Die drei von Cordova - Edgar Wallace
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Platz 74 in der Kategorie "Medien & Unterhaltung Bücher - A-E".
Bewertung: Kundenbewertung 3,80 / 5,00 (3.8 von 5)

Die drei von Cordova - Edgar Wallace gebraucht & neu

Die drei von Cordova - Edgar Wallace Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 3,80 / 5,00 (3.8 von 5)
von 100% aller Autoren empfohlen (2/2).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • viele aufgeworfene Fragen, die auf ihre Lösung warten
  • klassischer Krimi
Nachteile/Kritik
  • oft zu vorhersehbar, kleinere Längen
  • Superhelden?
orlan

Viele Hunde sind des Hasen Tod

ein Testbericht von 2005-09-25 09:31:54 vom 25.09.2005
Empfehlung: ja
Vorteile: viele aufgeworfene Fragen, die auf ihre Lösung warten ...
Nachteile/Kritik: oft zu vorhersehbar, kleinere Längen
"Die drei von Cordova" ist ein Kriminalroman von Edgar Wallace. Er ist im englischsprachigen Original unter dem Titel "The Just Men of Cordova" erschienen. Die Übersetzung stammt von Ravi Ravendro.

Inhalt
*****
Eine Gruppe von Männern, die sich selbst "Die vier Gerechten" nennen, jagt Verbrecher, die der Justiz immer wieder durch die Lappen gehen. Es genügt ihnen allerdings nicht, die Bösewichter zu überführen und der Polizei zu übergeben. Sie übernehmen gleich das Amt des Richters und (im Bedarfsfall) des Henkers gleich mit.
Momentan sind "Die vier Gerechten" einem ganz gerissenen Mann auf der Spur, der sich Oberst Black nennt und in der Londoner Finanzwelt recht erfolgreich operiert. Seinen Erfolg hat er des Öfteren allerdings nur einem seltsamen Umstand zu verdanken, der seine ärgsten Widersacher einen ganz plötzlichen Tod sterben lässt.
Was für ein Zufall, dass Oberst Blacks langjähriger Partner Dr. Essley ein Experte für pflanzliche, kaum oder gar nicht nachweisbare Gifte ist.
Aber nicht nur "Die vier Gerechten" sind Oberst Black auf der Spur. Auch der junge Polizist Konstabler Frank Fellowe beobachtet Black schon seit längerer Zeit. Dies gefällt allerdings seinem Vorgesetzten Sergeant Gurden, der das ein oder andere Mal eine kleine "Zuwendung" von Black erhält, überhaupt nicht. Aus diesem Grund versucht er Fellowe das Leben so schwer wie möglich zu machen.
Momentan arbeitet Black mit Sir Isaac Tramber zusammen. Beiden geht es finanziell gerade nicht besonders gut und nun möchten sie einen großen Coup landen. Als Fellowe ihnen in die Quere kommt, bringen sie ihn in ihre Gewalt. Doch schon bald greifen "Die vier Gerechten" ein, um Fellowe zu befreien und Black eine letzte Warnung zukommen zu lassen.
In der Folge scheint für Oberst Black und Sir Isaac Tramber alles schief zu gehen. Insbesondere Sir Tramber muss eine schwere Schlappe einstecken, denn Lady Mary Cassilirs, die Nichte und Erbin des reichen Lord Verlond, die er zu heiraten hoffte, scheint sich nicht mehr für ihn zu interessieren. Sie scheint sich vielmehr Horace Gresham zuzuwenden, den Tramber nun immer wieder auszustechen versucht.
Zu guter Letzt bleibt nur noch eine Frage: Wer erwischt den hinterlistigen Oberst Black zuerst? Ist es die Polizei mit dem hartnäckigen Frank Fellow an der Spitze oder sind es "Die vier Gerechten". Egal wer es auch ist, für Black wird die Sache wohl nicht sonderlich gut enden…

Meine Meinung
**************
"Die drei von Cordova" ist mal wieder ein solider Kriminalroman von Edgar Wallace, der weder größere Höhepunkte noch gravierendere Schwachpunkte enthält.
Der Roman ist meist spannend geschrieben, enthält aber ab und zu doch einmal ein paar langweiligere Passagen. So fand ich zum Beispiel die ausführliche Beschreibung eines Pferderennens mit den dazugehörigen Entwicklungen der Wettquoten nicht sonderlich spannend. Dies mag aber bei pferderennsportbegeisterten Lesern natürlich wieder ganz anders sein.

