Der Spiegel ihrer Träume - Stephen R. Donaldson
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Der Spiegel ihrer Träume - Stephen R. Donaldson
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Der Spiegel ihrer Träume - Stephen R. Donaldson

Der Spiegel ihrer Träume - Stephen R. Donaldson

Platz 179 in der Kategorie "Medien & Unterhaltung Bücher - A-E". Broschiert - 942 Seiten - Heyne Erscheinungsdatum: 2000 ISBN: 3453178777 ...mehr
Bewertung: Kundenbewertung 4,50 / 5,00 (4.5 von 5)

Der Spiegel ihrer Träume - Stephen R. Donaldson gebraucht & neu

Der Spiegel ihrer Träume - Stephen R. Donaldson Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 4,50 / 5,00 (4.5 von 5)
von 100% aller Autoren empfohlen (2/2).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • Interessantes Magiekonzept
  • Pro: spannend, einfallsreich, stimmungsvoll, gute Charakterzeichnung; moderater Preis
Nachteile/Kritik
  • Heldin mit Persönlichkeitsproblemen
  • sehr umfangreich
vonFalkenberg

Hinter den Spiegeln mit nerviger Heldin

ein Testbericht von 2003-05-24 00:15:01 vom 24.05.2003
Empfehlung: ja
Vorteile: Interessantes Magiekonzept...
Nachteile/Kritik: Heldin mit Persönlichkeitsproblemen
Die junge Terisa Morgan lebt in einer luxuriösen Eigentumswohnung, als eines Tages plötzlich ein junger Mann in ihr Leben tritt. Dieser Mann namens Geraden kommt auf recht unkonventionelle Weise durch einen Spiegel in ihre Wohnung. Er bittet sie für sein Heimatland Mordant um Hilfe. Er soll durch diesen Spiegel einen Helden holen, um sein Land zu retten, und ganz offensichtlich wäre Terisa dieser Held.

Noch bevor sie richtig versteht, um was es geht, gelangt sie durch den Spiegel in eine andere Welt.
Das mittelalterlich geprägte Land Mordant wird von zwei mächtigen Nachbarreichen bedroht, welche an der Grenze mächtige Armeen aufstellen. Nur die winterliche Witterung schützt Mordant noch vor einem Angriff, und der Winter ist fast vorbei.

Außerdem ist Mordants König offensichtlich senil geworden und verbringt seine Zeit mit Brettspielen, statt die Verteidigung des Reiches zu planen. Er sabotiert sogar vorsätzlich jede Anstrengung seiner Adligen, einen Friedensschluss mit den mächtigen Gegnern zu erreichen. Als letzte Rettung des Landes erscheint die Gilde der Imagomanten. Mittels einer magischen Fähigkeit können die Gildenangehörigen Spiegel herstellen, die andere Welten zeigen. Durch diese Spiegel kann man seltsame Kreaturen ins Land holen, die für Mordant kämpfen sollen. Terisa kam ja auch so ins Land.

Leider ist die Gilde überhaupt nicht zufrieden mit ihr: sie sieht gar nicht wie ein Held aus, kann nicht kämpfen und behauptet hartnäckig, keine magischen Kräfte zu besitzen. Da sie aber etwas geschafft hat, was noch keinem Magier vor ihr gelang (nämlich durch einen Spiegel zu kommen, der ihr Bildnis nicht anzeigte), glaubt ihr das keiner. Terisa wird zum Spielball zahlreicher Intrigen am Königshof...

Ich bekam dieses Buch von einem Freund geliehen und hätte es mir vermutlich auch gar nicht selber gekauft; zwar schreibt Donaldson keineswegs schlecht, aber mich hatte schon in seiner Thomas Covenant-Reihe die alles überstrahlende pssimistische Grundhaltung ziemlich genervt; da konnte man ja beim Lesen echt jeden Rest von guter Laune verlieren. Das wollte ich mir nicht unbedingt nochmal rein ziehen.

