Final Fantasy Anthology
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Final Fantasy Anthology
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Final Fantasy Anthology

 PS1 Spiel
Platz 143 in der Kategorie "PS1 Spiele". Genre: Adventures & Rollenspiele / Rollenspiel, USK Einstufung: Geeignet ab 12 Jahren, Spieleranzahl: 1 ...mehr
Bewertung: Kundenbewertung 5,00 / 5,00 (5.0 von 5)

Final Fantasy Anthology Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 5,00 / 5,00 (5.0 von 5)
von 100% aller Autoren empfohlen (2/2).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • Nette Grafik, wunderschöne Musik, fesselnde Geschichte, Spielumfang, witzige Dialoge
Nachteile/Kritik
  • Figuren etwas zu mickrig, teils nervige Ladezeiten, phasenweise Geschwindigkeitsverluste
denjuandemarco

Zwei Rollenspiel-Meilensteine nun auch auf CD

ein Testbericht von 2004-04-09 11:30:38 vom 09.04.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: Nette Grafik, wunderschöne Musik, fesselnde Geschichte, Spielumfang, witzige Dialoge...
Nachteile/Kritik: Figuren etwas zu mickrig, teils nervige Ladezeiten, phasenweise Geschwindigkeitsverluste
Ohne gleich am Anfang schon zu euphorisch werden zu wollen, möchte ich Euch gleich zu Beginn sagen, daß dieses Spiel tatsächlich auch nach mittlerweile nun schon locker über acht Jahren für mich nach wie vor zu den absoluten Mega-Rollenspielen der Videospielgeschichte überhaupt gehört. Nein, ehrlich, so glaubt es mir doch, ich übertreibe da echt nicht, es ist jetzt schon ein Klassiker. Dieses Videogame hier war hauptverantwortlich dafür, daß das Rollenspiel-Genre (zumindest auf Spielkonsolen) in Europa überhaupt erst so richtig ansässig werden konnte, insofern kann man eigentlich vom "Durchbruch" der RPGs (Role Play Games) gerade auch in Deutschland sprechen. Dass es sich demzufolge bei FF Anthology nicht um eine "Gurke" handeln kann, dürfte somit klar sein, was jedoch im Detail so wunderprächtig an diesem Titel ist, werde ich Euch jetzt gerne kurz versuchen zu erläutern.


Vorgeschichte

In dieser Playstation-CD sind die Teile Final Fantasy V und VI (bzw. in den USA als FF II und III erschienen) enthalten, zwei SNES-Meisterwerke somit auch für Playstation-Jünger nun zu haben. Das unter Videospielern (mittlerweile) weltberühmte Spielmodul Final Fantasy III erschien beispielsweise als US-Version auf dem Super-Nintendo und ist identisch mit dem ersten Teil der für die Playstation in Japan und den USA erschienenen CD Final Fantasy Anthology, das noch als kleiner Hinweis, ehe totale Verwirrung aufkommt. FF II erschien im übrigen seinerzeit knapp zwei Jährchenfrüher. Diese beiden Rollenspiel-Meisterwerke sollten nun also mit dem Veröffentlichen auf der Playstation im Jahr 1998 einer noch viel größeren Zielgruppe endlich zugänglich gemacht werden und daher preßte die Spieleherstellerfirma Square den Inhalt der Supernintendo-Version gut vier Jahre nach dem Release der SNES-Version endlich auch auf diese Playstation-Scheibe. Die Umsetzung von der Supernintendo-Konsole auf die Playstation ist exakt im Verhältnis 1:1 erfolgt, es gibt nicht den geringsten Unterschied. Nun aber zum Spiel an sich. Kurz sei noch erwähnt, daß der Teil Final Fantasy III beziehungsweise Final Fantasy Anthology für mich zu den tatsächlich absoluten besten (systemübergreifend) Rollenspielen gehört, sozusagen ein echtes Highlight darstellt und das in der Tat auch heute noch. So isset. Final Fantasy III, (leider bis vor kurzem) nur als US-Version sowohl als Modul für das SNES als auch in Final Fantasy Anthology für die Playstation erschienen, ist ein Hammer-Rollenspiel, laßt Euch da nix Anderes von niemandem erzählen. Okay, here we go.


