Darkover, Kräfte der Comyn - Marion Zimmer Bradley
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Platz 134 in der Kategorie "Medien & Unterhaltung Bücher - A-E".
Bewertung: Kundenbewertung 4,00 / 5,00 (4.0 von 5)

Darkover, Kräfte der Comyn - Marion Zimmer Bradley gebraucht & neu

Darkover, Kräfte der Comyn - Marion Zimmer Bradley Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

alteSchwedin

Süchtig nach Darkover - Klappe die 10te

ein Testbericht von 2004-02-20 17:32:27 vom 20.02.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: mal wieder Darkover; kurzweilig und spannend...
Nachteile/Kritik: Story könnte ruhig etwas komplexer sein
Eine Zugfahrt, die ist lustig, eine Zugfahrt, die ist schön...
Nun ja, wenn man allein mit dem Zug fahren muss, kann es schon manchmal langweilig werden. Also sollte man sich ein gutes Buch mitnehmen oder einen anderen Zeitvertreib, damit die Zugfahrt schneller vergeht. Ich nehme auf jede längere Zugfahrt mindestens ein Buch mit und auf meiner letzten war es „Kräfte der Comyn“ von Marion Zimmer Bradley. Es ist ein Roman aus ihrem Darkover-Zyklus, aus dem ich schon viele Romane gelesen habe. Zunächst werde ich euch einige wichtige Informationen über Darkover geben, bevor ich zur eigentlichen Story des Romans komme.


Als die Menschheit begann, das All zu erforschen, gingen auch einige Schiffe bei der Suche nach bewohnbaren Planeten verloren. Eines dieser Schiffe landeten auf Darkover, wie die Besatzung den erdähnlichen Planeten mit der großen roten Sonne und den vier Monden nannte. Die Raumfahrer bauten dort unabhängig von der restlichen Menschheit eine Zivilisation auf, in der Psi-Kräfte (das Laran) bei einigen Familien weit verbreitet waren. Nach vielen Jahren, als sich auf Darkover schon ein feudales System herausgebildet hatte, entdeckten die Menschen der Erde, die Terraner, den Planeten wieder. Sie errichten einen Raumhafen und treiben Handel mit den Darkovanern, mischen sich aber ansonsten nicht in deren Angelegenheiten. (Die Comyn sind die herrschende Kaste auf Darkover und besitzen das Laran.)

Die Geschichte von „Kräfte der Comyn“ beginnt damit, dass der fast 16jährige Larry mit seinem Vater, der im Dienst des Terranischen Imperiums steht, nach Darkover. Er interessiert sich sehr für den fremden Planeten, lernt die Sprache und ist sehr unzufrieden, weil sein Vater ihm nicht erlaubt, in die Stadt zu gehen. Er ist auf die triste Eintönigkeit des Raumhafens beschränkt. Nach langem Bitten gewährt ihm sein Vater das Recht, sich in der darkovanischen Stadt aufzuhalten. Larry streift lange durch die Straßen und wird auch bald überall erkannt, denn es gibt nicht viele Terraner, welche die Sprache Darkovers so gut sprechen.
Auf seinen Streifzügen lernt er Kennard Alton kennen, einen Jungen seines Alters, mit dem er sich auf Anhieb wunderbar versteht. Die Altons sind eine alte „Adelsfamilie“ und besitzen die Gabe der Telepathie. Larry wird bald in ihr Haus eingeladen und dazu aufgefordert, Kennard so oft wie möglich zu besuchen. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Freundschaft und so lädt Kennards Vater, der ebenso wie die Terraner daran interessiert ist, das angespannte Verhältnis zwischen Darkovanern und Terranern aufzulockern, Larry ein, mit seiner Familie den Sommer über auf seinem Landsitz zu wohnen. Dort lernt Larry viel über Laran und hat natürlich auch auf den zahlreichen Jagden großen Spaß.
Doch bei einer Jagd geraten sie plötzlich in einen Hinterhalt und Larry wird von den Wegelagerern gefangen genommen, da diese glauben, er sei Kennard Alton und sie könnten seinen Vater so erpressen. Für Kennard ist es eine Ehrensache, zu versuchen, Larry zu retten, aber er muss nicht nur aus der Gewalt der Verbrecher befreit werden, sondern die beiden müssen auch noch zahlreiche Abenteuer bestehen, denn von ihnen freundlich gesonnenen Menschen bewohntes Gebiet ist fern...


Wie schon erwähnt habe ich schon einige Romane aus dem Darkover-Zyklus gelesen. Um genau zu sein, sind es 10 von 21 und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich noch weitere Bücher davon lesen werde, falls mir mal wieder eines in einer Bibliothek oder (was wahrscheinlicher ist) als reduziertes Mängelexemplar zwischen die Finger kommt. „Kräfte der Comyn“ fand ich nämlich – wie sollte es anders sein – auf einem Wühltisch und die zwei Euro gab ich für das dünne Büchlein gern aus. Bisher hat mich nämlich Marion Zimmer Bradley in diesem Zyklus immer gut unterhalten.

