FCI Boxxle 2
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Platz 100 in der Kategorie "Sonstige Konsolenspiele". Denkspiel für den Nintendo Gameboy ...mehr
Bewertung: Kundenbewertung 3,00 / 5,00 (3.0 von 5)

FCI Boxxle 2 Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

sinfortuna

Rauchende Köpfe

ein Testbericht von 2005-09-27 09:19:04 vom 27.09.2005
Empfehlung: ja
Vorteile: Eingewöhnungsphase gleich null, Soundmenü, Anwählen einzelner Level möglich, trotz extrem simplen Spielprinzips erstaunlich anspruchsvoll, umfangreich, kann süchtig machen...
Nachteile/Kritik: Extrem biedere Optik, stundenlanges Grübeln keine Seltenheit, kein Zweispielermodus, keine Batterie, als reines Denkspiel mit nur kleiner Zielgruppe
Auf meiner kleinen Tour im Hinblick auf (höchstwahrscheinlich) längst vergessene Videospiele bin ich im Reich der alten Gameboy-Spiele auf ein grundsätzlich sehr interessantes Modul gestoßen, welches außerdem auch noch zu den eher seltenen Versionen gehört, die ich wirklich als qualitativ hochwertig bezeichnen möchte. Das Genre von „Boxxle 2“ ist relativ leicht zu beschreiben, es handelt sich in diesem Fall nämlich ganz eindeutig um ein Denkspiel, gar keine Frage. Überwiegend, ja eigentlich nur, geht es um das Verschieben von Kisten, welche sehr zahlreich in fast noch zahlreicher vertretenen Lagerräumen vorhanden sind. Das Spielprinzip dieser GB-Fassung ist eigentlich ehr ziemlich simpel, nichtsdestotrotz ist die Spielidee durchaus fesselnd und fordert zweifellos Eure grauen Zellen ganz enorm. Wer von Euch jetzt immer noch nicht geschockt ist, der sollte nun brav weiterlesen, denn trotz oder vielleicht auch wegen) seiner für heute extrem spartanischen Präsentation könnte dieses Game fast schon eine Art Kult-Status innehaben.


Im Mittelpunkt dieses Gameboy-Denkspiels steht Willi, welcher den Hauptcharakter darstellt. Hintergrund der Story ist, dass die wunderhübsche Wanda entführt wurde und dies tatsächlich (wieder einmal) von bösen Außerirdischen, welche sich erdreistet haben, die holde Wanda in ihr Unbekanntes Flugobjekt zu verschleppen und im wahrsten Sinne des Wortes „die Düse zu machen“. Dieses Verbrechen darf natürlich nicht ungesühnt bleiben und darüber hinaus wollen wir als Willi selbstverständlich die attraktive Wanda aus den Fängen der Aliens befreien, so dass unverzüglich etwas geschehen muss. Talentiert, wie wir nun einmal von Natur aus sind, basteln wir in der Folgezeit an einer Rakete, um schnellstmöglich die Verfolgung jener augenscheinlich äußerst kriminell veranlagten Aliens aufnehmen zu können. Mag die Story sich bislang zugegebenermaßen etwas (sehr) merkwürdig bzw. abgefahren anhören, eines wirkt jedoch sehr realistisch: das Erschaffen einer Rakete kostet eine ordentlich Stange Geld.


Da wir hauptberuflich als Kistenschieber unser Unwesen treiben, steht demzufolge jede Menge Arbeit an, denn der Stundenlohn für das Verschieben jener Kisten ist nicht gerade fürstlich hoch. Dementsprechend erwarten uns weit über hundert Lagerräume, in denen wir unser Talent als Kistenschieber unter Beweis stellen müssen, bevor wir das nötige „Kleingeld“ zusammen haben. Aufgrund des enormen Zeitdrucks (schließlich wollen wir die Spur zu den Aliens nicht völlig verlieren) fackeln wir nicht lange und begeben uns unverzüglich zum nächstgelegenen Lagerraum, das Denkspektakel kann also beginnen. Das Gameplay an sich ist grundsätzlich nicht so wahnsinnig kompliziert, auch wenn die Ausführung der einzelnen Aktionen bei weitem nicht so einfach sind, wie sie sich zunächst anhören, aber dies war ja bei einem Denkspiel ja auch nicht anders zu erwarten gewesen.


