Amigo Gargon
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 Kartenspiel
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Amigo Gargon Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Tris.

Kampf der Fabelwesen

ein Testbericht von 2003-05-14 12:11:19 vom 14.05.2003
Empfehlung: ja
Vorteile: Sehr schön gestaltet und schnell verständlicher Spielanleitung....
Nachteile/Kritik: Keine Kontras festgestellt.
Gargon - Das Amulett der Macht


Tauchen Sie ein in eine phantastische Welt mit Drachen, Feen und Gargoyles. Übernehmen Sie die Rolle eines Magiers und kämpfen Sie um den Besitz von Gargon, dem Amulett der Macht. Nur ein mächtiger Zauberer kann gegen die Fabelwesen bestehen und dieses phantastische Kartenspiel gewinnen.


Soweit zur Spielbeschreibung auf der Packungsrückseite.


Gargon - Das Amulett der Macht, hat schon eine Ansprechende Verpackung. Auf der Vorderseite der Box ist ein Phönix zu sehen. Alles ist in Rot und Gelb gehalten. Die Rückseite zeigt eine Kartenauswahl.

Das Spiel ist von der Firma Amigo. Einzelne Daten:

Firma: - AMIGO Spiel + Freizeit GmbH D-63128 Dietzenbach
Autor: - Rüdiger Dorn
Grafik: - Oliver Freudenreich
No: - 1910

Inhalt: - 102 Gargonkarten in sechs Farben
18 Bonuskarten
1 Spielanleitung
Spieler: - 3 - 5 Spieler
Dauer: - ca. 45 Minuten pro Runde
Alter: - ab 10 Jahren


Nun aber zur Anleitung:

Die Anleitung ist zwar auf den ersten Blick sehr lang, aber dafür auch gut verständlich niedergeschrieben. Die Beispiele helfen einem beim leichten Verstehen der Spielregeln sehr weiter.

Zu aller erst wird die Spielidee dargestellt, die ich hier zitieren möchte:

"Als Magie die Geschicke der Menschen lenkte, spielten die Magier mit ihren Getrauen ein uraltes Spiel. Sie ließen ihren Drachen, Pegasus, Gargoyle, Phönix, Manticor oder ihre Fee gegeneinander kämpfen. Einige dieser Wesen besaßen magische Amulette. Der Magier, der die meisten Amulette errang, erhielt als Belohnung Gargon, das Amulett der Macht.
Heute erinnert daran nur Noch dieses Kartenspiel. Die Spieler sind die Magier und versuchen, möglichst viele Gargonkarten mit Amuletten in ihren Besitz zu bringen. Jedes Amulett zählt einen Punkt. Wer eine Gargonkarte mit dem Wert 0, das Amulett der Macht, erobern kann, verdoppelt seine Amulette. Außerdem bringen vieler Garbonkarten in einer bestimmten Farbe zusätzliche Bonuspunkte. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt."

Das hört sich doch schon mal sehr einfach an und ist es dann auch.



Es gibt sechs Farben Karten. Jede Farbe ist einem Fabelwesen zugeordnet:

Pegasus: Blau
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Pferd mit Flügeln, daß der griechischen Mythologie nach auf dem Blut der Medusa entstanden sein soll, nachdem Perseus dieser den Kopf abgeschlagen hatte. Viele Götter haben im Lauf der Zeit versucht Pegasus einzufangen. Keinem ist dies gelungen, bis Athene ein goldenes Zaumzeug mit Zauberkraft erschuf, mit dessen Hilfe der Prinz Bellerophone Pegasus einfangen konnte. Beide bekämpften danach erfolgreich das Ungeheuer von Lykien, die Chimäre. Später versuchte Bellerophon jedoch mit Hilfe von Pegasus in den Olymp zu gelangen. Aus Zorn darüber schickte Zeus ein Insekt, welches Pegasus stach. Dieser scheute daraufhin und warf Bellerophon ab. Pegasus wurde in den Stall des Olymp aufgenommen, um Zeus zu dienen, während Bellerophon als Ausgestoßener von nun an heimatlos durch die Welt irrte.

Mantikor: Gelb
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Der Mantikor ist ein Mischwesen aus Mensch (Gesicht), Fledermaus (Flügel), Löwe (Körper) und Skorpion (Schwanz). Sein Name beinhaltet die persischen Wörter für Mensch und Fresser (Menschenfresser). Beheimatet in der Mythologie des Mittelalters galt er oft als Personifikation des Teufels. Seine Flügelspannweite beträgt 7,30 Meter. Er tötet seine Opfer mit einem Schlag seines mit giftigen Stacheln besetzten Schwanzes.

