Echinodorus (Amazonas-Schwertpflanzen)
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Platz 10 in der Kategorie "Mehr zum Thema Zierfische". Themenbereich: Wasserpflanzen / ...mehr
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Echinodorus (Amazonas-Schwertpflanzen) gebraucht & neu

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Echinodorus 'Vesuvius' - der Vulkan der Schwertpflanzen

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Echinodorus (Amazonas-Schwertpflanzen) Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

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fishbrain

Vielfältig in Form und Farbe

ein Testbericht von 2003-01-20 18:30:55 vom 20.01.2003
Empfehlung: ja
Bis jetzt habe ich ja bei meinen aquaristischen Berichten den Schwerpunkt auf die Fische gelegt. Nun will ich mich auch mal um die Pflanzen kümmern.

Den Anfang mache ich mit der Gattung Echinodorus.

Die Gattung Echinodorus, oder auch Amazonas Schwertpflanze, gehört zu den Froschlöffel, die auf der ganzen Welt beheimatet sind. Die Echinodorus allerdings ist nur auf dem amerikanischen Kontinent (Nord und Süd) beheimatet.

Die Echinodorus-Pflanzen sind Stauden, deren Blätter rosettenförmig angeordnet sind.
Eigentlich handelt sich bei den meisten Pflanzen dieser Gattung nicht um Wasserpflanzen, sondern um Sumpfpflanzen, die es halt auch vertragen zeitweise ganz unter Wasser zu sein. Dies erklärt dann auch, daß manche Arten im Aquarium nicht lange überleben, da sie nicht für das ständige Leben unter Wasser geschaffen sind, und eigentlich gelegentlich über Wasser wachsen sollten.

Es gibt aber auch Arten, die ständig unter Wasser leben, die dann wiederum die Trockenlegung nicht vertragen.
Da die Pflanzen für die Aquaristik sehr beliebt sind, werden sie in den verschiedenen Formen gekreuzt und gezüchtet, so daß wunderschöne Blattformen und Musterungen bis hin zu leuchten roten Formen vorkommen.
Die Blattformen reichen dabei von der ursprünglichen Schwertform, bis hin zu ovalen Blättern.

In meinen Becken pflege ich von dieser Gattung die Arten E. schlueteri, die langgezogene ovale Blätter hat, die sehr schön mit dunkelroten Flecken überzogen ist, die E. ozelot, die von ihrer Färbung ähnlich aber heller ist, aber eine mehr längliche Blattform hat, und die E. tenellus, die sehr kurze, schwertförmige Blätter hat, sich gut vermehrt und dadurch quasi als Rasen im Vordergrund einsetztbar ist.
Die anderen beiden stehen als als Solitärpflanzen als Blickfang mehr oder weniger alleine, damit hiere Form und Farbe gut zur Geltung kommt.

Damit meine Pflanzen gut wachsen, dünge ich das Wasser mit einem Flüssigdünger, und an die Wurzeln der Echinodorus gebe ich je Pflanze 3-4 Dünge-Tonkugeln, die die Pflanze optimal über die Wurzeln versorgen.
Zusätzlich sorge ich mit eine Co2-Anlage (siehe mein Bericht CO2 aus Hefegärung) für genügend Kohlendioxid im Wasser, das die Pflanzen für die Photosyntese benötigen.

Nicht zu vergessen ist, daß diese Pflanzengattung sehr viel Licht benötigt. Über meinem Becken habe ich drei Leuchtstoffröhren mit je 38 Watt, die genügend Licht einbringen.

Im heimischen Aquarium vermehren sich die Echinodorus meist durch sog. Adventivpflanzen - sprich Ableger. Diese kann man dann einfach wieder einpflanzen. Wenn man Glück hat, kann man die Echinodorus auch zum Blühen bringen. Die Form der Blüten ist dabei sehr vielfältig und erinnert mich manchmal an Orchideen. Allerdings ist es mir noch nicht gelungen sie zum Blühen zu bringen.

Ich halte diese Pflanzen sehr gerne. Sie sehen einfach toll aus. Bei der Pflege muß man etwas Sorgfalt walten lassen, aber dann machen sie wirklich Freude.
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Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
telemo

Jetzt wird es attraktiv

ein Testbericht von 2003-08-31 12:01:36 vom 31.08.2003
Empfehlung: ja
Neben unseren Fischen sind es vor allen Dingen die Pflanzen, welche für uns dieses Hobby so interessant machen. Was wäre schon ein Aquarium ohne einen Pflanzenbewuchs. Nicht gerade attraktiv. Wie das aussieht, kennt jeder bestimmt aus der Zoohandlung. Ein weiterer Aspekt der Pflanzenhaltung ist allerdings ihre Herkunft. Viele unserer einheimischen Wasserpflanzen, sind nicht für eine Haltung in unseren Aquarien geeignet. Auf die Gründe möchte ich hier nicht weiter eingehen. Also sind wir gezwungen uns Pflanzen zuzulegen, die nicht nur unseren Verhältnissen in dem Aquarien genüge tun, sondern auch attraktiv sind und unseren Fischen einen gewissen Schutz bieten. Eine der bekanntesten ist hier sicher die Amazonas Schwertpflanze. Der Name sagt ja schon einiges über die Herkunft aus, allerdings ist sie dort in vielen verschiedenen Arten vertreten. Ich möchte heute daher diese Schwertpflanze mal etwas genauer beschreiben.



