FreeSpace Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
FREE SPACE schafft Platz auf dem Computer
ein Testbericht von RudiRe2005-09-24 17:57:02vom 24.09.2005Empfehlung: ja
Vorteile: Für die Komprimierung der eigenen Festplatte und alle Wechsellaufwerke hervorragend geeignet....Nachteile/Kritik: Ist kein Packerprogramm, mit dem sich komprimierte Ordner oder Dateien verschicken lassen.
FREE SPACE ist ein für mein Dafürhalten sehr effizientes Komprimierungsprogramm, das sich von herkömmlichen Packerprogrammen wie WINzip, POWERzip, ZIPmagic usw. in einem Punkt ganz massgeblich, und zwar positiv, unterscheidet, nämlich: Die komprimierten Ordner oder auch einzelnen Dateien verhalten sich wie normale Ordner/Dateien.
Was heißt das im Benutzeralltag?
Wenn ich zum Beispiel eine komprimierte .txt Datei mit FREE SPACE doppelt anklicke, so öffnet sich automatisch das damit verknüpfte Textverarbeitungsprogramm mit dem entsprechenden Text. Man muß also nicht immer "packen/zip" und "entpacken/unzip", um die komprimierten Ordner oder Dateien benutzen zu können. Seitdem ich FREE SPACE benutze, sind mir andere Packerprogramme viel zu zeitaufwendig und zu kompliziert zu handhaben.
FREE SPACE funktioniert mit ALLEN Dateitypen und Ordnern, egal ob .exe-, Text-, Bild-, Ton- oder sonstigem Dateityp. Der Komprimierungsgrad eines jeweiligen Ordners oder einer Datei variiert, je nach Dateityp. Natürlich läßt sich eine bloße Textdatei in einem weitaus höheren Komprimierungsgrad abspeichern als meinetwegen ein .jpg Bild, das ja als Dateityp in sich bereits eine Komprimierungsform darstellt.
Bei Textdateien habe ich schon Speicherplatzgewinne von bis zu 97% erlebt. Bei einer Bilddatei hängt der Komprimierungsfaktor ganz maßgeblich davon ab, ob das zu komprimierende Bild viele uniforme Flächen aufweist (hoher Komprimierungsgrad möglich) oder sehr viele ziselierte, kleinflächige Areale hat (geringerer Komprimierungsgrad).
UPDATE vom 18.12.3003:
Wie ich soeben feststelle, wird diese Software, zumindest unter diesem Namen, nicht mehr vertrieben. Ich bin heilfroh, dass ich sie auf CDrom habe.
Was macht FREE SPACE ?
Der Anschaulichkeit halber bleibe ich mal bei einer Bilddatei. Nehmen wir ein .bmp-Urlaubsfoto. Darauf ist beispielsweise viel (uniform gleichmäßiger) blauer Himmel zu sehen. Unkomprimiert nimmt jeder einzelne Pixel dieses blauen Himmels viele Bits in Anspruch, sprich Speicherplatz. FREE SPACE reduziert die Anzahl der zu speichernden Bits; anstatt 12000 einzelne Bites darzustellen (also bit, bit, bit, bit, bit......und das 12000 Mal), was viel Speicherplatz kostet, transformiert FREE SPACE diese Information in die verkürzte Form 12000 x bit. Aus dieser Platzersparnis resultiert, vereinfacht ausgedrückt, der Speicherplatzgewinn. So wird verständlich, warum das eine .bmp Bild einen Kompressionsfaktor von 1:12 zuläßt, ein anderes aber nur vielleicht 1:6.
Das Programm gestattet es, die Farbe der komprimierten Ordner-/Dateititel zur Unterscheidung zu verändern. Auf meinem Rechner sehe ich sofort, welche Ordner und Dateien mit FREE SPACE komprimiert sind, und welche nicht: Meine komprimierten Ordner und Dateien haben rote Ordner- und Dateititel; alle unkomrimierten Ordner und Dateien belasse ich in der Normalfarbe schwarz. Die Farbauswahl bleibt jedem Anwender selbst überlassen und ist frei konfigurierbar.
Der eingebaute FREE SPACE ANALYZER ist eine feine Sache: In einer Explorer-ähnlichen Darstellungsform zeigt er farbige Laufbalken an, die eine "Kompressionsvorschau" liefern. Man kann sein gesamtes Laufwerk oder auch jedes einzelne Wechsellaufwerk (Diskette, Zipdrive usw.) binnen kürzester Zeit darauf hin untersuchen lassen, wo sich eine Komprimierung wirklich lohnt. Das Programm prognostiziert für jeden einzelnen Ordner oder jede Datei, wieviel Speichergewinn nach erfolgter Komprimierung zu erwarten ist.
