Platz 50 in der Kategorie "Dresden". Eine Bergbahn die sich auch durch einen Tunnel vom Elbtal zum Willenviertel "Weißer Hirsch" emporwindet, wo das exclusives Panorama-Restaurant "Luisenhof" ...mehr
Dresdner Standseilbahn Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Bewertung (5.0 von 5)
von 100% aller Autoren empfohlen (2/2).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
ein Erlebnis, schnelle und bequeme Beförderung in einem Denkmal
Preis, Erlebnis, Gute Anbindung, Aussicht
Nachteile/Kritik
vielleicht die geltenden Preise
nichts
Standseilbahnen gibt es nicht nur im Gebirge
ein Testbericht von Goldband2008-04-19 11:43:48vom 19.04.2008Empfehlung: ja
Vorteile: ein Erlebnis, schnelle und bequeme Beförderung in einem Denkmal...Nachteile/Kritik: vielleicht die geltenden Preise
Heute möchte ich von einer weiteren Attraktion meiner Heimatstadt Dresden berichten, die mich schon als kleines Kind beeindruckte. Damals musste meine Mutti einige Male auf den Weißen Hirsch, einem berühmten Stadtteil von Dresden, zum Arzt. Dort mussten wir immer viele Stunden warten, was sich mir eher negativ eingeprägt hat.
Allerdings wurden mir diese Arztbesuche durch die Auf- und Abfahrt mit der Standseilbahn versüßt. Damals wusste ich natürlich nichts von ihrer Geschichte und Bedeutung. Es machte mir nur einfach viel Spaß und das Beste daran, es kostete nicht mehr als eine Straßenbahnfahrt ? 10Pf für mich und 20 Pf für meine Mutti.
Nun, so billig kommen wir nicht mehr zu einer Fahrt mit der alten Dame.
Was ist nun so besonders an dieser Standseilbahn?
Die Standseilbahnbahn verbindet die Stadteile Loschwitz und den Weißen Hirsch.
Dabei bewältigt sie ca. 95 m Höhe auf 547 m Länge. Das bedeutet eine Steigung von 29%.
Vor ihrer Eröffnung am 26.Oktober 1895 musste man diese Steigung zu Fuß gehen, was ziemlich anstrengend ist. 10 Monate wurden für den Bau gebraucht. Neben den beiden
Tunnel musste noch ein Gerüstviadukt von 102m errichtet werden.
Damals wurde sie mit Dampf betrieben. 1910 stellte man dann auf elektrischen Betrieb um.
Die Bahn besteht aus zwei Wagen, die sich auf halber Strecke begegnen. Dabei fahren sie durch den 96m langen Burgbergtunnel und durch den 54 m langen Prinzeß-Louisa-Tunnel. Sie werden von einem 588m langen und 38 mm dicken Seil gezogen. Die Geschwindigkeit beträgt 5m/s.
Nach mehreren Wechseln wurde die Stadt Dresden 1912 Eigentümer der Bahn und heute betreibt sie die DVB AG, das sind die Verkehrsbetriebe der Stadt.
Als Kind haben mich die Wagen besonders beeindruckt, weil sie treppenartig gebaut waren und auch heute noch sind. Wollte oder will man vorn einsteigen, dann muss man bei der Auffahrt nur eine Stufe steigen und wenn man hinten im Wagen einsteigen wollte oder will, muss man mehrere Stufen hinaufgehen , um durch eine der vielen Türen in den Waggon zu gelangen. Setzt man sich so, dass man abwärts blickt, kann man von hinten über alle Sitzreihen durch das vordere Fenster sehen.
Nach 83 Jahren wurde die Bahn das erste Mal grundlegend instand gesetzt.
Die Fördermaschine, das Gerüstviadukt, die Wagen und der obere Tunnel benötigten eine Generalüberholung, die 1978/79 durchgeführt wurde.
Seit 1984 steht sie unter Denkmalschutz.
Eine weitere Modernisierung erfolgte 1993/94. Da wurde eine leistungsfähigere Fördermaschine eingebaut.
59 Personen können mit einer Bahn befördert werden. Pro Stunde schaffen so beide Wagen bis zu 630 Personen.
Gemütlich geht es so auf den Berg oder runter zum Körnerplatz. Dabei hat der Benutzer einen schönen Blick auf die Grundstraße und den gegenüberliegenden Hang, auf dem sich die Seilbahn nach Oberloschwitz befindet.
Früher war es eine ganze normal Verbindung zwischen den zwei Stadteilen, wie es unten auch die Straßenbahn war und ist. Inzwischen ist es aber eher eine ?Kultureinrichtung? geworden. Während der Fahrt bekommt man Informationen mit Hilfe einer CD über die Geschichte, technischen Daten und die Sehenswürdigkeiten ringsumher.
