Kai Europe Dr. Franken
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Kai Europe Dr. Franken

Platz 102 in der Kategorie "Sonstige Konsolenspiele". Jump and Shoot für den Nintendo Gameboy ...mehr
Bewertung: Kundenbewertung 2,00 / 5,00 (2.0 von 5)

Kai Europe Dr. Franken Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

sinfortuna

Originell aber frustrierend

ein Testbericht von 2005-09-11 20:59:51 vom 11.09.2005
Empfehlung: nein
Vorteile: Grundsätzlich ansehnliche Schwarzweiß-Optik, passable Soundkulisse, originell-makabre Hintergrundstory, viele Räume, viele Extras...
Nachteile/Kritik: Arg verhauene Steuerung, hoher Schwierigkeitsgrad, etliche unfaire Stellen, hohes Frustpotential
Ein doch zumindest von der Story her eher ungewöhnliches Modul erschien Anfang der 90er für den guten alten Gameyboy. Da der Titel dieses Videospiels „Dr. Franken“ lautet, könnt Ihr Euch möglicherweise vorstellen, vor welchem Hintergrund sich dieses Jump and Run für Nintendos Handheld abspielt, jedoch ist es nicht etwa Frankenstein persönlich, in dessen Haut Ihr in diesem Abenteuer schlüpfen dürft. Doch dazu gleich noch mehr. Trotz einer grundsätzlich gar nicht einmal so verkorksten Geschichte und wirklich guten Ansätzen kann ich diesen GB-Titel leider nicht mehr als durchschnittlich bezeichnen, die eklatanten Schwächen werden im Laufe des Spiels unübersehbar, speziell dürfte mehr Frust als Lust vorherrschen, was eigentlich ja nicht Sinn eines Videospiels sein dürfte.


Jedenfalls ist zu Beginn unserer gruseligen Geschichte der gute Dr. Frankenstein verstorben, jedoch ist sein Schloss keinesfalls seitdem unbewohnt, ganz im Gegenteil, es wimmelt in diesem nur so von finsteren Kreaturen, welche in der Regel furchteinflößende Resultate missglückter Experimente darstellen. Zu dieser Gruppe gehören unter anderem auch zwei ganz besondere Gestalten, nämlich Frankie und Bitsy. Die beiden Monster führten nach dem mehr oder wenigen tragischen Ableben ihres Schöpfers nichtsdestotrotz ein unbeschwertes Leben, bis eines Tages auch ihr harmonisches Leben jäh unterbrochen wird. Grausam, wie (auch) die übrigen Schlossbewohner naturgemäß sind, haben sie Bitsy verschleppt und daraufhin ordentlich auseinandergenommen, nähere Details spare ich mir jetzt einmal lieber. Auch Frankie kam nicht mit heiler Haut davon, auch er wurde etwas „zurechtgestutzt“, doch immerhin ist er nach wie vor in der Lage, sich fortzubewegen. Na immerhin.


Im Gegensatz zu den vielen anderen Monstern bzw. Plagegeistern in der Burg, haben wir es bei unserem Protagonisten Frankie mit einem erstaunlich liebenswerten Zeitgenossen zu tun, dessen Führung wir dann in der Folgezeit auch übernehmen dürfen. Unsere Hauptaufgabe ist es dabei, die einzelnen Körperteile unserer Freundin Bitsy aufzuspüren, welche die grausamen Kreaturen irgendwo haben „herumfliegen“ lassen. Jene Teile, die wir ausfindig machen konnten, schleppen wir dann brav ins Forschungslabor unseres einstigen Schöpfers, fügen diese dort zusammen und erwecken sie mittels einer Wiederbelebungsmaschine wieder zu neuem Leben. Unglücklicherweise ist auch jene Maschine in ihre Einzelteile zerlegt worden, so dass wir auch diese erst in mühsamer Kleinarbeit zusammentragen müssen. Doch was tut man nicht alles für die Liebe? Hach ja, jedenfalls machen wir uns als Frankie schon nach sehr kurzer Zeit schnellstmöglich auf die Socken.


Völlig klar dürfte auch sein, dass praktisch an jeder Ecke Gefahren in Form ätzender Kreaturen auf uns lauern, geraten wir mit diesen in Körperkontakt wird uns umgehend ein Teil unserer Lebensenergie abgezogen, demnach wir einen solchen möglichst vermeiden sollten. Während wir von einem Raum zum nächsten gelangen müssen wir uns aber nicht nur mit zahlreichen Feinden auseinandersetzen, in den insgesamt sieben Ertagen der großen Burg gibt es auch einige Jump-and-Run-Passagen, welche auch dem erfahrenen Hüpfspiel-Freak die Schweißperlen auf die Stirn treiben dürften. Generell gilt, dass meines Erachtens dieses Game sowohl für Anfänger als auch Gelegenheitsspieler zu schwer ist, diese haben praktisch null Chance, den Abspann dieses Abenteuers sehen zu dürfen, zumal es nur so vor unfairen Stellen wimmelt.


