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Die Wilden von Gor (Band 17) - John Norman
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Die Wilden von Gor (Band 17) - John Norman
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Die Wilden von Gor (Band 17) - John Norman

Platz 97 in der Kategorie "Medien & Unterhaltung Bücher - A-E". Heyne Nr. 06/4195, München, 1985; ca. 250 Seiten ...mehr
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Die Wilden von Gor (Band 17) - John Norman gebraucht & neu

Die Wilden von Gor (Band 17) - John Norman Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

mima007

Mit Philosophie durch die Prärie

ein Testbericht von 2009-06-13 17:52:00 vom 13.06.2009
Empfehlung: ja
Vorteile: spannend, actionreich, erotisch, philosophisch, sehr ironisch ...
Nachteile/Kritik: gibts nur noch im Antiquariat/bei ebay.de
Zu Indianern, "Cowboys", Ungeheuern und schönen Frauen führt Tarl Cabot das 17. Abenteuer der Gor-Saga. In den Weiten des Graslandes bekommt er es schließlich mit indianerähnlichen Kriegern und cleveren Händlerinnen zu tun bekommt. Dieses Abenteuer wird erst in "Blutsbrüder von Gor" abgeschlossen.

Handlung
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Zwei Kur-Ungeheuer, ein Diplomat und ein Kriegerhauptmann, sind nach Port Kar gekommen und haben Tarl und Samos, die zwei wichtigsten Kapitäne der Stadt um eine Unterredung gebeten. Allerdings nur, um ihnen ein Angebot zu machen. Sie verfolgen den abtrünnigen Kur-General Zarendargar, gegen den Tarl einst (in "Bestien von Gor", Band 12) in der Arktis Gors gekämpft hatte. Tarl hatte geglaubt, der General sei in einer Atomexplosion umgekommen. Nun ist er in der östlichen Einöde gesehen worden. Tarl und Samos sollen den beiden Kurii helfen, Zarendargar zu finden und zu töten. Sie sind offenbar keine Unterhändler, sondern eine Todesschwadron!

Doch Tarl lehnt das Angebot ab, denn Zarendargar ist für die Priesterkönige, denen Tarls Loyalität gilt, lebend mehr wert als für die Kurii tot. Aus Wut versuchen die beiden Kurii, Tarl und Samos zu töten. Das misslingt zwar, doch die Kurii können entkommen. Wer aber soll Tarl Zarendargar, quasi ein Verbündeter also, vor dieser Todesschwadron warnen und retten? Tarl muss sich in die Prärien wagen, wo die "Indianer" wirklich noch verdammt wild und Eindringlinge ganz und gar nicht erwünscht sind.

Er schließt sich in einer Grenzstadt à la Dodge City einem Händler namens Grunt an, der mit den Wilden regen Handel treibt, offenbar als einziger. Auf dem Weg in die Stadt ist Tarl an einem Siedlertreck und einem kleinen Heer von 1000 Mann vorbeigekommen. Er gibt beiden Gruppen keine hohen Überlebenschancen auf ihrem Weg in die Prärien.

Schon nach wenigen Wochen auf ihrer erfolgreichen Handelsreise stoßen Tarl und seine Freund Grunt auf unheilverkündende Spuren und hören Berichte. Nur drei Tage später stoßen sie auf ein Schlachtfeld, auf dem Trümmer und Leichen von dem Untergang der Armee und der Siedler künden. Interessanterweise sind 17 Wagen der Armee, in denen Tarl eine versteckte Kurii-Todesschwadron vermutet hatte, leer und nur neun der Wesen tot. Aber die Freie Frau Lady Mira, die als Agentin der Kurii die Söldner begleitet hatte, lebt noch, ebenso ihr Gefangener namens Cuwignaka, ein Wilder.

Nun folgen komplexe Transaktionen mit den siegreichen Stämmen und Kriegergesellschaften: Grunt verliert alle seine kostbaren Sklavinnen, was ihn nicht gerade freut; und Tarl verliert seine Freiheit. Er begleitet Cuwignaka, den er vor dem Tod durch Verdursten gerettet hat, in das Lager des siegreichen Kaiila-Stammes. Lady Mira aber wird in eine Gemeinschaft von Gleichen aufgenommen. Im nächsten Band soll sich das, was sie als Rettung vor Sklaverei begrüßt hatte, als bittere Strafe herausstellen. Der Humor der Wilden lässt doch sehr an Rücksichtnahme gegenüber edlen Damen zu wünschen übrig.

