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Fiat Bravo Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Fiat Bravo 1.9 JTD - ein gutes Auto für viele Jahre
ein Testbericht von Turbotisl12009-06-08 15:19:08vom 08.06.2009Empfehlung: ja
Vorteile: Zuverlässig, zeitloses Design, wenig Gewicht, immer etwas schneller als die anderen...Nachteile/Kritik: Luftmengenmesser von Bosch - anfällig, hinterer Scheibenwischer anfällig
Wer sich nicht sicher ist, ob er sich für einen Fiat Bravo entscheiden sollte, dem kann ich versichern, es macht nach 8 Jahren Bravofahren jeden Tag wieder viel Freude, einzusteigen und loszufahren.
Vorwegzunehmen wäre, dass es den Wagen in verschiedensten Motorvarianten gab:
Vierzylinder Benziner:
1.2,16V mit 1.242 cm³, erst 80 PS, später 82 PS (1998 - 2001)
1.4,12V mit 1.370 cm³, erst 75 PS, später 80 PS (1995 - 1998)
1.6,16V mit 1.581 später 1.596 cm³, erst 90 PS später 103 PS (1995 - 2001)
1.8,16V mit 1.747 cm³, 113 PS (1995 - 2001)
Fünfzylinder Benziner:
2.0,20V mit 1.998 cm³, erst 147PS, später 154 PS (1995 - 2000)
Vierzylinder Diesel
1.9 D mit 1.910 cm³, 65 PS (1995 - 1997)
1.9 TD mit 1.910 cm³, zwischen 75 PS und 100 PS (1996 - 2000)
1.9 JTD mit 1.910 cm³, 100 - 105 PS (1998 - 2001)
Im Jahr 2000 testete ich verschiedene Motorvarianten des Bravos und entschied mich recht leicht für den, damals neuen und bis heute bewährten, 1.9 JTD Motor. Die Benzinversionen waren, auch aufgrund des geringeren Hubraums, vor allem bei Bergauffahrten vergleichsweise ziemlich antrittsschwach und hielten einen, wenn überhaupt, nur bei höheren Drehzahlen bei Laune. Mit den Motoren unter 100 PS konnte man nicht einmal seiner Großmutter ein "der geht aber gut" oder Ähnliches entlocken.
In Italien sind bis heute die Benzinversionen recht begehrt und da sich die Höhe der Autoversicherung in Italien nach dem Hubraum richtet, versucht man (nicht nur) bei Fiat vor allem durch hohe Drehzahlen viel Power aus kleinen Motoren herauszupressen.
Dies gelingt zwar, doch der Spritverbrauch ist mitunter ebenso beeindruckend, wie die Fahreigenschaften.
MEIN BRAVO:
Mein Bravo, Bj. 2000, 1.9 JTD GT ( Gran Turismo )
sollte damals, wie bei Fiat üblich, schon serienmässig recht viele Extras an Bord haben:
ABS, vollautomatische Klimaanlage, beiheizte, von innen verstellbare Aussenspiegel, Lenkrad und Fahrersitz höhenverstellbar, Alufelgen, Zentralverriegelung, Ledersitze, uvm.
Zusätzlich wurde mein Wagen noch mit einem Zusatzpaket ausgerüstet, welches ihm eine Scheinwerferwaschanlage und beheizte Vordersitze bescherte (3600 Schilling, oder 261 Euro).
Bei einem Neupreis von umgerechnet ca.19500 Euro;, hatte ich das Glück, das bei Fiat gerade ein Modellwechsel stattfand und ich den Wagen letztenendes für nur 14.600 Euro; (ca. 25% Nachlass) bekam. Grundsätzlich kann ich berichten, dass man bei Fiat in der Regel nach dem Verhandeln mit 1 bis 2 Händlern, bei einem Neuwagen mit Prozenten zwischen 10 un 15% rechnen darf, was bei anderen Marken eher nicht üblich ist.