Drache: Weiß
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Das Wort Drache stammt aus dem griechischen (drakon). Drachen sind Fabelwesen, die sowohl in der abend- auch in der morgenländischen Kultur auftauchen. In den antiken Kulturen des nahen Ostens waren Drachen zumeist Symbol der Zerstörung - sie töteten raubten Jungfrauen, zerstörten Dörfer, stahlen Vieh und brachten Chaos und Verbrechen. Sie sind die am höchsten entwickelten Echsen, sie unterscheiden sich deutlich in ihrer Größe, ihrer Intelligenz und im Lebensalter von den anderen Reptilien.
Bei den alten Ägyptern war der Gott der Dunkelheit der Drache Apophis, der allmorgendlich von Ra, dem Sonnengott, besiegt wurde.
In der klassischen Mythologie findet man den Drachen oft in der Rolle de s Wächters. Die alten Griechen und die Römer glaubten, daß die Drachen die Geheimnisse der Erde kannten und diese an die Sterblichen weitergaben.
In den nordischen Sagen schließlich spielt der Drache ebenfalls eine herausragende Rolle: Im Nibelungenlied tötet Siegfried den Drachen und badet in seinem Blut, woraufhin er unverwundbar wird.
Bekannt sind Drachen auch als Schmuck, beispielsweise am Bug der Wikingerschiffe.
Im asiatischen Raum spielen Drachen eine etwas andere Rolle und werden auch anders dargestellt. In China und Japan gilt der Drache als hohe spirituelle Macht, für Weisheit und Kraft. Er bringt Gesundheit, Glück und Segen. Am chinesischen Neufahrstag sollen Drachen (Drachentanz) die bösen Geister vertreiben. Der chinesische Drache hat fünf Klauen, nicht vier, und wurde damit Symbol des Kaiserreiches China.
Drachen ähneln äußerlich meist Krokodilen oder anderen Echsen, sie haben einen durch Schuppen gepanzerten Leib, oft Flügel, scharfe Krallen und einen langen Schwanz. Ebenso sagt man ihnen nach, daß sie Feuer speien können.

Fee: Grün
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Feen sind weibliche Naturgeister, die Einfluß auf Schicksal und Tod haben und durchaus auch dämonischen Charakter annehmen können.

Phönix: Rot
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Wundervogel, der sich verbrennt und aus seiner Asche wiederaufersteht, er kann bis zu 1000 Jahre alt werden. Seine Spannweite beträgt bis zu 3,50 Metern und er soll in Indien, Ägypten und im mittleren Osten beheimatet gewesen sein. Mit seiner Fähigkeit zur Reinkarnation war er Symbol für Sehnsucht und Wiedergeburt. Er wird meist als adlerähnlicher Vogel mit Regenbogenfarbenem Gefieder und roten Klauen dargestellt. Man glaubt der Phönix ernährte sich von Luft und Tau, da man ihn niemals fressen gesehen hatte. Er stahl den Menschen Gewürze wie Zimt und Myrrhe und baute hieraus seinen eigenen Scheiterhaufen, aus dessen Asche er wieder auferstand. Man vermutet, daß der Phönix eine Art Zwittergestalt war, der selbstständig ein Ei legen und es befruchten konnte, warum man annahm, er könne aus seiner Asche wiederauferstehen. Sein Verlangen nach Gewürzen brachte ihm wahrscheinlich die Ausrottung, da auch die Menschen nach diesem Gut verlangten und der Phönix sich aufgrund seiner Einzigartigkeit nicht anpassen konnte.

Gargoyle: Violett
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Der Teufel hat an einem sonnigen Tag seine Hölle aufgemacht und lief die kleinen Teufel draußen spielen. Ein Teufelchen übertrieb das Spiel, hatte nur Dummheiten im Kopf und zerstörte dabei einiges in der Kirche. Zur Strafe wurde der Kleine in Stein verwandelt.
Oder kann es etwa sein, daß die unheimlichen Gestalten nachts zum Leben erwachen und beim ersten Sonnenstrahl erstarren? Dann wandeln diese just durch ihren Garten, um am nächsten Morgen wieder unschuldsvoll auf ihrem Platz zu stehen.
Die Bezeichnung Gargoyle wurde vermutlich aus dem französischem „gargouilles“ abgeleitet, was soviel wie Wasserspeier bedeutet. Diese etwas grotesken Figuren findet man häufig auf spätgotischen Gebäuden - als berühmtestes Beispiel dient wohl die Kathedrale Notre Dame de Paris. Im Mittelalter ersetzten die Gargoyles demnach die Regenrinnen, denn sie sprudelten oder gurgelten das Regenwasser von den Dächern.