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Die Gattung

Der lateinische Name für diese Gattung ist Echinodorus. Recht einfach zu merken hoffe ich, denn dieser Name wird als Überbegriff noch sehr oft in meinem Bericht auftauchen. Diese Gattung ist Teil der einkeimblättrigen Pflanzen und ist Teil der Froschlöffelgewächse. Dieses ist eine sehr Große Familie ui der insgesamt 11 Gattungen zählen. Echinodorus und Sagittaria bilden in dieser Familie den eindeutigen Schwerpunkt mit 50 bzw. 75 Arten. Die Gattung Echinodorus finden wir nur auf dem Nord- bzw. Südamerikanischen Kontinent. Und bei mir zu Hause :- ). Vor ein paar Jahren waren Meldungen in der einschlägigen Fachpresse über Fundorte in Teilen Afrikas, welches hier zu dieser Gattung etwas Verwirrung angestellt hätte. Eine Nachfrage beim Pflanzenspezialisten meinerseits, ergab aber, dass dem nicht so ist.

Typische Merkmale sind in dieser Gattung vertreten, in der vollständigen Blüten, die zwittrig sind. Also haben wir hier männlich und weibliche Blütenorgane. Wie praktisch, sag ich da nur. Wenn das mal Ehekrach gib,t kann keiner weglaufen :- ) Viele Echinodorusarten sind Sumpfpflanzen, die Stauden bilden und deren Blätter rosettenartig angeordnet sind. Die Blüten besitzen 3 Kelchblätter, die von 3 Kronblätter umschlossen werden.

Die Gattung Echinodorus, ist eigentlich noch „relativ“ jung in der Artenbestimmung. So kann es heute noch vorkommen dass Unterschiede in den einzelnen Artenbestimmungen vorkommen können. Hier drauf gehe ich jetzt aber nicht ein, da dies eindeutig zu weit führen würde. Die große Vielgestaltigkeit dieser Pflanze , bei gleichzeitig verschiedenen Wasserwerten und großer Verbreitung in den heimischen Regionen machen eine Einordnung dieser Pflanze oft sehr schwer.

Im Jahre 1881 wurde diese Gattung erstmals erwähnt und 1903 wurden Eregänzungen vorgenommen. Erst 1975 wurden Neubestimmungen dieser Pflanze vorgenommen. So prägten sich ab diesem Zeitraum die geläufigsten Namen dieser wunderschönen Pflanze, in den Köpfen der Liebhaber ein. Und dann der Urknall. 1994 wurden dann wieder einiges umgestoßen. Gebräuchliche Artnamen wurden geändert bzw. ersatzlos gestrichen wurden, weil mehrere Arten zu einer zusammengefasst wurden. Jahrelang gewohntes war mit einmal nicht mehr so. Aber ich konnte feststellen dass die altbekannten Namen noch heute in den Zoofachgeschäften gebräuchlich sind. Gerade bei Aquarianern bürgern sich viele Namen in den Köpfen fest ein. Da ist eine Umstellung recht schwierig.


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Arten der Echinodorus

Hier möchte ich nur ein paar mit den Lateinischen Namen erwähnen. Ich weiß, dass ich mit dem Latein nerve. Aber leider ist es in der Aquaristik unerlässlich. Eine Bestimmung mir Deutschen Namen für jede Pflanze wäre gar nicht möglich. Zumindest würde dieses ein heilloses Durcheinander bringen, in dem wohl kaum jemand den Überblick behalten könnte. Die bekanntesten Echinodorus Arten wären, amazonicus, berteroi, bleheri und horizontalis. Der eingefleischte Aquarianer habe bitte Verständnis, wenn ich hier nicht weiter nenne, denn das würde den Rahmen wohl sprengen.


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Die Kultur der Echinodorus

Wichtig sind in unseren Aquarien natürlich die Lichtverhältnisse. Hier lässt sich grundlegend sagen dass diese Gattung nie genug Licht bekommen kann. Mit Hinsicht auf zu starke Beleuchtung, und dem daraus folgenden Algenwachstum, sei hier im Bezug auf die Beleuchtungsdauer, allerdings etwas Vorsicht geboten. Ebenfalls ist eine Versorgung mit CO2, sehr wichtig. Ohne diese, werden wir schnell feststellen dass, das Wachstum stagniert. Eine Unterversorgung mit COS ist zwar nicht lebensbedrohlich, aber unsere Freude an diesen schönen Pflanzen wird sich in Grenzen halten.

Die Echinodorus nimmt ihre Nährstoffe über den Bodengrund auf. Hier heißt es erstens für uns, nicht einen zu feinen Bodengrund zu wählen. Als nächstes ist natürlich für eine ausreichende Nährstoffversorgung zu sorgen. Sie kann zwar einen Teil der Nährstoffe über ihre Blätter aufnehmen, allerdings würde das nur reichen um zu überleben. Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor, Kalium und Kalzium sind sehr wichtig für ein vernünftiges Wachstum.. Diese lassen sich durch Flüssigdünger zusetzen. Allerdings kann man auch kleine Düngekugeln in der Zoohandlung kaufen, die direkt unter die Wurzel geschoben werden.

