Geistertanz - Mark T. Sullivan Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Das Geheimnis um den Geistertanz
ein Testbericht von Paukenfrosch2004-01-10 12:10:04vom 10.01.2004Empfehlung: ja
Vorteile: pure Spannung von Anfang bis Ende; flüssiger Schreibstil...Nachteile/Kritik: absolut nichts
Das neue Jahr ist noch nicht sehr alt, doch ich habe schon wieder ein Buch durchgelesen. Ein Buch, welches mir so sehr gefallen hat, daß ich gern darüber berichten möchte…
„Geistertanz“ von Mark T. Sullivan
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Der Autor
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Mark T. Sullivan lebt mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen in Vermont. Er ist ein angesehener und erfolgreicher Journalist. Für seine Arbeit wurde er schon mehrmals für den Pulitzer-Preis vorgeschlagen.
Seiner Feder entstammen derzeit 6 Romane, von denen aber bisher nur 2 ins Deutsche übersetzt wurden. Neben „Geistertanz“ gehört auch „Die Jägerin“ dazu.
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Allgemeines zum Buch
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Mein Exemplar von „Geistertanz“ ist vom Goldmann Verlag.
www.goldmann-verlag.de
Dieses Buch ist als Taschenbuch (Nr. 45058) erschienen, umfaßt 376 Seiten voller Spannung und hat die ISBN-Nummer 3-442-45058-6.
Der aufgedruckte Preis beträgt 9 Euro, ich hatte jedoch das Glück, diesen Roman für nur 2 Euro zu erstehen.
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Inhalt des Buches
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Man schreibt das Frühjahr 1998. Den Dokumentar-Filmer Patrick Gallgher zieht es in das kleine Örtchen Lawton im US-Bundesstaat Vermont. Der ortsansässige Pfarrer Mc Coll setzt sich dafür ein, daß der Pater Victor D`Angelo heilig gesprochen werden soll, der vor etwa einem Jahrhundert dort lebte und als Wunderheiler galt. Darüber will Patrick Gallagher Informationen für seinen neuen Dokumentarfilm sammeln.
Er lernt die Polizistin Andie Nightingale kennen und mietet bei ihr eine kleine Hütte als Unterkunft. Die Hütte liegt ganz in der Nähe eines Flusses, so kann Callagher auch nebenbei seinem Hobby, dem Angeln, nachgehen. Doch während er beim Angeln seinen Gedanken nachhängt, zieht er plötzlich eine grausam zugerichtete und vergewaltigte männliche Leiche aus dem Fluß.
Bei den Morduntersuchungen stellt sich heraus, daß dieser Mann im Besitz eines kleinen Lederbeutels war, in dem sich ein Teil aus dem Tagebuch einer Indianerin befand. Diese lebte ebenfalls vor etwa einem Jahrhundert in diesem Ort.
Andie Nightingale übernimmt den Fall. Doch sie ist sehr verängstigt, ist doch auch in ihrem Besitz so ein Lederbeutel und ein Stück des Tagebuches. Ihre Vermutung, daß das Morden mit diesem indianischen Tagebuch zusammenhängt, bestätigt sich, als die dritte brutal zugerichtete Leiche gefunden wurde und mit ihr ein weiteres Teil des Indianertagebuches.
Da Callagher zufälliger Weise stets in der Nähe ist, wenn eine weitere Leiche entdeckt wird, wird er sehr schnell zu einem Hauptverdächtigen in diesem Fall. Nur Andie Nightingale vertraut ihm. Gemeinsam gehen sie dem Geheimnis auf den Grund.
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Wer ist dieser grausame Mörder? Weshalb ermordet er Menschen, die im Besitz der Tagebuchteile sind? Haben die darin enthaltenen Beschreibungen des indianischen Geistertanzes etwas mit dem wahnsinnigem Morden zu tun? Doch was bewegt den Mörder zu diesen abscheulichen Taten? Immerhin ist die Geschichte um dieses Indianermädchen ein Jahrhundert alt. Genauso alt, wie Pater D´Angelo…
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Meine Meinung zum Buch
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„Geis tertanz“ ist ein sehr fesselnder Roman. Gleich von der ersten Seite an packt einen die Lese-Spannung.
