Deutschen-Angestellten-Akademie
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Platz 6 in der Kategorie "Lehrgänge".
Bewertung: Kundenbewertung 2,70 / 5,00 (2.7 von 5)

Deutschen-Angestellten-Akademie Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 2,70 / 5,00 (2.7 von 5)
von 50% aller Autoren empfohlen (1/2).
Bewertungsverteilung:
Schwierigkeitsgrad der Ausbildung:  eher gering
Arbeitsaufwand:  gering
Qualität der Ausbildung:  schlecht
Einstellungschancen:  schlecht
Kosten:  sehr hoch
Vorteile
  • guter Kaffeeautomat, SAP, nette Mitstreiter
Nachteile/Kritik
  • schlechte Lernplattform, miese Dozenten
FLESCH

Weiterbildung kann neue Türen öffnen

ein Testbericht von 2003-08-21 07:53:24 vom 21.08.2003
Empfehlung: ja
Hallo Ihr lieben Leser,

nicht jeder hat eine Arbeit und zu Hause fällt langsam die Decke auf den Kopf.
Die Zeit rennt davon und irgendwie fühlt man sich nutzlos.
Dies kann ich alles verstehen, da ich das auch schon erlebt habe.

In meinem Fall wäre es nicht umbedingt nötig gewesen, aber ich wollte es, da eine Weiterbildung nicht schadet.
Natürlich muss man auch das Alter berücksichtigen.
Bevor man überhaupt eine Weiterbildung in erwägung zieht sollte man sich fragen, ob es Sinn und Zweck hat.
Dies alles kann man bei seinem Arbeitsberater erledigen. Vorallem aber sollte die Weiterbildung zum Berufszweig passen.

Hier nun mein Beispiel:

Ich bin Einzelhandelskauffrau und wurde leider arbeitslos. Für ein jahr sollte ich Arbeitslosengeld bekommen. Nun entschied ich mich nach zwei Monaten für eine Weiterbildung bei der Deutschen-Angestellten-Akademie. Ich meldete mich also an.
Der Kurs ging ein Jahr und hierfür erhiehlt ich Unterhaltsgeld, was in der Höhe des Arbeitslosengeldes war.
Der Kursus umfasste Word-Exel dies ist Tabellenkalkulation und KHK das ist ein Programm für Lohn und Gehalt.
In der DAA war das ganze wie eine Firma auch in Abtj. unterteilt. So z.B. Rechnungswesen, Verkauf, Einkauf,Werbung. Ich entschied mich für den Verkauf. Dort lernte ich einiges, was man im Beruf nicht erfährt.
Später wechselte ich in die Abtlg. Rechnungswesen auch dort ging es hoch her, denn hier sassen auch Leute die Buchhalter gelernt hatten oder sogar 20 Jahre als Buchhalter tätig waren. Hier in dieser Abtl. lenrnte ich den Weg welche eine Rechnung geht kennen und wie das alles weiter verarbeitet wird.
Die anderen Abtlg. fand ich nicht so interessant und blieb nicht da.

In der DAA werden natürlich reale Sachen nachgestellt, so wie sie in einer Firma halt auch geschehen. das ganze wird durch die EDV unterstützt, sodass man eigentlich gute Kenntnisse in allen Programmen bekommt.
Ferner wird English, BWL, VWL und Access unterrichtet, sodass man nach einem Jahr gute Fähigkeiten und Wissen besitzt.
Bei der DAA kann man Bewerbungen schreiben und sich bewerben. Sollte man eine Stelle bekommen, kann man den Kursus Abbrechen und erhält eine Bescheinigung.

Besser ist es natürlich wenn man durchhält, denn am Ende kann man ja auch ein wenig Stolz sein, über sein Zertifikat.
Ferner denke ich, je nachdem welche Basis man in dem Kursus mitbringt erweiter man emens seine Kenntnisse.

Z.B. eine Sekretärin lernt mit moderneren Programmen zu Arbeiten oder Ihre Frendsprachenkenntnisse verbessern sich und das, so meine ich trägt auch etwas auf dem Stellenmarkt.

Wer wenig vorweisen kann, ist oft im Nachteil.