Die Karten sind alle sehr ansprechend und aufwendig gestaltet. Welches das Spielen gleich auch optisch zu einem Hochgenuß macht.

Der Zahlenwert pro Farbe geht von 0 bis 15. Wobei gilt: Je höher der Zahlenwert, also je höher die Chance mit dieser Karte den Sieg zu erringen, desto weniger werden die Amulette, und damit auch die Punkte, die diese Karte wert ist.
Die 0 hat keine Amulette, dafür aber den Vorteil, wenn man sie in seinen Besitz bringen kann, werden die Amulettpunkte dieser Farbe verdoppelt.
Von 1-12 sind die Karten absteigend mit 5-1 Amuletten versehen. Ab dem Kartenwert 13 sind diese dann Amulettlos und zählen somit auch nicht für die Gesamtwertung. Sie sind dazu da, die niedrigeren Karten der Mitspieler zu gewinnen.
Die Bonuskarten werden erst am Ende eines Jeden Spieles ausgeteilt. Hier werden Extrapunkte an die Spieler mit den meisten Karten einer Farbe verteilt.

Gespielt wird solange, bis einer der beiden Stapel in der Mitte leergezogen worden ist. Danach werden die Punkte zusammengerechnet und somit der stärkste Magier ermittelt, dem symbolisch das Amulett der Macht, Gargon überreicht wird.


Da das Spiel schnell verstanden ist, kann man es auch zügig nach ein bis zwei offenen Proberunden problemlos spielen. Meist endet das Spiel auch nicht nach der ersten Runde, sondern es wird stundenlang gespielt.
Das einzig schwierigere dabei ist am Ende das genaue Punkte ermitteln, das man am Anfang ja noch gemeinsam und mit der Spielanleitung erledigen kann und dann auch schnell begriffen ist, so daß jeder seine Punkte allein zusammenzählen kann.


Die liebevolle Gestaltung der Karten hat mich von Anfang an angesprochen. Auch die leicht verständlich geschriebene Anleitung macht das Spiel zu einem Genuß. Die Bedeutungen der einzelnen Fabelwesen muß man nicht kennen.
Das offen halten der Karten ist zu beginn eines Jeden Spieles etwas schwierig, da man sehr viele Karten auf der Hand hält, welches sich im Laufe der Runde schnell ändert.

Immer wieder muß man taktisch klug denken, um für die nächste Runde genügend Karten auf der Hand zu haben oder aussetzen und somit wieder eine ausreichende Anzahl der Karten aufnehmen zu können. Dabei muß man die Gegner im Auge behalten, wie viele Amulette man noch zu erkämpfen hat und auch die beiden Stapel in der Mitte. Denn ist einer der beiden leer, ist das Spiel vorbei. Karten auf der Hand zählen dann nicht mehr.
Also lieber früh riskieren als am Ende zwei mal die 0 auf der Hand zu behalten.


Neben Uno ist dieses eines der beliebteren Spiele in unserer Runde. Ich muß es immer wieder einpacken oder hervorholen. Man spielt sich auch nicht daran über. Das war eine sehr gute Investition, als ich es damals für 2 Euro (gebraucht) gekauft habe. Neu kostet es, meine ich, 6,95 Euro. Aber auch diese Summe ist nicht zu viel für dieses phantastische Spiel.


Schön ist auch, daß man sehr wenig Platz benötigt um zu spielen. Die Karten werden vor einen hingelegt und dann auf Stapel gehäuft. Also reicht auch ein kleinerer Tisch oder glatt mal die Decke im Park oder am Strand aus für eine lustige Runde.

Man muß auch nicht eine große Packung irgendwo unterbringen. Die Schachtel ist nicht größer als zwei Karten nebeneinander gelegt. Damit also auch gut in die Jackentasche oder vor in der kleinen Tasche des Rucksackes unterzubringen. Dieser Karton ist auch sehr stabil. Reißt also nicht so leicht ein und gibt alle Karten frei oder verknickt leicht, so das der Inhalt auch bald beschädigt ist. Diese Schachtel, typisch für die AMIGO - Spiele ist ein echter Überlebenskünstler. Höchstens stößt mal eine Ecke an. Aber das passiert ja irgendwann immer.
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Allgemeine Informationen Amigo Gargon
gelistet seit: 03.09.2003
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