Natürlich erhält man diese nicht zum Nulltarif.
So kostet eine:
Einzelfahrt 3.00 Euro/2.00 Euro ermäßigt
Berg/Tal
4.00 Euro/2,50 Euro ermäßigt
12-Fahrten-Karte 20.00 Euro/12.00 Euro ermäßigt
Familienkarte (2 Erw. und 4 Kinder bis 14 1Berg/Tal am Tag 10.00 Euro
Trotzdem als Tourist sollte man sich diese Fahrt einfach gönnen und genießen.
Wie kommt man nun dahin?
Man kann mit der Linie 11 vom Stadtzentrum und den Bahnhöfen bis zur Haltestelle Weißer Hirsch fahren und dann die Plattleite bis zur Bergstation laufen oder man fährt mit den Linien 6 (Neustädter Bahnhof) und 12 (Innenstadt) oder den Stadtbussen 61, 83 und 85 bis Schillerplatz bzw. Körnerplatz. Wer mit den Straßenbahnlinien kommt, muss anschließend über das Blaue Wunder gehen, was eine weitere Attraktion für alle Besucher und Dresdner ist.
So, ich hoffe, ich habe viele Dresdenbesucher oder auch Dresdner neugierig gemacht und empfehle eine Fahrt mit der "alten Dame". Viel Vergnügen!
...
Dresdner Bergbahnen - Technische Meisterleistung und Anziehung
ein Testbericht von Marko19842011-08-05 10:38:06vom 05.08.2011Empfehlung: ja
Vorteile: Preis, Erlebnis, Gute Anbindung, Aussicht...Nachteile/Kritik: nichts
Ich möchte euch in nächster Zeit ein paar Orte und Sehenswürdigkeiten „meiner“ Stadt vorstellen. In meinem Bericht geht es heute um die Dresdner Bergbahnen. Im 1. Bericht stelle ich euch die Dresdner Standseilbahn etwas näher vor.
Meinen Bericht werde ich etwas untergliedern.
1. Was ist die Dresdner Standseilbahn
2. Lage der Bahn
3. Baugeschichte
4. Technische Daten
5. Preise für Fahrten
6. Meine Meinung
7. Fotos
Was ist die Dresdner Standseilbahn
Die Dresdner Standseilbahn ist eine in Dresden verkehrende Standseilbahn. Sie wurde am 26. Oktober 1985 eröffnet. Damals wurde sie mit Dampf betrieben, bevor Sie 1910 auf elektrischen Betrieb umgestellt wurde.
Die Bahn zählt heute zu einer der bedeutensten touristischen Attraktionen und steht seit 1984 unter Denkmalschutz.
Lage der Bahn
Die Standseilbahn befindet sich in der Nähe des Blauen Wunders im Dresdner Villenviertel Loschwitz. Sie verbindet seit Ihrem Bau 1895 die Ortsteile Loschwitz (Talstation) mit dem höher gelegenen Ortsteil Weißer Hirsch.
Baugeschichte
Ludwig Küntzelmann besaß zahlreiche Grundstücke in Loschwitz und Blasewitz. Im Jahre 1873 ließ er erstmals ein Projekt zum Bau einer Standseilbahnvom Körnerplatz hinauf zum Weißen Hirsch erarbeiten, da er großes Interesse an der verkehrlichen Erschließung hatte. Da man jedoch annahm, das die Nachfrage zu gering sei, wurde dieses Projekt vorerst abgelehnt.
Als sich der Weiße Hirsch durch den Bau des Sanatoriums von Dr. Heinrich Lahmann zum Kurort entwickelte, stellten Ferdinand Dörfinger und Dr. Alfred Stössel 1890 abermals einen Konzessionsantrag.
Die Baugenehmigung wurde am 4. September 1890 erteilt
Die heutige Streckenführung mit der versteckt zwischen den Häusern liegenden Talstation, den beiden Tunneln und der Stahlbrücke ergab sich als Kompromiss mit den Anliegern, die möglichst nichts von ihren Grundstücken abgeben wollten.
Gebaut wurde die Standseilbahn von der Vereinigten Eisenbahnbau- und Betriebsgesellschaft Berlin, die die Konzession von den Herren Dörfinger und Stössel übernahm.
Die von zwei Dampfmaschinen angetriebene Fördermaschine mit einer Leistung von 138 PS, die Seilführungsrollen und das erste Seil lieferte die Dresdner Maschinen- und Schiffsbaufabrik Übigau. Weil keiner der am Bau Beteiligten Erfahrungen mit dem Bau einer Seilbahn verfügte, lösten die Arbeiten immer wieder kleine Erdrutsche aus.
Dennoch konnte die Drahtseilbahn bereits nach elf Monaten Bauzeit am 26. Oktober 1895 ihren Betrieb aufnehmen.
