Deutsches Rotes Kreuz Rettungshundestaffel
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Deutsches Rotes Kreuz Rettungshundestaffel

Platz 5 in der Kategorie "Mehr zum Thema Haustiere". Themenbereich: Sonstige Themen / Hundestaffel, die zur Rettung von Vermissten Personen ausgebildet wird ...mehr
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Deutsches Rotes Kreuz Rettungshundestaffel gebraucht & neu

Deutsches Rotes Kreuz Rettungshundestaffel Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

danysahne123

:-:-:Hunde retten Leben:-:-:

ein Testbericht von 2005-08-13 05:35:13 vom 13.08.2005
Empfehlung: ja
Vorteile: Siehe Text...
Nachteile/Kritik: Viel, viel Zeit notwendig
Seit nunmehr zwei Monaten widme ich meine freie Zeit der Rettungshundestaffel in unserem Landkreis. Es ist jetzt an der Zeit, darüber zu berichten.

Ich habe zuhause drei Golden Retriever: einen Rüden 2 Jahre alt, eine Hündin 6 Jahre alt und eine Hündin 10 Monate alt. Als ich vor zwei Monaten eine Vorführung der Rettungshundestaffel erlebte, war ich sofort begeistert und wollte unbedingt mitmachen. Die Rettungshunde werden im Namen des Deutschen Roten Kreuzes ausgebildet, um im Notfall vermisste Personen finden zu können.

Ich begann schon eine Woche später das Training in unserer Hundestaffel mit meinem Rüden. Alles lief prima. Er machte prima mit und fand mich bei den Übungen immer mühelos. Aber als seine Damen dann läufig wurden, drehte er offensichtlich frei. Dabei hat er beim Training eine Hündin gebissen. Oh nein, das darf doch nicht wahr sein. Ich war am Boden zerstört. Mein Max! Ich hatte so große Hoffnung in ihn gesetzt. Nach einer schlaflosen Nacht stand mein Entschluss fest: ich werde weitermachen, aber nicht mit Max, sondern mit Sisi, meiner jüngsten Hündin. Mit ihr läuft jetzt alles problemlos. Sie ist absolut brav, will mit den anderen Hunden nur spielen und denkt nicht im Traum daran, zu knurren oder gar zu beißen.

Doch nun erst einmal zur Rettungshundearbeit allgemein. Die Hunde, die die Ausbildung antreten, sollten prinzipiell unter 5 Jahren alt sein. Denn die Ausbildung allein dauert schon mindestens zwei Jahre und das Leben eines Hundes ist doch relativ kurz im Vergleich zu uns Menschen. Also sollte man so früh wie möglich mit der Ausbildung beginnen. Je jünger der Hund ist, umso leichter lernt er neues. Die Größe und die Rasse spielen eigentlich keine Rolle. Wichtig ist nur, dass der Hund auf keinen Fall aggressiv oder ängstlich ist. Alles andere kann man lernen.

Rettungshundearbeit ist sehr zeitaufwendig. Zwei mal pro Woche wird für ca. 3 Stunden trainiert. Der Hundeführer muss dem DRK beitreten. Der monatliche Beitrag beträgt bei uns zwei Euro. Diese kommen der Rettungshundestaffel zugute. Eine Vergütung für Einsätze oder Vorführungen gibt es regulär nicht. Alles ist freiwillig.

Bevor die eigentliche Ausbildung des Hundes beginnt, muss er vor einem Prüfungskomitee des DRK einen Eignungstest bestehen. Diesen hat meine Sisi am Sonntag bravourös bestanden. Wir waren 14 Hunde + Hundeführer und mussten verschiedene Disziplinen durchlaufen. Zuerst kam der Spielkreis. Dazu stehen 5 Personen in einem Kreis und müssen abwechselnd den Hund mit Leckerlis und einem Spielzeug anlocken. Der Hundeführer darf den Hund nicht beeinflussen. Die Prüfer sehen dabei, ob der Hund sich vom Hundeführer lösen kann und ob er interessiert an anderen Menschen ist. Nach dem Spielen schließt sich der Spielkreis, das heißt der Hund bleibt ohne Kommando beim Hundeführer. Die Personen laufen ohne Augenkontakt auf den Hund zu. Das geschieht in drei Geschwindigkeiten. Der Hund muss beim Hundeführer bleiben und darf keine Angst zeigen.