Ich muss aber auch sagen, dass es nach fast 16 Lahren Berufszeit hart war, denn man hat ja seine Gewohnheiten. Im Prinzip ist man irgendwie einseitig geworden. Uiii das wichtigste, ein Praktikum muss man in dem einen Jahr machen. Ich habe es angefangen in der Atlg. Verkauf und abgebrochen, weil ich keine kostenlose Arbeitskraft für eine Firma bin.

Ich fand es gut.

Oh die Kosten:
Ein solcher Kursus kostete für ein Jahr ( heute)10.000 Euro.

Nur Mut zur Weiterbildung auf bald und danke für's Lesen
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
franzi680

Rote Pfeile und viel Kaffee

ein Testbericht von 2008-03-02 10:41:55 vom 02.03.2008
Empfehlung: nein
Vorteile: guter Kaffeeautomat, SAP, nette Mitstreiter...
Nachteile/Kritik: schlechte Lernplattform, miese Dozenten
Schon bevor ich arbeitslos wurde, war mir klar, dass ich eine Fortbildung machen wollte.
Dies schlug ich dann auch, als es soweit war, meiner Vermittlerin vor. Sie sagte auch sofort zu, "jawoll, das ist eine gute Idee, machen Sie mal was in SAP". Dann schob sie mir ein paar Flyer zu und legte mir die

***DAA Braunschweig***
ganz besonders ans Herz. Also ganz Marke, "ich darf dir zwar nichts vorschreiben aber die sind da ganz gut". DAA steht übrigens für DeutscheAngestelltenAkademie.

Na gut, dann mal los. Ich schnappte mir das Telefon und versuchte einen Beratungstermin bei der DAA zu vereinbaren. Das ging auch recht schnell, in der folgenden Woche hatte ich schon einen Termin.
Der "Beratungstermin":

Frohen Mutes und voller Tatendrang ging ich also zu dem Beratungsgespräch. Dort traf ich auf eine Frau P. die mit mir zusammen einen "Lehrplan" erstellen sollte. Ich stellte mich ihr vor und erklärte ihr was ich von der Fortbildung erwartete. Ich bin also voll mit den Scheuklappen "ICH WILL SAP" hingegangen. Das war aber schon mal nicht so einfach. Denn ich musste(!) zu einem Zeitpunkt anfangen wo es keine neuen SAP-Kurse gab. Der Bildungsgutschein vom Amt hat ja leider nur einen Monat Gültigkeit, und in genau dem Rahmen muss man die Fortbildung beginnen. Suuuper.
Naja, ich bin ja gar nicht so. Man kann ja nie zu viel wissen oder erlernen. Stimmts?
Nach langem Diskutieren schlug mir die gute Frau P. vor, dass ich doch zunächst die Finanzbuchhaltungsgrundlagen durchgehen sollte, dann das Buchhaltungsprogramm KHK für die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr erlernen und dann über die Grundlagen zu SAP in das Modul SAP FI (Finanzbuchhaltung) einsteigen sollte. Danach käme dann noch das Modul SAP HCM (Personalwirtschaft) danach noch mal KHK und zum Schluss noch drei Wochen MS Access. Hm. Groß diskutieren war da nicht, sie war halt der Überzeugung, dass ich doch mit Buchführung was ganz tolles auffrischen könne. Buchhaltung hatte ich nur in der Berufsschule, daher erklärte ich mich damit einverstanden.

Das ganze nannte sich großspurig "Modulares Weiterbildungssystem" oder auch kurz MWS. Also Modul versteh ich, Weiterbildung auch, aber gibt es dabei ein System?
Aufgeregt und gespannt lief ich also nach hause und freute mich auf den Beginn der Fortbildung.

Der Beginn:
Endlich war der 3. Dezember da, und es ging los.