Mein Eindruck
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"Die Wilden von Gor" versetzt den Leser in die Zeiten des Wilden Westens, als Siedler in das Indianerland eindrangen, Kavallerie Strafexpeditionen ausführte und Cowboys ihre Späße in den Saloons der Grenzstädte trieben. Natürlich stellt John Norman all dies in einem Gor-Kontext dar. Er lässt keinen Zweifel daran, dass er für die "Roten Wilden" große Sympathie hegt. Ihre Sprache wird ebenso detailliert vorgestellt wie der innere Aufbau ihrer Kultur, in der die ziehenden Büffelherden und der Kampf eine zentrale Rolle spielen. Die Begegnung mit diesem Volk bzw. seinen Stämmen ist von hoher Spannung und Achtung füreinander gekennzeichnet.

Das humorvolle Gegenstück dazu sind die "Gleichen" oder Waniyanpi. Sie bauen Gemüse an, das sie im Dienst der Stämme ernten und liefern. Allerdings unterleigen sie anscheinend der Wahnvorstellung, dass Frau und Mann einander gleich seien, ja, dass es da keinerlei Unterschiede gebe und so etwas wie Sex schon gleich gar nicht. Tarl findet allerdings sehr schnell heraus, dass ihr Glaubensgebäude – die "Lehre" - überhaupt keinen Bezug zur Realität hat. Der Umstand, dass Lady Mira dazu begnadigt wurde, bei den "Gleichen" zu leben, kommt daher einer Einweisung in die Irrenanstalt gleich – Tarl hält dies für einen guten Witz.

Zahlreiche philosophische Unterhaltungen machen dem Leser des Originals klar, dass es Norman ein wichtiges Anliegen ist, die Absurditäten mancher irdischer Gesellschaften zur Debatte zu stellen. Dies führt sogar zu linguistischen Erörterungen über bestimmte Begriffe wie etwa "die Jungfernschaft verlieren", deren verborgene Grundannahmen er mit den Methoden der Dekonstruktion offenlegt und einer kritischen Betrachtung zuführt.

Für einen Akademiker (wie mich) mögen solche Unterhaltungen vielleicht reizvoll sein, sind aber für den Fantasyleser wohl von geringerem Interesse. Ich nehme daher an, dass sie in der Ausgabe, die im Heyne-Verlag erschien, komplett gestrichen wurden. Ich bespreche hier das Original.

Hintergrund

In seinem bis dato 27 Bände umfassenden Gor-Zyklus erzählt der amerikanische Philosophie-Professor John Norman (eigentlich John Lange) die Abenteuer von Menschen auf der Welt Gor, einem Planeten, der sich in seiner Umlaufbahn um unsere Sonne der Erde genau gegenüber befindet.

Gor ist somit eine Art Zwillingswelt, allerdings weitaus wilder, altertümlicher, wenig erforscht und von zwei Alienspezies umkämpft, den auf Gor im Verborgenen herrschenden Priesterkönigen und den sie bedrängenden Kurii. Raumschiffe der Priesterkönige verkehren zwischen Erde und Gor: Sie bringen geheime Technik, Gold und entführte junge Damen auf die Gegenerde.

Michael Matzer © 2009ff

Info: Savages of Gor, 1982; Heyne Nr. 06/4195, München, 1985; ca. 220 Seiten (Original: 340 Seiten), aus dem US-Englischen übertragen von Thomas Schlück; ISBN 3-453-31168-X
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Kommentare
rob1980
rob1980, 14.06.2009
toller Bericht, gut geschrieben.. ich freue mich über Gegenlesung.. lg rob1980
dz161
dz161, 14.06.2009
Toller Bericht. lg diaz161
willma1984
willma1984, 17.06.2009
Toller Bericht! LG willma1984 :
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Produktbeschreibung Die Wilden von Gor (Band 17) - John Norman

Technische Daten und Produkteigenschaften
Heyne Nr. 06/4195, München, 1985; ca. 250 Seiten
Allgemeine Informationen Die Wilden von Gor (Band 17) - John Norman
gelistet seit: 15.09.2003
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Allgemeine Informationen
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Kategorie: Science Fiction & Phantastische Literatur 
Autor: John Norman 
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