Story

In Final Fantasy V geht es zunächst um einen sagenumwobenen Windkristall. Der Regent des Königreiches von Tycoon spürt negative Schwingungen, welche eben von jenem Kristall ausgehen. Demzufolge schwingt er sich umgehend auf seinen Flugdrachen, um nach den Ursachen für jene negative Energiequelle zu forschen. Unglücklicherweise rast ein Meteorit am Königsschloß vorbei und reißt die Tochter des Königs, Prinzessin Reina, in die Tiefe. Zeitgleich hat Abenteurer Butz mit seinem Chocobo Boko im nahegelegenen Wäldchen seine Zelte aufgeschlagen, um sich eine wohlverdiente Ruhephase zu gönnen. Doch damit ist es ruckzuck vorbei, als er die Erschütterungen spürt, welche von dem Meteoritenschlag ausgehen. Schnell macht er sich auf zur Unglücksstelle und findet alsbald die Prinzessin nebst einem Greis namens Glauf, welcher jedoch sein Gedächtnis zu verloren haben scheint. Diese Dreiergruppe macht sich unverzüglich auf, um schnellstmöglich den heimischen Windpalast zu erreichen, wo sie sich dann in Sicherheit wähnen. Doch dazu kommt es leider nicht, denn unser kleiner Heldentrupp wird auf dem Weg zum Schloß von Faris aufgehalten, infolgedessen sie sich kurz darauf als Gefangene auf einem Geisterschiff wiederfinden. Das Abenteuer hat begonnen...

In Final Fantasy VI steht zunächst der Krieg der Götter im Vordergrund, welcher vor 1000 Jahren ein weltweites Chaos verursachte. Durch die in dem Krieg enthaltene hohe magische Konzentration haben sich alle menschlichen Individuen, die auch nur ansatzweise in jenen Krieg verwickelt waren, stark verändert, sie mutierten daraufhin in magisch begabte Wesen, die "Esper" genannt wurden. Die Welt an sich war dem Untergang geweiht, was glücklicherweise den drei Göttinnen noch im letzten Moment auffiel. Sie hatten sich derart in ihren Krieg verrannt, dass ihnen die verheerenden Konsequenzen zunächst gar nicht aufgefallen waren. Schnell verwandelten sie sich in Statuen aus Stein, jegliche magische Energie schien auf der Stelle zu erlöschen. Die Esper blieben jedoch... Doch da Menschen naturgemäß och fehlbarer sind als Götter, dürsteten sie nach den Mächten der Magie und begannen eine Jagd auf alle Esper. Dadurch blieb den esper gar nichts Anderes übrig, als durch Einsatz ihrer Magie sich eine eigene Welt zu erschaffen, welche von der Welt der Menschen von nun an getrennt war. Bis auf eine kleine Ausnahme... Denn eine Stelle gab es als Verbindungspunkt von der einen Welt in die andere. Und genau an jenem Punkt verirrte sich eines Tages eine Menschenfrau, die Hilfe in jenem Moment bitter nötig hatte. Ein Esper erbarmte sich schließlich, nahm sie auf, heiratete sie und zusammen bekamen sie bald darauf sogar ein eigenes Kind. Und zwar ein Mädchen, welches von nun an auf den Namen "Terra" hören sollte. Sie war somit Halb-Mensch, Halb-Esper. Konflikte wären damit nicht unbedingt vorprogrammiert gewesen, doch leider ist es dem Imperium nunmehr gelungen, durch das Portal in die Welt der Esper eindringen zu können. Als alles schon verloren zu sein scheint, rafft sich im letzten Moment der Älteste der Esper auf, opfert sich selber und schafft es, jegliche Mitglieder des Imperiums aus dem Reich der Esper zu verbannen. Leider Gottes werden bei diesem Akt auch Terra und ihre Mutter "aus Versehen" mitverbannt und finden sich somit in der feindlichen Welt der Menschen wieder. Als die verzweifelte Mutter den Imperator um Hilfe anfleht und ihn darum bittet, gut auf Tera aufzupassen, naht bedrohliches Unheil. Denn selbstverständlich erkennt der Imperator namens Kefka (ein absolute Kultfigur übrigens, habe selten solch einen "gemein-sympathischen" Fiesling kennenlernen dürfen!) die Macht, die in Terra steckt und möchte sich diese nur zu gerne zu eigen machen. Er schafft es, Terra ihrer Kräfte (zunächst) zu berauben und sie als willenloses Instrument zu mißbrauchen. Der böse Kefka will sich "natürlich" (wieder einmal) die Welt mit Macht und Terror unter den Nagel reißen. So grotesk es wirken mag, dieser Oberfiesling hat meines Erachtens einen gewissen Charme, ich mochte ihn, ein echt cooler Bösewicht. Da Kefka sich immer mehr in einen brutalen Zerstörungsrausch hineinsteigert, ist Unterstützung bitter nötig. Doch der bedauernswerte Zustand von Terra hält glücklicherweise ja nicht ewig an...