KEIN VORTEIL, OHNE NACHTEIL ?:
Zur Scheinwerferwaschanlage habe ich zu berichten, dass ich sie nach wenigen Jahren in der Werkstatt abklemmen ließ, da diese bei jedem mal Frontscheibe waschen, auch automatisch die Scheinwerfer recht sinnlos bespritzte, schnell keine Flüssigkeit mehr an Bord war und ich mich des öfteren im Blindflug aber immerhin mit ziemlich sauberen Scheinwerfern über die gesalzene Autobahn tasten musste.
Die beheizbaren Sitze kann ich jedoch weiterempfehlen ! Besonders die Ledersitze, die zwar optisch sehr schön sind, aber im Übrigen etwas mehr Seitenhalt bieten könnten, werden im Winter recht kalt und man schaltet die Sitzheizung dann doch recht regelmäßig ein. Optimal wären vielleicht Sitze mit Teilleder, da man darauf mehr Halt findet und sie im Winter wärmer sind....
Bei einem Gebrauchtwagen stehen aber meist
andere Dinge im Vordergrund, wie z.B.
DER MOTOR:
Mit dem 105 PS Common Rail System ist man im Grunde recht ausreichend motorisiert (10,4s auf 100, Bauartgeschwindigkeit 187 km/h).
Ein Drehmoment von 200Nm hört sich für den Autointeressierten zwar recht wenig an, in der Realität liefert der Wagen diese Kraft aber schon ab 1500 Touren und hält eine harmonische Beschleunigung ohne nennenswerte Turbolöcher bis ca. 4500 Touren aufrecht.
Wer glaubt, den Motor komplett ausdrehen zu müssen, knapp vor 5000 Touren ist wirklich und endgültig Schluss, begibt sich damit in einen doch recht zähen und sinnlosen Bereich des Drehzahlbandes.
Beim Kaltstart fabriziert der JTD Motor, vor allem im Winter ein recht lautes dieseltypisches Geräusch, doch schon nach wenigen Minuten wird der Sound leise, der Motor geschmeidig und alles recht leichtgängig.
Warmgefahren verrät einem dann nur noch, abgesehen von der Aufschrift am Auto, der nach unten gebogene Auspuff, das man es mit einem Diesel zu tun hat. Im Vergleich mit Pumpe-Düse-Systemen ist man mit dem Bravo, etwas übertrieben gesagt, regelrecht lautlos unterwegs.
Um kurz beim Vergleichen zu bleiben, hat der Bravo mit einem Leergewicht von 1170 kg ca.200 kg weniger zu schleppen als ein z.B. ein Vierergolf mit 90 oder 110 PS.
Man kann also zusätzlich Schwiegermutter und Großeltern einladen und wird immer noch flott genug unterwegs sein.
Meinem Bravomotor wurde trotzdem nach einigen Jahren elektronisch etwas nachgeholfen - der Motor hält es bisher problemlos aus und ich kann es weiterempfehlen. Der Drehmoment bleibt immer noch in einem vernünftigen Bereich - und so sollte es die Lebensdauer des Motors nicht allzusehr verkürzen.
VERBRAUCH / FAHREIGENSCHAFTEN::
Laut Hersteller verbraucht der Bravo im Schnitt 5,4 Liter Diesel auf 100 km, was ich grundsätzlich bestätigen kann. Mit einem Tankinhalt von 56,5 Litern fahre ich je nach Verkehrslage, Vernunft und Nervenkostüm zwischen 700 und 1100 km.
Bei vorgeschriebenen 130 km/h läuft der Motor im fünften Gang mit ca. 2750 Touren und verbraucht deshalb wahrscheinlich unter 5 Liter Treibstoff auf 100km. Beispielsweise bei 190 km/h hat man ca. 3800 Touren am Drehzahlmesser. Der Wagen ist dabei immer noch nicht laut, liegt ruhig, sicher und wenig windanfällig und die Insassen, die nicht auf den Tacho blicken plaudern ahnungslos übers Wetter oder das Essen.
Bei flotten Urlaubsfahrten mit vollbeladenem Auto rechne ich mit einem Verbrauch von 6,5 - 7 Litern. Ausnahmslos nie genehmigte sich der Motor mehr wie 8 Liter (auch nach dem Tuning).
