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Die Blutsbrüder von Gor (Band 18) - John Norman
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Die Blutsbrüder von Gor (Band 18) - John Norman
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Die Blutsbrüder von Gor (Band 18) - John Norman

Platz 103 in der Kategorie "Medien & Unterhaltung Bücher - A-E". Heyne Nr. 06/4224, München, 1985 ...mehr
Bewertung: Kundenbewertung 5,00 / 5,00 (5.0 von 5)

Die Blutsbrüder von Gor (Band 18) - John Norman Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

mima007

So gut wie David Gemmell: spannend, abenteuerlich, actionreich

ein Testbericht von 2003-03-20 12:19:20 vom 20.03.2003
Empfehlung: ja
Vorteile: Action, Abenteuer, Tempo, Humor...
Nachteile/Kritik: dt. Ausgabe stark gekürzt
Im 17. Abenteuer der Gor-Saga, "Die Wilden von Gor", machte sich Tarl Cabot auf die Socken, um die Prärie zu erkunden, wo er es mit indianerähnlichen Kriegern und furchteinflößenden Aliens, den Kurii, zu tun bekommt. Diese Agenten-Mission wird nun in "Blutsbrüder von Gor" abgeschlossen.

Handlung

Inzwischen ist Tarl von den Kriegern der Prärie zu einer Art Sklave pro forma und honoris causa gemacht worden. Dadurch ist die Ehre des Stamms ebenso gerettet wie sein Leben. Er lebt sich ein und vedient sich die Achtung seines pro-forma-Herrn, des Kriegers Canka. Sein niederer Stand hindert Tarl nicht daran, Nachforschungen anzustellen, was es mit dem geplanten Friedensschluss mit den verfeindeten Gelbmessern auf sich hat. Beim Stamm der Kaiila ist man sich der lauteren Absichten der Gelbmesser sicher und fürchtet keinen Angriff, da ja schließlich die Zeit der Feste und Feiern im Sommerlager jedem Stamm heilig ist. Tarl findet jedoch heraus, dass die drei angeblichen Friedenshäuptlinge, die bei Häuptling Watonka auf Besuch sind, in Wahrheit Kriegshäuptlinge sind!

Mit seiner Erkenntnis rennt Tarl verzweifelt von Pontius zu Pilatus, denn sowohl Canka als auch andere Häuptlinge sind verschwunden. Dabei soll doch in Kürze der große Friedensrat beginnen, allerdings in einer Halle, die Tarl nicht betreten darf. Als er Watonka informiert, wird er barsch abgewiesen und kann froh sein, nicht getötet zu werden. Nur sein Freund Cuwignaka, Frauenhemd, glaubt ihm und ergreift Maßnahmen. Aber auch die kommen bereits zu spät: Der Angriff der Gelbmesser ist bereits in vollem Gange, in den Versammlungshalle werden die hohen Ränge der Kaiila ausgelöscht.

Plötzlich tauchen Tarnkrieger auf und beschießen die in wilder Panik umherlaufenden Menschen. Als sich unter Cuwignakas und tarls Führung der Widerstand an einer Stelle organisiert, taucht unvermittelt die verschollene Kavallerie des Oberst Alfred auf. Sie hat sich dem Bündnis gegen die Kaiila, die Wochen zuvor ihren Feldzug vernichteten, angeschlossen. Die Chancen stehen schlecht. Als dann auch noch die furchterregenden Kurii auftauchen, glauben die Verteidiger an Geister und ergreifen in heilloser Verwirrung die Flucht. Cuwignaka und Tarl gelingt die Flucht.

Diese erste Schlacht nimmt rund hundert Seiten ein. Auf den restlichen 200 Seiten gelingt es den beiden Helden, die versprengten Kaiila zusammenzuführen und den Widerstand zu organisieren. Mit recht unwahrscheinlichen Methoden gelingt es ihnen, eigene Tarnvögel zu fangen und abzurichten. Schließlich kommt, was kommen muss: die entscheidende Schlacht. Weil man das Bündnis, das die Kurii mit den Soldaten und den Gelbmessern geschmiedet haben, in eine Falle gelockt hat, gelingt eine großartige Kriegslist. Dennoch steht es auf Messers Schneide, ob die knapp 200 Kriegern den mehreren tausend Angreifer auf einem großen Felsen standhalten können. Die Schlacht dauert drei Tage, bis sich eine entscheidende Wende zeigt, als sich der Kur-Alien namens Zarendargar, den zu suchen Tarl überhaupt erst in die Prärie gekommen ist, den feindlichen Kurii, der ihn verfolgenden Todesschwadron, stellt.