In jedem Lagerraum stehen Kisten herum, welche auf bestimmte Positionspunkte auf dem Boden geschoben werden müssen. Leider Gottes sind die Lagerräume an sich nicht besonders groß, es ist regelmäßig äußerst eng. Des Weiteren stehen sich die Kisten nicht gerade selten gegenseitig im Weg und das Manövrieren erweist sich besonders in den späteren Leveln als äußerst heikel, ziemlich oft dürftet Ihr Euch irgendwann einmal in einer Sackgasse befinden und somit den gesamten Level bzw. Raum noch einmal von vorne anfangen müssen. Problematisch ist es nämlich in erster Linie deswegen, weil sich die Kisten später nicht mehr zurückziehen lassen, habt Ihr eine Aktion erst einmal ausgeführt, ist diese nicht mehr rückgängig zu machen. Im Grunde ist dies aber auch gut so, denn auf diese Weise will jeder Zug bzw. jede Verschiebeaktion sehr gut überlegt sein. Ist die entsprechende Kiste einmal von Euch losgelassen worden, gibt es jedenfalls kein Zurück mehr.


Ein Level besteht aber glücklicherweise aus einer Art 10er-Paket bzw. aus zehn Unterabschnitten bzw. Lagerräumen. Kommt Ihr in einem Lagerraum nicht weiter, könnt Ihr Euch auf Wunsch auch erst einmal einem der anderen neun Räume zuwenden, bevor Ihr später noch einmal Euer Glück an jenem kniffligen Level probiert. Daher hält sich die Frustration noch halbwegs in Grenzen, Ihr müsst nicht ewig an einer Stelle verweilen, was sicherlich keine schlechte Sache ist. Nach jedem erfolgreich absolvierten Lagerraum erhaltet Ihr nämlich ein neues Passwort, welches Ihr Euch dann natürlich unbedingt notieren solltet. Schade ist allerdings, dass die von Euch selbst erstellten Räume (dies ist nämlich aufgrund eines vorhandenen Level-Editors durchaus möglich) mangels Batterie nicht gespeichert werden können, so dass sich mir der Sinn der Editor-Funktion nicht erschließt, aber egal.


Die Präsentation an sich ist extrem detailarm und fast schon natürlich muss die Grafik von Boxxle 2 als eher schlecht bezeichnet werden, auch wenn dies bei dieser Art von Videospiel eine bei weitem nicht so dominante Rolle spielt wie bei anderen Videospielgattungen. Eine simple Hellgrau-Dunkelgrau-Optik praktisch ohne nennenswerte Details und zudem praktisch nicht vorhandenen Hintergründen (diese sind nämlich einfarbig in Hellgrau gehalten. Die Begrenzung der Lagerräume erkennt Ihr lediglich an den Ziegelsteinen am Rand des Spielfelds und das war es dann im Grunde auch schon. Auf dem Spielfeld sind Holzkisten zu erkennen, welche allesamt völlig gleich aussehen und – last but not least – natürlich auch unser Held bzw. unsere Spielfigur bzw. unser guter alter Willi. Besonders groß ist Willi wahrlich nicht gezeichnet und von interessanten Animationen ist hier weit und breit auch nichts zu sehen. Die ersichtlichen kleinen schwarzen Punkte stellen die Positionen dar, auf welche die Kisten geschoben werden müssen, das ist alles. Wichtig ist bei diesem GB-Modul eigentlich nur, dass Ihr beim Bewältigen der Denksportaufgaben den nötigen Überblick behaltet, was angesichts der tristen 2D-Draufsicht auch kein Problem darstellen dürfte. Fällt ein Lagerraum einmal besonders groß aus, steht Euch eine kleine Übersichtskarte zur Verfügung, welche dann den gesamten Raum in Miniaturausgabe zeigt. Ziegelsteine am Rand, Kisten in der Mitte und unser kleiner Held: fertig ist die Optik. Nun ja.