Zum Glück ist diese Saga doch etwas lebensbejahender geworden. Zwar ist auch hier die Hauptperson nicht unbedingt ein strahlendes Sonnenscheinchen, aber so deprimierend wie der ungläubige Thomas ist Terisa dann doch nicht geraten. Wie Thomas Covenant der Zweifler stellt Terisa die Realität in Frage. Wo Covenant die Realität seiner Fantasy-Umwelt anzweifelte, glaubt Terisa allerdings, dass sie selber nicht existiert. Dies haben ihr erfolgreich die Zauberer eingeredet, und das arme Mädchen ist durch Ereignisse in ihrer Kindheit soweit psychisch verstört, dass sie diese Behauptung zu glauben beginnt.

Anfangs ist Terisa schon etwas nervig: passiv reagiert sie nur auf äußere Umstände; man möchte sie als Leser geradezu anschreien. Sie vertraut einem Mann, dem das Wort Schurke fast auf der Stirn steht, und verheimlicht Ereignisse vor Menschen, denen sie sich besser anvertraut hätte. Aber sie entwickelt sich nach und nach zu einer eigenen Persönlichkeit, die hartnäckig an der Rettung des Reiches arbeitet und Intrigen aufdeckt. Diese Entwicklungsfähigkeit machte sie mir wieder symphatisch. Außerdem zeigte es mir, das der Autor es wieder mal geschafft hatte, mich zu packen, denn nerven lasse ich mich nur von guten Büchern.

Die Fantasy-Elemente der Welt beschränken sich auf die stark reglementierte Magie und sind nicht so vom Bösen durchdrungen, wie es noch beim Zyklus von Thomas Covenant der Fall war. Die Urheber von Mordants Not sind fremde Königreiche, nicht das personifizierte Chaos. Dadurch wird die Gefahr leichter verständlich und durchaus greifbar.

Dieser Band ist der erste Teil einer Neuausgabe von dem Zyklus „Mordants Not“ von 1986. Man bekommt bei fast 943 Seiten eine Menge Lesestoff für sein Geld, und Donaldson ist nie langweilig. Seine Heldin handelt nicht immer logisch, aber sie ist ja auch eine Frau, also ist dies recht glaubhaft. (5 DM für die Chauvi-Kasse ;-)

Ich war von diesem Buch trotz Terisas Nerverei durchaus angetan. Wer die wortreiche Schilderung von Intrigen mag wird hier auf seine Kosten kommen. Fans von schwertschwingenden Heroen sollten lieber zu einem anderen Buch greifen.

P.S.: Diese Rezi ist bereits im x-zine.de erschienen und stammt natürlich von mir...
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Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
mima007

Erstklassiger Fantasyschmöker

ein Testbericht von 2003-03-31 19:16:26 vom 31.03.2003
Empfehlung: ja
Vorteile: Pro: spannend, einfallsreich, stimmungsvoll, gute Charakterzeichnung; moderater Preis ...
Nachteile/Kritik: sehr umfangreich
In der Fantasy-Duologie "Mordants Not" geht Donaldson neue Wege. Nach seinem sechsbändigen Riesenerfolg der zwei Covenant-Trilogien (derzeit bei Knaur zu bekommen) musste er sich etwas Neues einfallen lassen, meinte er wohl, und das kam bei den amerikanischen Leser gut an. Die beiden Bände erschienen 1989 erstmals bei Heyne, der sie nun dankenswerterweise neu aufgelegt hat – wieder in der hervorragenden Übersetzung von Horst Pukallus.

Handlung

Terisa Morgan ist ein poor rich girl, ein ungeliebtes Mauerblümchen, das sich mit Spiegeln umgibt, um Gewissheit über ihre Existenz zu erhalten. Eines Tages tritt Geraden aus diesen Spiegeln, ein junger, noch etwas tolpatschiger Bursche. Warum in ihrer Welt gelandet ist, weiß er auch nicht, denn er ist erst Adept der Spiegelmagie. Er bittet sie, ihm zu folgen, um sein Land Mordant in der Not beizustehen.

