Viele kennen ja die Aachener Firma ELSA durch ihre Grafikkarten oder besitzen ein Modem von ihnen, aber weniger bekannt dürfte sein, daß diese Firma auch sehr hochwertige Monitore hergestellt hat, durch den recht hohen Preis haben sich diese im Endkundenmarkt nie so recht durchsetzen können.
Die Produktion des ELSA Ecomo 330 wurde ca. Mitte 2001 eingestellt, und mittlerweile scheint ja das Fortbestehen der Firma ziemlich fraglich zu sein, trotz alledem ist dieser Monitor eine Beschreibung, und soviel sei vorweggesagt, auch eine Empfehlung wert.
Elsa selbst bezeichnete den Monitor als einen "komfortablen Allround-Monitor für den Nutzer mit gehobenen Ansprüchen im Home- Homeoffice- und Smalloffice-Bereich."
Diesen Anforderungen wird der Monitor Dank seiner auch heute noch kaum übertroffenen FD Flat-Trinitron Bildröhre mehr als gerecht. Sie besitzt eine Streifenmaske mit 0,24–0,25 mm Mask-Pitch-Abstand, diese gewährleistet auch bei hohen Auflösungen gute Schärfe und guten Kontrast, die Pixel werden nicht "verschwommen" dargestellt. Selbstverständlich ist die Röhre absolut planar, was einen größeren Einsehwinkel als bei gewölbten Monitoren ermöglicht.
Ein weiterer Vorteil der wölbungsfreien Röhre ist die bessere Entspiegelung, diese wird durch eine antistatische, antireflektierende Oberflächenvergütung (Lambda/4-Entspiegelung)noch verbessert.
Bei der Reinigung ist hierauf aber Rücksicht zu nehmen, aus eigener leidvoller Erfahrung weiss ich, das diese Beschichtung SEHR empfindlich ist, ich habe die meines Monitors mit einem der handelsüblichen Reinigungsets zerstört. Glasreiniger entfällt damit erst recht als empfohlene Putzvariante, wahrscheinlich sollte man wirklich nur ein trockenes, fusselfreies und antistatisches Tuch verwenden.
Der Elsa Ecomo 330 bietet eine Zeilenfrequenz von 30–94 kHz und eine
Vertikalfrequenz von 48–120 Hz. Dies ermöglicht eine Videobandbreite von 120 MHz und eine Video-Dot-Clock von 200 MHZ.
In Worten ausgedrückt bedeutet dies eine Wiederholfrequenz von 120 Hz bei einer Auflösung von 1024 x 768, 800 x 600 kann man mit 135 Hz betreiben und selbst 1280 x 1024 ist noch mit 85 Hz möglich. Das sind für einen 17 Zöller recht respektable Werte. In allen gängigen Auflösungen ist somit ein wirklich völlig flimmerfreier Betrieb möglich.
Auch für Gamer, besonders für Besitzer von 3D-Shutterbrillen, eignet sich dieser Monitor sehr gut. Diese Brillen teilen ja bekanntlich das Monitorbild in zwei Bilder mit jeweils der halben Frequenz, spielt man z.B. bei einer 1024 x 768er Auflösung hat man immer noch 60 Hz, normale Noname-Monitore mit 85 Hz bieten hier nur noch 42 Hz, das ergibt ein unerträglich flimmerndes Bild...
Abgesehen von diesen eher technischen Daten bietet der Monitor auch rein subjektiv ein beeindruckendes Bild, durch die flache Bildröhre treten so gut wie keine Verzerrungen auf, die Farbsättigung und der Kontrast sind sehr hoch, die gesammte Darstellung ist klar und "knackig". Dazu kommt eine gute Ausleuchtung bis in die Ecken. Einzig die (konstuktiv bedingten) Haltedrähte der FD-Trinitron-Röhre sind am Anfang etwas störend im Blickfeld, nach einer kurzen Eingewöhnungsphase bemerkt man sie aber kaum noch.
Der Monitor wurde mit einem ausführlichen Handbuch geliefert, diese ist aber eigentlich nicht nötig, das On Screen Display mit seinen zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten ist selbsterklärend und "Idiotensicher". Die beiliegende Treiber-CD war allerdings völlig überflüssig, es hat nämlich die Windows .inf Datei für meinen Monitor gefehlt, diese musste ich mir von ELSAs Ftp-Server holen.