Man kann den Bravo insgesamt recht schnell und intuitiv lenken, das Fahrwerk ist trotz sportlicher Eigenschaften recht gutmütig und berechenbar. Auch plötzliches Gaswegnehmen in schnellen Kurven, bestraft der Bravo kaum mit Lastwechseln oder Übersteuern.
Besonderen Spass macht der Wagen beim Bergauffahren in Serpentinen, da hier Vorzüge wie die gute Beschleunigung aus den Kurven heraus, oder die Beherrschbarkeit des Wagens im Bereich jenseits der Traktionsfähigkeit des Fahrwerks und der Reifen hinaus, besonders zum Tragen kommen.
PLATZANGEBOT:
Für längere Reisen ist der Bravo auch für die hinteren Fahrgäste recht angenehm, da auch bei "Einmeterneunzigmenschen" die Knie den Vordersitz nicht berühren. Durch seine erwachsene Breite hat für mittellange Fahrten auch bequem ein fünfter Insasse Platz. An die Grenzen der Aufnahmefähigkeit stösst man jedoch sicherlich bald beim Kofferraum des Autos.
In Kisten Bier gemessen sind es, will man die Hutablage behalten, derer drei. Ein Kinderwagen hat Platz, wobei man bei manchen Modellen hier die Entscheidung treffen muss, ob man lieber die Räder des Kinderwagens, oder die Hutablage abmontiert (5 Sekunden).
Legt man jedoch die geteilte Rückbank des Bravos um, tut sich sehr viel Raum auf und so mußte noch keine Waschmaschine, kein sperriges, schwedisches Möbelstück, Fahrrad oder Ähnliches draussen bleiben.
KLEINER TIP für Fiatneulinge: NICHT den Schlüssel in den Kofferraum legen und dann Klappe schliessen. Der Kofferraum hängt, möglicherweise aus Gründen der Kriminalität in Italien, oder einfach nur aus Tradition heraus, nicht an der Zentralverriegelung. Der Kofferraum ist IMMER versperrt und nur mit Schlüssel, oder mit dem praktischen Hebel neben dem Fahrersitz zu öffnen.
Auch der Tankdeckel hat ein eigenes Schloss.
BISHERIGE REPARATUREN UND PROBLEMCHEN:
LUFTMASSENMESSER:
Das einzige ernstzunehmene Problem an meinem Fahrzeug machte der Luftmassenmesser von Bosch.
Bei vielen Fahrzeugen als seit Mitte der Neunziger eingesetzer Durchflusssensor, misst dieser die Masse der pro Zeiteinheit durchströmenden Luft.
Je nach Temperatur hat Luft unterschiedliches Volumen und muss jeweils mit einer genau bestimmten Menge Treibstoff vermischt werden.
Spinnt der Luftmassenmesser, bockt das ganze Auto wie folgt: Der Wagen wird innerhalb von wenigen hundert Kilometern erst schleichend, dann spürbar langsamer, nimmt dann schlagartig kein Gas mehr an und schluckt Unmengen an Treibstoff. Wer es noch nie erlebt hat, denkt sicher an einen Motorschaden.
Nachdem ich das Ding das zweite Mal (nach 4 Jahren) getauscht hatte (Reparatur 150 Euro - 200 Euro), und aus meinen Erfahrungen besonders, die Fahrten im starken Regen hinter anderen Fahrzeugen der Auslöser zum Kaputtwerden schienen, beschloss ich den Ansaugkanal bis zum Luftfilter wegzugeben und so "atmet" der Motor seither warme Luft aus dem Motorraum, ist nur unmerklich lauter und der Luftmassenmesser hat keine Probleme mehr zu tun, wofür er da ist.
BEIFAHRERAIRBAG:
Unter dem Beifahrersitz befindet sich eine Steckverbindung, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, irgendwann im Leben eines Bravos um ein paar Euros zu tauschen ist.
Kein Problem, wenn man weiss, wo der Fehler sitzt.