Gerade so hab ich es noch bis acht Uhr geschafft dort aufzuschlagen. Die Parkplatzsituation ist nämlich unter aller Kanone. Dann lief ich erst mal ins Gebäude und fragte mich durch, wo ich denn hin müsste. Dort dann angekommen, herrschte Chaos. Es war Montagmorgen, und keiner wusste vor und zurück. Ich stand also mit den anderen beiden Frauen auf dem Flur wie bestellt und nicht abgeholt. Also ergriff ich von mir aus die Initiative und sprach einfach mal so jemanden an, wie es denn für uns Neulinge losgehen sollte. "Öhm, ja, gehen sie mal in den und den Raum". Das machten wir dann auch. In dem Raum standen viele Tische, viele Stühle und alles ziemlich durcheinander umher. Na gut, wir suchten uns also einen Platz für unsere vier Buchstaben. Und warteten. Gegen halb neun kam dann doch schon mal Frau P. zu uns. Wir bekamen jeder eine Mappe mit der Hausordnung und diversen Formularen, darunter den Wochenplan, den wir jeweils am Ende der Woche abzugeben hatten, und diverse andere Formblätter, die ich aber während der ganzen Zeit, mir nicht einmal angesehen hatte. Bis auf den Zettel über Fehltage auf Grund von Vorstellungsgesprächen oder Krankheit. Es wurde uns viel erzählt, allerdings war das so unwesentlich, dass es schnell in Vergessenheit geriet. Über den Ablauf der Fortbildung kam (mal wieder) kein Wort. Dann war erstmal Pause für zwanzig Minuten. Also runter in den Innenhof, und eine durchgezogen...
Wieder oben angelangt, wurden uns die Räumlichkeiten gezeigt. WC, Teeküche und der Raum für die Dozenten. In diesem Raum wurde uns auch gleich gezeigt, wo wir uns allmorgendlich und nachmittags um drei ein- bzw. auszutragen hatten.

Dann wurden wir auch schon zum Platz geführt. Wir drei Neulinge saßen alle nebeneinander und hatten jeder unsere eigene PC-Kiste. Uns wurde erklärt wie wir uns anzumelden hatten, wie wir das Passwort für uns einrichten konnten und wie die Lernplattform, bzw. damals noch das Lernprogramm funktioniert. Dann ging es auch schon los. Bei mir sollte das Ganze mit Finanzbuchhaltung beginnen. Dazu gab man mir ein Buch, das dazugehörige Lösungsbuch und einen Ordner. Da kam mein erstes "hm, ist das Alles?"
Nein, das war zwar fast alles, aber eben noch nicht ganz. Es gab für meinen Bereich noch eine sogenannte Lernbegleiterin, die aber nur zweimal die Woche im Hause ist. Die sprach dann kurz (sagen wir mal zwei Minuten) mit mir und verschwand dann wieder. Dann saß ich da mit meinem Latein und begann das Buch durchzugehen. Fast dasselbe Buch habe ich zu hause, dafür brauch ich doch nicht in einem Lehrgang zu sitzen? Also bekam ich schon nach wenigen Minuten einen ganz gewaltigen Rappel. Wut baute sich auf. Also erstmal in der nächsten Pause eine durchziehen und frisch gestärkt wieder rauf zur Frau P.. Dieser erklärte ich, dass das für mich so nichts bringt. Da lerne ich dann doch eher mit praktischen Aufgaben. Ich muss dazu anmerken, dass ich in meiner bisherigen Arbeit mit kaufmännischer Buchführung nichts zu tun hatte. Im öffentlichen Dienst steht nun mal NOCH die Kameralistik im Vordergrund.
Daraufhin fragte sie mich erstmal blöd, "was machen wir denn da?" Also musste ich mal wieder die Initiative ergreifen. Ich schlug ihr MS Access vor, dafür waren im Plan drei Wochen veranschlagt, also reicht das bis Weihnachten. Dachte ich jedenfalls.

Nun denn, frisch ans Werk. Ran ans Lernprogramm. Das hieß dann soviel wie: "Schauen wir doch mal dem roten Pfeil beim hin und her fliegen zu." SPANNEND! Ab und an durfte ich sogar mal wohin klicken. Damit es mir nicht ganz langweilig wurde hab ich einfach immer die Zusammenfassungen am Ende der Lektionen abgeschrieben. Ist nicht Sinn der Sache, aber na gut. Übungsaufgaben gab es auch. Diese führte ich dann auch brav aus, und speicherte diese in dem eigens für mich angelegten Platz auf dem Server ab. Ich war immer der Auffassung, da würde jemand mal drüber gucken um zu sehen, ob man auch wirklich was macht, oder nur dumm da sitzt und im Internet rumsurft. Dazu aber später…
Damit war auch schon der erste Tag gelaufen. Um 15.00 Uhr, als der Staubsauger der Reinigungskraft schon brummte trug ich mich aus der Liste aus, und ging entnervt nach hause.