Während dem Leser zumindest die Namen der drei festen Mitglieder der "vier Gerechten" von Anfang an bekannt sind, bleibt die Identität des vierten bis zum Ende des Romans im Dunkeln. Allerdings sind im Verlauf der Geschichte so viele Andeutungen verteilt, dass man sicherlich mit der Zeit erahnen kann, wer sich hinter diesem vierten, einflussreichen Mitglied dieser Gruppe verbirgt.
Gleiches gilt leider auch für ein paar andere aufgeworfene Fragen, deren Lösung oft ein wenig zu vorhersehbar ist.
Dennoch wartet bei der Auflösung des Falles durchaus noch die ein oder andere Überraschung auf den Leser, insbesondere was Oberst Black und seine Partner betrifft.

Natürlich kommt auch die Liebe in diesem Roman nicht zu kurz. Dieses Mal gibt es gleich zwei parallel laufende Liebesgeschichten. Einmal die "umkämpfte" Mary Cassilirs, die sowohl von Horace Gresham als auch von Oberst Blacks Partner Sir Isaac Tramber umworben wird, und zum anderen ist da auch noch der schwer verliebte Konstabler Fellowe, der sich in die gesellschaftlich weit über ihm stehende May Sandford verliebt hat - und sie sich natürlich auch in den wackeren Polizisten.

Autor
*****
Edgar Wallace wurde am 01.04.1875 in Greenwich/Großbritannien geboren. Er wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf und verdiente seinen Lebensunterhalt mit verschiedenen Gelegenheitsarbeiten, bis er anfing, für eine Zeitung Artikel zu schreiben. Schließlich stieg er bis in den Rang eines Chefredakteurs auf. Nach dem Burenkrieg in Südafrika, wo er als Korrespondent tätig war, kehrte er nach London zurück und wurde freier Schriftsteller.
1904 erschien mit "Die vier Gerechten" sein erster von etwa 170 Kriminalromanen.
Edgar Wallace verstarb im Alter von 56 Jahren am 10.02.1932 in Hollywood. Er war zu diesem Zeitpunkt hochverschuldet. Die Lorbeeren seiner Arbeit, nicht zuletzt durch seine großen Erfolge in Deutschland, konnte er nicht mehr selber ernten.

Wer sich näher für Edgar Wallace und seine Werke interessiert, sollte im Internet bei http://www.krimi-couch.de/krimis/edgar-wallace.htm l vorbeischauen. Dieser Seite sind auch - zumindest teilweise - die Informationen der obigen kurzen Biographie entnommen.

Fazit
*****
"Die drei von Cordova" ist ein recht netter Kriminalroman, den man zum eigenen Vergnügen gut zwischendurch einmal lesen kann. Da er recht kurz ist, nimmt das Lesen auch nicht sonderlich viel Zeit in Anspruch.
Ein Meisterwerk der Kriminalliteratur sollte man allerdings nicht unbedingt erwarten.

Daten
******
Die drei von Cordova / Wallace, Edgar
Wilhelm Goldmann Verlag, 8. Auflage
Taschenbuch, 173 Seiten
ISBN: 3-442-00160-9
Originalpreis: 3,- DM (momentan im Handel nicht erhältlich)
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 3,00 / 5,00 3
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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drei von Cordova
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mars725

Gerecht?

ein Testbericht von 2011-12-16 19:15:16 vom 16.12.2011
Empfehlung: ja
Vorteile: klassischer Krimi...
Nachteile/Kritik: Superhelden?
Nachdem ich in letzter Zeit einen Großteil der Krimis von Agatha Christie gelesen habe, sind nun die Romane eines anderen „Klassikers“ dran – die von Edgar Wallace. Auch von Wallace habe ich über ebay einige Buchpakete erstanden, durch die ich mich nun ohne feste Reihenfolge „durcharbeite“. Das heißt, ich greife „blind“ in mein Bücherregal und ziehe einen Wallace. Erwischt habe ich diesmal „Die drei von Cordova“.

Schnell die allgemeinen

Informationen zum Buch
********************

Bei meinem „Wallace“ handelt es sich um ein Buch aus der Reihe „Goldmann rote KRIMI“ (Nr. 160), den ich wie schon erwähnt über ebay in einem Bücherpaket erstanden habe. Deswegen kann ich zum Preis nicht viel sagen. Erschienen ist die Ausgabe im Goldmann Verlag, umfasst 173 Seiten und hat die ISBN-Nr. 3-442-00160-9.