Ich wollte die jeweiligen Handlungen der beiden FF-Teile kurz anreißen, um Euch zu verdeutlichen, worum es ansatzweise geht. In beiden Teilen (insbesondere in FF VI) kristallisiert sich nach und nach eine bombastische Storyline heraus, welche ich aber jetzt nicht im Detail weiterhin erläutern möchte, findet es selbst heraus... Auf jeden Fall sind die Geschichten hochinteressant, spannend und phasenweise richtig dramatisch, so dass ich es ab und an kaum erwarten konnte, die Weiterentwicklung der Charaktere und der gesamten Story mitverfolgen zu können. Fast schon begierig, knüppelte ich die massenweise heranrauschenden Feinde nieder, fast schon besessen von dem Gedanken, wie es den nun in Kürze wohl weitergehen, die Handlung sich nun im Folgenden denn nun weiterentwickeln würde. Zudem glänzt die Geschichte durch hervorragende Dialoge und stellenweise extrem humorvollen Einlagen, welche Euch todsicher das ein oder andere Mal ein Lächeln auf Euer zartes Antlitz zaubern dürften. Von Anfang an fesselten mich suma summarum die jeweiligen Handlungsstränge, ich mußte mir jedenfalls immer wieder von der (langsam) genervten Freundin das Joypad aus der Hand reißen lassen, tjaja, inzwischen suche ich mir meine Freundinnen genauer aus, nein, Scherz beiseite, die Atmosphäre und Geschichte sind absolut TOP, das wollte ich zum Ausdruck bringen.


Grafik

Diese ist für damalige Verhältnisse ganz nett und übertraf meine damaligen Erwartungen bei weitem. Die Grafik im Vergleich zu den SNES-Vorgängern wurde nicht nur unwesentlich, sondern schlichtweg gar nicht geändert. Sehr praktisch für die Spielentwickler. Hüstel. Aber das tat dem Flair jener RPG-Urgesteine natürlich keinen Abbruch, eventuell war dies sogar besser so. Trotzdem sind die Hauptfiguren erfreulicherweise nicht so knuddlig klein wie seinerzeit üblich. Zumindest für SNES-Verhältnisse sind die Charaktere vergleichsweise groß animiert, jedoch nach heutigen Maßstäben aber nichtsdestotrotz klein. Deutlich mehr als Kopf, Füße und Waffe sind im Grunde auch nicht zu erkennen. Ach ja, natürlich noch die sehr unterschiedlichen Haarfarben, aber das hat schon traditionellen Charakter, auf jeden Fall werden auch hier sämtliche Farbpaletten ausgereizt. Die Farben sind aber durchweg sehr bunt, die Hintergründe in der Regel satt dargestellt. Aber bitte stellt keinen ernsthaften Vergleich mit heutigen Titeln an, ein (angenehmes) Nostalgie-Flair macht sich da schon sehr viel eher breit. Aber nicht nur die Grafik ist ja gerade bei einem Rollenspiel entscheidend, sondern vielmehr die Art des Spielaufbaus, die Präsentation und Intensität der Geschichte, der Tiefgang und die Identifikation mit den einzelnen Figuren. Das sollten wir ja nicht ganz vergessen, denke ich.
Im Vergleich zu den Supernintendo-Teilen wurde hier auf der Playstation CD die Version jedenfalls noch zusätzlich etwas aufgepeppt, denn Ihr findet nunmehr ein paar (wenn auch nur vereinzelte) Zwischensequenzen vor. Dies ist sicherlich ein nettes und auch aus meiner Sicht sehr willkommenes Feature, von mir aus hätten es aber ruhig noch viel mehr sein können. In qualitativer Hinsicht können diese aber zweifelsohne sehr überzeugen, Vergleiche mit den Playstation-Teilen FF VII und VIII sind hier durchaus angebracht.