Bei der nächsten Disziplin geht der Hund über unterschiedliche Materialien, z.B. ein Eisengitter, Folie, Plastik o.ä. Dann muss er durch eine lange Röhre gehen, auf einem Balken laufen, der 50 cm über dem Boden ist und anschließend den Verweistest machen. Verweistest heißt, der Hundeführer versteckt sich in einer Röhre oder ähnlichem. Der Hund muss nun die Fährte aufnehmen und versuchen, an den Hundeführer zu kommen. Das ist eigentlich die wichtigste Disziplin beim Eignungstest. Denn wenn ein Hund so gar kein Interesse daran zeigt, ist er eigentlich auch nicht für den Suchdienst geeignet.

Die dritte Disziplin beinhaltet vorbeilaufen an offenem Feuer, an einem fahrendem und hupendem Auto, an einer lauten Motorsäge und an einer Blechtonne, auf die geschlagen wird. Die einzelnen Punkte können durchaus variieren. Es geht vor allem darum, dass der Hund sich nicht von lauter Akustik von seinen Aufgaben ablenken lässt. Im Ernstfall wird es nicht immer leise sein. Also muss der Hund darauf vorbereitet werden.

Zum Abschluss stellen sich alle Hundeführer mit ihren Hunden in einer langen Reihe auf und laufen im Slalom nacheinander um die anderen Hunde + Hundeführer. Die Hunde dürfen dabei nicht aggressiv, aber auch nicht ängstlich sein. Ideal ist es, wenn ein fremder, für die Hunde unbekannter Hund dabei ist.


Was bin ich stolz auf Sisi und auch auf mich. Wir haben den Eignungstest bestanden! Nun geht die eigentliche Ausbildung los. Für mich heißt das: Sanitäterausbildung, Trümmerkenntnis, Funkausbildung. Viel, viel Zeit wird das kosten. Aber ich bin ja nicht allein. Für Sisi wird es nun intensiv an die Such-Übungen gehen. Wir werden in unterschiedlichen Geländen verschiedene Situationen trainieren. Sie wird in Flächensuche und Trümmersuche ausgebildet und nach mindestens zwei Jahren geprüft.

Das Flächentraining:
Ziel ist es, dass der Hund kontrolliert und doch selbstständig ein Suchgebiet nach einer vermissten Person absucht. Dazu muss er einen Bereich von 50 m Breite abdecken können. Ist der Hund bei einer vermissten Person angelangt, dann soll er durch lautes und anhaltendes Bellen seinem Hundeführer anzeigen, dass er jemanden gefunden hat. Also: "Gib Laut, Sisi"
Beim Opfer angelangt, hat der Hundeführer die Erstversorgung der evtl. verletzten Person vorzunehmen, daher ist es enorm wichtig, dass dieser auch eine Sanitäterausbildung hat.

Das Trümmertraining:
Das Training für die Trümmersuche dient dazu, bei eingestürzten Häusern und bei Erdbeben nach verschütteten Opfern suchen zu können. Bei dieser Art der Suche ist der Hundeführer auf die Geschicklichkeit seines Hundes angewiesen, da es für einen Hund wesentlich leichter ist, sich auf den Trümmern zu bewegen. Der Hund hat sich dabei selbstständig auf Zeichen des Hundeführers über die Trümmer zu bewegen. Hat er ein Opfer ausgemacht, so muss er dies durch verbellen anzeigen. Auch hierbei hat der Hundeführer wieder die Erstversorgung zu übernehmen.

Im Deutschen Roten Kreuz sind gegenwärtig ca. 200 einsatzfähige Rettungshundeteams ausgebildet, die in den DRK-Landesverbänden in Rettungshundestaffeln eine harte Aus- und Fortbildung sowie die Vorbereitung auf einen möglichen Einsatz im In- oder Ausland betreiben. Wenn alles gut geht, gehören wir in zwei Jahren auch dazu...
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Produktbeschreibung Deutsches Rotes Kreuz Rettungshundestaffel

Technische Daten und Produkteigenschaften
Hundestaffel, die zur Rettung von Vermissten Personen ausgebildet wird
Allgemeine Informationen Deutsches Rotes Kreuz Rettungshundestaffel
gelistet seit: 05.07.2005
Hersteller: Deutsches Rotes Kreuz
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