Fach Erziehungskunde/Pädagogik
Abbildung vergrößern: Fach Erziehungskunde/Pädagogik
Fach Erziehungskunde/Pädagogik
Fach Erziehungskunde/Pädagogik
Fach Erziehungskunde/Pädagogik

Fach Erziehungskunde/Pädagogik

Platz 10 in der Kategorie "Schulfächer".
Bewertung: Kundenbewertung 4,10 / 5,00 (4.0 von 5)

Fach Erziehungskunde/Pädagogik Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 4,10 / 5,00 (4.0 von 5)
von 83% aller Autoren empfohlen (5/6).
Bewertungsverteilung:
Arbeitsaufwand:  durchschnittlich
Schwierigkeitsgrad der Ausbildung:  mittelmäßig
Prüfungsanforderungen:  mittelmäßig
Vorteile
  • Themen sind sehr interessant
Nachteile/Kritik
  • y
  • doch nicht "nur" ein Laberfach,zu wenig Psychologie, hatte einen trantütigen Lehrer
Sortiert nach 
LangneseBär

Laberfach für Mädchen??

ein Testbericht von 2002-10-01 14:26:13 vom 01.10.2002
Empfehlung: nein
Hab gerade durch Zufall gesehen, dass es diese Kategorie gibt und werde mich mal darüber auslassen. Ich werde versuchen, möglichst objektiv bzw. nicht all zu subjektiv zu werden, denn ich bin nicht gerade ein Freund dieses Fachs. Ich fang erst mal allgemein an und gehe dann auf die Inhalte ein.

Ich selbst bin 18 Jahre alt und besuche das Joseph Albers Gymnasium in Bottrop. Bin in der Stufe 13 und hatte Pädagogik schon in der 11. und 12. Klasse. Ich hatte zunächst vor, Pädagogik als viertes Abiturfach zu wählen, aber es kam ein bisschen anders. Ich habe dieses Fach jetzt abgewählt und bin nur knapp am Defizit vorbeigeschrammt.

Aber zunächst mal zum Fach selbst. Pädagogik wird von vielen immer als „Laberfach“ bezeichnet oder als Mädchenfach, dass eigentlich total einfach zu schaffen ist. Ganz so einfach ist es dann doch nicht.
Man sollte eine große Redebereitschaft zeigen bzw. von der Einstellung bzw. vom Gemüt her nicht gerade ein Mauerblümchen sein, denn dann wird das nichts. Vorrangig werden Theorien besprochen und dann diskutiert.

Zu den Inhalten:

Siegmund Freud – der Mensch als Triebgesteuertes Wesen

Wie ich finde, war Freud das schwierigste Thema überhaupt, denn um seine Theorien zu verstehen, muss man schon sehr viel nachlesen. Man muss sehr viel auswendig lernen und da dieses Gebiet sehr komplex ist, kann man fast gar nicht alles behalten, es sei denn, dass man von großem Arbeitseifer geprägt ist.
Das Thema Freud hat nicht so viel Raum zum diskutieren geboten im Gegensatz zu anderen, hier werden eher sein Ansätze besprochen.

Lawrence Kohlberg

Kohlbergs Theorie wurde bei uns nur recht kurz behandelt und das war auch das Problem. Kohlberg hat im Gegensatz zu Freud eine vollkommen andere Ansicht und von daher muss man erst mal Beide verstehen, um dann den Vergleich zu ziehen. Sicherlich einfacher zu verstehen als Freud, aber wurde bei uns viel zu kurz behandelt.

Piaget

Kohlbergs Theorien bauen auf Piagets Erkenntnissen auf. Hat man Piaget verstanden, so kann man Kohlbergs Gedanken auch leichter erschließen. Hier wiederum das Problem, dass es bei uns sehr viel Material dazu gab und man kaum noch zwischen brauchbarem und Unnützen differenzieren konnte.

Sozialisation

Für mich das spannendste Thema. Hier spricht über geschlechtsspezifische Sozialisation und versucht zu erschließen, warum Männer und Frauen so sind wie sie sind, wie Menschen manipuliert werden und wie es zu sozialen Problemen kommt.
Das Thema lag mir sehr gut, das Fachwissen war nicht von so großer Bedeutung und man konnte viel diskutieren.
Das waren die Hauptthemen, es gab noch wenige andere, aber die füllten nur jeweils 2 –3 Stunden.