Musik

Diese kann ich in der Tat als "bombastisch" bezeichnen. Die akustische Untermalung war aber schon seit jeher auf dem Supernintendo gerade bei Rollenspielen fast schon ein Garant für extrem hohe Qualität. Und so (fast schon selbstverständlich) auch hier bei FF V und VI. Allein der Soundtrack ist mit das Beste, was es je auf dem Supernintendo zu bestaunen gab. Nein, das ist ganz sicher keine Übertreibung. Ich gehe noch weiter und würde sogar behaupten, dass die Hintergrundmelodien inklusive der Soundeffekte auch heute noch zum Erlesensten gehören, was je auf einer Spielkonsole veröffentlicht wurde. Sehr schön und ebenso bemerkenswert ist die Tatsache, dass neben den bedien CDs für die Spiele noch eine weitere Ch enthalten ist. Ja genau, sehr richtig geraten, bei dieser CD handelt es sich in der Tat um die Soundtrack-CD. Jippie. Nein, ernsthaft, der Soundtrack ist einfach ein Genuß, insbesondere die Melodien von FF VI. Jene von FF V sind zwar auch nicht verkehrt, können aber sicher nicht mit denen des Nachfolgers mithalten. So oder so aber eine sehr feine Sache.


Spieldauer bzw. Spielumfang

Was die Spieldauer angeht, waren es wohl so circa 100 bis 120 Stunden, die ich jeweils (!!) mit diesen Spielchen verbracht habe, also summa summarum ungefähr 220 Stunden. Nach knapp sechs Wochen hatte ich dann beide Teile erneut durchgespielt. Der Umfang dieser beiden Meisterwerke läßt somit gleichfalls überhaupt keine Wünsche mehr offen, dies zumindest meiner bescheidenen Meinung nach. Wer das Gegenteil behauptet, ist verrückt, merkt einfach nix mehr. Hrrhrrr.


Menüführung bzw. Steuerung

Die Benutzerführung ist, wer des Englischen mächtig ist, schnell durchschaut. Wie schon beim Supernintendo, gestaltet sich die Steuerung unserer Protagonisten sowohl bei "friedlichen" Aktionen als auch im Kampf selbst als sehr benutzerfreundlich und durchweg unkompliziert. Hier sollte niemand von Euch ernsthafte Probleme bekommen. Die Anpassung an den Controller für die Playstation verläuft demzufolge ebenso unproblematisch wie schon bei jenem vom SNES vor neun Jahren. Kämpft Ihr gerade einmal nicht, blättert Ihr entspannt durch die vorhandenen Menüs und verliert auch beim Herumstreunen durch die zahlreichen Landschaften zu keiner Zeit den Überblick. Auch in den Kämpfen werdet Ihr nicht vor Übersichtshindernisse gestellt, da diese sowieso nicht in Echtzeit ablaufen, sondern als rundenbasierte Kämpfe daherkommen, werdet Ihr auch keine hektischen Panikattacken bekommen, sondern könnt Euch in aller Seelenruhe Eure nächsten Schritte überlegen.


Pluspunkte

Das Fantastische daran ist, daß jeder einzelne Held unterschiedlich ist, im weiteren Verlauf des Spieles die unterschiedlichsten Spezialattacken erlernt, je nachdem, welche Waffe er gerade führt. Diese Spezialwaffen sind sehr wichtig, aber auch sehr teuer, so daß ich oft stundenlang damit zubrachte, meine Erfahrungspunkte zu verbessern und das nötige Geld zum Einkaufen zu beschaffen. Was für eine unglaubliche Freude, als ich dann die langersehnte Waffe beziehungsweise den neu erlernten Spruch endlich anwenden konnte. Hooray. Ihr kämpft dabei in diesem Rollenspiel-Epos mit bis zu vier Protagonisten gleichzeitig. Ist das etwa niochts?? Überragend ist allerdings auch noch, daß sich die Figuren ab und an in zwei Gruppen aufteilen, so daß Ihr die einzelnen Helden nicht zu allzu sehr vernachlässigen dürft, Ihr braucht am Ende jeden einzelnen Eurer Heldentruppe. Dies liegt insbesondere daran, daß gegen Ende, ohne zuviel verraten zu wollen, alle Mitglieder bzw. Hauptfiguren wichtig werden, da Ihr später in drei Vierertrupps parallel zu Werke gehen müßt beziehungsweise dürft, besser geht's kaum!! Eine Komponente, von der sich heute noch einige, ach sonst tollen und auch extrem hochgelobten Rollenspiele in puncto Spielverlauf eine ordentliche Scheibe abschneiden sollten. Für enorme Abwechslung ist somit nicht nur durch die packenden Geschichten sondern auch den innovativen Spielverlauf gesorgt. Applaus, Applaus.