Gerade die massig vorhandenen unfairen Spielszenen sind es, die den Spielspaß tief in den Keller befördern, schon nach wenigen Minuten kommt so langsam aber sicher ein ungutes Gefühl hoch, welches spätestens nach zwei Stunden zur Sicherheit wird, nämlich dass wir es mit einem mörderisch schweren Gruselgame zu tun haben. Da hilft es auch nicht sehr viel, dass wir auf unserer gefahrvollen Erkundungstour durch über 200 Räume der Burg etliche Extras (nützliche Gegenstände, Rüstung und natürlich auch Waffen) ausfindig machen können und die (unspektakuläre) 2D-Seitenansicht in der Regel für den nötigen Überblick sorgt und sogar zusätzlich in einer Etagenübersicht umgeswitcht werden darf. Sicherlich ist es sehr nett und auch sinnvoll, zahllose Bonusräume in dieses Gruselabenteuer miteinzubauen und dass wir im Laufe der Zeit auf eine beträchtlich große Inventarliste blicken dürfen, ist generell sehr positiv anzusehen, doch gerade im Gameplay und vor allem der Steuerung hapert es derart gewaltig, dass dieses Game phasenweise fast unspielbar erscheint.


Nett gemeint und im Großen und Ganzen ganz gut gelungen ist jedenfalls die Präsentation dieses Gameboy-Moduls, die vorhandene Schwarweiß-Optik gehört mindestens zum leicht überdurchschnittlichen Bereich und auch die Begleitmusik geht noch völlig in Ordnung, so dass wir es grundsätzlich mit einer angenehm dichten Spielatmosphäre zu tun haben, in Verbindung mit der originellen Hintergrundgeschichte kommt zunächst eine wirklich gute Grundstimmung auf. Die Figuren sind für damalige Verhältnisse noch angenehm groß gezeichnet und grundsätzlich ist die Idee sehr zu begrüßen, die vorhandenen Hintergründe in der Burg mit zahlreichen Details zu versehen, doch leider schießen sich die Entwickler damit ein klassisches Eigentor. Aufgrund der vielen Details im Hintergrund erkennt Ihr sehr oft überhaupt nicht, wohin Ihr genau rennen bzw. springen müsst, oft überschneiden sich Bilder, so dass eine gute Orientierung oftmals einfach nicht möglich ist und Ihr an bestimmten vorher anvisierten Stellen einfach vorbeispringt. Netterweise existiert zumindest eine Passwortfunktion, so dass Ihr im Falle Eures Ablebens nicht allzu weit zurückgeworfen werdet, von dieser Funktion werdet Ihr aller Voraussicht nach nicht gerade selten Gebrauch machen müssen, schätze ich.


Zudem gibt es nicht gerade wenig Probleme mit der sehr komplizierten Steuerung, welche einiges an Übung und nicht gerade wenig Geduld und Ausdauer verlangt. Ihr benötigt eins ehr hohes Maß an Geschicklichkeit und auch Talent, um die Sprungpassagen meistern zu können, zumal Ihr „so ganz nebenbei“ oft auch im Sprung die Feinde bekämpfen müsst, das gleichzeitige Springen, Lenken und Schießen ist generell hier bei „Dr. Franken“ eine sehr haarige Angelegenheit. Da ein korrektes Anvisieren an zahlreichen Stellen so gut wie unmöglich ist und vieles auch durch die vielen dunklen Hintergründe einfach nicht zu erkennen ist, gelingt es Euch nur sehr selten, die Feinde zu treffen, gerade in den ersten Räumen (in denen Ihr noch schwach und praktisch ohne nennenswerte Ausrüstung seid) weicht Ihr dem feindlichen Gesocks fast nur aus, ein Bekämpfen macht kaum Sinn. Alles in allem geht die Präsentation „eigentlich“ völlig in Ordnung, doch war hier die detaillierte Grafik leider eher hinderlich. Die nette Story, die zahlreichen Ausrüstungsgegenstände, die etlichen Bonusräume und die grundsätzliche interessante Action haben angesichts der verhauenen Steuerung und dem viel zu hohen Schwierigkeitsgrad verbunden mit etlichen unfairen Stellen kaum noch ein Gewicht. Aufgrund des gewaltigen Frustpotentials, welches dieses Gameboy-Modul zweifelsohne in sich birgt, saust meine Spielspaßwertung mit 39% leider dann doch weit nach unten.
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Produktbewertung:Kundenbewertung 2,00 / 5,00 2
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Bedienung:Bedienung von Kai Europe Dr. Franken : 1,0 sehr schlecht
Grafik:Grafik von Kai Europe Dr. Franken : 3,0 mittelmäßig
Sound:Sound von Kai Europe Dr. Franken : 3,0 mittelmäßig
Schwierigkeitsgrad:Profis
Suchtfaktor:Suchtfaktor von Kai Europe Dr. Franken : 2,0 in Maßen
Wird langweilig:Wird langweilig von Kai Europe Dr. Franken : 3,0 nach wenigen Wochen
Geeignet für Spieler ab:Geeignet für Spieler ab von Kai Europe Dr. Franken : 4,0 12 Jahre
Haben Sie das Spiel gespielt?:ja
Spielanleitung:Spielanleitung von Kai Europe Dr. Franken : 3,0 mittelmäßig
1-1 von 1  Sonstige Konsolenspiele
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Produktbeschreibung Kai Europe Dr. Franken

Technische Daten und Produkteigenschaften
Jump and Shoot für den Nintendo Gameboy
Allgemeine Informationen Kai Europe Dr. Franken
gelistet seit: 05.09.2005
Hersteller: Hersteller: Kai EuropeKai Europe
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Bewertung durch unsere Mitglieder
Produktbewertung: Kundenbewertung 2,00 / 5,00
Allgemeine Daten
Typ: Spiele 
Kai Europe Dr. Franken im Vergleich
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