Eigene Erfahrungen und Bewertung:

Ich sag es direkt vorne weg, dieser Kurs war absolut nichts für mich. Ich diskutiere zwar gerne, aber mir wurde das am Ende zu viel. Immer wieder neue Theorien und irgendwann wusste ich nicht mehr, welche überhaupt was aussagt.
Pädagogik ist mit Abstand das Fach, für das man am Meisten lernen muss. Ich habe von vielen gehört, die Pädagogik mit ins Abi nehmen, dass sie hier für die meiste Zeit aufbringen müssen, da es so viele Theorien gibt.
Mein Kurs hat mir auch nicht so gefallen, da unser Lehrer sehr viel selbstständige Arbeit fordert und dabei immer das Internet als Medium nutzt. Jeder sucht sich etwas heraus und alle haben andere Vorraussetzungen für die Klausur. So sollte es nicht sein. Die ein oder andere Exkursion in den Kindergarten zum untermauern bzw. beweisen von Theorien waren recht gut und brachten Schwung in die Sache.
Viel Gruppenarbeit wurde bei uns gemacht, was aber für manche nicht gut war, denn diese kamen dann nicht zur Geltung, weil immer die gleichen vorgetragen haben.

Fazit:

Wer gerne diskutiert und bereit ist, einen großen Teil seiner Freizeit zum lernen von Theorien frei zu machen, dann ist Pädagogik das richtige Fach.
Wer eher still ist oder lernfaul, der sollte die Finger davon lassen. Natürlich ist das alles auch stark Lehrerabhängig und für mich war es schwer genug, in einem Kurs mit 25 Leuten als einziger Junge sich durchzusetzen.
Ich gebe dem Fach die Note 4 , da es mir nichts als Ärger gebracht hat, aber immerhin drei, da manche Inhalte recht interessant sind!
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 2,00 / 5,00 2
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Eiskristall

Etwas fürs Leben

ein Testbericht von 2005-03-16 19:20:15 vom 16.03.2005
Empfehlung: ja
Hallo liebe Leserinnen und Leser,

ich schreibe hier nun einen Bericht über das Schulfach Erziehungskunde.

Ich kann es jedoch nur von der Realschule aus erläutern.

Das Fach ist bei uns 1 mal die Woche.

In Erziehungskunde nimmt man Themen wie Hilfsbereitschaft durch.

Es werden die einzelnen formen der Hilfsbereitschaft dargestellte, sie werden interpretiert und es wird darüber disskutiert was diese Form für Auswirkungen hat.

Im weiteren wird durchgenommen die Erziehung von Kindern. Welche Erziehungsziele es gibt, welche besonders gut sind und wie sich ein Kind entwickelt mit der jeweiligen Erziehung.

Dieses Fach ist meiner Meinung nach sehr sinnvoll da es ein Fach ist dessen Inhalte man im späteren Leben noch sehr gut gebrauchen kann, so weit man sich noch daran erinnert.

Vorallem ist Erziehungskunde ein Fach in dem wirklich jeder mit reden kann, nicht wie in Geschichte, Biologie oder solchen Fächern.
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:hilfreich
Arbeitsaufwand:Arbeitsaufwand von Fach Erziehungskunde/Pädagogik : 3,0 durchschnittlich
Schwierigkeitsgrad der Ausbildung:Schwierigkeitsgrad der Ausbildung von Fach Erziehungskunde/Pädagogik : 3,0 mittelmäßig
Prüfungsanforderungen:Prüfungsanforderungen von Fach Erziehungskunde/Pädagogik : 3,0 mittelmäßig
Neue Informationen zum Produkt automatisch per E-Mail erhalten
Missbrauch melden
Kommentare
Kinga
Kinga, 16.03.2005
weiszlig nur zu gut von was du sprichst. Ich finde deinen Bericht gut aber etwas zu knapp, dewegen quotnuumltzlichquot!Lg Kinga
wirnhier
wirnhier, 16.03.2005
Ich lobe deine positive Grundeinstellung, wenn auch dieses Fach leider erst heutzutage noumltig geworden ist. Fruumlher wurden solche Themen in der Familie weitergegeben. Dein Bericht koumlnnte aber gerade bei einem solchen Thema sehr sehr viel ausf
Bericht bewerten und eigenen Kommentar schreiben
Das Mitglied ist nicht mehr auf Yopi.de aktiv.