Zwei Bereiche sind Tabu für FREE SPACE.
Alles, was sich im Windows Ordner befindet, darf (und kann) nicht komprimiert werden. Ebenso darf (und kann) der FREE SPACE-Ordner nicht komprimiert werden. Das Programm erkennt diese beiden Beschränkungen und hält sich strikt und zuverlässig
an diese Vorgabe. Warum ist das so? Relativ einfach zu verstehen: Windows muß beim Programmstart erst einmal geladen werden, bevor FREE SPACE initialisiert werden kann, und FREE SPACE muß erst (automatisch) geladen werden, bevor man damit komprimieren oder dekomprimieren kann.
Ein enormer Vorteil gegenüber den Windows-eigenen Komprimierungsmethoden (Double-Space und Drive-Space) bei Disketten oder Zip-Laufwerken besteht in folgendem Sachverhalt: Wenn man mit Double-Space oder Drive-Space sagen wir eine Diskette komprimiert, so wird das GESAMTE Laufwerk komprimiert. Tritt hierbei ein Fehler auf, so sind alle Daten futsch. Bei FREE SPACE hingegen komprimiert man EINZELNE Ordner oder Dateien. Sollte mal bei einer Datei etwas schiefgehen, so bleiben die restlichen Dateien auf der Diskette unversehrt.
FREE SPACE beinhaltet auch den "DiskCheckup", eine Reparaturfunktion, die beschädigte komprimierte Dateien in den allermeisten Fällen repariert (Ist mir innerhalb eines Jahres zweimal passiert. In beiden Fällen hat das Programm die beschädigten Dateien anstandslos sauber in ihren Originalzustand zurückversetzt).
Der einzige Nachteil, den ich bei FREE SPACE erkennen kann, besteht darin, dass, sollte ich eine mit FREE SPACE komprimierte Datei entweder via Internet oder Diskette verschicken, der Empfänger ebenfalls mit dem Programm ausgerüstet sein muß, um die jeweiligen komprimierten Ordner oder Dateien öffnen zu können. Aber dieser Nachteil ist nicht dem Programm selbst anzulasten. Schließlich muß auch jeder ein Packer auf seinem Rechner haben, wenn er Dateien aus dem Internet herunterlädt.
Der Hauptvorteil liegt also in der eigenen Datenarchivierung. Auf einer meiner normalen 100 MB Zip Disketten habe ich beispielsweise komprimierte Textdateien gespeichert (aberhunderte von Drehbüchern mit Skizzen, sowohl im .txt, .doc, .htm wie .rtf Format), die unkomprimiert 600 MB belegen würden. Bei jedweder Form von Textdatei ist der Komprimierungsfaktor von FREE SPACE so enorm hoch, dass man es kaum glauben möchte.
Der durchschnittliche Speicherplatzgewinn auf meiner Festplatte (mit all der Vielzahl unterschiedlicher Dateitypen wie .exe-, .dll-, Bilder-, Tondateien usw. sehr durwachsen) beträgt derzeit 62%. Unter "Dateieigenschaften von Laufwerk C:" präsentiert mir FREE SPACE eine Kuchengrafik (Diskpie), die den belegten Speicherplatz nebst "Speicherplatzgewinn durch Komprimierung" anschaulich vor Augen führt.
Das Programm kostet 29,95 Mark und hat mir 1,3 Gigabite freien Speicherplatz auf meiner Festplatte beschert/geschenkt. Da kann man nicht meckern. Das tue ich ja aber auch nicht. Ich kann das Programm nur loben.
Das Verhalten der komprimierten Ordner und Dateien ist identisch mit dem normalen Ordner- und Dateiverhalten: sprich, keinerlei Einbuße bei Geschwindigkeit oder Funktionsumfang. Die komprimierten Ordner und Dateien lassen sich ganz normal umbenennen, löschen, verschieben und kopieren. FREE SPACE ist mit all seinen Funktionen bequem über das Kontextmenü zu erreichen. Warum soll ich mich mit Zippern rumplagen, wenn's auch einfacher geht? Mit FREE SPACE "packt" und "entpackt" man, ohne dass man es merkt, und das sehr zuverlässig, schnell und preiswert.
Eine Testversion dieses Shareware-Programms kann derzeit heruntergeladen werden unter:
Ich habe FreeSpace vor über einem Jahr bei Karstadt/Oberpollinger gekauft und nutze es seither zu meiner absoluten Zufriedenheit automatisch, wann immer ich den Computer einschalte. Die Herstellerfirma heißt Mijenix, die deutsche Vertreiberfirma Sybex.
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