Fast schon als erstaunlich gut gelungen oder zumindest als soliden Durchschnitt kann man die Begleitmusik in Boxxle 2 bezeichnen und das ist auch gut so. Monotone Klänge oder einen einschläfernden Sound hätte ich wahrscheinlich auch nicht verkraftet, schließlich wurden meine Gehirnzellen bei diesem Denksport-Game schon genug beansprucht, da konnte ich eine nervtötende Akustik nun beim besten Willen nicht mehr gebrauchen. Die Soundeffekte sind allerdings ein schlechter Witz, aber erstens waren diese seit jeher keine Stärke des Gameboys und zweitens würden diese in diesem Fall auch keinen besonderen Sinn machen, schließlich geht es hier einzig und allein um das Verschieben von Kisten. Dass es überhaupt ein Soundmenü auf diesem Modul gibt (BGM A, B und C) ist hingegen auf dem uralten Gameboy eine echte Seltenheit, insofern will ich auch gar nicht meckern.


Fest steht für mich auf jeden Fall, dass Boxxle 2 für den alten Gameboy zumindest damals einen nicht zu unterschätzenden Suchtfaktor auslösen konnte. Trotz der minimalistischen Grafik und dem sich ewig wiederholenden und zudem sehr simplen Gameplay kann dieses Modul zumindest beim erstmaligen Durchspielen enorm fesseln. Als Zielgruppe kommen natürlich ausschließlich diejenigen von Euch in Frage, die sich generell liebend gerne mit Denksportaufgaben beschäftigen und darüber hinaus etwas für uralte Videospiele übrig haben, unter dem Strich bleiben heutzutage da wohl nicht mehr allzu viele übrig. Schade ist jedenfalls, dass ein Zweispielermodus leider nicht berücksichtigt wurde, dies fand ich weniger schön. Alles in allem vergebe ich für dieses sicherlich nicht ganz alltägliche und zudem interessante, aber zweifellos steinzeitlich anmutende Gameboy-Modul im Hinblick auf den Spielspaß vergleichsweise nette 70%.
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Produktbewertung:Kundenbewertung 3,00 / 5,00 3
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Bedienung:Bedienung von FCI Boxxle 2 : 5,0 ausgezeichnet
Grafik:Grafik von FCI Boxxle 2 : 2,0 schlecht
Sound:Sound von FCI Boxxle 2 : 4,0 gut
Schwierigkeitsgrad:Fortgeschrittene
Suchtfaktor:Suchtfaktor von FCI Boxxle 2 : 3,0 vorhanden
Wird langweilig:Wird langweilig von FCI Boxxle 2 : 3,0 nach wenigen Wochen
Geeignet für Spieler ab:Geeignet für Spieler ab von FCI Boxxle 2 : 4,0 12 Jahre
Haben Sie das Spiel gespielt?:ja
Spielanleitung:Spielanleitung von FCI Boxxle 2 : 4,0 gut
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Kommentare
Düsseldorf
Düsseldorf, 20.11.2006
du raucher
froes
froes, 14.11.2005
Also so eine Art Packman? Shine On, Frank
Leela
Leela, 16.12.2006
sh :o
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Produktbeschreibung FCI Boxxle 2

Technische Daten und Produkteigenschaften
Denkspiel für den Nintendo Gameboy
Allgemeine Informationen FCI Boxxle 2
gelistet seit: 05.09.2005
Hersteller: FCI
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Bewertung durch unsere Mitglieder
Produktbewertung: Kundenbewertung 3,00 / 5,00
Allgemeine Daten
Typ: Spiele 
FCI Boxxle 2 im Vergleich
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