„Kräfte der Comyn“ ist nur 213 Seiten dick, jedoch sind eigentlich alle frühen Romane Marion Zimmer Bradleys (dieser hier wurde immerhin schon 1965 geschrieben) recht kurz. Dabei war es für mich trotzdem interessant, wieder über ein neues Puzzleteil der komplexen Geschichte Darkovers zu lesen. Ich mag an der Darkover-Reihe nämlich ganz besonders, dass man vor dem Lesen eines Romans eigentlich nichts anderes (außer vielleicht den Auftakt „Die Landung“, obwohl man auch ohne das zurecht kommt) gelesen haben muss. Die Geschichten sind völlig unabhängig voneinander, wenn man einmal von den drei Romanen des Marguerida-Alton-Zyklus absieht. Ich habe mich bisher an noch überhaupt keine Reihenfolge gehalten, sondern immer nur das gelesen, was mir gerade zwischen die Finger kam. Gerade bei solchen ausgedehnten Zyklen finde ich das sehr vorteilhaft!

Wie ihr vielleicht bemerkt habt, ist die Story nicht wirklich komplex. Da ist die Freundschaft der beiden Jungen, die ganz klar im Vordergrund steht, doch im Hintergrund klingen immer wieder viele verschiedene Probleme an. So wird auch deutlich, dass es viele Probleme zwischen den Terranern und Darkovanern gibt, die nicht dadurch vermieden werden können, dass die Terraner sich vom Planeten fernhalten und sich die Darkovaner an ihre Traditionen klammern. Es muss ein Miteinander entstehen, in dem beide Seiten Zugeständnisse machen müssen.
Die Freundschaft der beiden ungleichen Jungen ist etwas besonderes, da nämlich nicht nur Kennard Laran besitzt, nein, auch Larry besitzt diese Gabe, ohne es zu vermuten, denn seine verstorbene Mutter war Darkovanerin und hat sie an ihn vererbt. So etwas vermutete ich schon im Verlauf des Romans. Doch ich erfuhr etwas, das mir bis dahin noch völlig unbekannt war. In diesem Roman wurde mir nämlich mitgeteilt, woher das Laran kommt, was ich meines Wissens vorher noch in keinem der Bücher über Darkover gelesen hatte.
Ich finde aber, dass die Story ausgefeilter hätte sein müssen, um diesem Buch wirklich seine fünf Sterne zu sichern, denn ich habe schon bessere Romane aus diesem Zyklus gelesen und irgendwie muss ich diese ja differenzieren.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Marion Zimmer Bradley sich in ihren frühen Romanen stark auf einzelne Gesichtspunkte konzentriert, während sie die Zwischengeplänkel sehr kurz abhandelt. So wird der Leser nicht mit Nebeninformationen überschüttet, die nicht wichtig sind und so bleibt das Lesen auch kurzweilig. Weil sie sorgfältig auswählt, auf was sie genauer eingeht, kann ich ihren Stil auch nicht als detailliert einstufen.
Ich kann euch aber versichern, dass das Lesen kurzweilig ist und dass es wirklich Spaß macht. Bei mir ist es so, dass ich mir eher überlege, ein dickes Buch zu lesen, als das bei einem dünnen der Fall ist.

Insgesamt kann ich euch aber „Darkover – Kräfte der Comyn“ empfehlen. Es ist ein Roman aus dem weltbekannten Darkover-Zyklus, der mal wieder Lust auf mehr macht. Je tiefer ich in diese Welt eintauche, desto lieber lese ich etwas über sie. Dieses Buch ist sehr kurzweilig geschrieben und spannend zu lesen. Mit einer komplexeren Story würde es auch fünf Sterne von mir bekommen, doch so werden es „nur“ vier. Das soll euch natürlich nicht davon abhalten, mal in diesen Zyklus hineinzulesen, der vielen Fantasy-/SciFi-Fans gefallen wird. Ich würde euch jedoch einen anderen Roman für den Anfang empfehlen!

„Darkover – Kräfte der Comyn“ von Marion Zimmer Bradley erschien 2001 im Knaur Verlag. Die Taschenbuchausgabe aus diesem Verlag trägt die ISBN 3-426-60955-X und kostet 7,90 €, wenn man sie nicht gerade wie ich als reduziertes Mängelexemplar für 2 € erstehen kann. Die Originalausgabe trägt den Titel „Star of Danger“ und erschien erstmals 1965 bei Ace Books. Die Übersetzung machten die „Standardübersetzerin“ Marion Zimmer Bradleys Rosemarie Hundertmarck und Joachim Körber, der schon einige von Stephen Kings Romanen ins Deutsche übertrug.
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Allgemeine Informationen Darkover, Kräfte der Comyn - Marion Zimmer Bradley
gelistet seit: 20.02.2004
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Autor: Marion Zimmer Bradley 
Kategorie: Science Fiction & Phantastische Literatur 
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