Ich neige ja dazu, ein wenig voreilig zu sein, deshalb rief ich noch am gleichen Tag beim Amt an, und erkundigte mich, ob das denn so sein sollte bei einer Fortbildung. Ich kannte das ja nicht, es war ja meine erste (und auch hoffentlich meine letzte) Fortbildung. Die Dame im Call-Center konnte mir aber nicht so recht weiterhelfen, und versprach, dass mich meine Vermittlerin zurückrufen würde. Der Rückruf kam auch prompt am nächsten Tag. Die Dame hörte sich das alles an, und sagte mir, dass sie mal jemanden zur Kontrolle rumschicken würden. Den hab ich bis zum 29.Februar allerdings nicht gesehen. Soviel dazu. Die Menschen in der Fortbildung sind aus der Statistik raus, alles andere, wie z.B. das Geld, was in die Fortbildung reingesteckt wird, interessiert nicht.
War das wirklich schon alles? Sollte ich da jetzt drei Monate rumsitzen und einem roten Pfeil beim Wandern zusehen?

In den nächsten Tagen ging es jedenfalls so weiter. Und wie es nun mal so ist, nach vier Tagen war ich mit Access fertig und stand wieder dumm da. Da ich irgendwie den Eindruck hatte, es ist eh egal was ich mache, sagte ich vorne bei den "Lernbegleitern" Bescheid, dass ich mit Access fertig war und ich mich nun mit PowerPoint beschäftige. Das kannte ich zwar schon zur Genüge, aber irgendwie, naja, ich kann ja nicht nur dumm da sitzen. So kümmerte ich mich dann nebenbei um PowerPoint und hauptsächlich um meine Mitstreiter, die teilweise komplette Neulinge am PC waren. Die Lernbegleiter waren nämlich meistens nicht aufzufinden. Und wenn man mal ne Frage hatte, also zu einem speziellen Programm, wie z.B. Lexware, dann konnten die auch keine vernünftige Antwort geben.
So schlug ich mich dann durch. Als Hilfsdozent, sozusagen. "Fraaaaanzieeee, kannst du mir mal sagen, wie man in Word ne Tabelle einfügt?" - "Jau, kann ich" So zog sich die Zeit bis Weihnachten hin.
Ich surfte im Internet auf der Suche nach Stellen umher, schrieb Bewerbungen wie eine Irre, und half hier und da aus.

Um uns die Suche nach Stellen zu "erleichtern" hatte man jedem Teilnehmer den Zugang zur sogenannten "Suchbasis" gegeben. Dort konnte man seine spezifischen Daten eingeben und es sollten alle möglichen Stellenangebote von diversen Jobangebotsseiten zusammengefasst dargestellt werden. Nun gut, ich gab also alle möglichen Sachen in Bezug auf meinen erlernten Beruf ein. Ich bin ja, wie vielleicht einige wissen, Verwaltungsfachangestellte. Also sozusagen, Tippse mit einem kleinen Einblick ins öffentliche Rechtssystem. Hm, nun gut, also hab ich nachdem ich auf "suchen" klickte damit gerechnet Jobangebote für Bürotätigkeiten zu bekommen. Es war so ziemlich alles dabei. Vom Schlachter bis zum Bäcker, ja dann und wann fand ich auch mal ein Stellenangebot für einen Ausbildungsplatz zur Bürokauffrau. Hä? Das kann doch nicht sein? Da muss doch irgendwo der Wurm drin sein? Dazu hab ich mich dann mal lieber nicht geäußert, denn der Herr Lernbegleiter war eh schon nicht gut auf mich zu sprechen. Ich reiß halt zu gerne mein Mäulchen auf. Also ging ich per Hand auf die Suche nach Stellen im WorldWideWeb.
Kurz vor Weihnachten war es dann soweit. Das Lernprogramm wurde, nach der Umstellung von Windows 2000 auf Windows XP (hurra) gegen die Lernplattform der DAA eingetauscht. Damit sollte nun alles besser werden. Wirklich? Ich befasste mich nur kurz damit, ungefähr so viel, damit ich wusste, wie es funktioniert und wie ich es anderen erklären kann, und stellte fest, da ist ja noch mehr Pfeilchen schauen als vorher. Schnarch. Naja, also half, surfte und suchte ich weiter.