Es ist ein etwas anderer Krimi. Es passiert nicht nur einfach ein Mord und man begibt sich als Leser auf
Mörderjagd. Man springt auch immer wieder zurück in das vorige Jahrhundert und geht dem Geheimnis der Indianerin nach, die eigentlich in dieser Gegend nichts zu suchen hatte, da das Indianerreservat etliche hundert Meilen entfernt lag. Stückchenweise erfährt man durch die Tagebucheintragungen, die mit jeder neuen Leiche gefunden werden, weitere Details.
So ergreift einen einerseits die Geschichte der Indianerin, die irgendwie in Verbindung mit Pater D´Angelo steht, aber auch die derzeitigen Ereignisse in Lawton, die zur Aufklärung der Morde beitragen. Einige Dorfbewohner, deren Vorfahren schon hier lebten, verhalten sich plötzlich sehr eigenartig. Sie sind verschlossen und scheinen irgendetwas vertuschen zu wollen. Doch warum nur?
Interessant und tiefgründig geht der Schriftsteller auch auf seine Haupthelden ein, für die der Leser von Anfang an Sympathie empfindet. So findet Callagher ausgerechnet an seinem 40sten Geburtstag die erste Leiche des Falles. Als ob es nicht schon genug wäre, das ausgerechnet an diesem Tag seine Exfrau heiratet, der er irgendwie noch immer nachhängt. Doch auch Nightingale ist vom Leben gezeichnet, wurde sie in ihrer Jugend mehrmals vergewaltigt und gilt hier im Dorf als Außenseiterin. Kein Wunder, daß die beiden zueinander finden.
Man erfährt so einiges über die Familien des Dorfes, deren Lebensgeschichten seit über einem Jahrhundert hier in Lawton verwurzelt sind. Da das Tagebuch in mehrere Abschnitte aufgeteilt wurde, hinterläßt es den Schluß, daß an der Lösung der mysteriösen Todesumstände der Indianerin auch mehrere Personen beteiligt sind, unter deren Nachkommen wohl der heutige Mörder zu suchen ist. Man hat somit bezüglich des Mörders so etliche Vermutungen, da ja jeder Dreck am Stecken zu haben scheint und somit Grund zur Vertuschung eines Verbrechens hat. So hat man eigentlich zwei Krimis in einem Roman.
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Der Schreibstil ist flüssig und sehr bildhaft dargestellt. Somit lesen sich die knapp 400 Seiten schnell weg, angetrieben natürlich von der sich stets zuspitzenden Spannung. Das Buch ist eine gelungene Mischung zwischen einem erstklassigen Kriminalroman, aber auch von einer abenteuerlichen Indianergeschichte. Wer beides mag, kommt hier voll auf seine Kosten.
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Fazit
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„Geistertanz“ ist nicht einfach nur ein Krimi. Es ist ein ganz besonderer Roman, wie ich noch keinen zuvor gelesen habe. Hier finden sich mehrere Geschichten in einem Buch wieder, die letztendlich zum aktuellen Mörder führen. Doch auch alle anderen beschriebenen Geheimnisse werden gelüftet.
So facettenreich der Roman auch ist, man verzettelt sich auf keinen Fall und kann allen Geschehnissen klar folgen. Hier beweist Mark T. Sullivan sein schriftstellerisches Können auf´s Feinste. Beim Lesen vergißt man alles um sich herum, weil einen die Spannung wirklich nicht mehr los läßt.
Der Roman hat mir so sehr gefallen, daß ich nun Ausschau halten werde nach Sullivans Roman „Die Jägerin“, von dem ich mir ebensolche Unterhaltung verspreche. Euch kann ich hier nur raten: Lest dieses Buch!
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