Wie Mausi zur Pädagogik kam und dabei blieb...

ein Testbericht von 2004-06-24 17:03:22 vom 24.06.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: Themen sind sehr interessant...
Nachteile/Kritik: doch nicht "nur" ein Laberfach,zu wenig Psychologie, hatte einen trantütigen Lehrer
Willkommen bei der bösen Maus!

Da ja so einige User / inner aus gegebenem Anlass im Abifieber sind, dachte ich mir ich lasse Euch mal an meinen Erfahrungen teilhaben und stelle Euch heute einen meiner beiden Leistungskurse (LK’s) vor, in dem ich 2003 im Abitur geprüft wurde:

Leistungskurs Pädagogik bzw. Erziehungswissenschaften

/// Warum Pädagogik ? ///

Viele wählen Pädagogik als LK, sofern angeboten, weil sie der Meinung sind, dass es sich um ein “Laberfach” handelt, in dem man leicht gute Noten bekommt bzw. einfach seine Punkte sammelt. Andere wählen Pädagogik, weil es sie einfach interessiert (vorzugsweise Mädchen), sie schon im GK gute Noten hatten und wieder andere aus dem Grund, dass ein ihnen sympathischer Lehrer den Kurs übernimmt.

Für mich stand schon sehr früh fest, dass ich als Pädagogik als LK wählen würde, da ich bereits im GK in der 11/1 und 11/2 die Themen sehr interessant gefunden habe und schriftlich wie mündlich immer 1-2 stand.

/// Was lernt man da ? ///

Im Pädagogik LK geht es vorzugsweise, im allgemeinen um die folgenden Themen (können aber, variieren aber je nach Bundesland, Schule und Lehrer)

- Entwicklung und Sozialisation (in der Kindheit und im Jugendalter)
darunter fällt z.B die Psychoanalyse nach Freud, Rollen - und Sozialisationstheorien
nach Hurrelmann, Krappmann usw., Moralentwicklung nach Kohlberg, aber auch
Störungen wie Kriminalität, Essstörungen usw.
- Lernen (klassisches Konditionieren, operantes Konditionieren usw.)
- Erziehung und Erziehungsziele - / stile (antiautoritäre Erziehung, Antipädagogik
usw.), eventuell Erziehung in fremden Kulturen

/// Wie lernt man da? ///

Der Unterschied zu anderen Fächern ist kaum feststellbar, denn auch in Pädagogik erwartet einen Textarbeit und Textanalysen, Gruppenarbeiten, Vortragen von Referaten, Diskussionen und für die, die sich dafür entscheiden die Facharbeit, welche in 12/1 eine Klausur ersetzt. Pro Halbjahr werden 2 Klausuren geschrieben, in denen der durchgenommene Stoff abgefragt wird.
Viele Schüler / innen meinen, dass man bei den Wortmeldungen wie bei Klausuren nicht viel falsch machen kann, denn schließlich hat jeder eine Meinung dazu, wie erzogen werden sollte und wie nicht (da wir ja gerade das gerade hautnah erleben), doch darf man sich da nicht vertun. Es wird erwartet, dass die Antworten auch wissenschaftlich fundiert sind, d.h dass man zur Begründung auch auf bereits durchgenommene Wissenschaftler verweisen und Fachausdrücke verwenden kann.

Als Junge sollte man sich darauf einstellen, dass man sich zu 99,9 % in einem Raum voller Mädchen wiederfindet, denn Pädagogik (oft in Verbindung mit Deutsch als 2.LK) wird meist als das sogenannte “Hausfrauenabitur” bezeichnet.

/// Bewertung ///

Bei jeder LK Wahl muss man bedenken, dass man in diesem Fach 4-5 Stunden die Woche unterricht wird, man im Abitur eine ebenso lange Klausur schreiben muss und dass die LK’s mehr Punkte einbringen als die GK’s und damit auch wichtiger sind für den Endschnitt im Abi. Da ich Pädagogik in erster Linie aus Interesse gewählt habe, fiel es mir nicht sonderlich schwer den Großteil der Zeit auch anwesend zu sein, ich bläute dann doch lieber in Bio und Mathe...;-)