1909 entschied man sich auf den Dampfbetrieb zu verzichten und auf den elektrischen Betrieb umzustellen. Die Wagen wurde aber erst 1934 elektrisch versorgt (Beleuchtung und Heizung) durch den Bau der Oberleitung auf der gesamten Strecke.
Bedingt durch die Tunnel auf der Strecke überstand die Bahn die Bombennacht 1945 ohne größere Beschädigungen. Man fuhr die Bahnen einfach in die Tunnel. Lediglich die untere Station wurde beschädigt. Jedoch war die Bahn wenige Tage später wieder einsatzbereit und somit eines der wenigen funktionsfähigen Verkehrsmittel in der zerstörten Stadt.
In den 60er und 70er Jahren bekam die Bahn neue Wagen und wurde Generalsaniert. Da der Originalzustand der Strecke weitestgehend erhalten ist, stellte man 1984 die Bahn unter Denkmalschutz.
In den 80er Jahren erhielt die Bahn dann nochmals neue Wagen. Die heutigen Wagen besitzen
zwei breite Gepäckabteilen für Kinderwagen, Rollstühle und Fahrräder. Seitdem pendelt sie wie eh und je bergauf, bergab zwischen dem Körnerplatz und dem Weißen Hirsch.
Technische Daten
Bauart: Standseilbahn mit Abt`scher Ausweiche
Betriebsart: Pendelbetrieb (führerlos)
Stationen: Talstation in Loschwitz, Bergstation
am Weißen Hirsch
Streckenlänge: 547,0 m
Höhenunterschied: 95,0 m
Minimale Neigung: 9,5 %
Maximale Neigung: 29,0 %
Spurweite: 1000 mm
Zugseil: 578 m lang, 38 mm im Durchmesser
Antriebsleistung: 199 kW
Fördermaschine: 2 starr gekuppelte Treibscheiben
Beförderungsleistung: 630 Personen pro Stunde und Richtung
maximale Fahrgeschwindigkeit: 5 m/s
Fahrzeit: 5 Minuten
Preise für Fahrten
1 Berg- oder Talfahrt kostet für Erwachsene 3,00 € und für ermäßigte Personen 2,00 €
1 Berg- und Talfahrt am selben Tag kostet für Erwachsene 4,00 € und 2,50 € für ermäßigte Personen.
Dann gibt es noch eine 12-Fahrten-Karte die zu 12 Einzelfahrten genutzt werden kann. Eine Einzelfahrt ist eine Berg- oder Talfahrt. Diese Karte kostet für Erwachsene 20 € und ermäßigte Personen 12 €.
Eine Familienkarte wird auch angeboten. Diese berechtigt zu einer Berg- und Talfahrt am selben Tag und kann von bis zu 6 Personen genutzt werden, von denen allerdings nur 2 Personen über 14 Jahre alt sein dürfen. Kosten soll diese Karte 10 €.
Inhaber einer Wochen-, Monats- oder Jahreskarte können die Standseilbahn auch mit diesem Fahrausweis nutzen ohne weitere Tickets lösen zu müssen.
Meine Meinung
Manche Fragen sich was ist an einer Standseilbahn besonders. Nun ja, sicher gibt es viele Bahnen weltweit. Ich hingegen finde die Standseilbahn in Dresden einzigartig. Angekommen an der Bergstation am Weißen Hirsch, erhält man einen wundervollen Ausblick über Dresden. Dieser lohnt sich zu jeder Tages- und Nachtzeit. Besonders viele Dresdner und Gäste feiern Silvester an der Bergstation, da dieser Blick auf Dresden und das Elbtal einmalig ist. In unmittelbarer Umgebung der Talstation befinden sich zahlreiche Restaurants und Bars die zum schlemmen und verweilen einladen.
Wer einmal in Dresden ist, dem kann ich einen Besuch und eine Fahrt der Standseilbahn nur empfehlen.
Fotos
Die Fotos sind nicht alle aus meinem eigenen Besitz. Da ich nicht so viele Bilder besitze, habe ich einige Bei Google herausgesucht um euch die Bahn näher zu bringen.
Ich wünsche euch viel Spass bei Lesen, Bewerten und Kommentieren. Und vielleicht reist der ein oder andere mal nach Dresden, dann lohnt sich ein Besuch sicher.
...
Amazon.de
Niedrige Preise, Riesen-Auswahl und kostenlose Lieferung ab nur 20 EUR
Informationen zu Dresdner Standseilbahn
Technische Daten und ProdukteigenschaftenEine Bergbahn die sich auch durch einen Tunnel vom Elbtal zum Willenviertel "Weißer Hirsch" emporwindet, wo das exclusives Panorama-Restaurant "Luisenhof" einlädt.
Allgemeine Informationen Dresdner Standseilbahn
gelistet seit: 23.06.2005Bewertung durch unsere Mitglieder