Negativpunkte

Ehrlich gesagt gibt es da leider auch welche, wenn auch zum Glück sehr wenige. Zuweilen sind die auftretenden Ladezeiten doch nervig lang, dies mußte sicherlich nicht unbedingt sein. In diesem Punkt wurde in spieltechnsicher Hinsicht etwas geschlampt. Leider. Zudem wird die Geschwindigkeit des Spiels ab und an runtegebremst, Gründe hierfür waren nicht ersichtlich, auch dies ist somit ein technisches Manko. Mir ist es zumindest schleierhaft, wieso gerade in einigen Kämpfen die Aktionen phasenweise (zumindest kurzzeitig) fast im Zeitlupentempo ablaufen, was Ihr dann auch deutlich an den dann verzerrten Begleitmelodien und verfälschten Soundeffekten merkt. Dass die Grafik ansonsten nach heutigen Maßstäben veraltet ist, darf in diesem Fall natürlich nicht als Abwertungsgrund hinzukommen, dies lassen wir besser außen vor.


Neuigkeiten

Kurz im Überblick möchte ich noch einmal auf die eingefügten Veränderungen in dieser PS-Fassung im Vergleich zu den SNES-Versionen hinweisen. Wie schon erwähnt, hat Square nun ein paar sehr nette Zwischensequenzen in Form kleiner Filmchen eingebaut. Des weiteren könnt Ihr jetzt mit der Quick-Save-Funktionen auch an Orten zwischenspeichern, wo dies ansonsten eigentlich nicht möglich war. Beachten müßt Ihr hierbei aber, dass Ihr vor dem Abschalten des Spiels unbedingt noch einen "richtigen" Speicherpunkt aufsuchen müßt. Schließlich werden nach und nach Profile Eurer Gegner freigeschaltet und zusätzlich dürft Ihr dann im weiteren Verlauf Zeichnungen und Skizzen bestaunen. Dies ist sicher nicht so wahnsinnig wichtig und auch nicht jedermanns Geschmack, aber ich wollte es trotzdem kurz zart anmerken. Deutsche Texte werdet Ihr aber leider auch in dieser Version nicht vorfinden können, sehr gute Englischkenntnisse sind angesichts der enormen Textlastigkeit (wie üblich in Rollenspielen) bitter vonnöten.


Schwierigkeitsgrad

Dieser ist hier überdurchschnittlich schwer (zumindest für Rollenspielneulinge) ohne jedoch an einer Stelle jemals unfair zu werden, so soll es auch sein. Glaubt Ihr so langsam, dass Ihr die nunmehr die Lage völlig unter Kontrolle habt, "schockt" Euch eine neue Gegnerhorde oder insbesondere auch ein richtig knackig-schwerer Zwischengegner. Ganz zu schweigen von den regelmäßig nicht zu unterschätzenden Endgegner, diese haben es zumeist in sich und sind manchmal auch nur mit einer bestimmten Taktik zu bezwingen, die es erst mühsam herauszufinden gilt. Sowohl Fortgeschrittene als auch "Profis" dürften sich ausreichend gefordert fühlen. Zu Beginn merkt Ihr schnell, wo der Hammer hängt. Macht Ihr es dann so wie ich und knüppelt erst einmal stundenlang in den unzähligen Zufallskämpfen die auftauchenden feinde nieder, seid Ihr letztlich zwar mächtig stärker geworden, habt aber immer noch nicht die Garantie, dass Ihr das Abenteuer im weiteren Verlauf nun "im Schlaf" durchzocken könnt. Insbesondere in FF VI steigt nicht nur am Anfang sondern auch gegen Ende des Spiels der Schwierigkeitsgrad wieder gehörig an. Besondere bedeutung kommt dann der Aufteilung der Charaktere in mehrere Gruppen zu, ein besonnenes Vorgehen ist somit zwingend erforderlich. Und das ist auch gut so.