Wer regelmäßig da ist, sich an Diskussionen beteiligt und die Hausaufgaben erledigt, der ist eigentlich bestens für die Klausuren vorbereitet. Der Arbeitsaufwand ist im mittleren Bereich anzusiedeln, sage ich mal! Für meinen Englisch LK musste ich wesentlich mehr lernen. Was in Pädagogik meistens Pluspunkte bringt, ist wenn man das gelernte auch angemessen formulieren kann und eben wissenschaftlich untermauert, zum Beispiel durch Zitate...also nicht so was wie “Das Kind braucht bloß Liebe”....*g* Natürlich sollte man auch wissen, wie man eine Textanalyse systematisch aufbaut (kennt man ja in der Regel aus dem Deutschunterricht), denn man bekommt sowohl in den vorherigen Klausuren als auch im Abi einen Text mit 3-4 Fragen und den gilt es dann zu analysieren - von der simplen Inhaltsangabe bis hin zu Fragen, die über den Text hinausgehen, sich aber am Unterricht orientieren. Besonders beliebt sind Vergleiche alla “Vergleichen Sie das Über - Ich nach Freud mit dem Gewissen, welches die katholische Kirsche propagiert”

Am interessantesten im Pädagogik LK fand ich die psychologischen Themen wie die Psychoanalyse nach Freud oder den Behaviorismus. In Pädagogik finden sich meist viele Schüler / innen, die sehr psychologieinteressiert sind, aber man sollte sich vorher bewusst machen, dass der Schwerpunkt wirklich auf Pädagogik liegt und nicht auf Psychologie. Psychologie LK’s sollten dennoch eingeführt werden....Problematisches Verhalten in Kindheit und Jugend wird häufig durchgenommen und bei solchen Themen steigt die Beteiligungsrate auch wesentlich an, denn man hat den Eindruck, als würde hier doch nun endlich mal etwas Aktuelles aufgegriffen, mit dem man sich identifizieren kann. Beliebte Themen sind gerade Essstörungen bei jungen Mädchen (hier darf man dann manchmal eine sogenannte Fallanalyse vornehmen) oder auch Drogenkonsum, Kriminalität oder Missbrauch / Misshandlung und die Folgen. Oft findet sich zu diesen Themen auch einiges im unterrichtsbegleitenden Buch.

Ich habe es nie bereut mich für Pädagogik als LK entschieden zu haben, auch wenn der Lehrer teilweise ein wenig trantütig war und oft herunterreferiert hat (dafür wird ein Stern abgezogen), aber insgesamt habe ich die Pädagogik Zeit in der 12 und 13 doch genossen. Im Abitur habe ich eine glatte 2 hingelegt, was mit dazu beigetragen hat, dass ich letztlich mein Abi im Sommer 2003 mit 2,7 bestand. Ja, uns heute studiere ich im 2.Semester....na...was wohl....Pädagogik! ;-)

Daher gibt es von mir 4 Sterne und eine klare Empfehlung für all diejenigen, die wirklich Interesse an Pädagogik haben, denn einfach Labern reicht in der Regel nicht...

Die böse Maus (Mausimausmaus bei Ciao)
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Arbeitsaufwand:Arbeitsaufwand von Fach Erziehungskunde/Pädagogik : 3,0 durchschnittlich
Schwierigkeitsgrad der Ausbildung:Schwierigkeitsgrad der Ausbildung von Fach Erziehungskunde/Pädagogik : 3,0 mittelmäßig
Prüfungsanforderungen:Prüfungsanforderungen von Fach Erziehungskunde/Pädagogik : 3,0 mittelmäßig
Ansprechpartner

Erlebnispädagogik als Methode

ein Testbericht von 2003-05-30 12:03:04 vom 30.05.2003
Empfehlung: ja
Vorteile: x...
Nachteile/Kritik: y
Die Erlebnispädagogik versteht sich als Alternative und Ergänzung klassischer und etablierter Jugendsozialarbeit. In ihr finden sich immer öfter erlebnisorientierte Angebote als Alternative zur passiven Angebotsstruktur einer „Offenen Tür“ wieder.

Die moderne Pädagogik hat längst erkannt, dass Soziale Arbeit mit Jugendlichen sehr viel effektiver ist, wenn man sie nach jugendkulturellen Belangen ausrichtet und sie nicht einfach auf die Bereitstellung eines Billard- oder Kickertisches reduziert. Sicherlich sind heute in der gängigen Jugendarbeit tatsächlich viele Angebote zu finden, die auf Interessen und Hobbies der Zielgruppe gerichtet sind. Sicher ist aber auch, dass allein mit Computerkursen und Musikworkshops keine zeitgemäße Jugendarbeit möglich ist, da mit der Konzentration auf die „geistigen“ Fähigkeiten nur ein kleiner Teilbereich der relevanten Arbeitspunkte effektiver Jugendarbeit abgedeckt werden.