SCHEIBENWISCHER HINTEN:
Einmal ca. alle 5 Jahre wird wahrscheinlich der hintere Scheibenwischer fällig, vor allem dann, wenn man ihn selten benutzt (Lagerrost). Für gut 100 Euro; tauscht man am besten die gesamte Wischereinheit aus. Den Einbau schafft man zur Not mit etwas Logik auch selbst.
FAZIT:
Mit wenigen Hundert Euros Reparaturkosten fahre ich mit meinem Bravo jetzt über 140000 Kilometer zufrieden und mit ungetrübtem Fahrspass.
Es gibt keine lästigen Geräusche, der Motor brauche ich ausser den Ölwechseln alle 10000 - 15000km und dem Warmfahren keine Beachtung schenken.
Ich schone den Wagen in keinster Weise, der Motor scheint unzerstörbar und es scheint dem Auto und den Abgaswerten gut zu tun, hin und wieder Vollgas gefahren zu werden.
Mein Bravo hat keine Probleme mit Rost. Fiat hatte früher grosse Probleme damit und baut seit Anfang der Neunziger nur noch vollverzinkte Karosserien.
Nur der Auspuff wird voraussichtlich, nach insgesamt ca.10 Jahren fällig werden.
Ich kann den Wagen nur weiterempfehlen und würde ihn mir selber noch einmal neu kaufen, wenn er noch gebaut werden würde.
Der neue Bravo ist zwar sicher auch ein gutes Auto, aber
für mich persönlich, hat schon mein Auto ein gesundes Mass an Elektronik an Bord und mir fehlt nichts.
...
Ich würde sagen es ist ein Auto nicht für jedermann. Vor allem wenn ihr jung seit, ein wenig Geld investieren möchtet (damit die Kiste auch richtig auf der Straße liegt), dann holt euch das Auto. Macht fun, eregt aufsehen und hat was unter der Haube. Also ich bin begeistert von dieser Schleuder und wenn ich mich nochmal entscheiden müsste, würde ich es tun.
Also es bleibt euch überlassen was ihr aus dem Auto macht und so teuer ist das Tuning für das Auto nun auch nicht
dieses auto und die sonderausstatung sind der hammer
ein Testbericht von padden2002-02-13 14:47:37vom 13.02.2002Empfehlung: ja
Meine Freundin hat sich vor vor einem Monat den neuen Fiat Bravo Trofeo gekauft. Ich muß Euch sagen, das Auto ist der Hammer!!!!! Ich selber fahre einen Lanica Y mit dem gleichen Motor, und wußte daher schon früher, daß dieser Motor sehr gut ist, trotz des keinen Hubraums.
Wichtige Fakten sind meiner Meinung nach folgende:
Fiat Bravo 80 16V Trofeo (Sondermodel)
· 82 PS die man auch merkt
· 1250 ccm die wirklich ausreichend sind und Steuern sparen
· Vollverzinkt
· Formschönes Auto (da kann kein Golf mithalten)
· 185/55
er Reifen auf 15 Zoll (kommt echt bärig raus bei niedrigen
Reifenpreisen)
Und daß ganze zu einem geilen Preis. Der Wagen meiner Freundin hätte laut Liste incl. Klima-AUTOMATIK DM 29.860,-- gekostet. Der Händler ließ sich aber um gute 12% drücken.
Das Auto ist echt der Hammer und wenn man vergleicht bekommt man einen Golf mit der gleichen Ausstattung nicht unter DM 35.000,--
Wieso mehr bezahlen wenn man für weniger Geld das selbe Auto bekommt.
Zusätzlich mußte ich schon die Erfahrung machen daß sich speziell die Werkstatt super um die Kunden kümmert. Mein Lancia jetzt gute 1,5 Jahre alt hatte zwar keine Mängel aber gewisse Sachen wie stärkere Boxen ließ ich mir installieren. Ich zahlte keine Arbeitsstunden und bekam zusätzlich noch einen kostenlosen Leihwagen!
...
delphin12345, 16.09.2002
Diese Meinung kann iacutech leider nicht mir Dir teilen! Bei Deinem Bericht fehlt mir die Pesoumlnliche Meinung und das ganze drum herrum!
MLebed, 15.04.2002
Ein sehr schoumlner und informativer Bericht! Klasse!