Klappentext
**********

„Mr. Black stieß die Tür auf und fuhr entsetzt zurück – angesichts der vier maskierten Männer im Zimmer.
Dreimal hatte Black die Warnung der vier Gerechten in den Wind geschlagen. Nun standen diese gefährlichen Männer vor ihm...“

Inhalt / meine Meinung
*******************

Ich liebe den Charme, den die Klassiker von Christie und Wallace ausstrahlen. Hier ist noch nichts „übertechnisiert“, hier ist die Spionage noch richtige „Handarbeit“.
Zitat:
„Eine dunkle Gestalt drückte sich draußen dicht an die Wand und lauschte. Der Mann stand an dem Fensterladen und hielt ein Hörrohr ans Ohr. Das andere Ende, das von einer Gummihülle umgeben war, presste er gegen den hölzernen Fensterladen.“ (E. Wallace, „Die drei von Cordova“, S.19)
Ist das nicht herrlich? Ich lese so etwas unheimlich gern, auch wenn das vielleicht auf andere etwas angestaubt wirkt (ist es realistisch betrachtet ja auch).

Worum geht es in diesem Roman? Oberst Morris Black (der nie in einer Armee gedient hat) ist ein Finanzier aus London, der mit zweifelhaften Mitteln arbeitet. Leute die ihm im Weg standen, starben regelmäßig zu Zeitpunkten, die für Black sehr günstig waren, ohne das ein Mord nachgewiesen werden konnte. Das ruft die drei Gerechten auf den Plan: Manfred, in der Rolle eines wissenschaftlichen Schriftstellers; Gonsalez, in der Maske eines unscheinbaren Bettlers und Poicart, der anfangs als Tourist unterwegs ist (die Frage, die sich stellt, ist wer ist der Vierte – die Gerechten treten normalerweise im Viererpack auf, wie man vielleicht aus dem Wallace- Roman „Die vier Gerechten“ weiß).
Eine Menge von Personen tauchen im Roman auf: Dr. Essley, der eine dunkle Vergangenheit zu haben scheint und von Black in die Gesellschaft eingeführt wurde; Doktor Cajalos, der „Hexenmeister von Cordova“; Lord Verlond, ein exzentrischer alter Mann, der seine Mitmenschen gern grob behandelt und beleidigt (Steckt hier vielleicht mehr dahinter?); Konstabler Frank Fellowe, ganz offensichtlich der „gute“ Cop, der Black unbedingt überführen will und die Tochter des Millionärs Sandford liebt; Sergeant Gurden, der „böse“ Cop, der sich vor Black Karren spannen lässt; Baronet Isaac Tramber, der eigentlich zu Blacks Gefolge gehört, neuerdings aber tugendhafte Anwandlungen hat, was Black beunruhigt. Tramber möchte sich mit Mary Cassilirs verloben (vor allem des Geldes wegen, das diese einmal erben wird) und meint, deren Onkel, Lord Verlond, auf seiner Seite zu haben. Mary liebt aber Horace Gresham. Für Romanzen ist also auch gesorgt.
Pferderennen und Wetten auf Pferde spielen auch eine Rolle, und natürlich dürfen in einem Krimi auch die Morde nicht fehlen – und davon gibt es im Roman einige.
Und eben die machen die Stärken der klassischen Krimis überhaupt aus: natürlich passieren Morde, aber sozusagen filigran: Hier haben wir hauptsächlich Giftmorde, ein Opfer wird auch schon mal erstochen – aber das ist schnell beschrieben und man muss sich nicht - wie das in heutigen Thrillern leider immer mehr in Mode kommt – seitenlange Beschreibungen von Folter- und Tötungsmethoden durchlesen, auf denen makaber bis ins Detail beschrieben wird, wie den Opfern Schmerzen zugefügt werden. Für mich ein klarer Pluspunkt für die Klassiker!
Bei denen stehen Charakterstudien, überraschende Wendungen, List und Täuschungsmanöver im Vordergrund, die natürlich auch im vorliegenden Roman nicht fehlen!

Einzig mit den vier Gerechten werde ich nicht so ganz warm, die sind mir zu sehr auf Superhelden getrimmt, können jederzeit überall ganz überraschend auftauchen und blitzschnell und obendrein spurlos wieder verschwinden. Na ja. Und dann üben sie gerne Selbstjustiz bis hin zur Tötung der „Frevler“. Liest sich gefällig, ist aber nicht so meins. Deswegen auch ein Stern Abzug.
Ansonsten gilt: Ein Edgar Wallace wie man ihn sich vorstellt: spannend geschrieben, gut zu lesen (wenn auch in meinen Augen nicht ganz so gut wie Christie, die aber ohnehin nicht zu übertreffen ist).

Fazit: 4 Sterne und eine Leseempfehlung für alle Krimi- Fans. Wegen der überschaubaren Seitenzahl kann man so einen Roman auch schnell mal „zwischendurch“ geniessen.

Danke fürs Lesen!
Mars
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
0Laggy0
0Laggy0, 08.01.2012
Schönes Wochenende Der Laggy
campino
campino, 20.12.2011
..... lg andrea .....
morla
morla, 16.12.2011
lg. petra
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