Preis

Allerdings war diese Edel-Rollenspiel als auf CD-gepresste Version für die Playstation nur eher sehr selten zu bekommen und daher auch sehr teuer. Hierzulande sah man es ab und an bei eBay.de für damalige 160 bis 220 DM, in den USA bei eBay.com in den letzten Jahren je nach "Tagesform" so zwischen $60 und $90, nicht wenig, in der Tat, aber meines Erachtens aufgrund seiner Einzigartigkeit trotzdem seinen stolzen Preis auf jeden Fall wert.

...aber:

mit zig Jahren Verspätung erschien nunmehr ja doch vor wenigen Monaten tatsächlich die PAL-Version dieses Wahnsinns-Kracher-Spieles nun endlich auch in Deutschland. Ich hatte eigentlich schon längst nicht mehr daran geglaubt, denn vier Jahre sind bei Videospielen mehr als eine halbe Ewigkeit. Erhältlich ist es nun unglaublicherweise im deutschen Handel (zum Beispiel bei amazon.de) als PAL-Version für vergleichsweise geradezu "lächerliche" 29.99 Euro, das hat was, auf jeden Fall. Das Preisleistungsverhältnis ist nun also richtig gut, RPG-Fans werden hier nullkommanix zum Meckern finden.


Resumée

Die Grafik und gerade die Musik sind, wie anfangs schon gesagt, für damalige Verhältnisse sehr gut gelungen. Erfeulich sind desweiteren die eingestruten Filmchen als Zwischensequenzen. Die Geschichte ist extrem fesselnd, der Spielverlauf sehr abwechslungsreich und innovativ und der daraus resultierende Spielspaß unermeßlich hoch. Die Charaktere in FF Anthology sind nicht nur interessant, sowohl Helden wie auch Bösewichte muß man einfach gern haben; die Identifikation mit den Protagonisten extrem hoch. Was besonders stark auffällt, ist, daß jeder einzelne Held eine eigene Persönlichkeit darstellt und diese auch deutlich in den Dialogen auslebt. Die Identifikation mit ihnen wie auch mit der gesamten Geschichte wird somit erheblich erleichtert. Die Kombinationsmöglichkeit des Zusammenwürfelns der Protagonisten ist der Clou, einfach klasse. Mir fällt tatsächlich zu diesem Spiel, wie Ihr wahrscheinlich im Laufe meiner Meinung mittlerweile schon gemerkt habt, ohne überschwenglich werden zu wollen, kein triftiger negativer Grund ein. Doch eines vielleicht doch, denn bei Final Fantasy Anthology störten mich doch die Playstation-üblichen Ladezeiten zwischendurch, dies war ich ja von der guten alten Supernintendo-Konsole nicht gewohnt, typisch Playstation, leider. Eventuell sind auch die Figuren doch etwas zu klein geraten, das wäre aber dann auch wirklich alles, was ich zu bemängeln hätte. Wer von Euch dieses Spiel aber noch nicht gespielt hat, muß dies eigentlich unbedingt nachholen. Ich denke, daß ich sonst eher sehr kritisch bin, doch Final Fantasy Anthology kann ich uneingeschränkt jedem, aber auch wirklich jedem von Euch empfehlen. Dieses Rollenspiel-Epos ist meiner Ansicht nach eines der ganz seltenen Videospiele, die auch viele Jahre nach dem erstmaligen Durchspielen zum erneuten Spielen reizen, zumindest war dies so bei mir. Somit kann ich nun doch, besonders wo der Preis jetzt so attraktiv geworden ist, diesem FF Anthology uneingeschränkt die Höchstwertung erteilen, ganz eindeutig. Das einzigartige Spieldesign und die unglaublich mitreißende Story hat es in sich. Noch nie zuvor (und auch selten danach) hat mich die Handlung eines Ropllenspiels derart mitreißen können wie hier. Wer diese CD von Euch noch nicht kennt und zumindest ein bißchen dem Genre der Rollenspiele abgewinnen kann, der sollte unbedingt zupacken, es ist einfach zeitlos gut, dies ist zumindest meine bescheidene Sicht der Dinge. Für mich hat Final Fantasy Anthology genauso viel Gewicht wie die PSX-Teile FF VII, VIII und IX. Was dort 1994 für das SNES und im Jahre 1998 für die Playstation auf den Markt gebracht wurde, läutete meiner Meinung nach eine vollkommen neue Ära ein. Und dieser Erfolg Anfang der 90er Jahre sollte daher mit Final Fantasy Anthology auch in den späten 90er Jahren der Playstation-Gemeinde auf keinen Fall vorenthalten werden, da Rollenspiele mit solch einem Tiefgang und dieser bezaubernden Atmosphäre nur ganz, ganz selten außerhalb Japans vorzufinden sind.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
Evil_Duke
Evil_Duke, 17.02.2002
Kenn ich gar nicht!
Linnemer
Linnemer, 16.02.2002
Klasse Bericht.
myra-belle
myra-belle, 06.06.2002
Jetzt gibt es diese geile Scheibe auch in Deutschland, bloszlig immer noch auf englisch kann ich gut mit leben.
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salandrion

