geht dies, ich erwähnte es bereits, leider zu lasten des Geschmacks.
Die Aschebildung ist unterschiedlich, wie Geschmack und Kondensatbildung auch. Der recht frische Tabak läßt sich nur schwer zu Ende rauchen, wird im letzten Drittel schnell bitter und schmeckt versottert. Daher bleiben oft etwas größere Mengen an unverbrannten Tabak übrig, die man jedoch getrost in den Aschenbecher entsorgen kann – und auch sollte. Sie schmecken einfach nicht mehr und sind, wenn man sie aus der Pfeife räumt, in der Tat klatschnaß. Ist der Tabak älter, hat Feuchtigkeit und damit leider auch Geschmack verloren, brennt er sehr gleichmäßig und zuverlässig ab. Die Pfeife raucht sich kaum heiß und am Ende räumt man nur ein wenig gräulich-weiße Asche aus dem Pfeifenkopf. Das Rauchopfer ist durch und durch gelungen – schmeckt aber leider weitaus weniger gelungen.
Riechen tut dieser Tabak dezent und fruchtig, hat er seine Feuchtigkeit eingebüßt und verliert an Geschmack, so verliert er leider auch seine duftige Raumnote. Er riecht dann hauptsächlich nach einem leichten Tabak, zwar nicht aufdringlich und durchaus nasefreundlich, aber eben auch recht beliebig.
Bezüglich der Stärke bin ich ein wenig vorsichtiger als der Hersteller. Als sonderlich leicht würde ich diese Mischung nicht einstufen, jedoch auch nicht als stark. Ich persönlich würde sie als „mittelmäßig“ beschreiben – ohne dies abwerten zu meinen. Der Rauch beißt und brennt nicht, ich hatte bislang keine Problem mit dem Hals, ist aber auch nicht so schwach, daß man meint, eine laue Sommerbrise einzuatmen.
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Fazit
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Das „Vergüngen des Affen“ ist eine solide Virginamischung, die man rauchen kann aber nicht muß. Das Aroma ist durchaus eine nette Idee, versagt aber in der Praxis eines Rauchers, der mehr als einen Tabak sein eigen nennt und eine Dose nicht zügig wegraucht, da das Aroma sich mit der Zeit verflüchtigt.
Für Anfänger würde ich den Tabak aufgrund seines eigenwilligen Anfangsverhaltens nur bedingt empfehlen. Er braucht vor allem Geduld und ein wenig Erfahrung, dann läßt er sich gut rauchen solange er auch noch „affenmäßig“ schmeckt. Dennoch kann ein Anfänger sich an diesem Tabak versuchen, kommt er nicht damit klar, so kann er den Tabak nach einigen Tagen des Trocknens bedenkenlos und gut rauchen – muß jedoch Abstriche beim Geschmack machen.
Aufgrund seiner Tücken frisch aus der Dose, reich an Geschmack und Sinnesfreude, würde ich ihn von daher abschließend entweder für kleine Pfeifen oder für mittel-große bis große Pfeifenköpfe empfehlen: entweder man raucht ihn kurz und angenehm, mit wenig Gesotter, so man eine kleine Pfeife zu handhaben versteht, oder man raucht ihn länger und angenehm und verzichtet darauf, die Pfeife bis zum Ende zu rauchen und läßt das letzte Drittel oder Viertel ungeraucht – verzichtet dann aber auch WIRKLICH darauf, es noch jemals rauchen zu wollen! (Der Sherlock Holmes Tipp vom letzten Mal ist bei dieser Mischung wirklich NICHT zu empfehlen! – Es schmeckt scheußlich!)
Ich persönlich würde diesen Tabak eher den Freunden des „puren Geschmacks“ als jenen, die klassisch Dänische Mischungen bevorzugen, empfehlen. Der fruchtige Geschmack am Anfang ist nicht so aufdringlich, daß er den Geschmack des reinen Virginias total überdecken würde und nach einiger Zeit schmeckt man mehr puren Tabak als die Fülle des Flavours. Von daher gut für Raucher, die wenig Flavour bevorzugen, jedoch auch nicht gänzlich auf eine Aromatisierung verzichten wollen.
Ich spreche für diesen Tabak eigentlich eine eingeschränkte Empfehlung aus, da dies hier nicht möglich ist, werde ich dem Tabak drei Sterne geben und ihn demjenigen empfehlen, der seine Tücken zu schätzen weiß. Einen Stern Abzug gibt es für das unstete Geschmackserlebnis und einen weiteren für zuviel Kondensatbildung und die dadurch bedingten schlechteren Raucheigenschaften.