Am Freitag vor Weihnachten kam dann gegen halb zwölf der Lernbegleiter in unser Kämmerchen und sagte mal einfach so in die Runde "wer seinen Kram fertig hat, der kann gehen". Das ließ ich mir natürlich nicht zweimal sagen, mit PowerPoint war ich schließlich schon längst durch. Aber dennoch kam ich auf der Heimfahrt ins Grübeln. Wenn ich ein böswilliger Mensch wäre, dann hätte ich den jetzt ganz gemein beim Amt ansch… können. Hm. Das hab ich dann doch lieber nicht getan. Wer weiß, in wie weit er sich dann über mich beim Amt ausgemehrt hätte. Also runterschlucken, nachhause fahren und Weihnachten feiern. Aber ganz schnell am 2. Weihnachtstag wieder zurück, denn es geht ja auch zwischen den Jahren weiter.
Der "Support" zwischen den Jahren lief folgendermaßen. Wir wurden in das andere Gebäude verfrachtet, weil das Hauptgebäude, übrigens in einem Appartement-Hotel untergebracht, zu dem Zeitpunkt nicht besetzt war. Dort begrüßte uns die Frau K. die ihre ganz eigene Vorstellung von uns Arbeitslosen hatte. Ich sollte nun anfangen, mich mit den SAP-Grundlagen zu befassen. Dazu installierte sie mir auf der Kiste die Grundlagen CD. Diese ging so, dass man über Kopfhörer einen erzählt bekam und am Ende einen kleinen Abschlusstest machte. Für den hat sich allerdings auch keinen interessiert. Und so kam es, dass ich mit der Grundlagen CD schon am ersten Tag durch war. Ich fragte sie dann einfach mal, wie es denn damit weiterginge. Antwort: "Dann machen Sie die nochmal" Toll. Sollte das jetzt bis zum 7. Januar so weitergehen? Anscheinend schon. Ich hörte mir die CD also ein zweites Mal an. Gegen Ende des zweiten Tages fragte eine Mitstreiterin höflich, ob sie denn eine Viertelstunde eher gehen könnte, da sie sonst den Anschlusszug nach hause (es war der Freitag vor Silvester) nicht bekommen würde. Antwort: "Nein, das geht nicht, es könnte ja noch jemand vom Arbeitsamt vorbeischauen". Ganz sicher. Zwischen den Jahren auf einem Freitag um zehn vor drei guckt noch einer vom Amt vorbei. Klar. Diese Frau, war der Auffassung, dass wir Arbeitslosen wohl eine Art niederes Volk sind, dass Glück hat, überhaupt so was Tolles wie eine Fortbildung machen zu dürfen. Meiner Ansicht nach hat die Dame ihren Beruf verfehlt, denn ohne uns niederes Völkchen, hätte sie keine Arbeit. Vielleicht hat es ihr auch einfach nicht gepasst, dass sie als einzige Dozentin, sich zwischen den Jahren um uns Dummies zu kümmern hatte. Verbuchen wir es also mal in diese Richtung.

Nach Neujahr ging es noch die drei Tage so weiter. Anderes Gebäude, komische, mies gelaunte Dozentin, gähnende Langeweile. Es stellte sich für mich dann heraus, dass ich doch noch weitere Lern-CDs für SAP durchgehen könnte. Ach nee, auf einmal? Komisch. Das tat ich natürlich auch, schrieb aber weiterhin Bewerbungen, auch online, wie eine Irre. Am Donnerstag nach Neujahr bekam ich einen Anruf, dass ich sofort meine Bewerbungsunterlagen vorbeibringen sollte, damit diese noch ins Auswahlverfahren einbezogen werden können. Da hab ich mich dann riesig drüber gefreut. Ich füllte also den Fehl-Zettel aus, ließ ihn unterschreiben und war für den Tag weg. Das ging ohne Probleme, war ja für Bewerbungsmaßnahmen. Es ist zwar nie eine Antwort auf die Bewerbung gekommen, aber egal.
Nächstes Kapitel: SAP