Impulsiv folgt Terisa ihm – alles ist besser als Einsamkeit. In der anderen Welt findet sie sich auf Schloss Orison wieder. Hier hat König Joyse vor Jahren in einem Kraftakt sein eigenes Reich gegen den Widerstand zweier anderer errichtet. Nun liegt Mordant in einer Pufferzone dazwischen und droht von ihnen überrant zu werden. Leider scheint der König schwachsinnig geworden zu sein, denn er spielt den ganzen Tag ein Brettspiel. Die Spiegelmagier in Orison haben in den Vorzeichen gesehen, wie Geraden einen Kämpen aus den Spiegeln holte. Sollte etwa die schüchterne Terisa die versprochene Retterin sein?

Doch zunächst einmal muss sie sich in dieser neuen Welt zurechtfinden. Orison ist eine riesige Trutzburg, ein zweites Gormenghast, in deren Hallen, Geheimgängen und finstren Verliesen man sich verlaufen kann, wo Intrigen gesponnen und Leben verwirkt werden. Die Persönlichkeiten darin sind ebenfalls bemerkenswert. Da ist einmal der hässliche Schürzenjäger Eremis, der kurzangebundene, bärbeißige Kastellan Lebbick, der bereits erwähnte König, der noch verrücktere Großmagier, der naive Geraden und sein kampferprobter Bruder – nicht unbedingt die vertrauenerweckendste Truppe, wie Terisa scheint. Sie muss wie ein Detektiv vorgehen, nicht wie ein kleines Mädchen – muss Beweise sammeln, bewerten, umdenken, neu bewerten. Freund oder Feind – wer weiß das schon genau? Nur auf Geraden scheint sie sich verlassen zu können, denn er benutzt sie nicht als Schachfigur im Intrigenspiel.

Fazit

Ist schon "Der Spiegel ihrer Träume" enorm spannend zu verfolgen, so ist dringend die Lektüre der Fortsetzung anzuraten, "Die Magier von Mordant" – ebenfalls ein Beinahe-1000-Seiter. Mit seiner logischen Struktur, seinen stimmungsvollen Schilderungen und seinen markanten Gestalten ist dieses Buch Fantasy erster Güte. Es ist aber auch ein psychologisches Drama, das sich in erster Linie um Terisa und Geraden dreht und vor allem von der Sprache lebt. Die ausgezeichnete Übersetzung lässt die mittelalterlichen Burgbewohner ein altertümliches Deutsch sprechen, das in sein Umständlichkeit zunächst nicht ohne Schwierigkeiten zu lesen ist, aber später umso herrlicher nachzuvollziehen ist. Krass hebt sich dagegen Terisas Umgangston ab, der im eigentlichen Sinn völlig fehl am Platze erscheint.

Michael Matzer © 2003ff

Info: The mirror of her dreams, 1986; Heyne Nr. 06/9058, München, 2000; 943 Seiten, DM 18,00, aus dem US-Englischen übertragen von Horst Pukallus; ISBN 3-453-17877-7
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Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Produktbeschreibung Der Spiegel ihrer Träume - Stephen R. Donaldson

Technische Daten und Produkteigenschaften
Broschiert - 942 Seiten - Heyne Erscheinungsdatum: 2000 ISBN: 3453178777
Allgemeine Informationen Der Spiegel ihrer Träume - Stephen R. Donaldson
gelistet seit: 16.09.2003
Bewertung durch unsere Mitglieder
Produktbewertung: Kundenbewertung 4,50 / 5,00
Allgemeine Informationen
Autoren von A-Z:
Kategorie: Science Fiction & Phantastische Literatur 
Autor: Stephen R. Donaldson 
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