Für alle Fans von technischen
Daten hier nochmals zusammengefasst:
Bil dröhre
Art und Größe FD-Trinitron-Farbbildröhre
Maske 0,24–0,25 mm Mask-Pitch-Abstand
Sichtbare Bildfläche 326 mm x 242 mm
Oberflächenvergütung antistatische, antireflektierende Oberflächenvergütung (Lambda/4-Entspiegelung)
Videosignal-Spezifikationen
Zeilenfrequenz 30–94 kHz
Vertikalfrequenz 48–120 Hz
Videobandbreite 120 MHz
Video-Dot-Clock 200 MHZ
Auflösungen Bildwiederholrate
1280 x 1024 85 Hz
1152 x 870 104 Hz
1152 x 864 104 Hz
1024 x 768 118 Hz
800 x 600 120 Hz
640 x 480 120 Hz
Standards
Plug&Play DDC1, 2B, 2Bi
Power-Management VESA DPMS, Energy Star und NUTEK Spec. 803299
Grafikeingänge RGB analog (0,714 V), separate Sync., Composite, Sync. on green
Anschlüsse
Video D-Sub, 15pol. HD (fest montiert)
Netz Europa-Kaltgerätestecker
Abmessungen
Breite x Höhe x Tiefe 404 mm x 414 mm x 420 mm
Gewicht Ca. 18,8 kg netto/22 kg inkl. Tara
Lieferumfang
Anschlußleitungen Netzkabel
Handbuch Ausführliche Dokumentation in Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch und Niederländisch
Mac-Adapter als Zubehör erhältlich
Zulassungen
Ergonomie & Umwelt TCO ´99, TÜV-ERGO, ISO 9241-3, MPR II, ZH 1/618, GOST, NEMKO
Sicherheit TÜV-GS, EN 60950, UL 1950
CE/FCC EN 50081-1, EN 50082-1, Class B
Röntgenverordnung PCBC, EZU EN 55022, SIQ, MEEI
Garantie & Service
Garantie 3 Jahre (auch auf die Bildröhre)
Service 3 Jahre kostenloser Vor-Ort-Austauschservice
Support Über Hotline und Internet
Abschliesend sei gesagt: Wenn man die Chance hat, noch eines dieser Geräte, sei es als Restposten oder als Gebrauchtgerät, zu erwerben, dann
sollte man zugreifen, die Augen werden es einem Danken.
Allerdings gilt natürlich auch hier wie bei jedem Monitorkauf: Vorführen lassen, es gibt leider bei fast allen Herstellern immer wieder Geräte, die durch schlechte Toleranzen im negativen Sinne "aus der Reihe tanzen".
ein Testbericht von excituz2003-03-31 13:57:17vom 31.03.2003Empfehlung: ja
Vorteile: flaches Bild, relativ kleines Gehäuse, Preis, Menü...Nachteile/Kritik: Farben
Ich Berichte euch über meine Erfahrungen mit dem Monitor Ecomo 321 von Elsa.
Über das Produkt:
-> 17 Zoll DynaFlat-Bildröhre
-> relativ kleines Gehäuse
-> schöne Menüführung des Monitors
-> 160 Hz Vertikalfrequenz
-> 96 kHz Zeilefrequenz
-> Auflösungen bis 1280 x 1024
-> Automatische Bildeinstellung
Details und Eindrücke:
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1. Bildröhre:
Positiv überrascht bin ich von der superflachen Bildröhre des Monitores. Viele Monitore der Konkurrenz zeigen das Bild mit einer leichten Wölbung in der Mitte an, was bei diesem Typ keines wegs der Fall ist. Das Bild an sich wird auch ordentlich dargestellt.
100 hz wird bis zu einer Auflösung von 1152 x 864 dargestellt, was natürlich vorteilhaft für die Augen ist. Aber auch bei der höchsten Auflösung, 1280 x 1024, kann der Monitor mit bis zu 85 Herz betrieben werden.
Was ich negativ sehe ist, das sich der Farbton, somit auch der Kontrast bei Neonlicht verändert. Es erscheint alles weitaus blasser als bei anderen Monitoren. Wer im dunklen zockt, wird aber weniger probleme damit haben ;)
2. Gehäuse:
Das Gehäuse ist unterdurchschnittlich Klein, aber trotzdem ein 17". Also sehr platzsparend obendrein.
3. Menüführung
Unter dem Bild sind insgesamt 7 Tasten eingearbeitet, die bei der Menüführung helfen.
7 Tasten hört sich zwar nach viel an, jedoch könnt ihr schon auf dem Bild zu dem Monitor erkennen, das sie gut Gruppiert wurden, und somit schnell zu finden sind. Er ist deshalb auch für ungeübte leicht zu bedienen!
Wiegen tut das kompakte Stück 18 Kilogramm, was dem durchschnitt entsprechen würde. Des weiteren besitzt der Monitor leider noch keinen Digitaleingang, was jedoch nicht unbedingt so schlimm ist.
Allzuviel positives, was nicht der Norm entspricht habt ihr bisher noch nicht gehört. Jedoch muss ich euch auch auf dem Preis aufmerksam machen. Und der ist wirklich gering! Früher musste man noch für Monitore mit einer SONY-Trinitron Röhre meist über 500 Euro bezahlen, was sich zum glück geändert hat.
In größeren Geschäften, wie z.B. der Media Markt ist der Monitor für ca. 250 - 300 Euro zu finden, ich bekam ihn in einem Angebot für 220 Euro. Also verglichen mit dem Preis, ist der Monitor ziemlich empfehlenswert. Der Energieverbrauch ist zwar nicht gering, aber 140 Watt kann man schon investieren.
Wenn ihr euch also für einen neuen 17" Monitor interessiert, dann begutachtet das Gerät ruhig einmal. Ich bin zufrieden, und wen der Punkt mit dem Neonlicht* nicht stört, der dürfte auch zufrieden sein.
* Ich denke zumindest, das es am Neonlicht liegt. Also kein Gewehr.