Fazit

Wie man sieht, ist der Roman recht einfach aufgebaut: In der Mitte die Niederlage und Beinahe-Vernichtung des Kaiila-stammes, die Formierung des Widerstands und die abschließende siegreiche Schlacht. Ein David Gemmell etwa könnte diese Struktur ebenso wirkungsvoll umsetzen und mit interessanten Details ausschmücken.

Und ebenso wie bei gemmell durchlaufen viele Figuren bei John Norman eine Wandlung, mit der Ausnahme von Tarl selbst. Diese Wandlungen snd sehr interessant zu verfolgen und machen den eigentlichen Reiz des Buches aus. Da sind zunächst die zwei Blutsbrüder Tarls. Cuwignaka wird als "Frauenhemd" bezeichnet, weil er sich weigerte, gegen den Stamm der Fleer zu kämpfen. Ironischerweise macht er durch seine mutigen Taten seinem Schand-Namen alle Ehre, und zweitens kommen die Fleer den Kaiila nur zu Hilfe, weil sich ein Kaiila weigerte, gegen sie zu kämpfen.

Der andere Blutsbruder ist der Kaiila-Krieger Hci, und seine Wandlung ist noch weitaus interessanter. Durch eine Verunstaltung im gesicht war er eine Art Menschen- und Frauenhasser geworden. Besonders auf Cuwignaka und Tarl als die vermeintlich Schwächsten hatte er es abgesehen, wobei sie einmal fast umgekommen wären. Doch Hci glaubt auch an die Geisterwelt und den Code des Kriegers. Durch Lügen verletzte er seinen Code und glaubte fortan, dass sein mit magischen Sprüchen, der "Medizin", gesegneter Schild ihn nicht mehr schützen würde. Tarl sieht verblüfft, wie sich Hcis Schild von selbst bewegt. Im entscheidenden Moment hebt sich tatsächlich der Schild, um Hci schutzlos preiszugeben! Erst nachdem er gesund gepflegt worden ist, wandelt sich Hcis Einstellung gegenüber Tarls, dem Ungläubigen, und Cuwignaka, dem vermeintlichen Feigling, grundlegend. Hci spielt eine wichtige Rolle in der finalen Schlacht am Ratsfelsen.

Es gibt noch viele weitere Wandlungen, die aber vor allem Frauen betreffen. Von diesen ist die wichtigste jene unter den Waniyanpi, den "Gleichen", die der Lehre anhingen, dass Mann und Frau gleich und daher geschlechtslos seien. Interessanter weise sind es die Frauen unter den Waniyanpi, die diesen Wahnsinn als erste zurückweisen, da er ihnen verbietet, Frauen zu sein.

Ausgaben

Im Original hat das Buch 480 eng bedruckte Seiten. Davon sind in der deutschen Ausgabe noch ungefähr 350 weit gesetzte Seiten übriggeblieben. Dennoch ist auch die deutsche Ausgabe nur schwer und im Antiquariat zu hohen Preisen zu bekommen. Interessierte sollten sich daher bei ebay.de umsehen, um halbwegs preiswerte Angebote zu finden.

Hintergrund

In seinem bis dato 26 Bände umfassenden Gor-Zyklus erzählt der amerikanische College-Professor John Norman (eigentlich John Lange) die Abenteuer von Menschen auf der Welt Gor, einem Planeten, der sich in seiner Umlaufbahn um unsere Sonne der Erde genau gegenüber befindet.

Gor ist somit eine Art Zwillingswelt, allerdings weitaus wilder, altertümlicher, wenig erforscht und von zwei Alienspezies umkämpft, den auf Gor im Verborgenen herrschenden Priesterkönigen und den sie bedrängenden Kurii. Raumschiffe der Priesterkönige verkehren zwischen Erde und Gor: Sie bringen geheime Technik, Gold und entführte junge Damen auf die Gegenerde. Der Zyklus entstand zwischen 1966 und 1988.

Michael Matzer © 2003ff

Info: Blood Brothers of Gor, 1982; Heyne Nr. 06/4224, München, 1985; aus dem US-Englischen übertragen von Thomas Schlück; ISBN 3-453-?
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Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
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Produktbeschreibung Die Blutsbrüder von Gor (Band 18) - John Norman

Technische Daten und Produkteigenschaften
Heyne Nr. 06/4224, München, 1985
Allgemeine Informationen Die Blutsbrüder von Gor (Band 18) - John Norman
gelistet seit: 15.09.2003
Bewertung durch unsere Mitglieder
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Allgemeine Informationen
Autoren von A-Z:
Kategorie: Science Fiction & Phantastische Literatur 
Autor: John Norman 
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