Durch den Einzug von Fernsehen, Computern und Videospielen wurden bewegungsreiche Freizeitaktivitäten Jugendlicher weitestgehend durch bewegungsarme abgelöst. Die Folge sind oft Defizite in der Körper- und Sinneswahrnehmung, die als Basis für effektives Lernverhalten fehlen. So liefert ein im Fernsehen gesehener Sprung vom Sprungbrett nicht die gleiche Erfahrung wie das real gespürte Erlebnis – es fehlt die Aufregung kurz vor dem Sprung, der Luftzug bevor der Körper ins Wasser eintaucht, das Gefühl der Schwerelosigkeit nach dem Eintauchen ins Wasser, der befreiende erste Atemzug nach dem Auftauchen sowie das Gefühl auf der Haut, wenn die Wassertropfen über Gesicht und Hals perlen.

Moderne und ergänzende Jugendarbeit bedient sich deshalb auch erlebnispädagogisch ausgerichteter Angebote, um reales und damit bedeutsames Erleben möglich zu machen. Die Erfahrung stellt somit die Summe von Erlebnissen dar, sie ist das durch eigenes Erleben und eigene Anschauung erworbene Wissen. Nur aus Erfahrungen können schließlich Erkenntnisse gewonnen werden, die dann möglicherweise in Einsichten resultieren können.

Erlebnis, Erfahrung, Erkenntnis und Einsichten sind daher wichtige Begriffe der Erlebnispädagogik.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:hilfreich
Das Mitglied ist nicht mehr auf Yopi.de aktiv.

Pädagogik - nicht nur für Frauen wichtig!!!

ein Testbericht von 2003-03-06 20:10:03 vom 06.03.2003
Empfehlung: ja
Wenn ich anderen Menschen davon berichte, dass ich im Pädagogik Lk bin, dann ernte ich oftmals erst mal einen sehr interessanten Blick auf den dann die Frage resultiert: auf was für eine Schule gehst du denn?
Es kann sich anscheinend nicht jeder, abgesehen von Menschen, die selbst auf der Schule die Möglichkeit hatten Pädagogik zu belegen, vorstellen, dass man auch auf einem "normalen" Gymnasium in den Genuss kommen kann, Pädagogik zu belegen und somit lernen.

Ich habe nun schon 2 Jahre Pädagogik, wobei ich mich erst vor einem Schulhalbjahr, zum Anfang der 12, entschied den Pädagogik Leistungskurs zu belegen, der dann anfing.


*~*__Wieso wählt man Pädagogik Lk?__*~*

Ich denke Pädagogik Lk sollte man nicht wählen, weil einem nichts anderes einfällt. Man sollte schon eine Motivation mitbringen und Interesse an Verhaltensweisen von Menschen mitbringen. Fehlt dies gänzlich, so stelle ich mir den Unterricht mehr qualvoll als alles andere vor. Pädagogik lebt von Diskussionen und Basiert meist auf Textarbeit, in der man sich mit verschiedenen Theorien auseinandersetzen muss. Dies kann nur interessant sein, wenn man sich auch dafür interessiert und am aktiven Geschehen des Unterrichts Anteil nimmt.


*~*__Pädagogik - ein Laberfach für Mädchen?__*~*

Ich glaube dieses Klischee wird man nicht mehr los werden, dass Pädagogik eigentlich nur ein Fach für Mädchen ist. Ich kann leider auch nur aus Erfahrung sagen, dass ich gerade mal 2 Jungen in meinem ca 25 SchülerInnen großen Kurs habe. Hier ist unser Lehrer oft der Hahn im Korb. Doch ich glaube gerade heutzutage, wo sich die Lebensumstände für Kinder immer stärker ändern und die richtige Erziehung immer wichtiger wird, sollte man überlegen ob Erziehung und Pädagogik wirklich nur Frauen und Mädchen was angeht, oder ob gerade auch Jungen und Männer Erfahrungen mit Pädagogik machen sollten.
Natürlich ist Pädagogik ein Laberfach, dann es lebt nun mal von den Diskussionen, aber es kann daher sicher nicht abgewertet werden, da es sicher nicht das leichteste Schulfach ist, welches belegt werden kann.