Einen Tipp mal am Rande. Ein alter Fuchs auf dem Gebiet riet mir, Lehm selbst zu beschaffen und diesem, Holzasche beizufügen. Dann kleine Kugeln machen, trocknen und ab unter die Wurzel. Wer dazu aber fragen hat kann sich gerne melden.



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Die Vermehrung
Auf jeden Fall möchte ich erwähnen dass zwischen Zucht und Vermehrung ein großer Unterschied besteht. Durch Züchtung sind schon heute Arten entstanden, die so in der Natur nicht vorkommen. Allerdings sind diese auch resistent gegen unsere Wasserverhältnisse. Aber das nur nebenbei. Wenn wir dann unsere Echinodorus vermehren wollen ist es jedenfalls definitiv keine Zucht. Dabei lassen sich generell 3 Arten der Vermehrung unterscheiden.

Vermehrung über Samen
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Hierzu muss man erst mal die Blüten, gesetzt man hat welche, bestäuben. Woher jetzt ne Biene nehmen? Also spielt man selbst Biene. Sum, sum. Mittels eines kleinen Staubpinsel können die Pollen auf die Samenanlage übertragen werden. Wenn, dann nach einigen Wochen der Samen braun geworden ist, kann er geerntet werden. Hier ist darauf zu achten dass er wirklich trocken ist. Der Rest geht ganz einfach. Samen auf ein wenig Sandboden, leicht bedecken, Schale mit Folie abdecken und warten. Erst wenn die Setzlinge groß genug sind, pikieren und ab einer Größe von 2 cm können sie in ein flaches Becken mit Beleuchtung gesetzt werden, der Rest ergibt sich von allein.


Vermehrung durch Ausläufer
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Bei Echinodoren kann man sehr häufig beobachten, dass sich an den Blütenstandsetagen kleine Pflänzchen entwickeln. Diese entstehen dort, wo sich eigentlich Pflanzen bilden sollten. Man bezeichnet sie als Adventivpflanzen. Die genetischen Vorraussetzungen sind hierbei mit der Mutterpflanze identisch. Durch diese Adventivpflanzen ist eine schnelle Vermehrung unserer Pflanzen möglich. Will man wirklich viele Pflanzen haben ist es ratsam den Blütenstand gar nicht erst entstehen zu lassen und die Adventivpflanze ständig unter Wasser zu drücken. Kleines Blei reicht schon. Mit Hilfe ihrer Wurzeln haben wir so schnell neue Ableger die, sobald sie größer sind von der Mutterpflanze getrennt werden können. Das war es eigentlich schon. Ich habe das jetzt hier bewusst kurz gehalten, denn ich könnte weitaus mehr dazu schreiben, Aber das wichtigste ist gesagt.

Die Rhizomteilung
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Hä ?? Was ist das denn? Ich höre euch schon meckern. Keine Angst. Das Wurzelgeflecht besteht ausschließlich aus Adventivpflanzen. Sollte das Rhizom nun kräftig genug sein kann man es mit einer scharfen Schere abtrennen und neu einpflanzen. Über die Schnittstelle , brach man sich keine Gedanken machen. Das abgeschnittene Teil kann man jetzt noch teilen und sehr bald werden sich hier neue Blätter bilden. Ich habe es in dieser Form noch nie gemacht. Aber es ist durchaus möglich.

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Mein Fazit
Die Echinodorus ist eine Wasserpflanze die aufgrund ihrer Attraktivität in keinem Aquarium fehlen sollte. Viele Arten sind sehr robust und somit auch für die Haltung in Barschbecken geeignet. Durch ihre relativ leichte Vermehrung können wir uns ganze „Wälder“ in unser Aquarium pflanzen. Ein reines Becken nur mit Echinodorus bepflanzt ist eine Augenweide, aber sicher auch Geschmackssache. Wer ein wenig Geschick bei der Haltung und Vermehrung dieser Pflanze beweist, wird sehr viel Freude an einer wunderschönen Pflanze haben. Für mich ist sie jeden Besitzer eines Aquariums nur zu empfehlen, da es sie auch in kleine Arten gibt und sie somit auch für kleine Aquarien geeignet ist.
Die Preise sind in den Zooläden recht unterschiedlich und hängen auch von der Größe dieser Pflanzen ab. In der Regel kann man mit 3 bis 6 Euro im Hinterkopf sich auf den Kauf einstellen.

Ich hoffe ich konnte dem Interessierten etwas Interessantes berichten, und den ein oder anderen Neugierig machen. Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende.

© telemo 8.02.2003
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Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
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Produktbeschreibung Echinodorus (Amazonas-Schwertpflanzen)

 
Allgemeine Informationen Echinodorus (Amazonas-Schwertpflanzen)
gelistet seit: 03.09.2003
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