Die Anthology für Deutschland - FF4 & FF5 -

ein Testbericht von 2002-05-28 13:23:06 vom 28.05.2002
Empfehlung: ja
Nun ist es also endlich soweit. Die FinalFantasy Anthology hat es auch nach Deutschladn geschafft.

In dem Pack für die Playstation sind gleich 2 CD´s und damit 2 Spiele enthalten. Diese wären FinalFantasy 4 und 5. Diese kommen ursprünglich vom SuperNintende und wurden später nochmal auf die PS1 portiert. Square hat dabei beiden Teilen ein paat Videosequenzen spendiert die es nicht auf dem SNes zusehen gab. Das Spiel gleicht sonst haargenau seinem SNes-Pendant. Ich kann es bezeugen, da ich auch diese gespielt habe.

Die Storys der beiden Spiele sind ungeschlagene Klassiker der Rollenspielgeschichte. Teil 4 handelt von dem Dunklen Ritter Cecil und seinem Kampf gegen seinen ehemaligen Herrscher. Die Story hält viele spannende Wendungen für den Spieler bereit.
Sehr viel Spaß macht auch das altbewährte FF-Kampfsystem. Nach einer kurzen Zeitspanne darf jeder Character eine Aktion unternehmen. Dabei glänzt das Spiel durch viele Sonderaktionen, wie das Beschützen der eigenen Freunde z.B. Die Grafik ist natürlich schon fast 10 Jahre alt. Trotzdem ist sie mir ans Herz gewachsen. Ein wenig störend sind nur die Pal-Balken am oberen und unteren Bildschirmrand. Die Musik wurde digital erneuert und klingt jetzt sogar noch besser.

Teil 5 der Saga baut eine Story rund um ElementarKristalle auf. Dabei steuert ihr wieder die unterschiedlichsten Charactere. Das Kampfsystem das gleiche, wenn es auch etwas flotter von der Hand geht. Eine tolle Eigenschaft des 5 Teil ist das sogenannte Jobsystem. Ihr weist euren Characteren Jobs zu. In denen sie dann neue Fertigkeiten erlangen. So werden sie Magier, Krieger, Barden usw. Leider sind die Pal-Balken auch hier vorhanden. Aber die Grafik hat ordentlich zugelegt! Und die Musik ist wieder ein Ohrwurm.

Beiden Spielen ist gemein, daß sie nicht ins deutsche Übersetzt wurden, also auf englisch sind. Dies ist aber nicht so schlimm da schon ein gutes Schulenglisch ausreicht um die Story zu verstehen. Und wozu gibt es denn Wörterbücher?! Beide Spiele wurden durch die Video´s nochmal kräftig aufgewertet. Allerdings gibt es durch das Speichersystem der PS1 ein paar Wartezeiten beim Speichern. Diese fallen beim 4. Teil aber mehr auf als beim 5.

Ich kann jedem Fan von Rollenspielen nur empfehlen sich diese beiden Klassiker zum Wahnsinnspreis von knapp 30€ zu holen. wo bekommt mann heute schon noch soviel für sein Geld!!

Viel Spaß

Salandrion
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
1-2 von 2  PS1 Spiele
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Produktbeschreibung Final Fantasy Anthology

Technische Daten und Produkteigenschaften
Rollenspiel, USK Einstufung: Geeignet ab 12 Jahren, Spieleranzahl: 1
Allgemeine Informationen Final Fantasy Anthology
gelistet seit: 25.09.2003
Bewertung durch unsere Mitglieder
Produktbewertung: Kundenbewertung 5,00 / 5,00
Allgemeine Daten
Genre: Adventures & Rollenspiele 
Final Fantasy Anthology PS1 Spiel im Vergleich
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