*~*__Sollte man Pädagogik wählen?__*~*

Ich bin der Meinung, dass die Belegung des Fachs Pädagogik zwar sehr mit Arbeit verbunden, aber dennoch sehr sinnvoll ist. In der heutigen Gesellschaft ist es sehr wichtig zu wissen, wie es zu delinquenten Verhalten kommen kann und wie man dieses verhindern kann. Gerade die Erziehung wird immer schwerer und Eltern nehmen die Hilfen, die ihnen später bei der Erziehung zur Verfügung stehen nicht an. Daher sehe ich es für sehr sinnvoll an, sich bereits in der Schule damit zu beschäftigen und mehr über das Wesen des Menschen zu erfahren. Wie soll man ein Kind richtig erziehen, wenn man nicht weis auf welche Werte und Normen es ankommt, bzw wie man es zum Selbstständigsein erziehen kann.


Pädagogik geht nicht nur Mädchen, sondern alle an, denn wir leben alle zusammen in einer Gesellschaft und können das Leben in dieser nur verbessern, wenn wir Theorien kennen und die Vor- und Nachteile abgewägt haben. Kennen wir diese nicht, so ist unser Blickfeld sehr eingeschränkt und wir müssen auf Modellernen zurückgreifen. Dies kann unter Umständen jedoch nur Nachteile hervorrufen.



Kümmert euch mal drum zu erfahren wie man die Gesellschaft besser machen kann! Vielleicht kann euch die Pädagogik weiterbringen.

liebe Grüße

Mary
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Thalaia

Interessante Alternative - Leistungskurs Pädagogik

ein Testbericht von 2002-07-03 23:39:33 vom 03.07.2002
Empfehlung: ja
Von vornherein möchte ich klar stellen, ich hatte Pädagogik nicht freiwillig als Leistungskurs gewählt, als es daran ging. Doch da wir eine sehr kleine Gruppe auf der Abendschule waren mussten wir uns auf zwei Fächer einigen. Die Mehrheit war für Pädagogik und Deutsch.
Deutsch fand ich ja irgendwie noch ganz in Ordnung, aber Pädagogik? Nein Danke. Allein das Wort „Erziehungswissenschaft“ schreckte mich ab, ich hatte keine Lust mich auch Diskussionen über irgendwelche erzieherischen Maßnahmen einzulassen. Das konnte ja nur langweilig werden.

Wenn man im Lexikon unter Pädagogik nachließt erhält man in etwa eine solch Information: „Pädagogik [griechisch], die praktische und theoretische Lehre von der Erziehung, auch die Erziehung selbst. Als Erziehungswissenschaft ist die Pädagogik eine handlungsorientierte Sozialwissenschaft, in der Theorie und Praxis eng miteinander verknüpft sind.“

Mein zweiter Gedanke war nur: „Das Abi kannst du vergessen, du schläfst ja eher ein als das du dort etwas lernst.“ Aber zum Glück irrte ich mich gewaltig.

Pädagogik beschäftigt sich mit Kindern und Jugendlichen und deren Sozialstrukturen und ähnlichem. Ich hatte es in meiner vorurteilbehafteten Denkweise in der Richtung, vollkommen falsch interpretiert und wurde schon innerhalb der ersten paar Stunden eines Stunden eines besseren belehrt.

Als aller erstes gab es für uns einen Abstecher in die Soziologie, damit wir ein paar Strukturen kennen lernen konnten. Schließlich hatte niemand von uns so etwas schon einmal gemacht. Uschi, unsere Pädagogiklehrerin, nahm mit uns das Thema Mobbing durch und erklärte uns daran gleich die Sozialisationsfaktoren und einiges andere gleich mit.
Das nächste Thema unserer Unterrichtsreihe waren Intelligenztest, damit waren wir immer noch im Bereich Soziologie. Aber so langsam gelang es ihr mit dieser Art der Themenwahl selbst du desinteressiertesten unter uns für den Pädagogikunterricht zu erwärmen.