Wegen SAP hatte ich mir ja den ganzen Sums überhaupt erst angetan. Am 7. Januar ging es dann auch endlich los. SAP-Finanzbuchhaltung. Dazu gab es sogar einen Dozenten, der die ganze Zeit vor Ort war. Innerhalb des speziellen SAP-Raumes gab es keinen Internetzugang. Das ist nicht wild, denn fürs Surfen hat man dabei sowieso keine Zeit. SAP wird hier in Braunschweig von einem SAP-Consultant unterrichtet, der auch für Firmen SAP einrichtet. Also, der hat wirklich mal richtig Ahnung.
Die Module in SAP werden in Braunschweig parallel unterrichtet. Also immer zwei gleichzeitig in einem Raum. Also er erzählt was für die einen, und die andere Gruppe hat was zu tun. Also entweder Aufgaben oder sich eben in ein neues Thema einlesen.
Für mich lief das ganz gut, ich kann Nebengeräusche ganz gut abstellen, wenn ich richtig konzentriert bin. Andere hatten damit so ihre Probleme. Nun gut. Leider machte mir zum Abschluss dieses Kurses, mein Körper einen Strich durch die Rechnung. Ich lag eine Woche mit Grippe, inkl. Fieber, Husten, Schnupfen, Schwindelanfällen… flach, so dass ich nicht in der Lage war, zum Seminar zu gehen. Vom Verwaltungsaufwand kein Problem, gelber Schein eingereicht und gut ist. Die Klausur im Thema Finanzbuchhaltung hab ich somit auch nicht mitschreiben können.

In der darauffolgenden Woche ging es dann mit SAP Personalwirtschaft weiter. Das fiel mir ziemlich leicht, obwohl ich davon nahezu null Ahnung hatte. Er erklärte uns die Thematik anhand des Programmes wunderbar und verständlich, vermittelte sogar Hintergrundwissen, in Bezug auf Steuern und Sozialversicherung. Das nenn ich mal "bh"! Am Ende der zweiten Woche war dann die Klausur an der Reihe, diese war angesetzt bis halb eins, also viereinhalb Stunden. Ich ging um zwanzig vor elf. Damit war mein SAP Modul beendet. Und am Montag drauf hätte es geheißen, auf zu KHK.
Dazu kam es aber leider nicht, da ich mir, wie zunächst angenommen, einen Hexenschuss zuzog, der mich praktisch bewegungsunfähig machte. Das Ganze stellte sich im Verlauf der Woche noch als irgendwas mit den Bandscheiben heraus, was das nun genau war, wollte ich gar nicht erst wissen. Also ging mir wieder eine Woche flöten. Naja, egal. Ich kanns nicht ändern. Ich bin zwar an sich kein Jammerlappen, aber ich konnte nicht mal Autofahren, geschweige denn stundenlang auf einer Stelle sitzen.