Wer einmal Bananentabak probieren möchte, der ist mit dieser Mischung von DanPipe gut berraten – solange er weiß, wie er seine Pfeife – in allen Lebenslagen – zu handhaben hat.
Wer mehr auf puren Virginia steht, gegen etwas Geschmack ab und an aber auch nichts einzuwenden hat, der kann ebenfalls getrost zu dieser Mischung greifen.
Ich persönlich fand diesen Tabak nett, werde ihn mir aber ganz sicher kein zweites Mal zulegen.
Sobald meine Dose aufgeraucht ist, werde ich mich also erneut auf die Suche nach dem „ultimo tobacco“ begeben.
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Kleine Tabakkunde – Dänische und andere Mischungen
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Pfeifentabake der „dänischen Richtung“, eben auch „Dänische Mischung“ genannt, enthalten in der Regel hohe Anteile an Black Cavendish- (eine Tabakart, die durch eine zweite Fermentierung unter hohem Druck hergestellt wird) und reifen Virgina-Tabaken. Darüber hinaus sind sie aromatisiert. Je nach Hersteller unterschiedlich stark.
Diese Aromatisierung kann durch Beigabe bestimmter Zutaten (z. B. Rosenblätter) erfolgen, durch eine spezielle Lagerung (z. B. in alten Whiskyfässern) oder durch die s. g. Saucierung. Dabei werden die Tabake vor dem Pressen mit Aromastoffen oder anderen „Wässerchen“ (wie z. B. Whisky, Sherry, Orangenlikör) besprüht. Oft ist es so, daß man alle drei oder zumindest zwei der Arten (Beigabe, Lagerung, Saucierung) vorfinden kann.
Auch gibt es noch s. g. „Top Flavoured“-Tabake. Diesen wird das Aroma erst durch Aufsprühen nach dem gesamten Produktionsprozeß (Lagern/Reifen/Fermentiere, Pressen, ggf. noch einmal fermentieren/lagern, Schneiden, ggf. Auflockern) beigegeben. Sie haben zwei Nachteile: zum einen verlieren sie rasch ihr Aroma – sowohl durch die Lagerung als auch beim Rauchen, häufig schmecken diese bereits nach dem ersten Drittel, spätestens jedoch nach der Hälfte der Füllung nicht mehr so recht nach dem, was sie am Anfang verheißungsvoll versprachen -, zum anderen brennen sie sehr häufig auf der Zunge. Und zudem neigen sie noch dazu, besonders feucht abgepackt zu werden. Was zum einen das Brennen auf der Zunge, zum anderen ein Versottern der Pfeifenkopfes (starke Kondensatbildung am Boden) sowie einen schlechten Abbrand mit sich bringt. Oftmals muß man diese erst einmal einige Stunden, mitunter auch zwei Tage, offen liegen lassen, bis man sie überhaupt vernünftig anzünden und rauchen kann (dann haben sie aber auch schon wieder sehr viel von ihrem Aroma verloren).
Saucierte Tabake bergen alle das Risiko, daß sie zu feucht sein können und erst einmal trocken müssen, daß sie auf der Zunge brennen, daß sie zu erhöhter Kondensatbildung neigen und ferner nach einer gewissen Rauchzeit (auf eine Füllung bezogen) nicht mehr recht schmecken wollen (hier meist im letzten Drittel der Fall, wenn die Kondensatbildung zuvor zu hoch war).
Außer den dänischen Mischungen gibt es noch:
Englische Mischungen: nicht aromatisiert, oft mit der Beigabe von/eine Mischung aus Würztabaken wie Latakia oder Perique, sehr kräftig und stark im Geschmack, meist nicht jedermanns Sache – und auch nicht unbedingt duftend. Eine eher individualistische Art der Pfeifenfüllung – und dann meist eine sehr leidenschaftliche. ;-)
Amerikanische Mischungen: ähnlich den Dänischen Mischungen, oftmals reiner Virgina-Tabak, sehr, sehr stark sauciert, oft noch mit zusätzlichem Top-Flavour. Nicht einfach zu rauchen, da oft wirklich sehr (!) feucht – man könnte auch sagen: naß - und kondensatbildend. Oftmals beste Kandidaten für taube Zungen und nur für geübte Raucher zu empfehlen.
(c) by Philosoph, 23. August 2005 (veröfentlicht: 16.09.2005)
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