Bis wir dann schließlich nach einem Halben Jahr Soziologie endlich in der richtigen Theoretischen Pädagogik befanden. Erstaunlicherweise fehlte von der von mir zu Anfang gefürchteten „Erziehungslehre“, wie ich sie mir selbst interpretiert hatte, jede Spur. Stattdessen beschäftigten wir uns mit Siegmund Freunds Instanzen- und Phasenmodellen.
Freud ging ja davon aus, dass plump ausgedrückt die Ursache psychischer Probleme in der Kindheit zu finden sei und diese von der Entwicklung der drei Instanzen ausgeht, dem Es, der Trieb und das Unbewusste, dem Über-Ich, die Moral und die Erziehung der Eltern, und dem Ich, welches diese beiden Instanzen miteinander in Einklang bringen muss, um auf die Realität reagieren zu können.
Die Störungen trafen wahrscheinlich in einer der verschieden Phasen die das Kind in seiner Entwicklung durchläuft, die orale Phase, die anal-sadistische Phase und die genitale Phase. (für alle Besserwisser, ich weiß das ich eine Phase ausgelassen habe, aber der Unterschied würde den Rahmen sprengen) Und dies alles führte zu Abwehrmechanismen.

Von Freud ging es weiter zu seinen sogenannten Nachfolgern und deren eigenen Theorien. Zu gegeben, der Stoff ist fürchterlich trocken wenn man ihn lernen muss, aber richtig verpackt ist es unheimlich interessant und macht Lust auf mehr.

Nach Freud kam die moralische Entwicklung des Menschen zum Zuge, dessen Erforscher Lorenz Kohlberg, verschiedene Dilemmageschichten entwickelte um herauszufinden auf welcher der sechs moralischen Entwicklungsstufen sich die Person gerade befand.
Auch dieses Thema gehört in die Pädagogik, denn an irgendeiner Stelle muss die Entwicklung ja angefangen haben und dies wird nicht beim Erwachsenen gewesen sein.
Kohlberg war an sich auch ein sehr dankbares Thema, da die Theorie recht leicht zu merken war und die Anwendung auf die heutige Zeit interessante Kontroversen ausgelöst hat.

Als allerletztes nahmen wir dann das Thema Jugendkriminalität durch. Auch hierbei gab es wieder trockene Theorie zu schlucken, die anhand von Fallbeispielen rasch umgesetzt werden konnte. Auch regte uns unsere Lehrerin immer wieder zu Diskussionen über das Thema an, die mit Begeisterung über das Ende der Stunde hinausgezogen wurden.

Rein theoretisch standen uns noch mehr Themen wie zum Beispiel Medien und Werbung zur Verfügung und welchen Einfluss dies auf Jugendliche und Kinder hat. Doch wir entschieden uns damals für die Jugendkriminalität.


Fazit:

Trotz meiner anfänglichen großen Skepsis habe ich den Unterricht nie bereut, denn Pädagogik ist ein weitreichendes Fach, das mehr interessante Themen beinhaltet als es auf den ersten Blick scheinen mag.
Das heißt allerdings nicht das es ein sehr leichtes Fach ist. Es macht ohne Zweifel Spaß, doch mit leerem Gerede kommt man auch hier nicht weit. Man muss die einzelnen Theorien schon gelernt haben und anwenden können, wenn man eine gute Note haben will.
Vorteilhaft hierbei ist es auch wenn man einen recht kleinen Kurs hat, in dem keiner untergehen kann. Die Klausuren sind nicht allzu schwer, wenn man die Theorie beherrscht und seine eigene Meinung anbringen kann. Meine schlechteste Klausur war eine zwei gewesen, weil mir der Text nicht lag.

Alles im allem ist Pädagogik als Leistungskurs sehr zu empfehlen, wenn man einen Lehrer hat der es einem gut rüberbringen kann, da es ansonsten ziemlich langweilig wird. Unsere Lehrerin war zum Glück fürchterlich begeisterungsfähig, so das es uns sicher nie langweilig wurde.


Pro: Interessantes, umfangreiches Fach, was mehr beinhaltet als es auf den ersten Blick scheint.

Kontra: Viele trockene theoretische Texte die man beherrschen muss (allerdings ist es nicht so schlimm wie es sich nun anhört)
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
1-6 von 6  Schulfächer
Top Webtipps
Amazon.de
Niedrige Preise, Riesen-Auswahl und kostenlose Lieferung ab nur 20 EUR

Produktbeschreibung Fach Erziehungskunde/Pädagogik

 
Allgemeine Informationen Fach Erziehungskunde/Pädagogik
gelistet seit: 26.08.2003
Bewertung durch unsere Mitglieder
Produktbewertung: Kundenbewertung 4,10 / 5,00
Fach Erziehungskunde/Pädagogik im Vergleich
Schulfächer
Testsieger & Top 10
Alternative Schulfächer
Home > Ausbildung & Karriere > Schule > Schulfächer > Fach Erziehungskunde/Pädagogik > Überblick