Aber nun wirklich. KHK Classic Line 07 Finanzbuchhaltung. Morgens richtete Herr H. das Programm auf meinem PC ein, und ich konnte loslegen. Man händigte mir einen Ordner mit den Übungsaufgaben aus. Diese Übungsaufgabe bezogen sich leider auf das Vorgängerprogramm, so dass ich die meiste Zeit damit verbrachte mir die richtigen Wege und Eingabemasken zu suchen. Ständig lief ich umher um jemanden zu finden, der mir den ganzen Plunder mal erklärt. Aber: niemand da. Und wenn jemand da war, dann wars der Falsche. Schnief, heul. Mag nicht mehr. So macht das Ganze doch keinen Spaß. Man muss sich mal überlegen, die Herrschaften bekommen 2.500 Euro dafür, dass sie mir da drei Monate lang was beibringen. Und was passiert? Keiner da. Oder, ich bringe anderen was bei. Das kanns nicht sein. Also beschränkte ich mich, nachdem ich praktisch tagelang bei KHK auf der Stelle trat aufs Stellen suchen und Bewerbungen schreiben. Also mit Kopien und Toner hab ich da für mich vielleicht doch noch 50 Taler rausgeholt.
Nun denn, letzten Mittwoch war das Abschlussgespräch. Das sollte eigentlich mit der Frau P. stattfinden, aber diese war leider im Krankenhaus. Deshalb wurde ich kurzerhand von Frau K. in Empfang genommen. Hm. Die kennt mich ja nun gar nicht. Aber egal, dann erzähl ich ihr mal was. Sie wollte zunächst wissen, was ich denn alles gemacht hätte. Wie? Hat sich denn niemand mein Gesumse mal angesehen? Kann doch alles nicht wahr sein. Also betete ich ihr, ehrlich wie ich bin, alles herunter was ich so gemacht hatte, und bestand darauf, dass auch meine Note vom SAP-Kurs auf dem Zeugnis steht. Das ist nämlich auf keinen Fall so Usus. Aber ich bin der Meinung, wenn da schon was Gutes bei rauskommt, dann darf das auch gezeigt werden!
Fakt ist, ich hätte der guten Frau alles Mögliche erzählen können, und würde da auf mein Zeugnis alles an Modulen geschrieben bekommen, was ich ihr so erzähle. Menno, warum bin ich nur so ehrlich?
Sie fragte mich noch nach meiner Meinung über das System der DAA. Daraufhin habe ich erst einmal kräftig geschluckt und dann aber nur ganz zart geantwortet, dass ich es so toll nicht fand. Ich hätte ihr noch eine Menge mehr erzählen können, aber ich hab es gelassen, da sich die Frau ja kaum mit mir hat befassen können. Aber mal ehrlich: System? Na gut, Chaos ist auch ein System…
Auf meine Frage, wann ich denn mein Zeugnis erhalten würde, bekam ich nur die Antwort, dass es so ungefähr zwei Wochen dauern könne, bis ich das zugeschickt bekäme. Wie? Das kanns doch wohl nicht sein. Es stand von Anfang an fest, dass ich die DAA am 29. Februar verlassen würde. Ist es da so schwer, mal eben den Vordruck im PC zu öffnen und meine Daten da hineinzutippen? *kopfschüttel*
Zu dem Zeitpunkt war mir das dann aber auch egal, und ich wartete nur noch sehnsüchtig auf den 29. Februar, 15.00 Uhr.

Was ich vermissen werde:
Die netten Gespräche mit den vielen Mitstreitern. Das Belauschen von den Neulingen, die sich genau wie ich am Anfang, sehr aufregten. Den Kaffeeautomaten. Den Süßigkeitenautomaten und last but not least: den Laserdrucker…
Was ich nicht vermissen werde:
Die morgendliche Parkplatzsuche. Das Knöllchen am Auto. Die "Lernbegleiter". Und vor allem: den roten Pfeil.

Fazit:
Fortbildung ist eine ganz tolle Sache. Ich bin da freiwillig hingegangen. Habe auf den Rat des Amtes gehört und mir die DAA angetan. Bin ich schlauer geworden? Ein bisschen. Also SAP war klasse, da gibt es nichts. Aber fünf Wochen füllen leider keine drei Monate. Also wenn ihr die Möglichkeit habt, euch eine Fortbildungsstätte auszusuchen, schaut euch genau an, was der Markt bietet, wenn ihr nicht, so wie ich, diese Zeit therapeutisch im Bericht verarbeiten wollt.

Vielen Dank für Lesungen, Bewertungen und Kommentare.
Schlusswort: Man tat das gut, das mal aufzuschreiben.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 2,00 / 5,00 2
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Qualität der Ausbildung:Qualität der Ausbildung von Deutschen-Angestellten-Akademie : 2,0 schlecht
Schwierigkeitsgrad der Ausbildung:Schwierigkeitsgrad der Ausbildung von Deutschen-Angestellten-Akademie : 2,0 eher gering
Arbeitsaufwand:Arbeitsaufwand von Deutschen-Angestellten-Akademie : 4,0 gering
Einstellungschancen:Einstellungschancen von Deutschen-Angestellten-Akademie : 2,0 schlecht
Kosten:Kosten von Deutschen-Angestellten-Akademie : 1,0 sehr hoch
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Kommentare
campino
campino, 22.04.2008
Interessanter Bericht! LG Andrea
MOFFt
MOFFt, 02.03.2008
top
morla
morla, 02.03.2008
lg. petra
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Produktbeschreibung Deutschen-Angestellten-Akademie

 
Allgemeine Informationen Deutschen-Angestellten-Akademie
gelistet seit: 09.09.2003
Bewertung durch unsere Mitglieder
Produktbewertung: Kundenbewertung 2,70 / 5,00
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