Das Erwachen - Joan Elizabeth Lloyd Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Erlösung mit Erotik und Abwechslung
ein Testbericht von mima0072003-04-16 12:05:43vom 16.04.2003Empfehlung: ja
Vorteile: amüsant, kurzweilig, unprüde, zahlreiche Tipps & Anregungen...Nachteile/Kritik: nichts für prüde Zeitgenossen; könnte vergriffen sein
Dieser witzige Roman spielt teils im Himmelsreich, teils im irdischen Jammertal. Stets aber geht es darum, als Ratgeberin unglückliche Menschinnen zu einem besseren Sexleben zu verhelfen.
Und das ist genau das, was die Autorin auch im richtigen Leben macht.
Handlung
Maggie ist zwar schon über Fünfzig, aber als Prostituierte mit dem goldenen Herzen immer noch eine Wucht. Leider macht eben dieses Herz eines Nacht schlapp, und Maggie landet in einer Art Zuteilungsstation für Erdenbürger, die aussieht wir ein Computerraum. Hier warten schon zwei Mädels auf sie, wenn auch etwas ratlos darüber, was sie mit Maggie machen sollen.
Die engelhafte Angela würde sie ja gerne in den Himmel lassen, aber da Maggie Unzucht und Ehebruch getrieben hat, fällt ihr das schwer. Andererseits darf die süße Lucy mit dem Teufelsschweif Maggie auch nicht in die Hölle schicken, denn Maggie verhalf Männern zu so manchem schönen Moment und rettete manche Ehe. Also was tun? Die rettende Idee: Maggie muß sich auf Erden bewähren.
Schon bald findet sie sich in der Wohnung der unscheinbaren grauen Maus Barbara wieder, ihres Zeichens Sekretärin eines gutaussehenden Anwalts, der sie, wie könnte es anders sein, überhaupt nicht wahrnimmt. Maggie hat die Aufgabe, Barbara wieder Freude am Leben und vor allem Freude am Sex zu verschaffen. Nach erfolgreich vollendetem Werk erhält Maggie, die Ärmste, weiterhin keinen Zugang zu Himmel (zu langweilig) oder Hölle (zu quälend), sondern darf weitere vom Leben enttäuschte Frauen einer 'Generalüberholung' unterziehen.
Fazit
Dies ist einfach ein sinnenfroher Erotik- und Sexratgeber, der sich mit dem Mäntelchen einer Wiedergeburt umgibt. Die Ratschläge der Autorin sind ganz und gar nicht ohne Pfiff, sondern im Gegenteil sehr anregend, humorvoll und gescheit.
Eingestreut findet der Leser erotische Stories, die die Phantasie beflügeln und einen auf dumme Gedanken bringen.
Alles in allem fand ich diesen erotischen Roman sehr kurzweilig und habe ihn in höchstens einem Tag gelesen.
Info: Slow Dancing, 1997; Heyne 4/1999, Nr. 01/10810, München; 254 Seiten, DM 12,90, aus dem US-Englischen übertragen von Ernestine Rosen, ISBN 3-453-14767-7